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	<title>balismink - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<title>Wüstung Zimmern bei Stebbach</title>
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		<updated>2026-02-03T12:39:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BHeinrich: BHeinrich verschob die Seite Wüstung Zimmern bei Stebbach nach Stebbach, Wüstung Zimmern&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Stebbach, Wüstung Zimmern]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BHeinrich</name></author>
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		<title>Stebbach, Wüstung Zimmern</title>
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		<updated>2026-02-03T12:39:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BHeinrich: BHeinrich verschob die Seite Wüstung Zimmern bei Stebbach nach Stebbach, Wüstung Zimmern&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}&lt;br /&gt;
Wüstung Zimmern (Stebbach, Gemeinde Gemmingen, Landkreis Heilbronn).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach schriftlichen Quellen dürfte die&lt;br /&gt;
Siedlung im 12./13. Jahrhundert in einen größeren Gutshof umgewandelt worden&lt;br /&gt;
sein.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Forschungsgeschichte==&lt;br /&gt;
Bereits 1967/68 wurde durch die Abteilung Archäologie des Mittelalters am Staatlichen Amt für Denkmalpflege in Stuttgart (Günter P. Fehring/Dietrich Lutz) ein zentraler Ausschnitt um die Kirche der Wüstung Zimmern ausgegraben.&lt;br /&gt;
Neben der Kirche selbst und dem angrenzenden Friedhof zeigten sich nur einige Pfostenbauten und Grubenhäuser. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Keramik wurde in einer Freiburger Dissertation von Friedericke Dickmanns ausgewertet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Keramikfunde==&lt;br /&gt;
Das Keramikspektrum beginnt im ausgehenden 7./beginnenden 8. Jahrhundert; Funde der Spätzeit, aus dem 13. und 14., vielleicht noch aus dem 15. Jahrhundert sind nicht mehr so zahlreich, eindeutig der Spätphase zuweisbare Befunde scheinen zu fehlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur zur Fundstelle==&lt;br /&gt;
*Lutz 1970: Dietrich Lutz, Wüstung Zimmern, Gemarkung Stebbach, Kr. Sinsheim, Nordbaden. Nachrichtenblatt der Denkmalpflege in Baden-Württemberg 13, 1970, 103-105&lt;br /&gt;
*Dickmanns 1992: Friedericke Dickmanns, Die, Wüstung Zimmern auf der Gemarkung Stebbach, Gemeinde Gemmingen. Keramik und Siedlungsstruktur im südwestdeutschen Vergleich (Freiburg 1992). &lt;br /&gt;
*Gross 1997:Uwe Gross, Die abgegangene Siedlung Zimmern auf Gemarkung Stebbach und die mittelalterliche Wüstungskeramik im Kraichgau. I: Ludwig H. Hildebrand (Hrsg.), Archäologie und Wüstungsforschung im Kraichgau. Heirnatverein Kraichgau, Sonderveröffentlichung 18 (Ubstadt-Weiher 1997) 129-148.&lt;br /&gt;
*Schäfer 1969: Alfons Schäfer, Die Wüstung Zimmern auf Gemarkung Stebbach. Zur Identifizierung des ausgegrabenen Dorfes. Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins 117, 1969, 367-374.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fundstellenregest]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BHeinrich</name></author>
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		<title>Wüstung Vöhingen bei Schwieberdingen</title>
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		<updated>2026-02-03T12:39:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BHeinrich: BHeinrich verschob die Seite Wüstung Vöhingen bei Schwieberdingen nach Schwieberdingen, Wüstung Vöhingen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Schwieberdingen, Wüstung Vöhingen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BHeinrich</name></author>
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		<title>Schwieberdingen, Wüstung Vöhingen</title>
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		<updated>2026-02-03T12:39:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BHeinrich: BHeinrich verschob die Seite Wüstung Vöhingen bei Schwieberdingen nach Schwieberdingen, Wüstung Vöhingen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wüstung Vöhingen (Schwieberdingen, Landkreis Ludwigsburg). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Zirka 2,2 km östlich des alten Ortskerns von Schwieberdingen befindet sich auf der Lößfläche des Langen Feldes die Wüstung Vöhingen.&lt;br /&gt;
*Koordinaten: 48.87505, 9.10580 (WGS84)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Forschungsgeschichte und Befundsituation==&lt;br /&gt;
Die Grabungen durch das Landesdenkmalamt Stuttgart seit 1982 haben vor allem das nähere Umfeld der Kirche mit Friedhof und einigen umliegenden Hofstellen aufgedeckt. Dabeiist die Befundsituation von Pfostenbauten und Grubenhäusern geprägt; steinerne Profanbauten oder eindeutig dem Spätmittelalter zuweisbare Befunde fehlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Keramikfunde==&lt;br /&gt;
{{stub}}&lt;br /&gt;
In Vorberichten hat Uwe Gross eine Auswahl der Keramikfunde vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
u.a.&lt;br /&gt;
*rauwandige Drehschebenware&lt;br /&gt;
*[[Braune, meist rillenverzierte rauwandige Drehscheibenware (Neckarland, FMa)]]&lt;br /&gt;
*[[Ältere gelbe Drehscheibenware (Südwestdeutschland, FMa/HMa)]] beginnend mit dem Typ Kirchhausen&lt;br /&gt;
*nachgedrehte Keramik&lt;br /&gt;
**[[Albware (Schwäbische Alb/ mittleres Neckarland, HMa)]]&lt;br /&gt;
Als Import liegt [[Badorfer Ware (Rheinland, FMa)]] vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturhinweise zur Fundstelle==&lt;br /&gt;
*Arnold 1991: S. Arnold, Fortsetzung der Untersuchung der Wüstung Vöhingen, Gemeinde Schwieberdingen, Kreis Ludwigsburg. Arch. Ausgr. Bad.-Württ., 1991, 300–301.&lt;br /&gt;
*Arnold 1992: S. Arnold, Die dritte Grabungskampagne auf dem Gebiet der Wüstung Vöhingen, Gemeinde Schwieberdingen, Kreis Ludwigsburg. Arch. Ausgr. Bad.-Württ., 1992, 259–261.&lt;br /&gt;
*Arnold 1993: S. Arnold, Grabungen im Bereich des Kirchhofs in Schwieberdingen-Vöhingen, Kreis Ludwigsburg. Arch. Ausgr. Bad.-Württ., 1993, 242–245.&lt;br /&gt;
*Arnold 1994: S. Arnold, Fortsetzung der Grabungen in der Wüstung Vöhingen bei Schwieberdingen, Kreis Ludwigsburg. Arch. Ausgr. Bad.-Württ., 1994, 285–287.&lt;br /&gt;
*Arnold 1995: S. Arnold, Fortsetzung der Grabungen in der Wüstung Vöhingen bei Schwieberdingen, Kreis Ludwigsburg. Arch. Ausgr. Bad.-Württ., 1995, 275–278.&lt;br /&gt;
*Arnold 1996: S. Arnold, Fortführung der Grabungen in der Wüstung Vöhingen bei Schwieberdingen, Kreis Ludwigsburg. Arch. Ausgr. Bad.-Württ., 1996, 247–250.&lt;br /&gt;
*Arnold 1997: S. Arnold, Neue Erkenntnisse zum 'Vöhinger Kirchle', Gde. Schwieberdingen, Kreis Ludwigsburg. Arch. Ausgr. Bad.-Württ., 1997, 196–199.&lt;br /&gt;
*Arnold 1998: S. Arnold, Die Ausgrabungen auf der Flur Vöhingen bei Schwieberdingen. In: S. Arnold / U. Gross / M. Rösch / J. Ronke / H. von der Osten-Woldenburg (Hrsg.), Dorfsterben … Vöhingen und was davon blieb. Archäologie eines mittelalterlichen Dorfes bei Schwieberdingen; Begleitheft zur Ausstellung des Landesdenkmalamtes Baden-Württemberg im Rathaus Schwieberdingen vom 4. April - 3. Mai 1998 (Stuttgart 1998) 13–30.&lt;br /&gt;
*Arnold 2000: S. Arnold, &amp;quot;Nucleated and dispersed&amp;quot; unter dem Aspekt von Wüstungsprozessen und damit verbundenen Siedlungskonzentrationen an ausgewählten Beispielen aus dem Südwesten Deutschlands. In: J. Klápšte (Hrsg.), Ruralia III. Pam. Arch. Suppl. 14 (Prague 2000) 273–287.&lt;br /&gt;
*Arnold / Gross 1990: S. Arnold / U. Gross, Archäologische Untersuchung im Gebiet der Wüstung Vöhingen, Gemeinde Schwieberdingen, Kreis Ludwigsburg. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 1990, 233–235.&lt;br /&gt;
*Arnold / Gross 2000: S. Arnold / U. Gross, Wiederaufnahme der Grabungen in der Wüstung Vöhingen, Gde. Schwieberdingen, Kreis Ludwigsburg. Arch. Ausgr. Bad.-Württ., 2000, 158–161.&lt;br /&gt;
*Arnold et al. 1998: S. Arnold / U. Gross / M. Rösch / J. Ronke / H. von der Osten-Woldenburg (Hrsg.), Dorfsterben … Vöhingen und was davon blieb. Archäologie eines mittelalterlichen Dorfes bei Schwieberdingen ; Begleitheft zur Ausstellung des Landesdenkmalamtes Baden-Württemberg im Rathaus Schwieberdingen vom 4. April - 3. Mai 1998 (Stuttgart 1998).&lt;br /&gt;
*Dietz et al. 2002: C. Dietz / S. Arnold / U. Gross, Zum Abschluß der aktuellen Grabungskampagne in der Wüstung Vöhingen, Gde. Schwieberdingen, Kreis Ludwigsburg. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 2002, 171–175.&lt;br /&gt;
*Gross 1985: U. Gross, Funde aus der Wüstung Vöhingen auf Gemarkung Schwieberdingen, Kreis Ludwigsburg. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 1985 (1986), 198-200.&lt;br /&gt;
*Gross 1989: U. Gross, Nochmals zur Wüstung Vöhingen auf Gemarkung Schwieberdingen, Kreis Ludwigsburg. Arch. Ausgr. Bad.-Württ., 1989, 282–284.&lt;br /&gt;
*Gross 1991: U. Gross, Mittelalterliche Keramik zwischen Neckarmündung und Schwäbischer Alb. Bemerkungen zur räumlichen Entwicklung und zeitlichen Gliederung. Forsch. u. Ber. Arch. Mittelalter Bad.-Württ. 12 (Stuttgart 1991). - DOI: https://doi.org/10.11588/artdok.00005858&lt;br /&gt;
*Gross 1998: U. Gross, Die Funde. In: S. Arnold / U. Gross / M. Rösch / J. Ronke / H. von der Osten-Woldenburg (Hrsg.), Dorfsterben … Vöhingen und was davon blieb. Archäologie eines mittelalterlichen Dorfes bei Schwieberdingen ; Begleitheft zur Ausstellung des Landesdenkmalamtes Baden-Württemberg im Rathaus Schwieberdingen vom 4. April - 3. Mai 1998 (Stuttgart 1998) 31–52.&lt;br /&gt;
*Gross 1998: U. Gross, Ungarn in Schwaben. Arch. Deutschland 4, 1998, 40–41.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Links==&lt;br /&gt;
*https://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6hingen&lt;br /&gt;
*https://home.bawue.de/~wmwerner/voehing/index.html&lt;br /&gt;
*https://www.leo-bw.de/detail-gis/-/Detail/details/ORT/labw_ortslexikon/21729/ort&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fundstellenregest]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BHeinrich</name></author>
	</entry>
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		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=W%C3%BCstung_S%C3%BClchen_bei_Rottenburg&amp;diff=10404</id>
		<title>Wüstung Sülchen bei Rottenburg</title>
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		<updated>2026-02-03T12:38:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BHeinrich: BHeinrich verschob die Seite Wüstung Sülchen bei Rottenburg nach Rottenburg, Wüstung Sülchen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Rottenburg, Wüstung Sülchen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BHeinrich</name></author>
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		<title>Rottenburg, Wüstung Sülchen</title>
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		<updated>2026-02-03T12:38:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BHeinrich: BHeinrich verschob die Seite Wüstung Sülchen bei Rottenburg nach Rottenburg, Wüstung Sülchen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}&lt;br /&gt;
Die Wüstung Sülchen liegt nordöstlich der römischen bzw. mittelalterlichen Stadt Rottenburg am Neckar im Umkreis der Sülchenkirche. Durch fortschreitende Überbauung wurden seit den 1980er Jahre zahlreiche Rettungsgrabungen notwendig, die auch ein umfangreiches Keramikspektrum erbracht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage und Ortsgeschichte==&lt;br /&gt;
Schon immer war Rottenburgs Siedlungslage günstig, denn hier weitet sich von Südwesten kommend das enge Neckartal und bietet Zugang unter anderem zu den fruchtbaren Böden des Oberen Gäus. Die römische und die kleinere mittelalterliche Stadt wie auch die&lt;br /&gt;
Anlage der „Altstadt“ sitzen genau dort, wo sie den Ausgang des engen Neckartals kontrollieren. Seit den frühen 1980er Jahren steht die nordöstlich an das alte Stadtgebiet von Rottenburg anschließende Niederterrasse über dem Neckar im Fokus der archäologischen Denkmalpflege. Genannt seien mehrere mesolithische Stationen, eine frühneolithische Siedlung sowie Gräberfeld und Siedlung der frühen Eisenzeit, die hier ausgegraben werden mussten. Hintergrund ist der moderne Flächenverbrauch, der die Siedlungsfläche Rottenburgs extrem hat wachsen lassen. Dabei kam es 1982 auch zu ersten Grabungen in der Wüstung Sülchen. Deren ehemalige Pfarrkirche überdauerte als Friedhofskapelle, ehe sie im 19. Jahrhundert die Gruft der Bischöfe der neuen Diözese Rottenburg – Stuttgart aufgenommen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals erwähnt wurde Sülchen in der Lebensbeschreibung des Heiligen Meinrad, der um 797 hier geboren sein soll. Konkret fassbar wird aber erst 1057 ein Gut in Sülchen, als dieses von Heinrich II. an das Bistum Bamberg geschenkt wurde. Diese Urkunde ist zugleich die jüngste, die den Sülchgau nennt, eine seit dem späten 9. Jahrhundert belegte Regionenbezeichnung, die mit dem Ortsnamen Sülchen zusammenhängen dürfte. In der älteren Forschung hatte Sülchen freilich eine fast schon mythische Stellung, denn eine Schlacht, bei der laut Ammianus Marcellinus Kaiser Valentinian 368 eine von Alamannen gehaltene Anhöhe gestürmt haben soll, wurde hier lokalisiert. So war Sülchen/Solicinium für Ludwig Uhland ein wesentliches Kapitel der Schwäbischen Sagenkunde. Sumelocenna, Sülchen, Solicinium, das in der Cosmographia des Geographen von Ravenna genannte Solich, aber auch Zollern wurden miteinander gleichgesetzt, was modernen Forschungen jedoch nicht standhält (nach Schreg 2019).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutlich ist auch, dass die Wüstung Sülchen mehr war als eine der üblichen ländlichen Siedlungen. So ist die Siedlungsfläche ungewöhnlich groß und auch die Architektur mit karolingerzeitlichem Steinbau und hochmittelalterlichen Steinkellern fällt aus dem Rahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Siedlungsbeginn liegt bereits im 4./5. Jahrhundert, das Ende im 13. Jahrhundert, als möglicherweise die Funktionen der Siedlung, wozu nach dem Zeugnis des Flurnamens auch ein Markt gehörte, an die entstehende Stadt Rottenburg übergingen (nach Schreg 2019).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Forschungsgeschichte==&lt;br /&gt;
Trotz einer Bearbeitung der Keramikfunde aus den Grabungen der 1980er Jahre durch G. Nack ist der Fundbestand aus der Wüstung Sülchen bislang kaum zu überblicken. Die Arbeit von Nack blieb unpubliziert, die weiteren Vorberichte konzentrierten sich auf ausgewählte Baubefunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2003 wurden vier liegende Töpferöfen des frühen Mittelalters ausgegraben, in denen rauwandige Drehscheibenware aber auch feintoniges Geschirr, wohl auch [[Einglättverzierte Keramik (VwZ)]] produziert wurde. Einer der Öfen wurde archäomagnetisch ins 6. Jahrhundetr datiert, die Keramik wurde von Uwe Gross im Vergleich mit den Funden vom [[Bad Urach, Runder Berg|Runden Berg bei Urach]] in die zweite Hälfte des 5. Jahrhunderts gesetzt (Gross/ Schmidt 2004). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt kam es zu Grabungen in der Kirche selbst, bei denen merowingerzeitliche Gräber, aber auch eine mehrphasige Kirchenentwicklung festgestellt wurde. 2012 kam es zu ersten Grabungen am Chor der Sülchenkirche, die die Reste einer romanischen Basilika erbrachten. Daraufhin wurden die Planungen zur Sanierung und Erweiterung der bischöflichen Gruft überarbeitet, denn damit wurde augenscheinlich, was dem Fachmann freilich schon vorher hätte klar sein müssen, nämlich dass die Kirche und ihr Untergrund eine bedeutende historische Quelle darstellen. Die weiteren Bauarbeiten an der Gruft waren dann Anlass für ein Grabungsprogramm in den Jahren 2014 – 16, das mit Unterstützung der Diözese erlaubte, annähernd den gesamten Kircheninnenraum zu ergraben (nach Schreg 2019).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Befundsituation==&lt;br /&gt;
In den Grabungen der 1980er Jahre konnte nahezu keine Steinarchitektur nachgewiesen werden. Einige wenige Fundamentreste aus sorgfältig aufgeschichteten und unvermörtelten Steinen gehörten zu eingetieften Räumen, bei denen einzelne Wände durch Trockenmauern abgesichert waren. In großer zahl sind hingegen Grubenhäuser belegt sowie ebenerdige Holzbauten, die sich anhand von Pfosten und Wandgräbchen identifizieren lassen. Desweiteren wurden Vorratsgruben und Brunnen festgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2003 wurden die Reste von vier Töpferöfen ergraben, die einmal als liegende (Gross/ Schmidt 2004, 173), einmal als stehende Zweikammeröfen (Schmidt 2018, 204) angesprochen wurden. Sie wurden archäomagnetisch ins 6. Jahrhundert datiert, die Keramik deutet in die zweite Hälfte des 5. Jahrhunderts (Gross/ Schmidt 2004). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich der Kirche konnten mehrere Phasen nachgewiesen werden. Am Beginn der Entwicklung stehen beigebanführende merowingerzeitliche Bestattungen, die auch Keramikbeigaben enthielten. Aus Grab 243 stammt ein [[burgundische Becher|burgundischen Becher]] (Ade 2018, 71).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Keramikfunde==&lt;br /&gt;
Das keramische Fundmaterial der Siedlung zeigt in der Völkerwanderungszeit wie auch im Hochmittelalter ungewöhnliche Fernkontakte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genannt sind in der Literatur unter anderem Funde folgender Waren:&lt;br /&gt;
*[[Rauwandige Drehscheibenware römischer Tradition]]&lt;br /&gt;
*[[Einglättverzierte Keramik (VwZ)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturhinweise==&lt;br /&gt;
*Ade 2018: D. Ade, Ein frühmittelalterlicher Bestattungsplatz unter der Sülchenkirche. In: H. Aderbauer / H. Kiebler (Hrsg.), Die Sülchenkirche bei Rottenburg. Frühmittelalterliche Kirche - alte Pfarrkirche - Friedhofskirche - bischöfliche Grablege (Lindenberg im Allgäu 2018) 54–95.&lt;br /&gt;
*Aderbauer u.a. 2018: Herbert Aderbauer, Harald Kübler (Hrsg.), Die Sülchenkirche bei Rottenburg. Frühmittelalterliche Kirche – alte Pfarrkirche – Friedhofskirche – bischöfliche Grablege (Lindenberg i. Allgäu 2018). - ISBN 978-3-95976-102-4&lt;br /&gt;
*Gross 2008: U. Gross, Sülchen als Produktionsstätte donauländischer Keramik des 5. Jhs. [Vortrag gehalten im Rahmen der Jahrestagung der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V., Tübingen 4. Juli 2008]). - https://doi.org/10.11588/artdok.00001982&lt;br /&gt;
*Gross/ Schmidt 2004: U. Gross/E. Schmidt, Neue Untersuchungen im Bereich der Wüstung Sülchen auf Gemarkung Rottenburg am Neckar, Kreis Tübingen. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 2003 (2004), 172-174.&lt;br /&gt;
*Gross/ Schmidt 2004a: U. Gross/E. Schmidt, Archäologische Untersuchungen im Randbereich des abgegangenen Dorfes Sülchen bei Rottenburg. Der Sülchgau 47/48, 2003/2004, 1-14.&lt;br /&gt;
*Dürr u.a. 2024: R. Dürr/G. Graenert/K. Fellgiebel/J. Scheschkewitz/J. Baldauf, Ein neuer Einblick in die Wüstung Sülchen bei Rottenburg a. N. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 2023 (2024), 233-237. - https://www.academia.edu/122305108/Ein_neuer_Einblick_in_die_W%C3%BCstung_S%C3%BClchen_bei_Rottenburg_a_N&lt;br /&gt;
*Nack 1989: G. Nack, Versuch der Datierung einer früh- bis hochmittelalterlichen Siedlung anhand der Irdenware aus der Wüstung Sülchen bei Rottenburg am Neckar, Kreis Tübingen. unveröff. Magister-Arbeit (Freiburg 1989).&lt;br /&gt;
*Schreg 2019: Rezension zu Aderbauer 2018. Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte 78, 2019, 454-457. - DOI: 10.15463/rec.reg.655973425&lt;br /&gt;
*Schmid 2018: B. Schmid, Die archäologische Ausgrabung in der Sülchenkirche. Neue Erkenntnisse - neue Fragen. In: H. Aderbauer / H. Kiebler (Hrsg.), Die Sülchenkirche bei Rottenburg. Frühmittelalterliche Kirche - alte Pfarrkirche - Friedhofskirche - bischöfliche Grablege (Lindenberg im Allgäu 2018) 14–53.&lt;br /&gt;
*Schmidt 1982: E. Schmidt, Die Notgrabung im Gebiet der Wüstung Sülchen auf Gemarkung Rottenburg. Der Sülchgau 26, 1982, 4–13.&lt;br /&gt;
*Schmidt 1984: E. Schmidt, Webhäuser der Wüstung Sülchen auf Gemarkung Rottenburg am Neckar, Kreis Tübingen. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 1983 (1984), 215-216.&lt;br /&gt;
*Schmidt 1986: E. Schmidt, Die bauliche Entwicklung vom Grubenhaus zum unterkellerten Wohngebäude in der Wüstung Sülchen auf der Gemarkung Rottenburg, Kreis Tübingen. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 1985 (1986), 201–203.&lt;br /&gt;
*Schmidt 1989: E. Schmidt, Archäologische Untersuchungen im Siedlungsgebiet des abgegangenen Dorfes Sülchen auf Gemarkung Rottenburg. Der Sülchgau 33, 1989, 13–21.&lt;br /&gt;
*Schmidt 1989: E. Schmidt, Neue Grabungsbefunde der abgegangenen Siedlung Sülchen auf Gemarkung Rottenburg, Kreis Tübingen. Arch. Ausgr. Bad.-Württ., 1989, 271–274.&lt;br /&gt;
*Schmidt 2018: E. Schmidt, Das Dorf Sülchen - Zentrum des Sülchgau. Bemerkungen zu den archäologischen Untersuchungen. In: H. Aderbauer / H. Kiebler (Hrsg.), Die Sülchenkirche bei Rottenburg. Frühmittelalterliche Kirche - alte Pfarrkirche - Friedhofskirche - bischöfliche Grablege (Lindenberg im Allgäu 2018) 184–213.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fundstellenregest]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Töpferei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BHeinrich</name></author>
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		<title>Wüstung Muffenheim bei Rastatt</title>
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		<updated>2026-02-03T12:38:39Z</updated>

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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Rastatt, Wüstung Muffenheim]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BHeinrich</name></author>
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		<title>Rastatt, Wüstung Muffenheim</title>
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		<updated>2026-02-03T12:38:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BHeinrich: BHeinrich verschob die Seite Wüstung Muffenheim bei Rastatt nach Rastatt, Wüstung Muffenheim&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}&lt;br /&gt;
Wüstung Muffenheim (Ottersdorf/Plittersdorf, Stadt Rastatt, Landkreis Rastatt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Das abgegangene Muffenheim liegt zwischen den Dörfern Ottersdorf und Plittersdorf, beides heute Stadtteile von Rastatt, nahe am Rhein.&lt;br /&gt;
*Koordinaten: 8,1528 48,8710&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ortsgeschichte==&lt;br /&gt;
Muffenheimn wird als Lorscher Besitz in einer Kopialüberlieferung des 12. Jahrhundert zum Jahr 790 erstmals genannt und wird als &amp;quot;in Pago Rode&amp;quot; bezeichnet. Die Siedlung ist vor 1510 wüst gefallen und die Gemarkung wurde zwischen Ottersdorf und Plittersdorf aufgeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Forschungsgeschichte==&lt;br /&gt;
In den vergangenen Jahren konnte die Trasse einer durch die Wüstung ziehenden&lt;br /&gt;
Pipeline archäologisch untersucht werden. Allerdings wurde die Siedlung bereits 1976 bei einer Probeuntersuchung angeschnitten. Zudem liegen zahlreiche Lesefunde v.a. durch den Heimatforscher F. Ruf aus Ottersdorf vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben einer früh- und einer hochmittelalterlichen Siedlungsphase konnte hier auch eine spätmittelalterliche Phase herausgestellt werden, der jedoch nur relativ wenige Befunde zugewiesen werden konnten. Neben wenigen Grubenhütten/Erdkellern wurden zwei frühestens im 13. Jahrhundert angelegte Brunnen sowie ein Graben festgestellt. Im Unterschied zu anderen Wüstungsgrabungen sind Funde des 13. und 15. Jahrhunderts gut vertreten, allerdings fehlt beispielsweise glasierte Ofenkeramik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Keramikfunde==&lt;br /&gt;
In zahlreichen Artikeln hat Uwe Gross immer wieder Fundmaterial aus der Wüstung vorgestellt.&lt;br /&gt;
*[[Handgemachte Keramik]] (Gross 2007)&lt;br /&gt;
*[[Knickwandkeramik]] u.a. mit mit nierenförmigen Stempeln und Wellenbandzier (Gross 2007)&lt;br /&gt;
*[[rauwandige Drehscheibenware]] mit [[Wölbwandtopf|Wölbwandtöpfen]], Krügen und Schalen/Schüsseln (Gross 2007)&lt;br /&gt;
*[[Ältere gelbe Drehscheibenware (Südwestdeutschland, FMa/HMa)]]  (Gross 2007). Darunter bemerkenswerterweise auch Fragmente in Form der [[Knickwandgefäß]]e. Sie markieren die Frühphase der Ware, ebenso wie die Ränder des Typs Kirchhausen sowie geriefte und rollstempelverzierte Wandscherben. An weiteren Sonderformen der älteren gelben Drehscheibenware treten auf:&lt;br /&gt;
**[[Hängetopf]]/[[Ösenhenkeltopf]]&lt;br /&gt;
**Schalen mit Tüllengriff&lt;br /&gt;
**Schüssel mit Ausgussschnauze&lt;br /&gt;
**[[Becher]] sowie potentielle [[Ofenkachel]]n&lt;br /&gt;
**[[Deckel]]&lt;br /&gt;
*[[nachgedrehte Ware]] tritt nur in wenigen Fragmenten auf. Sie ist am nördlichen Oberrhein seltener als weiter südlich  (Gross 2007). Eine Beschreibung der Scherben findet sich in der Literatur nur zu Einzelstücken, so dass ohne Autopsie offen bleibt, ob ein Bezug zur [[Glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Oberrhein, FMa/ HMa)|glimmerhaltig nachgedrehten Ware]] vorliegt, wie sie am südlichen Oberrhein bekannt ist. Zwei Scherben aus Grubenhaus 14, vergesellschaftet mit älterer grauer Drehscheibenware,  bezeichnet U. Gross (2016, 7) als &amp;quot;grobsandig- goldglimmerhaltige „nachgedrehte“ Ware&amp;quot; (vgl. [[Goldglimmerware (Oberrhein/ Schwarzwald, SMa)]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Gelbe, rotbemalte Elsässer Drehscheibenware (Elsass, HMa)]] (Gross 2018)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Ältere graue Drehscheibenware (Kraichgau/ Oberrhein, HMa)]] (Gross 2018). U.a. liegt ein Fragment mit [[Fingertupfenleiste]] vor.&lt;br /&gt;
*[[Ältere graue Drehscheibenware (Unterelsass, HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[Orange Straßburger Drehscheibenware (Elsass, HMa)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Jüngere graue Drehscheibenware (Südwestdeutschland, SMa)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den besonderen Funden aus Muffenheim gehört das Fragment einer echten, d.h. innenseitig mit Steinchenbewurf versehenen [[Reibschale]], das auf der Innenseite eine Glasur tragt (Gross 2007, 684).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stand 2003 fehlten Importe der Mayener Ware, der Pingsdorfer Ware oder auch des spätmittelalterlichen rheinischen Steinzeugs (Gross 2003).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Produktionsnachweise===&lt;br /&gt;
Es liegen Fehlbrände der älteren gelben Drehscheibenware und möglicherweise auch von rauwandiger Drehscheibenware vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur zur Fundstelle==&lt;br /&gt;
*Damminger/ Gross 2002: Folke Damminger/ U. Gross, Fortsetzung der Ausgrabungen in der Wüstung Muffenheim, Gemarkungen Ottersdorf und Plittersdorf, Stadt Rastatt. Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg 2002 (2003), S. 181-184.&lt;br /&gt;
*Damminger / Gross 2001: F. Damminger / U. Gross, Archäologische Ausgrabungen in der Wüstung Muffenheim, Gemarkungen Ottersdorf und Plittersdorf, Stadt Rastatt. Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg 2001 (2002), 168–171.&lt;br /&gt;
*Damminger / Gross 2008: F. Damminger / U. Gross, Muffenheim, un habitat rural des VIe/VIIe-XVe siècles près de Rastatt (Allemagne). In: J. Guillaume / É. Peytremann (Hrsg.), L'Austrasie. Sociétés. économies. territoires. christianisation: actes des XXVIe Journées internationales d'archéologie mérovingienne Nancy 22 - 25 septembre 2005. Mém. Ass. franç. d’Arch. mérovingienne 19 (Nancy 2008) 65–69.&lt;br /&gt;
*Gross 1991: U. Gross, Mittelalterliche Keramik zwischen Neckarmündung und Schwäbischer Alb. Bemerkungen zur räumlichen Entwicklung und zeitlichen Gliederung. Forsch. u. Ber. Arch. Mittelalter Bad.-Württ. 12 (Stuttgart 1991). - https://doi.org/10.11588/artdok.00005858&lt;br /&gt;
*Gross 2003: U. Gross, Funde bislang unbekannter hochmittelalterlicher rollstempelverzierter Keramik aus der Wüstung Muffenheim, Gemarkungen Ottersdorf und Plittersdorf, Stadt Rastatt. Arch. Nachr. Baden 67, 2003, 30–36.&lt;br /&gt;
*Gross 2007: U. Gross, Frühmittelalterliche Keramik aus der Wüstung Muffenheim, Gemarkungen Rastatt - Ottersdorf und Rastatt - Plittersdorf. Fundberichte aus Baden-Württemberg 29, 2007, 683 – 719. - https://doi.org/10.11588/fbbw.2007.1.85322&lt;br /&gt;
*Gross 2012: U. Gross, Keramische Trinkbecher des späten Mittelalters aus der Wüstung Muffenheim bei Rastatt. Archäologische Nachrichten Baden 85, 2012, 43- 46&lt;br /&gt;
*Gross 2016: U. Gross, Keramikfunde aus der Wüstung Muffenheim, Gemarkungen Rastatt-Ottersdorf und Rastatt-Plittersdorf (Heidelberg 2016). - https://doi.org/10.11588/artdok.00004117&lt;br /&gt;
*Gross 2018: U. Gross, Funde aus der Wüstung Muffenheim bei Rastatt. Beiträge zur mittelalterlichen Keramik in Südwestdeutschland.(Heidelberg 2018). - https://doi.org/10.11588/ARTDOK.00006088&lt;br /&gt;
*Gross 2019: U. Gross, Keramik aus der Nachbarschaft. Ware Neuhausener Art, Rotbemalte Elsässer Ware, Ältere graue Drehscheibenware Elsässer Art, Ältere Albware, Ältere gelbe Drehscheibenware (Typ Jagstfeld) und Buocher Feinware im Kraichgau. Beiträge zur mittelalterlichen und neuzeitlichen Keramik in Südwestdeutschland (Heidelberg 2019). - https://doi.org/11588/ARTDOK.00006571&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Identifikationen==&lt;br /&gt;
https://www.leo-bw.de/web/guest/detail/-/Detail/details/ORT/labw_ortslexikon/22814/Muffenheim+-+W%C3%BCstung&lt;br /&gt;
GND-ID: 7828172-6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fundstellenregest]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BHeinrich</name></author>
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		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=W%C3%BCstung_Berslingen_bei_Schaffhausen&amp;diff=10400</id>
		<title>Wüstung Berslingen bei Schaffhausen</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Schaffhausen, Wüstung Berslingen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BHeinrich</name></author>
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		<title>Schaffhausen, Wüstung Berslingen</title>
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		<updated>2026-02-03T12:28:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BHeinrich: BHeinrich verschob die Seite Wüstung Berslingen bei Schaffhausen nach Schaffhausen, Wüstung Berslingen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Wüstung Berslingen nördlich von Schaffhausen wurde in den Jahren 1968–1970 und 1984 ausgegraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage==&lt;br /&gt;
Berslingen liegt im Durachtal ca. 3 km&lt;br /&gt;
nördlich von Schaffhausen.&lt;br /&gt;
==Forschungsgeschichte==&lt;br /&gt;
Die Grabungen von 1965-70 und 1984 unter der Leitung von Walter Guyan erfassten etwa 9000 m² und deckten neben der Kirche und dem zugehörigen Friedhof zwei Verhüttungsplätze auf. Erst 1991 erschien ein Vorbericht (Guyan 1991; Sage 1991; Schnyder 1991). Im Jahr 2000 wurden die Ausgrabungen monographisch publiziert )Bänteli u. a. 2000), wobei Kurt Zubler die Keramik bearbeitet hat (Zubler 2000).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Befundsituation==&lt;br /&gt;
Im Bereich der Siedlung war keine alte Oberfläche mehr vorhanden, die eingetieften Befunde zeichneten sich unter dem Ackerhorizont im anstehenden Kies ab. Lediglich im Inneren der Steinkirche waren Reste einer Kulturschicht erhalten.&lt;br /&gt;
Die Bebauung der Siedlung wird durch Pfostenbauten und Grubenhäuser gekennzeichnet. Insgesamt wurden 38 Grubenhäuser und 46 Pfostenbauten sowie einige Zaunfluchten erfasst. Dabei wurde etwa die Hälfte der angetroffenen Pfostenlöcher einzelnen Bauten zugewiesen.&lt;br /&gt;
Bei diesen Pfostenbauten handelt es sich um zwei- sowie vier- bis sechsschiffige Gebäude.&lt;br /&gt;
Am Nordrand der Siedlung lag eine steinerne Rechteckkirche, die erst einer fortgeschrittenen Siedlungsphase angehört. Sie datiert wohl ins 8. oder 9. Jahrhundert. Um die Kirche erstreckt sich der Friedhof. Eine Friedhofsmauer oder -begrenzung zur Siedlung wurde nicht erfasst, könnte aber unbeobachtet unter der Schlackenhalde eines Verhüttungsplatzes liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklung umfasst den Zeitraum vom 6. bis zum 12. Jahrhundert. Sie beginnt im Norden nahe der späteren Kirche und greift schließlich nach Süden aus. Die Phase 2 wird von parallel stehenden, mit der Giebelseite zu einer alten Straße orientierten Gebäuden geprägt. Phase 2 bedeutet einen ersten Ausbau der Siedlung und fällt wahrscheinlich mit der Errichtung der Kirche zusammen. Diese Struktur löst sich in Phase 3 auf, als auch rückwärtige Areale bebaut und querstehende Gebäude errichtet wurden. Seit der späten Phase 3b – etwa Mitte des 10. bis Mitte des 11. Jahrhunderts – ist möglicherweise ein erstes Ausdünnen der Siedlung zu erkennen. Phase 4 und 5 bestehen jeweils nur noch aus wenigen isoliert stehenden, nun mehrschiffigen Gebäuden. Grubenhäuser sind in Phase 4 und 5 kaum mehr nachgewiesen. In den schriftlichen Quellen belegte Höfe aus dem 13. bis 15. Jahrhundert wurden archäologisch nicht erfasst (Schreg 2006, 200ff.).&lt;br /&gt;
==Keramikfunde==&lt;br /&gt;
Bei der Bearbeitung der Keramik wurden zunächst 10 Magerungsgruppen differenziert, wozu exemplarisch Scherben aus Berslingen und benachbarten Fundstellen (u.a. [[Schleitheim, Brüel]], [[Osterfingen]] und [[Breisach-Hochstetten, Klosteräcker]]) petrographisch untersucht wurden (Zubler 2000, Abb. 64).&lt;br /&gt;
Noch vor einer Behandlung der formalen Aspekte setzte Zubler die Materialgruppen mit den aus der Literatur bekannten Warenarten in Bezug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*rau- und dickwandige Ware. - Nur teilweise lässt sich die Herstellungstechnik erkennen und damit differenzieren:&lt;br /&gt;
**handgemachte Grobware (Magerungsgruppe A) - Phase 1&lt;br /&gt;
**rauwandige Drehscheibenware (Magerungsgruppen A, B1 und B2) - Phase 2&lt;br /&gt;
*nachgedrehte Waren (Magerungsgruppen C1, C2, D1.3) mit einem breiten herstellungstechnischen Spektrum, das auch rein handgemachte Ware nicht ausschließt.&lt;br /&gt;
**kalkgemagerte nachgedrehte Ware (Materialgruppen C1 und c2) - Phase 3&lt;br /&gt;
**feine nachgedrehte Ware (Materialgruppe D1-3) - Phase 4/5&lt;br /&gt;
**orange-grau-orange gebänderte Schüsselware mit Schüsseln und (Tüllen-)Pfännchen, nach Zubler vergleichbar mit Warengruppe 1 ([[Kammstrichware]]/ [[gröbere nachgedrehte Ware]] aus [[Ravensburg, Veitsburg]]&lt;br /&gt;
*Karbonatitware/ [[Kalkgemagerte überdrehte Keramik (Oberrhein, FMa/ HMa)]] Magerungsgruppe F)&lt;br /&gt;
*[[Ältere gelbe Drehscheibenware (Südwestdeutschland, FMa/HMa)]] (Gross 2009) - Phase 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Keramikfunde aus Berslingen waren eine wichtige Grundlage der [[Schaffhauser Typologie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Chronologie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anhand der Fundvergesellschaftung in den Befunden wurden die Magerungsgruppen in eine relativchronologische Abfolge gebracht (Zubler 2000, 89ff.). Mit 14C- und Dendrodaten wurden schließlich 5 absolutchronologische Phasen unterschieden.&lt;br /&gt;
*Phase 1: Ende 6. - 1. H. 7. Jh.&lt;br /&gt;
*Phase 2a: Anf. 7. - Mitte 7. Jh.&lt;br /&gt;
*Phase 2b: Anf. 8. - Mitte 9. Jh.&lt;br /&gt;
*Phase 3a: Anf. 9. - Ende 10. Jh.&lt;br /&gt;
*Phase 3b: Mitte 10. - Mitte 11. Jh.&lt;br /&gt;
*Phase 4: 2. V. 11. - Mitte 12. Jh.&lt;br /&gt;
*Phase 5: 12. Jh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbleib der Funde==&lt;br /&gt;
==Literatur zur Fundstelle:==&lt;br /&gt;
*Bänteli 2000: K. Bänteli, Berslingen – verschwunden und wiederentdeckt: Braune Flecken als letzte Zeugen. In: K. Bänteli/M. Höneisen/K. Zubler (Hrsg.),Berslingen - ein verschwundenes Dorf bei Schaffhausen. Mittelalterliche Besiedlung und Eisenverhüttung im Durachtal. Schaffhauser Archäologie 3 (Schaffhausen 2000) 53–82.&lt;br /&gt;
*Bänteli u. a. 2000: K. Bänteli/M. Höneisen/K. Zubler (Hrsg.), Berslingen - ein verschwundenes Dorf bei Schaffhausen. Mittelalterliche Besiedlung und Eisenverhüttung im Durachtal. Schaffhauser Archäologie 3 (Schaffhausen 2000).&lt;br /&gt;
*Châtelet 2002: M. Châtelet, Eine bisher wenig betrachtete Warengruppe: die kalkgemagerte Keramik des Breisgaus. In: C. Bücker/M. Hoeper/J. Trumm (Hrsg.),Regio archaeologica: Archäologie und Geschichte an Ober- und Hochrhein. Festschrift für Gerhard Fingerlin zum 65. Geburtstag. Internationale Archäologie. Studia honoraria 18 (Rahden/Westf. 2002) 269–276.&lt;br /&gt;
*Gross 2009: U. Gross, Drehscheibenware des frühen und hohen Mittelalters in Ulm. In: U. Gross/A. Kottmann/J. Scheschkewitz (Hrsg.),Frühe Städte – Frühe Pfalzen. Neue Forschungen zu zentralen Orten des Früh- und Hochmittelalters in Süddeutschland und der Nordschweiz. Ergebnisse eines Kolloquiums am 28. und 29. April 2009 im Rathaus zu Ulm. Archäologische Informationen aus Baden-Württemberg 58 (Stuttgart 2009) 51–58.&lt;br /&gt;
*Guyan 1991: W. U. Guyan, Das Mittelalterdorf Berslingen bei Schaffhausen. Ausgrabungen 1968-1970. Zeitschr. Schweizer Arch. u. Kunstgesch. 48, 1991, 193–234.&lt;br /&gt;
*Homberger/ Zubler 2010: V. Homberger/ K. Zubler, Mittelalterliche und neuzeitliche Keramik der Region Schaffhausen. Typologie, Seriation und Materialvorlage. Beiträge zur Schaffhauser Archäologie 3 (Schaffhausen 2010). - ISBN 978-3-9521868-7  - online: https://issuu.com/ksd2/docs/shb3_leseprobe&lt;br /&gt;
*Sage 1991: W. Sage, Zur Kirche des abgegangenen Dorfes Berslingen. Zeitschr. Schweizer Arch. u. Kunstgesch. 48, 1991, 235–241.&lt;br /&gt;
*Schnyder 1991: R. Schnyder, Zum Fundgut aus Berslingen. Zeitschr. Schweizer Arch. u. Kunstgesch. 48, 1991, 281–291.&lt;br /&gt;
*Schreg 2006: R. Schreg, Dorfgenese in Südwestdeutschland. Das Renninger Becken im Mittelalter. Materialh. Arch. Bad.-Württ. 76 (Stuttgart 2006). bes. S. 200-202&lt;br /&gt;
*Zubler 2000: K. Zubler, Wiedererstandenes Leben im Mittelalterdorf Berslingen - Das Fundmaterial. In: K. Bänteli/M. Höneisen/K. Zubler (Hrsg.),Berslingen - ein verschwundenes Dorf bei Schaffhausen. Mittelalterliche Besiedlung und Eisenverhüttung im Durachtal. Schaffhauser Archäologie 3 (Schaffhausen 2000) 83–159.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fundstellenregest]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BHeinrich</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Neuental-Zimmersrode&amp;diff=10374</id>
		<title>Neuental-Zimmersrode</title>
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		<updated>2026-01-30T11:40:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BHeinrich: BHeinrich verschob die Seite Neuental-Zimmersrode nach Neuental, Zimmersrode&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Neuental, Zimmersrode]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BHeinrich</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Neuental,_Zimmersrode&amp;diff=10373</id>
		<title>Neuental, Zimmersrode</title>
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		<updated>2026-01-30T11:40:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BHeinrich: BHeinrich verschob die Seite Neuental-Zimmersrode nach Neuental, Zimmersrode&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Zimmersrode (Gde. Neuental, Schwalm-Eder-Kreis, Hessen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heilswiesen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Töpferei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem im Schwalm-Eder-Kreis (Hessen) gelegenen Fundort von Neuental-Zimmersrode handelt es sich um einen der zahlreichen Töpfereistandorte des Nordhessischen Raumes. Die Befunde und Funde in der Flur »Heilswiese« bilden dabei die Wurzeln des 1601 für Zimmersrode erstmals schriftlich belegten Töpfereihandwerks, welches wohl bis ins Frühmittelalter zurückreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen wichtigen Standortfaktor bilden die südlich von Zimmersrode an die Oberfläche tretenden, meterdicken Tonbänder. Diese weisen eine starke natürliche, feinkörnige Quarzmagerung auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundstellen/ Befundsituation==&lt;br /&gt;
Der Produktionsort von Keramik wurde 1981 bei Bauarbeiten  entdeckt und ist in der Flur »Heilswiese« zu verorten, die im Südosten des heutigen Orts liegt. Bei den Baumaßnahmen konnten neben Resten eines Töpferofens, wohl des stehenden Typs, auch der zugehörige Ausschuss der Keramikherstellung geborgen werden. Dieser kann zeitlich in das 9. Jahrhundert eingeordnet werden. Der Absatzraum der produzierten Ware ist noch unklar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Keramikfunde==&lt;br /&gt;
Die Keramik weist eine, starke, feinkörnige Quarzmagerung, darunter Braukohlenquarzite auf, die auf die regional anstehenden Tone zurückzuführen ist. Zudem lassen Untersuchungen den Schluss zu, dass die Töpfer dem Ton, trotz der bereits vorhandenen natürlichen Magerung noch mittelgroben Quarzsand&lt;br /&gt;
zugegeben haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Produktionsausschuss weist unterschiedliche Farbtöne, die mehrheitlich mit einem bestimmten Härtegrad einhergehen auf. Die braunen Scherben sind meist weich, die weißlich-gelben und rotbraunen hart und die grauen sehr hart bis klingend hart. Das Produktionsspektrum dominieren, abgesehen weniger Krüge und (Tüllen-)Kannen einfache Koch- und Vorratsgefäße, namentlich hochschultrig-bauchige Töpfe, aber auch kugelige Formen. Die Erzeugnisse sind nahezu unverziert, einzig die typische Facettierung der Wandung als dekoratives Element gewertet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Hanauska 2005: P. Hanauska, Verkaufsschlager oder Ladenhüter? - Frühmittelalterliche Keramikproduktion in Neuental-Zimmersrode. Hessen Archäologie 2004, 2005, 125-127.&lt;br /&gt;
*Hanauska 2012: P. Hanauska, Produktions- und Verteilungsstrukturen frühmittelalterlicher Keramik in Nordhessen. Zugl.: Frankfurt a.M., Univ., Diss. Studien zur Archäologie Europas 17 (Bonn 2012).&lt;br /&gt;
*Mathias 1987/88: M. Mathias, Ein karolingischer Töpferofen aus Neuental-Zimmersrode, Schwalm-Eder-Kreis. Fundber. Hessen 27/28, 1987/88, 137–158.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fundstellenregest]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Töpferei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BHeinrich</name></author>
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		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Remshalden-Buoch&amp;diff=10372</id>
		<title>Remshalden-Buoch</title>
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		<updated>2026-01-30T11:39:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BHeinrich: BHeinrich verschob die Seite Remshalden-Buoch nach Remshalden, Buoch&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Remshalden, Buoch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BHeinrich</name></author>
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		<title>Remshalden, Buoch</title>
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		<updated>2026-01-30T11:39:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BHeinrich: BHeinrich verschob die Seite Remshalden-Buoch nach Remshalden, Buoch&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}&lt;br /&gt;
Buoch (Gde. Remshalden, Rems-Murr-Kreis), Töpferei des Spätmittelalters und der Neuzeit&lt;br /&gt;
[[Datei:Buoch 17101358074.jpg|thumb|right|mini|Remshalden-Buoch: bemalter Krug, Museum im Hirsch, Remshalden-Buoch (Foto:  Museum im Hirsch / Benjamin Widholm ([https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/ CC BY-NC-SA]) via [https://bawue.museum-digital.de/object/2556 museum-digital:baden-württemberg])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Remshalden-Buoch befand sich der bedeutendste, aber vielleicht nicht einzige Produktionsort der [[Rotbemalte schwäbische Feinware (Württemberg, SMa)|rotbemalten schwäbischen Feinware/ Buocher Ware)]], die vom späten 12. bis zum 15. Jahrhundert eine qualitätvolle Tafelware insbesondere gehobener Kreise herstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundstellen im Ortsbereich==&lt;br /&gt;
*Eduard-Hiller-Straße 2: Töpfereiabfall  (Fundber. Bad.-Württ. 22/2, 1998, 271 (Nr. 1)&lt;br /&gt;
*Eduard-Hiller-Straße 8: Töpfereiabfall  (Fundber. Bad.-Württ. 22/2, 1998, 271 (Nr. 1)&lt;br /&gt;
*Stuifenstraße 10 (Gemeindehaus): Untersuchung 1980&lt;br /&gt;
*Stuifenstraße 17: Untersuchungen 2014 und 2021 (Kottmann u. a. 2021)&lt;br /&gt;
*Winnender Straße 9: Töpfereiabfall  (Fundber. Bad.-Württ. 22/2, 1998, 271 (Nr. 2)&lt;br /&gt;
