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	<title>balismink - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=B%C3%BCgelkanne&amp;diff=11703</id>
		<title>Bügelkanne</title>
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		<updated>2026-09-25T22:43:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Chronologie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ABB250.jpg|mini|Doppelösenkannen und Bügelkannen, Ulm, Burg Wittelsbach]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bügelkanne ist eine hohe [[Gefäßform]] insbesondere des Spätmittelalters. Kennzeichnend ist der die Öffnung überwölbende Henkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Charakteristika==&lt;br /&gt;
Kennzeichnend für die Bügelkanne ist der quer über die Gefäßöffnung geführte, randständige Henkel.  Der Rand selbst ist meist als [[Wulstrand]] ausgeführt, der Henkel rund oder bandförmig. Seine Verzierung mit Einstichen, die oft leicht schräg angebracht sind, dürfte als typologisches Rudiment des ursprünglich aus einem Seil bestehenden, in Ösen befestigten Henkels zu verstehen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu beachten ist, dass der Begriff in der Archäologie in anderem kulturellen und chronologischen Kontext anders gebraucht wird. Exemplarisch verwiesen sei auf die Bügelkannen der ägäischen Bronzezeit.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Riedlingen Zollhausen fdnr 271.jpg|[[Riedlingen, Zollhausen]]: Bügelkanne aus Brunnen (Zeichnung Ch. Hinrichson/ R.Schreg LDA Bad.-Württ.)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed-hover&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Feintonigew. 11.JPG|(Foto: E. Bardet)&lt;br /&gt;
Datei:Feintonigew. 10.JPG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Chronologie==&lt;br /&gt;
Bügelkannen treten seit etwa 1200 bis zum 14. Jahrhundert auf und lösen [[Ösenhenkeltopf|Ösenhenkeltöpfe]] ab, in deren Ösen ein beweglicher 'Bügel' aus organischem Material befestigt war. &lt;br /&gt;
Typologisch sind Kannen mit rundstabigem Henkel in weiten Teilen Südwestdeutschlands älter als die Henkel mit nierenförmigem Querschnitt und einer Verzierung mit schrägen Einstichen. &lt;br /&gt;
In Basel ist eine andere Entwicklung zu beobachten: Vor 1250 treten hier Bandhenkel, später Wulsthenkel auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Rotbemalte schwäbische Feinware (Württemberg, SMa)|rotbemalten Feinware]] blieb es bei rundstabigen Henkeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbreitung==&lt;br /&gt;
Bügelkannen sind vor allem in Südwestdeutschland verbreitet mit einem Schwerpunkt im mittleren Neckarland. Im Osten gibt es Funde aus gesamt Bayern und im Nordosten bis ins südliche Sachsen und weiter nach Norden. Auffallend ist, dass in den publizierten größeren Fundbeständen von Freiburg (Harmonie, Augustinereremitenlatrine, Haus &amp;quot;zum roten Basler Stab&amp;quot;) sowie in der Altstadt von Frankfurt keine Bügelkannen publiziert vorliegen.&lt;br /&gt;
Die aktuelle Verbreitungskarte ist noch maßgeblich von der Bearbeitung durch Uwe Gross (1991) bestimmt, so dass die Kartierung über dessen Arbeitsgebiet hinaus sicher unvollständig ist.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bügelkannen Karte 2021 07.jpg|700px|thumb|center|Verbreitungskarte Bügelkannen]]&lt;br /&gt;
Wie Funde aus der Steiermark (Burg Waldon) und Siebenbürgen zeigen, ist die Verbreitungsliste in nach Osten und Südosten zu ergänzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Warenarten==&lt;br /&gt;
Bügelkannen sind u.a. bekannt von folgenden Warenarten:&lt;br /&gt;
*[[jüngere Drehscheibenware]]&lt;br /&gt;
*[[Gröbere nachgedrehte Ware (Ulm, HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[Rotbemalte schwäbische Feinware (Württemberg, SMa)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==kulturgeschichtliche Aspekte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bildliche Quellen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nordschweiz ist die Bezeichnung als Verenakrug üblich, da die Heilige Verena mit solchen Bügelkannen dargestellt wird. Zu nennen ist beispielsweise die Darstellung der Verena im Chorbuch des Klosters Zwiefalten aus der Zeit um die Mitte des 12. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
*Württ. Landesbibliothek Cod.hist.fol.415 : https://digital.wlb-stuttgart.de/index.php?id=6&amp;amp;tx_dlf%5Bid%5D=13716&amp;amp;tx_dlf%5Bpage%5D=130&lt;br /&gt;
[[Datei:Heilige_Verena.jpg|center|mini|Darstellung der Heiligen Verena mit einer Doppelösenkanne mit Kordel-Griff; Annales Kloster Zwiefalten, zwischen 1138 und 1147]]&lt;br /&gt;
*Rothenburg ob der Tauber, Stadtkirche St. Jakob: Zwölf-Boten-Altar, Darstellung der Heiligen Elisabeth von Thüringen mit [[Bügelkanne]], 1466. - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rothenburg_ob_der_Tauber_2011_St_Jakob_068.JPG&lt;br /&gt;
[[Datei:Rothenburg ob der Tauber 2011 St Jakob 068 sel.JPG|center|mini|Rothenburg ob der Tauber: St. Jakob, Zwölfbotenaltar (Foto: Tilman2007 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en CC BY SA 4.0 via https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rothenburg_ob_der_Tauber_2011_St_Jakob_068.JPG WikimediaCommons)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Funde aus Brunnen (z.B. [[Riedlingen, Zollhausen]]) und Wasserstellen (z.B. Flachwasserzone des Blautopf bei Blaubeuren) belegen die Nutzung der Bügelkannen beim Wasserschöpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturhinweise==&lt;br /&gt;
