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	<title>balismink - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Wiesloch&amp;diff=11622</id>
		<title>Wiesloch</title>
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		<updated>2026-08-17T17:54:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Ortsgeschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wiesloch liegt in der fruchtbaren, früh besiedelten Region des Kraichgau. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ortsgeschichte==&lt;br /&gt;
An der rechtsrheinischen Rheintalstraße entwickelte sich in römischer Zeit etwa 2 km westlich der späteren Stadt ein Vicus mit wirtschaftlichen Aktivitäten im Bergbau und mit einer Keramikproduktion (Hensen 1999).&lt;br /&gt;
Der Vicus wurde im späten 3. Jahrhundert aufgegeben, doch wurde der Randbereich des Vicus im Gewann Hoschket im 6. oder spätestens 7. Jahrhundert erneut besiedelt. Im späten 9. bis 10. Jahrhundert lag hier eine Töpferei, in der auch die [[Wieslocher Ware]] produziert wurde. Eine generelle Siedlungskontinuität wird durch einen Grabfund mit [[Terra Nigra]]-Gefäßbeigaben des 4. Jh. nahe gelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Wiesloch sind mehrere Bestattungsplätze der Merowingerzeit bekannt, zudem sind früh- und hochmittelalterliche Siedlungsfunde bekannt, die mehrere Siedlungskerne zeigen. Die erste schriftliche Erwähnung liegt durch eine Schenkung an das Kloster Lorsch aus dem Jahr 801, der eine ganze Reihe weiterer folgten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dorf entwickelte sich zu einem frühen Markt, dessen Rechte bereits 965 durch Otto I verliehen wurden (MGH SS21,S.392). Das damalige Siedlungszentrum lag wohl südlich der späteren Stadt, wo zahlreiche Handwerksbefunde, v.a. vom Bergbau gefunden wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1288 ist in einer Urkunde des Pfalzgrafen bei Rhein, Ludwig II. von &amp;quot;castrum et civitatem sive opidum in Wezzinlohe et villam sub eodem castro sitam&amp;quot; die Rede (A. Koch/E. Winkelmann, Eduard [Hrsg.], Regesten der Pfalzgrafen am Rhein 1214 - 1508 (Band 1): 1214 - 1400 (Innsbruck 1894) - DOI https://doi.org/10.11588/diglit.2356#0086 ). &lt;br /&gt;
Im  Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde Wiesloch 1689 von französischen Truppen eingenommen und fast völlig niedergebrannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im östlichen Teil der Gemarkung liegt eine mächtige Decke aus Jüngerem Löss und Lösslehm, die auch gute Töpfertone bietet, die im 19. Jahrhundert zur Ansiedlung der Thonwaren-Industrie Wiesloch GmbH führten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundstellen/ Befundsituation==&lt;br /&gt;
*Kurpfalzhof 54: 1975 wurde ein Töpferofen angeschnitten und untersucht. Die Fundstelle liegt am westlichen Ortsrand. Es wurde ein stehender Ofen mit Lochtenne ausgegraben. - karol.-otton. (Heukemes/Gross 1983; Weiser 2003, 174f.)&lt;br /&gt;
*Wiesloch, Alte Heerstraße 4 (Hildebrandt/ Gross 1995; Fundber. Bad.-Württ. 22/2, 1998, 287; Weiser 2003, 175)&lt;br /&gt;
*Wüstung Frauweiler (Fundber. Bad.-Württ. 22/2, 1998, 287 (Nr. 2); Gross 2013)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Keramikfunde==&lt;br /&gt;
Das aus dem Töpferofen am Kurpfalzhof geborgene Fundmaterial ist namengebend für die [[Wieslocher Ware]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ABB214.jpg|thumb|600px|center|Funde aus dem Töpferofen von Wiesloch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Gross 2013: U. Gross, Funde aus der Wüstung Frauenweiler auf Gemarkung Wiesloch, Rhein-Neckar-Kreis. Anmerkungen zum keramischen Formenschatz spätmittelalterlicher ländlicher Siedlungen im Rhein-Neckar-Raum. Fundber. Bad.-Württ. 33, 2013, 629–660.&lt;br /&gt;
*Hensen 1999: Andreas Hensen: Der römische Vicus von Wiesloch (Rhein-Neckar-Kreis). British Archeological Reports, International Series 783 (Oxford 1999).&lt;br /&gt;
*Heukemes/Gross 1983: B. Heukemes/U. Gross, Ein Töpferofen der 'älteren gelbtonigen Drehscheibenware aus Wiesloch, Rhein-Neckar-Kreis. In: Forschungen und Berichte der Archäologie des Mittelalters in Baden-Württemberg 8 (Tübingen 1983) 301–318.&lt;br /&gt;
*Hildebrandt 1997: L. H. Hildebrandt, Archäologische Funde aus Alt-Wiesloch, Baiertal und Nußloch und deren Einbindung in die mittelalterliche Ortsgeschichte. In: L. H. Hildebrandt (Hrsg.), Archäologie und Wüstungsforschung im Kraichgau. Heimatver. Kraichgau Sonderveröff. Nr. 18 (Ubstadt-Weiher 1997) 223–254.&lt;br /&gt;
*Hildebrandt 2001: L. H. Hildebrandt, Mittelalterliche Urkunden über Wiesloch und Walldorf, und die Ortsteile Alt-Wiesloch, Baiertal, Frauenweiler, Hohenhardt und Schatthausen, sowie der Herren von Hohenhart, von Schadehusen, von Walldorf und von Wissenloch (Ubstadt-Weiher 2001).&lt;br /&gt;
*Hildebrandt / Gross 1990: L. H. Hildebrandt / U. Gross, Frühmittelalterliche Siedlungsspuren in Wiesloch, Rhein-Neckar-Kreis. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 1989, 1990, 274–276.&lt;br /&gt;
*Hildebrandt / Gross 1996: L. H. Hildebrandt / U. Gross, Ein frühmittelalterlicher Töpferofen aus Wiesloch, Rhein-Neckar-Kreis. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 1995, 1996, 312–315.&lt;br /&gt;
*Kurz 2017: M. Kurz, Wiesloch – ein Streifzug durch die Geschichte. Badische Heimat 3, 2017, 327-340.&lt;br /&gt;
*Wahle 1927: E. Wahle, Frühgermanischer Grabfund aus Wiesloch. Bad. Fundber. 9, 1927, 282–283. DOI: https://doi.org/10.11588/diglit.27168.74 &lt;br /&gt;
*Weiser 2003: B. Weiser, Töpferöfen von 500 bis 1500 n.Chr. im deutschsprachigen Raum und in angrenzenden Gebieten. Zeitschrift für Archäologie des Mittelalters Beiheft 15 (Bonn 2003).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Links==&lt;br /&gt;
*https://en.wikipedia.org/wiki/Tonwaren-Industrie_Wiesloch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fundstellenregest]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Töpferei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
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		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Wiesloch&amp;diff=11621</id>
		<title>Wiesloch</title>
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		<updated>2026-08-17T17:43:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Ortsgeschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wiesloch liegt in der fruchtbaren, früh besiedelten Region des Kraichgau. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ortsgeschichte==&lt;br /&gt;
An der rechtsrheinischen Rheintalstraße entwickelte sich in römischer Zeit etwa 2 km westlich der späteren Stadt ein Vicus mit wirtschaftlichen Aktivitäten im Bergbau und mit einer Keramikproduktion (Hensen 1999).&lt;br /&gt;
Der Vicus wurde im späten 3. Jahrhundert aufgegeben, doch wurde der Randbereich des Vicus im Gewann Hoschket im 6. oder spätestens 7. Jahrhundert erneut besiedelt. Im späten 9. bis 10. Jahrhundert lag hier eine Töpferei, in der auch die [[Wieslocher Ware]] produziert wurde. Eine generelle Siedlungskontinuität wird durch einen Grabfund mit [[Terra Nigra]]-Gefäßbeigaben des 4. Jh. nahe gelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Wiesloch sind mehrere Bestattungsplätze der Merowingerzeit bekannt, zudem sind früh- und hochmittelalterliche Siedlungsfunde bekannt, die mehrere Siedlungskerne zeigen. Die erste schriftliche Erwähnung liegt durch eine Schenkung an das Kloster Lorsch aus dem Jahr 801, der eine ganze Reihe weiterer folgten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dorf entwickelte sich zu einem frühen Markt, dessen Rechte bereits 965 durch Otto I verliehen wurden (MGH SS21,S.392). 1288 ist in einer Urkunde des Pfalzgrafen bei Rhein, Ludwig II. von &amp;quot;castrum et civitatem sive opidum in Wezzinlohe et villam sub eodem castro sitam&amp;quot; die Rede (A. Koch/E. Winkelmann, Eduard [Hrsg.], Regesten der Pfalzgrafen am Rhein 1214 - 1508 (Band 1): 1214 - 1400 (Innsbruck 1894) - DOI https://doi.org/10.11588/diglit.2356#0086 ). &lt;br /&gt;
Im  Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde Wiesloch 1689 von französischen Truppen eingenommen und fast völlig niedergebrannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im östlichen Teil der Gemarkung liegt eine mächtige Decke aus Jüngerem Löss und Lösslehm, die auch gute Töpfertone bietet, die im 19. Jahrhundert zur Ansiedlung der Thonwaren-Industrie Wiesloch GmbH führten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundstellen/ Befundsituation==&lt;br /&gt;
*Kurpfalzhof 54: 1975 wurde ein Töpferofen angeschnitten und untersucht. Die Fundstelle liegt am westlichen Ortsrand. Es wurde ein stehender Ofen mit Lochtenne ausgegraben. - karol.-otton. (Heukemes/Gross 1983; Weiser 2003, 174f.)&lt;br /&gt;
*Wiesloch, Alte Heerstraße 4 (Hildebrandt/ Gross 1995; Fundber. Bad.-Württ. 22/2, 1998, 287; Weiser 2003, 175)&lt;br /&gt;
*Wüstung Frauweiler (Fundber. Bad.-Württ. 22/2, 1998, 287 (Nr. 2); Gross 2013)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Keramikfunde==&lt;br /&gt;
Das aus dem Töpferofen am Kurpfalzhof geborgene Fundmaterial ist namengebend für die [[Wieslocher Ware]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ABB214.jpg|thumb|600px|center|Funde aus dem Töpferofen von Wiesloch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Gross 2013: U. Gross, Funde aus der Wüstung Frauenweiler auf Gemarkung Wiesloch, Rhein-Neckar-Kreis. Anmerkungen zum keramischen Formenschatz spätmittelalterlicher ländlicher Siedlungen im Rhein-Neckar-Raum. Fundber. Bad.-Württ. 33, 2013, 629–660.&lt;br /&gt;
*Hensen 1999: Andreas Hensen: Der römische Vicus von Wiesloch (Rhein-Neckar-Kreis). British Archeological Reports, International Series 783 (Oxford 1999).&lt;br /&gt;
*Heukemes/Gross 1983: B. Heukemes/U. Gross, Ein Töpferofen der 'älteren gelbtonigen Drehscheibenware aus Wiesloch, Rhein-Neckar-Kreis. In: Forschungen und Berichte der Archäologie des Mittelalters in Baden-Württemberg 8 (Tübingen 1983) 301–318.&lt;br /&gt;
*Hildebrandt 1997: L. H. Hildebrandt, Archäologische Funde aus Alt-Wiesloch, Baiertal und Nußloch und deren Einbindung in die mittelalterliche Ortsgeschichte. In: L. H. Hildebrandt (Hrsg.), Archäologie und Wüstungsforschung im Kraichgau. Heimatver. Kraichgau Sonderveröff. Nr. 18 (Ubstadt-Weiher 1997) 223–254.&lt;br /&gt;
*Hildebrandt 2001: L. H. Hildebrandt, Mittelalterliche Urkunden über Wiesloch und Walldorf, und die Ortsteile Alt-Wiesloch, Baiertal, Frauenweiler, Hohenhardt und Schatthausen, sowie der Herren von Hohenhart, von Schadehusen, von Walldorf und von Wissenloch (Ubstadt-Weiher 2001).&lt;br /&gt;
*Hildebrandt / Gross 1990: L. H. Hildebrandt / U. Gross, Frühmittelalterliche Siedlungsspuren in Wiesloch, Rhein-Neckar-Kreis. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 1989, 1990, 274–276.&lt;br /&gt;
*Hildebrandt / Gross 1996: L. H. Hildebrandt / U. Gross, Ein frühmittelalterlicher Töpferofen aus Wiesloch, Rhein-Neckar-Kreis. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 1995, 1996, 312–315.&lt;br /&gt;
*Kurz 2017: M. Kurz, Wiesloch – ein Streifzug durch die Geschichte. Badische Heimat 3, 2017, 327-340.&lt;br /&gt;
*Wahle 1927: E. Wahle, Frühgermanischer Grabfund aus Wiesloch. Bad. Fundber. 9, 1927, 282–283. DOI: https://doi.org/10.11588/diglit.27168.74 &lt;br /&gt;
*Weiser 2003: B. Weiser, Töpferöfen von 500 bis 1500 n.Chr. im deutschsprachigen Raum und in angrenzenden Gebieten. Zeitschrift für Archäologie des Mittelalters Beiheft 15 (Bonn 2003).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Links==&lt;br /&gt;
*https://en.wikipedia.org/wiki/Tonwaren-Industrie_Wiesloch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fundstellenregest]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Töpferei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
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		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Wiesloch&amp;diff=11620</id>
		<title>Wiesloch</title>
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		<updated>2026-08-17T17:35:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Ortsgeschichte */ n. Kurz 2017&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wiesloch liegt in der fruchtbaren, früh besiedelten Region des Kraichgau. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ortsgeschichte==&lt;br /&gt;
An der rechtsrheinischen Rheintalstraße entwickelte sich in römischer Zeit etwa 2 km westlich der späteren Stadt ein Vicus mit wirtschaftlichen Aktivitäten im Bergbau und mit einer Keramikproduktion (Hensen 1999).&lt;br /&gt;
Der Vicus wurde im späten 3. Jahrhundert aufgegeben, doch wurde der Randbereich des Vicus im Gewann Hoschket im 6. oder spätestens 7. Jahrhundert erneut besiedelt. Eine generelle Siedlungskontinuität wird durch einen Grabfund mit [[Terra Nigra]]-Gefäßbeigaben des 4. Jh. nahe gelegt.&lt;br /&gt;
Aus Wiesloch sind mehrere Bestattungsplätze der Merowingerzeit bekannt, zudem sind früh- und hochmittelalterliche Siedlungsfunde bekannt, die mehrere Siedlungskerne zeigen. Die erste schriftliche Erwähnung liegt durch eine Schenkung an das Kloster Lorsch aus dem Jahr 801, der eine ganze Reihe weiterer folgten.&lt;br /&gt;
Das Dorf entwickelte sich zu einem frühen Markt, dessen Rechte bereits 965 durch Otto I verliehen wurden (MGH SS21,S.392). 1288 ist in einer Urkunde des Pfalzgrafen bei Rhein, Ludwig II. von &amp;quot;castrum et civitatem sive opidum in Wezzinlohe et villam sub eodem castro sitam&amp;quot; die Rede (A. Koch/E. Winkelmann, Eduard [Hrsg.], Regesten der Pfalzgrafen am Rhein 1214 - 1508 (Band 1): 1214 - 1400 (Innsbruck 1894) - DOI https://doi.org/10.11588/diglit.2356#0086 ).&lt;br /&gt;
Im  Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde Wiesloch 1689 von französischen Truppen eingenommen und fast völlig niedergebrannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im östlichen Teil der Gemarkung liegt eine mächtige Decke aus Jüngerem Löss und Lösslehm, die auch gute Töpfertone bietet, die im 19. Jahrhundert zur Ansiedlung der Thonwaren-Industrie Wiesloch GmbH führten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundstellen/ Befundsituation==&lt;br /&gt;
*Kurpfalzhof 54: 1975 wurde ein Töpferofen angeschnitten und untersucht. Die Fundstelle liegt am westlichen Ortsrand. Es wurde ein stehender Ofen mit Lochtenne ausgegraben. - karol.-otton. (Heukemes/Gross 1983; Weiser 2003, 174f.)&lt;br /&gt;
*Wiesloch, Alte Heerstraße 4 (Hildebrandt/ Gross 1995; Fundber. Bad.-Württ. 22/2, 1998, 287; Weiser 2003, 175)&lt;br /&gt;
*Wüstung Frauweiler (Fundber. Bad.-Württ. 22/2, 1998, 287 (Nr. 2); Gross 2013)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Keramikfunde==&lt;br /&gt;
Das aus dem Töpferofen am Kurpfalzhof geborgene Fundmaterial ist namengebend für die [[Wieslocher Ware]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ABB214.jpg|thumb|600px|center|Funde aus dem Töpferofen von Wiesloch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Gross 2013: U. Gross, Funde aus der Wüstung Frauenweiler auf Gemarkung Wiesloch, Rhein-Neckar-Kreis. Anmerkungen zum keramischen Formenschatz spätmittelalterlicher ländlicher Siedlungen im Rhein-Neckar-Raum. Fundber. Bad.-Württ. 33, 2013, 629–660.&lt;br /&gt;
*Hensen 1999: Andreas Hensen: Der römische Vicus von Wiesloch (Rhein-Neckar-Kreis). British Archeological Reports, International Series 783 (Oxford 1999).&lt;br /&gt;
*Heukemes/Gross 1983: B. Heukemes/U. Gross, Ein Töpferofen der 'älteren gelbtonigen Drehscheibenware aus Wiesloch, Rhein-Neckar-Kreis. In: Forschungen und Berichte der Archäologie des Mittelalters in Baden-Württemberg 8 (Tübingen 1983) 301–318.&lt;br /&gt;
*Hildebrandt 1997: L. H. Hildebrandt, Archäologische Funde aus Alt-Wiesloch, Baiertal und Nußloch und deren Einbindung in die mittelalterliche Ortsgeschichte. In: L. H. Hildebrandt (Hrsg.), Archäologie und Wüstungsforschung im Kraichgau. Heimatver. Kraichgau Sonderveröff. Nr. 18 (Ubstadt-Weiher 1997) 223–254.&lt;br /&gt;
*Hildebrandt 2001: L. H. Hildebrandt, Mittelalterliche Urkunden über Wiesloch und Walldorf, und die Ortsteile Alt-Wiesloch, Baiertal, Frauenweiler, Hohenhardt und Schatthausen, sowie der Herren von Hohenhart, von Schadehusen, von Walldorf und von Wissenloch (Ubstadt-Weiher 2001).&lt;br /&gt;
*Hildebrandt / Gross 1990: L. H. Hildebrandt / U. Gross, Frühmittelalterliche Siedlungsspuren in Wiesloch, Rhein-Neckar-Kreis. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 1989, 1990, 274–276.&lt;br /&gt;
*Hildebrandt / Gross 1996: L. H. Hildebrandt / U. Gross, Ein frühmittelalterlicher Töpferofen aus Wiesloch, Rhein-Neckar-Kreis. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 1995, 1996, 312–315.&lt;br /&gt;
*Kurz 2017: M. Kurz, Wiesloch – ein Streifzug durch die Geschichte. Badische Heimat 3, 2017, 327-340.&lt;br /&gt;
*Wahle 1927: E. Wahle, Frühgermanischer Grabfund aus Wiesloch. Bad. Fundber. 9, 1927, 282–283. DOI: https://doi.org/10.11588/diglit.27168.74 &lt;br /&gt;
*Weiser 2003: B. Weiser, Töpferöfen von 500 bis 1500 n.Chr. im deutschsprachigen Raum und in angrenzenden Gebieten. Zeitschrift für Archäologie des Mittelalters Beiheft 15 (Bonn 2003).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Links==&lt;br /&gt;
*https://en.wikipedia.org/wiki/Tonwaren-Industrie_Wiesloch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fundstellenregest]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Töpferei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Wiesloch&amp;diff=11619</id>
		<title>Wiesloch</title>
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		<updated>2026-08-17T17:33:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wiesloch liegt in der fruchtbaren, früh besiedelten Region des Kraichgau. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ortsgeschichte==&lt;br /&gt;
Aus Wiesloch sind mehrere Bestattungsplätze der Merowingerzeit bekannt. Das Dorf entwickelte sich zu einem frühen Markt, wurde aber erst im 20. Jahrhundert zur Stadt erhoben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im östlichen Teil der Gemarkung liegt eine mächtige Decke aus Jüngerem Löss und Lösslehm, die auch gute Töpfertone bietet, die im 19. Jahrhundert zur Ansiedlung der Thonwaren-Industrie Wiesloch GmbH führten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundstellen/ Befundsituation==&lt;br /&gt;
*Kurpfalzhof 54: 1975 wurde ein Töpferofen angeschnitten und untersucht. Die Fundstelle liegt am westlichen Ortsrand. Es wurde ein stehender Ofen mit Lochtenne ausgegraben. - karol.-otton. (Heukemes/Gross 1983; Weiser 2003, 174f.)&lt;br /&gt;
*Wiesloch, Alte Heerstraße 4 (Hildebrandt/ Gross 1995; Fundber. Bad.-Württ. 22/2, 1998, 287; Weiser 2003, 175)&lt;br /&gt;
*Wüstung Frauweiler (Fundber. Bad.-Württ. 22/2, 1998, 287 (Nr. 2); Gross 2013)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Keramikfunde==&lt;br /&gt;
Das aus dem Töpferofen am Kurpfalzhof geborgene Fundmaterial ist namengebend für die [[Wieslocher Ware]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ABB214.jpg|thumb|600px|center|Funde aus dem Töpferofen von Wiesloch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Gross 2013: U. Gross, Funde aus der Wüstung Frauenweiler auf Gemarkung Wiesloch, Rhein-Neckar-Kreis. Anmerkungen zum keramischen Formenschatz spätmittelalterlicher ländlicher Siedlungen im Rhein-Neckar-Raum. Fundber. Bad.-Württ. 33, 2013, 629–660.&lt;br /&gt;
*Hensen 1999: Andreas Hensen: Der römische Vicus von Wiesloch (Rhein-Neckar-Kreis). British Archeological Reports, International Series 783 (Oxford 1999).&lt;br /&gt;
*Heukemes/Gross 1983: B. Heukemes/U. Gross, Ein Töpferofen der 'älteren gelbtonigen Drehscheibenware aus Wiesloch, Rhein-Neckar-Kreis. In: Forschungen und Berichte der Archäologie des Mittelalters in Baden-Württemberg 8 (Tübingen 1983) 301–318.&lt;br /&gt;
*Hildebrandt 1997: L. H. Hildebrandt, Archäologische Funde aus Alt-Wiesloch, Baiertal und Nußloch und deren Einbindung in die mittelalterliche Ortsgeschichte. In: L. H. Hildebrandt (Hrsg.), Archäologie und Wüstungsforschung im Kraichgau. Heimatver. Kraichgau Sonderveröff. Nr. 18 (Ubstadt-Weiher 1997) 223–254.&lt;br /&gt;
*Hildebrandt 2001: L. H. Hildebrandt, Mittelalterliche Urkunden über Wiesloch und Walldorf, und die Ortsteile Alt-Wiesloch, Baiertal, Frauenweiler, Hohenhardt und Schatthausen, sowie der Herren von Hohenhart, von Schadehusen, von Walldorf und von Wissenloch (Ubstadt-Weiher 2001).&lt;br /&gt;
*Hildebrandt / Gross 1990: L. H. Hildebrandt / U. Gross, Frühmittelalterliche Siedlungsspuren in Wiesloch, Rhein-Neckar-Kreis. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 1989, 1990, 274–276.&lt;br /&gt;
*Hildebrandt / Gross 1996: L. H. Hildebrandt / U. Gross, Ein frühmittelalterlicher Töpferofen aus Wiesloch, Rhein-Neckar-Kreis. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 1995, 1996, 312–315.&lt;br /&gt;
*Kurz 2017: M. Kurz, Wiesloch – ein Streifzug durch die Geschichte. Badische Heimat 3, 2017, 327-340.&lt;br /&gt;
*Wahle 1927: E. Wahle, Frühgermanischer Grabfund aus Wiesloch. Bad. Fundber. 9, 1927, 282–283. DOI: https://doi.org/10.11588/diglit.27168.74 &lt;br /&gt;
*Weiser 2003: B. Weiser, Töpferöfen von 500 bis 1500 n.Chr. im deutschsprachigen Raum und in angrenzenden Gebieten. Zeitschrift für Archäologie des Mittelalters Beiheft 15 (Bonn 2003).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Links==&lt;br /&gt;
*https://en.wikipedia.org/wiki/Tonwaren-Industrie_Wiesloch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fundstellenregest]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Töpferei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
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		<title>Wiesloch</title>
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		<updated>2026-08-17T16:33:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wiesloch liegt in der fruchtbaren, früh besiedelten Region des Kraichgau. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ortsgeschichte==&lt;br /&gt;
Aus Wiesloch sind mehrere Bestattungsplätze der Merowingerzeit bekannt. Das Dorf entwickelte sich zu einem frühen Markt, wurde aber erst im 20. Jahrhundert zur Stadt erhoben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im östlichen Teil der Gemarkung liegt eine mächtige Decke aus Jüngerem Löss und Lösslehm, die auch gute Töpfertone bietet, die im 19. Jahrhundert zur Ansiedlung der Thonwaren-Industrie Wiesloch GmbH führten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundstellen/ Befundsituation==&lt;br /&gt;
*Kurpfalzhof 54: 1975 wurde ein Töpferofen angeschnitten und untersucht. Die Fundstelle liegt am westlichen Ortsrand. Es wurde ein stehender Ofen mit Lochtenne ausgegraben. - karol.-otton. (Heukemes/Gross 1983; Weiser 2003, 174f.)&lt;br /&gt;
*Wiesloch, Alte Heerstraße 4 (Hildebrandt/ Gross 1995; Fundber. Bad.-Württ. 22/2, 1998, 287; Weiser 2003, 175)&lt;br /&gt;
*Wüstung Frauweiler (Fundber. Bad.-Württ. 22/2, 1998, 287 (Nr. 2); Gross 2013)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Keramikfunde==&lt;br /&gt;
Das aus dem Töpferofen am Kurpfalzhof geborgene Fundmaterial ist namengebend für die [[Wieslocher Ware]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ABB214.jpg|thumb|600px|center|Funde aus dem Töpferofen von Wiesloch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Gross 2013: U. Gross, Funde aus der Wüstung Frauenweiler auf Gemarkung Wiesloch, Rhein-Neckar-Kreis. Anmerkungen zum keramischen Formenschatz spätmittelalterlicher ländlicher Siedlungen im Rhein-Neckar-Raum. Fundber. Bad.-Württ. 33, 2013, 629–660.&lt;br /&gt;
*Hensen 1999: Andreas Hensen: Der römische Vicus von Wiesloch (Rhein-Neckar-Kreis). British Archeological Reports, International Series 783 (Oxford 1999).&lt;br /&gt;
*Heukemes/Gross 1983: B. Heukemes/U. Gross, Ein Töpferofen der 'älteren gelbtonigen Drehscheibenware aus Wiesloch, Rhein-Neckar-Kreis. In: Forschungen und Berichte der Archäologie des Mittelalters in Baden-Württemberg 8 (Tübingen 1983) 301–318.&lt;br /&gt;
*Hildebrandt 1997: L. H. Hildebrandt, Archäologische Funde aus Alt-Wiesloch, Baiertal und Nußloch und deren Einbindung in die mittelalterliche Ortsgeschichte. In: L. H. Hildebrandt (Hrsg.), Archäologie und Wüstungsforschung im Kraichgau. Heimatver. Kraichgau Sonderveröff. Nr. 18 (Ubstadt-Weiher 1997) 223–254.&lt;br /&gt;
*Hildebrandt / Gross 1990: L. H. Hildebrandt / U. Gross, Frühmittelalterliche Siedlungsspuren in Wiesloch, Rhein-Neckar-Kreis. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 1989, 1990, 274–276.&lt;br /&gt;