[[Datei:Buoch Topogr Urkarte (3) - Kopie.jpg|thumb|400px|center|Buoch, Urkarte 1828 mit Eintrag der Fundstellen (Kartengrundlage: Flurkarte NO XXXI 24 u. XXXI 25 d. Württ. Landesvermessung: Staatsarchiv Ludwigsburg via [http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=2-5302363 Landesarchiv Bad.-Württ.])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Forschungsgeschichte==&lt;br /&gt;
Erste Funde wurden in den 1950er Jahren bei Anlage einer Abortgrube am Pfarrhaus entdeckt. Erst der Fund einer Abfallhalde mit den Resten eines Töpferofens 1980 zeigten jedoch die Bedeutung von Buoch als Töpferzentrum. Seitdem wurden mehrfach bei Bauarbeiten im Ort Fehlbrände gefunden und mehrfach in kurzen Berichten vorgelegt (u.a. Schäfer/Gross 1981; Gross 1987; Gross 1991).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufdeckung zweier hochmittelalterlicher Bestattungen 2014 gab den Anlass zu weiteren Grabungen und nun auch systematischen Prospektionen in den Jahren 2021ff. (Kottmann/Puster 2022).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Keramikfunde==&lt;br /&gt;
Vor Ort wurde insbesondere die [[Rotbemalte schwäbische Feinware (Württemberg, SMa)]] produziert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ABB243.jpg|center|thumb|700px|Rotbemalte schwäbische Feinware: Hauptformen der Buocher Produktion (nach Gross 1987).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Buoch 17163900871.jpg|Remshalden-Buoch: Miniatur-Bügelkanne der Buocher Ware, Museum im Hirsch, Remshalden-Buoch (Foto: Museum im Hirsch / Benjamin Widholm, [https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/ CC BY-NC-SA] via [https://bawue.museum-digital.de/object/2567 museum-digital:baden-württemberg])&lt;br /&gt;
Datei:Buoch 17101450421.jpg|Remshalden-Buoch: bemalter Krug, Museum im Hirsch, Remshalden-Buoch (Foto:  Museum im Hirsch / Benjamin Widholm, [https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/ CC BY-NC-SA] via [https://bawue.museum-digital.de/object/2556 museum-digital:baden-württemberg])&lt;br /&gt;
Datei:Buoch 17101358074.jpg|Remshalden-Buoch: bemalter Krug, Museum im Hirsch, Remshalden-Buoch (Foto:  Museum im Hirsch / Benjamin Widholm, [https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/ CC BY-NC-SA] via [https://bawue.museum-digital.de/object/2556 museum-digital:baden-württemberg])&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daneben ist jedoch auch die Produktion einer gröber gemagerten [[Oxidierend gebrannte jüngere Drehscheibenware (Südwestdeutschland, SMa/FNz)|oxidierend gebrannten Drehscheibenware]] nachgewiesen, wie auch eine graue, oft geglättete Feinware (Gross 1991, 190). Letztere wurde in geringen Mengen gefunden und &amp;quot;bei gleicher feiner Tonbeschaffenheit grau gebrannt wurde und oft geglättete Oberflächen trägt.&amp;quot; Ihr Formenspektrum umfasst vor allem Becher und Krüge (vergl. [[Polierte jüngere graue Drehscheibenware (Ulmer Raum, SMa)]].  Dieser &amp;quot;Grauen Feinware aus Buoch&amp;quot; sind etwa Funde von [[Esslingen, Karmeliterkloster]] zuzuweisen (Gross 2001, 115).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Buoch 17165631497.jpg|Remshalden-Buoch: Schale, Museum im Hirsch, Remshalden-Buoch (Foto: Museum im Hirsch / Benjamin Widholm, [https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/ CC BY-NC-SA] via https://bawue.museum-digital.de/object/2568 museum-digital)&lt;br /&gt;
Datei:Buoch Schale (Gross 1991 Taf 151 5).jpg|Remshalden-Buoch: Schale (Gross 1991, Taf. 151,5) &lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Produktionsspektrum gehört auch Ofenkeramik mit einfachen [[Becherkachel]]n aber auch aufwändigeren [[Nischenkacheln]] oder [[Spielzeugpferdchen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;Datei:Buoch 17161455464.jpg|Remshalden-Buoch: Becherkachel, Museum im Hirsch, Remshalden-Buoch (Foto: Museum im Hirsch / Benjamin Widholm (https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/ CC BY-NC-SA) via https://bawue.museum-digital.de/object/2566 )&lt;br /&gt;
Datei:Buoch 17150019855.jpg|Remshalden-Buoch: Spielzeugpferdchen, Museum im Hirsch, Remshalden-Buoch (Foto: Museum im Hirsch / Benjamin Widholm [https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/ CC BY-NC-SA] via [https://bawue.museum-digital.de/object/2563 museum-digital])&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Spätphase der Töpferei wurde auch [[Glasierte jüngere Drehscheibenware (SMa)]] sowie Zieglerware produziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur zur Fundstelle==&lt;br /&gt;
*Fundberichte aus Baden-Württemberg 22/2, 1998, 271-272 (U. Gross)&lt;br /&gt;
*Gross 1987: U. Gross. Zur mittelalterlichen Keramikproduktion in Buoch. Buocher Hefte 6, 1987, 3-24.&lt;br /&gt;
*Gross 1990: U. Gross. Neues zur rotbemalten Feinware. Buocher Hefte 10, 1990, 3-16.&lt;br /&gt;
*Gross 1991: Gross 1991: U. Gross. Mittelalterliche Keramik zwischen Neckarmündung und schwäbischer Alb. Bemerkungen zur räumlichen Entwicklung und zeitlichen Gliederung. Forsch. u. Ber. Arch. Mittelalter Bad.-Württ. 12 (Stuttgart 1991).&lt;br /&gt;
*Gross 1993: U. Gross. Neufunde aus der Töpferei der rotbemalten Feinware in Remshalden-Buoch, Rems-Murr-Kreis. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 1993, 253-255.&lt;br /&gt;
*Gross 1995: U. Gross. Neue Untersuchungen in der Töpferei der rotbemalten Feinware in Remshalden-Buoch. Rems-Murr-Kreis. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 1995, 320-322.&lt;br /&gt;
*Gross 2007: U. Gross, Nochmals zur &amp;quot;Rotbemalten Buocher Feinware&amp;quot;. Buocher Hefte 27, 2007, 34–48.&lt;br /&gt;
*Kottmann / Puster 2022: A. Kottmann / K. Puster, Älter als gedacht… Archäologische Ergebnisse (nicht nur) zur Ortsgechichte. Buocher Hefte 42, 2022, 3–20.&lt;br /&gt;
*Kottmann u. a. 2021: A. Kottmann/K. Puster/R. Feigel, Rettungsgrabung erweitert Kenntnis um Laufzeit von Friedhof, Siedlung und Keramikproduktion in Buoch. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 2021, 294–298.&lt;br /&gt;
*Schäfer/Gross 1981: H. Schäfer/U. Gross, &amp;quot;Rotbemalte Feinware&amp;quot; aus einer Töpfereiabfallhalde in Remshalden-Buoch, Rems-Murr-Kreis. Archäologisches Korrespondenzblatt 11, 1981, 355-360.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Link==&lt;br /&gt;
*[http://www.heimatverein-buoch.de/museum-im-hirsch/ Museum im Hirsch]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fundstellenregest]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Töpferei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BHeinrich</name></author>
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		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Regensburg-Kreuzhof&amp;diff=10370</id>
		<title>Regensburg-Kreuzhof</title>
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		<updated>2026-01-30T11:39:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BHeinrich: BHeinrich verschob die Seite Regensburg-Kreuzhof nach Regensburg, Kreuzhof&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Regensburg, Kreuzhof]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BHeinrich</name></author>
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		<title>Barbing, Kreuzhof</title>
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		<updated>2026-01-30T11:39:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BHeinrich: BHeinrich verschob die Seite Regensburg-Kreuzhof nach Regensburg, Kreuzhof&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Regensburg-Kreuzhof, Grabung Am Kreuzhof 2, frühmittelalterliche Siedlung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage/ Ortsgeschichte==&lt;br /&gt;
Der Kreuzhof liegt östlich der Stadt [[Regensburg]] nahe der Donau. &lt;br /&gt;
Der heutige Ort ist ein kleiner Weiler, der von Industrie umrahmt durch die romanische Kreuzhofkirche St. Ägidius auffällt. Der historische Ortsname ist allerdings Oberbarbing. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Schriftquellen befand sich das Gut von 1278 bis zur Säkularisation im Besitz des Konvents der Dominikanerinnen vom Heiligen Kreuz in Regensburg. 1156 fand laut Otto von Freising zwei Meilen vor Regensburg das Treffen zwischen dem staufischen Kaiser Friedrich Barbarossa, dem Welfen Heinrich dem Löwen und dem Babenberger Heinrich Jasomirgott statt, auf dem das ''privilegium minor'' mit der Gründung des Herzogtums Österreich verkündet wurde (Appl 2006). Eine Urkunde von Heinrich Jasomirgott vom selben Tag und mit denselben Zeugen wie das ''privilegium minor'' ist in ''prato Barbingen'' ausgestellt (Babenberger UB 4,1, Nr. 788, S. 140). Offenbar war der Kaiser in seinem Bemühen, innenpolitischen Ausgleich zu schaffen, Heinrich Jasomirgott entgegen gekommen, der sich offenbar bereits seit Juni bei Barbing aufhielt. Dies dürfte auf eine gewisse bauliche Infrastruktur vielleicht im Umfeld der romanischen Kirche hindeuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Forschungsgeschichte==&lt;br /&gt;
Grabungen der 1970er Jahre erbrachten östlich des Ortes an der Donauterrasse eine Siedlung, die sich entlang der Terrassenkante zur Donau erstreckt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Befundsituation==&lt;br /&gt;
In der östlichen Grabungsfläche wurde eine Holzpfostenkirche erfasst, deren Grundriss mit demjenigen von Staubing (Gem. Weltenburg, Stadt Kelheim) bis ins Detail übereinstimmt. Dies wie auch der Fund eines zerbrochenen steinernen Reliquiars lässt an einen Bau des 7. Jahrhunderts denken. Des Weiteren konnten in den anderen Grabungsflächen siedlungsinterne Bestattungen sowie eine Töpferei wohl des 6./7. Jahrhunderts festgestellt werden. Im Vergleich zu anderen Siedlungen ist die Goldglimmerware hier nur mit einem recht geringen Anteil vertreten, weshalb vermutet wurde, die ergrabenen Siedlungsareale seien spätestens im 8. Jahrhundert aufgegeben worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Siedlung des frühen und hohen Mittelalters wurde in [[Regensburg, Am Kreuzhof 2]] ein Töpferofen ergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Keramikfunde==&lt;br /&gt;
Die Keramikfunde fanden Eingang in die Bearbeitung frühmittelalterlicher Siedlungen in Altbayern durch Horst Geisler (1993), deren zentraler Fundkomplex die Siedlung [[Kirchheim bei München]] darstellte. Da der Fokus der Arbeit einseitig auf dem Frühmittelalter lag und kein detaillierter Fundkatalog vorgelegt wurde, sind die Funde nach Literaturlage schwer zu beurteilen. Es sind unter anderem [[nachgedrehte Ware]]n (vgl. [[Glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Südbayern, FMa/ HMa)]]) sowie [[Goldglimmerware (Oberpfalz, FMa/ HMa)]] nachgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur zur Fundstelle==&lt;br /&gt;
*Berg 2024: A. Berg, Archäologische Forschungen zum mittelalterlichen Handwerk in der Stadt Regensburg. Regensburger Studien 27 (Regensburg 2024, Kap. VII).&lt;br /&gt;
*Codreanu-Windauer 2010: S. Codreanu-Windauer, Der frühe Kirchenbau in Altbayern. In: L. Poláček / J. Maříková-Kubková (Hrsg.), Frühmittelalterliche Kirchen als archäologische und historische Quelle. Internationale Tagungen in Mikulčice 8 (Brno 2010) 205–218.&lt;br /&gt;
*Geisler 1988: H. Geisler, Haus und Siedlung. In: Die Bajuwaren. Von Severin bis Tassilo 488–788. Ausstellungskat. Rosenheim u. Mattsee 1988 (München 1988) 179–184.&lt;br /&gt;
*Geisler 1993: H. Geisler, Studien zur Archäologie frühmittelalterlicher Siedlungen in Altbayern (Straubing 1993).&lt;br /&gt;
*Geisler 1997: H. Geisler, Haus und Hof im frühmittelalterlichen Bayern. In: H. Beck / H. Steuer (Hrsg.), Haus und Hof in ur- und frühgeschichtlicher Zeit. Bericht über zwei Kolloquien der Kommission für die Altertumskunde Mittel- und Nordeuropas vom 24. bis 26. Mai 1990 und 20. bis 22. November 1991. Abh. Akad. Wiss. Göttingen, Phil.-Hist. Kl. 3 218 (Göttingen 1997) 461–483.&lt;br /&gt;
*Osterhaus 1977: U. Osterhaus, Oberparbing-Kreuzhof, östlich Regensburg. Frühmittelalterliche Siedlung. Gewinne und Verluste. Ausgrabungsnotizen aus Bayern (1977/2).&lt;br /&gt;
*Sage 1989: W. Sage, Barbing-Kreuzhof, Stadt Regensburg. In: P. Morsbach (Hrsg.), Ratisbona sacra. Das Bistum Regensburg im Mittelalter ; Ausstellung anlässlich des 1250jährigen Jubiläums der kanonischen Errichtung des Bistums Regensburg durch Bonifatius 739 - 1989. Kataloge und Schriften / Kunstsammlungen des Bistums Regensburg, Diözesanmuseum Regensburg 6 (München 1989) 15.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturhinweise==&lt;br /&gt;
*Appl 2006: T. Appl, Die Erhebung Österreichs zum Herzogtum im Jahr 1156. Verh. Hist. Ver. Oberpfalz 146, 2006, 89–141.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fundstellenregest]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Töpfereien bzw. Töpferofenstandorte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BHeinrich</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Heidelberg-Neuenheim&amp;diff=10368</id>
		<title>Heidelberg-Neuenheim</title>
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		<updated>2026-01-30T11:38:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BHeinrich: BHeinrich verschob die Seite Heidelberg-Neuenheim nach Heidelberg, Neuenheim&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Heidelberg, Neuenheim]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BHeinrich</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Heidelberg,_Neuenheim&amp;diff=10367</id>
		<title>Heidelberg, Neuenheim</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Heidelberg,_Neuenheim&amp;diff=10367"/>
		<updated>2026-01-30T11:38:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BHeinrich: BHeinrich verschob die Seite Heidelberg-Neuenheim nach Heidelberg, Neuenheim&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Keramikfunde==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:HDNeuenheim_BLM_aib.jpg|[[Heidelberg-Neuenheim]], Grabfund: Deckelfalztopf (© Badisches landesmuseum Karlsruhe [CC0 1.0] via https://katalog.landesmuseum.de/object/F4D94A0C40B073A0C544A5BF5862DF94/Topf )&lt;br /&gt;
Datei:Heidelberg-Neuenheim (BLM).jpg| Heidelberg-Neuenheim, Terra Nigra-Schüssel, um 500 Badisches Landesmuseum Inv. C 6072 (Foto: Peter Gaul /Badisches Landesmuseum Karlsruhe [CC.0 1.0} via https://katalog.landesmuseum.de/object/5F1E6DFE44A861ED2082608D794AD1FC/Schuessel)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Terra-Nigra-Schale: https://katalog.landesmuseum.de/object/C3878BCE456A979EA9DD05A0D94F900C-nigraschuessel&lt;br /&gt;
*Nigra-Gefäß: https://katalog.landesmuseum.de/object/D4AA7A2F465F2226882B189011F49B15-nigragefaess&lt;br /&gt;
*handgem. Fußschale: https://katalog.landesmuseum.de/object/F8DDBF2F40559646CB7CAE947FF40A46-fussschale&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbeleib==&lt;br /&gt;
*Badisches Landesmuseum Karlsruhe&lt;br /&gt;
==Literatur zur Fundstelle==&lt;br /&gt;
*Altertümer unserer heidnischen Vorzeit 5 (1911) 16ff. Taf. 5, 92.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fundstellenregest]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BHeinrich</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Farbe&amp;diff=10195</id>
		<title>Farbe</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Farbe&amp;diff=10195"/>
		<updated>2025-11-18T11:07:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BHeinrich: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein wesentliches Element der [[Keramikbeschreibung]] stellt die Farbbestimmung dar, die indes methodisch nicht unproblematisch ist. Die Farbe der Tonmasse ändert sich während des Brennens und kann, abhängig von der Sauerstoffzufuhr, sowohl innerhalb einer Brennladung eines Töpferofens als auch an einem Gefäßkörper variieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Farbe des Scherbens==&lt;br /&gt;
Die Scherbenfarbe hängt in erster Linie von den im Ton enthaltenen Mineralien ab. Ein hoher Eisenanteil führt durch die Oxidation des Eisens zu hell- bis dunkelroten (braunen) Farben, während ein hoher Kalk- und geringer Eisengehalt zu hellen gelben Farben. Eine wichtige Rolle kommt aber auch Brenntemperatur und Brennatmosphäre zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Probleme==&lt;br /&gt;
#Farbvariabilität. Aufgrund einer uneinheitlichen Luftzufuhr beim Brand kann die Farbausprägung an einem Gefäß sehr unterschiedlich sein. Oft ergeben sich ganze Farbverläufe. Zur Beschreibung der Farbe sind daher verschiedene Bereiche zu unterscheiden. Zum einen ist zwischen der Farbe der [[Oberfläche]] und des Scherbeninneren aber auch mit der Farbe von evtl. angebrachten Überzügen zu unterscheiden. &lt;br /&gt;
#Farbveränderung. Gewisse Farbtöne können sich durch die Bodenlagerung verändern. Dies gilt insbesondere für die [[Magerungspartikel]], weniger für den [[Scherben]] selbst.&lt;br /&gt;
#Zusammenhang mit der [[Brennatmosphäre]]. Die Bedeutung der Brennfarbe darf nicht überschätzt werden, da schon kleinste Veränderungen von Brennatmosphäre, Zusammensetzung, Brenndauer, Brenntemperatur, Stellung im Ofen, etc. Auswirkungen auf das Brennergebnis und somit auf die Farbe der gebrannten Keramik haben können. Die Faustregel, dass helle und rötliche Farben einen oxidierenden Brand repräsentieren, dunkle und graue/schwarze hingegen einen reduzierenden ist nicht in jedem Fall korrekt.&lt;br /&gt;
#Farbreferenz. Es gibt viele unterschiedliche Farbreferenzsysteme, ohne dass sich in der Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit ein einheitlicher Standard durchgesetzt hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund dieser Probleme macht eine allzu genaue Farbangabe zum Scherben meist wenig Sinn. Eine Angabe nach dem Schlüssel eines spezifischen Farbreferenzsystems erzeugt beim Leser ohne aufwändiges Nachschlagen des Farbcode meist keine Vorstellung von der Farbe, so dass im Detail subjektive Farbbezeichnungen in Worten trotz genauerer Referenzsysteme ihren praktischen Wert haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Methoden der Farbbestimmung==&lt;br /&gt;
Zur Farbbestimmung gibt es unterschiedliche Methoden. Die klassische ist die mit Farbtafeln und Farbenfächer, wie sie etwa bei RAL, den Munsell Cahrts oder den Farbenführern von Michel-Schwaneberger und DuMont üblich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Farbreferenzen===&lt;br /&gt;
Zur einheitlichen Beschreibung der Farbangaben von Keramik wurden verschiedenste Farbsysteme diskutiert und geprüft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*RAL-Farbkarten – für stumpfe Farben nur bedingt geeignet aber preiswertere Variante, einfacher im Gebrauch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Munsel Soil Color Charts – für stumpfe Farben, aber für laufenden Gebrauch sehr teuer, umständlich in der Handhabung und schwer zugänglich. Für Glasuren ungeeignet.&lt;br /&gt;
*Michel-Schwaneberger Farbführer. Dieser Farbführer ist eigentlich für Briefmarken gedacht. Er bietet sich insbesondere durch die weite Verbreitung in archäologischen Bibliotheken an; er findet sich als Beilage bei Czysz u.a. 1981. In den Brauntönen ist er allerdings eher unzureichend. Bei der Verwendung anderer, erweiterter Auflagen als der 27. ist jedoch Vorsicht geboten, da sich hier zum Teil abweichende Farbdarstellungen finden. &lt;br /&gt;
*DuMont Farbführer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Zusammenstellung weiterer Farbtafeln findet sich bei Schneider 1989, 39. Andere Tafelwerke sind jedoch häufig ungenügend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Pantone (R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunehmend wichtiger werden die Farbsysteme, die v.a. bei der Bildschirmkalibrierung und in Druckereien eingesetzt werden:&lt;br /&gt;
*RGB&lt;br /&gt;
*CMYK&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===spezielle archäologische Farbreferenzen===&lt;br /&gt;
*Czysz u.a. 1981 emthält als beilage den Michel-Schwaneberger Farbführer in der 27. Auflage.&lt;br /&gt;
*Ettlinger/ Steiger 1971: Farbtafel mit 27 Farbtönen speziell für römische Keramik. Farbangaben in deutsch, französisch, italienisch und englisch. &lt;br /&gt;
Hinzuweisen ist auf ein französisches Werk, das in den 1990er Jahren versucht hat, eine einheitliche und archäologischen Anforderungen genügende Grundlage zur Farbansprache zu geben, zumal eine Konkordanz mit den Munsell Soil Color Charts vorgenommen wurde (Cailleux 1995). Zumal in der deutschen Forschung hat sich das Werk nicht durchgesetzt.  &lt;br /&gt;
===Digitale Farbbestimmung===&lt;br /&gt;
Heute gibt es die Möglichkeit der digitalen Farbbestimmung etwa mittels Apps für das Handy. Die einfache Nutzung über die Kamera birgt das große Risiko, dass durch Lichteinfall bzw. Glanzlichter stark verfälschte Werte bestimmt werden. &lt;br /&gt;
* RGB Color detector: bietet Konkordanz RAL – RGB&lt;br /&gt;
* ColorMeter Free&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch ein Farbbestimmungsgerät, etwa ColorReader (R) lassen sich gute Ergebnisse erzielen, doch sind diese Geräte für den handwerklichen Gebrauch gedacht und referenzieren auf die Farbbprodukte einzelner Hersteller. Sie funktionieren am besten bei einfarbigen, unstrukturierten, opaken und effektfreien Oberflächen, können aber bei gemagerten Scherben oder glasierten Oberflächen zu ungenauen Werten führen. Ein Farbmessgerät kostet derzeit (2021) ca. 120 €. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Geräte, die bei der Farbbestimmung eingesetzt werden können, sind ein Spektralphotometer oder ein Densitometer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um eine genormte Beleuchtung bei der Farbbestimmung zu gewährleisten, gibt es eine Lichtkammer/Normlichtkabine mit Normlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ISO (the International Organization for Standardization) bietet mit der Norm ISO 3664 für Drucktechnik und Fotografie definierte Lichtbedingungen, die für eine Farbbestimmung angewandt werden sollen. Das Normlicht D50 hat eine Farbtemperatur von 5000 Kelvin (D50), einen Farbwiedergabeindex von Ra &amp;gt; 90 und eine Beleuchtungsstärke von 2000 Lux haben. Die Umgebung muss eine neutral graue, matte Wand-Farbe besitzen (LCh: Chroma &amp;lt; 2) (Wikipedia s.v. ISO 3664). Die Norm 18314 regelt die analytische Farbbestimmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Farben auf Fotos==&lt;br /&gt;
In der fotographischen Dokumentation sollte ein Weißabgleich möglich sein. Besonders problematisch sind einfache Arbeitsfotos, die mit der Handykamera gemacht werden, da hier häufig Farbeffekte voreingestellt sind, die die Bilder bei unterschiedlichem Lichteinfall oder unterschiedlicher Hintergrundfarbe sehr stark verändern können (Archaeologik 12.7.2021).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Empfehlung==&lt;br /&gt;
Der Leitfaden zur Keramikbeschreibung (Bauer u.a. 1993) wie auch das Handbuch zur mittelalterlichen Keramik in Nordeuropa (Lüdtke / Schietzel 2001) geben Empfehlungen für eine Farbterminologie. Das Handbuch empfiehlt die folgenden Farbbezeichnungen (Lüdtke / Schietzel 2001, 969):&lt;br /&gt;
# weiß&lt;br /&gt;
# altweiß&lt;br /&gt;
# hellgrau&lt;br /&gt;
# grau&lt;br /&gt;
# graubraun&lt;br /&gt;
# schwarz&lt;br /&gt;
# oliv&lt;br /&gt;
# orange&lt;br /&gt;
# ziegelrot&lt;br /&gt;
# karmin&lt;br /&gt;
# violett&lt;br /&gt;
# rotbraun&lt;br /&gt;
# beige&lt;br /&gt;
# gelb&lt;br /&gt;
# ocker&lt;br /&gt;
# hellbraun&lt;br /&gt;
# braun&lt;br /&gt;
# schwarzbraun&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es scheint heute sinnvoll, eine exakte Bezeichnung nach einer Farbkarte, z.B. RAL mit deren jeweiligem Codierungssystem, aber immer mit Konkordanz zu den RGB anzugeben und mit geringerem Genauigkeitsanspruch in Worten anzugeben, da letzteres beim nach Vergleichsmaterial forschenden Lesen am schnellsten eine Vorstellung von den Funden vermittelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Bauer et al. 1993: I. Bauer / W. Endres / B. Kerkhoff-Hader / R. Koch / H.-G. Stephan, Leitfaden zur Keramikbeschreibung (Mittelalter - Neuzeit). Terminologie - Typologie - Technologie. Kat. Prähist. Staatsamml. München Beih. 2 (Kallmünz/Opf. 1993).&lt;br /&gt;
*Czysz u.a. 1981: W. Czysz / H. Kaiser / M. Mackensen / G. Ulbert, Die römische Keramik aus dem Vicus Wimpfen im Tal. Kreis Heilbronn. Forsch. u. Ber. Vor- u. Frühgesch. Bad.-Württ. 11 (Stuttgart 1981).&lt;br /&gt;
*Ettlinger/ Steiger 1971: Elisabeth Ettlinger / Ruth Steiger, Formen und Farbe römischer Keramik (Augst 1971)&lt;br /&gt;
*Lüdtke / Schietzel 2001: H. Lüdtke / K. Schietzel (Hrsg.), Handbuch zur mittelalterlichen Keramik in Nordeuropa. Schr. Arch. Landesmus. Schleswig 6 (Neumünster 2001).&lt;br /&gt;
*Schneider 1989; G. Schneider, Naturwissenschaftliche Kriterien und Verfahren zur Beschreibung von Keramik. Acta Praehist. et Arch. 21, 1989, 7–39.&lt;br /&gt;
*Archaeologik 12.7.2021: Fotografische Funddokumentation. Archaeologik (12.7.2021). -  https://archaeologik.blogspot.com/2021/07/fotografische-funddokumentation.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*Wikipedia s.v. ISO 3664 - https://de.wikipedia.org/wiki/ISO_3664&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Linksammlung (Hex-Farbcode = HTML und RGB):===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Programme zur Farbwert-Ermittlung am Bildschirm:&lt;br /&gt;
*https://www.computerbild.de/download/Grafik-Foto/color-picker/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Farbtabelle HTML/RGB:&lt;br /&gt;
*http://www.farb-tabelle.de/de/farbtabelle.htm&lt;br /&gt;
*https://zeamedia.de/helper/rgb-hex-color-codes.php&lt;br /&gt;
*http://www.am.uni-duesseldorf.de/de/Links/Tools/farbtabelle.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HTML Farben Chart/Wähler:&lt;br /&gt;
*https://html-color-codes.info/webfarben_hexcodes/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Color Picker:&lt;br /&gt;
*https://imagecolorpicker.com/de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Terminologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:wissenschaftliche Methoden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BHeinrich</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Datei:MetadatenTest.jpg&amp;diff=10169</id>
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		<updated>2025-11-04T11:58:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BHeinrich: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BHeinrich</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Benutzer:BHeinrich&amp;diff=10168</id>
		<title>Benutzer:BHeinrich</title>
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		<updated>2025-11-04T11:57:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BHeinrich: /* Timeline */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;https://colab.research.google.com/github/Heinrich-B/T-pferscheibe/blob/main/RToepferscheibe.ipynb&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Töpferscheibe ist eine Konstruktion, die es erlaubt, Rotationsenergie zu nutzen, um aus rohem Ton Gefäße zu formen, sie ist mit einer Achse gelagert und wird mit verschiedenen Methoden angetrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich unterschiedet man zwischen einfachen- und doppelten Töpferscheiben. Einfache Töpferscheiben besitzen eine einzige, meist schwere Scheibe, die der Gefäßformung und dem Antrieb dient. Doppelte Töpferscheiben weisen zwei, miteinander verbundene Scheiben auf. Das Gefäß wird auf einer oberen Scheibe geformt, während an der unteren, meist schwereren Scheibe angetrieben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem muss die Töpferscheibe von den sogenannten „drehbaren Unterlagen“ (auch Drehteller), die bei der Herstellung von nachgedrehter Keramik zum Einsatz kommen, abgegrenzt werden. Drehbare Unterlagen sind nicht dazu in der Lage Rotationsenergie nutzbar zu machen, können aber trotzdem mit einer Achse gelagert sein. Die Unterteilung in Töpferscheiben, Tournetten und drehbare Unterlagen wird unter der Annahme vorgenommen, dass man einzig auf der Töpferscheibe ausreichend Rotationsenergie generiert, um Gefäße frei zu drehen (Berg 2020, 2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Terminologie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tournette===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rotationsgeschwindigkeit===&lt;br /&gt;
Entscheidend für den Herstellungsprozess auf Töpferscheiben ist die Rotationsgeschwindigkeit während der Formung des Gefäßes, sie bestimmt die Technik des Töpfernden. Allgemein wird zwischen schnell- und langsamdrehenden Töpferscheiben unterschieden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schnelldrehend | Schnell-laufend====&lt;br /&gt;
Schnelldrehende Töpferscheiben erlauben die Herstellung von [[Drehscheibenkeramik]]. Durch ihre große Rotationsgeschwindigkeit entsteht genug Rotationsenergie, um die Tonmasse frei zu verformen, anstatt sie wie bei anderen Techniken Stück für Stück zu einem Gefäß zusammenzusetzen (Wulst-Dreh-Technik). Um eine ausreichend große Rotationsgeschwindigkeit so lange wie möglich beibehalten zu können, werden zwei Herangehensweisen kombiniert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1: Eine größere Masse ermöglicht es, die Rotationsenergie länger zu erhalten(Trägheitsmoment). Mit dem stabbetrieben [[Benutzer:BHeinrich#Typologie|Töpferrad]] kann so, einmal angetrieben ein ganzes Gefäß gefertigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2: Viele doppelte Töpferscheibe erlauben durch ihre Bauweise parallel zur Herstellung angetrieben zu werden, deswegen kann auch auf leichten fußbetrieben Scheiben eine große Geschwindigkeit erreicht werden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Angaben zur erforderlichen Rotationsgeschwindigkeit für das freie Drehen variieren zwischen 40 Umdrehungen pro Minute&amp;lt;sup&amp;gt;[[Benutzer:BHeinrich#Literaturangaben|1]]&amp;lt;/sup&amp;gt; (Berg 2011) und 150 rpm (Roux / de Miroschedji 2009).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rotationsgeschwindigkeit unterscheidet sich zudem während der einzelnen Herstellungsstadien (Zentrieren, Aufbrechen, Hochziehen) und hängt (unter Anderem) auch von der Größe und Form des Gefäßes ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Langsamdrehend | Langsam-laufend====&lt;br /&gt;
Langsam-drehende Töpferscheiben&amp;lt;sup&amp;gt;[[Benutzer:BHeinrich#Literaturangaben|3]]&amp;lt;/sup&amp;gt; werden zur Herstellung von [[Nachgedrehte Keramik | Nachgedrehter Keramik]] verwendet und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschwindigkeit während der Herstellung====&lt;br /&gt;
Es muss angemerkt werden, dass die Rotationsgeschwindigkeit während der Gefäßformung nicht nur von den technischen Merkmalen der Töpferscheibe abhängt, sondern auch von der Technik und Erfahrung des individuellen Töpfers. Außerdem ist die Rotationsgeschwindigkeit während der Fertigung eines Gefäßes nicht konstant, sondern variiert während der einzelnen „Herstellungsstadien“.&lt;br /&gt;
Die Rotationsgeschwindigkeit bleibt während des Aufbrechens und Hochziehens relativ konstant, wird aber anschließend während der Durchführung der finalen Arbeitsschritte, nach den Bedürfnissen des Töpfernden verringert (Neth / Hasaki, 2021)&amp;lt;sup&amp;gt;[[Benutzer:BHeinrich#Literaturangaben|2]]&amp;lt;/sup&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Geschichte der Töpferscheibe==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Erfindung der Töpferscheibe===&lt;br /&gt;
Weithin geht man davon aus, dass die Töpferscheibe im 4. Jahrtausend v.Chr. im Nahen Osten erstmalig entwickelt wurde. Ihre Erfindung hat die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''m.W. der älteste Nachweis - schell laufend?:&lt;br /&gt;
V. Roux, A Dynamic Systems Framework for Studying Technological Change: Application to the Emergence of the Potter’s Wheel in the Southern Levant. Journal of archaeological method and theory 10/1, 2003, 1–30.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Verbreitung der Töpferscheibe===&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab circa 2550 v.Chr. beginnt sich die Nutzung der Töpferscheibe in Anatolien zu verbreiten. Ein wichtiger Faktor für diesen Prozess waren die Handelsbeziehungen zwischen den Regionen Nordwestanatoliens und dem südöstlich liegenden Gebiet Kilikien. Für diesen Transfer werden zwei Routen in Betracht gezogen: eine Handelsroute diagonal durch das anatolische Inland („Great Caravan Route “ (T. Efe, 2007)) und eine maritime Handelsverbindung entlang der Süd- und Westküste Anatoliens. &lt;br /&gt;
Durch die Interaktion mit den, die Töpferscheibe nutzenden Gruppen Westanatoliens und der Ost-Ägäis erreichte die Kenntnis des Werkzeugs in der zweiten Hälfte des 3. Jahrtausends v.Chr. auch das griechische Festland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Kreta wird die Verwendung langsamer Drehvorrichtungen (Tournetten / drehbare Unterlagen) für das frühe 3. Jahrtausend v.Chr. angenommen (P. M. Day / D. Wilson, 1997). Ab dem frühen 2. vorchristlichen Jahrtausend,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Typologie==&lt;br /&gt;
====Spindelscheibe====&lt;br /&gt;
====Sprossenscheibe====&lt;br /&gt;
====Blockscheibe====&lt;br /&gt;
====Töpferrad====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Archäologische Funde==&lt;br /&gt;
===Mittelalter===&lt;br /&gt;
===Neuzeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bergmann 1993:         R. Bergmann, Mittelalterliche und neuzeitliche Töpferei in Dortmund-Groppenbruch. Vorbericht. In: B. Trier (Hrsg.), Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe, Jahrgang 8b (Mainz 1993) 31-39 (ISBN: 3-8053-1523-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ruppel 1991:		Th. Ruppel, Zur Rekonstruktion der Töpferscheiben – Archäologischer Befund und zeitgenössische Abbildungen. In: Eine Töpferwerkstatt der Familie Knütgen – Neue archäologische und historische Forschungen zur Unteren Aulgasse. Kunst und Altertum am Rhein, Nummer 133 (Köln 1991) 73-83 (ISBN: 978-3-7927-1223-8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Leterme 2007:		C. Leterme, Töpferräder und graublauer Keramikfundkomplex. Aufsehenerregender Fund in Raeren. In: G. Isenberg (Hrsg.) / M. Harzenetter (Hrsg.), Keramik auf Sonderwegen. 37. Internationales Hafnerei-Symposium, Herne 19.-25. September 2004. Denkmalpflege und Forschung in Westfalen, Band 44 (Mainz 2007) 253-264 (ISBN: 978-3-8053-3822-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildliche Quellen==&lt;br /&gt;
siehe [[Bildquellen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
WIP:&lt;br /&gt;
wo einzuordnen? bei Diderot evtl. noch weitere Darstellungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Handtöpferscheiben====&lt;br /&gt;
*Remigius Autissodorensis, Biblia Sacti Petri Rodensis Laten 6 (3) (El Port de la Selva) 1050 - 1075&lt;br /&gt;
[[Datei:Bischofskapelle_-_dom_gurk_-_c.cossa_-_Kopie.jpg |thumb|300px|center| Gurk, Fresko in der Bischofskapelle des Doms mit Darstellung eines Töpfers mit handgetriebener Töpferscheibe, um 1264 (Foto [Ausschnitt]: C. Cossa [CC BY-SA 3.0 AT] via WikimediaCommons: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bischofskapelle_-_dom_gurk_-_c.cossa.jpg?uselang=de)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Spindelscheibe====&lt;br /&gt;
*Li tre libri dell'arte del vasaio					1557&lt;br /&gt;
*Vannoccio Biringuccio, De la pirotechnia (Venetia)		        1559 &lt;br /&gt;
**https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb10208729?page=604%2C605 mit zwei Typen von Töpferscheiben, einmal fuß- und einmal handgetrieben&lt;br /&gt;
[[Datei:Biringuccio De la pirotechnia 559 S303 .jpg|thumb|center|300px|Vannoccio Biringuccio, De la pirotechnia (Venetia 1559) S. 303 via MDZ https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb10208729?page=604%2C605]]&lt;br /&gt;
*Noël Antonine Pluche, Le Spectacle De La Nature, Ou Entretiens Sur Les Particularités De L'Histoire Naturelle, Qui ont paru les plus propres à rendre les Jeunes-Gens curieux, &amp;amp; à leur former l'esprit ; T. 3, Pt. 2                         1742&lt;br /&gt;
*Denis Diderot &amp;amp; Jean Le Rond d'Alembert, Recueil de plaches (Paris) (ganzes Kapitel: https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k50562x/f209.item.r=Recueil%20de%20planches)   1762 - 1777&lt;br /&gt;
**[[Datei:ABB4-4.jpg|thumb|300px|center|Konstruktionszeichnung einer Spindelscheibe aus &amp;quot;Recueil de planches, sur les sciences, les arts libéraux et les arts mechaniques&amp;quot; (D. Diderot/ J. d'Alembert, 1762 - 1777)]]&lt;br /&gt;
*Neuer Orbis Pictus für die Jugend					1832&lt;br /&gt;
*Dictionnaire de chimie industrielle - tome 3				1864&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Sprossenscheibe====&lt;br /&gt;
*Hofämterspiel								1455&lt;br /&gt;
*Bakthasar Behem, Balthasar Behem Codex	(Krakau)			1505&lt;br /&gt;
[[Datei:708px-Ravensburg Zunftscheibe Schmiede 1505 Detail 05.jpg|thumb|center|300px|Meistertafel der Schmiedezunft, [[Ravensburg]], 1505–1563(?), Museum Humpis-Quartier, Ravensburg (Foto: Andreas Praefckem PD, via [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ravensburg_Zunftscheibe_Schmiede_1505_Detail_05.jpg WikimediaCommons])]]&lt;br /&gt;
*Concordantiae caritatis						1530&lt;br /&gt;
*De re metallica libri XII						1656&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Blockscheibe====&lt;br /&gt;
*Polydorvs Vergilivs Vrbinas, Von den Ergindern der ding (Augsburg) 1537&lt;br /&gt;
**[[Datei:Polydorus Vergilius 1537.png|thumb|center|300px|Polydorvs Vergilivs Vrbinas. Uon den erfyndern der dyngen. W (Augsburg 1537). - Hafnerwerkstatt mit fußgetriebener Töpferscheibe - Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel  [https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/ CC BY SA] - http://diglib.hab.de/drucke/q-49-2f-helmst/start.htm?image=00171]]&lt;br /&gt;
*Jost Amman, Ständebuch	(Frankfurt am Main)			        1568&lt;br /&gt;
*, Hausbücher der Nürnberger Zwölfbrüderstiftungen - Mendel II (Nürnberg) 1605&lt;br /&gt;
*Michael Maier, Atalanta Fugiens - Emblema XV. Opus figuli (Oppenheim)	1617&lt;br /&gt;
*Königskette								1700&lt;br /&gt;
*Schüssel (Albert Murs)							1716&lt;br /&gt;
*Schützenplakette							1820&lt;br /&gt;
*Schützenplakette							1834&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Töpferrad====&lt;br /&gt;
*Bible Moralisée Codex Vindobonensis 2554				1200 – 1250&lt;br /&gt;
*Biblia sacra moralisata						1201 – 1300&lt;br /&gt;
*Bible moralisée de Naples						1350&lt;br /&gt;
*Chants royaux sur la Conception					1528&lt;br /&gt;
*Het Menselyk Bedryf							1699&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Timeline====&lt;br /&gt;
[[Datei:Test.png|2|thumb|800px|right|Timeline bildlicher Quellen (Erscheinungsjahr) und archäologischer Funde (~Datierung) zwischen 1000 n.Chr. und 2000 n.Chr.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MetadatenTest.jpg|2|thumb|700px|left|test]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Rieth 1960:		A. Rieth, 5000 Jahre Töpferscheibe (Konstanz 1960).&lt;br /&gt;
*Czysz 1990:		W. Czysz, Geschichte und Konstruktion alter Töpferscheiben. In: M. Fansa (Hrsg.), Experimentelle Archäologie in Deutschland. Archäologische Mitteilungen aus Nordwestdeutschland, Beiheft 4 (Oldenburg 1990) 308-314.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ruppel 1991:		Th. Ruppel, Zur Rekonstruktion der Töpferscheiben – Archäologischer Befund und zeitgenössische Abbildungen. In: Eine Töpferwerkstatt der Familie Knütgen – Neue archäologische und historische Forschungen zur Unteren Aulgasse. Kunst und Altertum am Rhein, Nummer 133 (Köln 1991) 73-83 (ISBN: 978-3-7927-1223-8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bergmann 1993:         R. Bergmann, Mittelalterliche und neuzeitliche Töpferei in Dortmund-Groppenbruch. Vorbericht. In: B. Trier (Hrsg.), Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe, Jahrgang 8b (Mainz 1993) 31-39 (ISBN: 3-8053-1523-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kerkhoff-Hader 1996:	B. Kerkhoff-Hader, Rheinische Töpferscheiben im Überregionalen Vergleich. In: H. Lüdtke (Hrsg.) / R. Vossen (Hrsg.), Töpfereiforschung zwischen Mittelmeer und Skandinavien, Beiträge des Internationalen Kolloquiums 1990 in Hamburg. Töpferei- und Keramikforschung, Band 3 (Bonn 1996) 225-257.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kerkhoff-Hader 1997: 	B. Kerkhoff-Hader, Töpferscheiben und -räder in rheinischen Werkstätten des 17.-20. Jahrhunderts. In: R.-E. Mohrmann/V. Rodekamp/D. Sauermann (Hrsg.),Volkskunde im Spannungsfeld zwischen Universität und Museum (Münster 1997) 181–214.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Schreg 2007: 		R. Schreg, Keramik aus Südwestdeutschland. Eine Hilfe zur Beschreibung, Bestimmung und Datierung archäologischer Funde vom Neolithikum bis zur Neuzeit. Lehr- und Arbeitsmaterialien zur Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit (Tübingen 2007³) (ISBN: 978-3-9806533-0-5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Leterme 2007:		C. Leterme, Töpferräder und graublauer Keramikfundkomplex. Aufsehenerregender Fund in Raeren. In: G. Isenberg (Hrsg.) / M. Harzenetter (Hrsg.), Keramik auf Sonderwegen. 37. Internationales Hafnerei-Symposium, Herne 19.-25. September 2004. Denkmalpflege und Forschung in Westfalen, Band 44 (Mainz 2007) 253-264 (ISBN: 978-3-8053-3822-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Roux / de Miroschedji 2009: V. Roux / P. de Miroschedji, Revisiting the History of the Potter's Wheel in the Southern Levant. Levant 41/2, 2009, 155-172 (DOI: https://doi.org/10.1179/007589109X12484491671095).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Berg 2011:		I . Berg, What’s in a forming technique? An investigation into wheel- throwing in Bronze Age Crete. Old Potter’s Almanack 16/2, 2011, 9-12 (DOI: https://doi.org/10.11588/opa.2011.2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Hegewisch 2011:	M. Hegewisch, Zur Drehscheinbenkeramik im Westen der Germania Magna. Anfänge, Weiterentwicklung und Verbreitung. In: J. Bemmann (Hrsg.) / U. Brosseder (Hrsg.) / H.-E. Joachim 			(Hrsg.), Drehscheibentöpferei im Barbaricum, Technologietransfer und Professionalisierung eines Handwerks am Rande des Römischen Imperiums. Bonner Beiträge zur Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie, Band 13 (Bonn 2011) 119-174.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ulbert 2011:		C. Ulbert, Römische und Mittelalterliche Drehscheibenbefunde aus dem Rheinland. In: J. Bemmann (Hrsg.) / U. Brosseder (Hrsg.) / H.-E. Joachim (Hrsg.), Drehscheibentöpferei im Barbaricum, 				Technologietransfer und Professionalisierung eines Handwerks am Rande des Römischen Imperiums. Bonner Beiträge zur Ur- und Frühgeschichtlichen Archäologie, Band 13 (Bonn 2011) 83-90.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mennicken 2013:	R. Mennicken, Raerener Steinzeug - Europäisches Kulturerbe (Raeren 2013) (ISBN: 978-3867120852).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Rogier 2015:		M. Rogier, Mittelalterliche nachgedrehte Keramik – Überlegungen zu Definition, Bestimmung und Interpretation am Beispiel Baden-Württemberg (Tübingen 2015) (ISBN: 978-3-9806533-3-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Thér 2017:		R. Thér, Potter‘s Wheel in Central  Europe: Process or Product Innovation?. Journal of Archaeological Method and Theory 24/4 , 2017, 1256-1299.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Berg 2020:		Encyclopedia of Global Archaeology (2020) s. v. The Potter‘s Wheel (I. Berg) (DOI: https://doi.org/10.1007/978-3-030-30018-0_3443).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Minos 2021:		Ch. Minos, A Return to the Wheel: Rethinking Experimental Methologies for the Study of the Potter’s Wheel. Interdisciplinaria Archaeologica, Natural Siences in Archeology 12/2, 2021, 127-142 (DOI: 10.24916/iansa.2021.2.2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Neth / Hasaki 2021:    B. Neth / E. Hasaki, The Ancient Greek Potter's Wheel: Experimental Archaeology and Web Applications for Velocity Analysis. Interdisciplinaria Archaeologica, Natural Siences in Archeology 12/2, 2021, 115-125 (DOI: 10.24916/iansa.2021.2.1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Literaturangaben===&lt;br /&gt;