*Endres 1978: W. Endres. Zur mittelalterlichen &amp;quot;Bügelkanne&amp;quot; im Gäubodenmuseum Straubing. Jahrb. Hist. Ver. Straubing u. Umgebung 79. 1976. 129-156. &lt;br /&gt;
*Gross 1991: U. Gross. Die Bügelkanne, eine Hauptform der süddeutschen Keramik des Hoch- und Spättmittelalters. Beitr. Mittelalterarch. Österreich 7. 1991. 53-67. &lt;br /&gt;
*Koch 1993: R. Koch. Keramik des frühen und hohen Mittelalters aus Bayerisch-Schwaben. In: Forschungen zur Geschichte der Keramik in Schwaben. Arbeitsh. Bayer. Landesamt Denkmalpfl. 58 (München 1993) 119-128.&lt;br /&gt;
*Rippmann 1981:D. Rippmann. Die Untersuchungen auf dem Tannenfels bei Baiersbronn-Obertal. Lkr. Freudenstadt. In: Forschungen und Berichte der Archäologie des Mittelalters in Baden-Württemberg 7 (Stuttgart 1981) 371-419.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bügelkanne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Formenkunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gefäßform]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorlagen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
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		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Urmitzer_Ware&amp;diff=11702</id>
		<title>Urmitzer Ware</title>
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		<updated>2026-09-25T22:26:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;römische rauwandige scheibengedrehte Gebrauchsware, produziert in Weißenthurm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Mario Kiessel, Rauwandige römische Keramik aus Urmitz/Weißenthurm (Lkr. Mayen-Koblenz) – Zu Typenspektrum, Produktions- und Nutzungsdauer. Arch. Korrbl. 38, 2008, 399-407.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Warenart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:römische Keramik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
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		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Urmitzer_Ware&amp;diff=11701</id>
		<title>Urmitzer Ware</title>
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		<updated>2026-09-25T22:26:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;römische rauwandige scheibengedrehte Gebrauchsware, produziert in Weißenthurm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Mario Kiessel, Rauwandige römische Keramik aus Urmitz/Weißenthurm (Lkr. Mayen-Koblenz) –&lt;br /&gt;
Zu Typenspektrum, Produktions- und Nutzungsdauer. Arch. Korrbl. 38, 2008, 399-407.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Warenart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:römische Keramik]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2026-09-25T22:18:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: neu&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;römische rauwandige scheibengedrehte Gebrauchsware, produziert in Weißenthurm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Warenart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:römische Keramik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
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		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Nachgedrehte_Keramik&amp;diff=11699</id>
		<title>Nachgedrehte Keramik</title>
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		<updated>2026-09-25T22:06:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Varianten und Warenarten */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Terminologie==&lt;br /&gt;
Der Begriff der nachgedrehten Keramik oder “nachgedrehte Ware” fasst Warenarten zusammen, die nicht durch freies Drehen ([[Drehscheibenkeramik]]) oder reinen Handaufbau, sondern durch unterschiedliche Treibtechniken hergestellt wurden (Rogier 2015, ?89?). Aufgrund dieser “negativen Definition” (vgl. Rogier 2011, 89) finden sich in der Literatur unter dem Begriff “nachgedrehte Waren” sehr unterschiedliche Handwerkstechniken. Vor allem in der Schweizer Literatur findet sich - nicht hundertprozentig synonym - der Begriff &amp;quot;überdreht&amp;quot;. &lt;br /&gt;
Eine mögliche Übersetzung ins Englische wäre - wenn auch wenig gebräuchlich - &amp;quot;turntable shaped&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff der nachgedrehten Keramik ist in der prähistorischen Archäologie nicht gebräuchlich, obgleich entsprechende Techniken mindestens seit der Bronzezeit gebräuchlich waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Herstellungstechnik==&lt;br /&gt;
[[Datei:Archäologischer Töpferkurs 2026.jpeg|mini|200px|right|Nachgedrehte Keramik: Antreiben des Drehtellers. Martin Rogier, Archäologischer Töpferkurs Juli 2026 ArchaeoCentrum Bayern-Böhmen (Foto:R.Schreg/ AMANZ Bamberg)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Nachgedrehter Topf.jpg|mini|200px|right|Nachgedrehter Topf - vor dem Backen. Martin Rogier, Archäologischer Töpferkurs Juli 2026 ArchaeoCentrum Bayern-Böhmen (Foto:E.Bardet, AMANZ Bamberg) ]]&lt;br /&gt;
In der Praxis wurden unterschiedliche Arten von drehbaren Unterlagen eingesetzt bis hin zu einer relativ langsamen handgetriebenen [[Töpferscheibe]]. In der Forschung hat man daher zwischen langsam und schnelllaufend nachgedreht unterschieden. Diese Unterschiede an archäologischen Keramikfunden nachzuvollziehen, die meist zerscherbt und deren Oberfläche bei der Bodenlagerung oft angegriffen wurde, ist selten zweifelsfrei möglich. Zudem sind gerade bei den nachgedrehten Waren - trotz einer auf den ersten Blick großen formalen Ähnlichkeit - im Detail dann doch große regionale Unterschiede zu beobachten. Eine klare Differenzierung und Klassifikation innerhalb der nachgedrehten Waren ist daher sehr schwierig, ebenso wie eine klare Abgrenzung besonders qualitätsvoller “nachgedrehter Waren” gegenüber Drehscheibenware nicht immer einfach ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisweilen wurde nur der Randbereich nachgedreht, so dass einige Bearbeiter eine Differenzierung in randlich und vollständig nachgedreht vorgenommen haben (z.B. Hensch 2005).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans Losert (1993) hat folgende Techniken unterscheiden:&lt;br /&gt;