*Hildebrandt / Gross 1996: L. H. Hildebrandt / U. Gross, Ein frühmittelalterlicher Töpferofen aus Wiesloch, Rhein-Neckar-Kreis. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 1995, 1996, 312–315.&lt;br /&gt;
*Wahle 1927: E. Wahle, Frühgermanischer Grabfund aus Wiesloch. Bad. Fundber. 9, 1927, 282–283. DOI: https://doi.org/10.11588/diglit.27168.74 &lt;br /&gt;
*Weiser 2003: B. Weiser, Töpferöfen von 500 bis 1500 n.Chr. im deutschsprachigen Raum und in angrenzenden Gebieten. Zeitschrift für Archäologie des Mittelalters Beiheft 15 (Bonn 2003).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Links==&lt;br /&gt;
*https://en.wikipedia.org/wiki/Tonwaren-Industrie_Wiesloch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fundstellenregest]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Töpferei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
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		<title>Wüstung Schlammersdorf bei Rattelsdorf</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}&lt;br /&gt;
Wüstung Schlammersdorf bei Rattelsdorf (Lkr. Bamberg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grabungen 1985&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Funde wurden von Hans Losert (1993) in Auswahl vorgelegt. Die Herleitung des Ortsnamens aus einem slawischen Personennamen war ausschlaggebend die dominierenden frühmittelalterlichen Waren als „slawisch“ zu interpretieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ortsgeschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nennung im Zinsregister des Klosters Michelsberg, angelegt um 1432 (StA Bamberg, Kloster Michelsberg, Akten und Bände Nr. 310)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Keramikfunde==&lt;br /&gt;
Die Grabungen erbrachten einen größeren Bestand an handgemachter und nachgedrehter Keramik.&lt;br /&gt;
*[[Nachgedrehte, grob gemagerte Keramik (Nordostbayern, FMa/ HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[Feinere nachgedrehte Ware (Nordostbayern, HMa)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Feintonigew. 19-2.jpg|Schlammersdorf, Feinere nachgedrehte Ware (Nordostbayern, HMa), Boden Außenansicht&lt;br /&gt;
Datei:Feintonigew. 19.jpg|Schlammersdorf, Feinere nachgedrehte Ware (Nordostbayern, HMa), Boden Innenansicht&lt;br /&gt;
Datei:Feintonigew. 10.JPG|Schlammersdorf, Feinere nachgedrehte Ware (Nordostbayern, HMa), Henkel einer [[Bügelkanne]]&lt;br /&gt;
Datei:Feintonigew. 11.JPG|Schlammersdorf, Feinere nachgedrehte Ware (Nordostbayern, HMa), Henkel einer [[Bügelkanne]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Feintonigew. 23-2.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Losert 1993: Hans Losert, Die früh- bis hochmittelalterliche Keramik in Oberfranken. Zeitschrift für Archäologie des Mittelalters. Beiheft 8 (Köln 1993). - ISBN: 9783792713235&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fundstellenregest]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
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		<title>Wüstung Schlammersdorf bei Rattelsdorf</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Keramikfunde */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}&lt;br /&gt;
Wüstung Schlammersdorf bei Rattelsdorf (Lkr. Bamberg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grabungen 1985&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Funde wurden von Hans Losert (1993) in Auswahl vorgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ortsgeschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nennung im Zinsregister des Klosters Michelsberg, angelegt um 1432 (StA Bamberg, Kloster Michelsberg, Akten und Bände Nr. 310)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Keramikfunde==&lt;br /&gt;
Die Grabungen erbrachten einen größeren Bestand an handgemachter und nachgedrehter Keramik.&lt;br /&gt;
*[[Nachgedrehte, grob gemagerte Keramik (Nordostbayern, FMa/ HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[Feinere nachgedrehte Ware (Nordostbayern, HMa)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Feintonigew. 19-2.jpg|Schlammersdorf, Feinere nachgedrehte Ware (Nordostbayern, HMa), Boden Außenansicht&lt;br /&gt;
Datei:Feintonigew. 19.jpg|Schlammersdorf, Feinere nachgedrehte Ware (Nordostbayern, HMa), Boden Innenansicht&lt;br /&gt;
Datei:Feintonigew. 10.JPG|Schlammersdorf, Feinere nachgedrehte Ware (Nordostbayern, HMa), Henkel einer [[Bügelkanne]]&lt;br /&gt;
Datei:Feintonigew. 11.JPG|Schlammersdorf, Feinere nachgedrehte Ware (Nordostbayern, HMa), Henkel einer [[Bügelkanne]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Feintonigew. 23-2.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Losert 1993: Hans Losert, Die früh- bis hochmittelalterliche Keramik in Oberfranken. Zeitschrift für Archäologie des Mittelalters. Beiheft 8 (Köln 1993). - ISBN: 9783792713235&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fundstellenregest]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
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		<title>Wüstung Schlammersdorf bei Rattelsdorf</title>
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		<updated>2026-08-14T20:58:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Keramikfunde */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}&lt;br /&gt;
Wüstung Schlammersdorf bei Rattelsdorf (Lkr. Bamberg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grabungen 1985&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Funde wurden von Hans Losert (1993) in Auswahl vorgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ortsgeschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nennung im Zinsregister des Klosters Michelsberg, angelegt um 1432 (StA Bamberg, Kloster Michelsberg, Akten und Bände Nr. 310)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Keramikfunde==&lt;br /&gt;
Die Grabungen erbrachten einen größeren Bestand an handgemachter und nachgedrehter Keramik.&lt;br /&gt;
*[[Nachgedrehte, grob gemagerte Keramik (Nordostbayern, FMa/ HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Feintonigew. 19-2.jpg|Schlammersdorf, Feinere nachgedrehte Ware (Nordostbayern, HMa), Boden Außenansicht&lt;br /&gt;
Datei:Feintonigew. 19.jpg|Schlammersdorf, Feinere nachgedrehte Ware (Nordostbayern, HMa), Boden Innenansicht&lt;br /&gt;
Datei:Feintonigew. 10.JPG|Schlammersdorf, Feinere nachgedrehte Ware (Nordostbayern, HMa), Henkel einer [[Bügelkanne]]&lt;br /&gt;
Datei:Feintonigew. 11.JPG|Schlammersdorf, Feinere nachgedrehte Ware (Nordostbayern, HMa), Henkel einer [[Bügelkanne]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Feintonigew. 23-2.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Losert 1993: Hans Losert, Die früh- bis hochmittelalterliche Keramik in Oberfranken. Zeitschrift für Archäologie des Mittelalters. Beiheft 8 (Köln 1993). - ISBN: 9783792713235&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fundstellenregest]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
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		<title>Wüstung Schlammersdorf bei Rattelsdorf</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Ortsgeschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}&lt;br /&gt;
Wüstung Schlammersdorf bei Rattelsdorf (Lkr. Bamberg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grabungen 1985&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Funde wurden von Hans Losert (1993) in Auswahl vorgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ortsgeschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nennung im Zinsregister des Klosters Michelsberg, angelegt um 1432 (StA Bamberg, Kloster Michelsberg, Akten und Bände Nr. 310)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Keramikfunde==&lt;br /&gt;
Die Grabungen erbrachten einen größeren Bestand an handgemachter und nachgedrehter Keramik.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Feintonigew. 19-2.jpg|Schlammersdorf, Feinere nachgedrehte Ware (Nordostbayern, HMa), Boden Außenansicht&lt;br /&gt;
Datei:Feintonigew. 19.jpg|Schlammersdorf, Feinere nachgedrehte Ware (Nordostbayern, HMa), Boden Innenansicht&lt;br /&gt;
Datei:Feintonigew. 10.JPG|Schlammersdorf, Feinere nachgedrehte Ware (Nordostbayern, HMa), Henkel einer [[Bügelkanne]]&lt;br /&gt;
Datei:Feintonigew. 11.JPG|Schlammersdorf, Feinere nachgedrehte Ware (Nordostbayern, HMa), Henkel einer [[Bügelkanne]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Feintonigew. 23-2.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Losert 1993: Hans Losert, Die früh- bis hochmittelalterliche Keramik in Oberfranken. Zeitschrift für Archäologie des Mittelalters. Beiheft 8 (Köln 1993). - ISBN: 9783792713235&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fundstellenregest]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
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		<title>Wüstung Schlammersdorf bei Rattelsdorf</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}&lt;br /&gt;
Wüstung Schlammersdorf bei Rattelsdorf (Lkr. Bamberg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grabungen 1985&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ortsgeschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nennung im Zinsregister des Klosters Michelsberg, angelegt um 1432 (StA Bamberg, Kloster Michelsberg, Akten und Bände Nr. 310)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Keramikfunde==&lt;br /&gt;
Die Grabungen erbrachten einen größeren Bestand an handgemachter und nachgedrehter Keramik.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Feintonigew. 19-2.jpg|Schlammersdorf, Feinere nachgedrehte Ware (Nordostbayern, HMa), Boden Außenansicht&lt;br /&gt;
Datei:Feintonigew. 19.jpg|Schlammersdorf, Feinere nachgedrehte Ware (Nordostbayern, HMa), Boden Innenansicht&lt;br /&gt;
Datei:Feintonigew. 10.JPG|Schlammersdorf, Feinere nachgedrehte Ware (Nordostbayern, HMa), Henkel einer [[Bügelkanne]]&lt;br /&gt;
Datei:Feintonigew. 11.JPG|Schlammersdorf, Feinere nachgedrehte Ware (Nordostbayern, HMa), Henkel einer [[Bügelkanne]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Feintonigew. 23-2.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Losert 1993: Hans Losert, Die früh- bis hochmittelalterliche Keramik in Oberfranken. Zeitschrift für Archäologie des Mittelalters. Beiheft 8 (Köln 1993). - ISBN: 9783792713235&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>R. Schreg</name></author>
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		<title>Wüstung Schlammersdorf bei Rattelsdorf</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}&lt;br /&gt;
Wüstung Schlammersdorf bei Rattelsdorf (Lkr. Bamberg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grabungen 1985&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ortsgeschichte==&lt;br /&gt;
Nennung im Zinsregister des Klosters Michelsberg, angelegt um 1432 (StA Bamberg, Kloster Michelsberg, Akten und Bände Nr. 310)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Keramikfunde==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Feintonigew. 19-2.jpg|Schlammersdorf, Feinere nachgedrehte Ware (Nordostbayern, HMa), Boden Außenansicht&lt;br /&gt;
Datei:Feintonigew. 19.jpg|Schlammersdorf, Feinere nachgedrehte Ware (Nordostbayern, HMa), Boden Innenansicht&lt;br /&gt;
Datei:Feintonigew. 10.JPG|Schlammersdorf, Feinere nachgedrehte Ware (Nordostbayern, HMa), Henkel einer [[Bügelkanne]]&lt;br /&gt;
Datei:Feintonigew. 11.JPG|Schlammersdorf, Feinere nachgedrehte Ware (Nordostbayern, HMa), Henkel einer [[Bügelkanne]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Feintonigew. 23-2.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Losert 1993: Hans Losert, Die früh- bis hochmittelalterliche Keramik in Oberfranken. Zeitschrift für Archäologie des Mittelalters. Beiheft 8 (Köln 1993). - ISBN: 9783792713235&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fundstellenregest]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=W%C3%BCstung_Schlammersdorf_bei_Rattelsdorf&amp;diff=11611</id>
		<title>Wüstung Schlammersdorf bei Rattelsdorf</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=W%C3%BCstung_Schlammersdorf_bei_Rattelsdorf&amp;diff=11611"/>
		<updated>2026-08-14T16:50:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: neu, erster Ansatz&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}&lt;br /&gt;
Wüstung Schlammersdorf bei Rattelsdorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grabungen 1985&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Feintonigew. 19-2.jpg|Schlammersdorf, Feinere nachgedrehte Ware (Nordostbayern, HMa), Boden Außenansicht&lt;br /&gt;
Datei:Feintonigew. 19.jpg|Schlammersdorf, Feinere nachgedrehte Ware (Nordostbayern, HMa), Boden Innenansicht&lt;br /&gt;
Datei:Feintonigew. 10.JPG|Schlammersdorf, Feinere nachgedrehte Ware (Nordostbayern, HMa), Henkel einer [[Bügelkanne]]&lt;br /&gt;
Datei:Feintonigew. 11.JPG|Schlammersdorf, Feinere nachgedrehte Ware (Nordostbayern, HMa), Henkel einer [[Bügelkanne]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Feintonigew. 23-2.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Losert 1993: Hans Losert, Die früh- bis hochmittelalterliche Keramik in Oberfranken. Zeitschrift für Archäologie des Mittelalters. Beiheft 8 (Köln 1993). - ISBN: 9783792713235&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fundstellenregest]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Datei:Webgewicht.JPG&amp;diff=11610</id>
		<title>Datei:Webgewicht.JPG</title>
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		<updated>2026-08-14T16:49:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Beschreibung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Hallstadt, Pfarrgarten, Webgewicht (Lehrsammlung der Otto-Friedrich Universität Bamberg)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Datei:Rauwandige_Dreh._1.jpg&amp;diff=11609</id>
		<title>Datei:Rauwandige Dreh. 1.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Datei:Rauwandige_Dreh._1.jpg&amp;diff=11609"/>
		<updated>2026-08-14T16:48:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Beschreibung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Burgkunstadt, Rs [[Oxidierend gebrannte jüngere Drehscheibenware (Franken, SMa/FNz)|&amp;quot;Rauwandige Drehscheibenware&amp;quot;]]  (Lehrsammlung der Otto-Friedrich Universität Bamberg)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
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	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Datei:Grob_gemagerte_slav._K._1.jpg&amp;diff=11608</id>
		<title>Datei:Grob gemagerte slav. K. 1.jpg</title>
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		<updated>2026-08-14T16:47:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Beschreibung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Laubendorf, Grob gemagerte slawische Keramik (Lehrsammlung der Otto-Friedrich Universität Bamberg)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Datei:Grob_gemagerte_slav._K._1-2.jpg&amp;diff=11607</id>
		<title>Datei:Grob gemagerte slav. K. 1-2.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Datei:Grob_gemagerte_slav._K._1-2.jpg&amp;diff=11607"/>
		<updated>2026-08-14T16:47:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Beschreibung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Laubendorf, Grob gemagerte slawische Keramik (Lehrsammlung der Otto-Friedrich Universität Bamberg)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Datei:Rauwandige_Dreh._1-2.jpg&amp;diff=11606</id>
		<title>Datei:Rauwandige Dreh. 1-2.jpg</title>
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		<updated>2026-08-14T16:46:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Beschreibung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Burgkunstadt, Rs [[Oxidierend gebrannte jüngere Drehscheibenware (Franken, SMa/FNz)|&amp;quot;Rauwandige Drehscheibenware&amp;quot;]]  (Lehrsammlung der Otto-Friedrich Universität Bamberg)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Feinere_nachgedrehte_Ware_(Nordostbayern,_HMa)&amp;diff=11605</id>
		<title>Feinere nachgedrehte Ware (Nordostbayern, HMa)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Feinere_nachgedrehte_Ware_(Nordostbayern,_HMa)&amp;diff=11605"/>
		<updated>2026-08-14T16:36:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Beispiele */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}&lt;br /&gt;
Es handelt sich um Warenart 3 nach Hans Losert (1993). Bisweilen ist die Abgrenzung zur &amp;quot;[[Nachgedrehte rauwandige Ware (Nordostbayern, HMa)]]&amp;quot; (Warenart 2 nach Losert) schwierig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beispiele==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed-hover&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Feintonigew. 13.jpg|Feintonigeware - Außenansicht (Laubendorf)&lt;br /&gt;
Datei:Feintonigew. 13-2.jpg|Feintonigeware - Innenansicht (Laubendorf)&lt;br /&gt;
Datei:Feintonigew. 15.JPG|Feintonigeware - Außenansicht (Burgkunstadt)&lt;br /&gt;
Datei:Feintonigew. 15-2.JPG|Feintonigeware - Innenansicht (Burgkunstadt)&lt;br /&gt;
Datei:Feintonigew. 17.JPG|Feintonigeware - Außenansicht (Burgkunstadt)&lt;br /&gt;
Datei:Feintonigew. 17-2.JPG|Feintonigeware - Innenansicht (Burgkunstadt)&lt;br /&gt;
Datei:Feintonigew. 19-2.jpg|Feintonigeware - Außenansicht (Schlammersdorf)&lt;br /&gt;
Datei:Feintonigew. 19.jpg|Feintonigeware - Innenansicht (Schlammersdorf)&lt;br /&gt;
Datei:Feintonigew. 10.JPG|Feintonigeware - Henkel (Schlammersdorf)&lt;br /&gt;
Datei:Feintonigew. 11.JPG|Feintonigeware - Henkel (Schlammersdorf)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturhinweise==&lt;br /&gt;
*Losert 1993: Hans Losert, Die früh- bis hochmittelalterliche Keramik in Oberfranken. Zeitschrift für Archäologie des Mittelalters. Beiheft 8 (Köln 1993). - ISBN: 9783792713235&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Datei:Feintonigew._19-2.jpg&amp;diff=11604</id>
		<title>Datei:Feintonigew. 19-2.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Datei:Feintonigew._19-2.jpg&amp;diff=11604"/>
		<updated>2026-08-14T16:35:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Beschreibung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Schlammersdorf, Feintonige nachgedrehte Ware (Lehrsammlung der Otto-Friedrich Universität Bamberg)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Datei:Feintonigew._19.jpg&amp;diff=11603</id>
		<title>Datei:Feintonigew. 19.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Datei:Feintonigew._19.jpg&amp;diff=11603"/>
		<updated>2026-08-14T16:34:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Beschreibung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Schlammersdorf, Feintonige nachgedrehte Ware (Lehrsammlung der Otto-Friedrich Universität Bamberg)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Datei:Feintonigew._19.jpg&amp;diff=11602</id>
		<title>Datei:Feintonigew. 19.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Datei:Feintonigew._19.jpg&amp;diff=11602"/>
		<updated>2026-08-14T16:34:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Beschreibung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Feintonige nachgedrehte Ware (Lehrsammlung der Otto-Friedrich Universität Bamberg)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Vierpa%C3%9Fkrug_mit_Siebeinsatz&amp;diff=11601</id>
		<title>Vierpaßkrug mit Siebeinsatz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Vierpa%C3%9Fkrug_mit_Siebeinsatz&amp;diff=11601"/>
		<updated>2026-08-14T16:31:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Vorkommen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}&lt;br /&gt;
Eine in Süddeutschland und der Deutschschweiz vorkommende spätmittelalterliche Gefäßform der jüngeren Drehscheibenware. Die Mündung ist als Viepaß gestaltet, die Mündungdurch einen Siebesinsatz geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim 3. Internationalen Workshop zur mittelalterlichen und neuzeitlichen Keramik in Süddeutschland und angrenzenden Regionen machte A. Heege auf mögliche islamische und mediterrane Vorbilder der wohlals Wasserkühler mit Insektenschutz zu verstehenden Gefäße aufmerksam.&lt;br /&gt;
[[Datei:Geislingen IMG 3374 - Kopie.JPG|center|mini|Geislingen, Hauptstraße 36/1: Polierte jüngere graue Drehscheibenware (Ulmer Raum, SMa) (Kreisarchäologie Göppingen, Foto R. Schreg 2024) ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorkommen==&lt;br /&gt;
Eine Zusammenstellung ist durch Andreas Heege in Vorbereitung.&lt;br /&gt;
*[[Geislingen an der Steige]]&lt;br /&gt;
*Günzburg (Lobbedey 1967, Taf. 67,4)&lt;br /&gt;
*Mindelheim (Lobbedey 1967, Taf. 67,3)&lt;br /&gt;
*[[Musberg, Töpferei]]&lt;br /&gt;
*[[Ravensburg]], Marienplatz&lt;br /&gt;
*[[Ulm]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:ABB249.jpg|Musberg, Mehrpass-/ Kleeblattkrug (nach Gross 1991).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gefäßform]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Vierpa%C3%9Fbecher&amp;diff=11600</id>
		<title>Vierpaßbecher</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Vierpa%C3%9Fbecher&amp;diff=11600"/>
		<updated>2026-08-14T15:34:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Vorkommen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}&lt;br /&gt;
Der Vierpaßbecher ist eine typische Form des Spätmittelalters. Namengebend ist die Randbildung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreich sind Funde der Vierpaßbecher in [[Nürnberg]], wo sie beispielsweise an den Fundstellen [[Nürnberg, Weinmarkt 11 (Gasthaus zum Wilden Mann)‏‎]] und [[Nürnberg, Obere Krämersgasse 12‏‎ ]] in großer Zahl gefunden wurden. Bei beiden Fundstätten handelt es sich um ehemalige Wirtshäuser des 15. Jahrhunderts. Vermutet wird eine Funktion der dort gefundenen, jeweils etwa einen Liter fassenden Vierpaßßbecher als Bierkrug (Kahsnitz 1984, 85).&lt;br /&gt;
==Vorkommen==&lt;br /&gt;
u.a.&lt;br /&gt;
*Forchheim (?)  (Lobbedey 1967, Taf. 64,7)&lt;br /&gt;
*Nürnberg&lt;br /&gt;
*Nordhausen (Ausst. Deutsches Burgenmus. Veste Heldburg, TLfD Inv. 11/194-129)&lt;br /&gt;
*Sipplingen (Lobbedey 1967, Taf. 64,6)&lt;br /&gt;
*Würzburg (Lobbedey 1967, Taf. 64,5.8)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturhinweise==&lt;br /&gt;
*Kahsnitz 1984: R. Kahsnitz, Aus dem Wirtshaus &amp;quot;Zum Wilden Mann&amp;quot;. Funde aus dem mittelalterlichen Nürnberg ; eine Ausstellung des Germanischen Nationalmuseums, 5. Juli bis 16. September 1984 (Nürnberg 1984).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gefäßform]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Vierpa%C3%9Fkrug_mit_Siebeinsatz&amp;diff=11599</id>
		<title>Vierpaßkrug mit Siebeinsatz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Vierpa%C3%9Fkrug_mit_Siebeinsatz&amp;diff=11599"/>
		<updated>2026-08-14T15:31:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Vorkommen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}&lt;br /&gt;
Eine in Süddeutschland und der Deutschschweiz vorkommende spätmittelalterliche Gefäßform der jüngeren Drehscheibenware. Die Mündung ist als Viepaß gestaltet, die Mündungdurch einen Siebesinsatz geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim 3. Internationalen Workshop zur mittelalterlichen und neuzeitlichen Keramik in Süddeutschland und angrenzenden Regionen machte A. Heege auf mögliche islamische und mediterrane Vorbilder der wohlals Wasserkühler mit Insektenschutz zu verstehenden Gefäße aufmerksam.&lt;br /&gt;
[[Datei:Geislingen IMG 3374 - Kopie.JPG|center|mini|Geislingen, Hauptstraße 36/1: Polierte jüngere graue Drehscheibenware (Ulmer Raum, SMa) (Kreisarchäologie Göppingen, Foto R. Schreg 2024) ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorkommen==&lt;br /&gt;
Eine Zusammenstellung ist durch Andreas Heege in Vorbereitung.&lt;br /&gt;
*[[Geislingen an der Steige]]&lt;br /&gt;
*Günzburg (Lobbedey 1967, Taf. 67,4)&lt;br /&gt;
*Mindelheim (Lobbedey 1967, Taf. 67,3)&lt;br /&gt;
*[[Musberg, Töpferei]]&lt;br /&gt;
*[[Ravensburg]], Marienplatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:ABB249.jpg|Musberg, Mehrpass-/ Kleeblattkrug (nach Gross 1991).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gefäßform]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Schriftquellen&amp;diff=11596</id>
		<title>Schriftquellen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Schriftquellen&amp;diff=11596"/>