[[Benutzer:BHeinrich#Rotationsgeschwindigkeit|1]]  |  im Folgenden: rpm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:BHeinrich#Geschwindigkeit während des Herstellungsprozesses|2]]  |  experimentalarchäologische Forschung mit Repliken antiker griechischer Töpferscheiben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:BHeinrich#Langsamdrehende Töpferscheiben|3]]  |  oder synonym oft &amp;quot;Tournetten&amp;quot; (engl. turntables). ''Tournetten sind langsam-drehende häufig handbetriebene Töpferscheiben, denen die Fähigkeit fehlt ihre Geschwindigkeit zu erhalten. In einigen Publikationen wird eine Rotationsgeschwindigkeit angegeben, die von Tournetten nicht erreicht werden darf (bspw. 80 rpm (Ch. Fiaccavento, 2013)). Vereinzelt wird die Bezeichnung &amp;quot;Tournette&amp;quot; auch für Drehvorrichtungen ohne Achse (Drehbare Unterlagen) verwendet.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Extension - Test]] &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Vorlagen - Test]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BHeinrich</name></author>
	</entry>
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		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Benutzer:BHeinrich&amp;diff=9427</id>
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		<updated>2025-05-20T16:14:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BHeinrich: /* Timeline */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;https://colab.research.google.com/github/Heinrich-B/T-pferscheibe/blob/main/RToepferscheibe.ipynb&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Töpferscheibe ist eine Konstruktion, die es erlaubt, Rotationsenergie zu nutzen, um aus rohem Ton Gefäße zu formen, sie ist mit einer Achse gelagert und wird mit verschiedenen Methoden angetrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich unterschiedet man zwischen einfachen- und doppelten Töpferscheiben. Einfache Töpferscheiben besitzen eine einzige, meist schwere Scheibe, die der Gefäßformung und dem Antrieb dient. Doppelte Töpferscheiben weisen zwei, miteinander verbundene Scheiben auf. Das Gefäß wird auf einer oberen Scheibe geformt, während an der unteren, meist schwereren Scheibe angetrieben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem muss die Töpferscheibe von den sogenannten „drehbaren Unterlagen“ (auch Drehteller), die bei der Herstellung von nachgedrehter Keramik zum Einsatz kommen, abgegrenzt werden. Drehbare Unterlagen sind nicht dazu in der Lage Rotationsenergie nutzbar zu machen, können aber trotzdem mit einer Achse gelagert sein. Die Unterteilung in Töpferscheiben, Tournetten und drehbare Unterlagen wird unter der Annahme vorgenommen, dass man einzig auf der Töpferscheibe ausreichend Rotationsenergie generiert, um Gefäße frei zu drehen (Berg 2020, 2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Terminologie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tournette===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rotationsgeschwindigkeit===&lt;br /&gt;
Entscheidend für den Herstellungsprozess auf Töpferscheiben ist die Rotationsgeschwindigkeit während der Formung des Gefäßes, sie bestimmt die Technik des Töpfernden. Allgemein wird zwischen schnell- und langsamdrehenden Töpferscheiben unterschieden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schnelldrehend | Schnell-laufend====&lt;br /&gt;
Schnelldrehende Töpferscheiben erlauben die Herstellung von [[Drehscheibenkeramik]]. Durch ihre große Rotationsgeschwindigkeit entsteht genug Rotationsenergie, um die Tonmasse frei zu verformen, anstatt sie wie bei anderen Techniken Stück für Stück zu einem Gefäß zusammenzusetzen (Wulst-Dreh-Technik). Um eine ausreichend große Rotationsgeschwindigkeit so lange wie möglich beibehalten zu können, werden zwei Herangehensweisen kombiniert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1: Eine größere Masse ermöglicht es, die Rotationsenergie länger zu erhalten(Trägheitsmoment). Mit dem stabbetrieben [[Benutzer:BHeinrich#Typologie|Töpferrad]] kann so, einmal angetrieben ein ganzes Gefäß gefertigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2: Viele doppelte Töpferscheibe erlauben durch ihre Bauweise parallel zur Herstellung angetrieben zu werden, deswegen kann auch auf leichten fußbetrieben Scheiben eine große Geschwindigkeit erreicht werden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Angaben zur erforderlichen Rotationsgeschwindigkeit für das freie Drehen variieren zwischen 40 Umdrehungen pro Minute&amp;lt;sup&amp;gt;[[Benutzer:BHeinrich#Literaturangaben|1]]&amp;lt;/sup&amp;gt; (Berg 2011) und 150 rpm (Roux / de Miroschedji 2009).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rotationsgeschwindigkeit unterscheidet sich zudem während der einzelnen Herstellungsstadien (Zentrieren, Aufbrechen, Hochziehen) und hängt (unter Anderem) auch von der Größe und Form des Gefäßes ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Langsamdrehend | Langsam-laufend====&lt;br /&gt;
Langsam-drehende Töpferscheiben&amp;lt;sup&amp;gt;[[Benutzer:BHeinrich#Literaturangaben|3]]&amp;lt;/sup&amp;gt; werden zur Herstellung von [[Nachgedrehte Keramik | Nachgedrehter Keramik]] verwendet und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschwindigkeit während der Herstellung====&lt;br /&gt;
Es muss angemerkt werden, dass die Rotationsgeschwindigkeit während der Gefäßformung nicht nur von den technischen Merkmalen der Töpferscheibe abhängt, sondern auch von der Technik und Erfahrung des individuellen Töpfers. Außerdem ist die Rotationsgeschwindigkeit während der Fertigung eines Gefäßes nicht konstant, sondern variiert während der einzelnen „Herstellungsstadien“.&lt;br /&gt;
Die Rotationsgeschwindigkeit bleibt während des Aufbrechens und Hochziehens relativ konstant, wird aber anschließend während der Durchführung der finalen Arbeitsschritte, nach den Bedürfnissen des Töpfernden verringert (Neth / Hasaki, 2021)&amp;lt;sup&amp;gt;[[Benutzer:BHeinrich#Literaturangaben|2]]&amp;lt;/sup&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Geschichte der Töpferscheibe==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Erfindung der Töpferscheibe===&lt;br /&gt;
Weithin geht man davon aus, dass die Töpferscheibe im 4. Jahrtausend v.Chr. im Nahen Osten erstmalig entwickelt wurde. Ihre Erfindung hat die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''m.W. der älteste Nachweis - schell laufend?:&lt;br /&gt;
V. Roux, A Dynamic Systems Framework for Studying Technological Change: Application to the Emergence of the Potter’s Wheel in the Southern Levant. Journal of archaeological method and theory 10/1, 2003, 1–30.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Verbreitung der Töpferscheibe===&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab circa 2550 v.Chr. beginnt sich die Nutzung der Töpferscheibe in Anatolien zu verbreiten. Ein wichtiger Faktor für diesen Prozess waren die Handelsbeziehungen zwischen den Regionen Nordwestanatoliens und dem südöstlich liegenden Gebiet Kilikien. Für diesen Transfer werden zwei Routen in Betracht gezogen: eine Handelsroute diagonal durch das anatolische Inland („Great Caravan Route “ (T. Efe, 2007)) und eine maritime Handelsverbindung entlang der Süd- und Westküste Anatoliens. &lt;br /&gt;
Durch die Interaktion mit den, die Töpferscheibe nutzenden Gruppen Westanatoliens und der Ost-Ägäis erreichte die Kenntnis des Werkzeugs in der zweiten Hälfte des 3. Jahrtausends v.Chr. auch das griechische Festland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Kreta wird die Verwendung langsamer Drehvorrichtungen (Tournetten / drehbare Unterlagen) für das frühe 3. Jahrtausend v.Chr. angenommen (P. M. Day / D. Wilson, 1997). Ab dem frühen 2. vorchristlichen Jahrtausend,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Typologie==&lt;br /&gt;
====Spindelscheibe====&lt;br /&gt;
====Sprossenscheibe====&lt;br /&gt;
====Blockscheibe====&lt;br /&gt;
====Töpferrad====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Archäologische Funde==&lt;br /&gt;
===Mittelalter===&lt;br /&gt;
===Neuzeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bergmann 1993:         R. Bergmann, Mittelalterliche und neuzeitliche Töpferei in Dortmund-Groppenbruch. Vorbericht. In: B. Trier (Hrsg.), Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe, Jahrgang 8b (Mainz 1993) 31-39 (ISBN: 3-8053-1523-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ruppel 1991:		Th. Ruppel, Zur Rekonstruktion der Töpferscheiben – Archäologischer Befund und zeitgenössische Abbildungen. In: Eine Töpferwerkstatt der Familie Knütgen – Neue archäologische und historische Forschungen zur Unteren Aulgasse. Kunst und Altertum am Rhein, Nummer 133 (Köln 1991) 73-83 (ISBN: 978-3-7927-1223-8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Leterme 2007:		C. Leterme, Töpferräder und graublauer Keramikfundkomplex. Aufsehenerregender Fund in Raeren. In: G. Isenberg (Hrsg.) / M. Harzenetter (Hrsg.), Keramik auf Sonderwegen. 37. Internationales Hafnerei-Symposium, Herne 19.-25. September 2004. Denkmalpflege und Forschung in Westfalen, Band 44 (Mainz 2007) 253-264 (ISBN: 978-3-8053-3822-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildliche Quellen==&lt;br /&gt;
siehe [[Bildquellen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
WIP:&lt;br /&gt;
wo einzuordnen? bei Diderot evtl. noch weitere Darstellungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Handtöpferscheiben====&lt;br /&gt;
*Remigius Autissodorensis, Biblia Sacti Petri Rodensis Laten 6 (3) (El Port de la Selva) 1050 - 1075&lt;br /&gt;
[[Datei:Bischofskapelle_-_dom_gurk_-_c.cossa_-_Kopie.jpg |thumb|300px|center| Gurk, Fresko in der Bischofskapelle des Doms mit Darstellung eines Töpfers mit handgetriebener Töpferscheibe, um 1264 (Foto [Ausschnitt]: C. Cossa [CC BY-SA 3.0 AT] via WikimediaCommons: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bischofskapelle_-_dom_gurk_-_c.cossa.jpg?uselang=de)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Spindelscheibe====&lt;br /&gt;
*Li tre libri dell'arte del vasaio					1557&lt;br /&gt;
*Vannoccio Biringuccio, De la pirotechnia (Venetia)		        1559 &lt;br /&gt;
**https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb10208729?page=604%2C605 mit zwei Typen von Töpferscheiben, einmal fuß- und einmal handgetrieben&lt;br /&gt;
[[Datei:Biringuccio De la pirotechnia 559 S303 .jpg|thumb|center|300px|Vannoccio Biringuccio, De la pirotechnia (Venetia 1559) S. 303 via MDZ https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb10208729?page=604%2C605]]&lt;br /&gt;
*Noël Antonine Pluche, Le Spectacle De La Nature, Ou Entretiens Sur Les Particularités De L'Histoire Naturelle, Qui ont paru les plus propres à rendre les Jeunes-Gens curieux, &amp;amp; à leur former l'esprit ; T. 3, Pt. 2                         1742&lt;br /&gt;
*Denis Diderot &amp;amp; Jean Le Rond d'Alembert, Recueil de plaches (Paris) (ganzes Kapitel: https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k50562x/f209.item.r=Recueil%20de%20planches)   1762 - 1777&lt;br /&gt;
**[[Datei:ABB4-4.jpg|thumb|300px|center|Konstruktionszeichnung einer Spindelscheibe aus &amp;quot;Recueil de planches, sur les sciences, les arts libéraux et les arts mechaniques&amp;quot; (D. Diderot/ J. d'Alembert, 1762 - 1777)]]&lt;br /&gt;
*Neuer Orbis Pictus für die Jugend					1832&lt;br /&gt;
*Dictionnaire de chimie industrielle - tome 3				1864&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Sprossenscheibe====&lt;br /&gt;
*Hofämterspiel								1455&lt;br /&gt;
*Bakthasar Behem, Balthasar Behem Codex	(Krakau)			1505&lt;br /&gt;
[[Datei:708px-Ravensburg Zunftscheibe Schmiede 1505 Detail 05.jpg|thumb|center|300px|Meistertafel der Schmiedezunft, [[Ravensburg]], 1505–1563(?), Museum Humpis-Quartier, Ravensburg (Foto: Andreas Praefckem PD, via [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ravensburg_Zunftscheibe_Schmiede_1505_Detail_05.jpg WikimediaCommons])]]&lt;br /&gt;
*Concordantiae caritatis						1530&lt;br /&gt;
*De re metallica libri XII						1656&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Blockscheibe====&lt;br /&gt;
*Polydorvs Vergilivs Vrbinas, Von den Ergindern der ding (Augsburg) 1537&lt;br /&gt;
**[[Datei:Polydorus Vergilius 1537.png|thumb|center|300px|Polydorvs Vergilivs Vrbinas. Uon den erfyndern der dyngen. W (Augsburg 1537). - Hafnerwerkstatt mit fußgetriebener Töpferscheibe - Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel  [https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/ CC BY SA] - http://diglib.hab.de/drucke/q-49-2f-helmst/start.htm?image=00171]]&lt;br /&gt;
*Jost Amman, Ständebuch	(Frankfurt am Main)			        1568&lt;br /&gt;
*, Hausbücher der Nürnberger Zwölfbrüderstiftungen - Mendel II (Nürnberg) 1605&lt;br /&gt;
*Michael Maier, Atalanta Fugiens - Emblema XV. Opus figuli (Oppenheim)	1617&lt;br /&gt;
*Königskette								1700&lt;br /&gt;
*Schüssel (Albert Murs)							1716&lt;br /&gt;
*Schützenplakette							1820&lt;br /&gt;
*Schützenplakette							1834&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Töpferrad====&lt;br /&gt;
*Bible Moralisée Codex Vindobonensis 2554				1200 – 1250&lt;br /&gt;
*Biblia sacra moralisata						1201 – 1300&lt;br /&gt;
*Bible moralisée de Naples						1350&lt;br /&gt;
*Chants royaux sur la Conception					1528&lt;br /&gt;
*Het Menselyk Bedryf							1699&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Timeline====&lt;br /&gt;
[[Datei:Test.png|2|thumb|800px|right|Timeline bildlicher Quellen (Erscheinungsjahr) und archäologischer Funde (~Datierung) zwischen 1000 n.Chr. und 2000 n.Chr.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Rieth 1960:		A. Rieth, 5000 Jahre Töpferscheibe (Konstanz 1960).&lt;br /&gt;
*Czysz 1990:		W. Czysz, Geschichte und Konstruktion alter Töpferscheiben. In: M. Fansa (Hrsg.), Experimentelle Archäologie in Deutschland. Archäologische Mitteilungen aus Nordwestdeutschland, Beiheft 4 (Oldenburg 1990) 308-314.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ruppel 1991:		Th. Ruppel, Zur Rekonstruktion der Töpferscheiben – Archäologischer Befund und zeitgenössische Abbildungen. In: Eine Töpferwerkstatt der Familie Knütgen – Neue archäologische und historische Forschungen zur Unteren Aulgasse. Kunst und Altertum am Rhein, Nummer 133 (Köln 1991) 73-83 (ISBN: 978-3-7927-1223-8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bergmann 1993:         R. Bergmann, Mittelalterliche und neuzeitliche Töpferei in Dortmund-Groppenbruch. Vorbericht. In: B. Trier (Hrsg.), Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe, Jahrgang 8b (Mainz 1993) 31-39 (ISBN: 3-8053-1523-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kerkhoff-Hader 1996:	B. Kerkhoff-Hader, Rheinische Töpferscheiben im Überregionalen Vergleich. In: H. Lüdtke (Hrsg.) / R. Vossen (Hrsg.), Töpfereiforschung zwischen Mittelmeer und Skandinavien, Beiträge des Internationalen Kolloquiums 1990 in Hamburg. Töpferei- und Keramikforschung, Band 3 (Bonn 1996) 225-257.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kerkhoff-Hader 1997: 	B. Kerkhoff-Hader, Töpferscheiben und -räder in rheinischen Werkstätten des 17.-20. Jahrhunderts. In: R.-E. Mohrmann/V. Rodekamp/D. Sauermann (Hrsg.),Volkskunde im Spannungsfeld zwischen Universität und Museum (Münster 1997) 181–214.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Schreg 2007: 		R. Schreg, Keramik aus Südwestdeutschland. Eine Hilfe zur Beschreibung, Bestimmung und Datierung archäologischer Funde vom Neolithikum bis zur Neuzeit. Lehr- und Arbeitsmaterialien zur Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit (Tübingen 2007³) (ISBN: 978-3-9806533-0-5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Leterme 2007:		C. Leterme, Töpferräder und graublauer Keramikfundkomplex. Aufsehenerregender Fund in Raeren. In: G. Isenberg (Hrsg.) / M. Harzenetter (Hrsg.), Keramik auf Sonderwegen. 37. Internationales Hafnerei-Symposium, Herne 19.-25. September 2004. Denkmalpflege und Forschung in Westfalen, Band 44 (Mainz 2007) 253-264 (ISBN: 978-3-8053-3822-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Roux / de Miroschedji 2009: V. Roux / P. de Miroschedji, Revisiting the History of the Potter's Wheel in the Southern Levant. Levant 41/2, 2009, 155-172 (DOI: https://doi.org/10.1179/007589109X12484491671095).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Berg 2011:		I . Berg, What’s in a forming technique? An investigation into wheel- throwing in Bronze Age Crete. Old Potter’s Almanack 16/2, 2011, 9-12 (DOI: https://doi.org/10.11588/opa.2011.2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Hegewisch 2011:	M. Hegewisch, Zur Drehscheinbenkeramik im Westen der Germania Magna. Anfänge, Weiterentwicklung und Verbreitung. In: J. Bemmann (Hrsg.) / U. Brosseder (Hrsg.) / H.-E. Joachim 			(Hrsg.), Drehscheibentöpferei im Barbaricum, Technologietransfer und Professionalisierung eines Handwerks am Rande des Römischen Imperiums. Bonner Beiträge zur Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie, Band 13 (Bonn 2011) 119-174.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ulbert 2011:		C. Ulbert, Römische und Mittelalterliche Drehscheibenbefunde aus dem Rheinland. In: J. Bemmann (Hrsg.) / U. Brosseder (Hrsg.) / H.-E. Joachim (Hrsg.), Drehscheibentöpferei im Barbaricum, 				Technologietransfer und Professionalisierung eines Handwerks am Rande des Römischen Imperiums. Bonner Beiträge zur Ur- und Frühgeschichtlichen Archäologie, Band 13 (Bonn 2011) 83-90.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mennicken 2013:	R. Mennicken, Raerener Steinzeug - Europäisches Kulturerbe (Raeren 2013) (ISBN: 978-3867120852).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Rogier 2015:		M. Rogier, Mittelalterliche nachgedrehte Keramik – Überlegungen zu Definition, Bestimmung und Interpretation am Beispiel Baden-Württemberg (Tübingen 2015) (ISBN: 978-3-9806533-3-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Thér 2017:		R. Thér, Potter‘s Wheel in Central  Europe: Process or Product Innovation?. Journal of Archaeological Method and Theory 24/4 , 2017, 1256-1299.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Berg 2020:		Encyclopedia of Global Archaeology (2020) s. v. The Potter‘s Wheel (I. Berg) (DOI: https://doi.org/10.1007/978-3-030-30018-0_3443).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Minos 2021:		Ch. Minos, A Return to the Wheel: Rethinking Experimental Methologies for the Study of the Potter’s Wheel. Interdisciplinaria Archaeologica, Natural Siences in Archeology 12/2, 2021, 127-142 (DOI: 10.24916/iansa.2021.2.2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Neth / Hasaki 2021:    B. Neth / E. Hasaki, The Ancient Greek Potter's Wheel: Experimental Archaeology and Web Applications for Velocity Analysis. Interdisciplinaria Archaeologica, Natural Siences in Archeology 12/2, 2021, 115-125 (DOI: 10.24916/iansa.2021.2.1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Literaturangaben===&lt;br /&gt;
[[Benutzer:BHeinrich#Rotationsgeschwindigkeit|1]]  |  im Folgenden: rpm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:BHeinrich#Geschwindigkeit während des Herstellungsprozesses|2]]  |  experimentalarchäologische Forschung mit Repliken antiker griechischer Töpferscheiben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:BHeinrich#Langsamdrehende Töpferscheiben|3]]  |  oder synonym oft &amp;quot;Tournetten&amp;quot; (engl. turntables). ''Tournetten sind langsam-drehende häufig handbetriebene Töpferscheiben, denen die Fähigkeit fehlt ihre Geschwindigkeit zu erhalten. In einigen Publikationen wird eine Rotationsgeschwindigkeit angegeben, die von Tournetten nicht erreicht werden darf (bspw. 80 rpm (Ch. Fiaccavento, 2013)). Vereinzelt wird die Bezeichnung &amp;quot;Tournette&amp;quot; auch für Drehvorrichtungen ohne Achse (Drehbare Unterlagen) verwendet.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Extension - Test]] &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Vorlagen - Test]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BHeinrich</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Benutzer:BHeinrich&amp;diff=9426</id>
		<title>Benutzer:BHeinrich</title>
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		<updated>2025-05-20T16:13:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BHeinrich: /* Timeline */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;https://colab.research.google.com/github/Heinrich-B/T-pferscheibe/blob/main/RToepferscheibe.ipynb&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Töpferscheibe ist eine Konstruktion, die es erlaubt, Rotationsenergie zu nutzen, um aus rohem Ton Gefäße zu formen, sie ist mit einer Achse gelagert und wird mit verschiedenen Methoden angetrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich unterschiedet man zwischen einfachen- und doppelten Töpferscheiben. Einfache Töpferscheiben besitzen eine einzige, meist schwere Scheibe, die der Gefäßformung und dem Antrieb dient. Doppelte Töpferscheiben weisen zwei, miteinander verbundene Scheiben auf. Das Gefäß wird auf einer oberen Scheibe geformt, während an der unteren, meist schwereren Scheibe angetrieben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem muss die Töpferscheibe von den sogenannten „drehbaren Unterlagen“ (auch Drehteller), die bei der Herstellung von nachgedrehter Keramik zum Einsatz kommen, abgegrenzt werden. Drehbare Unterlagen sind nicht dazu in der Lage Rotationsenergie nutzbar zu machen, können aber trotzdem mit einer Achse gelagert sein. Die Unterteilung in Töpferscheiben, Tournetten und drehbare Unterlagen wird unter der Annahme vorgenommen, dass man einzig auf der Töpferscheibe ausreichend Rotationsenergie generiert, um Gefäße frei zu drehen (Berg 2020, 2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Terminologie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tournette===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rotationsgeschwindigkeit===&lt;br /&gt;
Entscheidend für den Herstellungsprozess auf Töpferscheiben ist die Rotationsgeschwindigkeit während der Formung des Gefäßes, sie bestimmt die Technik des Töpfernden. Allgemein wird zwischen schnell- und langsamdrehenden Töpferscheiben unterschieden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schnelldrehend | Schnell-laufend====&lt;br /&gt;
Schnelldrehende Töpferscheiben erlauben die Herstellung von [[Drehscheibenkeramik]]. Durch ihre große Rotationsgeschwindigkeit entsteht genug Rotationsenergie, um die Tonmasse frei zu verformen, anstatt sie wie bei anderen Techniken Stück für Stück zu einem Gefäß zusammenzusetzen (Wulst-Dreh-Technik). Um eine ausreichend große Rotationsgeschwindigkeit so lange wie möglich beibehalten zu können, werden zwei Herangehensweisen kombiniert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1: Eine größere Masse ermöglicht es, die Rotationsenergie länger zu erhalten(Trägheitsmoment). Mit dem stabbetrieben [[Benutzer:BHeinrich#Typologie|Töpferrad]] kann so, einmal angetrieben ein ganzes Gefäß gefertigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2: Viele doppelte Töpferscheibe erlauben durch ihre Bauweise parallel zur Herstellung angetrieben zu werden, deswegen kann auch auf leichten fußbetrieben Scheiben eine große Geschwindigkeit erreicht werden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Angaben zur erforderlichen Rotationsgeschwindigkeit für das freie Drehen variieren zwischen 40 Umdrehungen pro Minute&amp;lt;sup&amp;gt;[[Benutzer:BHeinrich#Literaturangaben|1]]&amp;lt;/sup&amp;gt; (Berg 2011) und 150 rpm (Roux / de Miroschedji 2009).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rotationsgeschwindigkeit unterscheidet sich zudem während der einzelnen Herstellungsstadien (Zentrieren, Aufbrechen, Hochziehen) und hängt (unter Anderem) auch von der Größe und Form des Gefäßes ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Langsamdrehend | Langsam-laufend====&lt;br /&gt;
Langsam-drehende Töpferscheiben&amp;lt;sup&amp;gt;[[Benutzer:BHeinrich#Literaturangaben|3]]&amp;lt;/sup&amp;gt; werden zur Herstellung von [[Nachgedrehte Keramik | Nachgedrehter Keramik]] verwendet und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschwindigkeit während der Herstellung====&lt;br /&gt;
Es muss angemerkt werden, dass die Rotationsgeschwindigkeit während der Gefäßformung nicht nur von den technischen Merkmalen der Töpferscheibe abhängt, sondern auch von der Technik und Erfahrung des individuellen Töpfers. Außerdem ist die Rotationsgeschwindigkeit während der Fertigung eines Gefäßes nicht konstant, sondern variiert während der einzelnen „Herstellungsstadien“.&lt;br /&gt;
Die Rotationsgeschwindigkeit bleibt während des Aufbrechens und Hochziehens relativ konstant, wird aber anschließend während der Durchführung der finalen Arbeitsschritte, nach den Bedürfnissen des Töpfernden verringert (Neth / Hasaki, 2021)&amp;lt;sup&amp;gt;[[Benutzer:BHeinrich#Literaturangaben|2]]&amp;lt;/sup&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Geschichte der Töpferscheibe==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Erfindung der Töpferscheibe===&lt;br /&gt;
Weithin geht man davon aus, dass die Töpferscheibe im 4. Jahrtausend v.Chr. im Nahen Osten erstmalig entwickelt wurde. Ihre Erfindung hat die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''m.W. der älteste Nachweis - schell laufend?:&lt;br /&gt;
V. Roux, A Dynamic Systems Framework for Studying Technological Change: Application to the Emergence of the Potter’s Wheel in the Southern Levant. Journal of archaeological method and theory 10/1, 2003, 1–30.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Verbreitung der Töpferscheibe===&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab circa 2550 v.Chr. beginnt sich die Nutzung der Töpferscheibe in Anatolien zu verbreiten. Ein wichtiger Faktor für diesen Prozess waren die Handelsbeziehungen zwischen den Regionen Nordwestanatoliens und dem südöstlich liegenden Gebiet Kilikien. Für diesen Transfer werden zwei Routen in Betracht gezogen: eine Handelsroute diagonal durch das anatolische Inland („Great Caravan Route “ (T. Efe, 2007)) und eine maritime Handelsverbindung entlang der Süd- und Westküste Anatoliens. &lt;br /&gt;
Durch die Interaktion mit den, die Töpferscheibe nutzenden Gruppen Westanatoliens und der Ost-Ägäis erreichte die Kenntnis des Werkzeugs in der zweiten Hälfte des 3. Jahrtausends v.Chr. auch das griechische Festland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Kreta wird die Verwendung langsamer Drehvorrichtungen (Tournetten / drehbare Unterlagen) für das frühe 3. Jahrtausend v.Chr. angenommen (P. M. Day / D. Wilson, 1997). Ab dem frühen 2. vorchristlichen Jahrtausend,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Typologie==&lt;br /&gt;
====Spindelscheibe====&lt;br /&gt;
====Sprossenscheibe====&lt;br /&gt;
====Blockscheibe====&lt;br /&gt;
====Töpferrad====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Archäologische Funde==&lt;br /&gt;
===Mittelalter===&lt;br /&gt;
===Neuzeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bergmann 1993:         R. Bergmann, Mittelalterliche und neuzeitliche Töpferei in Dortmund-Groppenbruch. Vorbericht. In: B. Trier (Hrsg.), Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe, Jahrgang 8b (Mainz 1993) 31-39 (ISBN: 3-8053-1523-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ruppel 1991:		Th. Ruppel, Zur Rekonstruktion der Töpferscheiben – Archäologischer Befund und zeitgenössische Abbildungen. In: Eine Töpferwerkstatt der Familie Knütgen – Neue archäologische und historische Forschungen zur Unteren Aulgasse. Kunst und Altertum am Rhein, Nummer 133 (Köln 1991) 73-83 (ISBN: 978-3-7927-1223-8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Leterme 2007:		C. Leterme, Töpferräder und graublauer Keramikfundkomplex. Aufsehenerregender Fund in Raeren. In: G. Isenberg (Hrsg.) / M. Harzenetter (Hrsg.), Keramik auf Sonderwegen. 37. Internationales Hafnerei-Symposium, Herne 19.-25. September 2004. Denkmalpflege und Forschung in Westfalen, Band 44 (Mainz 2007) 253-264 (ISBN: 978-3-8053-3822-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildliche Quellen==&lt;br /&gt;
siehe [[Bildquellen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
WIP:&lt;br /&gt;
wo einzuordnen? bei Diderot evtl. noch weitere Darstellungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Handtöpferscheiben====&lt;br /&gt;
*Remigius Autissodorensis, Biblia Sacti Petri Rodensis Laten 6 (3) (El Port de la Selva) 1050 - 1075&lt;br /&gt;
[[Datei:Bischofskapelle_-_dom_gurk_-_c.cossa_-_Kopie.jpg |thumb|300px|center| Gurk, Fresko in der Bischofskapelle des Doms mit Darstellung eines Töpfers mit handgetriebener Töpferscheibe, um 1264 (Foto [Ausschnitt]: C. Cossa [CC BY-SA 3.0 AT] via WikimediaCommons: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bischofskapelle_-_dom_gurk_-_c.cossa.jpg?uselang=de)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Spindelscheibe====&lt;br /&gt;
*Li tre libri dell'arte del vasaio					1557&lt;br /&gt;
*Vannoccio Biringuccio, De la pirotechnia (Venetia)		        1559 &lt;br /&gt;
**https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb10208729?page=604%2C605 mit zwei Typen von Töpferscheiben, einmal fuß- und einmal handgetrieben&lt;br /&gt;
[[Datei:Biringuccio De la pirotechnia 559 S303 .jpg|thumb|center|300px|Vannoccio Biringuccio, De la pirotechnia (Venetia 1559) S. 303 via MDZ https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb10208729?page=604%2C605]]&lt;br /&gt;
*Noël Antonine Pluche, Le Spectacle De La Nature, Ou Entretiens Sur Les Particularités De L'Histoire Naturelle, Qui ont paru les plus propres à rendre les Jeunes-Gens curieux, &amp;amp; à leur former l'esprit ; T. 3, Pt. 2                         1742&lt;br /&gt;
*Denis Diderot &amp;amp; Jean Le Rond d'Alembert, Recueil de plaches (Paris) (ganzes Kapitel: https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k50562x/f209.item.r=Recueil%20de%20planches)   1762 - 1777&lt;br /&gt;
**[[Datei:ABB4-4.jpg|thumb|300px|center|Konstruktionszeichnung einer Spindelscheibe aus &amp;quot;Recueil de planches, sur les sciences, les arts libéraux et les arts mechaniques&amp;quot; (D. Diderot/ J. d'Alembert, 1762 - 1777)]]&lt;br /&gt;
*Neuer Orbis Pictus für die Jugend					1832&lt;br /&gt;
*Dictionnaire de chimie industrielle - tome 3				1864&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Sprossenscheibe====&lt;br /&gt;
*Hofämterspiel								1455&lt;br /&gt;
*Bakthasar Behem, Balthasar Behem Codex	(Krakau)			1505&lt;br /&gt;
[[Datei:708px-Ravensburg Zunftscheibe Schmiede 1505 Detail 05.jpg|thumb|center|300px|Meistertafel der Schmiedezunft, [[Ravensburg]], 1505–1563(?), Museum Humpis-Quartier, Ravensburg (Foto: Andreas Praefckem PD, via [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ravensburg_Zunftscheibe_Schmiede_1505_Detail_05.jpg WikimediaCommons])]]&lt;br /&gt;
*Concordantiae caritatis						1530&lt;br /&gt;
*De re metallica libri XII						1656&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Blockscheibe====&lt;br /&gt;
*Polydorvs Vergilivs Vrbinas, Von den Ergindern der ding (Augsburg) 1537&lt;br /&gt;
**[[Datei:Polydorus Vergilius 1537.png|thumb|center|300px|Polydorvs Vergilivs Vrbinas. Uon den erfyndern der dyngen. W (Augsburg 1537). - Hafnerwerkstatt mit fußgetriebener Töpferscheibe - Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel  [https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/ CC BY SA] - http://diglib.hab.de/drucke/q-49-2f-helmst/start.htm?image=00171]]&lt;br /&gt;
*Jost Amman, Ständebuch	(Frankfurt am Main)			        1568&lt;br /&gt;
*, Hausbücher der Nürnberger Zwölfbrüderstiftungen - Mendel II (Nürnberg) 1605&lt;br /&gt;
*Michael Maier, Atalanta Fugiens - Emblema XV. Opus figuli (Oppenheim)	1617&lt;br /&gt;
*Königskette								1700&lt;br /&gt;
*Schüssel (Albert Murs)							1716&lt;br /&gt;
*Schützenplakette							1820&lt;br /&gt;
*Schützenplakette							1834&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Töpferrad====&lt;br /&gt;
*Bible Moralisée Codex Vindobonensis 2554				1200 – 1250&lt;br /&gt;
*Biblia sacra moralisata						1201 – 1300&lt;br /&gt;
*Bible moralisée de Naples						1350&lt;br /&gt;
*Chants royaux sur la Conception					1528&lt;br /&gt;
*Het Menselyk Bedryf							1699&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Timeline====&lt;br /&gt;
[[Datei:Test.png|2|thumb|800px|right|Timeline bildlicher Quellen (Erscheinungsjahr) und archäologischer Funde (~Datierung) zwischen 1000n.Chr. und 2000n.Chr.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Rieth 1960:		A. Rieth, 5000 Jahre Töpferscheibe (Konstanz 1960).&lt;br /&gt;
*Czysz 1990:		W. Czysz, Geschichte und Konstruktion alter Töpferscheiben. In: M. Fansa (Hrsg.), Experimentelle Archäologie in Deutschland. Archäologische Mitteilungen aus Nordwestdeutschland, Beiheft 4 (Oldenburg 1990) 308-314.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ruppel 1991:		Th. Ruppel, Zur Rekonstruktion der Töpferscheiben – Archäologischer Befund und zeitgenössische Abbildungen. In: Eine Töpferwerkstatt der Familie Knütgen – Neue archäologische und historische Forschungen zur Unteren Aulgasse. Kunst und Altertum am Rhein, Nummer 133 (Köln 1991) 73-83 (ISBN: 978-3-7927-1223-8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bergmann 1993:         R. Bergmann, Mittelalterliche und neuzeitliche Töpferei in Dortmund-Groppenbruch. Vorbericht. In: B. Trier (Hrsg.), Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe, Jahrgang 8b (Mainz 1993) 31-39 (ISBN: 3-8053-1523-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kerkhoff-Hader 1996:	B. Kerkhoff-Hader, Rheinische Töpferscheiben im Überregionalen Vergleich. In: H. Lüdtke (Hrsg.) / R. Vossen (Hrsg.), Töpfereiforschung zwischen Mittelmeer und Skandinavien, Beiträge des Internationalen Kolloquiums 1990 in Hamburg. Töpferei- und Keramikforschung, Band 3 (Bonn 1996) 225-257.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kerkhoff-Hader 1997: 	B. Kerkhoff-Hader, Töpferscheiben und -räder in rheinischen Werkstätten des 17.-20. Jahrhunderts. In: R.-E. Mohrmann/V. Rodekamp/D. Sauermann (Hrsg.),Volkskunde im Spannungsfeld zwischen Universität und Museum (Münster 1997) 181–214.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Schreg 2007: 		R. Schreg, Keramik aus Südwestdeutschland. Eine Hilfe zur Beschreibung, Bestimmung und Datierung archäologischer Funde vom Neolithikum bis zur Neuzeit. Lehr- und Arbeitsmaterialien zur Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit (Tübingen 2007³) (ISBN: 978-3-9806533-0-5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Leterme 2007:		C. Leterme, Töpferräder und graublauer Keramikfundkomplex. Aufsehenerregender Fund in Raeren. In: G. Isenberg (Hrsg.) / M. Harzenetter (Hrsg.), Keramik auf Sonderwegen. 37. Internationales Hafnerei-Symposium, Herne 19.-25. September 2004. Denkmalpflege und Forschung in Westfalen, Band 44 (Mainz 2007) 253-264 (ISBN: 978-3-8053-3822-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Roux / de Miroschedji 2009: V. Roux / P. de Miroschedji, Revisiting the History of the Potter's Wheel in the Southern Levant. Levant 41/2, 2009, 155-172 (DOI: https://doi.org/10.1179/007589109X12484491671095).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Berg 2011:		I . Berg, What’s in a forming technique? An investigation into wheel- throwing in Bronze Age Crete. Old Potter’s Almanack 16/2, 2011, 9-12 (DOI: https://doi.org/10.11588/opa.2011.2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Hegewisch 2011:	M. Hegewisch, Zur Drehscheinbenkeramik im Westen der Germania Magna. Anfänge, Weiterentwicklung und Verbreitung. In: J. Bemmann (Hrsg.) / U. Brosseder (Hrsg.) / H.-E. Joachim 			(Hrsg.), Drehscheibentöpferei im Barbaricum, Technologietransfer und Professionalisierung eines Handwerks am Rande des Römischen Imperiums. Bonner Beiträge zur Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie, Band 13 (Bonn 2011) 119-174.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ulbert 2011:		C. Ulbert, Römische und Mittelalterliche Drehscheibenbefunde aus dem Rheinland. In: J. Bemmann (Hrsg.) / U. Brosseder (Hrsg.) / H.-E. Joachim (Hrsg.), Drehscheibentöpferei im Barbaricum, 				Technologietransfer und Professionalisierung eines Handwerks am Rande des Römischen Imperiums. Bonner Beiträge zur Ur- und Frühgeschichtlichen Archäologie, Band 13 (Bonn 2011) 83-90.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mennicken 2013:	R. Mennicken, Raerener Steinzeug - Europäisches Kulturerbe (Raeren 2013) (ISBN: 978-3867120852).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Rogier 2015:		M. Rogier, Mittelalterliche nachgedrehte Keramik – Überlegungen zu Definition, Bestimmung und Interpretation am Beispiel Baden-Württemberg (Tübingen 2015) (ISBN: 978-3-9806533-3-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Thér 2017:		R. Thér, Potter‘s Wheel in Central  Europe: Process or Product Innovation?. Journal of Archaeological Method and Theory 24/4 , 2017, 1256-1299.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Berg 2020:		Encyclopedia of Global Archaeology (2020) s. v. The Potter‘s Wheel (I. Berg) (DOI: https://doi.org/10.1007/978-3-030-30018-0_3443).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Minos 2021:		Ch. Minos, A Return to the Wheel: Rethinking Experimental Methologies for the Study of the Potter’s Wheel. Interdisciplinaria Archaeologica, Natural Siences in Archeology 12/2, 2021, 127-142 (DOI: 10.24916/iansa.2021.2.2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Neth / Hasaki 2021:    B. Neth / E. Hasaki, The Ancient Greek Potter's Wheel: Experimental Archaeology and Web Applications for Velocity Analysis. Interdisciplinaria Archaeologica, Natural Siences in Archeology 12/2, 2021, 115-125 (DOI: 10.24916/iansa.2021.2.1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Literaturangaben===&lt;br /&gt;
[[Benutzer:BHeinrich#Rotationsgeschwindigkeit|1]]  |  im Folgenden: rpm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:BHeinrich#Geschwindigkeit während des Herstellungsprozesses|2]]  |  experimentalarchäologische Forschung mit Repliken antiker griechischer Töpferscheiben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:BHeinrich#Langsamdrehende Töpferscheiben|3]]  |  oder synonym oft &amp;quot;Tournetten&amp;quot; (engl. turntables). ''Tournetten sind langsam-drehende häufig handbetriebene Töpferscheiben, denen die Fähigkeit fehlt ihre Geschwindigkeit zu erhalten. In einigen Publikationen wird eine Rotationsgeschwindigkeit angegeben, die von Tournetten nicht erreicht werden darf (bspw. 80 rpm (Ch. Fiaccavento, 2013)). Vereinzelt wird die Bezeichnung &amp;quot;Tournette&amp;quot; auch für Drehvorrichtungen ohne Achse (Drehbare Unterlagen) verwendet.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Extension - Test]] &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Vorlagen - Test]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BHeinrich</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Benutzer:BHeinrich&amp;diff=9425</id>
		<title>Benutzer:BHeinrich</title>
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		<updated>2025-05-20T16:11:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BHeinrich: /* Timeline */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;https://colab.research.google.com/github/Heinrich-B/T-pferscheibe/blob/main/RToepferscheibe.ipynb&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Töpferscheibe ist eine Konstruktion, die es erlaubt, Rotationsenergie zu nutzen, um aus rohem Ton Gefäße zu formen, sie ist mit einer Achse gelagert und wird mit verschiedenen Methoden angetrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich unterschiedet man zwischen einfachen- und doppelten Töpferscheiben. Einfache Töpferscheiben besitzen eine einzige, meist schwere Scheibe, die der Gefäßformung und dem Antrieb dient. Doppelte Töpferscheiben weisen zwei, miteinander verbundene Scheiben auf. Das Gefäß wird auf einer oberen Scheibe geformt, während an der unteren, meist schwereren Scheibe angetrieben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem muss die Töpferscheibe von den sogenannten „drehbaren Unterlagen“ (auch Drehteller), die bei der Herstellung von nachgedrehter Keramik zum Einsatz kommen, abgegrenzt werden. Drehbare Unterlagen sind nicht dazu in der Lage Rotationsenergie nutzbar zu machen, können aber trotzdem mit einer Achse gelagert sein. Die Unterteilung in Töpferscheiben, Tournetten und drehbare Unterlagen wird unter der Annahme vorgenommen, dass man einzig auf der Töpferscheibe ausreichend Rotationsenergie generiert, um Gefäße frei zu drehen (Berg 2020, 2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Terminologie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tournette===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rotationsgeschwindigkeit===&lt;br /&gt;
Entscheidend für den Herstellungsprozess auf Töpferscheiben ist die Rotationsgeschwindigkeit während der Formung des Gefäßes, sie bestimmt die Technik des Töpfernden. Allgemein wird zwischen schnell- und langsamdrehenden Töpferscheiben unterschieden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schnelldrehend | Schnell-laufend====&lt;br /&gt;
Schnelldrehende Töpferscheiben erlauben die Herstellung von [[Drehscheibenkeramik]]. Durch ihre große Rotationsgeschwindigkeit entsteht genug Rotationsenergie, um die Tonmasse frei zu verformen, anstatt sie wie bei anderen Techniken Stück für Stück zu einem Gefäß zusammenzusetzen (Wulst-Dreh-Technik). Um eine ausreichend große Rotationsgeschwindigkeit so lange wie möglich beibehalten zu können, werden zwei Herangehensweisen kombiniert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1: Eine größere Masse ermöglicht es, die Rotationsenergie länger zu erhalten(Trägheitsmoment). Mit dem stabbetrieben [[Benutzer:BHeinrich#Typologie|Töpferrad]] kann so, einmal angetrieben ein ganzes Gefäß gefertigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2: Viele doppelte Töpferscheibe erlauben durch ihre Bauweise parallel zur Herstellung angetrieben zu werden, deswegen kann auch auf leichten fußbetrieben Scheiben eine große Geschwindigkeit erreicht werden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Angaben zur erforderlichen Rotationsgeschwindigkeit für das freie Drehen variieren zwischen 40 Umdrehungen pro Minute&amp;lt;sup&amp;gt;[[Benutzer:BHeinrich#Literaturangaben|1]]&amp;lt;/sup&amp;gt; (Berg 2011) und 150 rpm (Roux / de Miroschedji 2009).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rotationsgeschwindigkeit unterscheidet sich zudem während der einzelnen Herstellungsstadien (Zentrieren, Aufbrechen, Hochziehen) und hängt (unter Anderem) auch von der Größe und Form des Gefäßes ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Langsamdrehend | Langsam-laufend====&lt;br /&gt;
Langsam-drehende Töpferscheiben&amp;lt;sup&amp;gt;[[Benutzer:BHeinrich#Literaturangaben|3]]&amp;lt;/sup&amp;gt; werden zur Herstellung von [[Nachgedrehte Keramik | Nachgedrehter Keramik]] verwendet und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschwindigkeit während der Herstellung====&lt;br /&gt;
Es muss angemerkt werden, dass die Rotationsgeschwindigkeit während der Gefäßformung nicht nur von den technischen Merkmalen der Töpferscheibe abhängt, sondern auch von der Technik und Erfahrung des individuellen Töpfers. Außerdem ist die Rotationsgeschwindigkeit während der Fertigung eines Gefäßes nicht konstant, sondern variiert während der einzelnen „Herstellungsstadien“.&lt;br /&gt;
Die Rotationsgeschwindigkeit bleibt während des Aufbrechens und Hochziehens relativ konstant, wird aber anschließend während der Durchführung der finalen Arbeitsschritte, nach den Bedürfnissen des Töpfernden verringert (Neth / Hasaki, 2021)&amp;lt;sup&amp;gt;[[Benutzer:BHeinrich#Literaturangaben|2]]&amp;lt;/sup&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Geschichte der Töpferscheibe==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Erfindung der Töpferscheibe===&lt;br /&gt;
Weithin geht man davon aus, dass die Töpferscheibe im 4. Jahrtausend v.Chr. im Nahen Osten erstmalig entwickelt wurde. Ihre Erfindung hat die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''m.W. der älteste Nachweis - schell laufend?:&lt;br /&gt;
V. Roux, A Dynamic Systems Framework for Studying Technological Change: Application to the Emergence of the Potter’s Wheel in the Southern Levant. Journal of archaeological method and theory 10/1, 2003, 1–30.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Verbreitung der Töpferscheibe===&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab circa 2550 v.Chr. beginnt sich die Nutzung der Töpferscheibe in Anatolien zu verbreiten. Ein wichtiger Faktor für diesen Prozess waren die Handelsbeziehungen zwischen den Regionen Nordwestanatoliens und dem südöstlich liegenden Gebiet Kilikien. Für diesen Transfer werden zwei Routen in Betracht gezogen: eine Handelsroute diagonal durch das anatolische Inland („Great Caravan Route “ (T. Efe, 2007)) und eine maritime Handelsverbindung entlang der Süd- und Westküste Anatoliens. &lt;br /&gt;
Durch die Interaktion mit den, die Töpferscheibe nutzenden Gruppen Westanatoliens und der Ost-Ägäis erreichte die Kenntnis des Werkzeugs in der zweiten Hälfte des 3. Jahrtausends v.Chr. auch das griechische Festland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Kreta wird die Verwendung langsamer Drehvorrichtungen (Tournetten / drehbare Unterlagen) für das frühe 3. Jahrtausend v.Chr. angenommen (P. M. Day / D. Wilson, 1997). Ab dem frühen 2. vorchristlichen Jahrtausend,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Typologie==&lt;br /&gt;