# Freier Aufbau in Wülsttechnik und nachträgliche Ausformung der Wandung.&lt;br /&gt;
# Freier Aufbau in Wülsttechnik und nachträgliche Ausformung der Wandung sowie Nachdrehen des Rand- und Schulterbereiches auf einer drehbaren Unterlage.&lt;br /&gt;
# Freier Aufbau in Wülsttechnik und vollständiges Nachdrehen des Gefäßes vom Boden aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich dürfte bereits das Aufwülsten auf einer drehbaren Unterlage erfolgt sein und das Nachdrehen nicht als nachgelagerter Arbeitsschritt zu verstehen sein. Dabei wird auf einem zentral auf dem Drehteller platzierten Boden die Wandung in [[Wülsttechnik]] aufgebaut, wobei die drehbare Unterlage den gleichmäßigen Wandungsaufbau und einbesseres Verbinden der einzelnen Wülste erleichtert. Die drehbare UNterlage,dersog.Drehtellerwirdmit der Hand bewegt.Je nach Lagerung und Größe der Scheibe kann eine temporäre Rotiation der Scheibe die Formgebung unterstützen und Drehrillen erzeugen, die jedoch nicht wie echte Drehriefen über die geamte Wandung vom Boden bis zum Rand verlaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Forschungsgeschichte==&lt;br /&gt;
Der Forschungsstand zu den nachgedrehten Waren ist nach wie vor relativ schlecht. Eine systematische vergleichende Darstellung fehlt, mit Ausnahme einer knappen Darstellung durch Uwe Gross, der für Südwestdeutschland eine Überblicksdarstellung versucht hat (Gross 2020). Er hat bereits 1991 im Rahmen seiner Dissertation (Gross 1991) die nachgedrehte Keramik vergleichsweise ausführlich thematisiert, wie dies schon Uwe Lobbedey (1968) getan hat. &lt;br /&gt;
Meistens wurde nachgedrehte Keramik im Rahmen von Aufarbeitungen von Fundkomplexen oder ganzer Regionen zwar als Kriterium bei der Definition von [[Materialgruppe]]n oder gar [[Warenart]]en herangezogen, aber selten in der Herstellungstechnik genauer analysiert oder gar als kulturgeschichtliches Phänomen wahrgenommen. In Bayern beispielsweise gibt es einige wenige Fundvorlagen, die zwar nachgedrehte Waren identifizieren, aber das Gesamtphänomen der nachgedrehten Waren kaum beleuchten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich ist es erklärungsbedürftig, weshalb angesichts einer Tradition der Produktion von [[Drehscheibenkeramik]] mit der schnelllaufenden [[Töpferscheibe]] in der Antike bis ins frühe Mittelalter, sich nachgedrehte Keramik etablieren konnte. Sie verdrängt nicht nur die einfache [[handgemachte Keramik]], sondern scheint in Süddeutschland vielerorts die sog. [[Ältere Drehscheibenware]] zu ersetzen (Schreg 2012; 2023).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielfach wurde nicht versucht, innerhalb der nachgedrehten Keramik weiter zu differenzieren, was in der Tat aufgrund eines eingeschränkten Formenspektrums meist eher einfacher Töpfe und einfacher Ränder schwierig ist. Gleichwohl lassen Randformen regionale Vorlieben erkennen, die es ermöglichen Regionalgruppen zu definieren. Diese Gruppen lassen sich anscheinend nicht immer klar abgrenzen, verraten dadurch aber möglicherweise einiges über die Kommunikationsnetzwerke und über die Bedeutung von Handwerkstraditionen. Dies gilt insbesondere für den Zeitraum des 12./13. Jahrhunderts, als die nachgedrehten Waren zunehmend von der [[Jüngere Drehscheibenware|jüngeren Drehscheibenware]] abgelöst werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Problematisch ist aktuell (2023) die fehlende überregional vergleichende Perspektive, die dazu führt, dass es zwischen den einzelnen Regionen bisher ungeklärte chronologische Diskrepanzen gibt (vergl. Schreg 2021). So fehlt beispielsweise auch ein Vergleich der oberschwäbischen Vorkommen etwa in [[Biberach, Viehmarkt]] und [[Ravensburg, Veitsburg]] mit den Funden aus dem benachbarten [[glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Schwaben, FMa/ HMa)|Bayerisch-Schwaben]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pragmatisch werden in BaLISminK daher vorerst regionale Gruppen beschrieben, um regionale Besonderheiten erkennen und mit den Nachbarregionen vergleichen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wichtiger Beitrag zur Kenntnis der nachgedrehten Ware stammt von Martin Rogier (2015), der sich von Seiten einer [[experimentelle Archäologie|experimentellen Archäologie]] mit den Herstellungstechniken befasst hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Charakteristika==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ABB219.jpg|right|mini|Gröbere nachgedrehte Waren: A Lauffen a.N. - B Unterregenbach. - C Urspring, graubeige kalkspatgemagerte nachgedrehte Ware. - D [[Urspring, Breiter Weg]], rauhwandige nachgedrehte Ware.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abgrenzung der nachgedrehten Waren von der Drehscheibenware ist oftmals problematisch, vor allem bei Wandscherben oder stark zerscherbtem Material. Daher ist eine Bestimmung oftmals nicht, oder nur im Ausschlussverfahren möglich. Folgende Merkmale können bei der Erkennung und Bestimmung nachgedrehter Keramik hilfreich sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ausgeprägte [[Drehschnecke]]n am Boden fehlen bei der nachgedrehten Keramik&lt;br /&gt;