		<updated>2026-08-14T11:56:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* 18. Jahrhundert */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Schriftliche Quellen zur Töpferei und Keramik: Herstellung, Handel, Funktion und Nutzung etc. &lt;br /&gt;
==1. Sachtexte/Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===10. Jahrhundert===&lt;br /&gt;
* Cassianus Bassus, Geoponica (Byzantinisch, Herstellen und Abdichten von Großkeramik im Wein- und Olivenanbau)&lt;br /&gt;
** Grélois, Jean-Pierre/Lefort, Jacques, Géoponiques, Paris 2012 (französische Übersetzung)&lt;br /&gt;
** Dalby, Andrew, Geoponika farm work. A modern translation of the Roman and Byzantine farming handbook, Totes (Devon) 2011 (englische Übersetzung). &lt;br /&gt;
** https://archive.org/details/geoponicasiveca00vindgoog/ (altgriechisch) &lt;br /&gt;
* Heraclius, De coloribus et artibus Romanorum (&amp;quot;Heraclius-Traktat&amp;quot;). Buch I und II 10. Jh, Buch III 12./13. Jh.(?) (Glasieren von Gefäßkeramik: Kapitel II,XVIII-XX (Ilg 1873, 44-47). Kapitel III,I-IV (Ilg 1873, 48-51)). &lt;br /&gt;
** Ilg, Albert [Hrsg.], Heraclius, von den Farben und Künsten der Römer. Originaltext und Übersetzung. Quellenschriften für Kunstgeschichte und Kunsttechnik des Mittelalters und der Renaissance, Band 4, Wien 1873. &lt;br /&gt;
*** https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/heraclius1873&lt;br /&gt;
*** https://doi.org/10.11588/diglit.70878&lt;br /&gt;
===12. Jahrhundert===&lt;br /&gt;
* Theophilus Presbyter, Schedula diversarum artium, um 1120. (Einzelne Angaben zu technischer Keramik wie Tiegel, Lehmformen, Gussöfen etc.)&lt;br /&gt;
===16. Jahrhundert===&lt;br /&gt;
* Agricola, Georg, De re Metallica libri 12, Basel 1556. &lt;br /&gt;
** Schiffner, C., Zwölf Bücher vom Berg- und Hüttenwesen, Berlin 1928 (deutsche Übersetzung). &lt;br /&gt;
* Amman, Jost, Das Ständebuch, Frankfurt 1568.* Biringucchio, Vannoccio, De la pirotechnica, Venedig 1540. &lt;br /&gt;
* Piccolpasso, Cipriano, Li tre libri dell'arte del vasajo, um 1558. (Majolika-Herstellung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunftordnungen, z. B. &lt;br /&gt;
* Siegburger Zunftordnung, 1552 (bis 18. Jh. gültig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===18. Jahrhundert===&lt;br /&gt;
* Diderot, Denis/le Rond d’Alembert, Jean-Baptiste, Encyclopédie ou dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers, par une societé de gens de lettres. &lt;br /&gt;
** Bd. 27 (POSA – PYX), Bern/Lausanne 1780, s. v. &amp;quot;Poterie&amp;quot;.  &lt;br /&gt;
** Recueil de planches de Encyclopédie Bd. 12, Paris 1777, Bd. 13, Paris 1771. &lt;br /&gt;
* Duhamel du Monceau, Henri Louis, L’art du potier de terre (Descriptions des arts et métiers), Paris 1773.&lt;br /&gt;
* Duhamel du Monceau, Henri Louis/Charles René Fourcroy de Ramecourt/Jean-Gaffin Gallon, Die Kunst Mauer und_Dachziegel_zu_streichen. Aus dem Franz. der Descriptions des Arts et Metiers übers. von Johann Heinrich Gottlob von Justi, Königsberg/Mietau 1765.&lt;br /&gt;
** https://books.google.de/books/about/Die_Kunst_Mauer_und_Dachziegel_zu_streic.html?id=1bL1OT6P-FcC&amp;amp;redir_esc=y&lt;br /&gt;
**https://kulturpool.at/en/institutions/oenb/%252BZ173406402&lt;br /&gt;
* Halle(ns), J. S., Werkstaete der heutigen Künste oder die neue Kunsthistorie, Brandenburg/Leipzig 1764. &lt;br /&gt;
* Justi, J. H. G. v., Abhandlung von denen Manufaktur- und Fabriken-Reglements zur Ergänzung seines Werkes von denen Manufakturen und Fabriken, Berlin/Leipzig 1762. &lt;br /&gt;
* Justi, J. H. G. v., Vollständige Abhandlung von denen Manufakturen und Fabriken. Erster Theil welcher die allgemeinen Grundsätze und Betrachtungen in sich enthält, Kopenhagen 1775 - Vierter Abschnitt: Von Porzellan und Glasfabriken, 392-434. &lt;br /&gt;
* Krünitz, Johann Georg, Oekonomische Encyclopädie, oder allgemeines System der Staats-, Stadt-, Haus- und Landwirthschaft, in alphabethischer Ordnung. &lt;br /&gt;
** https://www.kruenitz1.uni-trier.de/&lt;br /&gt;
* Milly, N. C. de Thy, Graf, Die Kunst das ächte Porzellan zu verfertigen, übersetzt von D. Schreber, Königsberg/Leipzig 1774.&lt;br /&gt;
* Rösler, Gottlieb Friedrich, Naturgeschichte des Herzogthums Wirtemberg, Tübingen 1791, 117 (Beschreibung der Töpferei in &amp;quot;Häfnerneuhausen&amp;quot; = Aichtal-Neuenhaus).&lt;br /&gt;
*Weber, Franz Joseph, , Die Kunst das ächte Porzellain zu verfertigen, Hannover 1798 - Reprint Hildesheim/ New York 1977&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===19. Jahrhundert===&lt;br /&gt;
* Bastenaire-Daudenart, F., Die Kunst weisses Steingut mit durchsichtiger Glasur nach Art der Franzosen und Engländer anzufertigen, aus dem Franz. übers. v. G. Frick, Ilmenau 1832.&lt;br /&gt;
* Bastenaire-Daudenart, F., Die Kunst, ordinäre Töpferwaare, sowie auch Ofentafeln, feines und ordinäres Steinzeug mit den entsprechenden Glasuren anzufertigen nebst Beschreibung der neuesten Brennöfen, Glasurmühlen, Drehscheiben u. sonstigen Maschinen, aus d. Franz. übertr. von Ch. H. Schmidt, Weimar 1836. &lt;br /&gt;
* Bastenaire-Daudenart, F., Die Kunst alle Arten ordinaire Töpferware sowie Ofentafeln, ganze Öfen ... anzufertigen, aus dem Franz. v. Chr. H. Schmidt, Weimar 1859. &lt;br /&gt;
* Bourry, E., Traité des industries céramiques, Paris 1897. &lt;br /&gt;
* Brongniart, A., Traité des arts céramiques ou des poteries considérées dans leur histoire, leur pratique et leur théorie, Paris 1844. &lt;br /&gt;
* Hartmann, C., Handbuch der Thon- und Glaswaren-Fabrikation, Berlin 1842. &lt;br /&gt;
* Heusinger von Waldegg, Edmund, Die Kalk-, Ziegel- und Röhrenbrennerei - 2: Die Ziegel- und Röhrenfabrikation : einschließlich der neusten Maschinen und Ofenconstruktionen, (2)1867 https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/9907/1&lt;br /&gt;
* Kerl, B., Handbuch der gesammten Thonwaarenindustrie, Braunschweig (2)1879. &lt;br /&gt;
* Leuchs, J. C., Die Verfertigung der irdenen Waren, oder Sammlung d. neuen Verbesserungen in d. Fabrikation d. Porzelans, Steinguts, der Fajance [sic!], Schmelztiegel, irdenen Pfeifen, Baksteine und Töpfergeschirre, Nürnberg 1829. &lt;br /&gt;
* Neumann, F., (Bearbeiten.), Die Ziegelfabrikation. 7. Auflage von P. Schallers praktischem Ziegler, Weimar 1874. &lt;br /&gt;
* Schaller, Peter, Der wohlunterrichtete Ziegler oder ausführliche Anleitung zur Verfertigung aller Arten von Mauer- und Dachziegeln..., Weimar 1841. &lt;br /&gt;
** https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/17711/1 &lt;br /&gt;
* Schönauer, Johann Nepomuk, Praktische Darstellung der Ziegelhüttenkunde, Salzburg 1815 &lt;br /&gt;
** https://nl.sub.uni-goettingen.de/id/19010210202800?page=2#{%22panel%22:%22metadata%22,%22zoom%22:1,%22lat%22:-151.5,%22lng%22:76} &lt;br /&gt;
** https://www.e-rara.ch/zut/content/zoom/11250092?query=Johann%20Schönauer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===20. Jahrhundert===&lt;br /&gt;
* Bock, Otto (Hrsg.), Die Ziegelfabrikation. 9. Aufl. (Leipzig 1901).  &lt;br /&gt;
** https://www.tib.eu/de/suchen/id/TIBKAT:166951384X/&lt;br /&gt;
* Kerl, B., Handbuch der gesamten Thonwaarenindustrie, Braunschweig 1907.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==2. Dokumente, Urkunden und archivalische Quellen==&lt;br /&gt;
===Zunftordnungen===&lt;br /&gt;
Zunftordnungen, und Zunftbücher z. B. &lt;br /&gt;
*Würzburger Hafnerbund mit archivalischer Überlieferung:  I. Lippert, das Hochstift Würzburger Hafnerhandwerk 1455-1802. Mainfränkische Studien 92 (Neustadt a.d. Aisch 2023); I. Lippert, Zum frühneuzeitlichen Hafnerhandwerk in der nordbayerischen Region Hassbergen. Ein Überblick anhand von Schriftquellen (Würzburg 2025)&lt;br /&gt;
*Creußener Zunftbücher:  M. Neubauer (Hrsg.), Zunftbuch der Hafner I+II (1597-1861). CD-ROM mit Faksimile, Transkription und Auswertungshilfen (Bad Neustadt/ Creußen 2014). - ISBN:978-3-944383-16-3 &lt;br /&gt;
*Siegburger Zunftbrief v. 1516: Lau, Friedrich (Bearb.): Quellen zur Rechts- und Wirtschaftsgeschichte der Rheinischen Städte. Bergische Städte 1, Siegburg Bd. 2. Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde 29 (Bonn 1907), S. 116.&lt;br /&gt;
* Zunftordnung der Raerener Steinzeugtöpfer von 1760. &lt;br /&gt;
* Zunftordnung von Langerwehe von 1706.&lt;br /&gt;
===Zollordnungen und -akten===&lt;br /&gt;
===Rechnungsbücher===&lt;br /&gt;
*Augsburg&lt;br /&gt;
*Bamberg&lt;br /&gt;
*Köln: Knipping, Richard (Bearb.): Die Kölner Stadtrechnungen des Mittelalters, mit einer Darstellung der Finanzverwaltung. Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde,15 (Bonn 1898)- z.B. Bestellung {{Siegburger Steinzeug]]s: S. 234.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Haushaltsinventare===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gerichtsprotokolle===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftliche Methoden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
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		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Vierpa%C3%9Fbecher&amp;diff=11594</id>
		<title>Vierpaßbecher</title>
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		<updated>2026-08-14T11:00:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Vorkommen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}&lt;br /&gt;
Der Vierpaßbecher ist eine typische Form des Spätmittelalters. Namengebend ist die Randbildung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreich sind Funde der Vierpaßbecher in [[Nürnberg]], wo sie beispielsweise an den Fundstellen [[Nürnberg, Weinmarkt 11 (Gasthaus zum Wilden Mann)‏‎]] und [[Nürnberg, Obere Krämersgasse 12‏‎ ]] in großer Zahl gefunden wurden. Bei beiden Fundstätten handelt es sich um ehemalige Wirtshäuser des 15. Jahrhunderts. Vermutet wird eine Funktion der dort gefundenen, jeweils etwa einen Liter fassenden Vierpaßßbecher als Bierkrug (Kahsnitz 1984, 85).&lt;br /&gt;
==Vorkommen==&lt;br /&gt;
u.a.&lt;br /&gt;
*Nürnberg&lt;br /&gt;
*Nordhausen (Ausst. Deutsches Burgenmus. Veste Heldburg, TLfD Inv. 11/194-129)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturhinweise==&lt;br /&gt;
*Kahsnitz 1984: R. Kahsnitz, Aus dem Wirtshaus &amp;quot;Zum Wilden Mann&amp;quot;. Funde aus dem mittelalterlichen Nürnberg ; eine Ausstellung des Germanischen Nationalmuseums, 5. Juli bis 16. September 1984 (Nürnberg 1984).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gefäßform]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
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		<title>Vierpaßbecher</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}&lt;br /&gt;
Der Vierpaßbecher ist eine typische Form des Spätmittelalters. Namengebend ist die Randbildung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreich sind Funde der Vierpaßbecher in [[Nürnberg]], wo sie beispielsweise an den Fundstellen [[Nürnberg, Weinmarkt 11 (Gasthaus zum Wilden Mann)‏‎]] und [[Nürnberg, Obere Krämersgasse 12‏‎ ]] in großer Zahl gefunden wurden. Bei beiden Fundstätten handelt es sich um ehemalige Wirtshäuser des 15. Jahrhunderts. Vermutet wird eine Funktion der dort gefundenen, jeweils etwa einen Liter fassenden Vierpaßßbecher als Bierkrug (Kahsnitz 1984, 85).&lt;br /&gt;
==Vorkommen==&lt;br /&gt;
*Nürnberg&lt;br /&gt;
*Nordhausen (Ausst. Deutsches Burgenmus. Veste Heldburg, TLfD Inv. 11/194-129) &lt;br /&gt;
==Literaturhinweise==&lt;br /&gt;
*Kahsnitz 1984: R. Kahsnitz, Aus dem Wirtshaus &amp;quot;Zum Wilden Mann&amp;quot;. Funde aus dem mittelalterlichen Nürnberg ; eine Ausstellung des Germanischen Nationalmuseums, 5. Juli bis 16. September 1984 (Nürnberg 1984).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gefäßform]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
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		<title>Jüngere Drehscheibenware</title>
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		<updated>2026-08-13T09:40:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Regionale Ausprägungen der jüngeren Drehscheibenware */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Unter dem Begriff der jüngeren Drehscheibenware werden verschiedene spätmittelalterliche Warenarten zusammengefasst, die jedoch oft weiträumig - bei allen weiterhin erkennbaren regionalen [[Keramiklandschaft]]en - ähnliche Herstellungs- und Formenmerkmale erkennen lassen. Der Begriff wurde von Uwe Lobbedey (1968) in Abgrenzung zur &amp;quot;älteren Drehscheibenware&amp;quot; in römischen Traditionen wie etwa der [[Pingsdorfer Ware]], der [[ältere gelbe Drehscheibenware (Südwestdeutschland, FMa/HMa)|älteren gelben Drehscheibenware]] oder der [[Ältere graue Drehscheibenware (Kraichgau/ Oberrhein, HMa)|älteren grauen Drehscheibenware]] geprägt. Er verwies dabei etwa auf Änderungen des Gefäßformenspektrums und das weite Ausgreifen über das ehemals römische Territorium hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Charakteristika==&lt;br /&gt;
[[Datei:ABB241.jpg|right|mini|Jüngere Drehscheibenware, Freiburg: ältere und jüngere Ausprägung.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im allgemeinen ist ein harter bis sehr harter Brand kennzeichnend. Ob oxidierend oder reduzierend gebrannt wurde, ist regional unterschiedlich, im allgemeinen überwiegen graue und dunkelbräunliche Farbtöne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielfach löst die jüngere Drehscheibenware [[nachgedrehte Ware]]n ab, wobei regionale Traditionen festzustellen sind.&lt;br /&gt;
Gegenüber den älteren Drehscheibenwaren wie der [[ältere gelbe Drehscheibenware (Südwestdeutschland, FMa/HMa)|älteren gelben Drehscheibenware]] und der [[Ältere graue Drehscheibenware (Kraichgau/ Oberrhein, HMa)|älteren grauen Drehscheibenware]] oder auch im Vergleich mit den jeweils regionalen [[nachgedrehte Ware|nachgedrehten Waren]] zeichnet sie sich durch ein breiteres Spektrum an Gefäßformen aus. Zu den klassischen Töpfen treten nun [[Grapen]], [[Bügelkanne]]n, [[Flasche]]n und [[Vierpassgefäß]]e. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In vielen Regionen tritt bei den jüngeren Drehscheibenwaren seit dem 12., insbesondere aber im 13. bis 15. Jahrhundert der [[Karniesrand]] auf. Er ist charakteristisch für Töpfe und ggf. für Henkeltöpfe, kann aber auch an Schalen, wie z.B. der [[gekehlte Karniesrandschale|gekehlten Karniesrandschalen]] auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Peter und Paul Wittelbach Kirche Münzkrug.JPG|Wittelbach, St. Peter und Paul: Münzschatzgefäß (Foto: Nitramtrebla [https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de/deed.en CC BY SA 2.0] via [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Peter_und_Paul_Wittelbach_Kirche_M%C3%BCnzkrug.JPG WikimediaCommons] mit Farbkorrektur)&lt;br /&gt;
Datei:Mistlau Töpferei (Stachel 1983).jpg|Mistlau, Töpferofen: Topf der jüngeren grauen Drehscheibenware mit Karniesrand, rötlich, innen weiße Schlämme (Stachel 1983, Zeichnung Th. Schwarz) &lt;br /&gt;
Datei:Bamberg Lange Str 25 (Losert 1993) (3).jpg|Münzschatzgefäß aus Bamberg, Lange Straße 25. Zeichnung nach Losert 1993&lt;br /&gt;
Datei:ABB242.jpg|Goldglimmerhaltige jüngere Drehscheibenware, Breisach (nach Schmaedecke 1992)&lt;br /&gt;
Datei:ABB241.jpg|Jüngere Drehscheibenware, Freiburg: ältere und jüngere Ausprägung (nach Kaltwasser)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gefäßformen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:ABB249.jpg|Mehrpaßkrug/ Kleeblattkrug, [[Musberg]] (nach Gross 1991).&lt;br /&gt;
Datei:ABB252.jpg|[[Geislingen an der Steige]], [[Lavabo]]&lt;br /&gt;
Datei:Prebrunn Westendtr 9a Kanne (Endres Loers 1981) - Kopie.jpg|[[Prebrunn]], Westendtr 9a, Ausgußkanne (Endres/ Loers 1981)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Chronologie==&lt;br /&gt;
Die jüngere Drehscheibenware (Lobbedey 1968, 43 ff.; Scholkmann 1978; Gross 1991, 60 ff.; Gross 1994a, 449 ff.) leitet sich vielfach lokal aus nachgedrehter Keramik ([[feinsandig glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Neckarland, HMa)]] bzw. im Übergang einer [[hart gebrannte nachgedrehte Ware (Neckarland/ Schwäbische Alb, SMa)|hart gebrannten nachgedrehten Ware]] ) ab. Die Entwicklung beginnt mit schmalen Leistenrändern ähnlich der nachgedrehten Keramik, die seit dem späten 13. Jahrhundert zunehmend breiter werden und nun auch leicht unterschnitten sind und so zu den frühen Karniesrändern führen (Abb. #217; #240). Sie setzen sich lokal unterschiedlich durch - im Osten sowie in sozial gehobenen Schichten etwas früher. In Esslingen ist ab der Mitte des 13. Jahrhunderts der Karniesrand vorhanden, während er in Freiburg – und auch das eher vereinzelt – erst im 15. Jahrhundert vorhanden ist (##). &lt;br /&gt;
Bei der Gefäßform ist eine Entwicklung von bauchigen gedrungen ('romanischen') zu schlanken ('gotischen') Formen mit relativ hoch liegendem Schwerpunkt festzustellen (vergl. Abb. #240).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Regionale Ausprägungen der jüngeren Drehscheibenware==&lt;br /&gt;
Einerseits weisen die jüngeren Drehscheibenwaren im Formenbestand sehr weiträumige Ähnlichkeiten auf, andererseits lassen sich aber weiterhin regionale Warenarten bzw. Ausprägungen differenzieren. Bislang ist nur für einzelne Regionen das Fundmaterial so detailliert beschrieben, dass regionale Warenarten definiert und abgegrenzt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zeichnet sich ab, dass manchen Regionen reduzierend gebrannte graue Ware, andere hingegen oxydierend gebrannte helle oder gelbe Keramik bevorzugten. Bisweilen ist ein Nebeneinander, bisweilen eine chronologische Abfolge erkennbar. In Oberfranken beispielsweise wird die [[jüngere graue Drehscheibenware (Franken, SMa)]] durch die [[oxidierend gebrannte jüngere Drehscheibenware (Franken, SMa/FNz)]] verdrängt. Die Gliederung der jüngeren Drehscheibenware auf BaLISminK berücksichtigt diese Differenzierung provisorisch. Daher werden - in Abhängigkeit von etablierter Terminologie - einerseits jüngere graue Drehscheibenwaren, andererseits oxidierend gebrannte jüngere Drehscheibenwaren als separate Wareneinträge geführt. BaLISminK bietet unter separaten Stichworten regionale Charakterisierungen verschiedener überregional verbreiteter Waren. Diese regionalen Gruppen sind nicht grundsätzlich als eigenständige Warenarten zu verstehen, die klar gegen die Nachbarregionen abzugrenzen sind. Die provisorische regionale Gliederung dient dazu, um im Verlauf der weiteren Forschung [[Keramiklandschaft]]en herausarbeiten und die Verbreitung der Warenarten, wie die Warenarten selbst besser definieren zu können.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besser greifbar sind bei der reduzierend gebrannten grauen jüngeren Drehscheibenware zur Zeit:&lt;br /&gt;
*[[jüngere graue Drehscheibenware (Südwestdeutschland, SMa)]]&lt;br /&gt;
*[[Jüngere graue Drehscheibenware (Ulm und Oberschwaben, SMa)]]&lt;br /&gt;
Weniger klar fassbar und bisher nur an Beispielen einzelner Fundstellen beschrieben sind die Ausprägungen der jüngeren grauen Drehscheibenwaren in anderen Regionen:&lt;br /&gt;
*[[jüngere graue Drehscheibenware (Bodenseeraum, SMa)]] &lt;br /&gt;
*[[jüngere graue Drehscheibenware (Freiburg und südlicher Oberrhein, SMa)]] v.a. anhand von [[Freiburg]]&lt;br /&gt;
*[[jüngere graue Drehscheibenware (Heidelberg und nördlicher Oberrhein, SMa)]] v.a. anhand von [[Heidelberg]]&lt;br /&gt;
*[[graue geriefte oberrheinische Drehscheibenware (Elsaß, Oberrhein, SMa)]] v.a. deren jüngere Ausprägung, v.a. anhand von [[Straßburg]]&lt;br /&gt;
*[[Spätmittelalterliche unglasierte Irdenware (Basel, SMa)]]&lt;br /&gt;
*[[jüngere graue Drehscheibenware (Regensburg und Niederbayern, SMa)]] v.a. anhand von Funden aus [[Regensburg]], Deggendorf, Landau an der Isar und Landshut&lt;br /&gt;
*[[jüngere graue Drehscheibenware (Franken, SMa)]] v.a. anhand von Funden aus [[Aschaffenburg]] und [[Würzburg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnlich ist die regionale Variabilität der oxidierend gebrannten jüngeren Drehscheibenware bisher nicht beschrieben. &lt;br /&gt;
*[[oxidierend gebrannte jüngere Drehscheibenware (Südwestdeutschland, SMa/FNz)]]&lt;br /&gt;
*[[Oxidierend gebrannte Drehscheibenware Rheingauer Art (Rhein-Main-Gebiet, HMa/ SMa)]]&lt;br /&gt;
*[[jüngere rauwandige, oxidierend gebrannte Drehscheibenware (Südthüringen, SMa)]]&lt;br /&gt;
*[[oxidierend gebrannte jüngere Drehscheibenware (Franken, SMa/FNz)]]&lt;br /&gt;
*[[Prebrunner Ware]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Gruppen lassen sich aufgrund besonderer Verzierungen oder Herstellungstechniken genauer abgrenzen. Als eigenes Phänomen stechen verschiedene [[Rotbemalte Waren]] heraus:&lt;br /&gt;
*[[rotbemalte schwäbische Feinware (Württemberg, SMa)]]&lt;br /&gt;
*[[Pollenfelder Ware (Mittelfranken, SMa)]]&lt;br /&gt;
*[[Rotbemalte Heidenheimer Ware (Ostalb, SMa)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer wieder treten gut geglättete oder gar polierte Gefäßé der jüngeren Drehscheibenware auf. Zumindest in den Räumen [[Ulm]] und [[Regensburg]] scheinen sie einen größeren Anteil und auch einen spezifischen Formenbestand (v.a. auch [[Miniaturgefäß]]e) zu besitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[polierte jüngere graue Drehscheibenware (Ulmer Raum, SMa)]]&lt;br /&gt;
*[[polierte jüngere graue Drehscheibenware (Regensburg, SMa)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Gruppen der jüngeren Drehscheibenware&lt;br /&gt;
*[[getauchte Ware (Hessen, SMa)]]&lt;br /&gt;
*[[manganviolette Ware (nördlicher Oberrhein, SMa)]]&lt;br /&gt;
*[[orange Straßburger Drehscheibenware (Elsaß, HMa)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Jüngere rote Drehscheibenware (Bodenseeraum, SMa)]]&lt;br /&gt;
*[[orange engobierte Drehscheibenware (Bodenseeraum, SMa)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In manchen Regionen ist der Forschungsstand noch zu unübersichtlich, so dass vorerst nur allgemeine Charakterisierungen möglich sind:&lt;br /&gt;
*[[jüngere Drehscheibenware (nördl. Oberpfalz, SMa)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überregional sind bestimmte Randformen, wie z.B. der [[Karniesrand]] vorhanden, der vom Karpathenbecken bis Ostfrankreich zu finden ist. Im Formenbestand sind neben einfachen Töpfen auch Formen wie die [[Bügelkanne]] oder der [[Vierpaßkrug]] großräumiger anzutreffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kulturgeschichtliche Einordnung und sozialer Kontext==&lt;br /&gt;
Die jüngere Drehscheibenware ist eine Massenware, die im Kontext der hoch- und spätmittelalterlichen Urbanisierung ältere Produktions- und Distributionsweisen ablöst.&lt;br /&gt;
Bemerkenswert sind die über weite Bereiche Mitteleuropas ähnlichen formalen Ausprägungen, wie etwa der [[Karniesrand]].&lt;br /&gt;
Für die Keramik der frühen Neuzeit ist der Begriff der jüngeren Drehscheibenware forschungsgeschichtlich bedingt nicht mehr üblich, hier spricht man dann eher von [[unglasierte Irdenware|unglasierter Irden- oder Hafnerware]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturhinweise und Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
*Gross 1991: U. Gross, Mittelalterliche Keramik zwischen Neckarmündung und Schwäbischer Alb. Bemerkungen zur räumlichen Entwicklung und zeitlichen Gliederung. Forsch. u. Ber. Arch. Mittelalter Bad.-Württ. 12 (Stuttgart 1991). - doi: 10.11588/artdok.00005858&lt;br /&gt;
*Klápště 1998: J. Klápště, Die Anfänge der jüngeren mittelalterlichen Keramik in Böhmen als kulturhistorisches Problem. Arch. rozhl. 50, 1998, 138–156.&lt;br /&gt;
*Lobbedey 1968: U. Lobbedey, Untersuchungen mittelalterlicher Keramik vornehmlich in Südwestdeutschland. Arb. Frühmittelalterforsch. 3 (Berlin 1968).&lt;br /&gt;
*Schreg 1997: R. Schreg, Keramik aus Südwestdeutschland. Eine Hilfe zur Beschreibung, Bestimmung und Datierung archäologischer Funde vom Neolithikum bis zur Neuzeit. Lehr- und Arbeitsmaterialien zur Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit (Tübingen 1997). bes. 226-234.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Warenart]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Rotbemalte_feine_Glimmerware_(Rhein-Main-Gebiet,_HMa/_SMa)&amp;diff=11536</id>
		<title>Rotbemalte feine Glimmerware (Rhein-Main-Gebiet, HMa/ SMa)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Rotbemalte_feine_Glimmerware_(Rhein-Main-Gebiet,_HMa/_SMa)&amp;diff=11536"/>
		<updated>2026-08-12T17:31:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Vorkommen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}&lt;br /&gt;