====Spindelscheibe====&lt;br /&gt;
====Sprossenscheibe====&lt;br /&gt;
====Blockscheibe====&lt;br /&gt;
====Töpferrad====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Archäologische Funde==&lt;br /&gt;
===Mittelalter===&lt;br /&gt;
===Neuzeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bergmann 1993:         R. Bergmann, Mittelalterliche und neuzeitliche Töpferei in Dortmund-Groppenbruch. Vorbericht. In: B. Trier (Hrsg.), Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe, Jahrgang 8b (Mainz 1993) 31-39 (ISBN: 3-8053-1523-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ruppel 1991:		Th. Ruppel, Zur Rekonstruktion der Töpferscheiben – Archäologischer Befund und zeitgenössische Abbildungen. In: Eine Töpferwerkstatt der Familie Knütgen – Neue archäologische und historische Forschungen zur Unteren Aulgasse. Kunst und Altertum am Rhein, Nummer 133 (Köln 1991) 73-83 (ISBN: 978-3-7927-1223-8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Leterme 2007:		C. Leterme, Töpferräder und graublauer Keramikfundkomplex. Aufsehenerregender Fund in Raeren. In: G. Isenberg (Hrsg.) / M. Harzenetter (Hrsg.), Keramik auf Sonderwegen. 37. Internationales Hafnerei-Symposium, Herne 19.-25. September 2004. Denkmalpflege und Forschung in Westfalen, Band 44 (Mainz 2007) 253-264 (ISBN: 978-3-8053-3822-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildliche Quellen==&lt;br /&gt;
siehe [[Bildquellen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
WIP:&lt;br /&gt;
wo einzuordnen? bei Diderot evtl. noch weitere Darstellungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Handtöpferscheiben====&lt;br /&gt;
*Remigius Autissodorensis, Biblia Sacti Petri Rodensis Laten 6 (3) (El Port de la Selva) 1050 - 1075&lt;br /&gt;
[[Datei:Bischofskapelle_-_dom_gurk_-_c.cossa_-_Kopie.jpg |thumb|300px|center| Gurk, Fresko in der Bischofskapelle des Doms mit Darstellung eines Töpfers mit handgetriebener Töpferscheibe, um 1264 (Foto [Ausschnitt]: C. Cossa [CC BY-SA 3.0 AT] via WikimediaCommons: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bischofskapelle_-_dom_gurk_-_c.cossa.jpg?uselang=de)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Spindelscheibe====&lt;br /&gt;
*Li tre libri dell'arte del vasaio					1557&lt;br /&gt;
*Vannoccio Biringuccio, De la pirotechnia (Venetia)		        1559 &lt;br /&gt;
**https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb10208729?page=604%2C605 mit zwei Typen von Töpferscheiben, einmal fuß- und einmal handgetrieben&lt;br /&gt;
[[Datei:Biringuccio De la pirotechnia 559 S303 .jpg|thumb|center|300px|Vannoccio Biringuccio, De la pirotechnia (Venetia 1559) S. 303 via MDZ https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb10208729?page=604%2C605]]&lt;br /&gt;
*Noël Antonine Pluche, Le Spectacle De La Nature, Ou Entretiens Sur Les Particularités De L'Histoire Naturelle, Qui ont paru les plus propres à rendre les Jeunes-Gens curieux, &amp;amp; à leur former l'esprit ; T. 3, Pt. 2                         1742&lt;br /&gt;
*Denis Diderot &amp;amp; Jean Le Rond d'Alembert, Recueil de plaches (Paris) (ganzes Kapitel: https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k50562x/f209.item.r=Recueil%20de%20planches)   1762 - 1777&lt;br /&gt;
**[[Datei:ABB4-4.jpg|thumb|300px|center|Konstruktionszeichnung einer Spindelscheibe aus &amp;quot;Recueil de planches, sur les sciences, les arts libéraux et les arts mechaniques&amp;quot; (D. Diderot/ J. d'Alembert, 1762 - 1777)]]&lt;br /&gt;
*Neuer Orbis Pictus für die Jugend					1832&lt;br /&gt;
*Dictionnaire de chimie industrielle - tome 3				1864&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Sprossenscheibe====&lt;br /&gt;
*Hofämterspiel								1455&lt;br /&gt;
*Bakthasar Behem, Balthasar Behem Codex	(Krakau)			1505&lt;br /&gt;
[[Datei:708px-Ravensburg Zunftscheibe Schmiede 1505 Detail 05.jpg|thumb|center|300px|Meistertafel der Schmiedezunft, [[Ravensburg]], 1505–1563(?), Museum Humpis-Quartier, Ravensburg (Foto: Andreas Praefckem PD, via [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ravensburg_Zunftscheibe_Schmiede_1505_Detail_05.jpg WikimediaCommons])]]&lt;br /&gt;
*Concordantiae caritatis						1530&lt;br /&gt;
*De re metallica libri XII						1656&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Blockscheibe====&lt;br /&gt;
*Polydorvs Vergilivs Vrbinas, Von den Ergindern der ding (Augsburg) 1537&lt;br /&gt;
**[[Datei:Polydorus Vergilius 1537.png|thumb|center|300px|Polydorvs Vergilivs Vrbinas. Uon den erfyndern der dyngen. W (Augsburg 1537). - Hafnerwerkstatt mit fußgetriebener Töpferscheibe - Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel  [https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/ CC BY SA] - http://diglib.hab.de/drucke/q-49-2f-helmst/start.htm?image=00171]]&lt;br /&gt;
*Jost Amman, Ständebuch	(Frankfurt am Main)			        1568&lt;br /&gt;
*, Hausbücher der Nürnberger Zwölfbrüderstiftungen - Mendel II (Nürnberg) 1605&lt;br /&gt;
*Michael Maier, Atalanta Fugiens - Emblema XV. Opus figuli (Oppenheim)	1617&lt;br /&gt;
*Königskette								1700&lt;br /&gt;
*Schüssel (Albert Murs)							1716&lt;br /&gt;
*Schützenplakette							1820&lt;br /&gt;
*Schützenplakette							1834&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Töpferrad====&lt;br /&gt;
*Bible Moralisée Codex Vindobonensis 2554				1200 – 1250&lt;br /&gt;
*Biblia sacra moralisata						1201 – 1300&lt;br /&gt;
*Bible moralisée de Naples						1350&lt;br /&gt;
*Chants royaux sur la Conception					1528&lt;br /&gt;
*Het Menselyk Bedryf							1699&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Timeline====&lt;br /&gt;
[[Datei:Test.png|2|thumb|800px|right|Timeline bildlicher Quellen (Veröffentlichungsjahr) und archäologischer Funde (~Datierung) zwischen 1000n.Chr. und 2000n.Chr.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Rieth 1960:		A. Rieth, 5000 Jahre Töpferscheibe (Konstanz 1960).&lt;br /&gt;
*Czysz 1990:		W. Czysz, Geschichte und Konstruktion alter Töpferscheiben. In: M. Fansa (Hrsg.), Experimentelle Archäologie in Deutschland. Archäologische Mitteilungen aus Nordwestdeutschland, Beiheft 4 (Oldenburg 1990) 308-314.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ruppel 1991:		Th. Ruppel, Zur Rekonstruktion der Töpferscheiben – Archäologischer Befund und zeitgenössische Abbildungen. In: Eine Töpferwerkstatt der Familie Knütgen – Neue archäologische und historische Forschungen zur Unteren Aulgasse. Kunst und Altertum am Rhein, Nummer 133 (Köln 1991) 73-83 (ISBN: 978-3-7927-1223-8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bergmann 1993:         R. Bergmann, Mittelalterliche und neuzeitliche Töpferei in Dortmund-Groppenbruch. Vorbericht. In: B. Trier (Hrsg.), Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe, Jahrgang 8b (Mainz 1993) 31-39 (ISBN: 3-8053-1523-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kerkhoff-Hader 1996:	B. Kerkhoff-Hader, Rheinische Töpferscheiben im Überregionalen Vergleich. In: H. Lüdtke (Hrsg.) / R. Vossen (Hrsg.), Töpfereiforschung zwischen Mittelmeer und Skandinavien, Beiträge des Internationalen Kolloquiums 1990 in Hamburg. Töpferei- und Keramikforschung, Band 3 (Bonn 1996) 225-257.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kerkhoff-Hader 1997: 	B. Kerkhoff-Hader, Töpferscheiben und -räder in rheinischen Werkstätten des 17.-20. Jahrhunderts. In: R.-E. Mohrmann/V. Rodekamp/D. Sauermann (Hrsg.),Volkskunde im Spannungsfeld zwischen Universität und Museum (Münster 1997) 181–214.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Schreg 2007: 		R. Schreg, Keramik aus Südwestdeutschland. Eine Hilfe zur Beschreibung, Bestimmung und Datierung archäologischer Funde vom Neolithikum bis zur Neuzeit. Lehr- und Arbeitsmaterialien zur Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit (Tübingen 2007³) (ISBN: 978-3-9806533-0-5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Leterme 2007:		C. Leterme, Töpferräder und graublauer Keramikfundkomplex. Aufsehenerregender Fund in Raeren. In: G. Isenberg (Hrsg.) / M. Harzenetter (Hrsg.), Keramik auf Sonderwegen. 37. Internationales Hafnerei-Symposium, Herne 19.-25. September 2004. Denkmalpflege und Forschung in Westfalen, Band 44 (Mainz 2007) 253-264 (ISBN: 978-3-8053-3822-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Roux / de Miroschedji 2009: V. Roux / P. de Miroschedji, Revisiting the History of the Potter's Wheel in the Southern Levant. Levant 41/2, 2009, 155-172 (DOI: https://doi.org/10.1179/007589109X12484491671095).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Berg 2011:		I . Berg, What’s in a forming technique? An investigation into wheel- throwing in Bronze Age Crete. Old Potter’s Almanack 16/2, 2011, 9-12 (DOI: https://doi.org/10.11588/opa.2011.2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Hegewisch 2011:	M. Hegewisch, Zur Drehscheinbenkeramik im Westen der Germania Magna. Anfänge, Weiterentwicklung und Verbreitung. In: J. Bemmann (Hrsg.) / U. Brosseder (Hrsg.) / H.-E. Joachim 			(Hrsg.), Drehscheibentöpferei im Barbaricum, Technologietransfer und Professionalisierung eines Handwerks am Rande des Römischen Imperiums. Bonner Beiträge zur Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie, Band 13 (Bonn 2011) 119-174.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ulbert 2011:		C. Ulbert, Römische und Mittelalterliche Drehscheibenbefunde aus dem Rheinland. In: J. Bemmann (Hrsg.) / U. Brosseder (Hrsg.) / H.-E. Joachim (Hrsg.), Drehscheibentöpferei im Barbaricum, 				Technologietransfer und Professionalisierung eines Handwerks am Rande des Römischen Imperiums. Bonner Beiträge zur Ur- und Frühgeschichtlichen Archäologie, Band 13 (Bonn 2011) 83-90.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mennicken 2013:	R. Mennicken, Raerener Steinzeug - Europäisches Kulturerbe (Raeren 2013) (ISBN: 978-3867120852).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Rogier 2015:		M. Rogier, Mittelalterliche nachgedrehte Keramik – Überlegungen zu Definition, Bestimmung und Interpretation am Beispiel Baden-Württemberg (Tübingen 2015) (ISBN: 978-3-9806533-3-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Thér 2017:		R. Thér, Potter‘s Wheel in Central  Europe: Process or Product Innovation?. Journal of Archaeological Method and Theory 24/4 , 2017, 1256-1299.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Berg 2020:		Encyclopedia of Global Archaeology (2020) s. v. The Potter‘s Wheel (I. Berg) (DOI: https://doi.org/10.1007/978-3-030-30018-0_3443).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Minos 2021:		Ch. Minos, A Return to the Wheel: Rethinking Experimental Methologies for the Study of the Potter’s Wheel. Interdisciplinaria Archaeologica, Natural Siences in Archeology 12/2, 2021, 127-142 (DOI: 10.24916/iansa.2021.2.2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Neth / Hasaki 2021:    B. Neth / E. Hasaki, The Ancient Greek Potter's Wheel: Experimental Archaeology and Web Applications for Velocity Analysis. Interdisciplinaria Archaeologica, Natural Siences in Archeology 12/2, 2021, 115-125 (DOI: 10.24916/iansa.2021.2.1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Literaturangaben===&lt;br /&gt;
[[Benutzer:BHeinrich#Rotationsgeschwindigkeit|1]]  |  im Folgenden: rpm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:BHeinrich#Geschwindigkeit während des Herstellungsprozesses|2]]  |  experimentalarchäologische Forschung mit Repliken antiker griechischer Töpferscheiben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:BHeinrich#Langsamdrehende Töpferscheiben|3]]  |  oder synonym oft &amp;quot;Tournetten&amp;quot; (engl. turntables). ''Tournetten sind langsam-drehende häufig handbetriebene Töpferscheiben, denen die Fähigkeit fehlt ihre Geschwindigkeit zu erhalten. In einigen Publikationen wird eine Rotationsgeschwindigkeit angegeben, die von Tournetten nicht erreicht werden darf (bspw. 80 rpm (Ch. Fiaccavento, 2013)). Vereinzelt wird die Bezeichnung &amp;quot;Tournette&amp;quot; auch für Drehvorrichtungen ohne Achse (Drehbare Unterlagen) verwendet.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Extension - Test]] &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Vorlagen - Test]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BHeinrich</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Benutzer:BHeinrich&amp;diff=9424</id>
		<title>Benutzer:BHeinrich</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Benutzer:BHeinrich&amp;diff=9424"/>
		<updated>2025-05-20T16:11:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BHeinrich: /* Timeline */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;https://colab.research.google.com/github/Heinrich-B/T-pferscheibe/blob/main/RToepferscheibe.ipynb&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Töpferscheibe ist eine Konstruktion, die es erlaubt, Rotationsenergie zu nutzen, um aus rohem Ton Gefäße zu formen, sie ist mit einer Achse gelagert und wird mit verschiedenen Methoden angetrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich unterschiedet man zwischen einfachen- und doppelten Töpferscheiben. Einfache Töpferscheiben besitzen eine einzige, meist schwere Scheibe, die der Gefäßformung und dem Antrieb dient. Doppelte Töpferscheiben weisen zwei, miteinander verbundene Scheiben auf. Das Gefäß wird auf einer oberen Scheibe geformt, während an der unteren, meist schwereren Scheibe angetrieben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem muss die Töpferscheibe von den sogenannten „drehbaren Unterlagen“ (auch Drehteller), die bei der Herstellung von nachgedrehter Keramik zum Einsatz kommen, abgegrenzt werden. Drehbare Unterlagen sind nicht dazu in der Lage Rotationsenergie nutzbar zu machen, können aber trotzdem mit einer Achse gelagert sein. Die Unterteilung in Töpferscheiben, Tournetten und drehbare Unterlagen wird unter der Annahme vorgenommen, dass man einzig auf der Töpferscheibe ausreichend Rotationsenergie generiert, um Gefäße frei zu drehen (Berg 2020, 2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Terminologie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tournette===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rotationsgeschwindigkeit===&lt;br /&gt;
Entscheidend für den Herstellungsprozess auf Töpferscheiben ist die Rotationsgeschwindigkeit während der Formung des Gefäßes, sie bestimmt die Technik des Töpfernden. Allgemein wird zwischen schnell- und langsamdrehenden Töpferscheiben unterschieden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schnelldrehend | Schnell-laufend====&lt;br /&gt;
Schnelldrehende Töpferscheiben erlauben die Herstellung von [[Drehscheibenkeramik]]. Durch ihre große Rotationsgeschwindigkeit entsteht genug Rotationsenergie, um die Tonmasse frei zu verformen, anstatt sie wie bei anderen Techniken Stück für Stück zu einem Gefäß zusammenzusetzen (Wulst-Dreh-Technik). Um eine ausreichend große Rotationsgeschwindigkeit so lange wie möglich beibehalten zu können, werden zwei Herangehensweisen kombiniert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1: Eine größere Masse ermöglicht es, die Rotationsenergie länger zu erhalten(Trägheitsmoment). Mit dem stabbetrieben [[Benutzer:BHeinrich#Typologie|Töpferrad]] kann so, einmal angetrieben ein ganzes Gefäß gefertigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2: Viele doppelte Töpferscheibe erlauben durch ihre Bauweise parallel zur Herstellung angetrieben zu werden, deswegen kann auch auf leichten fußbetrieben Scheiben eine große Geschwindigkeit erreicht werden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Angaben zur erforderlichen Rotationsgeschwindigkeit für das freie Drehen variieren zwischen 40 Umdrehungen pro Minute&amp;lt;sup&amp;gt;[[Benutzer:BHeinrich#Literaturangaben|1]]&amp;lt;/sup&amp;gt; (Berg 2011) und 150 rpm (Roux / de Miroschedji 2009).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rotationsgeschwindigkeit unterscheidet sich zudem während der einzelnen Herstellungsstadien (Zentrieren, Aufbrechen, Hochziehen) und hängt (unter Anderem) auch von der Größe und Form des Gefäßes ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Langsamdrehend | Langsam-laufend====&lt;br /&gt;
Langsam-drehende Töpferscheiben&amp;lt;sup&amp;gt;[[Benutzer:BHeinrich#Literaturangaben|3]]&amp;lt;/sup&amp;gt; werden zur Herstellung von [[Nachgedrehte Keramik | Nachgedrehter Keramik]] verwendet und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschwindigkeit während der Herstellung====&lt;br /&gt;
Es muss angemerkt werden, dass die Rotationsgeschwindigkeit während der Gefäßformung nicht nur von den technischen Merkmalen der Töpferscheibe abhängt, sondern auch von der Technik und Erfahrung des individuellen Töpfers. Außerdem ist die Rotationsgeschwindigkeit während der Fertigung eines Gefäßes nicht konstant, sondern variiert während der einzelnen „Herstellungsstadien“.&lt;br /&gt;
Die Rotationsgeschwindigkeit bleibt während des Aufbrechens und Hochziehens relativ konstant, wird aber anschließend während der Durchführung der finalen Arbeitsschritte, nach den Bedürfnissen des Töpfernden verringert (Neth / Hasaki, 2021)&amp;lt;sup&amp;gt;[[Benutzer:BHeinrich#Literaturangaben|2]]&amp;lt;/sup&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Geschichte der Töpferscheibe==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Erfindung der Töpferscheibe===&lt;br /&gt;
Weithin geht man davon aus, dass die Töpferscheibe im 4. Jahrtausend v.Chr. im Nahen Osten erstmalig entwickelt wurde. Ihre Erfindung hat die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''m.W. der älteste Nachweis - schell laufend?:&lt;br /&gt;
V. Roux, A Dynamic Systems Framework for Studying Technological Change: Application to the Emergence of the Potter’s Wheel in the Southern Levant. Journal of archaeological method and theory 10/1, 2003, 1–30.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Verbreitung der Töpferscheibe===&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab circa 2550 v.Chr. beginnt sich die Nutzung der Töpferscheibe in Anatolien zu verbreiten. Ein wichtiger Faktor für diesen Prozess waren die Handelsbeziehungen zwischen den Regionen Nordwestanatoliens und dem südöstlich liegenden Gebiet Kilikien. Für diesen Transfer werden zwei Routen in Betracht gezogen: eine Handelsroute diagonal durch das anatolische Inland („Great Caravan Route “ (T. Efe, 2007)) und eine maritime Handelsverbindung entlang der Süd- und Westküste Anatoliens. &lt;br /&gt;
Durch die Interaktion mit den, die Töpferscheibe nutzenden Gruppen Westanatoliens und der Ost-Ägäis erreichte die Kenntnis des Werkzeugs in der zweiten Hälfte des 3. Jahrtausends v.Chr. auch das griechische Festland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Kreta wird die Verwendung langsamer Drehvorrichtungen (Tournetten / drehbare Unterlagen) für das frühe 3. Jahrtausend v.Chr. angenommen (P. M. Day / D. Wilson, 1997). Ab dem frühen 2. vorchristlichen Jahrtausend,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Typologie==&lt;br /&gt;
====Spindelscheibe====&lt;br /&gt;
====Sprossenscheibe====&lt;br /&gt;
====Blockscheibe====&lt;br /&gt;
====Töpferrad====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Archäologische Funde==&lt;br /&gt;
===Mittelalter===&lt;br /&gt;
===Neuzeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bergmann 1993:         R. Bergmann, Mittelalterliche und neuzeitliche Töpferei in Dortmund-Groppenbruch. Vorbericht. In: B. Trier (Hrsg.), Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe, Jahrgang 8b (Mainz 1993) 31-39 (ISBN: 3-8053-1523-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ruppel 1991:		Th. Ruppel, Zur Rekonstruktion der Töpferscheiben – Archäologischer Befund und zeitgenössische Abbildungen. In: Eine Töpferwerkstatt der Familie Knütgen – Neue archäologische und historische Forschungen zur Unteren Aulgasse. Kunst und Altertum am Rhein, Nummer 133 (Köln 1991) 73-83 (ISBN: 978-3-7927-1223-8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Leterme 2007:		C. Leterme, Töpferräder und graublauer Keramikfundkomplex. Aufsehenerregender Fund in Raeren. In: G. Isenberg (Hrsg.) / M. Harzenetter (Hrsg.), Keramik auf Sonderwegen. 37. Internationales Hafnerei-Symposium, Herne 19.-25. September 2004. Denkmalpflege und Forschung in Westfalen, Band 44 (Mainz 2007) 253-264 (ISBN: 978-3-8053-3822-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildliche Quellen==&lt;br /&gt;
siehe [[Bildquellen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
WIP:&lt;br /&gt;
wo einzuordnen? bei Diderot evtl. noch weitere Darstellungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Handtöpferscheiben====&lt;br /&gt;
*Remigius Autissodorensis, Biblia Sacti Petri Rodensis Laten 6 (3) (El Port de la Selva) 1050 - 1075&lt;br /&gt;
[[Datei:Bischofskapelle_-_dom_gurk_-_c.cossa_-_Kopie.jpg |thumb|300px|center| Gurk, Fresko in der Bischofskapelle des Doms mit Darstellung eines Töpfers mit handgetriebener Töpferscheibe, um 1264 (Foto [Ausschnitt]: C. Cossa [CC BY-SA 3.0 AT] via WikimediaCommons: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bischofskapelle_-_dom_gurk_-_c.cossa.jpg?uselang=de)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Spindelscheibe====&lt;br /&gt;
*Li tre libri dell'arte del vasaio					1557&lt;br /&gt;
*Vannoccio Biringuccio, De la pirotechnia (Venetia)		        1559 &lt;br /&gt;
**https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb10208729?page=604%2C605 mit zwei Typen von Töpferscheiben, einmal fuß- und einmal handgetrieben&lt;br /&gt;
[[Datei:Biringuccio De la pirotechnia 559 S303 .jpg|thumb|center|300px|Vannoccio Biringuccio, De la pirotechnia (Venetia 1559) S. 303 via MDZ https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb10208729?page=604%2C605]]&lt;br /&gt;
*Noël Antonine Pluche, Le Spectacle De La Nature, Ou Entretiens Sur Les Particularités De L'Histoire Naturelle, Qui ont paru les plus propres à rendre les Jeunes-Gens curieux, &amp;amp; à leur former l'esprit ; T. 3, Pt. 2                         1742&lt;br /&gt;
*Denis Diderot &amp;amp; Jean Le Rond d'Alembert, Recueil de plaches (Paris) (ganzes Kapitel: https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k50562x/f209.item.r=Recueil%20de%20planches)   1762 - 1777&lt;br /&gt;
**[[Datei:ABB4-4.jpg|thumb|300px|center|Konstruktionszeichnung einer Spindelscheibe aus &amp;quot;Recueil de planches, sur les sciences, les arts libéraux et les arts mechaniques&amp;quot; (D. Diderot/ J. d'Alembert, 1762 - 1777)]]&lt;br /&gt;
*Neuer Orbis Pictus für die Jugend					1832&lt;br /&gt;
*Dictionnaire de chimie industrielle - tome 3				1864&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Sprossenscheibe====&lt;br /&gt;
*Hofämterspiel								1455&lt;br /&gt;
*Bakthasar Behem, Balthasar Behem Codex	(Krakau)			1505&lt;br /&gt;
[[Datei:708px-Ravensburg Zunftscheibe Schmiede 1505 Detail 05.jpg|thumb|center|300px|Meistertafel der Schmiedezunft, [[Ravensburg]], 1505–1563(?), Museum Humpis-Quartier, Ravensburg (Foto: Andreas Praefckem PD, via [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ravensburg_Zunftscheibe_Schmiede_1505_Detail_05.jpg WikimediaCommons])]]&lt;br /&gt;
*Concordantiae caritatis						1530&lt;br /&gt;
*De re metallica libri XII						1656&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Blockscheibe====&lt;br /&gt;
*Polydorvs Vergilivs Vrbinas, Von den Ergindern der ding (Augsburg) 1537&lt;br /&gt;
**[[Datei:Polydorus Vergilius 1537.png|thumb|center|300px|Polydorvs Vergilivs Vrbinas. Uon den erfyndern der dyngen. W (Augsburg 1537). - Hafnerwerkstatt mit fußgetriebener Töpferscheibe - Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel  [https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/ CC BY SA] - http://diglib.hab.de/drucke/q-49-2f-helmst/start.htm?image=00171]]&lt;br /&gt;
*Jost Amman, Ständebuch	(Frankfurt am Main)			        1568&lt;br /&gt;
*, Hausbücher der Nürnberger Zwölfbrüderstiftungen - Mendel II (Nürnberg) 1605&lt;br /&gt;
*Michael Maier, Atalanta Fugiens - Emblema XV. Opus figuli (Oppenheim)	1617&lt;br /&gt;
*Königskette								1700&lt;br /&gt;
*Schüssel (Albert Murs)							1716&lt;br /&gt;
*Schützenplakette							1820&lt;br /&gt;
*Schützenplakette							1834&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Töpferrad====&lt;br /&gt;
*Bible Moralisée Codex Vindobonensis 2554				1200 – 1250&lt;br /&gt;
*Biblia sacra moralisata						1201 – 1300&lt;br /&gt;
*Bible moralisée de Naples						1350&lt;br /&gt;
*Chants royaux sur la Conception					1528&lt;br /&gt;
*Het Menselyk Bedryf							1699&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Timeline====&lt;br /&gt;
[[Datei:Test.png|2|thumb|800px|center|Timeline bildlicher Quellen (Veröffentlichungsjahr) und archäologischer Funde (~Datierung) zwischen 1000n.Chr. und 2000n.Chr.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Rieth 1960:		A. Rieth, 5000 Jahre Töpferscheibe (Konstanz 1960).&lt;br /&gt;
*Czysz 1990:		W. Czysz, Geschichte und Konstruktion alter Töpferscheiben. In: M. Fansa (Hrsg.), Experimentelle Archäologie in Deutschland. Archäologische Mitteilungen aus Nordwestdeutschland, Beiheft 4 (Oldenburg 1990) 308-314.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ruppel 1991:		Th. Ruppel, Zur Rekonstruktion der Töpferscheiben – Archäologischer Befund und zeitgenössische Abbildungen. In: Eine Töpferwerkstatt der Familie Knütgen – Neue archäologische und historische Forschungen zur Unteren Aulgasse. Kunst und Altertum am Rhein, Nummer 133 (Köln 1991) 73-83 (ISBN: 978-3-7927-1223-8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bergmann 1993:         R. Bergmann, Mittelalterliche und neuzeitliche Töpferei in Dortmund-Groppenbruch. Vorbericht. In: B. Trier (Hrsg.), Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe, Jahrgang 8b (Mainz 1993) 31-39 (ISBN: 3-8053-1523-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kerkhoff-Hader 1996:	B. Kerkhoff-Hader, Rheinische Töpferscheiben im Überregionalen Vergleich. In: H. Lüdtke (Hrsg.) / R. Vossen (Hrsg.), Töpfereiforschung zwischen Mittelmeer und Skandinavien, Beiträge des Internationalen Kolloquiums 1990 in Hamburg. Töpferei- und Keramikforschung, Band 3 (Bonn 1996) 225-257.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kerkhoff-Hader 1997: 	B. Kerkhoff-Hader, Töpferscheiben und -räder in rheinischen Werkstätten des 17.-20. Jahrhunderts. In: R.-E. Mohrmann/V. Rodekamp/D. Sauermann (Hrsg.),Volkskunde im Spannungsfeld zwischen Universität und Museum (Münster 1997) 181–214.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Schreg 2007: 		R. Schreg, Keramik aus Südwestdeutschland. Eine Hilfe zur Beschreibung, Bestimmung und Datierung archäologischer Funde vom Neolithikum bis zur Neuzeit. Lehr- und Arbeitsmaterialien zur Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit (Tübingen 2007³) (ISBN: 978-3-9806533-0-5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Leterme 2007:		C. Leterme, Töpferräder und graublauer Keramikfundkomplex. Aufsehenerregender Fund in Raeren. In: G. Isenberg (Hrsg.) / M. Harzenetter (Hrsg.), Keramik auf Sonderwegen. 37. Internationales Hafnerei-Symposium, Herne 19.-25. September 2004. Denkmalpflege und Forschung in Westfalen, Band 44 (Mainz 2007) 253-264 (ISBN: 978-3-8053-3822-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Roux / de Miroschedji 2009: V. Roux / P. de Miroschedji, Revisiting the History of the Potter's Wheel in the Southern Levant. Levant 41/2, 2009, 155-172 (DOI: https://doi.org/10.1179/007589109X12484491671095).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Berg 2011:		I . Berg, What’s in a forming technique? An investigation into wheel- throwing in Bronze Age Crete. Old Potter’s Almanack 16/2, 2011, 9-12 (DOI: https://doi.org/10.11588/opa.2011.2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Hegewisch 2011:	M. Hegewisch, Zur Drehscheinbenkeramik im Westen der Germania Magna. Anfänge, Weiterentwicklung und Verbreitung. In: J. Bemmann (Hrsg.) / U. Brosseder (Hrsg.) / H.-E. Joachim 			(Hrsg.), Drehscheibentöpferei im Barbaricum, Technologietransfer und Professionalisierung eines Handwerks am Rande des Römischen Imperiums. Bonner Beiträge zur Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie, Band 13 (Bonn 2011) 119-174.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ulbert 2011:		C. Ulbert, Römische und Mittelalterliche Drehscheibenbefunde aus dem Rheinland. In: J. Bemmann (Hrsg.) / U. Brosseder (Hrsg.) / H.-E. Joachim (Hrsg.), Drehscheibentöpferei im Barbaricum, 				Technologietransfer und Professionalisierung eines Handwerks am Rande des Römischen Imperiums. Bonner Beiträge zur Ur- und Frühgeschichtlichen Archäologie, Band 13 (Bonn 2011) 83-90.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mennicken 2013:	R. Mennicken, Raerener Steinzeug - Europäisches Kulturerbe (Raeren 2013) (ISBN: 978-3867120852).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Rogier 2015:		M. Rogier, Mittelalterliche nachgedrehte Keramik – Überlegungen zu Definition, Bestimmung und Interpretation am Beispiel Baden-Württemberg (Tübingen 2015) (ISBN: 978-3-9806533-3-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Thér 2017:		R. Thér, Potter‘s Wheel in Central  Europe: Process or Product Innovation?. Journal of Archaeological Method and Theory 24/4 , 2017, 1256-1299.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Berg 2020:		Encyclopedia of Global Archaeology (2020) s. v. The Potter‘s Wheel (I. Berg) (DOI: https://doi.org/10.1007/978-3-030-30018-0_3443).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Minos 2021:		Ch. Minos, A Return to the Wheel: Rethinking Experimental Methologies for the Study of the Potter’s Wheel. Interdisciplinaria Archaeologica, Natural Siences in Archeology 12/2, 2021, 127-142 (DOI: 10.24916/iansa.2021.2.2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Neth / Hasaki 2021:    B. Neth / E. Hasaki, The Ancient Greek Potter's Wheel: Experimental Archaeology and Web Applications for Velocity Analysis. Interdisciplinaria Archaeologica, Natural Siences in Archeology 12/2, 2021, 115-125 (DOI: 10.24916/iansa.2021.2.1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Literaturangaben===&lt;br /&gt;
[[Benutzer:BHeinrich#Rotationsgeschwindigkeit|1]]  |  im Folgenden: rpm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:BHeinrich#Geschwindigkeit während des Herstellungsprozesses|2]]  |  experimentalarchäologische Forschung mit Repliken antiker griechischer Töpferscheiben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:BHeinrich#Langsamdrehende Töpferscheiben|3]]  |  oder synonym oft &amp;quot;Tournetten&amp;quot; (engl. turntables). ''Tournetten sind langsam-drehende häufig handbetriebene Töpferscheiben, denen die Fähigkeit fehlt ihre Geschwindigkeit zu erhalten. In einigen Publikationen wird eine Rotationsgeschwindigkeit angegeben, die von Tournetten nicht erreicht werden darf (bspw. 80 rpm (Ch. Fiaccavento, 2013)). Vereinzelt wird die Bezeichnung &amp;quot;Tournette&amp;quot; auch für Drehvorrichtungen ohne Achse (Drehbare Unterlagen) verwendet.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Extension - Test]] &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Vorlagen - Test]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BHeinrich</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;BHeinrich: /* Template */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Vorlage ==&lt;br /&gt;
=== Template ===&lt;br /&gt;
{{Test}}&lt;br /&gt;
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		<author><name>BHeinrich</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;BHeinrich: Die Seite wurde neu angelegt: „=== Ich bin eine Template ===“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Ich bin eine Template ===&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BHeinrich</name></author>
	</entry>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;BHeinrich: /* Vorlage */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Vorlage ==&lt;br /&gt;
=== Template ===&lt;br /&gt;
{{Test}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BHeinrich</name></author>
	</entry>
	<entry>
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		<title>Vorlage:Template name</title>
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		<updated>2025-03-06T11:51:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BHeinrich: /* TEST TEST TEST */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Vorlage ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BHeinrich</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Vorlage:Template_name&amp;diff=8974</id>
		<title>Vorlage:Template name</title>
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		<updated>2025-03-06T11:49:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BHeinrich: Die Seite wurde neu angelegt: „=== TEST TEST TEST ===“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== TEST TEST TEST ===&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BHeinrich</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Vorlagen_-_Test&amp;diff=8973</id>
		<title>Vorlagen - Test</title>
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		<updated>2025-03-06T11:48:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BHeinrich: Die Seite wurde neu angelegt: „{{template name}}“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{template name}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BHeinrich</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Benutzer:BHeinrich&amp;diff=8972</id>
		<title>Benutzer:BHeinrich</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Benutzer:BHeinrich&amp;diff=8972"/>
		<updated>2025-03-06T11:47:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BHeinrich: /* Literaturangaben */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;https://colab.research.google.com/github/Heinrich-B/T-pferscheibe/blob/main/RToepferscheibe.ipynb&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Töpferscheibe ist eine Konstruktion, die es erlaubt, Rotationsenergie zu nutzen, um aus rohem Ton Gefäße zu formen, sie ist mit einer Achse gelagert und wird mit verschiedenen Methoden angetrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich unterschiedet man zwischen einfachen- und doppelten Töpferscheiben. Einfache Töpferscheiben besitzen eine einzige, meist schwere Scheibe, die der Gefäßformung und dem Antrieb dient. Doppelte Töpferscheiben weisen zwei, miteinander verbundene Scheiben auf. Das Gefäß wird auf einer oberen Scheibe geformt, während an der unteren, meist schwereren Scheibe angetrieben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem muss die Töpferscheibe von den sogenannten „drehbaren Unterlagen“ (auch Drehteller), die bei der Herstellung von nachgedrehter Keramik zum Einsatz kommen, abgegrenzt werden. Drehbare Unterlagen sind nicht dazu in der Lage Rotationsenergie nutzbar zu machen, können aber trotzdem mit einer Achse gelagert sein. Die Unterteilung in Töpferscheiben, Tournetten und drehbare Unterlagen wird unter der Annahme vorgenommen, dass man einzig auf der Töpferscheibe ausreichend Rotationsenergie generiert, um Gefäße frei zu drehen (Berg 2020, 2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Terminologie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tournette===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rotationsgeschwindigkeit===&lt;br /&gt;
Entscheidend für den Herstellungsprozess auf Töpferscheiben ist die Rotationsgeschwindigkeit während der Formung des Gefäßes, sie bestimmt die Technik des Töpfernden. Allgemein wird zwischen schnell- und langsamdrehenden Töpferscheiben unterschieden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schnelldrehend | Schnell-laufend====&lt;br /&gt;
Schnelldrehende Töpferscheiben erlauben die Herstellung von [[Drehscheibenkeramik]]. Durch ihre große Rotationsgeschwindigkeit entsteht genug Rotationsenergie, um die Tonmasse frei zu verformen, anstatt sie wie bei anderen Techniken Stück für Stück zu einem Gefäß zusammenzusetzen (Wulst-Dreh-Technik). Um eine ausreichend große Rotationsgeschwindigkeit so lange wie möglich beibehalten zu können, werden zwei Herangehensweisen kombiniert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1: Eine größere Masse ermöglicht es, die Rotationsenergie länger zu erhalten(Trägheitsmoment). Mit dem stabbetrieben [[Benutzer:BHeinrich#Typologie|Töpferrad]] kann so, einmal angetrieben ein ganzes Gefäß gefertigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2: Viele doppelte Töpferscheibe erlauben durch ihre Bauweise parallel zur Herstellung angetrieben zu werden, deswegen kann auch auf leichten fußbetrieben Scheiben eine große Geschwindigkeit erreicht werden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Angaben zur erforderlichen Rotationsgeschwindigkeit für das freie Drehen variieren zwischen 40 Umdrehungen pro Minute&amp;lt;sup&amp;gt;[[Benutzer:BHeinrich#Literaturangaben|1]]&amp;lt;/sup&amp;gt; (Berg 2011) und 150 rpm (Roux / de Miroschedji 2009).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rotationsgeschwindigkeit unterscheidet sich zudem während der einzelnen Herstellungsstadien (Zentrieren, Aufbrechen, Hochziehen) und hängt (unter Anderem) auch von der Größe und Form des Gefäßes ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Langsamdrehend | Langsam-laufend====&lt;br /&gt;
Langsam-drehende Töpferscheiben&amp;lt;sup&amp;gt;[[Benutzer:BHeinrich#Literaturangaben|3]]&amp;lt;/sup&amp;gt; werden zur Herstellung von [[Nachgedrehte Keramik | Nachgedrehter Keramik]] verwendet und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschwindigkeit während der Herstellung====&lt;br /&gt;
Es muss angemerkt werden, dass die Rotationsgeschwindigkeit während der Gefäßformung nicht nur von den technischen Merkmalen der Töpferscheibe abhängt, sondern auch von der Technik und Erfahrung des individuellen Töpfers. Außerdem ist die Rotationsgeschwindigkeit während der Fertigung eines Gefäßes nicht konstant, sondern variiert während der einzelnen „Herstellungsstadien“.&lt;br /&gt;
Die Rotationsgeschwindigkeit bleibt während des Aufbrechens und Hochziehens relativ konstant, wird aber anschließend während der Durchführung der finalen Arbeitsschritte, nach den Bedürfnissen des Töpfernden verringert (Neth / Hasaki, 2021)&amp;lt;sup&amp;gt;[[Benutzer:BHeinrich#Literaturangaben|2]]&amp;lt;/sup&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Geschichte der Töpferscheibe==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Erfindung der Töpferscheibe===&lt;br /&gt;
Weithin geht man davon aus, dass die Töpferscheibe im 4. Jahrtausend v.Chr. im Nahen Osten erstmalig entwickelt wurde. Ihre Erfindung hat die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''m.W. der älteste Nachweis - schell laufend?:&lt;br /&gt;
V. Roux, A Dynamic Systems Framework for Studying Technological Change: Application to the Emergence of the Potter’s Wheel in the Southern Levant. Journal of archaeological method and theory 10/1, 2003, 1–30.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Verbreitung der Töpferscheibe===&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab circa 2550 v.Chr. beginnt sich die Nutzung der Töpferscheibe in Anatolien zu verbreiten. Ein wichtiger Faktor für diesen Prozess waren die Handelsbeziehungen zwischen den Regionen Nordwestanatoliens und dem südöstlich liegenden Gebiet Kilikien. Für diesen Transfer werden zwei Routen in Betracht gezogen: eine Handelsroute diagonal durch das anatolische Inland („Great Caravan Route “ (T. Efe, 2007)) und eine maritime Handelsverbindung entlang der Süd- und Westküste Anatoliens. &lt;br /&gt;
Durch die Interaktion mit den, die Töpferscheibe nutzenden Gruppen Westanatoliens und der Ost-Ägäis erreichte die Kenntnis des Werkzeugs in der zweiten Hälfte des 3. Jahrtausends v.Chr. auch das griechische Festland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Kreta wird die Verwendung langsamer Drehvorrichtungen (Tournetten / drehbare Unterlagen) für das frühe 3. Jahrtausend v.Chr. angenommen (P. M. Day / D. Wilson, 1997). Ab dem frühen 2. vorchristlichen Jahrtausend,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Typologie==&lt;br /&gt;
====Spindelscheibe====&lt;br /&gt;
====Sprossenscheibe====&lt;br /&gt;
====Blockscheibe====&lt;br /&gt;
====Töpferrad====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Archäologische Funde==&lt;br /&gt;
===Mittelalter===&lt;br /&gt;
===Neuzeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bergmann 1993:         R. Bergmann, Mittelalterliche und neuzeitliche Töpferei in Dortmund-Groppenbruch. Vorbericht. In: B. Trier (Hrsg.), Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe, Jahrgang 8b (Mainz 1993) 31-39 (ISBN: 3-8053-1523-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ruppel 1991:		Th. Ruppel, Zur Rekonstruktion der Töpferscheiben – Archäologischer Befund und zeitgenössische Abbildungen. In: Eine Töpferwerkstatt der Familie Knütgen – Neue archäologische und historische Forschungen zur Unteren Aulgasse. Kunst und Altertum am Rhein, Nummer 133 (Köln 1991) 73-83 (ISBN: 978-3-7927-1223-8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Leterme 2007:		C. Leterme, Töpferräder und graublauer Keramikfundkomplex. Aufsehenerregender Fund in Raeren. In: G. Isenberg (Hrsg.) / M. Harzenetter (Hrsg.), Keramik auf Sonderwegen. 37. Internationales Hafnerei-Symposium, Herne 19.-25. September 2004. Denkmalpflege und Forschung in Westfalen, Band 44 (Mainz 2007) 253-264 (ISBN: 978-3-8053-3822-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildliche Quellen==&lt;br /&gt;
siehe [[Bildquellen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
WIP:&lt;br /&gt;
wo einzuordnen? bei Diderot evtl. noch weitere Darstellungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Handtöpferscheiben====&lt;br /&gt;
*Remigius Autissodorensis, Biblia Sacti Petri Rodensis Laten 6 (3) (El Port de la Selva) 1050 - 1075&lt;br /&gt;
[[Datei:Bischofskapelle_-_dom_gurk_-_c.cossa_-_Kopie.jpg |thumb|300px|center| Gurk, Fresko in der Bischofskapelle des Doms mit Darstellung eines Töpfers mit handgetriebener Töpferscheibe, um 1264 (Foto [Ausschnitt]: C. Cossa [CC BY-SA 3.0 AT] via WikimediaCommons: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bischofskapelle_-_dom_gurk_-_c.cossa.jpg?uselang=de)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Spindelscheibe====&lt;br /&gt;
*Li tre libri dell'arte del vasaio					1557&lt;br /&gt;
*Vannoccio Biringuccio, De la pirotechnia (Venetia)		        1559 &lt;br /&gt;
**https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb10208729?page=604%2C605 mit zwei Typen von Töpferscheiben, einmal fuß- und einmal handgetrieben&lt;br /&gt;
[[Datei:Biringuccio De la pirotechnia 559 S303 .jpg|thumb|center|300px|Vannoccio Biringuccio, De la pirotechnia (Venetia 1559) S. 303 via MDZ https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb10208729?page=604%2C605]]&lt;br /&gt;
*Noël Antonine Pluche, Le Spectacle De La Nature, Ou Entretiens Sur Les Particularités De L'Histoire Naturelle, Qui ont paru les plus propres à rendre les Jeunes-Gens curieux, &amp;amp; à leur former l'esprit ; T. 3, Pt. 2                         1742&lt;br /&gt;
*Denis Diderot &amp;amp; Jean Le Rond d'Alembert, Recueil de plaches (Paris) (ganzes Kapitel: https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k50562x/f209.item.r=Recueil%20de%20planches)   1762 - 1777&lt;br /&gt;
**[[Datei:ABB4-4.jpg|thumb|300px|center|Konstruktionszeichnung einer Spindelscheibe aus &amp;quot;Recueil de planches, sur les sciences, les arts libéraux et les arts mechaniques&amp;quot; (D. Diderot/ J. d'Alembert, 1762 - 1777)]]&lt;br /&gt;
*Neuer Orbis Pictus für die Jugend					1832&lt;br /&gt;
*Dictionnaire de chimie industrielle - tome 3				1864&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Sprossenscheibe====&lt;br /&gt;
*Hofämterspiel								1455&lt;br /&gt;
*Bakthasar Behem, Balthasar Behem Codex	(Krakau)			1505&lt;br /&gt;
[[Datei:708px-Ravensburg Zunftscheibe Schmiede 1505 Detail 05.jpg|thumb|center|300px|Meistertafel der Schmiedezunft, [[Ravensburg]], 1505–1563(?), Museum Humpis-Quartier, Ravensburg (Foto: Andreas Praefckem PD, via [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ravensburg_Zunftscheibe_Schmiede_1505_Detail_05.jpg WikimediaCommons])]]&lt;br /&gt;
*Concordantiae caritatis						1530&lt;br /&gt;
*De re metallica libri XII						1656&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Blockscheibe====&lt;br /&gt;
*Polydorvs Vergilivs Vrbinas, Von den Ergindern der ding (Augsburg) 1537&lt;br /&gt;