*[[Drehrillen]] können allerdings trotzdem auftreten, sie sind aber unregelmäßiger, weniger fein und variabler im Abstand. Sie laufen nicht kontinuierlich über die gesamte Gefäßhöhe - was an Fragmenten aber nicht erkennbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Das Gefäßprofil ist unregelmäßiger als bei Scheibenware.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*In Wandungsumbrüchen, etwa am Rand oder am Boden sind vereinzelt sanfte Fingerdruckspuren zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nachgedrehte Waren weisen meist einen dickeren Rand auf, der durch das Ansetzen an das Gefäß entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die Böden der Gefäße weisen häufig einen Abdruck auf, den die Drehachse der Unterlage hinterlässt ([[Achsnarbe]]). Häufiger als auf Drehscheibenware treten [[Bodenzeichen]] auf, deren Formen sehr vielfältig sind (Krähenfüße; Radkreuz; ...). Sie sind in Südwestdeutschland vom 11. bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts geläufig. Dabei geht die Tendenz von großen, den ganzen Boden bedeckenden Zeichen hin zu kleineren Zeichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz dazu ist [[handgemachte Ware]] potentiell unregelmäßiger und lässt oft Spuren des Aufwulstens oder Fingerdruckspuren erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Bestimmung in einem konkreten Fundkomplex können Scherben oft über sekundäre Merkmale (z.B. ausgeprägte Kalkmagerung bei der [[Albware]]) einer Warenart der nachgedrehten Keramik zugewiesen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bestimmung als nachgedrehte Keramik ist oft subjektiv und unterliegt besonders dem subjektiven Faktor der Erfahrung des jeweiligen Bearbeiters/der Bearbeiterin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Formenspektrum==&lt;br /&gt;
v.a. [[Topf|Töpfe]], gelegentlich [[Schale]]n&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders ist hier noch auf die spezielle Gefäßform der Hängetöpfe hinzuweisen, wie sie sich in der nachgedrehten Keramik von Wülfingen belegen lassen. Am Rand waren Ösen angebracht, die es ermöglichen, den Topf über das Herdfeuer zu hängen. Eine Scherbe aus Wülfingen mit einer Schutzklappe, die das Aufhängeseil vor Hitze schützt, findet bisher nur in Norddeutschland Vergleiche (Gross 1991e).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Chronologie==&lt;br /&gt;
Nachgedrehte Waren treten im Arbeitsgebiet im Zeitraum bis zum 13. Jahrhundert (Rogier 2015, 5) in unterschiedlichen Mengen und Ausprägungen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Chronologie der nachgedrehten Keramik des 9./10. Jahrhunderts ist weitgehend ungeklärt, hingegen sind zahlreiche Waren des 11./12. Jahrhunderts bekannt. In ihren Anfängen noch merowingerzeitliche nachgedrehte Waren, wie etwa die Kammstrichware mögen längere Laufzeiten besitzen als bisher angenommen und diese Lücke teilweise füllen (Ade-Rademacher 1993, 90 f.; Maier 1994). In Urspring wurde eine rauwandige nachgedrehte Ware ausgesondert, die noch ins frühe Mittelalter datiert und Anklänge an die spätmerowingerzeitliche rauwandige Drehscheibenware zeigt. Zugleich wurde hier eine weitere nachgedrehte Warenart, die graubeige nachgedrehte Keramik bestimmt, die in ihrer mangelnden Einheitlichkeit im Formenbestand jedoch fraglich erscheint (Maier 1994; Schreg 1996). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Unstimmigkeiten in der Chronologie der nachgedrehten Keramik deutet ein erster Vergleich zwischen den Fundstellen in Südbayern und in Württemberg hin (Schreg 2021).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Varianten und Warenarten==&lt;br /&gt;
Lokale Ausprägungen bestimmen das Bild der nachgedrehten Ware, die aber meist nur schwer gegeneinander abgrenzbar sind. Die einzelnen Keramiklandschaften sind bisher nur grob zu umschreiben (Gross 1991, 52 ff.). Am besten ist derzeit noch die sog. [[Albware]] definiert. &lt;br /&gt;
Die Aufnahme verschiedener Regionalgruppen der nachgedrehten Ware hier in BaLISminK ist vielfach als Provisorium zu sehen, da die Gruppierungen künftig sicher modifiziert werden müssen. Es wird die Bezeichnung als [[Warenart]] bevorzugt, da sich hinter den regionalen Unterschieden mutmaßlich Kommunikationsbezüge verbergen und sich teilweise längerfristige Traditionsstränge erkennen lassen. &lt;br /&gt;
[[Datei:Nachgedrehte Waren.jpg|mini|right[|Regionale nachgedrehte Waren des Hochmittelalters in Süddeutschland (Graphik R. Schreg, Kartengrundlage: OSM&amp;amp;Contrib.)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Teckware (Schwäbische Alb, SMa)]]&lt;br /&gt;
*[[gröbere nachgedrehte Ware (Ulm, HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[gröbere nachgedrehte Ware (Neckarland, HMa)]]&lt;br /&gt;
* [[sandig-körnige überdrehte Ware (Nordwestschweiz, FNa/HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[nachgedrehte Ware (Bodenseeraum/ Hegau, HMa) ]]&lt;br /&gt;
*[[nachgedrehte, grob gemagerte Keramik (Nordostbayern, FMa/ HMa)]] (&amp;quot;slawische Keramik&amp;quot;)&lt;br /&gt;