Im Rhein-Main-Gebiet tritt eine rotbemalte feine Glimmerware auf, die vom Rohmaterial der [[Glimmerware (Rhein-Main-Gebiet, FMa/ HMa/ SMa)]] zuzurechnen ist, vom Formenbestand aber wohl als [[Pingsdorf-Imitation]] zu gelten hat und sich generell in die Reihe hoch- und spätmittelalterlicher [[Rotbemalte Waren|rotbemalter Waren]] einreiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Forschungsgeschichte==&lt;br /&gt;
Ein erster Fundkomplex wurde von K. Nahgrang 1957 aus [[Seligenstadt]] vorgelegt und als [[Pingsdorfer Ware]] eingeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Charakterisierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorkommen==&lt;br /&gt;
*Rödermark&lt;br /&gt;
*Schriesheim - Ein Randfragment aus Schriesheim zeigt Reste von roter Bemalung (Hinweis U. Gross). Möglicherweise ist hier die aus [[Ladenburg]] von I. Schneid aufgeführte Rotbemalte glimmerhaltige Ware anzuschließen (Schneid 1988, 114ff.).&lt;br /&gt;
*[[Seligenstadt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Herstellungsbelege==&lt;br /&gt;
Eine Produktion ist in [[Seligenstadt]] nachgewiesen. Ihr archäometrisches Elementmuster weicht jedoch vom gängigen Muster ab, so dass von weiteren Herstellungsorten ausgegangen werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturhinweise==&lt;br /&gt;
*A. Diesch&lt;br /&gt;
*Nahrgang 1957: K. Nahrgang, Ein Töpferofen mit Pingsdorfer Keramik in Seligenstadt, Landkreis Offenbach. Stadt- und Landkreis Offenbach am Main. Studien und Forschungen 3 (Offenbach 1957) 73–77.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Warenart]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Orange_Stra%C3%9Fburger_Drehscheibenware_(Elsa%C3%9F,_HMa)&amp;diff=11535</id>
		<title>Orange Straßburger Drehscheibenware (Elsaß, HMa)</title>
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		<updated>2026-08-12T16:58:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* wichtige Fundstellen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}&lt;br /&gt;
Charakteristisch für die orangefarbene Straßburger Drehscheibenware ist neben der Farbe vor allem die Verzierung mit dem sogenannten laufenden Hund. Es handelt sich um eine mehrzeilige, kleinteilige Rollrädchenverzierung, die vor allem auf Schulter und Bauch der Gefäße angebracht wurde. Die Ware ist vor allem im Elsaß verbreitet, wo eine Produktion in [[Straßburg]] und [[Bouxwiller]] nachweisbar ist. Lobbedey (1968, 175) ging von verschiedenen Tochterwerkstätten aus, die den Bedarf rechts des Rheins gedeckt hätten, wo Funde z.B. aus [[Basel-Kleinhüningen]] vorliegen (Springer 2003, 136).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ABB227.jpg|center|600px|thumb|Orangefarbene Straßburger Ware, Straßburg.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Andere Bezeichnungen===&lt;br /&gt;
*Straßburger Ware (Bücker 2007)&lt;br /&gt;
*céramique orange de Strasbourg (Henigfeld 2005)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Charakteristika==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herstellungstechnik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brand/ Farbe===&lt;br /&gt;
Hart, stets orange mit Variationen nach gelb oder bräunlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Magerung===&lt;br /&gt;
mittelgrober Sand&lt;br /&gt;
 (Quarz, Feldspat)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Oberflächenbeschaffenheit===&lt;br /&gt;
kreidig oder sandig rau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gefäßformen==&lt;br /&gt;
*stark gebauchte Töpfe mit Halskehle und ausladendem [[Lippenrand]]&lt;br /&gt;
*Kannen&lt;br /&gt;
Charakteristisch ist der [[Linsenboden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verzierungen===&lt;br /&gt;
*[[Rollstempel]]bänder mit &amp;quot;laufendem Hund&amp;quot; oder Rechtecken&lt;br /&gt;
*vereinzelt rote oder weißrote Bemalung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Herstellungsbelege==&lt;br /&gt;
*Straßburg, Quai de Paris/ Pariserstaden: 1904 ergrabene Gruben mit Töpfereiabfällen (Lobbedey 1968, 159f.)&lt;br /&gt;
*Bouxwiller&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==wichtige Fundstellen==&lt;br /&gt;
*[[Basel, Petersberg]]&lt;br /&gt;
*[[Breisach, Münsterberg]]&lt;br /&gt;
*Schuttern (Gross 2017)&lt;br /&gt;
*[[Straßburg]]&lt;br /&gt;
*[[Wüstung Muffenheim bei Rastatt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturhinweise==&lt;br /&gt;
*Gross 1991: U. Gross, Mittelalterliche Keramik zwischen Neckarmündung und Schwäbischer Alb. Bemerkungen zur räumlichen Entwicklung und zeitlichen Gliederung. Forsch. u. Ber. Arch. Mittelalter Bad.-Württ. 12 (Stuttgart 1991). - doi: 10.11588/artdok.00005858&lt;br /&gt;
*Gross 2017: U. Gross, Bemerkungen zu den Keramikfunden aus Schuttern. In: L. Galioto / V. Huth / N. Krohn (Hrsg.), Kloster Schuttern. Archäologie, Baugeschichte, historische Kontexte ; eine Bestandsaufnahme (Lindenberg im Allgäu 2017) 31–46.&lt;br /&gt;
*Gross 2018: U. Gross, Funde aus der Wüstung Muffenheim bei Rastatt. Beiträge zur mittelalterlichen Keramik in Südwestdeutschland.(Heidelberg 2018). -  doi:10.11588/ARTDOK.00006088&lt;br /&gt;
*Henigfeld 2005: Y. Henigfeld, La céramique à Strasbourg de la fin du Xe au début du XIIe siècle. Teilw. zugl.: Tours, Univ., Diss., 2000 (Caen 2005).&lt;br /&gt;
*Lobbedey 1968: U. Lobbedey, Untersuchungen mittelalterlicher Keramik vornehmlich in Südwestdeutschland. Arb. Frühmittelalterforsch. 3 (Berlin 1968).&lt;br /&gt;
*Springer 2003: A. Springer, Die Archäologie macht Kleinhüninger Dorfgeschichte. Eine interdisziplinäre Auswertung der Grabung Kleinhüningen – Fischerhaus (1999/47). Jahresber. Arch. Bodenforsch. Basel-Stadt, 2003, 111–265. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Warenart]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
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		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Orange_Stra%C3%9Fburger_Drehscheibenware_(Elsa%C3%9F,_HMa)&amp;diff=11534</id>
		<title>Orange Straßburger Drehscheibenware (Elsaß, HMa)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Orange_Stra%C3%9Fburger_Drehscheibenware_(Elsa%C3%9F,_HMa)&amp;diff=11534"/>
		<updated>2026-08-12T16:57:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Magerung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}&lt;br /&gt;
Charakteristisch für die orangefarbene Straßburger Drehscheibenware ist neben der Farbe vor allem die Verzierung mit dem sogenannten laufenden Hund. Es handelt sich um eine mehrzeilige, kleinteilige Rollrädchenverzierung, die vor allem auf Schulter und Bauch der Gefäße angebracht wurde. Die Ware ist vor allem im Elsaß verbreitet, wo eine Produktion in [[Straßburg]] und [[Bouxwiller]] nachweisbar ist. Lobbedey (1968, 175) ging von verschiedenen Tochterwerkstätten aus, die den Bedarf rechts des Rheins gedeckt hätten, wo Funde z.B. aus [[Basel-Kleinhüningen]] vorliegen (Springer 2003, 136).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ABB227.jpg|center|600px|thumb|Orangefarbene Straßburger Ware, Straßburg.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Andere Bezeichnungen===&lt;br /&gt;
*Straßburger Ware (Bücker 2007)&lt;br /&gt;
*céramique orange de Strasbourg (Henigfeld 2005)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Charakteristika==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herstellungstechnik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brand/ Farbe===&lt;br /&gt;
Hart, stets orange mit Variationen nach gelb oder bräunlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Magerung===&lt;br /&gt;
mittelgrober Sand&lt;br /&gt;
 (Quarz, Feldspat)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Oberflächenbeschaffenheit===&lt;br /&gt;
kreidig oder sandig rau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gefäßformen==&lt;br /&gt;
*stark gebauchte Töpfe mit Halskehle und ausladendem [[Lippenrand]]&lt;br /&gt;
*Kannen&lt;br /&gt;
Charakteristisch ist der [[Linsenboden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verzierungen===&lt;br /&gt;
*[[Rollstempel]]bänder mit &amp;quot;laufendem Hund&amp;quot; oder Rechtecken&lt;br /&gt;
*vereinzelt rote oder weißrote Bemalung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Herstellungsbelege==&lt;br /&gt;
*Straßburg, Quai de Paris/ Pariserstaden: 1904 ergrabene Gruben mit Töpfereiabfällen (Lobbedey 1968, 159f.)&lt;br /&gt;
*Bouxwiller&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==wichtige Fundstellen==&lt;br /&gt;
*[[Breisach, Münsterberg]]&lt;br /&gt;
*Schuttern (Gross 2017)&lt;br /&gt;
*[[Straßburg]]&lt;br /&gt;
*[[Wüstung Muffenheim bei Rastatt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturhinweise==&lt;br /&gt;
*Gross 1991: U. Gross, Mittelalterliche Keramik zwischen Neckarmündung und Schwäbischer Alb. Bemerkungen zur räumlichen Entwicklung und zeitlichen Gliederung. Forsch. u. Ber. Arch. Mittelalter Bad.-Württ. 12 (Stuttgart 1991). - doi: 10.11588/artdok.00005858&lt;br /&gt;
*Gross 2017: U. Gross, Bemerkungen zu den Keramikfunden aus Schuttern. In: L. Galioto / V. Huth / N. Krohn (Hrsg.), Kloster Schuttern. Archäologie, Baugeschichte, historische Kontexte ; eine Bestandsaufnahme (Lindenberg im Allgäu 2017) 31–46.&lt;br /&gt;
*Gross 2018: U. Gross, Funde aus der Wüstung Muffenheim bei Rastatt. Beiträge zur mittelalterlichen Keramik in Südwestdeutschland.(Heidelberg 2018). -  doi:10.11588/ARTDOK.00006088&lt;br /&gt;
*Henigfeld 2005: Y. Henigfeld, La céramique à Strasbourg de la fin du Xe au début du XIIe siècle. Teilw. zugl.: Tours, Univ., Diss., 2000 (Caen 2005).&lt;br /&gt;
*Lobbedey 1968: U. Lobbedey, Untersuchungen mittelalterlicher Keramik vornehmlich in Südwestdeutschland. Arb. Frühmittelalterforsch. 3 (Berlin 1968).&lt;br /&gt;
*Springer 2003: A. Springer, Die Archäologie macht Kleinhüninger Dorfgeschichte. Eine interdisziplinäre Auswertung der Grabung Kleinhüningen – Fischerhaus (1999/47). Jahresber. Arch. Bodenforsch. Basel-Stadt, 2003, 111–265. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Warenart]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Feine_%C3%BCberdrehte_Ware_(Nordwestschweiz,_HMa/_SMa)&amp;diff=11533</id>
		<title>Feine überdrehte Ware (Nordwestschweiz, HMa/ SMa)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Feine_%C3%BCberdrehte_Ware_(Nordwestschweiz,_HMa/_SMa)&amp;diff=11533"/>
		<updated>2026-08-12T16:53:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: Neu, erster Ansatz&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}&lt;br /&gt;
Wohl Weiterentwicklung der [[sandig-körnige überdrehte Ware (Nordwestschweiz, FNa/HMa)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.-fr. 13. Jh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fein gemagert, Oberfläche geglättet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von A. Freitag wurden bei der Bearbeitung der Funde von [[Basel, Petersberg]] drei Varianten a-c unterschieden.&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Warenart]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Nachgedrehte_Keramik&amp;diff=11532</id>
		<title>Nachgedrehte Keramik</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Nachgedrehte_Keramik&amp;diff=11532"/>
		<updated>2026-08-12T16:42:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Varianten und Warenarten */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Terminologie==&lt;br /&gt;
Der Begriff der nachgedrehten Keramik oder “nachgedrehte Ware” fasst Warenarten zusammen, die nicht durch freies Drehen ([[Drehscheibenkeramik]]) oder reinen Handaufbau, sondern durch unterschiedliche Treibtechniken hergestellt wurden (Rogier 2015, ?89?). Aufgrund dieser “negativen Definition” (vgl. Rogier 2011, 89) finden sich in der Literatur unter dem Begriff “nachgedrehte Waren” sehr unterschiedliche Handwerkstechniken. Vor allem in der Schweizer Literatur findet sich - nicht hundertprozentig synonym - der Begriff &amp;quot;überdreht&amp;quot;. &lt;br /&gt;
Eine mögliche Übersetzung ins Englische wäre - wenn auch wenig gebräuchlich - &amp;quot;turntable shaped&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff der nachgedrehten Keramik ist in der prähistorischen Archäologie nicht gebräuchlich, obgleich entsprechende Techniken mindestens seit der Bronzezeit gebräuchlich waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Herstellungstechnik==&lt;br /&gt;
[[Datei:Archäologischer Töpferkurs 2026.jpeg|mini|200px|right|Nachgedrehte Keramik: Antreiben des Drehtellers. Martin Rogier, Archäologischer Töpferkurs Juli 2026 ArchaeoCentrum Bayern-Böhmen (Foto:R.Schreg/ AMANZ Bamberg)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Nachgedrehter Topf.jpg|mini|200px|right|Nachgedrehter Topf - vor dem Backen. Martin Rogier, Archäologischer Töpferkurs Juli 2026 ArchaeoCentrum Bayern-Böhmen (Foto:E.Bardet, AMANZ Bamberg) ]]&lt;br /&gt;
In der Praxis wurden unterschiedliche Arten von drehbaren Unterlagen eingesetzt bis hin zu einer relativ langsamen handgetriebenen [[Töpferscheibe]]. In der Forschung hat man daher zwischen langsam und schnelllaufend nachgedreht unterschieden. Diese Unterschiede an archäologischen Keramikfunden nachzuvollziehen, die meist zerscherbt und deren Oberfläche bei der Bodenlagerung oft angegriffen wurde, ist selten zweifelsfrei möglich. Zudem sind gerade bei den nachgedrehten Waren - trotz einer auf den ersten Blick großen formalen Ähnlichkeit - im Detail dann doch große regionale Unterschiede zu beobachten. Eine klare Differenzierung und Klassifikation innerhalb der nachgedrehten Waren ist daher sehr schwierig, ebenso wie eine klare Abgrenzung besonders qualitätsvoller “nachgedrehter Waren” gegenüber Drehscheibenware nicht immer einfach ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisweilen wurde nur der Randbereich nachgedreht, so dass einige Bearbeiter eine Differenzierung in randlich und vollständig nachgedreht vorgenommen haben (z.B. Hensch 2005).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans Losert (1993) hat folgende Techniken unterscheiden:&lt;br /&gt;
# Freier Aufbau in Wülsttechnik und nachträgliche Ausformung der Wandung.&lt;br /&gt;
# Freier Aufbau in Wülsttechnik und nachträgliche Ausformung der Wandung sowie Nachdrehen des Rand- und Schulterbereiches auf einer drehbaren Unterlage.&lt;br /&gt;
# Freier Aufbau in Wülsttechnik und vollständiges Nachdrehen des Gefäßes vom Boden aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich dürfte bereits das Aufwülsten auf einer drehbaren Unterlage erfolgt sein und das Nachdrehen nicht als nachgelagerter Arbeitsschritt zu verstehen sein. Dabei wird auf einem zentral auf dem Drehteller platzierten Boden die Wandung in [[Wülsttechnik]] aufgebaut, wobei die drehbare Unterlage den gleichmäßigen Wandungsaufbau und einbesseres Verbinden der einzelnen Wülste erleichtert. Die drehbare UNterlage,dersog.Drehtellerwirdmit der Hand bewegt.Je nach Lagerung und Größe der Scheibe kann eine temporäre Rotiation der Scheibe die Formgebung unterstützen und Drehrillen erzeugen, die jedoch nicht wie echte Drehriefen über die geamte Wandung vom Boden bis zum Rand verlaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Forschungsgeschichte==&lt;br /&gt;
Der Forschungsstand zu den nachgedrehten Waren ist nach wie vor relativ schlecht. Eine systematische vergleichende Darstellung fehlt, mit Ausnahme einer knappen Darstellung durch Uwe Gross, der für Südwestdeutschland eine Überblicksdarstellung versucht hat (Gross 2020). Er hat bereits 1991 im Rahmen seiner Dissertation (Gross 1991) die nachgedrehte Keramik vergleichsweise ausführlich thematisiert, wie dies schon Uwe Lobbedey (1968) getan hat. &lt;br /&gt;
Meistens wurde nachgedrehte Keramik im Rahmen von Aufarbeitungen von Fundkomplexen oder ganzer Regionen zwar als Kriterium bei der Definition von [[Materialgruppe]]n oder gar [[Warenart]]en herangezogen, aber selten in der Herstellungstechnik genauer analysiert oder gar als kulturgeschichtliches Phänomen wahrgenommen. In Bayern beispielsweise gibt es einige wenige Fundvorlagen, die zwar nachgedrehte Waren identifizieren, aber das Gesamtphänomen der nachgedrehten Waren kaum beleuchten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich ist es erklärungsbedürftig, weshalb angesichts einer Tradition der Produktion von [[Drehscheibenkeramik]] mit der schnelllaufenden [[Töpferscheibe]] in der Antike bis ins frühe Mittelalter, sich nachgedrehte Keramik etablieren konnte. Sie verdrängt nicht nur die einfache [[handgemachte Keramik]], sondern scheint in Süddeutschland vielerorts die sog. [[Ältere Drehscheibenware]] zu ersetzen (Schreg 2012; 2023).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielfach wurde nicht versucht, innerhalb der nachgedrehten Keramik weiter zu differenzieren, was in der Tat aufgrund eines eingeschränkten Formenspektrums meist eher einfacher Töpfe und einfacher Ränder schwierig ist. Gleichwohl lassen Randformen regionale Vorlieben erkennen, die es ermöglichen Regionalgruppen zu definieren. Diese Gruppen lassen sich anscheinend nicht immer klar abgrenzen, verraten dadurch aber möglicherweise einiges über die Kommunikationsnetzwerke und über die Bedeutung von Handwerkstraditionen. Dies gilt insbesondere für den Zeitraum des 12./13. Jahrhunderts, als die nachgedrehten Waren zunehmend von der [[Jüngere Drehscheibenware|jüngeren Drehscheibenware]] abgelöst werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Problematisch ist aktuell (2023) die fehlende überregional vergleichende Perspektive, die dazu führt, dass es zwischen den einzelnen Regionen bisher ungeklärte chronologische Diskrepanzen gibt (vergl. Schreg 2021). So fehlt beispielsweise auch ein Vergleich der oberschwäbischen Vorkommen etwa in [[Biberach, Viehmarkt]] und [[Ravensburg, Veitsburg]] mit den Funden aus dem benachbarten [[glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Schwaben, FMa/ HMa)|Bayerisch-Schwaben]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pragmatisch werden in BaLISminK daher vorerst regionale Gruppen beschrieben, um regionale Besonderheiten erkennen und mit den Nachbarregionen vergleichen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wichtiger Beitrag zur Kenntnis der nachgedrehten Ware stammt von Martin Rogier (2015), der sich von Seiten einer [[experimentelle Archäologie|experimentellen Archäologie]] mit den Herstellungstechniken befasst hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Charakteristika==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ABB219.jpg|right|mini|Gröbere nachgedrehte Waren: A Lauffen a.N. - B Unterregenbach. - C Urspring, graubeige kalkspatgemagerte nachgedrehte Ware. - D [[Urspring, Breiter Weg]], rauhwandige nachgedrehte Ware.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abgrenzung der nachgedrehten Waren von der Drehscheibenware ist oftmals problematisch, vor allem bei Wandscherben oder stark zerscherbtem Material. Daher ist eine Bestimmung oftmals nicht, oder nur im Ausschlussverfahren möglich. Folgende Merkmale können bei der Erkennung und Bestimmung nachgedrehter Keramik hilfreich sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ausgeprägte [[Drehschnecke]]n am Boden fehlen bei der nachgedrehten Keramik&lt;br /&gt;
*[[Drehrillen]] können allerdings trotzdem auftreten, sie sind aber unregelmäßiger, weniger fein und variabler im Abstand. Sie laufen nicht kontinuierlich über die gesamte Gefäßhöhe - was an Fragmenten aber nicht erkennbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Das Gefäßprofil ist unregelmäßiger als bei Scheibenware.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*In Wandungsumbrüchen, etwa am Rand oder am Boden sind vereinzelt sanfte Fingerdruckspuren zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nachgedrehte Waren weisen meist einen dickeren Rand auf, der durch das Ansetzen an das Gefäß entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die Böden der Gefäße weisen häufig einen Abdruck auf, den die Drehachse der Unterlage hinterlässt ([[Achsnarbe]]). Häufiger als auf Drehscheibenware treten [[Bodenzeichen]] auf, deren Formen sehr vielfältig sind (Krähenfüße; Radkreuz; ...). Sie sind in Südwestdeutschland vom 11. bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts geläufig. Dabei geht die Tendenz von großen, den ganzen Boden bedeckenden Zeichen hin zu kleineren Zeichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz dazu ist [[handgemachte Ware]] potentiell unregelmäßiger und lässt oft Spuren des Aufwulstens oder Fingerdruckspuren erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Bestimmung in einem konkreten Fundkomplex können Scherben oft über sekundäre Merkmale (z.B. ausgeprägte Kalkmagerung bei der [[Albware]]) einer Warenart der nachgedrehten Keramik zugewiesen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bestimmung als nachgedrehte Keramik ist oft subjektiv und unterliegt besonders dem subjektiven Faktor der Erfahrung des jeweiligen Bearbeiters/der Bearbeiterin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Formenspektrum==&lt;br /&gt;
v.a. [[Topf|Töpfe]], gelegentlich [[Schale]]n&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders ist hier noch auf die spezielle Gefäßform der Hängetöpfe hinzuweisen, wie sie sich in der nachgedrehten Keramik von Wülfingen belegen lassen. Am Rand waren Ösen angebracht, die es ermöglichen, den Topf über das Herdfeuer zu hängen. Eine Scherbe aus Wülfingen mit einer Schutzklappe, die das Aufhängeseil vor Hitze schützt, findet bisher nur in Norddeutschland Vergleiche (Gross 1991e).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Chronologie==&lt;br /&gt;
Nachgedrehte Waren treten im Arbeitsgebiet im Zeitraum bis zum 13. Jahrhundert (Rogier 2015, 5) in unterschiedlichen Mengen und Ausprägungen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Chronologie der nachgedrehten Keramik des 9./10. Jahrhunderts ist weitgehend ungeklärt, hingegen sind zahlreiche Waren des 11./12. Jahrhunderts bekannt. In ihren Anfängen noch merowingerzeitliche nachgedrehte Waren, wie etwa die Kammstrichware mögen längere Laufzeiten besitzen als bisher angenommen und diese Lücke teilweise füllen (Ade-Rademacher 1993, 90 f.; Maier 1994). In Urspring wurde eine rauwandige nachgedrehte Ware ausgesondert, die noch ins frühe Mittelalter datiert und Anklänge an die spätmerowingerzeitliche rauwandige Drehscheibenware zeigt. Zugleich wurde hier eine weitere nachgedrehte Warenart, die graubeige nachgedrehte Keramik bestimmt, die in ihrer mangelnden Einheitlichkeit im Formenbestand jedoch fraglich erscheint (Maier 1994; Schreg 1996). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Unstimmigkeiten in der Chronologie der nachgedrehten Keramik deutet ein erster Vergleich zwischen den Fundstellen in Südbayern und in Württemberg hin (Schreg 2021).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Varianten und Warenarten==&lt;br /&gt;
Lokale Ausprägungen bestimmen das Bild der nachgedrehten Ware, die aber meist nur schwer gegeneinander abgrenzbar sind. Die einzelnen Keramiklandschaften sind bisher nur grob zu umschreiben (Gross 1991, 52 ff.). Am besten ist derzeit noch die sog. [[Albware]] definiert. &lt;br /&gt;
Die Aufnahme verschiedener Regionalgruppen der nachgedrehten Ware hier in BaLISminK ist vielfach als Provisorium zu sehen, da die Gruppierungen künftig sicher modifiziert werden müssen. Es wird die Bezeichnung als [[Warenart]] bevorzugt, da sich hinter den regionalen Unterschieden mutmaßlich Kommunikationsbezüge verbergen und sich teilweise längerfristige Traditionsstränge erkennen lassen. &lt;br /&gt;
[[Datei:Nachgedrehte Waren.jpg|mini|right[|Regionale nachgedrehte Waren des Hochmittelalters in Süddeutschland (Graphik R. Schreg, Kartengrundlage: OSM&amp;amp;Contrib.)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Teckware (Schwäbische Alb, SMa)]]&lt;br /&gt;
*[[gröbere nachgedrehte Ware (Ulm, HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[gröbere nachgedrehte Ware (Neckarland, HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[Albware (Schwäbische Alb/ mittleres Neckarland, HMa)]] &lt;br /&gt;
*[[nachgedrehte Ware (Bodenseeraum/ Hegau, HMa) ]]&lt;br /&gt;
*[[nachgedrehte, grob gemagerte Keramik (Nordostbayern, FMa/ HMa)]] (&amp;quot;slawische Keramik&amp;quot;)&lt;br /&gt;