**[[Datei:Polydorus Vergilius 1537.png|thumb|center|300px|Polydorvs Vergilivs Vrbinas. Uon den erfyndern der dyngen. W (Augsburg 1537). - Hafnerwerkstatt mit fußgetriebener Töpferscheibe - Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel  [https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/ CC BY SA] - http://diglib.hab.de/drucke/q-49-2f-helmst/start.htm?image=00171]]&lt;br /&gt;
*Jost Amman, Ständebuch	(Frankfurt am Main)			        1568&lt;br /&gt;
*, Hausbücher der Nürnberger Zwölfbrüderstiftungen - Mendel II (Nürnberg) 1605&lt;br /&gt;
*Michael Maier, Atalanta Fugiens - Emblema XV. Opus figuli (Oppenheim)	1617&lt;br /&gt;
*Königskette								1700&lt;br /&gt;
*Schüssel (Albert Murs)							1716&lt;br /&gt;
*Schützenplakette							1820&lt;br /&gt;
*Schützenplakette							1834&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Töpferrad====&lt;br /&gt;
*Bible Moralisée Codex Vindobonensis 2554				1200 – 1250&lt;br /&gt;
*Biblia sacra moralisata						1201 – 1300&lt;br /&gt;
*Bible moralisée de Naples						1350&lt;br /&gt;
*Chants royaux sur la Conception					1528&lt;br /&gt;
*Het Menselyk Bedryf							1699&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Timeline====&lt;br /&gt;
[[Datei:Test.png|2|thumb|300px|center|Timeline bildlicher Quellen (Veröffentlichungsjahr) und archäologischer Funde (~Datierung) zwischen 1000n.Chr. und 2000n.Chr.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Rieth 1960:		A. Rieth, 5000 Jahre Töpferscheibe (Konstanz 1960).&lt;br /&gt;
*Czysz 1990:		W. Czysz, Geschichte und Konstruktion alter Töpferscheiben. In: M. Fansa (Hrsg.), Experimentelle Archäologie in Deutschland. Archäologische Mitteilungen aus Nordwestdeutschland, Beiheft 4 (Oldenburg 1990) 308-314.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ruppel 1991:		Th. Ruppel, Zur Rekonstruktion der Töpferscheiben – Archäologischer Befund und zeitgenössische Abbildungen. In: Eine Töpferwerkstatt der Familie Knütgen – Neue archäologische und historische Forschungen zur Unteren Aulgasse. Kunst und Altertum am Rhein, Nummer 133 (Köln 1991) 73-83 (ISBN: 978-3-7927-1223-8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bergmann 1993:         R. Bergmann, Mittelalterliche und neuzeitliche Töpferei in Dortmund-Groppenbruch. Vorbericht. In: B. Trier (Hrsg.), Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe, Jahrgang 8b (Mainz 1993) 31-39 (ISBN: 3-8053-1523-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kerkhoff-Hader 1996:	B. Kerkhoff-Hader, Rheinische Töpferscheiben im Überregionalen Vergleich. In: H. Lüdtke (Hrsg.) / R. Vossen (Hrsg.), Töpfereiforschung zwischen Mittelmeer und Skandinavien, Beiträge des Internationalen Kolloquiums 1990 in Hamburg. Töpferei- und Keramikforschung, Band 3 (Bonn 1996) 225-257.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kerkhoff-Hader 1997: 	B. Kerkhoff-Hader, Töpferscheiben und -räder in rheinischen Werkstätten des 17.-20. Jahrhunderts. In: R.-E. Mohrmann/V. Rodekamp/D. Sauermann (Hrsg.),Volkskunde im Spannungsfeld zwischen Universität und Museum (Münster 1997) 181–214.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Schreg 2007: 		R. Schreg, Keramik aus Südwestdeutschland. Eine Hilfe zur Beschreibung, Bestimmung und Datierung archäologischer Funde vom Neolithikum bis zur Neuzeit. Lehr- und Arbeitsmaterialien zur Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit (Tübingen 2007³) (ISBN: 978-3-9806533-0-5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Leterme 2007:		C. Leterme, Töpferräder und graublauer Keramikfundkomplex. Aufsehenerregender Fund in Raeren. In: G. Isenberg (Hrsg.) / M. Harzenetter (Hrsg.), Keramik auf Sonderwegen. 37. Internationales Hafnerei-Symposium, Herne 19.-25. September 2004. Denkmalpflege und Forschung in Westfalen, Band 44 (Mainz 2007) 253-264 (ISBN: 978-3-8053-3822-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Roux / de Miroschedji 2009: V. Roux / P. de Miroschedji, Revisiting the History of the Potter's Wheel in the Southern Levant. Levant 41/2, 2009, 155-172 (DOI: https://doi.org/10.1179/007589109X12484491671095).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Berg 2011:		I . Berg, What’s in a forming technique? An investigation into wheel- throwing in Bronze Age Crete. Old Potter’s Almanack 16/2, 2011, 9-12 (DOI: https://doi.org/10.11588/opa.2011.2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Hegewisch 2011:	M. Hegewisch, Zur Drehscheinbenkeramik im Westen der Germania Magna. Anfänge, Weiterentwicklung und Verbreitung. In: J. Bemmann (Hrsg.) / U. Brosseder (Hrsg.) / H.-E. Joachim 			(Hrsg.), Drehscheibentöpferei im Barbaricum, Technologietransfer und Professionalisierung eines Handwerks am Rande des Römischen Imperiums. Bonner Beiträge zur Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie, Band 13 (Bonn 2011) 119-174.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ulbert 2011:		C. Ulbert, Römische und Mittelalterliche Drehscheibenbefunde aus dem Rheinland. In: J. Bemmann (Hrsg.) / U. Brosseder (Hrsg.) / H.-E. Joachim (Hrsg.), Drehscheibentöpferei im Barbaricum, 				Technologietransfer und Professionalisierung eines Handwerks am Rande des Römischen Imperiums. Bonner Beiträge zur Ur- und Frühgeschichtlichen Archäologie, Band 13 (Bonn 2011) 83-90.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mennicken 2013:	R. Mennicken, Raerener Steinzeug - Europäisches Kulturerbe (Raeren 2013) (ISBN: 978-3867120852).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Rogier 2015:		M. Rogier, Mittelalterliche nachgedrehte Keramik – Überlegungen zu Definition, Bestimmung und Interpretation am Beispiel Baden-Württemberg (Tübingen 2015) (ISBN: 978-3-9806533-3-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Thér 2017:		R. Thér, Potter‘s Wheel in Central  Europe: Process or Product Innovation?. Journal of Archaeological Method and Theory 24/4 , 2017, 1256-1299.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Berg 2020:		Encyclopedia of Global Archaeology (2020) s. v. The Potter‘s Wheel (I. Berg) (DOI: https://doi.org/10.1007/978-3-030-30018-0_3443).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Minos 2021:		Ch. Minos, A Return to the Wheel: Rethinking Experimental Methologies for the Study of the Potter’s Wheel. Interdisciplinaria Archaeologica, Natural Siences in Archeology 12/2, 2021, 127-142 (DOI: 10.24916/iansa.2021.2.2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Neth / Hasaki 2021:    B. Neth / E. Hasaki, The Ancient Greek Potter's Wheel: Experimental Archaeology and Web Applications for Velocity Analysis. Interdisciplinaria Archaeologica, Natural Siences in Archeology 12/2, 2021, 115-125 (DOI: 10.24916/iansa.2021.2.1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Literaturangaben===&lt;br /&gt;
[[Benutzer:BHeinrich#Rotationsgeschwindigkeit|1]]  |  im Folgenden: rpm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:BHeinrich#Geschwindigkeit während des Herstellungsprozesses|2]]  |  experimentalarchäologische Forschung mit Repliken antiker griechischer Töpferscheiben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:BHeinrich#Langsamdrehende Töpferscheiben|3]]  |  oder synonym oft &amp;quot;Tournetten&amp;quot; (engl. turntables). ''Tournetten sind langsam-drehende häufig handbetriebene Töpferscheiben, denen die Fähigkeit fehlt ihre Geschwindigkeit zu erhalten. In einigen Publikationen wird eine Rotationsgeschwindigkeit angegeben, die von Tournetten nicht erreicht werden darf (bspw. 80 rpm (Ch. Fiaccavento, 2013)). Vereinzelt wird die Bezeichnung &amp;quot;Tournette&amp;quot; auch für Drehvorrichtungen ohne Achse (Drehbare Unterlagen) verwendet.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Extension - Test]] &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Vorlagen - Test]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BHeinrich</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Benutzer:BHeinrich&amp;diff=8971</id>
		<title>Benutzer:BHeinrich</title>
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		<updated>2025-03-06T11:47:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BHeinrich: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;https://colab.research.google.com/github/Heinrich-B/T-pferscheibe/blob/main/RToepferscheibe.ipynb&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Töpferscheibe ist eine Konstruktion, die es erlaubt, Rotationsenergie zu nutzen, um aus rohem Ton Gefäße zu formen, sie ist mit einer Achse gelagert und wird mit verschiedenen Methoden angetrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich unterschiedet man zwischen einfachen- und doppelten Töpferscheiben. Einfache Töpferscheiben besitzen eine einzige, meist schwere Scheibe, die der Gefäßformung und dem Antrieb dient. Doppelte Töpferscheiben weisen zwei, miteinander verbundene Scheiben auf. Das Gefäß wird auf einer oberen Scheibe geformt, während an der unteren, meist schwereren Scheibe angetrieben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem muss die Töpferscheibe von den sogenannten „drehbaren Unterlagen“ (auch Drehteller), die bei der Herstellung von nachgedrehter Keramik zum Einsatz kommen, abgegrenzt werden. Drehbare Unterlagen sind nicht dazu in der Lage Rotationsenergie nutzbar zu machen, können aber trotzdem mit einer Achse gelagert sein. Die Unterteilung in Töpferscheiben, Tournetten und drehbare Unterlagen wird unter der Annahme vorgenommen, dass man einzig auf der Töpferscheibe ausreichend Rotationsenergie generiert, um Gefäße frei zu drehen (Berg 2020, 2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Terminologie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tournette===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rotationsgeschwindigkeit===&lt;br /&gt;
Entscheidend für den Herstellungsprozess auf Töpferscheiben ist die Rotationsgeschwindigkeit während der Formung des Gefäßes, sie bestimmt die Technik des Töpfernden. Allgemein wird zwischen schnell- und langsamdrehenden Töpferscheiben unterschieden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schnelldrehend | Schnell-laufend====&lt;br /&gt;
Schnelldrehende Töpferscheiben erlauben die Herstellung von [[Drehscheibenkeramik]]. Durch ihre große Rotationsgeschwindigkeit entsteht genug Rotationsenergie, um die Tonmasse frei zu verformen, anstatt sie wie bei anderen Techniken Stück für Stück zu einem Gefäß zusammenzusetzen (Wulst-Dreh-Technik). Um eine ausreichend große Rotationsgeschwindigkeit so lange wie möglich beibehalten zu können, werden zwei Herangehensweisen kombiniert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1: Eine größere Masse ermöglicht es, die Rotationsenergie länger zu erhalten(Trägheitsmoment). Mit dem stabbetrieben [[Benutzer:BHeinrich#Typologie|Töpferrad]] kann so, einmal angetrieben ein ganzes Gefäß gefertigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2: Viele doppelte Töpferscheibe erlauben durch ihre Bauweise parallel zur Herstellung angetrieben zu werden, deswegen kann auch auf leichten fußbetrieben Scheiben eine große Geschwindigkeit erreicht werden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Angaben zur erforderlichen Rotationsgeschwindigkeit für das freie Drehen variieren zwischen 40 Umdrehungen pro Minute&amp;lt;sup&amp;gt;[[Benutzer:BHeinrich#Literaturangaben|1]]&amp;lt;/sup&amp;gt; (Berg 2011) und 150 rpm (Roux / de Miroschedji 2009).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rotationsgeschwindigkeit unterscheidet sich zudem während der einzelnen Herstellungsstadien (Zentrieren, Aufbrechen, Hochziehen) und hängt (unter Anderem) auch von der Größe und Form des Gefäßes ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Langsamdrehend | Langsam-laufend====&lt;br /&gt;
Langsam-drehende Töpferscheiben&amp;lt;sup&amp;gt;[[Benutzer:BHeinrich#Literaturangaben|3]]&amp;lt;/sup&amp;gt; werden zur Herstellung von [[Nachgedrehte Keramik | Nachgedrehter Keramik]] verwendet und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschwindigkeit während der Herstellung====&lt;br /&gt;
Es muss angemerkt werden, dass die Rotationsgeschwindigkeit während der Gefäßformung nicht nur von den technischen Merkmalen der Töpferscheibe abhängt, sondern auch von der Technik und Erfahrung des individuellen Töpfers. Außerdem ist die Rotationsgeschwindigkeit während der Fertigung eines Gefäßes nicht konstant, sondern variiert während der einzelnen „Herstellungsstadien“.&lt;br /&gt;
Die Rotationsgeschwindigkeit bleibt während des Aufbrechens und Hochziehens relativ konstant, wird aber anschließend während der Durchführung der finalen Arbeitsschritte, nach den Bedürfnissen des Töpfernden verringert (Neth / Hasaki, 2021)&amp;lt;sup&amp;gt;[[Benutzer:BHeinrich#Literaturangaben|2]]&amp;lt;/sup&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Geschichte der Töpferscheibe==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Erfindung der Töpferscheibe===&lt;br /&gt;
Weithin geht man davon aus, dass die Töpferscheibe im 4. Jahrtausend v.Chr. im Nahen Osten erstmalig entwickelt wurde. Ihre Erfindung hat die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''m.W. der älteste Nachweis - schell laufend?:&lt;br /&gt;
V. Roux, A Dynamic Systems Framework for Studying Technological Change: Application to the Emergence of the Potter’s Wheel in the Southern Levant. Journal of archaeological method and theory 10/1, 2003, 1–30.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Verbreitung der Töpferscheibe===&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab circa 2550 v.Chr. beginnt sich die Nutzung der Töpferscheibe in Anatolien zu verbreiten. Ein wichtiger Faktor für diesen Prozess waren die Handelsbeziehungen zwischen den Regionen Nordwestanatoliens und dem südöstlich liegenden Gebiet Kilikien. Für diesen Transfer werden zwei Routen in Betracht gezogen: eine Handelsroute diagonal durch das anatolische Inland („Great Caravan Route “ (T. Efe, 2007)) und eine maritime Handelsverbindung entlang der Süd- und Westküste Anatoliens. &lt;br /&gt;
Durch die Interaktion mit den, die Töpferscheibe nutzenden Gruppen Westanatoliens und der Ost-Ägäis erreichte die Kenntnis des Werkzeugs in der zweiten Hälfte des 3. Jahrtausends v.Chr. auch das griechische Festland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Kreta wird die Verwendung langsamer Drehvorrichtungen (Tournetten / drehbare Unterlagen) für das frühe 3. Jahrtausend v.Chr. angenommen (P. M. Day / D. Wilson, 1997). Ab dem frühen 2. vorchristlichen Jahrtausend,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Typologie==&lt;br /&gt;
====Spindelscheibe====&lt;br /&gt;
====Sprossenscheibe====&lt;br /&gt;
====Blockscheibe====&lt;br /&gt;
====Töpferrad====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Archäologische Funde==&lt;br /&gt;
===Mittelalter===&lt;br /&gt;
===Neuzeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bergmann 1993:         R. Bergmann, Mittelalterliche und neuzeitliche Töpferei in Dortmund-Groppenbruch. Vorbericht. In: B. Trier (Hrsg.), Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe, Jahrgang 8b (Mainz 1993) 31-39 (ISBN: 3-8053-1523-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ruppel 1991:		Th. Ruppel, Zur Rekonstruktion der Töpferscheiben – Archäologischer Befund und zeitgenössische Abbildungen. In: Eine Töpferwerkstatt der Familie Knütgen – Neue archäologische und historische Forschungen zur Unteren Aulgasse. Kunst und Altertum am Rhein, Nummer 133 (Köln 1991) 73-83 (ISBN: 978-3-7927-1223-8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Leterme 2007:		C. Leterme, Töpferräder und graublauer Keramikfundkomplex. Aufsehenerregender Fund in Raeren. In: G. Isenberg (Hrsg.) / M. Harzenetter (Hrsg.), Keramik auf Sonderwegen. 37. Internationales Hafnerei-Symposium, Herne 19.-25. September 2004. Denkmalpflege und Forschung in Westfalen, Band 44 (Mainz 2007) 253-264 (ISBN: 978-3-8053-3822-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildliche Quellen==&lt;br /&gt;
siehe [[Bildquellen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
WIP:&lt;br /&gt;
wo einzuordnen? bei Diderot evtl. noch weitere Darstellungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Handtöpferscheiben====&lt;br /&gt;
*Remigius Autissodorensis, Biblia Sacti Petri Rodensis Laten 6 (3) (El Port de la Selva) 1050 - 1075&lt;br /&gt;
[[Datei:Bischofskapelle_-_dom_gurk_-_c.cossa_-_Kopie.jpg |thumb|300px|center| Gurk, Fresko in der Bischofskapelle des Doms mit Darstellung eines Töpfers mit handgetriebener Töpferscheibe, um 1264 (Foto [Ausschnitt]: C. Cossa [CC BY-SA 3.0 AT] via WikimediaCommons: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bischofskapelle_-_dom_gurk_-_c.cossa.jpg?uselang=de)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Spindelscheibe====&lt;br /&gt;
*Li tre libri dell'arte del vasaio					1557&lt;br /&gt;
*Vannoccio Biringuccio, De la pirotechnia (Venetia)		        1559 &lt;br /&gt;
**https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb10208729?page=604%2C605 mit zwei Typen von Töpferscheiben, einmal fuß- und einmal handgetrieben&lt;br /&gt;
[[Datei:Biringuccio De la pirotechnia 559 S303 .jpg|thumb|center|300px|Vannoccio Biringuccio, De la pirotechnia (Venetia 1559) S. 303 via MDZ https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb10208729?page=604%2C605]]&lt;br /&gt;
*Noël Antonine Pluche, Le Spectacle De La Nature, Ou Entretiens Sur Les Particularités De L'Histoire Naturelle, Qui ont paru les plus propres à rendre les Jeunes-Gens curieux, &amp;amp; à leur former l'esprit ; T. 3, Pt. 2                         1742&lt;br /&gt;
*Denis Diderot &amp;amp; Jean Le Rond d'Alembert, Recueil de plaches (Paris) (ganzes Kapitel: https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k50562x/f209.item.r=Recueil%20de%20planches)   1762 - 1777&lt;br /&gt;
**[[Datei:ABB4-4.jpg|thumb|300px|center|Konstruktionszeichnung einer Spindelscheibe aus &amp;quot;Recueil de planches, sur les sciences, les arts libéraux et les arts mechaniques&amp;quot; (D. Diderot/ J. d'Alembert, 1762 - 1777)]]&lt;br /&gt;
*Neuer Orbis Pictus für die Jugend					1832&lt;br /&gt;
*Dictionnaire de chimie industrielle - tome 3				1864&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Sprossenscheibe====&lt;br /&gt;
*Hofämterspiel								1455&lt;br /&gt;
*Bakthasar Behem, Balthasar Behem Codex	(Krakau)			1505&lt;br /&gt;
[[Datei:708px-Ravensburg Zunftscheibe Schmiede 1505 Detail 05.jpg|thumb|center|300px|Meistertafel der Schmiedezunft, [[Ravensburg]], 1505–1563(?), Museum Humpis-Quartier, Ravensburg (Foto: Andreas Praefckem PD, via [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ravensburg_Zunftscheibe_Schmiede_1505_Detail_05.jpg WikimediaCommons])]]&lt;br /&gt;
*Concordantiae caritatis						1530&lt;br /&gt;
*De re metallica libri XII						1656&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Blockscheibe====&lt;br /&gt;
*Polydorvs Vergilivs Vrbinas, Von den Ergindern der ding (Augsburg) 1537&lt;br /&gt;
**[[Datei:Polydorus Vergilius 1537.png|thumb|center|300px|Polydorvs Vergilivs Vrbinas. Uon den erfyndern der dyngen. W (Augsburg 1537). - Hafnerwerkstatt mit fußgetriebener Töpferscheibe - Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel  [https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/ CC BY SA] - http://diglib.hab.de/drucke/q-49-2f-helmst/start.htm?image=00171]]&lt;br /&gt;
*Jost Amman, Ständebuch	(Frankfurt am Main)			        1568&lt;br /&gt;
*, Hausbücher der Nürnberger Zwölfbrüderstiftungen - Mendel II (Nürnberg) 1605&lt;br /&gt;
*Michael Maier, Atalanta Fugiens - Emblema XV. Opus figuli (Oppenheim)	1617&lt;br /&gt;
*Königskette								1700&lt;br /&gt;
*Schüssel (Albert Murs)							1716&lt;br /&gt;
*Schützenplakette							1820&lt;br /&gt;
*Schützenplakette							1834&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Töpferrad====&lt;br /&gt;
*Bible Moralisée Codex Vindobonensis 2554				1200 – 1250&lt;br /&gt;
*Biblia sacra moralisata						1201 – 1300&lt;br /&gt;
*Bible moralisée de Naples						1350&lt;br /&gt;
*Chants royaux sur la Conception					1528&lt;br /&gt;
*Het Menselyk Bedryf							1699&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Timeline====&lt;br /&gt;
[[Datei:Test.png|2|thumb|300px|center|Timeline bildlicher Quellen (Veröffentlichungsjahr) und archäologischer Funde (~Datierung) zwischen 1000n.Chr. und 2000n.Chr.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Rieth 1960:		A. Rieth, 5000 Jahre Töpferscheibe (Konstanz 1960).&lt;br /&gt;
*Czysz 1990:		W. Czysz, Geschichte und Konstruktion alter Töpferscheiben. In: M. Fansa (Hrsg.), Experimentelle Archäologie in Deutschland. Archäologische Mitteilungen aus Nordwestdeutschland, Beiheft 4 (Oldenburg 1990) 308-314.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ruppel 1991:		Th. Ruppel, Zur Rekonstruktion der Töpferscheiben – Archäologischer Befund und zeitgenössische Abbildungen. In: Eine Töpferwerkstatt der Familie Knütgen – Neue archäologische und historische Forschungen zur Unteren Aulgasse. Kunst und Altertum am Rhein, Nummer 133 (Köln 1991) 73-83 (ISBN: 978-3-7927-1223-8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bergmann 1993:         R. Bergmann, Mittelalterliche und neuzeitliche Töpferei in Dortmund-Groppenbruch. Vorbericht. In: B. Trier (Hrsg.), Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe, Jahrgang 8b (Mainz 1993) 31-39 (ISBN: 3-8053-1523-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kerkhoff-Hader 1996:	B. Kerkhoff-Hader, Rheinische Töpferscheiben im Überregionalen Vergleich. In: H. Lüdtke (Hrsg.) / R. Vossen (Hrsg.), Töpfereiforschung zwischen Mittelmeer und Skandinavien, Beiträge des Internationalen Kolloquiums 1990 in Hamburg. Töpferei- und Keramikforschung, Band 3 (Bonn 1996) 225-257.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kerkhoff-Hader 1997: 	B. Kerkhoff-Hader, Töpferscheiben und -räder in rheinischen Werkstätten des 17.-20. Jahrhunderts. In: R.-E. Mohrmann/V. Rodekamp/D. Sauermann (Hrsg.),Volkskunde im Spannungsfeld zwischen Universität und Museum (Münster 1997) 181–214.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Schreg 2007: 		R. Schreg, Keramik aus Südwestdeutschland. Eine Hilfe zur Beschreibung, Bestimmung und Datierung archäologischer Funde vom Neolithikum bis zur Neuzeit. Lehr- und Arbeitsmaterialien zur Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit (Tübingen 2007³) (ISBN: 978-3-9806533-0-5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Leterme 2007:		C. Leterme, Töpferräder und graublauer Keramikfundkomplex. Aufsehenerregender Fund in Raeren. In: G. Isenberg (Hrsg.) / M. Harzenetter (Hrsg.), Keramik auf Sonderwegen. 37. Internationales Hafnerei-Symposium, Herne 19.-25. September 2004. Denkmalpflege und Forschung in Westfalen, Band 44 (Mainz 2007) 253-264 (ISBN: 978-3-8053-3822-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Roux / de Miroschedji 2009: V. Roux / P. de Miroschedji, Revisiting the History of the Potter's Wheel in the Southern Levant. Levant 41/2, 2009, 155-172 (DOI: https://doi.org/10.1179/007589109X12484491671095).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Berg 2011:		I . Berg, What’s in a forming technique? An investigation into wheel- throwing in Bronze Age Crete. Old Potter’s Almanack 16/2, 2011, 9-12 (DOI: https://doi.org/10.11588/opa.2011.2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Hegewisch 2011:	M. Hegewisch, Zur Drehscheinbenkeramik im Westen der Germania Magna. Anfänge, Weiterentwicklung und Verbreitung. In: J. Bemmann (Hrsg.) / U. Brosseder (Hrsg.) / H.-E. Joachim 			(Hrsg.), Drehscheibentöpferei im Barbaricum, Technologietransfer und Professionalisierung eines Handwerks am Rande des Römischen Imperiums. Bonner Beiträge zur Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie, Band 13 (Bonn 2011) 119-174.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ulbert 2011:		C. Ulbert, Römische und Mittelalterliche Drehscheibenbefunde aus dem Rheinland. In: J. Bemmann (Hrsg.) / U. Brosseder (Hrsg.) / H.-E. Joachim (Hrsg.), Drehscheibentöpferei im Barbaricum, 				Technologietransfer und Professionalisierung eines Handwerks am Rande des Römischen Imperiums. Bonner Beiträge zur Ur- und Frühgeschichtlichen Archäologie, Band 13 (Bonn 2011) 83-90.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mennicken 2013:	R. Mennicken, Raerener Steinzeug - Europäisches Kulturerbe (Raeren 2013) (ISBN: 978-3867120852).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Rogier 2015:		M. Rogier, Mittelalterliche nachgedrehte Keramik – Überlegungen zu Definition, Bestimmung und Interpretation am Beispiel Baden-Württemberg (Tübingen 2015) (ISBN: 978-3-9806533-3-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Thér 2017:		R. Thér, Potter‘s Wheel in Central  Europe: Process or Product Innovation?. Journal of Archaeological Method and Theory 24/4 , 2017, 1256-1299.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Berg 2020:		Encyclopedia of Global Archaeology (2020) s. v. The Potter‘s Wheel (I. Berg) (DOI: https://doi.org/10.1007/978-3-030-30018-0_3443).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Minos 2021:		Ch. Minos, A Return to the Wheel: Rethinking Experimental Methologies for the Study of the Potter’s Wheel. Interdisciplinaria Archaeologica, Natural Siences in Archeology 12/2, 2021, 127-142 (DOI: 10.24916/iansa.2021.2.2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Neth / Hasaki 2021:    B. Neth / E. Hasaki, The Ancient Greek Potter's Wheel: Experimental Archaeology and Web Applications for Velocity Analysis. Interdisciplinaria Archaeologica, Natural Siences in Archeology 12/2, 2021, 115-125 (DOI: 10.24916/iansa.2021.2.1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Literaturangaben===&lt;br /&gt;
[[Benutzer:BHeinrich#Rotationsgeschwindigkeit|1]]  |  im Folgenden: rpm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:BHeinrich#Geschwindigkeit während des Herstellungsprozesses|2]]  |  experimentalarchäologische Forschung mit Repliken antiker griechischer Töpferscheiben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:BHeinrich#Langsamdrehende Töpferscheiben|3]]  |  oder synonym oft &amp;quot;Tournetten&amp;quot; (engl. turntables). ''Tournetten sind langsam-drehende häufig handbetriebene Töpferscheiben, denen die Fähigkeit fehlt ihre Geschwindigkeit zu erhalten. In einigen Publikationen wird eine Rotationsgeschwindigkeit angegeben, die von Tournetten nicht erreicht werden darf (bspw. 80 rpm (Ch. Fiaccavento, 2013)). Vereinzelt wird die Bezeichnung &amp;quot;Tournette&amp;quot; auch für Drehvorrichtungen ohne Achse (Drehbare Unterlagen) verwendet.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Extension - Test]]&lt;br /&gt;
[[Vorlagen - Test]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BHeinrich</name></author>
	</entry>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Extension: Cite ==&lt;br /&gt;
=== Text: Beispiel ===&lt;br /&gt;
Töpferei&amp;lt;ref&amp;gt;Bergmann 1993: R. Bergmann, Mittelalterliche und neuzeitliche Töpferei in Dortmund-Groppenbruch. Vorbericht. In: B. Trier (Hrsg.), Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe, Jahrgang 8b (Mainz 1993) 31-39 (ISBN: 3-8053-1523-6 [Titel anhand dieser ISBN in Citavi-Projekt übernehmen] ).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Test: Verweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BHeinrich</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;BHeinrich: /* Text: Beispiel */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Extension: Cite ==&lt;br /&gt;
=== Text: Beispiel ===&lt;br /&gt;
Test&amp;lt;ref&amp;gt;Bergmann 1993: R. Bergmann, Mittelalterliche und neuzeitliche Töpferei in Dortmund-Groppenbruch. Vorbericht. In: B. Trier (Hrsg.), Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe, Jahrgang 8b (Mainz 1993) 31-39 (ISBN: 3-8053-1523-6 [Titel anhand dieser ISBN in Citavi-Projekt übernehmen] ).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Test: Verweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;div&gt;== Extension: Cite ==&lt;br /&gt;
=== Text: Beispiel ===&lt;br /&gt;
Test&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Test: Verweise ===&lt;br /&gt;
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		<summary type="html">&lt;p&gt;BHeinrich: Die Seite wurde neu angelegt: „== Extension: Cite == === Text: Beispiel === Test&amp;lt;ref&amp;gt;E. Miller, The Sun, (New York: Academic Press, 2005), 23–25.&amp;lt;/ref&amp;gt;  === Test: Verweise === &amp;lt;references /&amp;gt;“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Extension: Cite ==&lt;br /&gt;
=== Text: Beispiel ===&lt;br /&gt;
Test&amp;lt;ref&amp;gt;E. Miller, The Sun, (New York: Academic Press, 2005), 23–25.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Test: Verweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BHeinrich</name></author>
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		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Benutzer:BHeinrich&amp;diff=8902</id>
		<title>Benutzer:BHeinrich</title>
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		<updated>2025-02-27T11:58:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BHeinrich: /* Literaturangaben */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;https://colab.research.google.com/github/Heinrich-B/T-pferscheibe/blob/main/RToepferscheibe.ipynb&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Töpferscheibe ist eine Konstruktion, die es erlaubt, Rotationsenergie zu nutzen, um aus rohem Ton Gefäße zu formen, sie ist mit einer Achse gelagert und wird mit verschiedenen Methoden angetrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich unterschiedet man zwischen einfachen- und doppelten Töpferscheiben. Einfache Töpferscheiben besitzen eine einzige, meist schwere Scheibe, die der Gefäßformung und dem Antrieb dient. Doppelte Töpferscheiben weisen zwei, miteinander verbundene Scheiben auf. Das Gefäß wird auf einer oberen Scheibe geformt, während an der unteren, meist schwereren Scheibe angetrieben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem muss die Töpferscheibe von den sogenannten „drehbaren Unterlagen“ (auch Drehteller), die bei der Herstellung von nachgedrehter Keramik zum Einsatz kommen, abgegrenzt werden. Drehbare Unterlagen sind nicht dazu in der Lage Rotationsenergie nutzbar zu machen, können aber trotzdem mit einer Achse gelagert sein. Die Unterteilung in Töpferscheiben, Tournetten und drehbare Unterlagen wird unter der Annahme vorgenommen, dass man einzig auf der Töpferscheibe ausreichend Rotationsenergie generiert, um Gefäße frei zu drehen (Berg 2020, 2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Terminologie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tournette===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rotationsgeschwindigkeit===&lt;br /&gt;
Entscheidend für den Herstellungsprozess auf Töpferscheiben ist die Rotationsgeschwindigkeit während der Formung des Gefäßes, sie bestimmt die Technik des Töpfernden. Allgemein wird zwischen schnell- und langsamdrehenden Töpferscheiben unterschieden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schnelldrehend | Schnell-laufend====&lt;br /&gt;
Schnelldrehende Töpferscheiben erlauben die Herstellung von [[Drehscheibenkeramik]]. Durch ihre große Rotationsgeschwindigkeit entsteht genug Rotationsenergie, um die Tonmasse frei zu verformen, anstatt sie wie bei anderen Techniken Stück für Stück zu einem Gefäß zusammenzusetzen (Wulst-Dreh-Technik). Um eine ausreichend große Rotationsgeschwindigkeit so lange wie möglich beibehalten zu können, werden zwei Herangehensweisen kombiniert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1: Eine größere Masse ermöglicht es, die Rotationsenergie länger zu erhalten(Trägheitsmoment). Mit dem stabbetrieben [[Benutzer:BHeinrich#Typologie|Töpferrad]] kann so, einmal angetrieben ein ganzes Gefäß gefertigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2: Viele doppelte Töpferscheibe erlauben durch ihre Bauweise parallel zur Herstellung angetrieben zu werden, deswegen kann auch auf leichten fußbetrieben Scheiben eine große Geschwindigkeit erreicht werden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Angaben zur erforderlichen Rotationsgeschwindigkeit für das freie Drehen variieren zwischen 40 Umdrehungen pro Minute&amp;lt;sup&amp;gt;[[Benutzer:BHeinrich#Literaturangaben|1]]&amp;lt;/sup&amp;gt; (Berg 2011) und 150 rpm (Roux / de Miroschedji 2009).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rotationsgeschwindigkeit unterscheidet sich zudem während der einzelnen Herstellungsstadien (Zentrieren, Aufbrechen, Hochziehen) und hängt (unter Anderem) auch von der Größe und Form des Gefäßes ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Langsamdrehend | Langsam-laufend====&lt;br /&gt;
Langsam-drehende Töpferscheiben&amp;lt;sup&amp;gt;[[Benutzer:BHeinrich#Literaturangaben|3]]&amp;lt;/sup&amp;gt; werden zur Herstellung von [[Nachgedrehte Keramik | Nachgedrehter Keramik]] verwendet und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschwindigkeit während der Herstellung====&lt;br /&gt;
Es muss angemerkt werden, dass die Rotationsgeschwindigkeit während der Gefäßformung nicht nur von den technischen Merkmalen der Töpferscheibe abhängt, sondern auch von der Technik und Erfahrung des individuellen Töpfers. Außerdem ist die Rotationsgeschwindigkeit während der Fertigung eines Gefäßes nicht konstant, sondern variiert während der einzelnen „Herstellungsstadien“.&lt;br /&gt;
Die Rotationsgeschwindigkeit bleibt während des Aufbrechens und Hochziehens relativ konstant, wird aber anschließend während der Durchführung der finalen Arbeitsschritte, nach den Bedürfnissen des Töpfernden verringert (Neth / Hasaki, 2021)&amp;lt;sup&amp;gt;[[Benutzer:BHeinrich#Literaturangaben|2]]&amp;lt;/sup&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Geschichte der Töpferscheibe==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Erfindung der Töpferscheibe===&lt;br /&gt;
Weithin geht man davon aus, dass die Töpferscheibe im 4. Jahrtausend v.Chr. im Nahen Osten erstmalig entwickelt wurde. Ihre Erfindung hat die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''m.W. der älteste Nachweis - schell laufend?:&lt;br /&gt;
V. Roux, A Dynamic Systems Framework for Studying Technological Change: Application to the Emergence of the Potter’s Wheel in the Southern Levant. Journal of archaeological method and theory 10/1, 2003, 1–30.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Verbreitung der Töpferscheibe===&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab circa 2550 v.Chr. beginnt sich die Nutzung der Töpferscheibe in Anatolien zu verbreiten. Ein wichtiger Faktor für diesen Prozess waren die Handelsbeziehungen zwischen den Regionen Nordwestanatoliens und dem südöstlich liegenden Gebiet Kilikien. Für diesen Transfer werden zwei Routen in Betracht gezogen: eine Handelsroute diagonal durch das anatolische Inland („Great Caravan Route “ (T. Efe, 2007)) und eine maritime Handelsverbindung entlang der Süd- und Westküste Anatoliens. &lt;br /&gt;
Durch die Interaktion mit den, die Töpferscheibe nutzenden Gruppen Westanatoliens und der Ost-Ägäis erreichte die Kenntnis des Werkzeugs in der zweiten Hälfte des 3. Jahrtausends v.Chr. auch das griechische Festland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Kreta wird die Verwendung langsamer Drehvorrichtungen (Tournetten / drehbare Unterlagen) für das frühe 3. Jahrtausend v.Chr. angenommen (P. M. Day / D. Wilson, 1997). Ab dem frühen 2. vorchristlichen Jahrtausend,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Typologie==&lt;br /&gt;
====Spindelscheibe====&lt;br /&gt;
====Sprossenscheibe====&lt;br /&gt;
====Blockscheibe====&lt;br /&gt;
====Töpferrad====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Archäologische Funde==&lt;br /&gt;
===Mittelalter===&lt;br /&gt;
===Neuzeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bergmann 1993:         R. Bergmann, Mittelalterliche und neuzeitliche Töpferei in Dortmund-Groppenbruch. Vorbericht. In: B. Trier (Hrsg.), Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe, Jahrgang 8b (Mainz 1993) 31-39 (ISBN: 3-8053-1523-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ruppel 1991:		Th. Ruppel, Zur Rekonstruktion der Töpferscheiben – Archäologischer Befund und zeitgenössische Abbildungen. In: Eine Töpferwerkstatt der Familie Knütgen – Neue archäologische und historische Forschungen zur Unteren Aulgasse. Kunst und Altertum am Rhein, Nummer 133 (Köln 1991) 73-83 (ISBN: 978-3-7927-1223-8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Leterme 2007:		C. Leterme, Töpferräder und graublauer Keramikfundkomplex. Aufsehenerregender Fund in Raeren. In: G. Isenberg (Hrsg.) / M. Harzenetter (Hrsg.), Keramik auf Sonderwegen. 37. Internationales Hafnerei-Symposium, Herne 19.-25. September 2004. Denkmalpflege und Forschung in Westfalen, Band 44 (Mainz 2007) 253-264 (ISBN: 978-3-8053-3822-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildliche Quellen==&lt;br /&gt;
siehe [[Bildquellen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
WIP:&lt;br /&gt;
wo einzuordnen? bei Diderot evtl. noch weitere Darstellungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Handtöpferscheiben====&lt;br /&gt;
*Remigius Autissodorensis, Biblia Sacti Petri Rodensis Laten 6 (3) (El Port de la Selva) 1050 - 1075&lt;br /&gt;
[[Datei:Bischofskapelle_-_dom_gurk_-_c.cossa_-_Kopie.jpg |thumb|300px|center| Gurk, Fresko in der Bischofskapelle des Doms mit Darstellung eines Töpfers mit handgetriebener Töpferscheibe, um 1264 (Foto [Ausschnitt]: C. Cossa [CC BY-SA 3.0 AT] via WikimediaCommons: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bischofskapelle_-_dom_gurk_-_c.cossa.jpg?uselang=de)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Spindelscheibe====&lt;br /&gt;
*Li tre libri dell'arte del vasaio					1557&lt;br /&gt;
*Vannoccio Biringuccio, De la pirotechnia (Venetia)		        1559 &lt;br /&gt;
**https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb10208729?page=604%2C605 mit zwei Typen von Töpferscheiben, einmal fuß- und einmal handgetrieben&lt;br /&gt;
[[Datei:Biringuccio De la pirotechnia 559 S303 .jpg|thumb|center|300px|Vannoccio Biringuccio, De la pirotechnia (Venetia 1559) S. 303 via MDZ https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb10208729?page=604%2C605]]&lt;br /&gt;
*Noël Antonine Pluche, Le Spectacle De La Nature, Ou Entretiens Sur Les Particularités De L'Histoire Naturelle, Qui ont paru les plus propres à rendre les Jeunes-Gens curieux, &amp;amp; à leur former l'esprit ; T. 3, Pt. 2                         1742&lt;br /&gt;
*Denis Diderot &amp;amp; Jean Le Rond d'Alembert, Recueil de plaches (Paris) (ganzes Kapitel: https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k50562x/f209.item.r=Recueil%20de%20planches)   1762 - 1777&lt;br /&gt;
**[[Datei:ABB4-4.jpg|thumb|300px|center|Konstruktionszeichnung einer Spindelscheibe aus &amp;quot;Recueil de planches, sur les sciences, les arts libéraux et les arts mechaniques&amp;quot; (D. Diderot/ J. d'Alembert, 1762 - 1777)]]&lt;br /&gt;
*Neuer Orbis Pictus für die Jugend					1832&lt;br /&gt;
*Dictionnaire de chimie industrielle - tome 3				1864&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Sprossenscheibe====&lt;br /&gt;
*Hofämterspiel								1455&lt;br /&gt;
*Bakthasar Behem, Balthasar Behem Codex	(Krakau)			1505&lt;br /&gt;
[[Datei:708px-Ravensburg Zunftscheibe Schmiede 1505 Detail 05.jpg|thumb|center|300px|Meistertafel der Schmiedezunft, [[Ravensburg]], 1505–1563(?), Museum Humpis-Quartier, Ravensburg (Foto: Andreas Praefckem PD, via [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ravensburg_Zunftscheibe_Schmiede_1505_Detail_05.jpg WikimediaCommons])]]&lt;br /&gt;
*Concordantiae caritatis						1530&lt;br /&gt;
*De re metallica libri XII						1656&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Blockscheibe====&lt;br /&gt;
*Polydorvs Vergilivs Vrbinas, Von den Ergindern der ding (Augsburg) 1537&lt;br /&gt;
**[[Datei:Polydorus Vergilius 1537.png|thumb|center|300px|Polydorvs Vergilivs Vrbinas. Uon den erfyndern der dyngen. W (Augsburg 1537). - Hafnerwerkstatt mit fußgetriebener Töpferscheibe - Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel  [https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/ CC BY SA] - http://diglib.hab.de/drucke/q-49-2f-helmst/start.htm?image=00171]]&lt;br /&gt;
*Jost Amman, Ständebuch	(Frankfurt am Main)			        1568&lt;br /&gt;
*, Hausbücher der Nürnberger Zwölfbrüderstiftungen - Mendel II (Nürnberg) 1605&lt;br /&gt;
*Michael Maier, Atalanta Fugiens - Emblema XV. Opus figuli (Oppenheim)	1617&lt;br /&gt;
*Königskette								1700&lt;br /&gt;
*Schüssel (Albert Murs)							1716&lt;br /&gt;
*Schützenplakette							1820&lt;br /&gt;
*Schützenplakette							1834&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Töpferrad====&lt;br /&gt;
*Bible Moralisée Codex Vindobonensis 2554				1200 – 1250&lt;br /&gt;
*Biblia sacra moralisata						1201 – 1300&lt;br /&gt;
*Bible moralisée de Naples						1350&lt;br /&gt;
*Chants royaux sur la Conception					1528&lt;br /&gt;
*Het Menselyk Bedryf							1699&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Timeline====&lt;br /&gt;
[[Datei:Test.png|2|thumb|300px|center|Timeline bildlicher Quellen (Veröffentlichungsjahr) und archäologischer Funde (~Datierung) zwischen 1000n.Chr. und 2000n.Chr.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Rieth 1960:		A. Rieth, 5000 Jahre Töpferscheibe (Konstanz 1960).&lt;br /&gt;
*Czysz 1990:		W. Czysz, Geschichte und Konstruktion alter Töpferscheiben. In: M. Fansa (Hrsg.), Experimentelle Archäologie in Deutschland. Archäologische Mitteilungen aus Nordwestdeutschland, Beiheft 4 (Oldenburg 1990) 308-314.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ruppel 1991:		Th. Ruppel, Zur Rekonstruktion der Töpferscheiben – Archäologischer Befund und zeitgenössische Abbildungen. In: Eine Töpferwerkstatt der Familie Knütgen – Neue archäologische und historische Forschungen zur Unteren Aulgasse. Kunst und Altertum am Rhein, Nummer 133 (Köln 1991) 73-83 (ISBN: 978-3-7927-1223-8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bergmann 1993:         R. Bergmann, Mittelalterliche und neuzeitliche Töpferei in Dortmund-Groppenbruch. Vorbericht. In: B. Trier (Hrsg.), Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe, Jahrgang 8b (Mainz 1993) 31-39 (ISBN: 3-8053-1523-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kerkhoff-Hader 1996:	B. Kerkhoff-Hader, Rheinische Töpferscheiben im Überregionalen Vergleich. In: H. Lüdtke (Hrsg.) / R. Vossen (Hrsg.), Töpfereiforschung zwischen Mittelmeer und Skandinavien, Beiträge des Internationalen Kolloquiums 1990 in Hamburg. Töpferei- und Keramikforschung, Band 3 (Bonn 1996) 225-257.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kerkhoff-Hader 1997: 	B. Kerkhoff-Hader, Töpferscheiben und -räder in rheinischen Werkstätten des 17.-20. Jahrhunderts. In: R.-E. Mohrmann/V. Rodekamp/D. Sauermann (Hrsg.),Volkskunde im Spannungsfeld zwischen Universität und Museum (Münster 1997) 181–214.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Schreg 2007: 		R. Schreg, Keramik aus Südwestdeutschland. Eine Hilfe zur Beschreibung, Bestimmung und Datierung archäologischer Funde vom Neolithikum bis zur Neuzeit. Lehr- und Arbeitsmaterialien zur Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit (Tübingen 2007³) (ISBN: 978-3-9806533-0-5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Leterme 2007:		C. Leterme, Töpferräder und graublauer Keramikfundkomplex. Aufsehenerregender Fund in Raeren. In: G. Isenberg (Hrsg.) / M. Harzenetter (Hrsg.), Keramik auf Sonderwegen. 37. Internationales Hafnerei-Symposium, Herne 19.-25. September 2004. Denkmalpflege und Forschung in Westfalen, Band 44 (Mainz 2007) 253-264 (ISBN: 978-3-8053-3822-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Roux / de Miroschedji 2009: V. Roux / P. de Miroschedji, Revisiting the History of the Potter's Wheel in the Southern Levant. Levant 41/2, 2009, 155-172 (DOI: https://doi.org/10.1179/007589109X12484491671095).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Berg 2011:		I . Berg, What’s in a forming technique? An investigation into wheel- throwing in Bronze Age Crete. Old Potter’s Almanack 16/2, 2011, 9-12 (DOI: https://doi.org/10.11588/opa.2011.2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Hegewisch 2011:	M. Hegewisch, Zur Drehscheinbenkeramik im Westen der Germania Magna. Anfänge, Weiterentwicklung und Verbreitung. In: J. Bemmann (Hrsg.) / U. Brosseder (Hrsg.) / H.-E. Joachim 			(Hrsg.), Drehscheibentöpferei im Barbaricum, Technologietransfer und Professionalisierung eines Handwerks am Rande des Römischen Imperiums. Bonner Beiträge zur Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie, Band 13 (Bonn 2011) 119-174.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ulbert 2011:		C. Ulbert, Römische und Mittelalterliche Drehscheibenbefunde aus dem Rheinland. In: J. Bemmann (Hrsg.) / U. Brosseder (Hrsg.) / H.-E. Joachim (Hrsg.), Drehscheibentöpferei im Barbaricum, 				Technologietransfer und Professionalisierung eines Handwerks am Rande des Römischen Imperiums. Bonner Beiträge zur Ur- und Frühgeschichtlichen Archäologie, Band 13 (Bonn 2011) 83-90.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mennicken 2013:	R. Mennicken, Raerener Steinzeug - Europäisches Kulturerbe (Raeren 2013) (ISBN: 978-3867120852).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Rogier 2015:		M. Rogier, Mittelalterliche nachgedrehte Keramik – Überlegungen zu Definition, Bestimmung und Interpretation am Beispiel Baden-Württemberg (Tübingen 2015) (ISBN: 978-3-9806533-3-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Thér 2017:		R. Thér, Potter‘s Wheel in Central  Europe: Process or Product Innovation?. Journal of Archaeological Method and Theory 24/4 , 2017, 1256-1299.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Berg 2020:		Encyclopedia of Global Archaeology (2020) s. v. The Potter‘s Wheel (I. Berg) (DOI: https://doi.org/10.1007/978-3-030-30018-0_3443).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Minos 2021:		Ch. Minos, A Return to the Wheel: Rethinking Experimental Methologies for the Study of the Potter’s Wheel. Interdisciplinaria Archaeologica, Natural Siences in Archeology 12/2, 2021, 127-142 (DOI: 10.24916/iansa.2021.2.2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Neth / Hasaki 2021:    B. Neth / E. Hasaki, The Ancient Greek Potter's Wheel: Experimental Archaeology and Web Applications for Velocity Analysis. Interdisciplinaria Archaeologica, Natural Siences in Archeology 12/2, 2021, 115-125 (DOI: 10.24916/iansa.2021.2.1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Literaturangaben===&lt;br /&gt;