*[[Nachgedrehte rauwandige Ware (Nordostbayern, HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[feinere nachgedrehte Ware (Nordostbayern, HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[gröbere nachgedrehte Ware (Unterfranken, HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[gröbere nachgedrehte Ware (Mittelfranken, FMa/ HMa)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Südbayern, FMa/ HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[hart gebrannte, graue bis grauschwarze Ware (Südbayern, FMa/HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Schwaben, FMa/ HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Oberrhein, FMa/ HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[feinsandig glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Ostalb, HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[feinsandig glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Neckarland, HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[Glimmerware (nördl. Oberrhein/ Odenwald, FMa/ HMa/ SMa)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Goldglimmerware (Oberpfalz, FMa/ HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[Graphittonware (Oberösterreich/ Mähren, HMa)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[kalkgemagerte überdrehte Keramik (Oberrhein, FMa/ HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[Albware (Schwäbische Alb/ mittleres Neckarland, HMa)]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[feine überdrehte Ware (Nordwestschweiz, HMa/ SMa)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Weiß gemagerte nachgedrehte Ware (Südbayern, FMa/HMa)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Kammstrichware (bayer. Donauraum, FMa)]], ([[Burgheimer Ware]])&lt;br /&gt;
*[[stempelverzierte nachgedrehte Ware (bayer. Donauraum, FMa)]]&lt;br /&gt;
*[[Ulmer Gruppe (Ulm, FMa)]]&lt;br /&gt;
*[[weiche nachgedrehte Keramik mit glatter Oberfläche (Regensburg, HMa)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer wieder gibt es Warenarten, bei denen beim Stand der Forschung Drehscheibentechnik wie auch die nachgedrehte Herstellung vorhanden zu sein scheinen. Dies gilt beispielsweise für &lt;br /&gt;
*[[Gelbe quarzgemagerte Ware (Neckarland, HMa)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kulturgeschichtliche Einordnung und sozialer Kontext==&lt;br /&gt;
Aufgrund ihrer vergleichsweise einfachen Herstellungstechnik kann angenommen werden, dass nachgedrehte Keramik im häuslichen Bereich hergestellt wurde (Rogier 2015, 5). Häufig sind Reparaturspuren festzustellen, was bei dieser wenig hochwertigen Keramik darauf hinweist, dass Ersatzbeschaffungen nicht jederzeit möglich waren und wohl eine saisonale Produktion üblich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gegenüber den wohl in professionellen Töpfereien hergestellten [[ältere Drehscheibenware|älteren Drehscheibenwaren]] verstärkte Auftreten seit dem Früh- und Hochmittelalter deutet auf Veränderungen in den Wirtschaftsstrukturen hin, ebenso wie auch die Ablösung durch die [[jüngere Drehscheibenware]] wohl auf veränderte Marktstrukturen zurückzuführen ist. Gleichwohl kann die nachgedrehte Keramik nicht einfach als &amp;quot;Bauernkeramik&amp;quot; gewertet werden, da sie in verschiedenen Regionen auch auf hochadligen Burgstellen verwendet wurde (z.B. [[Oberwittelsbach, Burg Wittelsbach| Burg Wittelsbach]]) oder Burg Hohenstaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:ABB216.jpg|Feinsandig glimmerhaltige nachgedrehte Ware: 1-3 Schalkstetten, 4-7 Ulm, Münsterplatz, 8-11 Hohenstaufen, 12-17 [[Urspring, Breiter Weg]] 18-20 Tomerdingen&lt;br /&gt;
Datei:ABB217.jpg|Hoch- und spätmittelalterliche Topformen im Raum Ulm (nach Gross 1989)&lt;br /&gt;
Datei:ABB218.jpg|Nachgedrehte Ware aus Siedlungen am südlichen Oberrhein: A Mengen. - B Merdingen (Gruppe D)&lt;br /&gt;
Datei:ABB222.jpg|Nachgedrehte Ware aus Hilzingen-Weiterdingen (nach Aufdermauer 1992).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturhinweise==&lt;br /&gt;
*Ade-Rademacher 1993: D. Ade-Rademacher, Die mittelalterlichen und neuzeitlichen Befunde und Funde der Veitsburg. In: D. Ade-Radenmacher/R. Rademacher. Der Veitsberg bei Ravensburg. Forsch. u. Ber. Arch. Mittelalter Bad.-Württ. 16 (Stuttgart 1993) 58-136.&lt;br /&gt;
*Gross 1991: U. Gross, Mittelalterliche Keramik zwischen Neckarmündung und Schwäbischer Alb. Bemerkungen zur räumlichen Entwicklung und zeitlichen Gliederung. Forsch. u. Ber. Arch. Mittelalter Bad.-Württ. 12 (Stuttgart 1991).&lt;br /&gt;
*Gross 1991a: U. Gross, Die Keramik-, Bein- und Metallfunde in dem gemauerten Schacht bei St. Peter und Paul. In: ,Hirsau St. Peter und Paul 1091-1991. Zur Archäologie und Kunstgeschichte. Forschungen und Berichte der Archäologie des Mittelalters in Baden-Württemberg 10,1 (Stuttgart 1991) 139–178.&lt;br /&gt;
*Gross 1991e: U. Gross, Vom Versuch, einen tönernen Kochkessel nachzuahmen. Denkmalpfl. Bad.-Württ. 20, 1991, 120–123. - DOI: https://doi.org/10.11588/nbdpfbw.1991.3.13574&lt;br /&gt;
*Gross 2020: U. Gross, &amp;quot;Nachgedrehte&amp;quot; Keramik in Südwestdeutschland - ein Überblicksversuch. Beiträge zur mittelalterlichen und neuzeitlichen Keramik in Südwestdeutschland (2020). - DOI: 10.11588/artdok.00006809&lt;br /&gt;
*Guthnick 1985: E. Guthnick, Erkennungsmerkmale einer Gefäßherstellung auf langsamen und schnellen Drehscheiben an einzelnen Scherben. Ausgr. u. Funde 30, 1985, 1–5.&lt;br /&gt;
*M. Hensch, Burg Sulzbach in der Oberpfalz. Archäologisch-historische Forschungen zur Entwicklung eines Herrschaftszentrums des 8. bis 14. Jahrhunderts in Nordbayern. Materialien zur Archäologie in der Oberpfalz 3 (Büchenbach 2005).&lt;br /&gt;
*Lobbedey 1969: U. Lobbedey, Untersuchungen mittelalterlicher Keramik vornehmlich in Südwestdeutschland. Arb. Frühmittelalterforsch. 3 (Berlin 1968).&lt;br /&gt;