*[[Nachgedrehte rauwandige Ware (Nordostbayern, HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[feinere nachgedrehte Ware (Nordostbayern, HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[gröbere nachgedrehte Ware (Unterfranken, HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[gröbere nachgedrehte Ware (Mittelfranken, FMa/ HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Südbayern, FMa/ HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[hart gebrannte, graue bis grauschwarze Ware (Südbayern, FMa/HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Schwaben, FMa/ HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Oberrhein, FMa/ HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[feinsandig glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Ostalb, HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[feinsandig glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Neckarland, HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[Glimmerware (nördl. Oberrhein/ Odenwald, FMa/ HMa/ SMa)]]&lt;br /&gt;
*[[Goldglimmerware (Oberpfalz, FMa/ HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[Graphittonware (Oberösterreich/ Mähren, HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[kalkgemagerte überdrehte Keramik (Oberrhein, FMa/ HMa)]]&lt;br /&gt;
* [[sandig-körnige überdrehte Ware (Nordwestschweiz, FNa/HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[feine überdrehte Ware (Nordwestschweiz, HMa/ SMa)]]&lt;br /&gt;
*[[Weiß gemagerte nachgedrehte Ware (Südbayern, FMa/HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[Kammstrichware (bayer. Donauraum, FMa)]], ([[Burgheimer Ware]])&lt;br /&gt;
*[[stempelverzierte nachgedrehte Ware (bayer. Donauraum, FMa)]]&lt;br /&gt;
*[[Ulmer Gruppe (Ulm, FMa)]]&lt;br /&gt;
*[[weiche nachgedrehte Keramik mit glatter Oberfläche (Regensburg, HMa)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer wieder gibt es Warenarten, bei denen beim Stand der Forschung Drehscheibentechnik wie auch die nachgedrehte Herstellung vorhanden zu sein scheinen. Dies gilt beispielseise für &lt;br /&gt;
*[[Gelbe quarzgemagerte Ware (Neckarland, HMa)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kulturgeschichtliche Einordnung und sozialer Kontext==&lt;br /&gt;
Aufgrund ihrer vergleichsweise einfachen Herstellungstechnik kann angenommen werden, dass nachgedrehte Keramik im häuslichen Bereich hergestellt wurde (Rogier 2015, 5). Häufig sind Reparaturspuren festzustellen, was bei dieser wenig hochwertigen Keramik darauf hinweist, dass Ersatzbeschaffungen nicht jederzeit möglich waren und wohl eine saisonale Produktion üblich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gegenüber den wohl in professionellen Töpfereien hergestellten [[ältere Drehscheibenware|älteren Drehscheibenwaren]] verstärkte Auftreten seit dem Früh- und Hochmittelalter deutet auf Veränderungen in den Wirtschaftsstrukturen hin, ebenso wie auch die Ablösung durch die [[jüngere Drehscheibenware]] wohl auf veränderte Marktstrukturen zurückzuführen ist. Gleichwohl kann die nachgedrehte Keramik nicht einfach als &amp;quot;Bauernkeramik&amp;quot; gewertet werden, da sie in verschiedenen Regionen auch auf hochadligen Burgstellen verwendet wurde (z.B. [[Oberwittelsbach, Burg Wittelsbach| Burg Wittelsbach]]) oder Burg Hohenstaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:ABB216.jpg|Feinsandig glimmerhaltige nachgedrehte Ware: 1-3 Schalkstetten, 4-7 Ulm, Münsterplatz, 8-11 Hohenstaufen, 12-17 [[Urspring, Breiter Weg]] 18-20 Tomerdingen&lt;br /&gt;
Datei:ABB217.jpg|Hoch- und spätmittelalterliche Topformen im Raum Ulm (nach Gross 1989)&lt;br /&gt;
Datei:ABB218.jpg|Nachgedrehte Ware aus Siedlungen am südlichen Oberrhein: A Mengen. - B Merdingen (Gruppe D)&lt;br /&gt;
Datei:ABB222.jpg|Nachgedrehte Ware aus Hilzingen-Weiterdingen (nach Aufdermauer 1992).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturhinweise==&lt;br /&gt;
*Ade-Rademacher 1993: D. Ade-Rademacher, Die mittelalterlichen und neuzeitlichen Befunde und Funde der Veitsburg. In: D. Ade-Radenmacher/R. Rademacher. Der Veitsberg bei Ravensburg. Forsch. u. Ber. Arch. Mittelalter Bad.-Württ. 16 (Stuttgart 1993) 58-136.&lt;br /&gt;
*Gross 1991: U. Gross, Mittelalterliche Keramik zwischen Neckarmündung und Schwäbischer Alb. Bemerkungen zur räumlichen Entwicklung und zeitlichen Gliederung. Forsch. u. Ber. Arch. Mittelalter Bad.-Württ. 12 (Stuttgart 1991).&lt;br /&gt;
*Gross 1991a: U. Gross, Die Keramik-, Bein- und Metallfunde in dem gemauerten Schacht bei St. Peter und Paul. In: ,Hirsau St. Peter und Paul 1091-1991. Zur Archäologie und Kunstgeschichte. Forschungen und Berichte der Archäologie des Mittelalters in Baden-Württemberg 10,1 (Stuttgart 1991) 139–178.&lt;br /&gt;
*Gross 1991e: U. Gross, Vom Versuch, einen tönernen Kochkessel nachzuahmen. Denkmalpfl. Bad.-Württ. 20, 1991, 120–123. - DOI: https://doi.org/10.11588/nbdpfbw.1991.3.13574&lt;br /&gt;
*Gross 2020: U. Gross, &amp;quot;Nachgedrehte&amp;quot; Keramik in Südwestdeutschland - ein Überblicksversuch. Beiträge zur mittelalterlichen und neuzeitlichen Keramik in Südwestdeutschland (2020). - DOI: 10.11588/artdok.00006809&lt;br /&gt;
*Guthnick 1985: E. Guthnick, Erkennungsmerkmale einer Gefäßherstellung auf langsamen und schnellen Drehscheiben an einzelnen Scherben. Ausgr. u. Funde 30, 1985, 1–5.&lt;br /&gt;
*M. Hensch, Burg Sulzbach in der Oberpfalz. Archäologisch-historische Forschungen zur Entwicklung eines Herrschaftszentrums des 8. bis 14. Jahrhunderts in Nordbayern. Materialien zur Archäologie in der Oberpfalz 3 (Büchenbach 2005).&lt;br /&gt;
*Lobbedey 1969: U. Lobbedey, Untersuchungen mittelalterlicher Keramik vornehmlich in Südwestdeutschland. Arb. Frühmittelalterforsch. 3 (Berlin 1968).&lt;br /&gt;
*Losert 1993: Hans Losert, Die früh- bis hochmittelalterliche Keramik in Oberfranken. Zeitschrift für Archäologie des Mittelalters. Beiheft 8 (Köln 1993). (ISBN: 9783792713235)&lt;br /&gt;
*Maier 1994: H. Maier, Eine mittelalterliche Siedlung auf Markung Urspring (Gemeinde Lonsee, Alb-Donau-Kreis). Materialh. Arch. Bad.-Württ. 23 (Stuttgart 1994).&lt;br /&gt;
*Rogier 2015: M. Rogier, Mittelalterliche nachgedrehte Keramik. Überlegungen zur Definition, Bestimmung und Interpretation am Beispiel Baden-Württemberg. Lehr- und Arbeitsmaterialien zur Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit (Tübingen 2015).&lt;br /&gt;
*Rogier 2015 a: M. Rogier, Nachgedrehte Keramik - Deutung von Herstellungsspuren mithilfe experimenteller Archäologie. In: L. Grunwald (Hrsg.), Den Töpfern auf der Spur – Orte der Keramikherstellung im Licht der neuesten Forschung. 46. Internationales Symposium Keramikforschung des Arbeitskreises für Keramikforschung und des Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz. RGZM-Tagungen 21 (Mainz 2015) 247–256.&lt;br /&gt;
*Schreg 1996: R. Schreg, [Rez.zu]: Maier 1994. Bayer. Vorgeschbl. 1996, 323–326.&lt;br /&gt;
*Schreg 2006: R. Schreg, Dorfgenese in Südwestdeutschland. Das Renninger Becken im Mittelalter. Materialh. Arch. Bad.-Württ. 76 (Stuttgart 2006).&lt;br /&gt;
*Schreg 2012: R. Schreg, Keramik des 9. bis 12. Jahrhunderts am Rhein. Forschungsperspektiven auf Produktion und Alltag. In: H. Pantermehl/L. Grunwald/R. Schreg (Hrsg.), Hochmittelalterliche Keramik am Rhein. Eine Quelle für Produktion und Alltag des 9. bis 12. Jahrhunderts. RGZM-Tagungen 13 (Mainz 2012) 1–19.&lt;br /&gt;
*Schreg 2021: R. Schreg, Ein Dorf bei München - südbayerische Keramikchronologie und das vergessene Spätmittelalter. Archaeologik (18.11.2021). - https://archaeologik.blogspot.com/2020/08/rezension-ein-dorf-bei-munchen-und-die.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Warenart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handwerkstechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Terminologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=H%C3%A4ngetopf&amp;diff=11531</id>
		<title>Hängetopf</title>
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		<updated>2026-08-12T16:36:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: neu&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}} &lt;br /&gt;
[[Ösenhenkeltopf]], bei denm die Ösen durch keramische Schutzkappen gegen Feuereinwirkung besonders geschützt sind&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorkomnen==&lt;br /&gt;
*Amsterdam&lt;br /&gt;
*[[Forchtenberg, Wüstung Wülfingen]]&lt;br /&gt;
*[[Haithabu]]&lt;br /&gt;
*Heidelberg-Bergheim&lt;br /&gt;
*[[Konstanz]]&lt;br /&gt;
*Mannheim,Vogelstang*[[München]]&lt;br /&gt;
*Pfulgriesheim&lt;br /&gt;
*[[Schaffhausen]]&lt;br /&gt;
*[[Ulm]], Münsterplatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Gross 2016&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gefäßform]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
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		<title>Sandig-körnige überdrehte Ware (Nordwestschweiz, FNa/HMa)</title>
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		<updated>2026-08-12T16:22:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}&lt;br /&gt;
Eine regionale nachgedrehte Keramik der Nordwestschweiz,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Reto Marti definiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.-11. Jh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von der [[Glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Oberrhein, FMa/ HMa)|glimmerhaltigen nachgedrehten Ware]] schwer zu unterscheiden, vielleicht deren lokale Variante&lt;br /&gt;
==Charakteristika==&lt;br /&gt;
Im Vergleich zur Glimmerhaltigen nachgedrehten Ware zeichnet sie sich durch ein breiteres Spektrum der Magerungsmittel aus. Neben Glimmer ist ein sandiger, vereinzelt grober Zusatz von Gesteinsgrus (Quarz, Feldspat) charakteristisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
braun&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dickwandig&lt;br /&gt;
===Verzierungen===&lt;br /&gt;
Feiner Kammstrich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vereinzelt einfacher Rechteckrollstempel, vereinzelt Wellenlinien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Basel, Petersberg]] teilweise geglättet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorkommen==&lt;br /&gt;
u.a.&lt;br /&gt;
*[[Basel]], Barfüsserkirche&lt;br /&gt;
*[[Basel, Petersberg]]&lt;br /&gt;
*[[Reinach]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Marti 2004: Reto Marti, ‹Luteo operi, sine quo tamen non transigetur› – Frühmittelalterliche Keramik im Spiegel gesellschaftlicher und kulturräumlicher Veränderungen in der Nordwestschweiz. In: Gabriele Graenert/Reto Marti/Andreas Motschi/Renata Windler (Hrsg.) Hüben und drüben – Räume und Grenzen in der Archäologie des Frühmittelalters. Festschrift Max Martin. Archäologie und Museum 48 (Liestal 2004) 191-215. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Warenart]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
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		<title>Sandig-körnige überdrehte Ware (Nordwestschweiz, FNa/HMa)</title>
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		<updated>2026-08-12T16:22:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Vorkommen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}&lt;br /&gt;
Eine regionale nachgedrehte Keramik der Nordwestschweiz,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Reto Marti definiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von der [[Glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Oberrhein, FMa/ HMa)|glimmerhaltigen nachgedrehten Ware]] schwer zu unterscheiden, vielleicht deren lokale Variante&lt;br /&gt;
==Charakteristika==&lt;br /&gt;
Im Vergleich zur Glimmerhaltigen nachgedrehten Ware zeichnet sie sich durch ein breiteres Spektrum der Magerungsmittel aus. Neben Glimmer ist ein sandiger, vereinzelt grober Zusatz von Gesteinsgrus (Quarz, Feldspat) charakteristisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
braun&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dickwandig&lt;br /&gt;
===Verzierungen===&lt;br /&gt;
Feiner Kammstrich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vereinzelt einfacher Rechteckrollstempel, vereinzelt Wellenlinien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Basel, Petersberg]] teilweise geglättet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorkommen==&lt;br /&gt;
u.a.&lt;br /&gt;
*[[Basel]], Barfüsserkirche&lt;br /&gt;
*[[Basel, Petersberg]]&lt;br /&gt;
*[[Reinach]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Marti 2004: Reto Marti, ‹Luteo operi, sine quo tamen non transigetur› – Frühmittelalterliche Keramik im Spiegel gesellschaftlicher und kulturräumlicher Veränderungen in der Nordwestschweiz. In: Gabriele Graenert/Reto Marti/Andreas Motschi/Renata Windler (Hrsg.) Hüben und drüben – Räume und Grenzen in der Archäologie des Frühmittelalters. Festschrift Max Martin. Archäologie und Museum 48 (Liestal 2004) 191-215. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Warenart]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
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		<title>Sandig-körnige überdrehte Ware (Nordwestschweiz, FNa/HMa)</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Verzierungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}&lt;br /&gt;
Eine regionale nachgedrehte Keramik der Nordwestschweiz,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Reto Marti definiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von der [[Glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Oberrhein, FMa/ HMa)|glimmerhaltigen nachgedrehten Ware]] schwer zu unterscheiden, vielleicht deren lokale Variante&lt;br /&gt;
==Charakteristika==&lt;br /&gt;
Im Vergleich zur Glimmerhaltigen nachgedrehten Ware zeichnet sie sich durch ein breiteres Spektrum der Magerungsmittel aus. Neben Glimmer ist ein sandiger, vereinzelt grober Zusatz von Gesteinsgrus (Quarz, Feldspat) charakteristisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
braun&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dickwandig&lt;br /&gt;
===Verzierungen===&lt;br /&gt;
Feiner Kammstrich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vereinzelt einfacher Rechteckrollstempel, vereinzelt Wellenlinien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Basel, Petersberg]] teilweise geglättet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorkommen==&lt;br /&gt;
u.a.&lt;br /&gt;
*[[Basel]], Barfüsserkirche&lt;br /&gt;
[[Basel, Petersberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Marti 2004: Reto Marti, ‹Luteo operi, sine quo tamen non transigetur› – Frühmittelalterliche Keramik im Spiegel gesellschaftlicher und kulturräumlicher Veränderungen in der Nordwestschweiz. In: Gabriele Graenert/Reto Marti/Andreas Motschi/Renata Windler (Hrsg.) Hüben und drüben – Räume und Grenzen in der Archäologie des Frühmittelalters. Festschrift Max Martin. Archäologie und Museum 48 (Liestal 2004) 191-215. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Warenart]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
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		<title>Sandig-körnige überdrehte Ware (Nordwestschweiz, FNa/HMa)</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}&lt;br /&gt;
Eine regionale nachgedrehte Keramik der Nordwestschweiz,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Reto Marti definiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von der [[Glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Oberrhein, FMa/ HMa)|glimmerhaltigen nachgedrehten Ware]] schwer zu unterscheiden, vielleicht deren lokale Variante&lt;br /&gt;
==Charakteristika==&lt;br /&gt;
Im Vergleich zur Glimmerhaltigen nachgedrehten Ware zeichnet sie sich durch ein breiteres Spektrum der Magerungsmittel aus. Neben Glimmer ist ein sandiger, vereinzelt grober Zusatz von Gesteinsgrus (Quarz, Feldspat) charakteristisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
braun&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dickwandig&lt;br /&gt;
===Verzierungen===&lt;br /&gt;
Feiner Kammstrich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vereinzelt einfacher Rechteckrollstempel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Basel, Petersberg]] teilweise geglättet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorkommen==&lt;br /&gt;
u.a.&lt;br /&gt;
*[[Basel]], Barfüsserkirche&lt;br /&gt;
[[Basel, Petersberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Marti 2004: Reto Marti, ‹Luteo operi, sine quo tamen non transigetur› – Frühmittelalterliche Keramik im Spiegel gesellschaftlicher und kulturräumlicher Veränderungen in der Nordwestschweiz. In: Gabriele Graenert/Reto Marti/Andreas Motschi/Renata Windler (Hrsg.) Hüben und drüben – Räume und Grenzen in der Archäologie des Frühmittelalters. Festschrift Max Martin. Archäologie und Museum 48 (Liestal 2004) 191-215. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Warenart]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
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		<title>Sandig-körnige überdrehte Ware (Nordwestschweiz, FNa/HMa)</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}&lt;br /&gt;
Eine regionale nachgedrehte Keramik der Nordwestschweiz,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Reto Marti definiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von der [[Glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Oberrhein, FMa/ HMa)|glimmerhaltigen nachgedrehten Ware]] schwer zu unterscheiden, vielleicht deren lokale Variante&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vergleich zur Glimmerhaltigen nachgedrehten Ware zeichnet sie sich durch ein breiteres Spektrum der Magerungsmittel aus. Neben Glimmer ist ein sandiger, vereinzelt grober Zusatz von Gesteinsgrus (Quarz, Feldspat) charakteristisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dickwandig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feiner Kammstrich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Basel, Petersberg]] teilweise geglättet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorkommen==&lt;br /&gt;
u.a.&lt;br /&gt;
*[[Basel]], Barfüsserkirche&lt;br /&gt;
[[Basel, Petersberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Marti 2004: Reto Marti, ‹Luteo operi, sine quo tamen non transigetur› – Frühmittelalterliche Keramik im Spiegel gesellschaftlicher und kulturräumlicher Veränderungen in der Nordwestschweiz. In: Gabriele Graenert/Reto Marti/Andreas Motschi/Renata Windler (Hrsg.) Hüben und drüben – Räume und Grenzen in der Archäologie des Frühmittelalters. Festschrift Max Martin. Archäologie und Museum 48 (Liestal 2004) 191-215. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Warenart]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
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		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Sandige_Drehscheibenware_(Nordschweiz,_FMa)&amp;diff=11525</id>
		<title>Sandige Drehscheibenware (Nordschweiz, FMa)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Sandige_Drehscheibenware_(Nordschweiz,_FMa)&amp;diff=11525"/>
		<updated>2026-08-12T16:05:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Herstellungstechnik */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}&lt;br /&gt;
Bei der sandigen Ware handelt es sich um eine der [[Ältere gelbe Drehscheibenware (Südwestdeutschland, FMa/HMa)|älteren gelben Drehscheibenware]] nahestehende Ware des Frühmittelalters, deren Herstellungstechnik sie aber auch in die Nähe der [[nachgedrehte Ware|nachgedrehten Waren]] rückt. Sie war überwiegend in der Nordschweiz (etwa Kt. Basel-Land) verbreitet.&lt;br /&gt;
Die Ware weist eine große Variabilität in Formen auf. Es sind verschiedene Produktionsorte nachgewiesen, die jeweils besondere Eigenheiten gehabt zu haben scheinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Forschungsgeschichte==&lt;br /&gt;
Die Ware wurde erstmals von Reto Marti anhand der Töpfereifunde von Reinach beschrieben (Marti 1990). Bereits 1973 wurden bei Bauarbeiten in [[Oberwil, Lange Gasse]] Reste mehrere Töpferöfen angeschnitten (Steinle/Tauber 1974), die der sandigen Drehscheibenware zugewiesen werden können. Weitere Töpfereifunde aus Therwil und eine Bearbeitung durch Madeleine Châtelet lassen mittlerweile die Warenart etwas genauer erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Charakteristika==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herstellungstechnik===&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich verändert sich die Technik in der Zeit. Frühe Exemplare des 7./6. Jahrhundert scheinen scheibengedreht, während in der Spätphase, wie sie in [[Reinach]] aus dem 9. Jahrhundert fassbar ist eine Übergangserscheinung zur [[Sandig-körnige überdrehte Ware (Nordwestschweiz, FNa/HMa)|sandig-körnigen überdrehten Ware]] vorliegt (Freitag 2026, 239).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Oberwil, Lange Gasse]] wurden einige Fälle beobachtet, bei denen der Unterteil des Gefäßes mit dem Messer nachbearbeitet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Farbe/Brand===&lt;br /&gt;
Uneinheitlich: ocker, orange und grau (), in [[Basel, Petersberg]] stets reduzierend bebrannt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Magerung===&lt;br /&gt;
Feine Sandmagerung: &lt;br /&gt;
Anhand des Materials aus Oberwil wurden die Steinpartikel als durchschnittlich 0,2 mm groß und eckig beschrieben, zum größten Teil aus Silikate und einzelnen Glimmerstücken bestehend. Dabei wurden kleine Eisenkonzentrationen im Scherben beobachtet (Châtelet/Marti 2004, 30).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gefäßformen==&lt;br /&gt;
*Topf&lt;br /&gt;
*Schüssel&lt;br /&gt;
[[Datei:Oberwil - Kopie.jpg|thumb|400px|center|Oberwil BL, Lange Gasse, Töpferofen (verändert nach Steinle/ Tauber 1974)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verzierung==&lt;br /&gt;
Einfache Rechteck- und Diagonalgitter-Rollstempel, später auch kompliziertere Motive&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Teil kombiniert mit Wellenlinien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Chronologie==&lt;br /&gt;
Beginn um 600, vielleicht noch im ausgehenden 6. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbreitung==&lt;br /&gt;
https://www.google.com/maps/d/edit?mid=1QzbJeNkJgpWvhG5R5jr64iFfg-M&amp;amp;usp=sharing&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wichtige Fundorte===&lt;br /&gt;
*[[Basel, Petersberg]] (Freitag 2026)&lt;br /&gt;
*[[Breisach, Münsterberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Herstellungsbelege==&lt;br /&gt;
*[[Oberwil, Lange Gasse]]: Töpferei&lt;br /&gt;
*[[Reinach]]&lt;br /&gt;
*[[Therwil]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kulturgeschichtliche Einordnung und sozialer Kontext==&lt;br /&gt;
Die sandige Ware steht für eine frühe Entwicklung hin zu Herstellungstechniken, die man heute unter dem schematischen Oberbegriff &amp;quot;[[nachgedrehte Ware]]&amp;quot; zusammenfasst. Die sandige Ware fußt nicht auf den regionalen römischen Traditionen und der vorausgehenden [[rauwandige Drehscheibenware|rauwandigen Drehscheibenware]], sondern stellt eine frühmittelalterliche Innovation dar (Marti 2000, 223). Am Töpferstandort in [[Oberwil, Lange Gasse]] wurden 8 Öfen nachgewiesen, wo auch eine feintonige Ware produziert wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beziehung zur frühen älteren gelben Drehscheibenware, der sie nahesteht, ist nicht sicher zu bestimmen. Nach der Auffassung von Madeleine Châtelet und von Reto Marti (2000, 224) ist sie eher als eine parallele, aber eigenständige Entwicklung zu sehen, da beispielsweise die Rollstempel bei genauerer Betrachtung doch einige Unterschiede aufwiesen. Nach Westen anschließend findet sich eine [[Orange Drehscheibenware (Nordwestschweiz, FMa)]], die stark römische Traditionen erkennen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reto Marti konnte 2000 nur ein Vorkommen der sandigen Drehscheibenware als Beigabe in einem spätmerowingerzeitlichen Grab anführen, nämlich Aesch Steinacker Grab 69. Zudem konnte er jedoch zwei Beispiele nennen, bei denen sandige Drehscheibenware beim Bestattungsritus auf merowingerzeitlichen Bestattungsplätzen zerschlagen wurde (Aesch Steinacker, Kreisgraben; Arlesheim Mattweg Fund 1928) (Marti 2000, 222).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturhinweis==&lt;br /&gt;
*Châtelet/Marti 2004: M. Châtelet/R. Marti, Eine frühmittelalterliche Töpferwerkstatt. Die archäologischen Funde von Oberwil (BL), Lange Gasse. Arch. u. Mus. 47 (Liestal/Schweiz 2004).&lt;br /&gt;
*Marti 1990: R. Marti, Bedeutende frühmittelalterliche Siedlungsreste in Reinach BL. Arch. Schweiz 13, 1990, 136–153.&lt;br /&gt;
*Marti 1994: R. Marti, Kontinuität und Wandel am Beispiel frühmittelalterlicher Keramik aus der Nordwestschweiz. In: ,Keramik zwischen den Epochen. Funktion - Formenwandel - Technik. Kolloquium Villars-les-Moines/Münchenwiler 1994 (Bern 1994) 49–55.&lt;br /&gt;