[[Benutzer:BHeinrich#Rotationsgeschwindigkeit|1]]  |  im Folgenden: rpm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:BHeinrich#Geschwindigkeit während des Herstellungsprozesses|2]]  |  experimentalarchäologische Forschung mit Repliken antiker griechischer Töpferscheiben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:BHeinrich#Langsamdrehende Töpferscheiben|3]]  |  oder synonym oft &amp;quot;Tournetten&amp;quot; (engl. turntables). ''Tournetten sind langsam-drehende häufig handbetriebene Töpferscheiben, denen die Fähigkeit fehlt ihre Geschwindigkeit zu erhalten. In einigen Publikationen wird eine Rotationsgeschwindigkeit angegeben, die von Tournetten nicht erreicht werden darf (bspw. 80 rpm (Ch. Fiaccavento, 2013)). Vereinzelt wird die Bezeichnung &amp;quot;Tournette&amp;quot; auch für Drehvorrichtungen ohne Achse (Drehbare Unterlagen) verwendet.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Extension - Test]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BHeinrich</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Benutzer:BHeinrich&amp;diff=8901</id>
		<title>Benutzer:BHeinrich</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Benutzer:BHeinrich&amp;diff=8901"/>
		<updated>2025-02-27T11:57:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BHeinrich: /* Literaturangaben */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;https://colab.research.google.com/github/Heinrich-B/T-pferscheibe/blob/main/RToepferscheibe.ipynb&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Töpferscheibe ist eine Konstruktion, die es erlaubt, Rotationsenergie zu nutzen, um aus rohem Ton Gefäße zu formen, sie ist mit einer Achse gelagert und wird mit verschiedenen Methoden angetrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich unterschiedet man zwischen einfachen- und doppelten Töpferscheiben. Einfache Töpferscheiben besitzen eine einzige, meist schwere Scheibe, die der Gefäßformung und dem Antrieb dient. Doppelte Töpferscheiben weisen zwei, miteinander verbundene Scheiben auf. Das Gefäß wird auf einer oberen Scheibe geformt, während an der unteren, meist schwereren Scheibe angetrieben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem muss die Töpferscheibe von den sogenannten „drehbaren Unterlagen“ (auch Drehteller), die bei der Herstellung von nachgedrehter Keramik zum Einsatz kommen, abgegrenzt werden. Drehbare Unterlagen sind nicht dazu in der Lage Rotationsenergie nutzbar zu machen, können aber trotzdem mit einer Achse gelagert sein. Die Unterteilung in Töpferscheiben, Tournetten und drehbare Unterlagen wird unter der Annahme vorgenommen, dass man einzig auf der Töpferscheibe ausreichend Rotationsenergie generiert, um Gefäße frei zu drehen (Berg 2020, 2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Terminologie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tournette===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rotationsgeschwindigkeit===&lt;br /&gt;
Entscheidend für den Herstellungsprozess auf Töpferscheiben ist die Rotationsgeschwindigkeit während der Formung des Gefäßes, sie bestimmt die Technik des Töpfernden. Allgemein wird zwischen schnell- und langsamdrehenden Töpferscheiben unterschieden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schnelldrehend | Schnell-laufend====&lt;br /&gt;
Schnelldrehende Töpferscheiben erlauben die Herstellung von [[Drehscheibenkeramik]]. Durch ihre große Rotationsgeschwindigkeit entsteht genug Rotationsenergie, um die Tonmasse frei zu verformen, anstatt sie wie bei anderen Techniken Stück für Stück zu einem Gefäß zusammenzusetzen (Wulst-Dreh-Technik). Um eine ausreichend große Rotationsgeschwindigkeit so lange wie möglich beibehalten zu können, werden zwei Herangehensweisen kombiniert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1: Eine größere Masse ermöglicht es, die Rotationsenergie länger zu erhalten(Trägheitsmoment). Mit dem stabbetrieben [[Benutzer:BHeinrich#Typologie|Töpferrad]] kann so, einmal angetrieben ein ganzes Gefäß gefertigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2: Viele doppelte Töpferscheibe erlauben durch ihre Bauweise parallel zur Herstellung angetrieben zu werden, deswegen kann auch auf leichten fußbetrieben Scheiben eine große Geschwindigkeit erreicht werden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Angaben zur erforderlichen Rotationsgeschwindigkeit für das freie Drehen variieren zwischen 40 Umdrehungen pro Minute&amp;lt;sup&amp;gt;[[Benutzer:BHeinrich#Literaturangaben|1]]&amp;lt;/sup&amp;gt; (Berg 2011) und 150 rpm (Roux / de Miroschedji 2009).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rotationsgeschwindigkeit unterscheidet sich zudem während der einzelnen Herstellungsstadien (Zentrieren, Aufbrechen, Hochziehen) und hängt (unter Anderem) auch von der Größe und Form des Gefäßes ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Langsamdrehend | Langsam-laufend====&lt;br /&gt;
Langsam-drehende Töpferscheiben&amp;lt;sup&amp;gt;[[Benutzer:BHeinrich#Literaturangaben|3]]&amp;lt;/sup&amp;gt; werden zur Herstellung von [[Nachgedrehte Keramik | Nachgedrehter Keramik]] verwendet und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschwindigkeit während der Herstellung====&lt;br /&gt;
Es muss angemerkt werden, dass die Rotationsgeschwindigkeit während der Gefäßformung nicht nur von den technischen Merkmalen der Töpferscheibe abhängt, sondern auch von der Technik und Erfahrung des individuellen Töpfers. Außerdem ist die Rotationsgeschwindigkeit während der Fertigung eines Gefäßes nicht konstant, sondern variiert während der einzelnen „Herstellungsstadien“.&lt;br /&gt;
Die Rotationsgeschwindigkeit bleibt während des Aufbrechens und Hochziehens relativ konstant, wird aber anschließend während der Durchführung der finalen Arbeitsschritte, nach den Bedürfnissen des Töpfernden verringert (Neth / Hasaki, 2021)&amp;lt;sup&amp;gt;[[Benutzer:BHeinrich#Literaturangaben|2]]&amp;lt;/sup&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Geschichte der Töpferscheibe==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Erfindung der Töpferscheibe===&lt;br /&gt;
Weithin geht man davon aus, dass die Töpferscheibe im 4. Jahrtausend v.Chr. im Nahen Osten erstmalig entwickelt wurde. Ihre Erfindung hat die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''m.W. der älteste Nachweis - schell laufend?:&lt;br /&gt;
V. Roux, A Dynamic Systems Framework for Studying Technological Change: Application to the Emergence of the Potter’s Wheel in the Southern Levant. Journal of archaeological method and theory 10/1, 2003, 1–30.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Verbreitung der Töpferscheibe===&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab circa 2550 v.Chr. beginnt sich die Nutzung der Töpferscheibe in Anatolien zu verbreiten. Ein wichtiger Faktor für diesen Prozess waren die Handelsbeziehungen zwischen den Regionen Nordwestanatoliens und dem südöstlich liegenden Gebiet Kilikien. Für diesen Transfer werden zwei Routen in Betracht gezogen: eine Handelsroute diagonal durch das anatolische Inland („Great Caravan Route “ (T. Efe, 2007)) und eine maritime Handelsverbindung entlang der Süd- und Westküste Anatoliens. &lt;br /&gt;
Durch die Interaktion mit den, die Töpferscheibe nutzenden Gruppen Westanatoliens und der Ost-Ägäis erreichte die Kenntnis des Werkzeugs in der zweiten Hälfte des 3. Jahrtausends v.Chr. auch das griechische Festland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Kreta wird die Verwendung langsamer Drehvorrichtungen (Tournetten / drehbare Unterlagen) für das frühe 3. Jahrtausend v.Chr. angenommen (P. M. Day / D. Wilson, 1997). Ab dem frühen 2. vorchristlichen Jahrtausend,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Typologie==&lt;br /&gt;
====Spindelscheibe====&lt;br /&gt;
====Sprossenscheibe====&lt;br /&gt;
====Blockscheibe====&lt;br /&gt;
====Töpferrad====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Archäologische Funde==&lt;br /&gt;
===Mittelalter===&lt;br /&gt;
===Neuzeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bergmann 1993:         R. Bergmann, Mittelalterliche und neuzeitliche Töpferei in Dortmund-Groppenbruch. Vorbericht. In: B. Trier (Hrsg.), Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe, Jahrgang 8b (Mainz 1993) 31-39 (ISBN: 3-8053-1523-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ruppel 1991:		Th. Ruppel, Zur Rekonstruktion der Töpferscheiben – Archäologischer Befund und zeitgenössische Abbildungen. In: Eine Töpferwerkstatt der Familie Knütgen – Neue archäologische und historische Forschungen zur Unteren Aulgasse. Kunst und Altertum am Rhein, Nummer 133 (Köln 1991) 73-83 (ISBN: 978-3-7927-1223-8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Leterme 2007:		C. Leterme, Töpferräder und graublauer Keramikfundkomplex. Aufsehenerregender Fund in Raeren. In: G. Isenberg (Hrsg.) / M. Harzenetter (Hrsg.), Keramik auf Sonderwegen. 37. Internationales Hafnerei-Symposium, Herne 19.-25. September 2004. Denkmalpflege und Forschung in Westfalen, Band 44 (Mainz 2007) 253-264 (ISBN: 978-3-8053-3822-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildliche Quellen==&lt;br /&gt;
siehe [[Bildquellen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
WIP:&lt;br /&gt;
wo einzuordnen? bei Diderot evtl. noch weitere Darstellungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Handtöpferscheiben====&lt;br /&gt;
*Remigius Autissodorensis, Biblia Sacti Petri Rodensis Laten 6 (3) (El Port de la Selva) 1050 - 1075&lt;br /&gt;
[[Datei:Bischofskapelle_-_dom_gurk_-_c.cossa_-_Kopie.jpg |thumb|300px|center| Gurk, Fresko in der Bischofskapelle des Doms mit Darstellung eines Töpfers mit handgetriebener Töpferscheibe, um 1264 (Foto [Ausschnitt]: C. Cossa [CC BY-SA 3.0 AT] via WikimediaCommons: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bischofskapelle_-_dom_gurk_-_c.cossa.jpg?uselang=de)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Spindelscheibe====&lt;br /&gt;
*Li tre libri dell'arte del vasaio					1557&lt;br /&gt;
*Vannoccio Biringuccio, De la pirotechnia (Venetia)		        1559 &lt;br /&gt;
**https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb10208729?page=604%2C605 mit zwei Typen von Töpferscheiben, einmal fuß- und einmal handgetrieben&lt;br /&gt;
[[Datei:Biringuccio De la pirotechnia 559 S303 .jpg|thumb|center|300px|Vannoccio Biringuccio, De la pirotechnia (Venetia 1559) S. 303 via MDZ https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb10208729?page=604%2C605]]&lt;br /&gt;
*Noël Antonine Pluche, Le Spectacle De La Nature, Ou Entretiens Sur Les Particularités De L'Histoire Naturelle, Qui ont paru les plus propres à rendre les Jeunes-Gens curieux, &amp;amp; à leur former l'esprit ; T. 3, Pt. 2                         1742&lt;br /&gt;
*Denis Diderot &amp;amp; Jean Le Rond d'Alembert, Recueil de plaches (Paris) (ganzes Kapitel: https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k50562x/f209.item.r=Recueil%20de%20planches)   1762 - 1777&lt;br /&gt;
**[[Datei:ABB4-4.jpg|thumb|300px|center|Konstruktionszeichnung einer Spindelscheibe aus &amp;quot;Recueil de planches, sur les sciences, les arts libéraux et les arts mechaniques&amp;quot; (D. Diderot/ J. d'Alembert, 1762 - 1777)]]&lt;br /&gt;
*Neuer Orbis Pictus für die Jugend					1832&lt;br /&gt;
*Dictionnaire de chimie industrielle - tome 3				1864&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Sprossenscheibe====&lt;br /&gt;
*Hofämterspiel								1455&lt;br /&gt;
*Bakthasar Behem, Balthasar Behem Codex	(Krakau)			1505&lt;br /&gt;
[[Datei:708px-Ravensburg Zunftscheibe Schmiede 1505 Detail 05.jpg|thumb|center|300px|Meistertafel der Schmiedezunft, [[Ravensburg]], 1505–1563(?), Museum Humpis-Quartier, Ravensburg (Foto: Andreas Praefckem PD, via [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ravensburg_Zunftscheibe_Schmiede_1505_Detail_05.jpg WikimediaCommons])]]&lt;br /&gt;
*Concordantiae caritatis						1530&lt;br /&gt;
*De re metallica libri XII						1656&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Blockscheibe====&lt;br /&gt;
*Polydorvs Vergilivs Vrbinas, Von den Ergindern der ding (Augsburg) 1537&lt;br /&gt;
**[[Datei:Polydorus Vergilius 1537.png|thumb|center|300px|Polydorvs Vergilivs Vrbinas. Uon den erfyndern der dyngen. W (Augsburg 1537). - Hafnerwerkstatt mit fußgetriebener Töpferscheibe - Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel  [https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/ CC BY SA] - http://diglib.hab.de/drucke/q-49-2f-helmst/start.htm?image=00171]]&lt;br /&gt;
*Jost Amman, Ständebuch	(Frankfurt am Main)			        1568&lt;br /&gt;
*, Hausbücher der Nürnberger Zwölfbrüderstiftungen - Mendel II (Nürnberg) 1605&lt;br /&gt;
*Michael Maier, Atalanta Fugiens - Emblema XV. Opus figuli (Oppenheim)	1617&lt;br /&gt;
*Königskette								1700&lt;br /&gt;
*Schüssel (Albert Murs)							1716&lt;br /&gt;
*Schützenplakette							1820&lt;br /&gt;
*Schützenplakette							1834&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Töpferrad====&lt;br /&gt;
*Bible Moralisée Codex Vindobonensis 2554				1200 – 1250&lt;br /&gt;
*Biblia sacra moralisata						1201 – 1300&lt;br /&gt;
*Bible moralisée de Naples						1350&lt;br /&gt;
*Chants royaux sur la Conception					1528&lt;br /&gt;
*Het Menselyk Bedryf							1699&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Timeline====&lt;br /&gt;
[[Datei:Test.png|2|thumb|300px|center|Timeline bildlicher Quellen (Veröffentlichungsjahr) und archäologischer Funde (~Datierung) zwischen 1000n.Chr. und 2000n.Chr.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Rieth 1960:		A. Rieth, 5000 Jahre Töpferscheibe (Konstanz 1960).&lt;br /&gt;
*Czysz 1990:		W. Czysz, Geschichte und Konstruktion alter Töpferscheiben. In: M. Fansa (Hrsg.), Experimentelle Archäologie in Deutschland. Archäologische Mitteilungen aus Nordwestdeutschland, Beiheft 4 (Oldenburg 1990) 308-314.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ruppel 1991:		Th. Ruppel, Zur Rekonstruktion der Töpferscheiben – Archäologischer Befund und zeitgenössische Abbildungen. In: Eine Töpferwerkstatt der Familie Knütgen – Neue archäologische und historische Forschungen zur Unteren Aulgasse. Kunst und Altertum am Rhein, Nummer 133 (Köln 1991) 73-83 (ISBN: 978-3-7927-1223-8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bergmann 1993:         R. Bergmann, Mittelalterliche und neuzeitliche Töpferei in Dortmund-Groppenbruch. Vorbericht. In: B. Trier (Hrsg.), Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe, Jahrgang 8b (Mainz 1993) 31-39 (ISBN: 3-8053-1523-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kerkhoff-Hader 1996:	B. Kerkhoff-Hader, Rheinische Töpferscheiben im Überregionalen Vergleich. In: H. Lüdtke (Hrsg.) / R. Vossen (Hrsg.), Töpfereiforschung zwischen Mittelmeer und Skandinavien, Beiträge des Internationalen Kolloquiums 1990 in Hamburg. Töpferei- und Keramikforschung, Band 3 (Bonn 1996) 225-257.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kerkhoff-Hader 1997: 	B. Kerkhoff-Hader, Töpferscheiben und -räder in rheinischen Werkstätten des 17.-20. Jahrhunderts. In: R.-E. Mohrmann/V. Rodekamp/D. Sauermann (Hrsg.),Volkskunde im Spannungsfeld zwischen Universität und Museum (Münster 1997) 181–214.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Schreg 2007: 		R. Schreg, Keramik aus Südwestdeutschland. Eine Hilfe zur Beschreibung, Bestimmung und Datierung archäologischer Funde vom Neolithikum bis zur Neuzeit. Lehr- und Arbeitsmaterialien zur Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit (Tübingen 2007³) (ISBN: 978-3-9806533-0-5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Leterme 2007:		C. Leterme, Töpferräder und graublauer Keramikfundkomplex. Aufsehenerregender Fund in Raeren. In: G. Isenberg (Hrsg.) / M. Harzenetter (Hrsg.), Keramik auf Sonderwegen. 37. Internationales Hafnerei-Symposium, Herne 19.-25. September 2004. Denkmalpflege und Forschung in Westfalen, Band 44 (Mainz 2007) 253-264 (ISBN: 978-3-8053-3822-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Roux / de Miroschedji 2009: V. Roux / P. de Miroschedji, Revisiting the History of the Potter's Wheel in the Southern Levant. Levant 41/2, 2009, 155-172 (DOI: https://doi.org/10.1179/007589109X12484491671095).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Berg 2011:		I . Berg, What’s in a forming technique? An investigation into wheel- throwing in Bronze Age Crete. Old Potter’s Almanack 16/2, 2011, 9-12 (DOI: https://doi.org/10.11588/opa.2011.2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Hegewisch 2011:	M. Hegewisch, Zur Drehscheinbenkeramik im Westen der Germania Magna. Anfänge, Weiterentwicklung und Verbreitung. In: J. Bemmann (Hrsg.) / U. Brosseder (Hrsg.) / H.-E. Joachim 			(Hrsg.), Drehscheibentöpferei im Barbaricum, Technologietransfer und Professionalisierung eines Handwerks am Rande des Römischen Imperiums. Bonner Beiträge zur Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie, Band 13 (Bonn 2011) 119-174.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ulbert 2011:		C. Ulbert, Römische und Mittelalterliche Drehscheibenbefunde aus dem Rheinland. In: J. Bemmann (Hrsg.) / U. Brosseder (Hrsg.) / H.-E. Joachim (Hrsg.), Drehscheibentöpferei im Barbaricum, 				Technologietransfer und Professionalisierung eines Handwerks am Rande des Römischen Imperiums. Bonner Beiträge zur Ur- und Frühgeschichtlichen Archäologie, Band 13 (Bonn 2011) 83-90.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mennicken 2013:	R. Mennicken, Raerener Steinzeug - Europäisches Kulturerbe (Raeren 2013) (ISBN: 978-3867120852).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Rogier 2015:		M. Rogier, Mittelalterliche nachgedrehte Keramik – Überlegungen zu Definition, Bestimmung und Interpretation am Beispiel Baden-Württemberg (Tübingen 2015) (ISBN: 978-3-9806533-3-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Thér 2017:		R. Thér, Potter‘s Wheel in Central  Europe: Process or Product Innovation?. Journal of Archaeological Method and Theory 24/4 , 2017, 1256-1299.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Berg 2020:		Encyclopedia of Global Archaeology (2020) s. v. The Potter‘s Wheel (I. Berg) (DOI: https://doi.org/10.1007/978-3-030-30018-0_3443).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Minos 2021:		Ch. Minos, A Return to the Wheel: Rethinking Experimental Methologies for the Study of the Potter’s Wheel. Interdisciplinaria Archaeologica, Natural Siences in Archeology 12/2, 2021, 127-142 (DOI: 10.24916/iansa.2021.2.2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Neth / Hasaki 2021:    B. Neth / E. Hasaki, The Ancient Greek Potter's Wheel: Experimental Archaeology and Web Applications for Velocity Analysis. Interdisciplinaria Archaeologica, Natural Siences in Archeology 12/2, 2021, 115-125 (DOI: 10.24916/iansa.2021.2.1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Literaturangaben===&lt;br /&gt;
[[Benutzer:BHeinrich#Rotationsgeschwindigkeit|1]]  |  im Folgenden: rpm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:BHeinrich#Geschwindigkeit während des Herstellungsprozesses|2]]  |  experimentalarchäologische Forschung mit Repliken antiker griechischer Töpferscheiben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:BHeinrich#Langsamdrehende Töpferscheiben|3]]  |  oder synonym oft &amp;quot;Tournetten&amp;quot; (engl. turntables). ''Tournetten sind langsam-drehende häufig handbetriebene Töpferscheiben, denen die Fähigkeit fehlt ihre Geschwindigkeit zu erhalten. In einigen Publikationen wird eine Rotationsgeschwindigkeit angegeben, die von Tournetten nicht erreicht werden darf (bspw. 80 rpm (Ch. Fiaccavento, 2013)). Vereinzelt wird die Bezeichnung &amp;quot;Tournette&amp;quot; auch für Drehvorrichtungen ohne Achse (Drehbare Unterlagen) verwendet.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Extension - Test]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bababa&amp;lt;ref&amp;gt;E. Miller, ''The Sun'', (New York: Academic Press, 2005), 23–25.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BHeinrich</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Benutzer:BHeinrich&amp;diff=8900</id>
		<title>Benutzer:BHeinrich</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Benutzer:BHeinrich&amp;diff=8900"/>
		<updated>2025-02-27T11:56:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BHeinrich: /* Literaturangaben */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;https://colab.research.google.com/github/Heinrich-B/T-pferscheibe/blob/main/RToepferscheibe.ipynb&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Töpferscheibe ist eine Konstruktion, die es erlaubt, Rotationsenergie zu nutzen, um aus rohem Ton Gefäße zu formen, sie ist mit einer Achse gelagert und wird mit verschiedenen Methoden angetrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich unterschiedet man zwischen einfachen- und doppelten Töpferscheiben. Einfache Töpferscheiben besitzen eine einzige, meist schwere Scheibe, die der Gefäßformung und dem Antrieb dient. Doppelte Töpferscheiben weisen zwei, miteinander verbundene Scheiben auf. Das Gefäß wird auf einer oberen Scheibe geformt, während an der unteren, meist schwereren Scheibe angetrieben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem muss die Töpferscheibe von den sogenannten „drehbaren Unterlagen“ (auch Drehteller), die bei der Herstellung von nachgedrehter Keramik zum Einsatz kommen, abgegrenzt werden. Drehbare Unterlagen sind nicht dazu in der Lage Rotationsenergie nutzbar zu machen, können aber trotzdem mit einer Achse gelagert sein. Die Unterteilung in Töpferscheiben, Tournetten und drehbare Unterlagen wird unter der Annahme vorgenommen, dass man einzig auf der Töpferscheibe ausreichend Rotationsenergie generiert, um Gefäße frei zu drehen (Berg 2020, 2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Terminologie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tournette===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rotationsgeschwindigkeit===&lt;br /&gt;
Entscheidend für den Herstellungsprozess auf Töpferscheiben ist die Rotationsgeschwindigkeit während der Formung des Gefäßes, sie bestimmt die Technik des Töpfernden. Allgemein wird zwischen schnell- und langsamdrehenden Töpferscheiben unterschieden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schnelldrehend | Schnell-laufend====&lt;br /&gt;
Schnelldrehende Töpferscheiben erlauben die Herstellung von [[Drehscheibenkeramik]]. Durch ihre große Rotationsgeschwindigkeit entsteht genug Rotationsenergie, um die Tonmasse frei zu verformen, anstatt sie wie bei anderen Techniken Stück für Stück zu einem Gefäß zusammenzusetzen (Wulst-Dreh-Technik). Um eine ausreichend große Rotationsgeschwindigkeit so lange wie möglich beibehalten zu können, werden zwei Herangehensweisen kombiniert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1: Eine größere Masse ermöglicht es, die Rotationsenergie länger zu erhalten(Trägheitsmoment). Mit dem stabbetrieben [[Benutzer:BHeinrich#Typologie|Töpferrad]] kann so, einmal angetrieben ein ganzes Gefäß gefertigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2: Viele doppelte Töpferscheibe erlauben durch ihre Bauweise parallel zur Herstellung angetrieben zu werden, deswegen kann auch auf leichten fußbetrieben Scheiben eine große Geschwindigkeit erreicht werden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Angaben zur erforderlichen Rotationsgeschwindigkeit für das freie Drehen variieren zwischen 40 Umdrehungen pro Minute&amp;lt;sup&amp;gt;[[Benutzer:BHeinrich#Literaturangaben|1]]&amp;lt;/sup&amp;gt; (Berg 2011) und 150 rpm (Roux / de Miroschedji 2009).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rotationsgeschwindigkeit unterscheidet sich zudem während der einzelnen Herstellungsstadien (Zentrieren, Aufbrechen, Hochziehen) und hängt (unter Anderem) auch von der Größe und Form des Gefäßes ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Langsamdrehend | Langsam-laufend====&lt;br /&gt;
Langsam-drehende Töpferscheiben&amp;lt;sup&amp;gt;[[Benutzer:BHeinrich#Literaturangaben|3]]&amp;lt;/sup&amp;gt; werden zur Herstellung von [[Nachgedrehte Keramik | Nachgedrehter Keramik]] verwendet und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschwindigkeit während der Herstellung====&lt;br /&gt;
Es muss angemerkt werden, dass die Rotationsgeschwindigkeit während der Gefäßformung nicht nur von den technischen Merkmalen der Töpferscheibe abhängt, sondern auch von der Technik und Erfahrung des individuellen Töpfers. Außerdem ist die Rotationsgeschwindigkeit während der Fertigung eines Gefäßes nicht konstant, sondern variiert während der einzelnen „Herstellungsstadien“.&lt;br /&gt;
Die Rotationsgeschwindigkeit bleibt während des Aufbrechens und Hochziehens relativ konstant, wird aber anschließend während der Durchführung der finalen Arbeitsschritte, nach den Bedürfnissen des Töpfernden verringert (Neth / Hasaki, 2021)&amp;lt;sup&amp;gt;[[Benutzer:BHeinrich#Literaturangaben|2]]&amp;lt;/sup&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Geschichte der Töpferscheibe==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Erfindung der Töpferscheibe===&lt;br /&gt;
Weithin geht man davon aus, dass die Töpferscheibe im 4. Jahrtausend v.Chr. im Nahen Osten erstmalig entwickelt wurde. Ihre Erfindung hat die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''m.W. der älteste Nachweis - schell laufend?:&lt;br /&gt;
V. Roux, A Dynamic Systems Framework for Studying Technological Change: Application to the Emergence of the Potter’s Wheel in the Southern Levant. Journal of archaeological method and theory 10/1, 2003, 1–30.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Verbreitung der Töpferscheibe===&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab circa 2550 v.Chr. beginnt sich die Nutzung der Töpferscheibe in Anatolien zu verbreiten. Ein wichtiger Faktor für diesen Prozess waren die Handelsbeziehungen zwischen den Regionen Nordwestanatoliens und dem südöstlich liegenden Gebiet Kilikien. Für diesen Transfer werden zwei Routen in Betracht gezogen: eine Handelsroute diagonal durch das anatolische Inland („Great Caravan Route “ (T. Efe, 2007)) und eine maritime Handelsverbindung entlang der Süd- und Westküste Anatoliens. &lt;br /&gt;
Durch die Interaktion mit den, die Töpferscheibe nutzenden Gruppen Westanatoliens und der Ost-Ägäis erreichte die Kenntnis des Werkzeugs in der zweiten Hälfte des 3. Jahrtausends v.Chr. auch das griechische Festland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Kreta wird die Verwendung langsamer Drehvorrichtungen (Tournetten / drehbare Unterlagen) für das frühe 3. Jahrtausend v.Chr. angenommen (P. M. Day / D. Wilson, 1997). Ab dem frühen 2. vorchristlichen Jahrtausend,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Typologie==&lt;br /&gt;
====Spindelscheibe====&lt;br /&gt;
====Sprossenscheibe====&lt;br /&gt;
====Blockscheibe====&lt;br /&gt;
====Töpferrad====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Archäologische Funde==&lt;br /&gt;
===Mittelalter===&lt;br /&gt;
===Neuzeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bergmann 1993:         R. Bergmann, Mittelalterliche und neuzeitliche Töpferei in Dortmund-Groppenbruch. Vorbericht. In: B. Trier (Hrsg.), Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe, Jahrgang 8b (Mainz 1993) 31-39 (ISBN: 3-8053-1523-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ruppel 1991:		Th. Ruppel, Zur Rekonstruktion der Töpferscheiben – Archäologischer Befund und zeitgenössische Abbildungen. In: Eine Töpferwerkstatt der Familie Knütgen – Neue archäologische und historische Forschungen zur Unteren Aulgasse. Kunst und Altertum am Rhein, Nummer 133 (Köln 1991) 73-83 (ISBN: 978-3-7927-1223-8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Leterme 2007:		C. Leterme, Töpferräder und graublauer Keramikfundkomplex. Aufsehenerregender Fund in Raeren. In: G. Isenberg (Hrsg.) / M. Harzenetter (Hrsg.), Keramik auf Sonderwegen. 37. Internationales Hafnerei-Symposium, Herne 19.-25. September 2004. Denkmalpflege und Forschung in Westfalen, Band 44 (Mainz 2007) 253-264 (ISBN: 978-3-8053-3822-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildliche Quellen==&lt;br /&gt;
siehe [[Bildquellen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
WIP:&lt;br /&gt;
wo einzuordnen? bei Diderot evtl. noch weitere Darstellungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Handtöpferscheiben====&lt;br /&gt;
*Remigius Autissodorensis, Biblia Sacti Petri Rodensis Laten 6 (3) (El Port de la Selva) 1050 - 1075&lt;br /&gt;
[[Datei:Bischofskapelle_-_dom_gurk_-_c.cossa_-_Kopie.jpg |thumb|300px|center| Gurk, Fresko in der Bischofskapelle des Doms mit Darstellung eines Töpfers mit handgetriebener Töpferscheibe, um 1264 (Foto [Ausschnitt]: C. Cossa [CC BY-SA 3.0 AT] via WikimediaCommons: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bischofskapelle_-_dom_gurk_-_c.cossa.jpg?uselang=de)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Spindelscheibe====&lt;br /&gt;
*Li tre libri dell'arte del vasaio					1557&lt;br /&gt;
*Vannoccio Biringuccio, De la pirotechnia (Venetia)		        1559 &lt;br /&gt;
**https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb10208729?page=604%2C605 mit zwei Typen von Töpferscheiben, einmal fuß- und einmal handgetrieben&lt;br /&gt;
[[Datei:Biringuccio De la pirotechnia 559 S303 .jpg|thumb|center|300px|Vannoccio Biringuccio, De la pirotechnia (Venetia 1559) S. 303 via MDZ https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb10208729?page=604%2C605]]&lt;br /&gt;
*Noël Antonine Pluche, Le Spectacle De La Nature, Ou Entretiens Sur Les Particularités De L'Histoire Naturelle, Qui ont paru les plus propres à rendre les Jeunes-Gens curieux, &amp;amp; à leur former l'esprit ; T. 3, Pt. 2                         1742&lt;br /&gt;
*Denis Diderot &amp;amp; Jean Le Rond d'Alembert, Recueil de plaches (Paris) (ganzes Kapitel: https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k50562x/f209.item.r=Recueil%20de%20planches)   1762 - 1777&lt;br /&gt;
**[[Datei:ABB4-4.jpg|thumb|300px|center|Konstruktionszeichnung einer Spindelscheibe aus &amp;quot;Recueil de planches, sur les sciences, les arts libéraux et les arts mechaniques&amp;quot; (D. Diderot/ J. d'Alembert, 1762 - 1777)]]&lt;br /&gt;
*Neuer Orbis Pictus für die Jugend					1832&lt;br /&gt;
*Dictionnaire de chimie industrielle - tome 3				1864&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Sprossenscheibe====&lt;br /&gt;
*Hofämterspiel								1455&lt;br /&gt;
*Bakthasar Behem, Balthasar Behem Codex	(Krakau)			1505&lt;br /&gt;
[[Datei:708px-Ravensburg Zunftscheibe Schmiede 1505 Detail 05.jpg|thumb|center|300px|Meistertafel der Schmiedezunft, [[Ravensburg]], 1505–1563(?), Museum Humpis-Quartier, Ravensburg (Foto: Andreas Praefckem PD, via [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ravensburg_Zunftscheibe_Schmiede_1505_Detail_05.jpg WikimediaCommons])]]&lt;br /&gt;
*Concordantiae caritatis						1530&lt;br /&gt;
*De re metallica libri XII						1656&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Blockscheibe====&lt;br /&gt;
*Polydorvs Vergilivs Vrbinas, Von den Ergindern der ding (Augsburg) 1537&lt;br /&gt;
**[[Datei:Polydorus Vergilius 1537.png|thumb|center|300px|Polydorvs Vergilivs Vrbinas. Uon den erfyndern der dyngen. W (Augsburg 1537). - Hafnerwerkstatt mit fußgetriebener Töpferscheibe - Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel  [https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/ CC BY SA] - http://diglib.hab.de/drucke/q-49-2f-helmst/start.htm?image=00171]]&lt;br /&gt;
*Jost Amman, Ständebuch	(Frankfurt am Main)			        1568&lt;br /&gt;
*, Hausbücher der Nürnberger Zwölfbrüderstiftungen - Mendel II (Nürnberg) 1605&lt;br /&gt;
*Michael Maier, Atalanta Fugiens - Emblema XV. Opus figuli (Oppenheim)	1617&lt;br /&gt;
*Königskette								1700&lt;br /&gt;
*Schüssel (Albert Murs)							1716&lt;br /&gt;
*Schützenplakette							1820&lt;br /&gt;
*Schützenplakette							1834&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Töpferrad====&lt;br /&gt;
*Bible Moralisée Codex Vindobonensis 2554				1200 – 1250&lt;br /&gt;
*Biblia sacra moralisata						1201 – 1300&lt;br /&gt;
*Bible moralisée de Naples						1350&lt;br /&gt;
*Chants royaux sur la Conception					1528&lt;br /&gt;
*Het Menselyk Bedryf							1699&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Timeline====&lt;br /&gt;
[[Datei:Test.png|2|thumb|300px|center|Timeline bildlicher Quellen (Veröffentlichungsjahr) und archäologischer Funde (~Datierung) zwischen 1000n.Chr. und 2000n.Chr.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Rieth 1960:		A. Rieth, 5000 Jahre Töpferscheibe (Konstanz 1960).&lt;br /&gt;
*Czysz 1990:		W. Czysz, Geschichte und Konstruktion alter Töpferscheiben. In: M. Fansa (Hrsg.), Experimentelle Archäologie in Deutschland. Archäologische Mitteilungen aus Nordwestdeutschland, Beiheft 4 (Oldenburg 1990) 308-314.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ruppel 1991:		Th. Ruppel, Zur Rekonstruktion der Töpferscheiben – Archäologischer Befund und zeitgenössische Abbildungen. In: Eine Töpferwerkstatt der Familie Knütgen – Neue archäologische und historische Forschungen zur Unteren Aulgasse. Kunst und Altertum am Rhein, Nummer 133 (Köln 1991) 73-83 (ISBN: 978-3-7927-1223-8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bergmann 1993:         R. Bergmann, Mittelalterliche und neuzeitliche Töpferei in Dortmund-Groppenbruch. Vorbericht. In: B. Trier (Hrsg.), Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe, Jahrgang 8b (Mainz 1993) 31-39 (ISBN: 3-8053-1523-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kerkhoff-Hader 1996:	B. Kerkhoff-Hader, Rheinische Töpferscheiben im Überregionalen Vergleich. In: H. Lüdtke (Hrsg.) / R. Vossen (Hrsg.), Töpfereiforschung zwischen Mittelmeer und Skandinavien, Beiträge des Internationalen Kolloquiums 1990 in Hamburg. Töpferei- und Keramikforschung, Band 3 (Bonn 1996) 225-257.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kerkhoff-Hader 1997: 	B. Kerkhoff-Hader, Töpferscheiben und -räder in rheinischen Werkstätten des 17.-20. Jahrhunderts. In: R.-E. Mohrmann/V. Rodekamp/D. Sauermann (Hrsg.),Volkskunde im Spannungsfeld zwischen Universität und Museum (Münster 1997) 181–214.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Schreg 2007: 		R. Schreg, Keramik aus Südwestdeutschland. Eine Hilfe zur Beschreibung, Bestimmung und Datierung archäologischer Funde vom Neolithikum bis zur Neuzeit. Lehr- und Arbeitsmaterialien zur Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit (Tübingen 2007³) (ISBN: 978-3-9806533-0-5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Leterme 2007:		C. Leterme, Töpferräder und graublauer Keramikfundkomplex. Aufsehenerregender Fund in Raeren. In: G. Isenberg (Hrsg.) / M. Harzenetter (Hrsg.), Keramik auf Sonderwegen. 37. Internationales Hafnerei-Symposium, Herne 19.-25. September 2004. Denkmalpflege und Forschung in Westfalen, Band 44 (Mainz 2007) 253-264 (ISBN: 978-3-8053-3822-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Roux / de Miroschedji 2009: V. Roux / P. de Miroschedji, Revisiting the History of the Potter's Wheel in the Southern Levant. Levant 41/2, 2009, 155-172 (DOI: https://doi.org/10.1179/007589109X12484491671095).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Berg 2011:		I . Berg, What’s in a forming technique? An investigation into wheel- throwing in Bronze Age Crete. Old Potter’s Almanack 16/2, 2011, 9-12 (DOI: https://doi.org/10.11588/opa.2011.2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Hegewisch 2011:	M. Hegewisch, Zur Drehscheinbenkeramik im Westen der Germania Magna. Anfänge, Weiterentwicklung und Verbreitung. In: J. Bemmann (Hrsg.) / U. Brosseder (Hrsg.) / H.-E. Joachim 			(Hrsg.), Drehscheibentöpferei im Barbaricum, Technologietransfer und Professionalisierung eines Handwerks am Rande des Römischen Imperiums. Bonner Beiträge zur Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie, Band 13 (Bonn 2011) 119-174.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ulbert 2011:		C. Ulbert, Römische und Mittelalterliche Drehscheibenbefunde aus dem Rheinland. In: J. Bemmann (Hrsg.) / U. Brosseder (Hrsg.) / H.-E. Joachim (Hrsg.), Drehscheibentöpferei im Barbaricum, 				Technologietransfer und Professionalisierung eines Handwerks am Rande des Römischen Imperiums. Bonner Beiträge zur Ur- und Frühgeschichtlichen Archäologie, Band 13 (Bonn 2011) 83-90.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mennicken 2013:	R. Mennicken, Raerener Steinzeug - Europäisches Kulturerbe (Raeren 2013) (ISBN: 978-3867120852).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Rogier 2015:		M. Rogier, Mittelalterliche nachgedrehte Keramik – Überlegungen zu Definition, Bestimmung und Interpretation am Beispiel Baden-Württemberg (Tübingen 2015) (ISBN: 978-3-9806533-3-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Thér 2017:		R. Thér, Potter‘s Wheel in Central  Europe: Process or Product Innovation?. Journal of Archaeological Method and Theory 24/4 , 2017, 1256-1299.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Berg 2020:		Encyclopedia of Global Archaeology (2020) s. v. The Potter‘s Wheel (I. Berg) (DOI: https://doi.org/10.1007/978-3-030-30018-0_3443).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Minos 2021:		Ch. Minos, A Return to the Wheel: Rethinking Experimental Methologies for the Study of the Potter’s Wheel. Interdisciplinaria Archaeologica, Natural Siences in Archeology 12/2, 2021, 127-142 (DOI: 10.24916/iansa.2021.2.2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Neth / Hasaki 2021:    B. Neth / E. Hasaki, The Ancient Greek Potter's Wheel: Experimental Archaeology and Web Applications for Velocity Analysis. Interdisciplinaria Archaeologica, Natural Siences in Archeology 12/2, 2021, 115-125 (DOI: 10.24916/iansa.2021.2.1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Literaturangaben===&lt;br /&gt;
[[Benutzer:BHeinrich#Rotationsgeschwindigkeit|1]]  |  im Folgenden: rpm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:BHeinrich#Geschwindigkeit während des Herstellungsprozesses|2]]  |  experimentalarchäologische Forschung mit Repliken antiker griechischer Töpferscheiben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:BHeinrich#Langsamdrehende Töpferscheiben|3]]  |  oder synonym oft &amp;quot;Tournetten&amp;quot; (engl. turntables). ''Tournetten sind langsam-drehende häufig handbetriebene Töpferscheiben, denen die Fähigkeit fehlt ihre Geschwindigkeit zu erhalten. In einigen Publikationen wird eine Rotationsgeschwindigkeit angegeben, die von Tournetten nicht erreicht werden darf (bspw. 80 rpm (Ch. Fiaccavento, 2013)). Vereinzelt wird die Bezeichnung &amp;quot;Tournette&amp;quot; auch für Drehvorrichtungen ohne Achse (Drehbare Unterlagen) verwendet.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bababa&amp;lt;ref&amp;gt;E. Miller, ''The Sun'', (New York: Academic Press, 2005), 23–25.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BHeinrich</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Benutzer:BHeinrich&amp;diff=8856</id>
		<title>Benutzer:BHeinrich</title>
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		<updated>2025-02-20T12:31:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BHeinrich: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;https://colab.research.google.com/github/Heinrich-B/T-pferscheibe/blob/main/RToepferscheibe.ipynb&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Töpferscheibe ist eine Konstruktion, die es erlaubt, Rotationsenergie zu nutzen, um aus rohem Ton Gefäße zu formen, sie ist mit einer Achse gelagert und wird mit verschiedenen Methoden angetrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich unterschiedet man zwischen einfachen- und doppelten Töpferscheiben. Einfache Töpferscheiben besitzen eine einzige, meist schwere Scheibe, die der Gefäßformung und dem Antrieb dient. Doppelte Töpferscheiben weisen zwei, miteinander verbundene Scheiben auf. Das Gefäß wird auf einer oberen Scheibe geformt, während an der unteren, meist schwereren Scheibe angetrieben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem muss die Töpferscheibe von den sogenannten „drehbaren Unterlagen“ (auch Drehteller), die bei der Herstellung von nachgedrehter Keramik zum Einsatz kommen, abgegrenzt werden. Drehbare Unterlagen sind nicht dazu in der Lage Rotationsenergie nutzbar zu machen, können aber trotzdem mit einer Achse gelagert sein. Die Unterteilung in Töpferscheiben, Tournetten und drehbare Unterlagen wird unter der Annahme vorgenommen, dass man einzig auf der Töpferscheibe ausreichend Rotationsenergie generiert, um Gefäße frei zu drehen (Berg 2020, 2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Terminologie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tournette===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rotationsgeschwindigkeit===&lt;br /&gt;
Entscheidend für den Herstellungsprozess auf Töpferscheiben ist die Rotationsgeschwindigkeit während der Formung des Gefäßes, sie bestimmt die Technik des Töpfernden. Allgemein wird zwischen schnell- und langsamdrehenden Töpferscheiben unterschieden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schnelldrehend | Schnell-laufend====&lt;br /&gt;
Schnelldrehende Töpferscheiben erlauben die Herstellung von [[Drehscheibenkeramik]]. Durch ihre große Rotationsgeschwindigkeit entsteht genug Rotationsenergie, um die Tonmasse frei zu verformen, anstatt sie wie bei anderen Techniken Stück für Stück zu einem Gefäß zusammenzusetzen (Wulst-Dreh-Technik). Um eine ausreichend große Rotationsgeschwindigkeit so lange wie möglich beibehalten zu können, werden zwei Herangehensweisen kombiniert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1: Eine größere Masse ermöglicht es, die Rotationsenergie länger zu erhalten(Trägheitsmoment). Mit dem stabbetrieben [[Benutzer:BHeinrich#Typologie|Töpferrad]] kann so, einmal angetrieben ein ganzes Gefäß gefertigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2: Viele doppelte Töpferscheibe erlauben durch ihre Bauweise parallel zur Herstellung angetrieben zu werden, deswegen kann auch auf leichten fußbetrieben Scheiben eine große Geschwindigkeit erreicht werden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Angaben zur erforderlichen Rotationsgeschwindigkeit für das freie Drehen variieren zwischen 40 Umdrehungen pro Minute&amp;lt;sup&amp;gt;[[Benutzer:BHeinrich#Literaturangaben|1]]&amp;lt;/sup&amp;gt; (Berg 2011) und 150 rpm (Roux / de Miroschedji 2009).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rotationsgeschwindigkeit unterscheidet sich zudem während der einzelnen Herstellungsstadien (Zentrieren, Aufbrechen, Hochziehen) und hängt (unter Anderem) auch von der Größe und Form des Gefäßes ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Langsamdrehend | Langsam-laufend====&lt;br /&gt;
Langsam-drehende Töpferscheiben&amp;lt;sup&amp;gt;[[Benutzer:BHeinrich#Literaturangaben|3]]&amp;lt;/sup&amp;gt; werden zur Herstellung von [[Nachgedrehte Keramik | Nachgedrehter Keramik]] verwendet und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschwindigkeit während der Herstellung====&lt;br /&gt;