*Losert 1993: Hans Losert, Die früh- bis hochmittelalterliche Keramik in Oberfranken. Zeitschrift für Archäologie des Mittelalters. Beiheft 8 (Köln 1993). (ISBN: 9783792713235)&lt;br /&gt;
*Maier 1994: H. Maier, Eine mittelalterliche Siedlung auf Markung Urspring (Gemeinde Lonsee, Alb-Donau-Kreis). Materialh. Arch. Bad.-Württ. 23 (Stuttgart 1994).&lt;br /&gt;
*Rogier 2015: M. Rogier, Mittelalterliche nachgedrehte Keramik. Überlegungen zur Definition, Bestimmung und Interpretation am Beispiel Baden-Württemberg. Lehr- und Arbeitsmaterialien zur Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit (Tübingen 2015).&lt;br /&gt;
*Rogier 2015 a: M. Rogier, Nachgedrehte Keramik - Deutung von Herstellungsspuren mithilfe experimenteller Archäologie. In: L. Grunwald (Hrsg.), Den Töpfern auf der Spur – Orte der Keramikherstellung im Licht der neuesten Forschung. 46. Internationales Symposium Keramikforschung des Arbeitskreises für Keramikforschung und des Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz. RGZM-Tagungen 21 (Mainz 2015) 247–256.&lt;br /&gt;
*Schreg 1996: R. Schreg, [Rez.zu]: Maier 1994. Bayer. Vorgeschbl. 1996, 323–326.&lt;br /&gt;
*Schreg 2006: R. Schreg, Dorfgenese in Südwestdeutschland. Das Renninger Becken im Mittelalter. Materialh. Arch. Bad.-Württ. 76 (Stuttgart 2006).&lt;br /&gt;
*Schreg 2012: R. Schreg, Keramik des 9. bis 12. Jahrhunderts am Rhein. Forschungsperspektiven auf Produktion und Alltag. In: H. Pantermehl/L. Grunwald/R. Schreg (Hrsg.), Hochmittelalterliche Keramik am Rhein. Eine Quelle für Produktion und Alltag des 9. bis 12. Jahrhunderts. RGZM-Tagungen 13 (Mainz 2012) 1–19.&lt;br /&gt;
*Schreg 2021: R. Schreg, Ein Dorf bei München - südbayerische Keramikchronologie und das vergessene Spätmittelalter. Archaeologik (18.11.2021). - https://archaeologik.blogspot.com/2020/08/rezension-ein-dorf-bei-munchen-und-die.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Warenart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handwerkstechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Terminologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Vierpa%C3%9Fkrug&amp;diff=11698</id>
		<title>Vierpaßkrug</title>
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		<updated>2026-09-25T21:42:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: neu&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}Der Vierpaßkrug ist eine spezifische Form des [[Mehrpaßkrug]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er ist eine typische Form der [[Jüngere graue Drehscheibenware (Südwestdeutschland, SMa)|hüngeren grauen Drehscheibenware]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Formenkunde]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Renningen,_Raite&amp;diff=11692</id>
		<title>Renningen, Raite</title>
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		<updated>2026-09-11T14:35:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Keramikfunde */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}Renningen (Lkr. Böblingen), „Raite“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siedlung der Völkerwanderungszeit, Grabungen durch das damalige Landesdenkmalamt Baden-Württemberg in Stuttgart (I. Stork) 1991.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
*Koordinaten: 48.77711, 8.921456&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Forschungsgeschichte==&lt;br /&gt;
Kurt Maier konnte in den 1980er und 90er Jahren bei systematischen Feldbegehungen an zahlreichen Stellen im Renninger Becken mittelalterliche Siedlungsfundstellen lokalisieren. Dabei entdeckte er auch ein Siedlungsareal in Flur &amp;quot;Raite&amp;quot;, wo 1991 im Vorfeld der Anlage eines Gewerbegebietes Notgrabungen durch das LDA Baden-Württemberg unter der Leitung von Ingo Stork notwendig wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als 1991 das Archäologische Museum Renningen eingerichtet und erste Ergebnisse publiziert wurden, lagen diese Grabungen noch nicht vor. Eine Auswertung erfolgte durch Rainer Schreg unter dem Aspekt der mittelalterlichen Dorfgenese, die nicht zuletzt auf den Grabungen in [[Renningen, Neuwiesenäcker]] basierte (Schreg 2006). Dabei konnten auch ergänzende Grabungen in der nordwestlich anschließenden Areal am Oberbrunnen gemacht werden (Schreg 1997). Seitdem kam es im Umfeld zu weiteren Grabungen, deren Funde jedoch überwiegend eisenzeitlich sind (Bollacher 2015; Heise u.a. 2021).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Befundsituation==&lt;br /&gt;
Erfasst wurde eine Siedlung mit mehreren Pfostenbauten (darunter dreischiffige Langhäuser), Grubenhäusern und Zaunstrukturen. In der Grabungsfläche lagen auch einzelne Funde und Befunde der frühen Eisenzeit vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Keramikfunde==&lt;br /&gt;
Das Keramikspektrum umfasst [[Handgemachte Grobware (Süddeutschland, VWz/ FMa)|Handgemachte Grobware]] und [[Schwarzgraue geglättete Ware (VwZ)|Handgemachte geglättete Ware]], vor allem aber auch [[rauwandige Drehscheibenware römischer Tradition]] sowie [[Terra Nigra]]. Konkrete chronologische Anhaltspunkte ergeben sich nicht aus dem Befund, sondern mussten von außen herangetragen werden. Demnach bestand die Siedlung vom (späteren) 4. Jahrhundert bis ins frühe 7. Jahrhundert, wobei für das späte 5. Jahrhundert gewisse Unsicherheiten bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Grabungsbereich liegen auch Funde der Hallstatt- und Frühlatènezeit vor, wie sie in späteren benachbarten Grabungsarealen ebenfalls greifbar wurden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed-hover&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Renningen Raite (RS 1994) (6).jpg|[[Renningen, Raite]], [[Handgemachte Grobware (Süddeutschland, VWz/ FMa)]], Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg)&lt;br /&gt;