*Marti 2000: R. Marti, Zwischen Römerzeit und Mittelalter. Forschungen zur frühmittelalterlichen Siedlungsgeschichte der Nordwestschweiz (4.-10. Jahrhundert). Arch. u. Mus. 41 A/B (Liestal 2000). bes. 222-2267&lt;br /&gt;
*Marti 2002: R. Marti, Frühmittelalterliche Keramikgruppen der Nordschweiz: ein Abbild unterschiedlicher Kulturräume. In: R. Windler / M. Fuchs (Hrsg.), De l'antiquité tardive au haut moyen-âge (300-800). Kontinuität und Neubeginn 35 (Basel 2002) 125–139.&lt;br /&gt;
*Marti et al. 2006: R. Marti / G. Thierrin-Michael / M.-H. Paratte Rana / R. Fellner / V. Friedli / J.-P. Mazimann / S. Basset, Céramiques et autres objets en pierre, verre, os, bois ou terre cuite. Develier-Courtételle, un habitat rural mérovingien 3. Cah. Arch. jurassienne 15 (Porrentruy 2006).&lt;br /&gt;
*Steinle/Tauber 1974: S. Steinle/J. Tauber, Ein karolingischer Töpferbezirk in Oberwil, Kanton Basel-Landschaft (Schweiz). Vorbericht. Arch. Korrbl. 4, 1974, 181–188.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Warenart]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Kammstrichware&amp;diff=11524</id>
		<title>Kammstrichware</title>
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		<updated>2026-08-12T16:02:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als Kammstrichware wurden verschiedene Keramikgruppen insbesondere des frühen Mittelalters bezeichnet. Namengebend ist die Verzierung mit sog. [[Kammstrich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Manching Kammstrich Slg Kley.jpg|200px|thumb|right|Manching, Oppidum: kammstrichverzierte Graphittonkeramik der jüngeren Latènezeit. Slg. A. Kley (Foto: R. Schreg, ([https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de CC BY SA 4.0]))]]&lt;br /&gt;
Hinzuweisen ist auf die Kammstrichware der jüngeren Latènezeit, die teilweise als [[Graphittonkeramik]] auftritt und deren [[Kammstrich]] im Unterschied zu den frühmittelalterlichen Kammstrichwaren senkrecht angebracht ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kontext der Archäologie des Mittelalters ist mit der Bezeichnung zumeist die [[Kammstrichware (bayer. Donauraum, FMa)]] gemeint, von der jedoch wohl weitere Regionalgruppen abgetrennt werden müssen. Verwandte Waren gibt es auch im Raum Eichstätt, in den frühmittelalterlichen Siedlungen des Münchner Raumes oder auch in Bayerisch-Schwaben, wo sich eine hochmittelalterliche Ware mit charakteristischer Wellenbandverzierung ausmachen lässt, die offensichtlich in der Tradition der Kammstrichware zu sehen ist (Koch 1993). Hier zeichnet sich ab, dass die Forschung hier zu einer neuen Gliederung und Definition kommen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inwiefern die Fundstellen auf der östlichen Schwäbischen Alb ([[Urspring, Breiter Weg]], [[Ulm-Eggingen, Lippenöschle]], [[Geislingen, Mühlwiesen]], [[Ulm, Weinhof]], [[Schalkstetten, Untere Wiesen]], [[Schnaitheim, Seewiesen]]) und im Neckarland ([[Vaihingen/Enz, St. Peter]]) als eigenständige Gruppe gegenüber den Funden aus dem Donauraum zu fassen sind, ist bisher nicht im Detail untersucht. Uwe Gross hat die Funde aus Ulm-Eggingen als [[brauntonige nachgedrehte Ware (Ulm-Eggingen, FMa/HMa)]] klassifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter westlich stellt die [[Braune, meist rillenverzierte rauwandige Drehscheibenware (Neckarland, FMa)]] eine regionaleVariante der Kammstrichware dar, die -scheibengedreht - eigene Randformen aufweist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kammstrichware tritt auch in [[Unterregenbach]] auf, wo die Anfangsdatierung neuerdings ins späte 8. Jahrh. gesetzt wird (Lobbedey 1972, 185; 193). Auch die gewülstete Keramik der [[Forchtenberg, Wüstung Wülfingen|Wüstung Wülfingen]] wurde mit der Kammstrichware in Verbindung gebracht, obwohl die Ränder hier in aller Regel nur wenig ausgebogen, gerundet und nur in äußerst wenigen Fällen abgestrichen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hübener und Lobbedey verwendeten den Begriff der Kammstrichware auch für [[Kammstrichware (Oberrhein, FMa)|Funde am südlichen Oberrhein]]. Der neuere Forschungsstand weist die Funde der [[Karbonatitware (Oberrhein, röm./ VWz)]], vor allem aber der [[Glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Oberrhein, FMa/ HMa)|glimmerhaltigen nachgedrehten Ware]] und ihrer nordwestschweizerischen Ausprägung der [[Sandig-körnige überdrehte Ware (Nordwestschweiz, FNa/HMa)]]&lt;br /&gt;
zu. Ähnlichkeiten zur Kammstrichware weisen auch die  [[Handgemachte Grobware (Nordostbayern, FMa/ HMa)|handgemachte Grobware]] und der [[Nachgedrehte, grob gemagerte Keramik (Nordostbayern, FMa/ HMa)|nachgedrehten, grob gemagerten Ware]] aus Nordostbayern auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturhinweise==&lt;br /&gt;
*Gross 1989: U. Gross, Das Fundmaterial. In: C.-J. Kind (Hrsg.), Ulm-Eggingen. Die Ausgrabungen 1982 bis 1985 in der bandkeramischen Siedlung und der mittelalterlichen Wüstung. Forschungen und Berichte zur Vor- und Frühgeschichte in Baden-Württemberg 34 (Stuttgart 1989) 332–361.&lt;br /&gt;
*Koch 1993: R. Koch, Keramik des frühen und hohen Mittelalters aus Bayerisch-Schwaben. In: W. Endres/W. Czysz/G. Sorge (Hrsg.), Forschungen zur Geschichte der Keramik in Schwaben. Arbeitshefte des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege 58 (München 1993) 119–128.&lt;br /&gt;
*Lobbedey 1972: U. Lobbedey, Keramik. In: G. P. Fehring (Hrsg.), Unterregenbach. Kirchen, Herrensitz, Siedlungsbereiche. Die Untersuchungen der Jahre 1960-1963 mit einem Vorbericht über die Grabungen der Jahre 1964-1968. Forschungen und Berichte der Archäologie des Mittelalters in Baden-Württemberg 1 (Stuttgart 1972) 184–206.&lt;br /&gt;
*Schulze 1981: M. Schulze, Die mittelalterliche Keramik der Wüstung Wülfingen am Kocher, Stadt Forchtenberg, Hohenlohekreis. In: Forschungen und Berichte der Archäologie des Mittelalters in Baden-Württemberg 7 (Tübingen 1981) 4–148.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Warenart]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Sandig-k%C3%B6rnige_%C3%BCberdrehte_Ware_(Nordwestschweiz,_FNa/HMa)&amp;diff=11523</id>
		<title>Sandig-körnige überdrehte Ware (Nordwestschweiz, FNa/HMa)</title>
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		<updated>2026-08-12T15:59:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}&lt;br /&gt;
Eine regionale nachgedrehte Keramik der Nordwestschweiz,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Reto Marti definiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von der [[Glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Oberrhein, FMa/ HMa)|glimmerhaltigen nachgedrehten Ware]] schwer zu unterscheiden, vielleicht deren lokale Variante&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vergleich zur Glimmerhaltigen nachgedrehten Ware zeichnet sie sich durch ein breiteres Spektrum der Magerungsmittel aus. Neben Glimmer ist ein sandiger, vereinzelt grober Zusatz von Gesteinsgrus (Quarz, Feldspat) charakteristisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dickwandig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feiner Kammstrich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Basel, Petersber]] teilweise geglättet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Marti 2004: Reto Marti, ‹Luteo operi, sine quo tamen non transigetur› – Frühmittelalterliche Keramik im Spiegel gesellschaftlicher und kulturräumlicher Veränderungen in der Nordwestschweiz. In: Gabriele Graenert/Reto Marti/Andreas Motschi/Renata Windler (Hrsg.) Hüben und drüben – Räume und Grenzen in der Archäologie des Frühmittelalters. Festschrift Max Martin. Archäologie und Museum 48 (Liestal 2004) 191-215. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Warenart]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Sandig-k%C3%B6rnige_%C3%BCberdrehte_Ware_(Nordwestschweiz,_FNa/HMa)&amp;diff=11522</id>
		<title>Sandig-körnige überdrehte Ware (Nordwestschweiz, FNa/HMa)</title>
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		<updated>2026-08-12T15:50:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: Neu, erster Aufschlag&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}&lt;br /&gt;
Eine regionale nachgedrehte Keramik der Nordwestschweiz,&lt;br /&gt;
von Reto Marti definiert&lt;br /&gt;
von der [[Glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Oberrhein, FMa/ HMa)|glimmerhaltigen nachgedrehten Ware]] schwer zu unterscheiden, vielleicht deren lokale Variant&lt;br /&gt;
Im Vergleich zur Glimmerhaltigen nachgedrehten Ware zeichnet sie sich durch ein breiteres Spektrum der Magerungsmittel aus. Neben Glimmer ist ein sandiger, vereinzelt grober Zusatz von Gesteinsgrus (Quarz, Feldspat) charakteristisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Marti 2004: Reto Marti, ‹Luteo operi, sine quo tamen non transigetur› – Frühmittelalterliche Keramik im Spiegel gesellschaftlicher und kulturräumlicher Veränderungen in der Nordwestschweiz. In: Gabriele Graenert/Reto Marti/Andreas Motschi/Renata Windler (Hrsg.) Hüben und drüben – Räume und Grenzen in der Archäologie des Frühmittelalters. Festschrift Max Martin. Archäologie und Museum 48 (Liestal 2004) 191-215. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Warenart]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Nachgedrehte_Keramik&amp;diff=11521</id>
		<title>Nachgedrehte Keramik</title>
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		<updated>2026-08-12T15:34:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Varianten und Warenarten */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Terminologie==&lt;br /&gt;
Der Begriff der nachgedrehten Keramik oder “nachgedrehte Ware” fasst Warenarten zusammen, die nicht durch freies Drehen ([[Drehscheibenkeramik]]) oder reinen Handaufbau, sondern durch unterschiedliche Treibtechniken hergestellt wurden (Rogier 2015, ?89?). Aufgrund dieser “negativen Definition” (vgl. Rogier 2011, 89) finden sich in der Literatur unter dem Begriff “nachgedrehte Waren” sehr unterschiedliche Handwerkstechniken. Vor allem in der Schweizer Literatur findet sich - nicht hundertprozentig synonym - der Begriff &amp;quot;überdreht&amp;quot;. &lt;br /&gt;
Eine mögliche Übersetzung ins Englische wäre - wenn auch wenig gebräuchlich - &amp;quot;turntable shaped&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff der nachgedrehten Keramik ist in der prähistorischen Archäologie nicht gebräuchlich, obgleich entsprechende Techniken mindestens seit der Bronzezeit gebräuchlich waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Herstellungstechnik==&lt;br /&gt;
[[Datei:Archäologischer Töpferkurs 2026.jpeg|mini|200px|right|Nachgedrehte Keramik: Antreiben des Drehtellers. Martin Rogier, Archäologischer Töpferkurs Juli 2026 ArchaeoCentrum Bayern-Böhmen (Foto:R.Schreg/ AMANZ Bamberg)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Nachgedrehter Topf.jpg|mini|200px|right|Nachgedrehter Topf - vor dem Backen. Martin Rogier, Archäologischer Töpferkurs Juli 2026 ArchaeoCentrum Bayern-Böhmen (Foto:E.Bardet, AMANZ Bamberg) ]]&lt;br /&gt;
In der Praxis wurden unterschiedliche Arten von drehbaren Unterlagen eingesetzt bis hin zu einer relativ langsamen handgetriebenen [[Töpferscheibe]]. In der Forschung hat man daher zwischen langsam und schnelllaufend nachgedreht unterschieden. Diese Unterschiede an archäologischen Keramikfunden nachzuvollziehen, die meist zerscherbt und deren Oberfläche bei der Bodenlagerung oft angegriffen wurde, ist selten zweifelsfrei möglich. Zudem sind gerade bei den nachgedrehten Waren - trotz einer auf den ersten Blick großen formalen Ähnlichkeit - im Detail dann doch große regionale Unterschiede zu beobachten. Eine klare Differenzierung und Klassifikation innerhalb der nachgedrehten Waren ist daher sehr schwierig, ebenso wie eine klare Abgrenzung besonders qualitätsvoller “nachgedrehter Waren” gegenüber Drehscheibenware nicht immer einfach ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisweilen wurde nur der Randbereich nachgedreht, so dass einige Bearbeiter eine Differenzierung in randlich und vollständig nachgedreht vorgenommen haben (z.B. Hensch 2005).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans Losert (1993) hat folgende Techniken unterscheiden:&lt;br /&gt;
# Freier Aufbau in Wülsttechnik und nachträgliche Ausformung der Wandung.&lt;br /&gt;
# Freier Aufbau in Wülsttechnik und nachträgliche Ausformung der Wandung sowie Nachdrehen des Rand- und Schulterbereiches auf einer drehbaren Unterlage.&lt;br /&gt;
# Freier Aufbau in Wülsttechnik und vollständiges Nachdrehen des Gefäßes vom Boden aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich dürfte bereits das Aufwülsten auf einer drehbaren Unterlage erfolgt sein und das Nachdrehen nicht als nachgelagerter Arbeitsschritt zu verstehen sein. Dabei wird auf einem zentral auf dem Drehteller platzierten Boden die Wandung in [[Wülsttechnik]] aufgebaut, wobei die drehbare Unterlage den gleichmäßigen Wandungsaufbau und einbesseres Verbinden der einzelnen Wülste erleichtert. Die drehbare UNterlage,dersog.Drehtellerwirdmit der Hand bewegt.Je nach Lagerung und Größe der Scheibe kann eine temporäre Rotiation der Scheibe die Formgebung unterstützen und Drehrillen erzeugen, die jedoch nicht wie echte Drehriefen über die geamte Wandung vom Boden bis zum Rand verlaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Forschungsgeschichte==&lt;br /&gt;
Der Forschungsstand zu den nachgedrehten Waren ist nach wie vor relativ schlecht. Eine systematische vergleichende Darstellung fehlt, mit Ausnahme einer knappen Darstellung durch Uwe Gross, der für Südwestdeutschland eine Überblicksdarstellung versucht hat (Gross 2020). Er hat bereits 1991 im Rahmen seiner Dissertation (Gross 1991) die nachgedrehte Keramik vergleichsweise ausführlich thematisiert, wie dies schon Uwe Lobbedey (1968) getan hat. &lt;br /&gt;
Meistens wurde nachgedrehte Keramik im Rahmen von Aufarbeitungen von Fundkomplexen oder ganzer Regionen zwar als Kriterium bei der Definition von [[Materialgruppe]]n oder gar [[Warenart]]en herangezogen, aber selten in der Herstellungstechnik genauer analysiert oder gar als kulturgeschichtliches Phänomen wahrgenommen. In Bayern beispielsweise gibt es einige wenige Fundvorlagen, die zwar nachgedrehte Waren identifizieren, aber das Gesamtphänomen der nachgedrehten Waren kaum beleuchten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich ist es erklärungsbedürftig, weshalb angesichts einer Tradition der Produktion von [[Drehscheibenkeramik]] mit der schnelllaufenden [[Töpferscheibe]] in der Antike bis ins frühe Mittelalter, sich nachgedrehte Keramik etablieren konnte. Sie verdrängt nicht nur die einfache [[handgemachte Keramik]], sondern scheint in Süddeutschland vielerorts die sog. [[Ältere Drehscheibenware]] zu ersetzen (Schreg 2012; 2023).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielfach wurde nicht versucht, innerhalb der nachgedrehten Keramik weiter zu differenzieren, was in der Tat aufgrund eines eingeschränkten Formenspektrums meist eher einfacher Töpfe und einfacher Ränder schwierig ist. Gleichwohl lassen Randformen regionale Vorlieben erkennen, die es ermöglichen Regionalgruppen zu definieren. Diese Gruppen lassen sich anscheinend nicht immer klar abgrenzen, verraten dadurch aber möglicherweise einiges über die Kommunikationsnetzwerke und über die Bedeutung von Handwerkstraditionen. Dies gilt insbesondere für den Zeitraum des 12./13. Jahrhunderts, als die nachgedrehten Waren zunehmend von der [[Jüngere Drehscheibenware|jüngeren Drehscheibenware]] abgelöst werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Problematisch ist aktuell (2023) die fehlende überregional vergleichende Perspektive, die dazu führt, dass es zwischen den einzelnen Regionen bisher ungeklärte chronologische Diskrepanzen gibt (vergl. Schreg 2021). So fehlt beispielsweise auch ein Vergleich der oberschwäbischen Vorkommen etwa in [[Biberach, Viehmarkt]] und [[Ravensburg, Veitsburg]] mit den Funden aus dem benachbarten [[glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Schwaben, FMa/ HMa)|Bayerisch-Schwaben]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pragmatisch werden in BaLISminK daher vorerst regionale Gruppen beschrieben, um regionale Besonderheiten erkennen und mit den Nachbarregionen vergleichen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wichtiger Beitrag zur Kenntnis der nachgedrehten Ware stammt von Martin Rogier (2015), der sich von Seiten einer [[experimentelle Archäologie|experimentellen Archäologie]] mit den Herstellungstechniken befasst hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Charakteristika==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ABB219.jpg|right|mini|Gröbere nachgedrehte Waren: A Lauffen a.N. - B Unterregenbach. - C Urspring, graubeige kalkspatgemagerte nachgedrehte Ware. - D [[Urspring, Breiter Weg]], rauhwandige nachgedrehte Ware.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abgrenzung der nachgedrehten Waren von der Drehscheibenware ist oftmals problematisch, vor allem bei Wandscherben oder stark zerscherbtem Material. Daher ist eine Bestimmung oftmals nicht, oder nur im Ausschlussverfahren möglich. Folgende Merkmale können bei der Erkennung und Bestimmung nachgedrehter Keramik hilfreich sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ausgeprägte [[Drehschnecke]]n am Boden fehlen bei der nachgedrehten Keramik&lt;br /&gt;
*[[Drehrillen]] können allerdings trotzdem auftreten, sie sind aber unregelmäßiger, weniger fein und variabler im Abstand. Sie laufen nicht kontinuierlich über die gesamte Gefäßhöhe - was an Fragmenten aber nicht erkennbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Das Gefäßprofil ist unregelmäßiger als bei Scheibenware.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*In Wandungsumbrüchen, etwa am Rand oder am Boden sind vereinzelt sanfte Fingerdruckspuren zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nachgedrehte Waren weisen meist einen dickeren Rand auf, der durch das Ansetzen an das Gefäß entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die Böden der Gefäße weisen häufig einen Abdruck auf, den die Drehachse der Unterlage hinterlässt ([[Achsnarbe]]). Häufiger als auf Drehscheibenware treten [[Bodenzeichen]] auf, deren Formen sehr vielfältig sind (Krähenfüße; Radkreuz; ...). Sie sind in Südwestdeutschland vom 11. bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts geläufig. Dabei geht die Tendenz von großen, den ganzen Boden bedeckenden Zeichen hin zu kleineren Zeichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz dazu ist [[handgemachte Ware]] potentiell unregelmäßiger und lässt oft Spuren des Aufwulstens oder Fingerdruckspuren erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Bestimmung in einem konkreten Fundkomplex können Scherben oft über sekundäre Merkmale (z.B. ausgeprägte Kalkmagerung bei der [[Albware]]) einer Warenart der nachgedrehten Keramik zugewiesen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bestimmung als nachgedrehte Keramik ist oft subjektiv und unterliegt besonders dem subjektiven Faktor der Erfahrung des jeweiligen Bearbeiters/der Bearbeiterin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Formenspektrum==&lt;br /&gt;
v.a. [[Topf|Töpfe]], gelegentlich [[Schale]]n&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders ist hier noch auf die spezielle Gefäßform der Hängetöpfe hinzuweisen, wie sie sich in der nachgedrehten Keramik von Wülfingen belegen lassen. Am Rand waren Ösen angebracht, die es ermöglichen, den Topf über das Herdfeuer zu hängen. Eine Scherbe aus Wülfingen mit einer Schutzklappe, die das Aufhängeseil vor Hitze schützt, findet bisher nur in Norddeutschland Vergleiche (Gross 1991e).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Chronologie==&lt;br /&gt;
Nachgedrehte Waren treten im Arbeitsgebiet im Zeitraum bis zum 13. Jahrhundert (Rogier 2015, 5) in unterschiedlichen Mengen und Ausprägungen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Chronologie der nachgedrehten Keramik des 9./10. Jahrhunderts ist weitgehend ungeklärt, hingegen sind zahlreiche Waren des 11./12. Jahrhunderts bekannt. In ihren Anfängen noch merowingerzeitliche nachgedrehte Waren, wie etwa die Kammstrichware mögen längere Laufzeiten besitzen als bisher angenommen und diese Lücke teilweise füllen (Ade-Rademacher 1993, 90 f.; Maier 1994). In Urspring wurde eine rauwandige nachgedrehte Ware ausgesondert, die noch ins frühe Mittelalter datiert und Anklänge an die spätmerowingerzeitliche rauwandige Drehscheibenware zeigt. Zugleich wurde hier eine weitere nachgedrehte Warenart, die graubeige nachgedrehte Keramik bestimmt, die in ihrer mangelnden Einheitlichkeit im Formenbestand jedoch fraglich erscheint (Maier 1994; Schreg 1996). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Unstimmigkeiten in der Chronologie der nachgedrehten Keramik deutet ein erster Vergleich zwischen den Fundstellen in Südbayern und in Württemberg hin (Schreg 2021).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Varianten und Warenarten==&lt;br /&gt;
Lokale Ausprägungen bestimmen das Bild der nachgedrehten Ware, die aber meist nur schwer gegeneinander abgrenzbar sind. Die einzelnen Keramiklandschaften sind bisher nur grob zu umschreiben (Gross 1991, 52 ff.). Am besten ist derzeit noch die sog. [[Albware]] definiert. &lt;br /&gt;
Die Aufnahme verschiedener Regionalgruppen der nachgedrehten Ware hier in BaLISminK ist vielfach als Provisorium zu sehen, da die Gruppierungen künftig sicher modifiziert werden müssen. Es wird die Bezeichnung als [[Warenart]] bevorzugt, da sich hinter den regionalen Unterschieden mutmaßlich Kommunikationsbezüge verbergen und sich teilweise längerfristige Traditionsstränge erkennen lassen. &lt;br /&gt;
[[Datei:Nachgedrehte Waren.jpg|mini|right[|Regionale nachgedrehte Waren des Hochmittelalters in Süddeutschland (Graphik R. Schreg, Kartengrundlage: OSM&amp;amp;Contrib.)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Teckware (Schwäbische Alb, SMa)]]&lt;br /&gt;
*[[gröbere nachgedrehte Ware (Ulm, HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[gröbere nachgedrehte Ware (Neckarland, HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[Albware (Schwäbische Alb/ mittleres Neckarland, HMa)]] &lt;br /&gt;
*[[nachgedrehte Ware (Bodenseeraum/ Hegau, HMa) ]]&lt;br /&gt;
*[[nachgedrehte, grob gemagerte Keramik (Nordostbayern, FMa/ HMa)]] (&amp;quot;slawische Keramik&amp;quot;)&lt;br /&gt;
*[[Nachgedrehte rauwandige Ware (Nordostbayern, HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[feinere nachgedrehte Ware (Nordostbayern, HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[gröbere nachgedrehte Ware (Unterfranken, HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[gröbere nachgedrehte Ware (Mittelfranken, FMa/ HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Südbayern, FMa/ HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[hart gebrannte, graue bis grauschwarze Ware (Südbayern, FMa/HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Schwaben, FMa/ HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Oberrhein, FMa/ HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[feinsandig glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Ostalb, HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[feinsandig glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Neckarland, HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[Glimmerware (nördl. Oberrhein/ Odenwald, FMa/ HMa/ SMa)]]&lt;br /&gt;
*[[Goldglimmerware (Oberpfalz, FMa/ HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[Graphittonware (Oberösterreich/ Mähren, HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[kalkgemagerte überdrehte Keramik (Oberrhein, FMa/ HMa)]]&lt;br /&gt;
* [[sandig-körnige überdrehte Ware (Nordwestschweiz, FNa/HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[Weiß gemagerte nachgedrehte Ware (Südbayern, FMa/HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[Kammstrichware (bayer. Donauraum, FMa)]], ([[Burgheimer Ware]])&lt;br /&gt;
*[[stempelverzierte nachgedrehte Ware (bayer. Donauraum, FMa)]]&lt;br /&gt;
*[[Ulmer Gruppe (Ulm, FMa)]]&lt;br /&gt;
*[[weiche nachgedrehte Keramik mit glatter Oberfläche (Regensburg, HMa)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer wieder gibt es Warenarten, bei denen beim Stand der Forschung Drehscheibentechnik wie auch die nachgedrehte Herstellung vorhanden zu sein scheinen. Dies gilt beispielseise für &lt;br /&gt;