Es muss angemerkt werden, dass die Rotationsgeschwindigkeit während der Gefäßformung nicht nur von den technischen Merkmalen der Töpferscheibe abhängt, sondern auch von der Technik und Erfahrung des individuellen Töpfers. Außerdem ist die Rotationsgeschwindigkeit während der Fertigung eines Gefäßes nicht konstant, sondern variiert während der einzelnen „Herstellungsstadien“.&lt;br /&gt;
Die Rotationsgeschwindigkeit bleibt während des Aufbrechens und Hochziehens relativ konstant, wird aber anschließend während der Durchführung der finalen Arbeitsschritte, nach den Bedürfnissen des Töpfernden verringert (Neth / Hasaki, 2021)&amp;lt;sup&amp;gt;[[Benutzer:BHeinrich#Literaturangaben|2]]&amp;lt;/sup&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Geschichte der Töpferscheibe==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Erfindung der Töpferscheibe===&lt;br /&gt;
Weithin geht man davon aus, dass die Töpferscheibe im 4. Jahrtausend v.Chr. im Nahen Osten erstmalig entwickelt wurde. Ihre Erfindung hat die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''m.W. der älteste Nachweis - schell laufend?:&lt;br /&gt;
V. Roux, A Dynamic Systems Framework for Studying Technological Change: Application to the Emergence of the Potter’s Wheel in the Southern Levant. Journal of archaeological method and theory 10/1, 2003, 1–30.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Verbreitung der Töpferscheibe===&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab circa 2550 v.Chr. beginnt sich die Nutzung der Töpferscheibe in Anatolien zu verbreiten. Ein wichtiger Faktor für diesen Prozess waren die Handelsbeziehungen zwischen den Regionen Nordwestanatoliens und dem südöstlich liegenden Gebiet Kilikien. Für diesen Transfer werden zwei Routen in Betracht gezogen: eine Handelsroute diagonal durch das anatolische Inland („Great Caravan Route “ (T. Efe, 2007)) und eine maritime Handelsverbindung entlang der Süd- und Westküste Anatoliens. &lt;br /&gt;
Durch die Interaktion mit den, die Töpferscheibe nutzenden Gruppen Westanatoliens und der Ost-Ägäis erreichte die Kenntnis des Werkzeugs in der zweiten Hälfte des 3. Jahrtausends v.Chr. auch das griechische Festland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Kreta wird die Verwendung langsamer Drehvorrichtungen (Tournetten / drehbare Unterlagen) für das frühe 3. Jahrtausend v.Chr. angenommen (P. M. Day / D. Wilson, 1997). Ab dem frühen 2. vorchristlichen Jahrtausend,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Typologie==&lt;br /&gt;
====Spindelscheibe====&lt;br /&gt;
====Sprossenscheibe====&lt;br /&gt;
====Blockscheibe====&lt;br /&gt;
====Töpferrad====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Archäologische Funde==&lt;br /&gt;
===Mittelalter===&lt;br /&gt;
===Neuzeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bergmann 1993:         R. Bergmann, Mittelalterliche und neuzeitliche Töpferei in Dortmund-Groppenbruch. Vorbericht. In: B. Trier (Hrsg.), Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe, Jahrgang 8b (Mainz 1993) 31-39 (ISBN: 3-8053-1523-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ruppel 1991:		Th. Ruppel, Zur Rekonstruktion der Töpferscheiben – Archäologischer Befund und zeitgenössische Abbildungen. In: Eine Töpferwerkstatt der Familie Knütgen – Neue archäologische und historische Forschungen zur Unteren Aulgasse. Kunst und Altertum am Rhein, Nummer 133 (Köln 1991) 73-83 (ISBN: 978-3-7927-1223-8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Leterme 2007:		C. Leterme, Töpferräder und graublauer Keramikfundkomplex. Aufsehenerregender Fund in Raeren. In: G. Isenberg (Hrsg.) / M. Harzenetter (Hrsg.), Keramik auf Sonderwegen. 37. Internationales Hafnerei-Symposium, Herne 19.-25. September 2004. Denkmalpflege und Forschung in Westfalen, Band 44 (Mainz 2007) 253-264 (ISBN: 978-3-8053-3822-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildliche Quellen==&lt;br /&gt;
siehe [[Bildquellen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
WIP:&lt;br /&gt;
wo einzuordnen? bei Diderot evtl. noch weitere Darstellungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Handtöpferscheiben====&lt;br /&gt;
*Remigius Autissodorensis, Biblia Sacti Petri Rodensis Laten 6 (3) (El Port de la Selva) 1050 - 1075&lt;br /&gt;
[[Datei:Bischofskapelle_-_dom_gurk_-_c.cossa_-_Kopie.jpg |thumb|300px|center| Gurk, Fresko in der Bischofskapelle des Doms mit Darstellung eines Töpfers mit handgetriebener Töpferscheibe, um 1264 (Foto [Ausschnitt]: C. Cossa [CC BY-SA 3.0 AT] via WikimediaCommons: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bischofskapelle_-_dom_gurk_-_c.cossa.jpg?uselang=de)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Spindelscheibe====&lt;br /&gt;
*Li tre libri dell'arte del vasaio					1557&lt;br /&gt;
*Vannoccio Biringuccio, De la pirotechnia (Venetia)		        1559 &lt;br /&gt;
**https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb10208729?page=604%2C605 mit zwei Typen von Töpferscheiben, einmal fuß- und einmal handgetrieben&lt;br /&gt;
[[Datei:Biringuccio De la pirotechnia 559 S303 .jpg|thumb|center|300px|Vannoccio Biringuccio, De la pirotechnia (Venetia 1559) S. 303 via MDZ https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb10208729?page=604%2C605]]&lt;br /&gt;
*Noël Antonine Pluche, Le Spectacle De La Nature, Ou Entretiens Sur Les Particularités De L'Histoire Naturelle, Qui ont paru les plus propres à rendre les Jeunes-Gens curieux, &amp;amp; à leur former l'esprit ; T. 3, Pt. 2                         1742&lt;br /&gt;
*Denis Diderot &amp;amp; Jean Le Rond d'Alembert, Recueil de plaches (Paris) (ganzes Kapitel: https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k50562x/f209.item.r=Recueil%20de%20planches)   1762 - 1777&lt;br /&gt;
**[[Datei:ABB4-4.jpg|thumb|300px|center|Konstruktionszeichnung einer Spindelscheibe aus &amp;quot;Recueil de planches, sur les sciences, les arts libéraux et les arts mechaniques&amp;quot; (D. Diderot/ J. d'Alembert, 1762 - 1777)]]&lt;br /&gt;
*Neuer Orbis Pictus für die Jugend					1832&lt;br /&gt;
*Dictionnaire de chimie industrielle - tome 3				1864&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Sprossenscheibe====&lt;br /&gt;
*Hofämterspiel								1455&lt;br /&gt;
*Bakthasar Behem, Balthasar Behem Codex	(Krakau)			1505&lt;br /&gt;
[[Datei:708px-Ravensburg Zunftscheibe Schmiede 1505 Detail 05.jpg|thumb|center|300px|Meistertafel der Schmiedezunft, [[Ravensburg]], 1505–1563(?), Museum Humpis-Quartier, Ravensburg (Foto: Andreas Praefckem PD, via [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ravensburg_Zunftscheibe_Schmiede_1505_Detail_05.jpg WikimediaCommons])]]&lt;br /&gt;
*Concordantiae caritatis						1530&lt;br /&gt;
*De re metallica libri XII						1656&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Blockscheibe====&lt;br /&gt;
*Polydorvs Vergilivs Vrbinas, Von den Ergindern der ding (Augsburg) 1537&lt;br /&gt;
**[[Datei:Polydorus Vergilius 1537.png|thumb|center|300px|Polydorvs Vergilivs Vrbinas. Uon den erfyndern der dyngen. W (Augsburg 1537). - Hafnerwerkstatt mit fußgetriebener Töpferscheibe - Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel  [https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/ CC BY SA] - http://diglib.hab.de/drucke/q-49-2f-helmst/start.htm?image=00171]]&lt;br /&gt;
*Jost Amman, Ständebuch	(Frankfurt am Main)			        1568&lt;br /&gt;
*, Hausbücher der Nürnberger Zwölfbrüderstiftungen - Mendel II (Nürnberg) 1605&lt;br /&gt;
*Michael Maier, Atalanta Fugiens - Emblema XV. Opus figuli (Oppenheim)	1617&lt;br /&gt;
*Königskette								1700&lt;br /&gt;
*Schüssel (Albert Murs)							1716&lt;br /&gt;
*Schützenplakette							1820&lt;br /&gt;
*Schützenplakette							1834&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Töpferrad====&lt;br /&gt;
*Bible Moralisée Codex Vindobonensis 2554				1200 – 1250&lt;br /&gt;
*Biblia sacra moralisata						1201 – 1300&lt;br /&gt;
*Bible moralisée de Naples						1350&lt;br /&gt;
*Chants royaux sur la Conception					1528&lt;br /&gt;
*Het Menselyk Bedryf							1699&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Timeline====&lt;br /&gt;
[[Datei:Test.png|2|thumb|300px|center|Timeline bildlicher Quellen (Veröffentlichungsjahr) und archäologischer Funde (~Datierung) zwischen 1000n.Chr. und 2000n.Chr.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Rieth 1960:		A. Rieth, 5000 Jahre Töpferscheibe (Konstanz 1960).&lt;br /&gt;
*Czysz 1990:		W. Czysz, Geschichte und Konstruktion alter Töpferscheiben. In: M. Fansa (Hrsg.), Experimentelle Archäologie in Deutschland. Archäologische Mitteilungen aus Nordwestdeutschland, Beiheft 4 (Oldenburg 1990) 308-314.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ruppel 1991:		Th. Ruppel, Zur Rekonstruktion der Töpferscheiben – Archäologischer Befund und zeitgenössische Abbildungen. In: Eine Töpferwerkstatt der Familie Knütgen – Neue archäologische und historische Forschungen zur Unteren Aulgasse. Kunst und Altertum am Rhein, Nummer 133 (Köln 1991) 73-83 (ISBN: 978-3-7927-1223-8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bergmann 1993:         R. Bergmann, Mittelalterliche und neuzeitliche Töpferei in Dortmund-Groppenbruch. Vorbericht. In: B. Trier (Hrsg.), Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe, Jahrgang 8b (Mainz 1993) 31-39 (ISBN: 3-8053-1523-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kerkhoff-Hader 1996:	B. Kerkhoff-Hader, Rheinische Töpferscheiben im Überregionalen Vergleich. In: H. Lüdtke (Hrsg.) / R. Vossen (Hrsg.), Töpfereiforschung zwischen Mittelmeer und Skandinavien, Beiträge des Internationalen Kolloquiums 1990 in Hamburg. Töpferei- und Keramikforschung, Band 3 (Bonn 1996) 225-257.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kerkhoff-Hader 1997: 	B. Kerkhoff-Hader, Töpferscheiben und -räder in rheinischen Werkstätten des 17.-20. Jahrhunderts. In: R.-E. Mohrmann/V. Rodekamp/D. Sauermann (Hrsg.),Volkskunde im Spannungsfeld zwischen Universität und Museum (Münster 1997) 181–214.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Schreg 2007: 		R. Schreg, Keramik aus Südwestdeutschland. Eine Hilfe zur Beschreibung, Bestimmung und Datierung archäologischer Funde vom Neolithikum bis zur Neuzeit. Lehr- und Arbeitsmaterialien zur Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit (Tübingen 2007³) (ISBN: 978-3-9806533-0-5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Leterme 2007:		C. Leterme, Töpferräder und graublauer Keramikfundkomplex. Aufsehenerregender Fund in Raeren. In: G. Isenberg (Hrsg.) / M. Harzenetter (Hrsg.), Keramik auf Sonderwegen. 37. Internationales Hafnerei-Symposium, Herne 19.-25. September 2004. Denkmalpflege und Forschung in Westfalen, Band 44 (Mainz 2007) 253-264 (ISBN: 978-3-8053-3822-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Roux / de Miroschedji 2009: V. Roux / P. de Miroschedji, Revisiting the History of the Potter's Wheel in the Southern Levant. Levant 41/2, 2009, 155-172 (DOI: https://doi.org/10.1179/007589109X12484491671095).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Berg 2011:		I . Berg, What’s in a forming technique? An investigation into wheel- throwing in Bronze Age Crete. Old Potter’s Almanack 16/2, 2011, 9-12 (DOI: https://doi.org/10.11588/opa.2011.2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Hegewisch 2011:	M. Hegewisch, Zur Drehscheinbenkeramik im Westen der Germania Magna. Anfänge, Weiterentwicklung und Verbreitung. In: J. Bemmann (Hrsg.) / U. Brosseder (Hrsg.) / H.-E. Joachim 			(Hrsg.), Drehscheibentöpferei im Barbaricum, Technologietransfer und Professionalisierung eines Handwerks am Rande des Römischen Imperiums. Bonner Beiträge zur Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie, Band 13 (Bonn 2011) 119-174.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ulbert 2011:		C. Ulbert, Römische und Mittelalterliche Drehscheibenbefunde aus dem Rheinland. In: J. Bemmann (Hrsg.) / U. Brosseder (Hrsg.) / H.-E. Joachim (Hrsg.), Drehscheibentöpferei im Barbaricum, 				Technologietransfer und Professionalisierung eines Handwerks am Rande des Römischen Imperiums. Bonner Beiträge zur Ur- und Frühgeschichtlichen Archäologie, Band 13 (Bonn 2011) 83-90.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mennicken 2013:	R. Mennicken, Raerener Steinzeug - Europäisches Kulturerbe (Raeren 2013) (ISBN: 978-3867120852).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Rogier 2015:		M. Rogier, Mittelalterliche nachgedrehte Keramik – Überlegungen zu Definition, Bestimmung und Interpretation am Beispiel Baden-Württemberg (Tübingen 2015) (ISBN: 978-3-9806533-3-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Thér 2017:		R. Thér, Potter‘s Wheel in Central  Europe: Process or Product Innovation?. Journal of Archaeological Method and Theory 24/4 , 2017, 1256-1299.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Berg 2020:		Encyclopedia of Global Archaeology (2020) s. v. The Potter‘s Wheel (I. Berg) (DOI: https://doi.org/10.1007/978-3-030-30018-0_3443).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Minos 2021:		Ch. Minos, A Return to the Wheel: Rethinking Experimental Methologies for the Study of the Potter’s Wheel. Interdisciplinaria Archaeologica, Natural Siences in Archeology 12/2, 2021, 127-142 (DOI: 10.24916/iansa.2021.2.2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Neth / Hasaki 2021:    B. Neth / E. Hasaki, The Ancient Greek Potter's Wheel: Experimental Archaeology and Web Applications for Velocity Analysis. Interdisciplinaria Archaeologica, Natural Siences in Archeology 12/2, 2021, 115-125 (DOI: 10.24916/iansa.2021.2.1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Literaturangaben===&lt;br /&gt;
[[Benutzer:BHeinrich#Rotationsgeschwindigkeit|1]]  |  im Folgenden: rpm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:BHeinrich#Geschwindigkeit während des Herstellungsprozesses|2]]  |  experimentalarchäologische Forschung mit Repliken antiker griechischer Töpferscheiben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:BHeinrich#Langsamdrehende Töpferscheiben|3]]  |  oder synonym oft &amp;quot;Tournetten&amp;quot; (engl. turntables). ''Tournetten sind langsam-drehende häufig handbetriebene Töpferscheiben, denen die Fähigkeit fehlt ihre Geschwindigkeit zu erhalten. In einigen Publikationen wird eine Rotationsgeschwindigkeit angegeben, die von Tournetten nicht erreicht werden darf (bspw. 80 rpm (Ch. Fiaccavento, 2013)). Vereinzelt wird die Bezeichnung &amp;quot;Tournette&amp;quot; auch für Drehvorrichtungen ohne Achse (Drehbare Unterlagen) verwendet.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BHeinrich</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Benutzer:BHeinrich&amp;diff=8658</id>
		<title>Benutzer:BHeinrich</title>
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		<updated>2025-02-06T12:11:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BHeinrich: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;https://colab.research.google.com/github/Heinrich-B/T-pferscheibe/blob/main/RToepferscheibe.ipynb&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Töpferscheibe ist eine Konstruktion, die es erlaubt, Rotationsenergie zu nutzen, um aus rohem Ton Gefäße zu formen, sie ist mit einer Achse gelagert und wird mit verschiedenen Methoden angetrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich unterschiedet man zwischen einfachen- und doppelten Töpferscheiben. Einfache Töpferscheiben besitzen eine einzige, meist schwere Scheibe, die der Gefäßformung und dem Antrieb dient. Doppelte Töpferscheiben weisen zwei, miteinander verbundene Scheiben auf. Das Gefäß wird auf einer oberen Scheibe geformt, während an der unteren, meist schwereren Scheibe angetrieben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem muss die Töpferscheibe von den sogenannten „drehbaren Unterlagen“ (auch Drehteller), die bei der Herstellung von nachgedrehter Keramik zum Einsatz kommen, abgegrenzt werden. Drehbare Unterlagen sind nicht dazu in der Lage Rotationsenergie nutzbar zu machen, können aber trotzdem mit einer Achse gelagert sein. Die Unterteilung in Töpferscheiben, Tournetten und drehbare Unterlagen wird unter der Annahme vorgenommen, dass man einzig auf der Töpferscheibe ausreichend Rotationsenergie generiert, um Gefäße frei zu drehen (Berg 2020, 2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Terminologie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tournette===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rotationsgeschwindigkeit===&lt;br /&gt;
Entscheidend für den Herstellungsprozess auf Töpferscheiben ist die Rotationsgeschwindigkeit während der Formung des Gefäßes, sie bestimmt die Technik des Töpfernden. Allgemein wird zwischen schnell- und langsamdrehenden Töpferscheiben unterschieden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schnelldrehend | Schnell-laufend====&lt;br /&gt;
Schnelldrehende Töpferscheiben erlauben die Herstellung von [[Drehscheibenkeramik]]. Durch ihre große Rotationsgeschwindigkeit entsteht genug Rotationsenergie, um die Tonmasse frei zu verformen, anstatt sie wie bei anderen Techniken Stück für Stück zu einem Gefäß zusammenzusetzen (Wulst-Dreh-Technik). Um eine ausreichend große Rotationsgeschwindigkeit so lange wie möglich beibehalten zu können, werden zwei Herangehensweisen kombiniert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1: Eine größere Masse ermöglicht es, die Rotationsenergie länger zu erhalten(Trägheitsmoment). Mit dem stabbetrieben [[Benutzer:BHeinrich#Typologie|Töpferrad]] kann so, einmal angetrieben ein ganzes Gefäß gefertigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2: Viele doppelte Töpferscheibe erlauben durch ihre Bauweise parallel zur Herstellung angetrieben zu werden, deswegen kann auch auf leichten fußbetrieben Scheiben eine große Geschwindigkeit erreicht werden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Angaben zur erforderlichen Rotationsgeschwindigkeit für das freie Drehen variieren zwischen 40 Umdrehungen pro Minute&amp;lt;sup&amp;gt;[[Benutzer:BHeinrich#Literaturangaben|1]]&amp;lt;/sup&amp;gt; (Berg 2011) und 150 rpm (Roux / de Miroschedji 2009).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rotationsgeschwindigkeit unterscheidet sich zudem während der einzelnen Herstellungsstadien (Zentrieren, Aufbrechen, Hochziehen) und hängt (unter Anderem) auch von der Größe und Form des Gefäßes ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Langsamdrehend | Langsam-laufend====&lt;br /&gt;
Langsam-drehende Töpferscheiben&amp;lt;sup&amp;gt;[[Benutzer:BHeinrich#Literaturangaben|3]]&amp;lt;/sup&amp;gt; werden zur Herstellung von [[Nachgedrehte Keramik | Nachgedrehter Keramik]] verwendet und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschwindigkeit während der Herstellung====&lt;br /&gt;
Es muss angemerkt werden, dass die Rotationsgeschwindigkeit während der Gefäßformung nicht nur von den technischen Merkmalen der Töpferscheibe abhängt, sondern auch von der Technik und Erfahrung des individuellen Töpfers. Außerdem ist die Rotationsgeschwindigkeit während der Fertigung eines Gefäßes nicht konstant, sondern variiert während der einzelnen „Herstellungsstadien“.&lt;br /&gt;
Die Rotationsgeschwindigkeit bleibt während des Aufbrechens und Hochziehens relativ konstant, wird aber anschließend während der Durchführung der finalen Arbeitsschritte, nach den Bedürfnissen des Töpfernden verringert (Neth / Hasaki, 2021)&amp;lt;sup&amp;gt;[[Benutzer:BHeinrich#Literaturangaben|2]]&amp;lt;/sup&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Geschichte der Töpferscheibe==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Erfindung der Töpferscheibe===&lt;br /&gt;
Weithin geht man davon aus, dass die Töpferscheibe im 4. Jahrtausend v.Chr. im Nahen Osten erstmalig entwickelt wurde. Ihre Erfindung hat die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''m.W. der älteste Nachweis - schell laufend?:&lt;br /&gt;
V. Roux, A Dynamic Systems Framework for Studying Technological Change: Application to the Emergence of the Potter’s Wheel in the Southern Levant. Journal of archaeological method and theory 10/1, 2003, 1–30.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Verbreitung der Töpferscheibe===&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab circa 2550 v.Chr. beginnt sich die Nutzung der Töpferscheibe in Anatolien zu verbreiten. Ein wichtiger Faktor für diesen Prozess waren die Handelsbeziehungen zwischen den Regionen Nordwestanatoliens und dem südöstlich liegenden Gebiet Kilikien. Für diesen Transfer werden zwei Routen in Betracht gezogen: eine Handelsroute diagonal durch das anatolische Inland („Great Caravan Route “ (T. Efe, 2007)) und eine maritime Handelsverbindung entlang der Süd- und Westküste Anatoliens. &lt;br /&gt;
Durch die Interaktion mit den, die Töpferscheibe nutzenden Gruppen Westanatoliens und der Ost-Ägäis erreichte die Kenntnis des Werkzeugs in der zweiten Hälfte des 3. Jahrtausends v.Chr. auch das griechische Festland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Kreta wird die Verwendung langsamer Drehvorrichtungen (Tournetten / drehbare Unterlagen) für das frühe 3. Jahrtausend v.Chr. angenommen (P. M. Day / D. Wilson, 1997). Ab dem frühen 2. vorchristlichen Jahrtausend,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Typologie==&lt;br /&gt;
====Spindelscheibe====&lt;br /&gt;
====Sprossenscheibe====&lt;br /&gt;
====Blockscheibe====&lt;br /&gt;
====Töpferrad====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Archäologische Funde==&lt;br /&gt;
===Mittelalter===&lt;br /&gt;
===Neuzeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bergmann 1993:         R. Bergmann, Mittelalterliche und neuzeitliche Töpferei in Dortmund-Groppenbruch. Vorbericht. In: B. Trier (Hrsg.), Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe, Jahrgang 8b (Mainz 1993) 31-39 (ISBN: 3-8053-1523-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ruppel 1991:		Th. Ruppel, Zur Rekonstruktion der Töpferscheiben – Archäologischer Befund und zeitgenössische Abbildungen. In: Eine Töpferwerkstatt der Familie Knütgen – Neue archäologische und historische Forschungen zur Unteren Aulgasse. Kunst und Altertum am Rhein, Nummer 133 (Köln 1991) 73-83 (ISBN: 978-3-7927-1223-8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Leterme 2007:		C. Leterme, Töpferräder und graublauer Keramikfundkomplex. Aufsehenerregender Fund in Raeren. In: G. Isenberg (Hrsg.) / M. Harzenetter (Hrsg.), Keramik auf Sonderwegen. 37. Internationales Hafnerei-Symposium, Herne 19.-25. September 2004. Denkmalpflege und Forschung in Westfalen, Band 44 (Mainz 2007) 253-264 (ISBN: 978-3-8053-3822-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildliche Quellen==&lt;br /&gt;
siehe [[Bildquellen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
WIP:&lt;br /&gt;
wo einzuordnen? bei Diderot evtl. noch weitere Darstellungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Handtöpferscheiben====&lt;br /&gt;
*Remigius Autissodorensis, Biblia Sacti Petri Rodensis Laten 6 (3) (El Port de la Selva) 1050 - 1075&lt;br /&gt;
[[Datei:Bischofskapelle_-_dom_gurk_-_c.cossa_-_Kopie.jpg |thumb|300px|center| Gurk, Fresko in der Bischofskapelle des Doms mit Darstellung eines Töpfers mit handgetriebener Töpferscheibe, um 1264 (Foto [Ausschnitt]: C. Cossa [CC BY-SA 3.0 AT] via WikimediaCommons: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bischofskapelle_-_dom_gurk_-_c.cossa.jpg?uselang=de)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Spindelscheibe====&lt;br /&gt;
*Li tre libri dell'arte del vasaio					1557&lt;br /&gt;
*Vannoccio Biringuccio, De la pirotechnia (Venetia)		        1559 &lt;br /&gt;
**https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb10208729?page=604%2C605 mit zwei Typen von Töpferscheiben, einmal fuß- und einmal handgetrieben&lt;br /&gt;
[[Datei:Biringuccio De la pirotechnia 559 S303 .jpg|thumb|center|300px|Vannoccio Biringuccio, De la pirotechnia (Venetia 1559) S. 303 via MDZ https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb10208729?page=604%2C605]]&lt;br /&gt;
*Noël Antonine Pluche, Le Spectacle De La Nature, Ou Entretiens Sur Les Particularités De L'Histoire Naturelle, Qui ont paru les plus propres à rendre les Jeunes-Gens curieux, &amp;amp; à leur former l'esprit ; T. 3, Pt. 2                         1742&lt;br /&gt;
*Denis Diderot &amp;amp; Jean Le Rond d'Alembert, Recueil de plaches (Paris) (ganzes Kapitel: https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k50562x/f209.item.r=Recueil%20de%20planches)   1762 - 1777&lt;br /&gt;
**[[Datei:ABB4-4.jpg|thumb|300px|center|Konstruktionszeichnung einer Spindelscheibe aus &amp;quot;Recueil de planches, sur les sciences, les arts libéraux et les arts mechaniques&amp;quot; (D. Diderot/ J. d'Alembert, 1762 - 1777)]]&lt;br /&gt;
*Neuer Orbis Pictus für die Jugend					1832&lt;br /&gt;
*Dictionnaire de chimie industrielle - tome 3				1864&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Sprossenscheibe====&lt;br /&gt;
*Hofämterspiel								1455&lt;br /&gt;
*Bakthasar Behem, Balthasar Behem Codex	(Krakau)			1505&lt;br /&gt;
[[Datei:708px-Ravensburg Zunftscheibe Schmiede 1505 Detail 05.jpg|thumb|center|300px|Meistertafel der Schmiedezunft, [[Ravensburg]], 1505–1563(?), Museum Humpis-Quartier, Ravensburg (Foto: Andreas Praefckem PD, via [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ravensburg_Zunftscheibe_Schmiede_1505_Detail_05.jpg WikimediaCommons])]]&lt;br /&gt;
*Concordantiae caritatis						1530&lt;br /&gt;
*De re metallica libri XII						1656&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Blockscheibe====&lt;br /&gt;
*Polydorvs Vergilivs Vrbinas, Von den Ergindern der ding (Augsburg) 1537&lt;br /&gt;
**[[Datei:Polydorus Vergilius 1537.png|thumb|center|300px|Polydorvs Vergilivs Vrbinas. Uon den erfyndern der dyngen. W (Augsburg 1537). - Hafnerwerkstatt mit fußgetriebener Töpferscheibe - Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel  [https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/ CC BY SA] - http://diglib.hab.de/drucke/q-49-2f-helmst/start.htm?image=00171]]&lt;br /&gt;
*Jost Amman, Ständebuch	(Frankfurt am Main)			        1568&lt;br /&gt;
*, Hausbücher der Nürnberger Zwölfbrüderstiftungen - Mendel II (Nürnberg) 1605&lt;br /&gt;
*Michael Maier, Atalanta Fugiens - Emblema XV. Opus figuli (Oppenheim)	1617&lt;br /&gt;
*Königskette								1700&lt;br /&gt;
*Schüssel (Albert Murs)							1716&lt;br /&gt;
*Schützenplakette							1820&lt;br /&gt;
*Schützenplakette							1834&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Töpferrad====&lt;br /&gt;
*Bible Moralisée Codex Vindobonensis 2554				1200 – 1250&lt;br /&gt;
*Biblia sacra moralisata						1201 – 1300&lt;br /&gt;
*Bible moralisée de Naples						1350&lt;br /&gt;
*Chants royaux sur la Conception					1528&lt;br /&gt;
*Het Menselyk Bedryf							1699&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Timeline====&lt;br /&gt;
[[Datei:Test.png|2|thumb|300px|center|Timeline bildlicher Quellen (Veröffentlichungsjahr) und archäologischer Funde (~Datierung) zwischen 1000n.Chr. und 2000n.Chr.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Rieth 1960:		A. Rieth, 5000 Jahre Töpferscheibe (Konstanz 1960).&lt;br /&gt;
*Czysz 1990:		W. Czysz, Geschichte und Konstruktion alter Töpferscheiben. In: M. Fansa (Hrsg.), Experimentelle Archäologie in Deutschland. Archäologische Mitteilungen aus Nordwestdeutschland, Beiheft 4 (Oldenburg 1990) 308-314.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ruppel 1991:		Th. Ruppel, Zur Rekonstruktion der Töpferscheiben – Archäologischer Befund und zeitgenössische Abbildungen. In: Eine Töpferwerkstatt der Familie Knütgen – Neue archäologische und historische Forschungen zur Unteren Aulgasse. Kunst und Altertum am Rhein, Nummer 133 (Köln 1991) 73-83 (ISBN: 978-3-7927-1223-8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bergmann 1993:         R. Bergmann, Mittelalterliche und neuzeitliche Töpferei in Dortmund-Groppenbruch. Vorbericht. In: B. Trier (Hrsg.), Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe, Jahrgang 8b (Mainz 1993) 31-39 (ISBN: 3-8053-1523-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kerkhoff-Hader 1996:	B. Kerkhoff-Hader, Rheinische Töpferscheiben im Überregionalen Vergleich. In: H. Lüdtke (Hrsg.) / R. Vossen (Hrsg.), Töpfereiforschung zwischen Mittelmeer und Skandinavien, Beiträge des Internationalen Kolloquiums 1990 in Hamburg. Töpferei- und Keramikforschung, Band 3 (Bonn 1996) 225-257.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kerkhoff-Hader 1997: 	B. Kerkhoff-Hader, Töpferscheiben und -räder in rheinischen Werkstätten des 17.-20. Jahrhunderts. In: R.-E. Mohrmann/V. Rodekamp/D. Sauermann (Hrsg.),Volkskunde im Spannungsfeld zwischen Universität und Museum (Münster 1997) 181–214.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Schreg 2007: 		R. Schreg, Keramik aus Südwestdeutschland. Eine Hilfe zur Beschreibung, Bestimmung und Datierung archäologischer Funde vom Neolithikum bis zur Neuzeit. Lehr- und Arbeitsmaterialien zur Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit (Tübingen 2007³) (ISBN: 978-3-9806533-0-5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Leterme 2007:		C. Leterme, Töpferräder und graublauer Keramikfundkomplex. Aufsehenerregender Fund in Raeren. In: G. Isenberg (Hrsg.) / M. Harzenetter (Hrsg.), Keramik auf Sonderwegen. 37. Internationales Hafnerei-Symposium, Herne 19.-25. September 2004. Denkmalpflege und Forschung in Westfalen, Band 44 (Mainz 2007) 253-264 (ISBN: 978-3-8053-3822-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Roux / de Miroschedji 2009: V. Roux / P. de Miroschedji, Revisiting the History of the Potter's Wheel in the Southern Levant. Levant 41/2, 2009, 155-172 (DOI: https://doi.org/10.1179/007589109X12484491671095).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Berg 2011:		I . Berg, What’s in a forming technique? An investigation into wheel- throwing in Bronze Age Crete. Old Potter’s Almanack 16/2, 2011, 9-12 (DOI: https://doi.org/10.11588/opa.2011.2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Hegewisch 2011:	M. Hegewisch, Zur Drehscheinbenkeramik im Westen der Germania Magna. Anfänge, Weiterentwicklung und Verbreitung. In: J. Bemmann (Hrsg.) / U. Brosseder (Hrsg.) / H.-E. Joachim 			(Hrsg.), Drehscheibentöpferei im Barbaricum, Technologietransfer und Professionalisierung eines Handwerks am Rande des Römischen Imperiums. Bonner Beiträge zur Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie, Band 13 (Bonn 2011) 119-174.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ulbert 2011:		C. Ulbert, Römische und Mittelalterliche Drehscheibenbefunde aus dem Rheinland. In: J. Bemmann (Hrsg.) / U. Brosseder (Hrsg.) / H.-E. Joachim (Hrsg.), Drehscheibentöpferei im Barbaricum, 				Technologietransfer und Professionalisierung eines Handwerks am Rande des Römischen Imperiums. Bonner Beiträge zur Ur- und Frühgeschichtlichen Archäologie, Band 13 (Bonn 2011) 83-90.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mennicken 2013:	R. Mennicken, Raerener Steinzeug - Europäisches Kulturerbe (Raeren 2013) (ISBN: 978-3867120852).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Rogier 2015:		M. Rogier, Mittelalterliche nachgedrehte Keramik – Überlegungen zu Definition, Bestimmung und Interpretation am Beispiel Baden-Württemberg (Tübingen 2015) (ISBN: 978-3-9806533-3-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Thér 2017:		R. Thér, Potter‘s Wheel in Central  Europe: Process or Product Innovation?. Journal of Archaeological Method and Theory 24/4 , 2017, 1256-1299.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Berg 2020:		Encyclopedia of Global Archaeology (2020) s. v. The Potter‘s Wheel (I. Berg) (DOI: https://doi.org/10.1007/978-3-030-30018-0_3443).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Minos 2021:		Ch. Minos, A Return to the Wheel: Rethinking Experimental Methologies for the Study of the Potter’s Wheel. Interdisciplinaria Archaeologica, Natural Siences in Archeology 12/2, 2021, 127-142 (DOI: 10.24916/iansa.2021.2.2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Neth / Hasaki 2021:    B. Neth / E. Hasaki, The Ancient Greek Potter's Wheel: Experimental Archaeology and Web Applications for Velocity Analysis. Interdisciplinaria Archaeologica, Natural Siences in Archeology 12/2, 2021, 115-125 (DOI: 10.24916/iansa.2021.2.1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Literaturangaben===&lt;br /&gt;
[[Benutzer:BHeinrich#Rotationsgeschwindigkeit|1]]  |  im Folgenden: rpm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:BHeinrich#Geschwindigkeit während des Herstellungsprozesses|2]]  |  experimentalarchäologische Forschung mit Repliken antiker griechischer Töpferscheiben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:BHeinrich#Langsamdrehende Töpferscheiben|3]]  |  oder synonym oft &amp;quot;Tournetten&amp;quot; (engl. turntables). ''Tournetten sind langsam-drehende häufig handbetriebene Töpferscheiben, denen die Fähigkeit fehlt ihre Geschwindigkeit zu erhalten. In einigen Publikationen wird eine Rotationsgeschwindigkeit angegeben, die von Tournetten nicht erreicht werden darf (bspw. 80 rpm (Ch. Fiaccavento, 2013)). Vereinzelt wird die Bezeichnung &amp;quot;Tournette&amp;quot; auch für Drehvorrichtungen ohne Achse (Drehbare Unterlagen) verwendet.''&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BHeinrich</name></author>
	</entry>
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		<title>Benutzer:BHeinrich</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;BHeinrich: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;https://colab.research.google.com/github/Heinrich-B/T-pferscheibe/blob/main/RToepferscheibe.ipynb&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Töpferscheibe ist eine Konstruktion, die es erlaubt, Rotationsenergie zu nutzen, um aus rohem Ton Gefäße zu formen, sie ist mit einer Achse gelagert und wird mit verschiedenen Methoden angetrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich unterschiedet man zwischen einfachen- und doppelten Töpferscheiben. Einfache Töpferscheiben besitzen eine einzige, meist schwere Scheibe, die der Gefäßformung und dem Antrieb dient. Doppelte Töpferscheiben weisen zwei, miteinander verbundene Scheiben auf. Das Gefäß wird auf einer oberen Scheibe geformt, während an der unteren, meist schwereren Scheibe angetrieben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem muss die Töpferscheibe von den sogenannten „drehbaren Unterlagen“ (auch Drehteller), die bei der Herstellung von nachgedrehter Keramik zum Einsatz kommen, abgegrenzt werden. Drehbare Unterlagen sind nicht dazu in der Lage Rotationsenergie nutzbar zu machen, können aber trotzdem mit einer Achse gelagert sein. Die Unterteilung in Töpferscheiben, Tournetten und drehbare Unterlagen wird unter der Annahme vorgenommen, dass man einzig auf der Töpferscheibe ausreichend Rotationsenergie generiert, um Gefäße frei zu drehen (Berg 2020, 2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Terminologie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tournette===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rotationsgeschwindigkeit===&lt;br /&gt;
Entscheidend für den Herstellungsprozess auf Töpferscheiben ist die Rotationsgeschwindigkeit während der Formung des Gefäßes, sie bestimmt die Technik des Töpfernden. Allgemein wird zwischen schnell- und langsamdrehenden Töpferscheiben unterschieden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schnelldrehend | Schnell-laufend====&lt;br /&gt;
Schnelldrehende Töpferscheiben erlauben die Herstellung von [[Drehscheibenkeramik]]. Durch ihre große Rotationsgeschwindigkeit entsteht genug Rotationsenergie, um die Tonmasse frei zu verformen, anstatt sie wie bei anderen Techniken Stück für Stück zu einem Gefäß zusammenzusetzen (Wulst-Dreh-Technik). Um eine ausreichend große Rotationsgeschwindigkeit so lange wie möglich beibehalten zu können, werden zwei Herangehensweisen kombiniert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1: Eine größere Masse ermöglicht es, die Rotationsenergie länger zu erhalten(Trägheitsmoment). Mit dem stabbetrieben [[Benutzer:BHeinrich#Typologie|Töpferrad]] kann so, einmal angetrieben ein ganzes Gefäß gefertigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2: Viele doppelte Töpferscheibe erlauben durch ihre Bauweise parallel zur Herstellung angetrieben zu werden, deswegen kann auch auf leichten fußbetrieben Scheiben eine große Geschwindigkeit erreicht werden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Angaben zur erforderlichen Rotationsgeschwindigkeit für das freie Drehen variieren zwischen 40 Umdrehungen pro Minute&amp;lt;sup&amp;gt;[[Benutzer:BHeinrich#Literaturangaben|1]]&amp;lt;/sup&amp;gt; (Berg 2011) und 150 rpm (Roux / de Miroschedji 2009).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rotationsgeschwindigkeit unterscheidet sich zudem während der einzelnen Herstellungsstadien (Zentrieren, Aufbrechen, Hochziehen) und hängt (unter Anderem) auch von der Größe und Form des Gefäßes ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Langsamdrehend | Langsam-laufend====&lt;br /&gt;
Langsam-drehende Töpferscheiben&amp;lt;sup&amp;gt;[[Benutzer:BHeinrich#Literaturangaben|3]]&amp;lt;/sup&amp;gt; werden zur Herstellung von [[Nachgedrehte Keramik | Nachgedrehter Keramik]] verwendet und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschwindigkeit während der Herstellung====&lt;br /&gt;
Es muss angemerkt werden, dass die Rotationsgeschwindigkeit während der Gefäßformung nicht nur von den technischen Merkmalen der Töpferscheibe abhängt, sondern auch von der Technik und Erfahrung des individuellen Töpfers. Außerdem ist die Rotationsgeschwindigkeit während der Fertigung eines Gefäßes nicht konstant, sondern variiert während der einzelnen „Herstellungsstadien“.&lt;br /&gt;
Die Rotationsgeschwindigkeit bleibt während des Aufbrechens und Hochziehens relativ konstant, wird aber anschließend während der Durchführung der finalen Arbeitsschritte, nach den Bedürfnissen des Töpfernden verringert (Neth / Hasaki, 2021)&amp;lt;sup&amp;gt;[[Benutzer:BHeinrich#Literaturangaben|2]]&amp;lt;/sup&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Geschichte der Töpferscheibe==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Erfindung der Töpferscheibe===&lt;br /&gt;
Weithin geht man davon aus, dass die Töpferscheibe im 4. Jahrtausend v.Chr. im Nahen Osten erstmalig entwickelt wurde. Ihre Erfindung hat die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''m.W. der älteste Nachweis - schell laufend?:&lt;br /&gt;
V. Roux, A Dynamic Systems Framework for Studying Technological Change: Application to the Emergence of the Potter’s Wheel in the Southern Levant. Journal of archaeological method and theory 10/1, 2003, 1–30.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Verbreitung der Töpferscheibe===&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab circa 2550 v.Chr. beginnt sich die Nutzung der Töpferscheibe in Anatolien zu verbreiten. Ein wichtiger Faktor für diesen Prozess waren die Handelsbeziehungen zwischen den Regionen Nordwestanatoliens und dem südöstlich liegenden Gebiet Kilikien. Für diesen Transfer werden zwei Routen in Betracht gezogen: eine Handelsroute diagonal durch das anatolische Inland („Great Caravan Route “ (T. Efe, 2007)) und eine maritime Handelsverbindung entlang der Süd- und Westküste Anatoliens. &lt;br /&gt;
Durch die Interaktion mit den, die Töpferscheibe nutzenden Gruppen Westanatoliens und der Ost-Ägäis erreichte die Kenntnis des Werkzeugs in der zweiten Hälfte des 3. Jahrtausends v.Chr. auch das griechische Festland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Kreta wird die Verwendung langsamer Drehvorrichtungen (Tournetten / drehbare Unterlagen) für das frühe 3. Jahrtausend v.Chr. angenommen (P. M. Day / D. Wilson, 1997). Ab dem frühen 2. vorchristlichen Jahrtausend,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Typologie==&lt;br /&gt;
====Spindelscheibe====&lt;br /&gt;
====Sprossenscheibe====&lt;br /&gt;
====Blockscheibe====&lt;br /&gt;
====Töpferrad====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Archäologische Funde==&lt;br /&gt;
===Mittelalter===&lt;br /&gt;
===Neuzeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bergmann 1993:         R. Bergmann, Mittelalterliche und neuzeitliche Töpferei in Dortmund-Groppenbruch. Vorbericht. In: B. Trier (Hrsg.), Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe, Jahrgang 8b (Mainz 1993) 31-39 (ISBN: 3-8053-1523-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ruppel 1991:		Th. Ruppel, Zur Rekonstruktion der Töpferscheiben – Archäologischer Befund und zeitgenössische Abbildungen. In: Eine Töpferwerkstatt der Familie Knütgen – Neue archäologische und historische Forschungen zur Unteren Aulgasse. Kunst und Altertum am Rhein, Nummer 133 (Köln 1991) 73-83 (ISBN: 978-3-7927-1223-8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Leterme 2007:		C. Leterme, Töpferräder und graublauer Keramikfundkomplex. Aufsehenerregender Fund in Raeren. In: G. Isenberg (Hrsg.) / M. Harzenetter (Hrsg.), Keramik auf Sonderwegen. 37. Internationales Hafnerei-Symposium, Herne 19.-25. September 2004. Denkmalpflege und Forschung in Westfalen, Band 44 (Mainz 2007) 253-264 (ISBN: 978-3-8053-3822-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildliche Quellen==&lt;br /&gt;
siehe [[Bildquellen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
WIP:&lt;br /&gt;
wo einzuordnen? bei Diderot evtl. noch weitere Darstellungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Handtöpferscheiben====&lt;br /&gt;
*Remigius Autissodorensis, Biblia Sacti Petri Rodensis Laten 6 (3) (El Port de la Selva) 1050 - 1075&lt;br /&gt;
[[Datei:Bischofskapelle_-_dom_gurk_-_c.cossa_-_Kopie.jpg |thumb|300px|center| Gurk, Fresko in der Bischofskapelle des Doms mit Darstellung eines Töpfers mit handgetriebener Töpferscheibe, um 1264 (Foto [Ausschnitt]: C. Cossa [CC BY-SA 3.0 AT] via WikimediaCommons: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bischofskapelle_-_dom_gurk_-_c.cossa.jpg?uselang=de)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Spindelscheibe====&lt;br /&gt;
*Li tre libri dell'arte del vasaio					1557&lt;br /&gt;
*Vannoccio Biringuccio, De la pirotechnia (Venetia)		        1559 &lt;br /&gt;
**https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb10208729?page=604%2C605 mit zwei Typen von Töpferscheiben, einmal fuß- und einmal handgetrieben&lt;br /&gt;
[[Datei:Biringuccio De la pirotechnia 559 S303 .jpg|thumb|center|300px|Vannoccio Biringuccio, De la pirotechnia (Venetia 1559) S. 303 via MDZ https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb10208729?page=604%2C605]]&lt;br /&gt;
*Noël Antonine Pluche, Le Spectacle De La Nature, Ou Entretiens Sur Les Particularités De L'Histoire Naturelle, Qui ont paru les plus propres à rendre les Jeunes-Gens curieux, &amp;amp; à leur former l'esprit ; T. 3, Pt. 2                         1742&lt;br /&gt;
*Denis Diderot &amp;amp; Jean Le Rond d'Alembert, Recueil de plaches (Paris) (ganzes Kapitel: https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k50562x/f209.item.r=Recueil%20de%20planches)   1762 - 1777&lt;br /&gt;
**[[Datei:ABB4-4.jpg|thumb|300px|center|Konstruktionszeichnung einer Spindelscheibe aus &amp;quot;Recueil de planches, sur les sciences, les arts libéraux et les arts mechaniques&amp;quot; (D. Diderot/ J. d'Alembert, 1762 - 1777)]]&lt;br /&gt;
*Neuer Orbis Pictus für die Jugend					1832&lt;br /&gt;
*Dictionnaire de chimie industrielle - tome 3				1864&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Sprossenscheibe====&lt;br /&gt;
*Hofämterspiel								1455&lt;br /&gt;
*Bakthasar Behem, Balthasar Behem Codex	(Krakau)			1505&lt;br /&gt;
[[Datei:708px-Ravensburg Zunftscheibe Schmiede 1505 Detail 05.jpg|thumb|center|300px|Meistertafel der Schmiedezunft, [[Ravensburg]], 1505–1563(?), Museum Humpis-Quartier, Ravensburg (Foto: Andreas Praefckem PD, via [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ravensburg_Zunftscheibe_Schmiede_1505_Detail_05.jpg WikimediaCommons])]]&lt;br /&gt;
*Concordantiae caritatis						1530&lt;br /&gt;
*De re metallica libri XII						1656&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Blockscheibe====&lt;br /&gt;
*Polydorvs Vergilivs Vrbinas, Von den Ergindern der ding (Augsburg) 1537&lt;br /&gt;
**[[Datei:Polydorus Vergilius 1537.png|thumb|center|300px|Polydorvs Vergilivs Vrbinas. Uon den erfyndern der dyngen. W (Augsburg 1537). - Hafnerwerkstatt mit fußgetriebener Töpferscheibe - Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel  [https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/ CC BY SA] - http://diglib.hab.de/drucke/q-49-2f-helmst/start.htm?image=00171]]&lt;br /&gt;
*Jost Amman, Ständebuch	(Frankfurt am Main)			        1568&lt;br /&gt;
*, Hausbücher der Nürnberger Zwölfbrüderstiftungen - Mendel II (Nürnberg) 1605&lt;br /&gt;