Datei:Renningen Raite (RS 1994) (5).jpg|[[Renningen, Raite]], [[Schwarzgraue geglättete Ware (VwZ)]], Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg)&lt;br /&gt;
Datei:Renningen Raite (RS 1994) (4).jpg|[[Renningen, Raite]], [[Terra Nigra]], Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg)&lt;br /&gt;
Datei:Renningen Raite (RS 1994) (3).jpg|Renningen, Raite, rauwandige Drehscheibenware, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg)&lt;br /&gt;
Datei:Renningen Raite (RS 1994) (2).jpg|Renningen, Raite, rauwandige Drehscheibenware, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg)&lt;br /&gt;
Datei:Renningen Raite (RS 1994).jpg|Renningen, Raite, rauwandige Drehscheibenware, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur zur Fundstelle==&lt;br /&gt;
*Bollacher 2015 C. Bollacher, Abseits der &amp;quot;Fürstensitze&amp;quot; - ein eisenzeitliches Bauerndorf bei Renningen. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 2014, 2015, 137–141.&lt;br /&gt;
*Heise u. a. 2021: M. Heise/K. Papadopoulos/S. Schmidt, Neue Ergebnisse zur spätbronze- und eisenzeitlichen Besiedlung des Renninger Beckens. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 2020, 2021, 129–132.&lt;br /&gt;
*Schreg 1997: R. Schreg, Sondagen im Renninger Becken, Kreis Böblingen. Ein Siedlungsausschnitt frühalamannischer Zeit beim römischen Gutshof am 'Oberbrunnen'. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 1997, 139–141.&lt;br /&gt;
*Schreg 2006: R. Schreg, Dorfgenese in Südwestdeutschland. Das Renninger Becken im Mittelalter. Materialh. Arch. Bad.-Württ. 76 (Stuttgart 2006).&lt;br /&gt;
*Stork 1991: I. Stork, Eine neue Siedlung der Völkerwanderungs- und Merowingerzeit bei Renningen, Kreis Böblingen. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 1991, 183–187.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fundstellenregest]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: Renningen, Raite, rauwandige Drehscheibenware, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Renningen, Raite]], rauwandige Drehscheibenware, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: Renningen, Raite, rauwandige Drehscheibenware, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Renningen, Raite]], rauwandige Drehscheibenware, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: Renningen, Raite, rauwandige Drehscheibenware, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Renningen, Raite]], rauwandige Drehscheibenware, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Keramikfunde */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}Renningen (Lkr. Böblingen), „Raite“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siedlung der Völkerwanderungszeit, Grabungen durch das damalige Landesdenkmalamt Baden-Württemberg in Stuttgart (I. Stork) 1991.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
*Koordinaten: 48.77711, 8.921456&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Forschungsgeschichte==&lt;br /&gt;
Kurt Maier konnte in den 1980er und 90er Jahren bei systematischen Feldbegehungen an zahlreichen Stellen im Renninger Becken mittelalterliche Siedlungsfundstellen lokalisieren. Dabei entdeckte er auch ein Siedlungsareal in Flur &amp;quot;Raite&amp;quot;, wo 1991 im Vorfeld der Anlage eines Gewerbegebietes Notgrabungen durch das LDA Baden-Württemberg unter der Leitung von Ingo Stork notwendig wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als 1991 das Archäologische Museum Renningen eingerichtet und erste Ergebnisse publiziert wurden, lagen diese Grabungen noch nicht vor. Eine Auswertung erfolgte durch Rainer Schreg unter dem Aspekt der mittelalterlichen Dorfgenese, die nicht zuletzt auf den Grabungen in [[Renningen, Neuwiesenäcker]] basierte (Schreg 2006). Dabei konnten auch ergänzende Grabungen in der nordwestlich anschließenden Areal am Oberbrunnen gemacht werden (Schreg 1997). Seitdem kam es im Umfeld zu weiteren Grabungen, deren Funde jedoch überwiegend eisenzeitlich sind (Bollacher 2015; Heise u.a. 2021).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Befundsituation==&lt;br /&gt;
Erfasst wurde eine Siedlung mit mehreren Pfostenbauten (darunter dreischiffige Langhäuser), Grubenhäusern und Zaunstrukturen. In der Grabungsfläche lagen auch einzelne Funde und Befunde der frühen Eisenzeit vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Keramikfunde==&lt;br /&gt;
Das Keramikspektrum umfasst [[Handgemachte Grobware (Süddeutschland, VWz/ FMa)|Handgemachte Grobware]] und [[Schwarzgraue geglättete Ware (VwZ)|Handgemachte geglättete Ware]], vor allem aber auch [[rauwandige Drehscheibenware römischer Tradition]] sowie [[Terra Nigra]]. Konkrete chronologische Anhaltspunkte ergeben sich nicht aus dem Befund, sondern mussten von außen herangetragen werden. Demnach bestand die Siedlung vom (späteren) 4. Jahrhundert bis ins frühe 7. Jahrhundert, wobei für das späte 5. Jahrhundert gewisse Unsicherheiten bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Grabungsbereich liegen auch Funde der Hallstatt- und Frühlatènezeit vor, wie sie in späteren benachbarten Grabungsarealen ebenfalls greifbar wurden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Renningen Raite (RS 1994) (6).jpg|[[Renningen, Raite]], [[Handgemachte Grobware (Süddeutschland, VWz/ FMa)]], Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg)&lt;br /&gt;