*[[Gelbe quarzgemagerte Ware (Neckarland, HMa)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kulturgeschichtliche Einordnung und sozialer Kontext==&lt;br /&gt;
Aufgrund ihrer vergleichsweise einfachen Herstellungstechnik kann angenommen werden, dass nachgedrehte Keramik im häuslichen Bereich hergestellt wurde (Rogier 2015, 5). Häufig sind Reparaturspuren festzustellen, was bei dieser wenig hochwertigen Keramik darauf hinweist, dass Ersatzbeschaffungen nicht jederzeit möglich waren und wohl eine saisonale Produktion üblich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gegenüber den wohl in professionellen Töpfereien hergestellten [[ältere Drehscheibenware|älteren Drehscheibenwaren]] verstärkte Auftreten seit dem Früh- und Hochmittelalter deutet auf Veränderungen in den Wirtschaftsstrukturen hin, ebenso wie auch die Ablösung durch die [[jüngere Drehscheibenware]] wohl auf veränderte Marktstrukturen zurückzuführen ist. Gleichwohl kann die nachgedrehte Keramik nicht einfach als &amp;quot;Bauernkeramik&amp;quot; gewertet werden, da sie in verschiedenen Regionen auch auf hochadligen Burgstellen verwendet wurde (z.B. [[Oberwittelsbach, Burg Wittelsbach| Burg Wittelsbach]]) oder Burg Hohenstaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:ABB216.jpg|Feinsandig glimmerhaltige nachgedrehte Ware: 1-3 Schalkstetten, 4-7 Ulm, Münsterplatz, 8-11 Hohenstaufen, 12-17 [[Urspring, Breiter Weg]] 18-20 Tomerdingen&lt;br /&gt;
Datei:ABB217.jpg|Hoch- und spätmittelalterliche Topformen im Raum Ulm (nach Gross 1989)&lt;br /&gt;
Datei:ABB218.jpg|Nachgedrehte Ware aus Siedlungen am südlichen Oberrhein: A Mengen. - B Merdingen (Gruppe D)&lt;br /&gt;
Datei:ABB222.jpg|Nachgedrehte Ware aus Hilzingen-Weiterdingen (nach Aufdermauer 1992).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturhinweise==&lt;br /&gt;
*Ade-Rademacher 1993: D. Ade-Rademacher, Die mittelalterlichen und neuzeitlichen Befunde und Funde der Veitsburg. In: D. Ade-Radenmacher/R. Rademacher. Der Veitsberg bei Ravensburg. Forsch. u. Ber. Arch. Mittelalter Bad.-Württ. 16 (Stuttgart 1993) 58-136.&lt;br /&gt;
*Gross 1991: U. Gross, Mittelalterliche Keramik zwischen Neckarmündung und Schwäbischer Alb. Bemerkungen zur räumlichen Entwicklung und zeitlichen Gliederung. Forsch. u. Ber. Arch. Mittelalter Bad.-Württ. 12 (Stuttgart 1991).&lt;br /&gt;
*Gross 1991a: U. Gross, Die Keramik-, Bein- und Metallfunde in dem gemauerten Schacht bei St. Peter und Paul. In: ,Hirsau St. Peter und Paul 1091-1991. Zur Archäologie und Kunstgeschichte. Forschungen und Berichte der Archäologie des Mittelalters in Baden-Württemberg 10,1 (Stuttgart 1991) 139–178.&lt;br /&gt;
*Gross 1991e: U. Gross, Vom Versuch, einen tönernen Kochkessel nachzuahmen. Denkmalpfl. Bad.-Württ. 20, 1991, 120–123. - DOI: https://doi.org/10.11588/nbdpfbw.1991.3.13574&lt;br /&gt;
*Gross 2020: U. Gross, &amp;quot;Nachgedrehte&amp;quot; Keramik in Südwestdeutschland - ein Überblicksversuch. Beiträge zur mittelalterlichen und neuzeitlichen Keramik in Südwestdeutschland (2020). - DOI: 10.11588/artdok.00006809&lt;br /&gt;
*Guthnick 1985: E. Guthnick, Erkennungsmerkmale einer Gefäßherstellung auf langsamen und schnellen Drehscheiben an einzelnen Scherben. Ausgr. u. Funde 30, 1985, 1–5.&lt;br /&gt;
*M. Hensch, Burg Sulzbach in der Oberpfalz. Archäologisch-historische Forschungen zur Entwicklung eines Herrschaftszentrums des 8. bis 14. Jahrhunderts in Nordbayern. Materialien zur Archäologie in der Oberpfalz 3 (Büchenbach 2005).&lt;br /&gt;
*Lobbedey 1969: U. Lobbedey, Untersuchungen mittelalterlicher Keramik vornehmlich in Südwestdeutschland. Arb. Frühmittelalterforsch. 3 (Berlin 1968).&lt;br /&gt;
*Losert 1993: Hans Losert, Die früh- bis hochmittelalterliche Keramik in Oberfranken. Zeitschrift für Archäologie des Mittelalters. Beiheft 8 (Köln 1993). (ISBN: 9783792713235)&lt;br /&gt;
*Maier 1994: H. Maier, Eine mittelalterliche Siedlung auf Markung Urspring (Gemeinde Lonsee, Alb-Donau-Kreis). Materialh. Arch. Bad.-Württ. 23 (Stuttgart 1994).&lt;br /&gt;
*Rogier 2015: M. Rogier, Mittelalterliche nachgedrehte Keramik. Überlegungen zur Definition, Bestimmung und Interpretation am Beispiel Baden-Württemberg. Lehr- und Arbeitsmaterialien zur Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit (Tübingen 2015).&lt;br /&gt;
*Rogier 2015 a: M. Rogier, Nachgedrehte Keramik - Deutung von Herstellungsspuren mithilfe experimenteller Archäologie. In: L. Grunwald (Hrsg.), Den Töpfern auf der Spur – Orte der Keramikherstellung im Licht der neuesten Forschung. 46. Internationales Symposium Keramikforschung des Arbeitskreises für Keramikforschung und des Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz. RGZM-Tagungen 21 (Mainz 2015) 247–256.&lt;br /&gt;
*Schreg 1996: R. Schreg, [Rez.zu]: Maier 1994. Bayer. Vorgeschbl. 1996, 323–326.&lt;br /&gt;
*Schreg 2006: R. Schreg, Dorfgenese in Südwestdeutschland. Das Renninger Becken im Mittelalter. Materialh. Arch. Bad.-Württ. 76 (Stuttgart 2006).&lt;br /&gt;
*Schreg 2012: R. Schreg, Keramik des 9. bis 12. Jahrhunderts am Rhein. Forschungsperspektiven auf Produktion und Alltag. In: H. Pantermehl/L. Grunwald/R. Schreg (Hrsg.), Hochmittelalterliche Keramik am Rhein. Eine Quelle für Produktion und Alltag des 9. bis 12. Jahrhunderts. RGZM-Tagungen 13 (Mainz 2012) 1–19.&lt;br /&gt;
*Schreg 2021: R. Schreg, Ein Dorf bei München - südbayerische Keramikchronologie und das vergessene Spätmittelalter. Archaeologik (18.11.2021). - https://archaeologik.blogspot.com/2020/08/rezension-ein-dorf-bei-munchen-und-die.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Warenart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handwerkstechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Terminologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Glimmerhaltige_nachgedrehte_Ware_(Oberrhein,_FMa/_HMa)&amp;diff=11520</id>
		<title>Glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Oberrhein, FMa/ HMa)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Glimmerhaltige_nachgedrehte_Ware_(Oberrhein,_FMa/_HMa)&amp;diff=11520"/>
		<updated>2026-08-12T15:33:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Verbreitung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Stub}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine glimmerhaltige, [[nachgedrehte Ware]] war am südlichen Oberrhein verbreitet. Sie ist, was Farbe, Härte, Magerung und Oberflächenbehandlung angeht, relativ heterogen, während das Formenspektrum durch schlichte Gefäß- und Randformen stereotyp erscheint (Kaltwasser 1995, 254).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Forschungsgeschichte==&lt;br /&gt;
Funde dieser Warenart wurden bereits in der Siedlung [[Merdingen, am Breisacher Weg]] beschrieben (Garscha et al. 1948-50). Sie wurden damals von Hüebner/ Lobbedey 1964 als eine [[Kammstrichware (Oberrhein, FMa)|regionale Gruppe]] der [[Kammstrichware]] begriffen.&lt;br /&gt;
Eine genauere Definition von Warenarten im Raum Freiburg erfolgte aber erst durch Stephan Kaltwasser (1995), der mit seinen Waren X bis XIII mehrere nachgedrehte Waren unterschied, die sich jedoch alle durch einen hohen Glimmeranteil auszeichneten. Seine Differenzierung erfolgte anhand von Brandatmosphäre und Formenspektrum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliche Funde liegen vom nördlichen Oberrhein vor (z.B. [[Heidelberg, Neue Universität]], doch fehlt ein detaillierter Vergleich, der wichtig wäre, um zu entscheiden, wie einheitlich die nachgedrehte Ware im Oberrheingebiet tatsächlich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Andere Bezeichnungen===&lt;br /&gt;
*Elsässer Glimmerware (Bücker 2007)&lt;br /&gt;
*glimmergemagerte Ware (Freitag 2026)&lt;br /&gt;
*céramique micacée (Châtelet 2002)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Charakteristika==&lt;br /&gt;
Charakteristisch sind ausgebogene Ränder und immer wiederkehrende Wackelböden. Abgestrichene Ränder, wie sie auch bei der [[Kammstrichware (bayer. Donauraum, FMa)|Kammstrichware]] geläufig waren, vertreten gegenüber den einfachen Lippenrändern eine ältere Phase (Bücker u.a. 1994; Kaltwasser 1995).&lt;br /&gt;
Sie weicht im Formenspektrum im einzelnen von den verwandten Waren östlich des Schwarzwaldes ab ([[feinsandig glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Ostalb, HMa)]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ABB218.jpg|thumb|center|400px|Nachgedrehte Ware aus Siedlungen am südlichen Oberrhein: A [[Mengen, Löchleacker]]. - B [[Merdingen, am Breisacher Weg]] (Gruppe D). ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Merdingen glimmerh nachgedr Ware.jpg|thumb|center|400px|[[Merdingen, am Breisacher Weg]], Glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Oberrhein, FMa/ HMa) (Slg. A. Kley, Foto: R. Schreg)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
M. Carroll-Spillecke beschreibt die Funde der nachgedrehten Ware von [[Heidelberg, Neue Universität]] wie folgt: &amp;quot;Die Farbe ist überwiegend hellgrau mit einem Stich ins Bläuliche, reicht aber bis dunkelgrau. Der Brand ist mäßig hart bis hart, die Magerung fein sandig&amp;quot; (Carroll-Spillecke 1999, S. 48). Über einen Glimmergehalt sagt die Autorin konkret nichts, sie grenzt jedoch eine Gruppe besonders glimmerhaltiger nachgedrehter Ware ab, die man der [[Glimmerware (Rhein-Main-Gebiet, FMa/ HMa/ SMa)]] zuordnen kann (Carroll-Spillecke 1999, S. 49).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Chronologie==&lt;br /&gt;
Die Entwicklung der nachgedrehten Ware ist im Breisgau und dem südlich anschließenden Markgräflerland bisher schwer nachzuvollziehen. Die frühesten Funde gehören in das Frühmittelalter, die jüngsten noch ins 12. Jahrhundert. &lt;br /&gt;
Kaltwasser hat - bezogen auf die Zeit der Stadtentwicklung Freiburgs eine ältere und jüngere Gruppe differenziert (Kaltwasser 1995).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbreitung==&lt;br /&gt;
Eine Abgrenzung gegenüber den nachgedrehten Waren der Nachbarregionen ist bisher nur schwer möglich. So könnte es sich bei der von Reto Marti definierten [[sandig-körnige überdrehte Ware (Nordwestschweiz, FNa/HMa)| sandig-körnige überdrehte Ware]] um eine lokale Variante handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nachgedrehte glimmerhaltige Ware ist die dominierende Warenart des Früh- und Hochmittelalters im südlichen Elsass, wo sie an die Stelle dervim Nordelsass dominierenden Elsässer Ausprägung der älteren gelben Drehscheibenware tritt. Sie streut bis in die Nordschweiz und tritt auch auf der deutschen Seite des südlichen Oberrheins auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbreitung/Vorkommen===&lt;br /&gt;
bislang nur einige wenige wichtige Fundorte:&lt;br /&gt;
*[[Basel, Petersberg]]&lt;br /&gt;
*[[Breisach, Münsterberg]] (Bücker 2007)&lt;br /&gt;
*[[Freiburg, Harmonie]] (Kaltwasser 1995)&lt;br /&gt;
*[[Merdingen, am Breisacher Weg]] (Garscha et al. 1948-50; Châtelet 2002)&lt;br /&gt;
Unklar ist aktuell noch, ob Funde vom Neckarmündungsgebiet hier zuzurechnen sind.&lt;br /&gt;
*[[Mengen, Löchleacker]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Heidelberg, Neue Universität]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unsicher:&lt;br /&gt;
*Schuttern (Gross 2017, fraglich, da ohne Aussagen zur Magerung. Gross rückt die Funde in die Nähe der [[Kammstrichware (Oberrhein, FMa)]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturhinweise==&lt;br /&gt;
*Bücker et al. 1994: C. Bücker / M. Egger / G. Fingerlin / M. Hoeper, FundMengen. Mengen im frühen Mittelalter. Begleitheft zur Ausstellung des Museums für Ur- und Frühgeschichte Freiburg im Breisgau, 13. April bis 17. Juli 1994. Arch. Inf. Bad.-Württ. 25 (Stuttgart 1994).&lt;br /&gt;
*Bücker 2007: C. Bücker, Der Breisacher Münsterberg. Ein Zentralort im frühen Mittelalter. Freiburger Beiträge zur Archäologie und Geschichte des ersten Jahrtausends 11 (Rahden/Westf. 2007).&lt;br /&gt;
*Châtelet 2002: M. Châtelet, La céramique du haut Moyen Age dans le sud de la vallée du Rhin supérieur (Alsace et Pays de Bade). Typologie, chronologie, technologie, économie et culture. Coll. Europe Médiévale 5 (Montagnac 2002).&lt;br /&gt;
*Garscha et al. 1948-50: F. Garscha / K. Hammel / W. Kimmig / G. Kraft / E. Schmid, Eine Dorfanlage des frühen Mittelalters bei Merdingen (Ldkr. Freiburg). Bad. Fundber. 18, 1948-50, 137–183.&lt;br /&gt;
*Gross 2017: U. Gross, Bemerkungen zu den Keramikfunden aus Schuttern. In: L. Galioto / V. Huth / N. Krohn (Hrsg.), Kloster Schuttern. Archäologie, Baugeschichte, historische Kontexte ; eine Bestandsaufnahme (Lindenberg im Allgäu 2017) 31–46.&lt;br /&gt;
*Hübener / Lobbedey 1964: W. Hübener / U. Lobbedey, Zur Struktur der Keramik der späteren Merowingerzeit. Beobachtungen an süddeutschen Grab- und Siedlungsfunden. Bonner Jahrb. 164, 1964, 88–129.&lt;br /&gt;
*Kaltwasser 1995: S. Kaltwasser, Die hochmittelalterliche Keramik der Grabung auf dem 'Harmonie'-Gelände in Freiburg. In: M. Untermann (Hrsg.), Das &amp;quot;Harmonie&amp;quot;-Gelände in Freiburg im Breisgau. Forsch. u. Ber. Arch. Mittelalter Bad.-Württ. 19 (Stuttgart 1995) 313–320.&lt;br /&gt;
*Lais 1958: R. Lais, Die Technik der frühmittelalterlichen Keramik eines Dorfes bei Merdingen (Ldkr. Freiburg). Bad. Fundber. 21, 1958, 177–202.&lt;br /&gt;
*Lobbedey 1968: U. Lobbedey, Untersuchungen mittelalterlicher Keramik vornehmlich in Südwestdeutschland. Arb. Frühmittelalterforsch. 3 (Berlin 1968).&lt;br /&gt;
*Lommerzheim 1988: R. P. H. Lommerzheim, Die frühmittelalterlichen Siedlungen von Merdingen und Breisach-Hochstetten in Südbaden. Dissertation Bonn (Bonn 1988).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Warenart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keramik des 9. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keramik des 10. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keramik des 11. Jahrhunderts]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
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		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Glimmerhaltige_nachgedrehte_Ware_(Oberrhein,_FMa/_HMa)&amp;diff=11519</id>
		<title>Glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Oberrhein, FMa/ HMa)</title>
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		<updated>2026-08-12T15:30:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Verbreitung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Stub}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine glimmerhaltige, [[nachgedrehte Ware]] war am südlichen Oberrhein verbreitet. Sie ist, was Farbe, Härte, Magerung und Oberflächenbehandlung angeht, relativ heterogen, während das Formenspektrum durch schlichte Gefäß- und Randformen stereotyp erscheint (Kaltwasser 1995, 254).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Forschungsgeschichte==&lt;br /&gt;
Funde dieser Warenart wurden bereits in der Siedlung [[Merdingen, am Breisacher Weg]] beschrieben (Garscha et al. 1948-50). Sie wurden damals von Hüebner/ Lobbedey 1964 als eine [[Kammstrichware (Oberrhein, FMa)|regionale Gruppe]] der [[Kammstrichware]] begriffen.&lt;br /&gt;
Eine genauere Definition von Warenarten im Raum Freiburg erfolgte aber erst durch Stephan Kaltwasser (1995), der mit seinen Waren X bis XIII mehrere nachgedrehte Waren unterschied, die sich jedoch alle durch einen hohen Glimmeranteil auszeichneten. Seine Differenzierung erfolgte anhand von Brandatmosphäre und Formenspektrum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliche Funde liegen vom nördlichen Oberrhein vor (z.B. [[Heidelberg, Neue Universität]], doch fehlt ein detaillierter Vergleich, der wichtig wäre, um zu entscheiden, wie einheitlich die nachgedrehte Ware im Oberrheingebiet tatsächlich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Andere Bezeichnungen===&lt;br /&gt;
*Elsässer Glimmerware (Bücker 2007)&lt;br /&gt;
*glimmergemagerte Ware (Freitag 2026)&lt;br /&gt;
*céramique micacée (Châtelet 2002)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Charakteristika==&lt;br /&gt;
Charakteristisch sind ausgebogene Ränder und immer wiederkehrende Wackelböden. Abgestrichene Ränder, wie sie auch bei der [[Kammstrichware (bayer. Donauraum, FMa)|Kammstrichware]] geläufig waren, vertreten gegenüber den einfachen Lippenrändern eine ältere Phase (Bücker u.a. 1994; Kaltwasser 1995).&lt;br /&gt;
Sie weicht im Formenspektrum im einzelnen von den verwandten Waren östlich des Schwarzwaldes ab ([[feinsandig glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Ostalb, HMa)]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ABB218.jpg|thumb|center|400px|Nachgedrehte Ware aus Siedlungen am südlichen Oberrhein: A [[Mengen, Löchleacker]]. - B [[Merdingen, am Breisacher Weg]] (Gruppe D). ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Merdingen glimmerh nachgedr Ware.jpg|thumb|center|400px|[[Merdingen, am Breisacher Weg]], Glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Oberrhein, FMa/ HMa) (Slg. A. Kley, Foto: R. Schreg)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
M. Carroll-Spillecke beschreibt die Funde der nachgedrehten Ware von [[Heidelberg, Neue Universität]] wie folgt: &amp;quot;Die Farbe ist überwiegend hellgrau mit einem Stich ins Bläuliche, reicht aber bis dunkelgrau. Der Brand ist mäßig hart bis hart, die Magerung fein sandig&amp;quot; (Carroll-Spillecke 1999, S. 48). Über einen Glimmergehalt sagt die Autorin konkret nichts, sie grenzt jedoch eine Gruppe besonders glimmerhaltiger nachgedrehter Ware ab, die man der [[Glimmerware (Rhein-Main-Gebiet, FMa/ HMa/ SMa)]] zuordnen kann (Carroll-Spillecke 1999, S. 49).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Chronologie==&lt;br /&gt;
Die Entwicklung der nachgedrehten Ware ist im Breisgau und dem südlich anschließenden Markgräflerland bisher schwer nachzuvollziehen. Die frühesten Funde gehören in das Frühmittelalter, die jüngsten noch ins 12. Jahrhundert. &lt;br /&gt;
Kaltwasser hat - bezogen auf die Zeit der Stadtentwicklung Freiburgs eine ältere und jüngere Gruppe differenziert (Kaltwasser 1995).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbreitung==&lt;br /&gt;
Eine Abgrenzung gegenüber den nachgedrehten Waren der Nachbarregionen ist bisher nur schwer möglich. So könnte es sich bei der von Reto Marti definierten [[sandig-körnige überdrehte Ware (Nordwetschweiz, FNa/HMa)| sandig-körnige überdrehte Ware]] um eine lokale Variante handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nachgedrehte glimmerhaltige Ware ist die dominierende Warenart des Früh- und Hochmittelalters im südlichen Elsass, wo sie an die Stelle dervim Nordelsass dominierenden Elsässer Ausprägung der älteren gelben Drehscheibenware tritt. Sie streut bis in die Nordschweiz und tritt auch auf der deutschen Seite des südlichen Oberrheins auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verbreitung/Vorkommen===&lt;br /&gt;
bislang nur einige wenige wichtige Fundorte:&lt;br /&gt;
*[[Basel, Petersberg]]&lt;br /&gt;
*[[Breisach, Münsterberg]] (Bücker 2007)&lt;br /&gt;
*[[Freiburg, Harmonie]] (Kaltwasser 1995)&lt;br /&gt;
*[[Merdingen, am Breisacher Weg]] (Garscha et al. 1948-50; Châtelet 2002)&lt;br /&gt;
Unklar ist aktuell noch, ob Funde vom Neckarmündungsgebiet hier zuzurechnen sind.&lt;br /&gt;
*[[Mengen, Löchleacker]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Heidelberg, Neue Universität]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unsicher:&lt;br /&gt;
*Schuttern (Gross 2017, fraglich, da ohne Aussagen zur Magerung. Gross rückt die Funde in die Nähe der [[Kammstrichware (Oberrhein, FMa)]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturhinweise==&lt;br /&gt;
*Bücker et al. 1994: C. Bücker / M. Egger / G. Fingerlin / M. Hoeper, FundMengen. Mengen im frühen Mittelalter. Begleitheft zur Ausstellung des Museums für Ur- und Frühgeschichte Freiburg im Breisgau, 13. April bis 17. Juli 1994. Arch. Inf. Bad.-Württ. 25 (Stuttgart 1994).&lt;br /&gt;
*Bücker 2007: C. Bücker, Der Breisacher Münsterberg. Ein Zentralort im frühen Mittelalter. Freiburger Beiträge zur Archäologie und Geschichte des ersten Jahrtausends 11 (Rahden/Westf. 2007).&lt;br /&gt;
*Châtelet 2002: M. Châtelet, La céramique du haut Moyen Age dans le sud de la vallée du Rhin supérieur (Alsace et Pays de Bade). Typologie, chronologie, technologie, économie et culture. Coll. Europe Médiévale 5 (Montagnac 2002).&lt;br /&gt;
*Garscha et al. 1948-50: F. Garscha / K. Hammel / W. Kimmig / G. Kraft / E. Schmid, Eine Dorfanlage des frühen Mittelalters bei Merdingen (Ldkr. Freiburg). Bad. Fundber. 18, 1948-50, 137–183.&lt;br /&gt;
*Gross 2017: U. Gross, Bemerkungen zu den Keramikfunden aus Schuttern. In: L. Galioto / V. Huth / N. Krohn (Hrsg.), Kloster Schuttern. Archäologie, Baugeschichte, historische Kontexte ; eine Bestandsaufnahme (Lindenberg im Allgäu 2017) 31–46.&lt;br /&gt;
*Hübener / Lobbedey 1964: W. Hübener / U. Lobbedey, Zur Struktur der Keramik der späteren Merowingerzeit. Beobachtungen an süddeutschen Grab- und Siedlungsfunden. Bonner Jahrb. 164, 1964, 88–129.&lt;br /&gt;
*Kaltwasser 1995: S. Kaltwasser, Die hochmittelalterliche Keramik der Grabung auf dem 'Harmonie'-Gelände in Freiburg. In: M. Untermann (Hrsg.), Das &amp;quot;Harmonie&amp;quot;-Gelände in Freiburg im Breisgau. Forsch. u. Ber. Arch. Mittelalter Bad.-Württ. 19 (Stuttgart 1995) 313–320.&lt;br /&gt;
*Lais 1958: R. Lais, Die Technik der frühmittelalterlichen Keramik eines Dorfes bei Merdingen (Ldkr. Freiburg). Bad. Fundber. 21, 1958, 177–202.&lt;br /&gt;
*Lobbedey 1968: U. Lobbedey, Untersuchungen mittelalterlicher Keramik vornehmlich in Südwestdeutschland. Arb. Frühmittelalterforsch. 3 (Berlin 1968).&lt;br /&gt;
*Lommerzheim 1988: R. P. H. Lommerzheim, Die frühmittelalterlichen Siedlungen von Merdingen und Breisach-Hochstetten in Südbaden. Dissertation Bonn (Bonn 1988).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Warenart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keramik des 9. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keramik des 10. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keramik des 11. Jahrhunderts]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
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		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Glimmerhaltige_nachgedrehte_Ware_(Oberrhein,_FMa/_HMa)&amp;diff=11518</id>
		<title>Glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Oberrhein, FMa/ HMa)</title>
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		<updated>2026-08-12T15:22:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Verbreitung/Vorkommen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Stub}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine glimmerhaltige, [[nachgedrehte Ware]] war am südlichen Oberrhein verbreitet. Sie ist, was Farbe, Härte, Magerung und Oberflächenbehandlung angeht, relativ heterogen, während das Formenspektrum durch schlichte Gefäß- und Randformen stereotyp erscheint (Kaltwasser 1995, 254).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Forschungsgeschichte==&lt;br /&gt;
Funde dieser Warenart wurden bereits in der Siedlung [[Merdingen, am Breisacher Weg]] beschrieben (Garscha et al. 1948-50). Sie wurden damals von Hüebner/ Lobbedey 1964 als eine [[Kammstrichware (Oberrhein, FMa)|regionale Gruppe]] der [[Kammstrichware]] begriffen.&lt;br /&gt;
Eine genauere Definition von Warenarten im Raum Freiburg erfolgte aber erst durch Stephan Kaltwasser (1995), der mit seinen Waren X bis XIII mehrere nachgedrehte Waren unterschied, die sich jedoch alle durch einen hohen Glimmeranteil auszeichneten. Seine Differenzierung erfolgte anhand von Brandatmosphäre und Formenspektrum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliche Funde liegen vom nördlichen Oberrhein vor (z.B. [[Heidelberg, Neue Universität]], doch fehlt ein detaillierter Vergleich, der wichtig wäre, um zu entscheiden, wie einheitlich die nachgedrehte Ware im Oberrheingebiet tatsächlich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Andere Bezeichnungen===&lt;br /&gt;
*Elsässer Glimmerware (Bücker 2007)&lt;br /&gt;
*glimmergemagerte Ware (Freitag 2026)&lt;br /&gt;
*céramique micacée (Châtelet 2002)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Charakteristika==&lt;br /&gt;
Charakteristisch sind ausgebogene Ränder und immer wiederkehrende Wackelböden. Abgestrichene Ränder, wie sie auch bei der [[Kammstrichware (bayer. Donauraum, FMa)|Kammstrichware]] geläufig waren, vertreten gegenüber den einfachen Lippenrändern eine ältere Phase (Bücker u.a. 1994; Kaltwasser 1995).&lt;br /&gt;