*Michael Maier, Atalanta Fugiens - Emblema XV. Opus figuli (Oppenheim)	1617&lt;br /&gt;
*Königskette								1700&lt;br /&gt;
*Schüssel (Albert Murs)							1716&lt;br /&gt;
*Schützenplakette							1820&lt;br /&gt;
*Schützenplakette							1834&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Töpferrad====&lt;br /&gt;
*Bible Moralisée Codex Vindobonensis 2554				1200 – 1250&lt;br /&gt;
*Biblia sacra moralisata						1201 – 1300&lt;br /&gt;
*Bible moralisée de Naples						1350&lt;br /&gt;
*Chants royaux sur la Conception					1528&lt;br /&gt;
*Het Menselyk Bedryf							1699&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Timeline====&lt;br /&gt;
[[Datei:Test.png|2|thumb|300px|center|Timeline bildlicher Quellen (Veröffentlichungsjahr) und archäologischer Funde (~Datierung) zwischen 1000n.Chr. und 2000n.Chr.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Rieth 1960:		A. Rieth, 5000 Jahre Töpferscheibe (Konstanz 1960).&lt;br /&gt;
*Czysz 1990:		W. Czysz, Geschichte und Konstruktion alter Töpferscheiben. In: M. Fansa (Hrsg.), Experimentelle Archäologie in Deutschland. Archäologische Mitteilungen aus Nordwestdeutschland, Beiheft 4 (Oldenburg 1990) 308-314.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ruppel 1991:		Th. Ruppel, Zur Rekonstruktion der Töpferscheiben – Archäologischer Befund und zeitgenössische Abbildungen. In: Eine Töpferwerkstatt der Familie Knütgen – Neue archäologische und historische Forschungen zur Unteren Aulgasse. Kunst und Altertum am Rhein, Nummer 133 (Köln 1991) 73-83 (ISBN: 978-3-7927-1223-8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bergmann 1993:         R. Bergmann, Mittelalterliche und neuzeitliche Töpferei in Dortmund-Groppenbruch. Vorbericht. In: B. Trier (Hrsg.), Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe, Jahrgang 8b (Mainz 1993) 31-39 (ISBN: 3-8053-1523-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kerkhoff-Hader 1996:	B. Kerkhoff-Hader, Rheinische Töpferscheiben im Überregionalen Vergleich. In: H. Lüdtke (Hrsg.) / R. Vossen (Hrsg.), Töpfereiforschung zwischen Mittelmeer und Skandinavien, Beiträge des Internationalen Kolloquiums 1990 in Hamburg. Töpferei- und Keramikforschung, Band 3 (Bonn 1996) 225-257.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kerkhoff-Hader 1997: 	B. Kerkhoff-Hader, Töpferscheiben und -räder in rheinischen Werkstätten des 17.-20. Jahrhunderts. In: R.-E. Mohrmann/V. Rodekamp/D. Sauermann (Hrsg.),Volkskunde im Spannungsfeld zwischen Universität und Museum (Münster 1997) 181–214.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Schreg 2007: 		R. Schreg, Keramik aus Südwestdeutschland. Eine Hilfe zur Beschreibung, Bestimmung und Datierung archäologischer Funde vom Neolithikum bis zur Neuzeit. Lehr- und Arbeitsmaterialien zur Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit (Tübingen 2007³) (ISBN: 978-3-9806533-0-5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Leterme 2007:		C. Leterme, Töpferräder und graublauer Keramikfundkomplex. Aufsehenerregender Fund in Raeren. In: G. Isenberg (Hrsg.) / M. Harzenetter (Hrsg.), Keramik auf Sonderwegen. 37. Internationales Hafnerei-Symposium, Herne 19.-25. September 2004. Denkmalpflege und Forschung in Westfalen, Band 44 (Mainz 2007) 253-264 (ISBN: 978-3-8053-3822-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Roux / de Miroschedji 2009: V. Roux / P. de Miroschedji, Revisiting the History of the Potter's Wheel in the Southern Levant. Levant 41/2, 2009, 155-172 (DOI: https://doi.org/10.1179/007589109X12484491671095).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Berg 2011:		I . Berg, What’s in a forming technique? An investigation into wheel- throwing in Bronze Age Crete. Old Potter’s Almanack 16/2, 2011, 9-12 (DOI: https://doi.org/10.11588/opa.2011.2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Hegewisch 2011:	M. Hegewisch, Zur Drehscheinbenkeramik im Westen der Germania Magna. Anfänge, Weiterentwicklung und Verbreitung. In: J. Bemmann (Hrsg.) / U. Brosseder (Hrsg.) / H.-E. Joachim 			(Hrsg.), Drehscheibentöpferei im Barbaricum, Technologietransfer und Professionalisierung eines Handwerks am Rande des Römischen Imperiums. Bonner Beiträge zur Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie, Band 13 (Bonn 2011) 119-174.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ulbert 2011:		C. Ulbert, Römische und Mittelalterliche Drehscheibenbefunde aus dem Rheinland. In: J. Bemmann (Hrsg.) / U. Brosseder (Hrsg.) / H.-E. Joachim (Hrsg.), Drehscheibentöpferei im Barbaricum, 				Technologietransfer und Professionalisierung eines Handwerks am Rande des Römischen Imperiums. Bonner Beiträge zur Ur- und Frühgeschichtlichen Archäologie, Band 13 (Bonn 2011) 83-90.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mennicken 2013:	R. Mennicken, Raerener Steinzeug - Europäisches Kulturerbe (Raeren 2013) (ISBN: 978-3867120852).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Rogier 2015:		M. Rogier, Mittelalterliche nachgedrehte Keramik – Überlegungen zu Definition, Bestimmung und Interpretation am Beispiel Baden-Württemberg (Tübingen 2015) (ISBN: 978-3-9806533-3-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Thér 2017:		R. Thér, Potter‘s Wheel in Central  Europe: Process or Product Innovation?. Journal of Archaeological Method and Theory 24/4 , 2017, 1256-1299.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Berg 2020:		Encyclopedia of Global Archaeology (2020) s. v. The Potter‘s Wheel (I. Berg) (DOI: https://doi.org/10.1007/978-3-030-30018-0_3443).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Minos 2021:		Ch. Minos, A Return to the Wheel: Rethinking Experimental Methologies for the Study of the Potter’s Wheel. Interdisciplinaria Archaeologica, Natural Siences in Archeology 12/2, 2021, 127-142 (DOI: 10.24916/iansa.2021.2.2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Neth / Hasaki 2021:    B. Neth / E. Hasaki, The Ancient Greek Potter's Wheel: Experimental Archaeology and Web Applications for Velocity Analysis. Interdisciplinaria Archaeologica, Natural Siences in Archeology 12/2, 2021, 115-125 (DOI: 10.24916/iansa.2021.2.1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Literaturangaben===&lt;br /&gt;
[[Benutzer:BHeinrich#Rotationsgeschwindigkeit|1]]  |  im Folgenden: rpm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:BHeinrich#Geschwindigkeit während des Herstellungsprozesses|2]]  |  experimentalarchäologische Forschung mit Repliken antiker griechischer Töpferscheiben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:BHeinrich#Langsamdrehende Töpferscheiben|3]]  |  oder synonym oft &amp;quot;Tournetten&amp;quot; (engl. turntables). ''Tournetten sind langsam-drehende häufig handbetriebene Töpferscheiben, denen die Fähigkeit fehlt ihre Geschwindigkeit zu erhalten. In einigen Publikationen wird eine Rotationsgeschwindigkeit angegeben, die von Tournetten nicht erreicht werden darf (bspw. 80 rpm (Ch. Fiaccavento, 2013)). Vereinzelt wird die Bezeichnung &amp;quot;Tournette&amp;quot; auch für Drehvorrichtungen ohne Achse (Drehbare Unterlagen) verwendet.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;referances/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BHeinrich</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Benutzer:BHeinrich&amp;diff=8230</id>
		<title>Benutzer:BHeinrich</title>
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		<updated>2024-08-28T21:27:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BHeinrich: /* Bildliche Quellen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;https://colab.research.google.com/github/Heinrich-B/T-pferscheibe/blob/main/RToepferscheibe.ipynb&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Töpferscheibe ist eine Konstruktion, die es erlaubt, Rotationsenergie zu nutzen, um aus rohem Ton Gefäße zu formen, sie ist mit einer Achse gelagert und wird mit verschiedenen Methoden angetrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich unterschiedet man zwischen einfachen- und doppelten Töpferscheiben. Einfache Töpferscheiben besitzen eine einzige, meist schwere Scheibe, die der Gefäßformung und dem Antrieb dient. Doppelte Töpferscheiben weisen zwei, miteinander verbundene Scheiben auf. Das Gefäß wird auf einer oberen Scheibe geformt, während an der unteren, meist schwereren Scheibe angetrieben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem muss die Töpferscheibe von den sogenannten „drehbaren Unterlagen“ (auch Drehteller), die bei der Herstellung von nachgedrehter Keramik zum Einsatz kommen, abgegrenzt werden. Drehbare Unterlagen sind nicht dazu in der Lage Rotationsenergie nutzbar zu machen, können aber trotzdem mit einer Achse gelagert sein. Die Unterteilung in Töpferscheiben, Tournetten und drehbare Unterlagen wird unter der Annahme vorgenommen, dass man einzig auf der Töpferscheibe ausreichend Rotationsenergie generiert, um Gefäße frei zu drehen (Berg 2020, 2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Terminologie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tournette===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rotationsgeschwindigkeit===&lt;br /&gt;
Entscheidend für den Herstellungsprozess auf Töpferscheiben ist die Rotationsgeschwindigkeit während der Formung des Gefäßes, sie bestimmt die Technik des Töpfernden. Allgemein wird zwischen schnell- und langsamdrehenden Töpferscheiben unterschieden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schnelldrehend | Schnell-laufend====&lt;br /&gt;
Schnelldrehende Töpferscheiben erlauben die Herstellung von [[Drehscheibenkeramik]]. Durch ihre große Rotationsgeschwindigkeit entsteht genug Rotationsenergie, um die Tonmasse frei zu verformen, anstatt sie wie bei anderen Techniken Stück für Stück zu einem Gefäß zusammenzusetzen (Wulst-Dreh-Technik). Um eine ausreichend große Rotationsgeschwindigkeit so lange wie möglich beibehalten zu können, werden zwei Herangehensweisen kombiniert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1: Eine größere Masse ermöglicht es, die Rotationsenergie länger zu erhalten(Trägheitsmoment). Mit dem stabbetrieben [[Benutzer:BHeinrich#Typologie|Töpferrad]] kann so, einmal angetrieben ein ganzes Gefäß gefertigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2: Viele doppelte Töpferscheibe erlauben durch ihre Bauweise parallel zur Herstellung angetrieben zu werden, deswegen kann auch auf leichten fußbetrieben Scheiben eine große Geschwindigkeit erreicht werden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Angaben zur erforderlichen Rotationsgeschwindigkeit für das freie Drehen variieren zwischen 40 Umdrehungen pro Minute&amp;lt;sup&amp;gt;[[Benutzer:BHeinrich#Literaturangaben|1]]&amp;lt;/sup&amp;gt; (Berg 2011) und 150 rpm (Roux / de Miroschedji 2009).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rotationsgeschwindigkeit unterscheidet sich zudem während der einzelnen Herstellungsstadien (Zentrieren, Aufbrechen, Hochziehen) und hängt (unter Anderem) auch von der Größe und Form des Gefäßes ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Langsamdrehend | Langsam-laufend====&lt;br /&gt;
Langsam-drehende Töpferscheiben&amp;lt;sup&amp;gt;[[Benutzer:BHeinrich#Literaturangaben|3]]&amp;lt;/sup&amp;gt; werden zur Herstellung von [[Nachgedrehte Keramik | Nachgedrehter Keramik]] verwendet und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschwindigkeit während der Herstellung====&lt;br /&gt;
Es muss angemerkt werden, dass die Rotationsgeschwindigkeit während der Gefäßformung nicht nur von den technischen Merkmalen der Töpferscheibe abhängt, sondern auch von der Technik und Erfahrung des individuellen Töpfers. Außerdem ist die Rotationsgeschwindigkeit während der Fertigung eines Gefäßes nicht konstant, sondern variiert während der einzelnen „Herstellungsstadien“.&lt;br /&gt;
Die Rotationsgeschwindigkeit bleibt während des Aufbrechens und Hochziehens relativ konstant, wird aber anschließend während der Durchführung der finalen Arbeitsschritte, nach den Bedürfnissen des Töpfernden verringert (Neth / Hasaki, 2021)&amp;lt;sup&amp;gt;[[Benutzer:BHeinrich#Literaturangaben|2]]&amp;lt;/sup&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Geschichte der Töpferscheibe==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Erfindung der Töpferscheibe===&lt;br /&gt;
Weithin geht man davon aus, dass die Töpferscheibe im 4. Jahrtausend v.Chr. im Nahen Osten erstmalig entwickelt wurde. Ihre Erfindung hat die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''m.W. der älteste Nachweis - schell laufend?:&lt;br /&gt;
V. Roux, A Dynamic Systems Framework for Studying Technological Change: Application to the Emergence of the Potter’s Wheel in the Southern Levant. Journal of archaeological method and theory 10/1, 2003, 1–30.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Verbreitung der Töpferscheibe===&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab circa 2550 v.Chr. beginnt sich die Nutzung der Töpferscheibe in Anatolien zu verbreiten. Ein wichtiger Faktor für diesen Prozess waren die Handelsbeziehungen zwischen den Regionen Nordwestanatoliens und dem südöstlich liegenden Gebiet Kilikien. Für diesen Transfer werden zwei Routen in Betracht gezogen: eine Handelsroute diagonal durch das anatolische Inland („Great Caravan Route “ (T. Efe, 2007)) und eine maritime Handelsverbindung entlang der Süd- und Westküste Anatoliens. &lt;br /&gt;
Durch die Interaktion mit den, die Töpferscheibe nutzenden Gruppen Westanatoliens und der Ost-Ägäis erreichte die Kenntnis des Werkzeugs in der zweiten Hälfte des 3. Jahrtausends v.Chr. auch das griechische Festland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Kreta wird die Verwendung langsamer Drehvorrichtungen (Tournetten / drehbare Unterlagen) für das frühe 3. Jahrtausend v.Chr. angenommen (P. M. Day / D. Wilson, 1997). Ab dem frühen 2. vorchristlichen Jahrtausend,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Typologie==&lt;br /&gt;
====Spindelscheibe====&lt;br /&gt;
====Sprossenscheibe====&lt;br /&gt;
====Blockscheibe====&lt;br /&gt;
====Töpferrad====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Archäologische Funde==&lt;br /&gt;
===Mittelalter===&lt;br /&gt;
===Neuzeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bergmann 1993:         R. Bergmann, Mittelalterliche und neuzeitliche Töpferei in Dortmund-Groppenbruch. Vorbericht. In: B. Trier (Hrsg.), Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe, Jahrgang 8b (Mainz 1993) 31-39 (ISBN: 3-8053-1523-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ruppel 1991:		Th. Ruppel, Zur Rekonstruktion der Töpferscheiben – Archäologischer Befund und zeitgenössische Abbildungen. In: Eine Töpferwerkstatt der Familie Knütgen – Neue archäologische und historische Forschungen zur Unteren Aulgasse. Kunst und Altertum am Rhein, Nummer 133 (Köln 1991) 73-83 (ISBN: 978-3-7927-1223-8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Leterme 2007:		C. Leterme, Töpferräder und graublauer Keramikfundkomplex. Aufsehenerregender Fund in Raeren. In: G. Isenberg (Hrsg.) / M. Harzenetter (Hrsg.), Keramik auf Sonderwegen. 37. Internationales Hafnerei-Symposium, Herne 19.-25. September 2004. Denkmalpflege und Forschung in Westfalen, Band 44 (Mainz 2007) 253-264 (ISBN: 978-3-8053-3822-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildliche Quellen==&lt;br /&gt;
siehe [[Bildquellen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
WIP:&lt;br /&gt;
wo einzuordnen? bei Diderot evtl. noch weitere Darstellungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Handtöpferscheiben====&lt;br /&gt;
*Remigius Autissodorensis, Biblia Sacti Petri Rodensis Laten 6 (3) (El Port de la Selva) 1050 - 1075&lt;br /&gt;
[[Datei:Bischofskapelle_-_dom_gurk_-_c.cossa_-_Kopie.jpg |thumb|300px|center| Gurk, Fresko in der Bischofskapelle des Doms mit Darstellung eines Töpfers mit handgetriebener Töpferscheibe, um 1264 (Foto [Ausschnitt]: C. Cossa [CC BY-SA 3.0 AT] via WikimediaCommons: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bischofskapelle_-_dom_gurk_-_c.cossa.jpg?uselang=de)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Spindelscheibe====&lt;br /&gt;
*Li tre libri dell'arte del vasaio					1557&lt;br /&gt;
*Vannoccio Biringuccio, De la pirotechnia (Venetia)		        1559 &lt;br /&gt;
**https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb10208729?page=604%2C605 mit zwei Typen von Töpferscheiben, einmal fuß- und einmal handgetrieben&lt;br /&gt;
[[Datei:Biringuccio De la pirotechnia 559 S303 .jpg|thumb|center|300px|Vannoccio Biringuccio, De la pirotechnia (Venetia 1559) S. 303 via MDZ https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb10208729?page=604%2C605]]&lt;br /&gt;
*Noël Antonine Pluche, Le Spectacle De La Nature, Ou Entretiens Sur Les Particularités De L'Histoire Naturelle, Qui ont paru les plus propres à rendre les Jeunes-Gens curieux, &amp;amp; à leur former l'esprit ; T. 3, Pt. 2                         1742&lt;br /&gt;
*Denis Diderot &amp;amp; Jean Le Rond d'Alembert, Recueil de plaches (Paris) (ganzes Kapitel: https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k50562x/f209.item.r=Recueil%20de%20planches)   1762 - 1777&lt;br /&gt;
**[[Datei:ABB4-4.jpg|thumb|300px|center|Konstruktionszeichnung einer Spindelscheibe aus &amp;quot;Recueil de planches, sur les sciences, les arts libéraux et les arts mechaniques&amp;quot; (D. Diderot/ J. d'Alembert, 1762 - 1777)]]&lt;br /&gt;
*Neuer Orbis Pictus für die Jugend					1832&lt;br /&gt;
*Dictionnaire de chimie industrielle - tome 3				1864&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Sprossenscheibe====&lt;br /&gt;
*Hofämterspiel								1455&lt;br /&gt;
*Bakthasar Behem, Balthasar Behem Codex	(Krakau)			1505&lt;br /&gt;
[[Datei:708px-Ravensburg Zunftscheibe Schmiede 1505 Detail 05.jpg|thumb|center|300px|Meistertafel der Schmiedezunft, [[Ravensburg]], 1505–1563(?), Museum Humpis-Quartier, Ravensburg (Foto: Andreas Praefckem PD, via [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ravensburg_Zunftscheibe_Schmiede_1505_Detail_05.jpg WikimediaCommons])]]&lt;br /&gt;
*Concordantiae caritatis						1530&lt;br /&gt;
*De re metallica libri XII						1656&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Blockscheibe====&lt;br /&gt;
*Polydorvs Vergilivs Vrbinas, Von den Ergindern der ding (Augsburg) 1537&lt;br /&gt;
**[[Datei:Polydorus Vergilius 1537.png|thumb|center|300px|Polydorvs Vergilivs Vrbinas. Uon den erfyndern der dyngen. W (Augsburg 1537). - Hafnerwerkstatt mit fußgetriebener Töpferscheibe - Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel  [https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/ CC BY SA] - http://diglib.hab.de/drucke/q-49-2f-helmst/start.htm?image=00171]]&lt;br /&gt;
*Jost Amman, Ständebuch	(Frankfurt am Main)			        1568&lt;br /&gt;
*, Hausbücher der Nürnberger Zwölfbrüderstiftungen - Mendel II (Nürnberg) 1605&lt;br /&gt;
*Michael Maier, Atalanta Fugiens - Emblema XV. Opus figuli (Oppenheim)	1617&lt;br /&gt;
*Königskette								1700&lt;br /&gt;
*Schüssel (Albert Murs)							1716&lt;br /&gt;
*Schützenplakette							1820&lt;br /&gt;
*Schützenplakette							1834&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Töpferrad====&lt;br /&gt;
*Bible Moralisée Codex Vindobonensis 2554				1200 – 1250&lt;br /&gt;
*Biblia sacra moralisata						1201 – 1300&lt;br /&gt;
*Bible moralisée de Naples						1350&lt;br /&gt;
*Chants royaux sur la Conception					1528&lt;br /&gt;
*Het Menselyk Bedryf							1699&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Timeline====&lt;br /&gt;
[[Datei:Test.png|2|thumb|300px|center|Timeline bildlicher Quellen (Veröffentlichungsjahr) und archäologischer Funde (~Datierung) zwischen 1000n.Chr. und 2000n.Chr.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Rieth 1960:		A. Rieth, 5000 Jahre Töpferscheibe (Konstanz 1960).&lt;br /&gt;
*Czysz 1990:		W. Czysz, Geschichte und Konstruktion alter Töpferscheiben. In: M. Fansa (Hrsg.), Experimentelle Archäologie in Deutschland. Archäologische Mitteilungen aus Nordwestdeutschland, Beiheft 4 (Oldenburg 1990) 308-314.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ruppel 1991:		Th. Ruppel, Zur Rekonstruktion der Töpferscheiben – Archäologischer Befund und zeitgenössische Abbildungen. In: Eine Töpferwerkstatt der Familie Knütgen – Neue archäologische und historische Forschungen zur Unteren Aulgasse. Kunst und Altertum am Rhein, Nummer 133 (Köln 1991) 73-83 (ISBN: 978-3-7927-1223-8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bergmann 1993:         R. Bergmann, Mittelalterliche und neuzeitliche Töpferei in Dortmund-Groppenbruch. Vorbericht. In: B. Trier (Hrsg.), Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe, Jahrgang 8b (Mainz 1993) 31-39 (ISBN: 3-8053-1523-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kerkhoff-Hader 1996:	B. Kerkhoff-Hader, Rheinische Töpferscheiben im Überregionalen Vergleich. In: H. Lüdtke (Hrsg.) / R. Vossen (Hrsg.), Töpfereiforschung zwischen Mittelmeer und Skandinavien, Beiträge des Internationalen Kolloquiums 1990 in Hamburg. Töpferei- und Keramikforschung, Band 3 (Bonn 1996) 225-257.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kerkhoff-Hader 1997: 	B. Kerkhoff-Hader, Töpferscheiben und -räder in rheinischen Werkstätten des 17.-20. Jahrhunderts. In: R.-E. Mohrmann/V. Rodekamp/D. Sauermann (Hrsg.),Volkskunde im Spannungsfeld zwischen Universität und Museum (Münster 1997) 181–214.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Schreg 2007: 		R. Schreg, Keramik aus Südwestdeutschland. Eine Hilfe zur Beschreibung, Bestimmung und Datierung archäologischer Funde vom Neolithikum bis zur Neuzeit. Lehr- und Arbeitsmaterialien zur Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit (Tübingen 2007³) (ISBN: 978-3-9806533-0-5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Leterme 2007:		C. Leterme, Töpferräder und graublauer Keramikfundkomplex. Aufsehenerregender Fund in Raeren. In: G. Isenberg (Hrsg.) / M. Harzenetter (Hrsg.), Keramik auf Sonderwegen. 37. Internationales Hafnerei-Symposium, Herne 19.-25. September 2004. Denkmalpflege und Forschung in Westfalen, Band 44 (Mainz 2007) 253-264 (ISBN: 978-3-8053-3822-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Roux / de Miroschedji 2009: V. Roux / P. de Miroschedji, Revisiting the History of the Potter's Wheel in the Southern Levant. Levant 41/2, 2009, 155-172 (DOI: https://doi.org/10.1179/007589109X12484491671095).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Berg 2011:		I . Berg, What’s in a forming technique? An investigation into wheel- throwing in Bronze Age Crete. Old Potter’s Almanack 16/2, 2011, 9-12 (DOI: https://doi.org/10.11588/opa.2011.2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Hegewisch 2011:	M. Hegewisch, Zur Drehscheinbenkeramik im Westen der Germania Magna. Anfänge, Weiterentwicklung und Verbreitung. In: J. Bemmann (Hrsg.) / U. Brosseder (Hrsg.) / H.-E. Joachim 			(Hrsg.), Drehscheibentöpferei im Barbaricum, Technologietransfer und Professionalisierung eines Handwerks am Rande des Römischen Imperiums. Bonner Beiträge zur Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie, Band 13 (Bonn 2011) 119-174.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ulbert 2011:		C. Ulbert, Römische und Mittelalterliche Drehscheibenbefunde aus dem Rheinland. In: J. Bemmann (Hrsg.) / U. Brosseder (Hrsg.) / H.-E. Joachim (Hrsg.), Drehscheibentöpferei im Barbaricum, 				Technologietransfer und Professionalisierung eines Handwerks am Rande des Römischen Imperiums. Bonner Beiträge zur Ur- und Frühgeschichtlichen Archäologie, Band 13 (Bonn 2011) 83-90.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mennicken 2013:	R. Mennicken, Raerener Steinzeug - Europäisches Kulturerbe (Raeren 2013) (ISBN: 978-3867120852).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Rogier 2015:		M. Rogier, Mittelalterliche nachgedrehte Keramik – Überlegungen zu Definition, Bestimmung und Interpretation am Beispiel Baden-Württemberg (Tübingen 2015) (ISBN: 978-3-9806533-3-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Thér 2017:		R. Thér, Potter‘s Wheel in Central  Europe: Process or Product Innovation?. Journal of Archaeological Method and Theory 24/4 , 2017, 1256-1299.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Berg 2020:		Encyclopedia of Global Archaeology (2020) s. v. The Potter‘s Wheel (I. Berg) (DOI: https://doi.org/10.1007/978-3-030-30018-0_3443).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Minos 2021:		Ch. Minos, A Return to the Wheel: Rethinking Experimental Methologies for the Study of the Potter’s Wheel. Interdisciplinaria Archaeologica, Natural Siences in Archeology 12/2, 2021, 127-142 (DOI: 10.24916/iansa.2021.2.2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Neth / Hasaki 2021:    B. Neth / E. Hasaki, The Ancient Greek Potter's Wheel: Experimental Archaeology and Web Applications for Velocity Analysis. Interdisciplinaria Archaeologica, Natural Siences in Archeology 12/2, 2021, 115-125 (DOI: 10.24916/iansa.2021.2.1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Literaturangaben===&lt;br /&gt;
[[Benutzer:BHeinrich#Rotationsgeschwindigkeit|1]]  |  im Folgenden: rpm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:BHeinrich#Geschwindigkeit während des Herstellungsprozesses|2]]  |  experimentalarchäologische Forschung mit Repliken antiker griechischer Töpferscheiben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:BHeinrich#Langsamdrehende Töpferscheiben|3]]  |  oder synonym oft &amp;quot;Tournetten&amp;quot; (engl. turntables). ''Tournetten sind langsam-drehende häufig handbetriebene Töpferscheiben, denen die Fähigkeit fehlt ihre Geschwindigkeit zu erhalten. In einigen Publikationen wird eine Rotationsgeschwindigkeit angegeben, die von Tournetten nicht erreicht werden darf (bspw. 80 rpm (Ch. Fiaccavento, 2013)). Vereinzelt wird die Bezeichnung &amp;quot;Tournette&amp;quot; auch für Drehvorrichtungen ohne Achse (Drehbare Unterlagen) verwendet.''&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BHeinrich</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Benutzer:BHeinrich&amp;diff=8229</id>
		<title>Benutzer:BHeinrich</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Benutzer:BHeinrich&amp;diff=8229"/>
		<updated>2024-08-27T15:30:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BHeinrich: /* Spindelscheibe */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;https://colab.research.google.com/github/Heinrich-B/T-pferscheibe/blob/main/RToepferscheibe.ipynb&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Töpferscheibe ist eine Konstruktion, die es erlaubt, Rotationsenergie zu nutzen, um aus rohem Ton Gefäße zu formen, sie ist mit einer Achse gelagert und wird mit verschiedenen Methoden angetrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich unterschiedet man zwischen einfachen- und doppelten Töpferscheiben. Einfache Töpferscheiben besitzen eine einzige, meist schwere Scheibe, die der Gefäßformung und dem Antrieb dient. Doppelte Töpferscheiben weisen zwei, miteinander verbundene Scheiben auf. Das Gefäß wird auf einer oberen Scheibe geformt, während an der unteren, meist schwereren Scheibe angetrieben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem muss die Töpferscheibe von den sogenannten „drehbaren Unterlagen“ (auch Drehteller), die bei der Herstellung von nachgedrehter Keramik zum Einsatz kommen, abgegrenzt werden. Drehbare Unterlagen sind nicht dazu in der Lage Rotationsenergie nutzbar zu machen, können aber trotzdem mit einer Achse gelagert sein. Die Unterteilung in Töpferscheiben, Tournetten und drehbare Unterlagen wird unter der Annahme vorgenommen, dass man einzig auf der Töpferscheibe ausreichend Rotationsenergie generiert, um Gefäße frei zu drehen (Berg 2020, 2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Terminologie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tournette===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rotationsgeschwindigkeit===&lt;br /&gt;
Entscheidend für den Herstellungsprozess auf Töpferscheiben ist die Rotationsgeschwindigkeit während der Formung des Gefäßes, sie bestimmt die Technik des Töpfernden. Allgemein wird zwischen schnell- und langsamdrehenden Töpferscheiben unterschieden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schnelldrehend | Schnell-laufend====&lt;br /&gt;
Schnelldrehende Töpferscheiben erlauben die Herstellung von [[Drehscheibenkeramik]]. Durch ihre große Rotationsgeschwindigkeit entsteht genug Rotationsenergie, um die Tonmasse frei zu verformen, anstatt sie wie bei anderen Techniken Stück für Stück zu einem Gefäß zusammenzusetzen (Wulst-Dreh-Technik). Um eine ausreichend große Rotationsgeschwindigkeit so lange wie möglich beibehalten zu können, werden zwei Herangehensweisen kombiniert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1: Eine größere Masse ermöglicht es, die Rotationsenergie länger zu erhalten(Trägheitsmoment). Mit dem stabbetrieben [[Benutzer:BHeinrich#Typologie|Töpferrad]] kann so, einmal angetrieben ein ganzes Gefäß gefertigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2: Viele doppelte Töpferscheibe erlauben durch ihre Bauweise parallel zur Herstellung angetrieben zu werden, deswegen kann auch auf leichten fußbetrieben Scheiben eine große Geschwindigkeit erreicht werden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Angaben zur erforderlichen Rotationsgeschwindigkeit für das freie Drehen variieren zwischen 40 Umdrehungen pro Minute&amp;lt;sup&amp;gt;[[Benutzer:BHeinrich#Literaturangaben|1]]&amp;lt;/sup&amp;gt; (Berg 2011) und 150 rpm (Roux / de Miroschedji 2009).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rotationsgeschwindigkeit unterscheidet sich zudem während der einzelnen Herstellungsstadien (Zentrieren, Aufbrechen, Hochziehen) und hängt (unter Anderem) auch von der Größe und Form des Gefäßes ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Langsamdrehend | Langsam-laufend====&lt;br /&gt;
Langsam-drehende Töpferscheiben&amp;lt;sup&amp;gt;[[Benutzer:BHeinrich#Literaturangaben|3]]&amp;lt;/sup&amp;gt; werden zur Herstellung von [[Nachgedrehte Keramik | Nachgedrehter Keramik]] verwendet und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschwindigkeit während der Herstellung====&lt;br /&gt;
Es muss angemerkt werden, dass die Rotationsgeschwindigkeit während der Gefäßformung nicht nur von den technischen Merkmalen der Töpferscheibe abhängt, sondern auch von der Technik und Erfahrung des individuellen Töpfers. Außerdem ist die Rotationsgeschwindigkeit während der Fertigung eines Gefäßes nicht konstant, sondern variiert während der einzelnen „Herstellungsstadien“.&lt;br /&gt;
Die Rotationsgeschwindigkeit bleibt während des Aufbrechens und Hochziehens relativ konstant, wird aber anschließend während der Durchführung der finalen Arbeitsschritte, nach den Bedürfnissen des Töpfernden verringert (Neth / Hasaki, 2021)&amp;lt;sup&amp;gt;[[Benutzer:BHeinrich#Literaturangaben|2]]&amp;lt;/sup&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Geschichte der Töpferscheibe==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Erfindung der Töpferscheibe===&lt;br /&gt;
Weithin geht man davon aus, dass die Töpferscheibe im 4. Jahrtausend v.Chr. im Nahen Osten erstmalig entwickelt wurde. Ihre Erfindung hat die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''m.W. der älteste Nachweis - schell laufend?:&lt;br /&gt;
V. Roux, A Dynamic Systems Framework for Studying Technological Change: Application to the Emergence of the Potter’s Wheel in the Southern Levant. Journal of archaeological method and theory 10/1, 2003, 1–30.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Verbreitung der Töpferscheibe===&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab circa 2550 v.Chr. beginnt sich die Nutzung der Töpferscheibe in Anatolien zu verbreiten. Ein wichtiger Faktor für diesen Prozess waren die Handelsbeziehungen zwischen den Regionen Nordwestanatoliens und dem südöstlich liegenden Gebiet Kilikien. Für diesen Transfer werden zwei Routen in Betracht gezogen: eine Handelsroute diagonal durch das anatolische Inland („Great Caravan Route “ (T. Efe, 2007)) und eine maritime Handelsverbindung entlang der Süd- und Westküste Anatoliens. &lt;br /&gt;
Durch die Interaktion mit den, die Töpferscheibe nutzenden Gruppen Westanatoliens und der Ost-Ägäis erreichte die Kenntnis des Werkzeugs in der zweiten Hälfte des 3. Jahrtausends v.Chr. auch das griechische Festland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Kreta wird die Verwendung langsamer Drehvorrichtungen (Tournetten / drehbare Unterlagen) für das frühe 3. Jahrtausend v.Chr. angenommen (P. M. Day / D. Wilson, 1997). Ab dem frühen 2. vorchristlichen Jahrtausend,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Typologie==&lt;br /&gt;
====Spindelscheibe====&lt;br /&gt;
====Sprossenscheibe====&lt;br /&gt;
====Blockscheibe====&lt;br /&gt;
====Töpferrad====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Archäologische Funde==&lt;br /&gt;
===Mittelalter===&lt;br /&gt;
===Neuzeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bergmann 1993:         R. Bergmann, Mittelalterliche und neuzeitliche Töpferei in Dortmund-Groppenbruch. Vorbericht. In: B. Trier (Hrsg.), Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe, Jahrgang 8b (Mainz 1993) 31-39 (ISBN: 3-8053-1523-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ruppel 1991:		Th. Ruppel, Zur Rekonstruktion der Töpferscheiben – Archäologischer Befund und zeitgenössische Abbildungen. In: Eine Töpferwerkstatt der Familie Knütgen – Neue archäologische und historische Forschungen zur Unteren Aulgasse. Kunst und Altertum am Rhein, Nummer 133 (Köln 1991) 73-83 (ISBN: 978-3-7927-1223-8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Leterme 2007:		C. Leterme, Töpferräder und graublauer Keramikfundkomplex. Aufsehenerregender Fund in Raeren. In: G. Isenberg (Hrsg.) / M. Harzenetter (Hrsg.), Keramik auf Sonderwegen. 37. Internationales Hafnerei-Symposium, Herne 19.-25. September 2004. Denkmalpflege und Forschung in Westfalen, Band 44 (Mainz 2007) 253-264 (ISBN: 978-3-8053-3822-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildliche Quellen==&lt;br /&gt;
siehe [[Bildquellen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
WIP:&lt;br /&gt;
wo einzuordnen? bei Diderot evtl. noch weitere Darstellungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Handtöpferscheiben====&lt;br /&gt;
*Biblia Sacti Petri Rodensis                                            1050 - 1075&lt;br /&gt;
[[Datei:Bischofskapelle_-_dom_gurk_-_c.cossa_-_Kopie.jpg |thumb|300px|center| Gurk, Fresko in der Bischofskapelle des Doms mit Darstellung eines Töpfers mit handgetriebener Töpferscheibe, um 1264 (Foto [Ausschnitt]: C. Cossa [CC BY-SA 3.0 AT] via WikimediaCommons: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bischofskapelle_-_dom_gurk_-_c.cossa.jpg?uselang=de)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Spindelscheibe====&lt;br /&gt;
*Li tre libri dell'arte del vasaio					1557&lt;br /&gt;
*Vannoccio Biringuccio, De la pirotechnia (Venetia)		        1559 &lt;br /&gt;
**https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb10208729?page=604%2C605 mit zwei Typen von Töpferscheiben, einmal fuß- und einmal handgetrieben&lt;br /&gt;
[[Datei:Biringuccio De la pirotechnia 559 S303 .jpg|thumb|center|300px|Vannoccio Biringuccio, De la pirotechnia (Venetia 1559) S. 303 via MDZ https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb10208729?page=604%2C605]]&lt;br /&gt;
*Noël Antonine Pluche, Le Spectacle De La Nature, Ou Entretiens Sur Les Particularités De L'Histoire Naturelle, Qui ont paru les plus propres à rendre les Jeunes-Gens curieux, &amp;amp; à leur former l'esprit ; T. 3, Pt. 2                         1742&lt;br /&gt;
*Denis Diderot &amp;amp; Jean Le Rond d'Alembert, Recueil de plaches (Paris) (ganzes Kapitel: https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k50562x/f209.item.r=Recueil%20de%20planches)   1762 - 1777&lt;br /&gt;
**[[Datei:ABB4-4.jpg|thumb|300px|center|Konstruktionszeichnung einer Spindelscheibe aus &amp;quot;Recueil de planches, sur les sciences, les arts libéraux et les arts mechaniques&amp;quot; (D. Diderot/ J. d'Alembert, 1762 - 1777)]]&lt;br /&gt;
*Neuer Orbis Pictus für die Jugend					1832&lt;br /&gt;
*Dictionnaire de chimie industrielle - tome 3				1864&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Sprossenscheibe====&lt;br /&gt;
*Hofämterspiel								1455&lt;br /&gt;
*Bakthasar Behem, Balthasar Behem Codex	(Krakau)			1505&lt;br /&gt;
[[Datei:708px-Ravensburg Zunftscheibe Schmiede 1505 Detail 05.jpg|thumb|center|300px|Meistertafel der Schmiedezunft, [[Ravensburg]], 1505–1563(?), Museum Humpis-Quartier, Ravensburg (Foto: Andreas Praefckem PD, via [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ravensburg_Zunftscheibe_Schmiede_1505_Detail_05.jpg WikimediaCommons])]]&lt;br /&gt;
*Concordantiae caritatis						1530&lt;br /&gt;
*De re metallica libri XII						1656&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Blockscheibe====&lt;br /&gt;
*Polydorvs Vergilivs Vrbinas, Von den Ergindern der ding (Augsburg) 1537&lt;br /&gt;
**[[Datei:Polydorus Vergilius 1537.png|thumb|center|300px|Polydorvs Vergilivs Vrbinas. Uon den erfyndern der dyngen. W (Augsburg 1537). - Hafnerwerkstatt mit fußgetriebener Töpferscheibe - Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel  [https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/ CC BY SA] - http://diglib.hab.de/drucke/q-49-2f-helmst/start.htm?image=00171]]&lt;br /&gt;
*Jost Amman, Ständebuch	(Frankfurt am Main)			        1568&lt;br /&gt;
*, Hausbücher der Nürnberger Zwölfbrüderstiftungen - Mendel II (Nürnberg) 1605&lt;br /&gt;
*Michael Maier, Atalanta Fugiens - Emblema XV. Opus figuli (Oppenheim)	1617&lt;br /&gt;
*Königskette								1700&lt;br /&gt;
*Schüssel (Albert Murs)							1716&lt;br /&gt;
*Schützenplakette							1820&lt;br /&gt;
*Schützenplakette							1834&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Töpferrad====&lt;br /&gt;
*Bible Moralisée Codex Vindobonensis 2554				1200 – 1250&lt;br /&gt;
*Biblia sacra moralisata						1201 – 1300&lt;br /&gt;
*Bible moralisée de Naples						1350&lt;br /&gt;
*Chants royaux sur la Conception					1528&lt;br /&gt;
*Het Menselyk Bedryf							1699&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Timeline====&lt;br /&gt;
[[Datei:Test.png|2|thumb|300px|center|Timeline bildlicher Quellen (Veröffentlichungsjahr) und archäologischer Funde (~Datierung) zwischen 1000n.Chr. und 2000n.Chr.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Rieth 1960:		A. Rieth, 5000 Jahre Töpferscheibe (Konstanz 1960).&lt;br /&gt;
*Czysz 1990:		W. Czysz, Geschichte und Konstruktion alter Töpferscheiben. In: M. Fansa (Hrsg.), Experimentelle Archäologie in Deutschland. Archäologische Mitteilungen aus Nordwestdeutschland, Beiheft 4 (Oldenburg 1990) 308-314.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ruppel 1991:		Th. Ruppel, Zur Rekonstruktion der Töpferscheiben – Archäologischer Befund und zeitgenössische Abbildungen. In: Eine Töpferwerkstatt der Familie Knütgen – Neue archäologische und historische Forschungen zur Unteren Aulgasse. Kunst und Altertum am Rhein, Nummer 133 (Köln 1991) 73-83 (ISBN: 978-3-7927-1223-8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bergmann 1993:         R. Bergmann, Mittelalterliche und neuzeitliche Töpferei in Dortmund-Groppenbruch. Vorbericht. In: B. Trier (Hrsg.), Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe, Jahrgang 8b (Mainz 1993) 31-39 (ISBN: 3-8053-1523-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kerkhoff-Hader 1996:	B. Kerkhoff-Hader, Rheinische Töpferscheiben im Überregionalen Vergleich. In: H. Lüdtke (Hrsg.) / R. Vossen (Hrsg.), Töpfereiforschung zwischen Mittelmeer und Skandinavien, Beiträge des Internationalen Kolloquiums 1990 in Hamburg. Töpferei- und Keramikforschung, Band 3 (Bonn 1996) 225-257.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kerkhoff-Hader 1997: 	B. Kerkhoff-Hader, Töpferscheiben und -räder in rheinischen Werkstätten des 17.-20. Jahrhunderts. In: R.-E. Mohrmann/V. Rodekamp/D. Sauermann (Hrsg.),Volkskunde im Spannungsfeld zwischen Universität und Museum (Münster 1997) 181–214.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Schreg 2007: 		R. Schreg, Keramik aus Südwestdeutschland. Eine Hilfe zur Beschreibung, Bestimmung und Datierung archäologischer Funde vom Neolithikum bis zur Neuzeit. Lehr- und Arbeitsmaterialien zur Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit (Tübingen 2007³) (ISBN: 978-3-9806533-0-5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Leterme 2007:		C. Leterme, Töpferräder und graublauer Keramikfundkomplex. Aufsehenerregender Fund in Raeren. In: G. Isenberg (Hrsg.) / M. Harzenetter (Hrsg.), Keramik auf Sonderwegen. 37. Internationales Hafnerei-Symposium, Herne 19.-25. September 2004. Denkmalpflege und Forschung in Westfalen, Band 44 (Mainz 2007) 253-264 (ISBN: 978-3-8053-3822-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Roux / de Miroschedji 2009: V. Roux / P. de Miroschedji, Revisiting the History of the Potter's Wheel in the Southern Levant. Levant 41/2, 2009, 155-172 (DOI: https://doi.org/10.1179/007589109X12484491671095).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Berg 2011:		I . Berg, What’s in a forming technique? An investigation into wheel- throwing in Bronze Age Crete. Old Potter’s Almanack 16/2, 2011, 9-12 (DOI: https://doi.org/10.11588/opa.2011.2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Hegewisch 2011:	M. Hegewisch, Zur Drehscheinbenkeramik im Westen der Germania Magna. Anfänge, Weiterentwicklung und Verbreitung. In: J. Bemmann (Hrsg.) / U. Brosseder (Hrsg.) / H.-E. Joachim 			(Hrsg.), Drehscheibentöpferei im Barbaricum, Technologietransfer und Professionalisierung eines Handwerks am Rande des Römischen Imperiums. Bonner Beiträge zur Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie, Band 13 (Bonn 2011) 119-174.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ulbert 2011:		C. Ulbert, Römische und Mittelalterliche Drehscheibenbefunde aus dem Rheinland. In: J. Bemmann (Hrsg.) / U. Brosseder (Hrsg.) / H.-E. Joachim (Hrsg.), Drehscheibentöpferei im Barbaricum, 				Technologietransfer und Professionalisierung eines Handwerks am Rande des Römischen Imperiums. Bonner Beiträge zur Ur- und Frühgeschichtlichen Archäologie, Band 13 (Bonn 2011) 83-90.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mennicken 2013:	R. Mennicken, Raerener Steinzeug - Europäisches Kulturerbe (Raeren 2013) (ISBN: 978-3867120852).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Rogier 2015:		M. Rogier, Mittelalterliche nachgedrehte Keramik – Überlegungen zu Definition, Bestimmung und Interpretation am Beispiel Baden-Württemberg (Tübingen 2015) (ISBN: 978-3-9806533-3-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Thér 2017:		R. Thér, Potter‘s Wheel in Central  Europe: Process or Product Innovation?. Journal of Archaeological Method and Theory 24/4 , 2017, 1256-1299.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Berg 2020:		Encyclopedia of Global Archaeology (2020) s. v. The Potter‘s Wheel (I. Berg) (DOI: https://doi.org/10.1007/978-3-030-30018-0_3443).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Minos 2021:		Ch. Minos, A Return to the Wheel: Rethinking Experimental Methologies for the Study of the Potter’s Wheel. Interdisciplinaria Archaeologica, Natural Siences in Archeology 12/2, 2021, 127-142 (DOI: 10.24916/iansa.2021.2.2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Neth / Hasaki 2021:    B. Neth / E. Hasaki, The Ancient Greek Potter's Wheel: Experimental Archaeology and Web Applications for Velocity Analysis. Interdisciplinaria Archaeologica, Natural Siences in Archeology 12/2, 2021, 115-125 (DOI: 10.24916/iansa.2021.2.1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Literaturangaben===&lt;br /&gt;
[[Benutzer:BHeinrich#Rotationsgeschwindigkeit|1]]  |  im Folgenden: rpm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:BHeinrich#Geschwindigkeit während des Herstellungsprozesses|2]]  |  experimentalarchäologische Forschung mit Repliken antiker griechischer Töpferscheiben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:BHeinrich#Langsamdrehende Töpferscheiben|3]]  |  oder synonym oft &amp;quot;Tournetten&amp;quot; (engl. turntables). ''Tournetten sind langsam-drehende häufig handbetriebene Töpferscheiben, denen die Fähigkeit fehlt ihre Geschwindigkeit zu erhalten. In einigen Publikationen wird eine Rotationsgeschwindigkeit angegeben, die von Tournetten nicht erreicht werden darf (bspw. 80 rpm (Ch. Fiaccavento, 2013)). Vereinzelt wird die Bezeichnung &amp;quot;Tournette&amp;quot; auch für Drehvorrichtungen ohne Achse (Drehbare Unterlagen) verwendet.''&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BHeinrich</name></author>
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