Sie weicht im Formenspektrum im einzelnen von den verwandten Waren östlich des Schwarzwaldes ab ([[feinsandig glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Ostalb, HMa)]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ABB218.jpg|thumb|center|400px|Nachgedrehte Ware aus Siedlungen am südlichen Oberrhein: A [[Mengen, Löchleacker]]. - B [[Merdingen, am Breisacher Weg]] (Gruppe D). ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Merdingen glimmerh nachgedr Ware.jpg|thumb|center|400px|[[Merdingen, am Breisacher Weg]], Glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Oberrhein, FMa/ HMa) (Slg. A. Kley, Foto: R. Schreg)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
M. Carroll-Spillecke beschreibt die Funde der nachgedrehten Ware von [[Heidelberg, Neue Universität]] wie folgt: &amp;quot;Die Farbe ist überwiegend hellgrau mit einem Stich ins Bläuliche, reicht aber bis dunkelgrau. Der Brand ist mäßig hart bis hart, die Magerung fein sandig&amp;quot; (Carroll-Spillecke 1999, S. 48). Über einen Glimmergehalt sagt die Autorin konkret nichts, sie grenzt jedoch eine Gruppe besonders glimmerhaltiger nachgedrehter Ware ab, die man der [[Glimmerware (Rhein-Main-Gebiet, FMa/ HMa/ SMa)]] zuordnen kann (Carroll-Spillecke 1999, S. 49).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Chronologie==&lt;br /&gt;
Die Entwicklung der nachgedrehten Ware ist im Breisgau und dem südlich anschließenden Markgräflerland bisher schwer nachzuvollziehen. Die frühesten Funde gehören in das Frühmittelalter, die jüngsten noch ins 12. Jahrhundert. &lt;br /&gt;
Kaltwasser hat - bezogen auf die Zeit der Stadtentwicklung Freiburgs eine ältere und jüngere Gruppe differenziert (Kaltwasser 1995).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbreitung==&lt;br /&gt;
Eine Abgrenzung gegenüber den nachgedrehten Waren der Nachbarregionen ist bisher nur schwer möglich.&lt;br /&gt;
Die nachgedrehte glimmerhaltige Ware ist die dominierende Warenart des Früh- und Hochmittelalters im südlichen Elsass, wo sie an die Stelle dervim Nordelsass dominierenden Elsässer Ausprägung der älteren gelben Drehscheibenware tritt. Sie streut bis in die Nordschweiz und tritt auch auf der deutschen Seite des südlichen Oberrheins auf.&lt;br /&gt;
===Verbreitung/Vorkommen===&lt;br /&gt;
bislang nur einige wenige wichtige Fundorte:&lt;br /&gt;
*[[Basel, Petersberg]]&lt;br /&gt;
*[[Breisach, Münsterberg]] (Bücker 2007)&lt;br /&gt;
*[[Freiburg, Harmonie]] (Kaltwasser 1995)&lt;br /&gt;
*[[Merdingen, am Breisacher Weg]] (Garscha et al. 1948-50; Châtelet 2002)&lt;br /&gt;
Unklar ist aktuell noch, ob Funde vom Neckarmündungsgebiet hier zuzurechnen sind.&lt;br /&gt;
*[[Mengen, Löchleacker]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Heidelberg, Neue Universität]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unsicher:&lt;br /&gt;
*Schuttern (Gross 2017, fraglich, da ohne Aussagen zur Magerung. Gross rückt die Funde in die Nähe der [[Kammstrichware (Oberrhein, FMa)]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturhinweise==&lt;br /&gt;
*Bücker et al. 1994: C. Bücker / M. Egger / G. Fingerlin / M. Hoeper, FundMengen. Mengen im frühen Mittelalter. Begleitheft zur Ausstellung des Museums für Ur- und Frühgeschichte Freiburg im Breisgau, 13. April bis 17. Juli 1994. Arch. Inf. Bad.-Württ. 25 (Stuttgart 1994).&lt;br /&gt;
*Bücker 2007: C. Bücker, Der Breisacher Münsterberg. Ein Zentralort im frühen Mittelalter. Freiburger Beiträge zur Archäologie und Geschichte des ersten Jahrtausends 11 (Rahden/Westf. 2007).&lt;br /&gt;
*Châtelet 2002: M. Châtelet, La céramique du haut Moyen Age dans le sud de la vallée du Rhin supérieur (Alsace et Pays de Bade). Typologie, chronologie, technologie, économie et culture. Coll. Europe Médiévale 5 (Montagnac 2002).&lt;br /&gt;
*Garscha et al. 1948-50: F. Garscha / K. Hammel / W. Kimmig / G. Kraft / E. Schmid, Eine Dorfanlage des frühen Mittelalters bei Merdingen (Ldkr. Freiburg). Bad. Fundber. 18, 1948-50, 137–183.&lt;br /&gt;
*Gross 2017: U. Gross, Bemerkungen zu den Keramikfunden aus Schuttern. In: L. Galioto / V. Huth / N. Krohn (Hrsg.), Kloster Schuttern. Archäologie, Baugeschichte, historische Kontexte ; eine Bestandsaufnahme (Lindenberg im Allgäu 2017) 31–46.&lt;br /&gt;
*Hübener / Lobbedey 1964: W. Hübener / U. Lobbedey, Zur Struktur der Keramik der späteren Merowingerzeit. Beobachtungen an süddeutschen Grab- und Siedlungsfunden. Bonner Jahrb. 164, 1964, 88–129.&lt;br /&gt;
*Kaltwasser 1995: S. Kaltwasser, Die hochmittelalterliche Keramik der Grabung auf dem 'Harmonie'-Gelände in Freiburg. In: M. Untermann (Hrsg.), Das &amp;quot;Harmonie&amp;quot;-Gelände in Freiburg im Breisgau. Forsch. u. Ber. Arch. Mittelalter Bad.-Württ. 19 (Stuttgart 1995) 313–320.&lt;br /&gt;
*Lais 1958: R. Lais, Die Technik der frühmittelalterlichen Keramik eines Dorfes bei Merdingen (Ldkr. Freiburg). Bad. Fundber. 21, 1958, 177–202.&lt;br /&gt;
*Lobbedey 1968: U. Lobbedey, Untersuchungen mittelalterlicher Keramik vornehmlich in Südwestdeutschland. Arb. Frühmittelalterforsch. 3 (Berlin 1968).&lt;br /&gt;
*Lommerzheim 1988: R. P. H. Lommerzheim, Die frühmittelalterlichen Siedlungen von Merdingen und Breisach-Hochstetten in Südbaden. Dissertation Bonn (Bonn 1988).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Warenart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keramik des 9. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keramik des 10. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keramik des 11. Jahrhunderts]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
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		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Glimmerhaltige_nachgedrehte_Ware_(Oberrhein,_FMa/_HMa)&amp;diff=11517</id>
		<title>Glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Oberrhein, FMa/ HMa)</title>
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		<updated>2026-08-12T15:21:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Verbreitung/Vorkommen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Stub}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine glimmerhaltige, [[nachgedrehte Ware]] war am südlichen Oberrhein verbreitet. Sie ist, was Farbe, Härte, Magerung und Oberflächenbehandlung angeht, relativ heterogen, während das Formenspektrum durch schlichte Gefäß- und Randformen stereotyp erscheint (Kaltwasser 1995, 254).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Forschungsgeschichte==&lt;br /&gt;
Funde dieser Warenart wurden bereits in der Siedlung [[Merdingen, am Breisacher Weg]] beschrieben (Garscha et al. 1948-50). Sie wurden damals von Hüebner/ Lobbedey 1964 als eine [[Kammstrichware (Oberrhein, FMa)|regionale Gruppe]] der [[Kammstrichware]] begriffen.&lt;br /&gt;
Eine genauere Definition von Warenarten im Raum Freiburg erfolgte aber erst durch Stephan Kaltwasser (1995), der mit seinen Waren X bis XIII mehrere nachgedrehte Waren unterschied, die sich jedoch alle durch einen hohen Glimmeranteil auszeichneten. Seine Differenzierung erfolgte anhand von Brandatmosphäre und Formenspektrum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliche Funde liegen vom nördlichen Oberrhein vor (z.B. [[Heidelberg, Neue Universität]], doch fehlt ein detaillierter Vergleich, der wichtig wäre, um zu entscheiden, wie einheitlich die nachgedrehte Ware im Oberrheingebiet tatsächlich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Andere Bezeichnungen===&lt;br /&gt;
*Elsässer Glimmerware (Bücker 2007)&lt;br /&gt;
*glimmergemagerte Ware (Freitag 2026)&lt;br /&gt;
*céramique micacée (Châtelet 2002)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Charakteristika==&lt;br /&gt;
Charakteristisch sind ausgebogene Ränder und immer wiederkehrende Wackelböden. Abgestrichene Ränder, wie sie auch bei der [[Kammstrichware (bayer. Donauraum, FMa)|Kammstrichware]] geläufig waren, vertreten gegenüber den einfachen Lippenrändern eine ältere Phase (Bücker u.a. 1994; Kaltwasser 1995).&lt;br /&gt;
Sie weicht im Formenspektrum im einzelnen von den verwandten Waren östlich des Schwarzwaldes ab ([[feinsandig glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Ostalb, HMa)]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ABB218.jpg|thumb|center|400px|Nachgedrehte Ware aus Siedlungen am südlichen Oberrhein: A [[Mengen, Löchleacker]]. - B [[Merdingen, am Breisacher Weg]] (Gruppe D). ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Merdingen glimmerh nachgedr Ware.jpg|thumb|center|400px|[[Merdingen, am Breisacher Weg]], Glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Oberrhein, FMa/ HMa) (Slg. A. Kley, Foto: R. Schreg)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
M. Carroll-Spillecke beschreibt die Funde der nachgedrehten Ware von [[Heidelberg, Neue Universität]] wie folgt: &amp;quot;Die Farbe ist überwiegend hellgrau mit einem Stich ins Bläuliche, reicht aber bis dunkelgrau. Der Brand ist mäßig hart bis hart, die Magerung fein sandig&amp;quot; (Carroll-Spillecke 1999, S. 48). Über einen Glimmergehalt sagt die Autorin konkret nichts, sie grenzt jedoch eine Gruppe besonders glimmerhaltiger nachgedrehter Ware ab, die man der [[Glimmerware (Rhein-Main-Gebiet, FMa/ HMa/ SMa)]] zuordnen kann (Carroll-Spillecke 1999, S. 49).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Chronologie==&lt;br /&gt;
Die Entwicklung der nachgedrehten Ware ist im Breisgau und dem südlich anschließenden Markgräflerland bisher schwer nachzuvollziehen. Die frühesten Funde gehören in das Frühmittelalter, die jüngsten noch ins 12. Jahrhundert. &lt;br /&gt;
Kaltwasser hat - bezogen auf die Zeit der Stadtentwicklung Freiburgs eine ältere und jüngere Gruppe differenziert (Kaltwasser 1995).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbreitung==&lt;br /&gt;
Eine Abgrenzung gegenüber den nachgedrehten Waren der Nachbarregionen ist bisher nur schwer möglich.&lt;br /&gt;
Die nachgedrehte glimmerhaltige Ware ist die dominierende Warenart des Früh- und Hochmittelalters im südlichen Elsass, wo sie an die Stelle dervim Nordelsass dominierenden Elsässer Ausprägung der älteren gelben Drehscheibenware tritt. Sie streut bis in die Nordschweiz und tritt auch auf der deutschen Seite des südlichen Oberrheins auf.&lt;br /&gt;
===Verbreitung/Vorkommen===&lt;br /&gt;
bislang nur einige wenige wichtige Fundorte:&lt;br /&gt;
*[[Basel, Petersberg]]&lt;br /&gt;
*[[Breisach, Münsterberg]] (Bücker 2007)&lt;br /&gt;
*[[Freiburg, Harmonie]] (Kaltwasser 1995)&lt;br /&gt;
*[[Merdingen, am Breisacher Weg]] (Garscha et al. 1948-50; Châtelet 2002)&lt;br /&gt;
*[[Mengen, Löchleacker]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Heidelberg, Neue Universität]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unsicher:&lt;br /&gt;
*Schuttern (Gross 2017, fraglich, da ohne Aussagen zur Magerung. Gross rückt die Funde in die Nähe der [[Kammstrichware (Oberrhein, FMa)]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturhinweise==&lt;br /&gt;
*Bücker et al. 1994: C. Bücker / M. Egger / G. Fingerlin / M. Hoeper, FundMengen. Mengen im frühen Mittelalter. Begleitheft zur Ausstellung des Museums für Ur- und Frühgeschichte Freiburg im Breisgau, 13. April bis 17. Juli 1994. Arch. Inf. Bad.-Württ. 25 (Stuttgart 1994).&lt;br /&gt;
*Bücker 2007: C. Bücker, Der Breisacher Münsterberg. Ein Zentralort im frühen Mittelalter. Freiburger Beiträge zur Archäologie und Geschichte des ersten Jahrtausends 11 (Rahden/Westf. 2007).&lt;br /&gt;
*Châtelet 2002: M. Châtelet, La céramique du haut Moyen Age dans le sud de la vallée du Rhin supérieur (Alsace et Pays de Bade). Typologie, chronologie, technologie, économie et culture. Coll. Europe Médiévale 5 (Montagnac 2002).&lt;br /&gt;
*Garscha et al. 1948-50: F. Garscha / K. Hammel / W. Kimmig / G. Kraft / E. Schmid, Eine Dorfanlage des frühen Mittelalters bei Merdingen (Ldkr. Freiburg). Bad. Fundber. 18, 1948-50, 137–183.&lt;br /&gt;
*Gross 2017: U. Gross, Bemerkungen zu den Keramikfunden aus Schuttern. In: L. Galioto / V. Huth / N. Krohn (Hrsg.), Kloster Schuttern. Archäologie, Baugeschichte, historische Kontexte ; eine Bestandsaufnahme (Lindenberg im Allgäu 2017) 31–46.&lt;br /&gt;
*Hübener / Lobbedey 1964: W. Hübener / U. Lobbedey, Zur Struktur der Keramik der späteren Merowingerzeit. Beobachtungen an süddeutschen Grab- und Siedlungsfunden. Bonner Jahrb. 164, 1964, 88–129.&lt;br /&gt;
*Kaltwasser 1995: S. Kaltwasser, Die hochmittelalterliche Keramik der Grabung auf dem 'Harmonie'-Gelände in Freiburg. In: M. Untermann (Hrsg.), Das &amp;quot;Harmonie&amp;quot;-Gelände in Freiburg im Breisgau. Forsch. u. Ber. Arch. Mittelalter Bad.-Württ. 19 (Stuttgart 1995) 313–320.&lt;br /&gt;
*Lais 1958: R. Lais, Die Technik der frühmittelalterlichen Keramik eines Dorfes bei Merdingen (Ldkr. Freiburg). Bad. Fundber. 21, 1958, 177–202.&lt;br /&gt;
*Lobbedey 1968: U. Lobbedey, Untersuchungen mittelalterlicher Keramik vornehmlich in Südwestdeutschland. Arb. Frühmittelalterforsch. 3 (Berlin 1968).&lt;br /&gt;
*Lommerzheim 1988: R. P. H. Lommerzheim, Die frühmittelalterlichen Siedlungen von Merdingen und Breisach-Hochstetten in Südbaden. Dissertation Bonn (Bonn 1988).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Warenart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keramik des 9. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keramik des 10. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keramik des 11. Jahrhunderts]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
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		<title>Glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Oberrhein, FMa/ HMa)</title>
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		<updated>2026-08-12T14:30:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Andere Bezeichnungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Stub}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine glimmerhaltige, [[nachgedrehte Ware]] war am südlichen Oberrhein verbreitet. Sie ist, was Farbe, Härte, Magerung und Oberflächenbehandlung angeht, relativ heterogen, während das Formenspektrum durch schlichte Gefäß- und Randformen stereotyp erscheint (Kaltwasser 1995, 254).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Forschungsgeschichte==&lt;br /&gt;
Funde dieser Warenart wurden bereits in der Siedlung [[Merdingen, am Breisacher Weg]] beschrieben (Garscha et al. 1948-50). Sie wurden damals von Hüebner/ Lobbedey 1964 als eine [[Kammstrichware (Oberrhein, FMa)|regionale Gruppe]] der [[Kammstrichware]] begriffen.&lt;br /&gt;
Eine genauere Definition von Warenarten im Raum Freiburg erfolgte aber erst durch Stephan Kaltwasser (1995), der mit seinen Waren X bis XIII mehrere nachgedrehte Waren unterschied, die sich jedoch alle durch einen hohen Glimmeranteil auszeichneten. Seine Differenzierung erfolgte anhand von Brandatmosphäre und Formenspektrum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliche Funde liegen vom nördlichen Oberrhein vor (z.B. [[Heidelberg, Neue Universität]], doch fehlt ein detaillierter Vergleich, der wichtig wäre, um zu entscheiden, wie einheitlich die nachgedrehte Ware im Oberrheingebiet tatsächlich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Andere Bezeichnungen===&lt;br /&gt;
*Elsässer Glimmerware (Bücker 2007)&lt;br /&gt;
*glimmergemagerte Ware (Freitag 2026)&lt;br /&gt;
*céramique micacée (Châtelet 2002)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Charakteristika==&lt;br /&gt;
Charakteristisch sind ausgebogene Ränder und immer wiederkehrende Wackelböden. Abgestrichene Ränder, wie sie auch bei der [[Kammstrichware (bayer. Donauraum, FMa)|Kammstrichware]] geläufig waren, vertreten gegenüber den einfachen Lippenrändern eine ältere Phase (Bücker u.a. 1994; Kaltwasser 1995).&lt;br /&gt;
Sie weicht im Formenspektrum im einzelnen von den verwandten Waren östlich des Schwarzwaldes ab ([[feinsandig glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Ostalb, HMa)]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ABB218.jpg|thumb|center|400px|Nachgedrehte Ware aus Siedlungen am südlichen Oberrhein: A [[Mengen, Löchleacker]]. - B [[Merdingen, am Breisacher Weg]] (Gruppe D). ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Merdingen glimmerh nachgedr Ware.jpg|thumb|center|400px|[[Merdingen, am Breisacher Weg]], Glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Oberrhein, FMa/ HMa) (Slg. A. Kley, Foto: R. Schreg)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
M. Carroll-Spillecke beschreibt die Funde der nachgedrehten Ware von [[Heidelberg, Neue Universität]] wie folgt: &amp;quot;Die Farbe ist überwiegend hellgrau mit einem Stich ins Bläuliche, reicht aber bis dunkelgrau. Der Brand ist mäßig hart bis hart, die Magerung fein sandig&amp;quot; (Carroll-Spillecke 1999, S. 48). Über einen Glimmergehalt sagt die Autorin konkret nichts, sie grenzt jedoch eine Gruppe besonders glimmerhaltiger nachgedrehter Ware ab, die man der [[Glimmerware (Rhein-Main-Gebiet, FMa/ HMa/ SMa)]] zuordnen kann (Carroll-Spillecke 1999, S. 49).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Chronologie==&lt;br /&gt;
Die Entwicklung der nachgedrehten Ware ist im Breisgau und dem südlich anschließenden Markgräflerland bisher schwer nachzuvollziehen. Die frühesten Funde gehören in das Frühmittelalter, die jüngsten noch ins 12. Jahrhundert. &lt;br /&gt;
Kaltwasser hat - bezogen auf die Zeit der Stadtentwicklung Freiburgs eine ältere und jüngere Gruppe differenziert (Kaltwasser 1995).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbreitung==&lt;br /&gt;
Eine Abgrenzung gegenüber den nachgedrehten Waren der Nachbarregionen ist bisher nur schwer möglich.&lt;br /&gt;
Die nachgedrehte glimmerhaltige Ware ist die dominierende Warenart des Früh- und Hochmittelalters im südlichen Elsass, wo sie an die Stelle dervim Nordelsass dominierenden Elsässer Ausprägung der älteren gelben Drehscheibenware tritt. Sie streut bis in die Nordschweiz und tritt auch auf der deutschen Seite des südlichen Oberrheins auf.&lt;br /&gt;
===Verbreitung/Vorkommen===&lt;br /&gt;
bislang nur einige wenige wichtige Fundorte:&lt;br /&gt;
*[[Breisach, Münsterberg]] (Bücker 2007)&lt;br /&gt;
*[[Freiburg, Harmonie]] (Kaltwasser 1995)&lt;br /&gt;
*[[Merdingen, am Breisacher Weg]] (Garscha et al. 1948-50; Châtelet 2002)&lt;br /&gt;
*[[Mengen, Löchleacker]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Heidelberg, Neue Universität]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unsicher:&lt;br /&gt;
*Schuttern (Gross 2017, fraglich, da ohne Aussagen zur Magerung. Gross rückt die Funde in die Nähe der [[Kammstrichware (Oberrhein, FMa)]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturhinweise==&lt;br /&gt;
*Bücker et al. 1994: C. Bücker / M. Egger / G. Fingerlin / M. Hoeper, FundMengen. Mengen im frühen Mittelalter. Begleitheft zur Ausstellung des Museums für Ur- und Frühgeschichte Freiburg im Breisgau, 13. April bis 17. Juli 1994. Arch. Inf. Bad.-Württ. 25 (Stuttgart 1994).&lt;br /&gt;
*Bücker 2007: C. Bücker, Der Breisacher Münsterberg. Ein Zentralort im frühen Mittelalter. Freiburger Beiträge zur Archäologie und Geschichte des ersten Jahrtausends 11 (Rahden/Westf. 2007).&lt;br /&gt;
*Châtelet 2002: M. Châtelet, La céramique du haut Moyen Age dans le sud de la vallée du Rhin supérieur (Alsace et Pays de Bade). Typologie, chronologie, technologie, économie et culture. Coll. Europe Médiévale 5 (Montagnac 2002).&lt;br /&gt;
*Garscha et al. 1948-50: F. Garscha / K. Hammel / W. Kimmig / G. Kraft / E. Schmid, Eine Dorfanlage des frühen Mittelalters bei Merdingen (Ldkr. Freiburg). Bad. Fundber. 18, 1948-50, 137–183.&lt;br /&gt;
*Gross 2017: U. Gross, Bemerkungen zu den Keramikfunden aus Schuttern. In: L. Galioto / V. Huth / N. Krohn (Hrsg.), Kloster Schuttern. Archäologie, Baugeschichte, historische Kontexte ; eine Bestandsaufnahme (Lindenberg im Allgäu 2017) 31–46.&lt;br /&gt;
*Hübener / Lobbedey 1964: W. Hübener / U. Lobbedey, Zur Struktur der Keramik der späteren Merowingerzeit. Beobachtungen an süddeutschen Grab- und Siedlungsfunden. Bonner Jahrb. 164, 1964, 88–129.&lt;br /&gt;
*Kaltwasser 1995: S. Kaltwasser, Die hochmittelalterliche Keramik der Grabung auf dem 'Harmonie'-Gelände in Freiburg. In: M. Untermann (Hrsg.), Das &amp;quot;Harmonie&amp;quot;-Gelände in Freiburg im Breisgau. Forsch. u. Ber. Arch. Mittelalter Bad.-Württ. 19 (Stuttgart 1995) 313–320.&lt;br /&gt;
*Lais 1958: R. Lais, Die Technik der frühmittelalterlichen Keramik eines Dorfes bei Merdingen (Ldkr. Freiburg). Bad. Fundber. 21, 1958, 177–202.&lt;br /&gt;
*Lobbedey 1968: U. Lobbedey, Untersuchungen mittelalterlicher Keramik vornehmlich in Südwestdeutschland. Arb. Frühmittelalterforsch. 3 (Berlin 1968).&lt;br /&gt;
*Lommerzheim 1988: R. P. H. Lommerzheim, Die frühmittelalterlichen Siedlungen von Merdingen und Breisach-Hochstetten in Südbaden. Dissertation Bonn (Bonn 1988).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Warenart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keramik des 9. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keramik des 10. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keramik des 11. Jahrhunderts]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
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		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Kalkgemagerte_%C3%BCberdrehte_Keramik_(Oberrhein,_FMa/_HMa)&amp;diff=11515</id>
		<title>Kalkgemagerte überdrehte Keramik (Oberrhein, FMa/ HMa)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Kalkgemagerte_%C3%BCberdrehte_Keramik_(Oberrhein,_FMa/_HMa)&amp;diff=11515"/>
		<updated>2026-08-12T14:26:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Magerung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}&lt;br /&gt;
==Alternative Bezeichnungen==&lt;br /&gt;
*[[Karbonatitware (Oberrhein, röm./ VWz)]] (Zubler 2000)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Charakteristika==&lt;br /&gt;
Meilerbrand. &lt;br /&gt;
===Magerung===&lt;br /&gt;
Neben reiner Kalkmagerung liegt vielfach eine Magerung mit [[Karbonatit]] vor.&lt;br /&gt;
===Herstellungstechnik===&lt;br /&gt;
gemischte Technik/ [[nachgedrehte Keramik]]&lt;br /&gt;
===Verzierung===&lt;br /&gt;
Überwiegend unverziert. In [[Basel, Petersberg]] ist eine Verzierung mit Fingernageleindrücken vorhanden (Freitag 2026, 233).&lt;br /&gt;
==Formenspektrum==&lt;br /&gt;
Nur Töpfe,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trichterrönder, gerundete Ränder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wackel- und Standböden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Chronologie==&lt;br /&gt;
7.-10. Jh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorkommen==&lt;br /&gt;
Liste der Fundplätze mit kalkgemagerter Keramik (Châtelet 2002, S. 274-276) &lt;br /&gt;
*Strasbourg &lt;br /&gt;
*Geispolsheim&lt;br /&gt;
*Nordhouse&lt;br /&gt;
*Riedisheim&lt;br /&gt;
*Ruelisheim&lt;br /&gt;
*Kippenheim&lt;br /&gt;
*Wyhl&lt;br /&gt;
*Forchheim&lt;br /&gt;
*Endingen / Diel &lt;br /&gt;
*Endingen / Niederdorf &lt;br /&gt;
*Sasbach&lt;br /&gt;
*Oberrotweil &lt;br /&gt;
*Eichstetten&lt;br /&gt;
*Breisach-Hochstetten&lt;br /&gt;
*Merdingen, Schönberg&lt;br /&gt;
*Merdingen, Gans &lt;br /&gt;
*[[Merdingen, am Breisacher Weg]]&lt;br /&gt;
*Oberrimsingen, Zwischen den Wegen&lt;br /&gt;
*Oberrimsingen, Grüningen&lt;br /&gt;
*Munzingen &lt;br /&gt;
*Mengen, Hohlen-Merzengraben &lt;br /&gt;
*[[Mengen, Löchleacker]]&lt;br /&gt;
*Schallstadt&lt;br /&gt;
*Hartheim&lt;br /&gt;
*Bremgarten &lt;br /&gt;
*Neuenburg-Grissheim&lt;br /&gt;
*[[Basel]], [[Basel, Petersberg]]&lt;br /&gt;
*[[Reinach]]&lt;br /&gt;
*Dornach&lt;br /&gt;
*Kaiseraugst&lt;br /&gt;
*[[Lausen-Bettenach]]&lt;br /&gt;
*Bubendorf-Fieleten&lt;br /&gt;
*Reigoldswil&lt;br /&gt;
*[[Osterfingen]]&lt;br /&gt;
*[[Wüstung Berslingen bei Schaffhausen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturhinweise==&lt;br /&gt;
*Châtelet 2002: M. Châtelet, Eine bisher wenig betrachtete Warengruppe: die kalkgemagerte Keramik des Breisgaus. In: C. Bücker/M. Hoeper/J. Trumm (Hrsg.), Regio archaeologica: Archäologie und Geschichte an Ober- und Hochrhein. Festschrift für Gerhard Fingerlin zum 65. Geburtstag. Internationale Archäologie. Studia honoraria 18 (Rahden/Westf. 2002) 269–276.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Warenart]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
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