Datei:Renningen Raite (RS 1994) (5).jpg|[[Renningen, Raite]], [[Schwarzgraue geglättete Ware (VwZ)]], Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg)&lt;br /&gt;
Datei:Renningen Raite (RS 1994) (4).jpg|[[Renningen, Raite]], [[Terra Nigra]], Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur zur Fundstelle==&lt;br /&gt;
*Bollacher 2015 C. Bollacher, Abseits der &amp;quot;Fürstensitze&amp;quot; - ein eisenzeitliches Bauerndorf bei Renningen. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 2014, 2015, 137–141.&lt;br /&gt;
*Heise u. a. 2021: M. Heise/K. Papadopoulos/S. Schmidt, Neue Ergebnisse zur spätbronze- und eisenzeitlichen Besiedlung des Renninger Beckens. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 2020, 2021, 129–132.&lt;br /&gt;
*Schreg 1997: R. Schreg, Sondagen im Renninger Becken, Kreis Böblingen. Ein Siedlungsausschnitt frühalamannischer Zeit beim römischen Gutshof am 'Oberbrunnen'. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 1997, 139–141.&lt;br /&gt;
*Schreg 2006: R. Schreg, Dorfgenese in Südwestdeutschland. Das Renninger Becken im Mittelalter. Materialh. Arch. Bad.-Württ. 76 (Stuttgart 2006).&lt;br /&gt;
*Stork 1991: I. Stork, Eine neue Siedlung der Völkerwanderungs- und Merowingerzeit bei Renningen, Kreis Böblingen. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 1991, 183–187.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fundstellenregest]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
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		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Datei:Renningen_Raite_(RS_1994)_(4).jpg&amp;diff=11687</id>
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		<updated>2026-09-11T14:08:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: Renningen, Raite, Terra Nigra, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Renningen, Raite]], [[Terra Nigra]], Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
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		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Datei:Renningen_Raite_(RS_1994)_(5).jpg&amp;diff=11686</id>
		<title>Datei:Renningen Raite (RS 1994) (5).jpg</title>
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		<updated>2026-09-11T14:05:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: Renningen, Raite, Schwarzgraue geglättete Ware (VwZ), Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Renningen, Raite]], [[Schwarzgraue geglättete Ware (VwZ)]], Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
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		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Renningen,_Raite&amp;diff=11685</id>
		<title>Renningen, Raite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Renningen,_Raite&amp;diff=11685"/>
		<updated>2026-09-11T14:04:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Keramikfunde */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}Renningen (Lkr. Böblingen), „Raite“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siedlung der Völkerwanderungszeit, Grabungen durch das damalige Landesdenkmalamt Baden-Württemberg in Stuttgart (I. Stork) 1991.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
*Koordinaten: 48.77711, 8.921456&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Forschungsgeschichte==&lt;br /&gt;
Kurt Maier konnte in den 1980er und 90er Jahren bei systematischen Feldbegehungen an zahlreichen Stellen im Renninger Becken mittelalterliche Siedlungsfundstellen lokalisieren. Dabei entdeckte er auch ein Siedlungsareal in Flur &amp;quot;Raite&amp;quot;, wo 1991 im Vorfeld der Anlage eines Gewerbegebietes Notgrabungen durch das LDA Baden-Württemberg unter der Leitung von Ingo Stork notwendig wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als 1991 das Archäologische Museum Renningen eingerichtet und erste Ergebnisse publiziert wurden, lagen diese Grabungen noch nicht vor. Eine Auswertung erfolgte durch Rainer Schreg unter dem Aspekt der mittelalterlichen Dorfgenese, die nicht zuletzt auf den Grabungen in [[Renningen, Neuwiesenäcker]] basierte (Schreg 2006). Dabei konnten auch ergänzende Grabungen in der nordwestlich anschließenden Areal am Oberbrunnen gemacht werden (Schreg 1997). Seitdem kam es im Umfeld zu weiteren Grabungen, deren Funde jedoch überwiegend eisenzeitlich sind (Bollacher 2015; Heise u.a. 2021).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Befundsituation==&lt;br /&gt;
Erfasst wurde eine Siedlung mit mehreren Pfostenbauten (darunter dreischiffige Langhäuser), Grubenhäusern und Zaunstrukturen. In der Grabungsfläche lagen auch einzelne Funde und Befunde der frühen Eisenzeit vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Keramikfunde==&lt;br /&gt;
Das Keramikspektrum umfasst [[Handgemachte Grobware (Süddeutschland, VWz/ FMa)|Handgemachte Grobware]] und [[Schwarzgraue geglättete Ware (VwZ)|Handgemachte geglättete Ware]], vor allem aber auch [[rauwandige Drehscheibenware römischer Tradition]] sowie [[Terra Nigra]]. Konkrete chronologische Anhaltspunkte ergeben sich nicht aus dem Befund, sondern mussten von außen herangetragen werden. Demnach bestand die Siedlung vom (späteren) 4. Jahrhundert bis ins frühe 7. Jahrhundert, wobei für das späte 5. Jahrhundert gewisse Unsicherheiten bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Grabungsbereich liegen auch Funde der Hallstatt- und Frühlatènezeit vor, wie sie in späteren benachbarten Grabungsarealen ebenfalls greifbar wurden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Renningen Raite (RS 1994) (6).jpg|[[Renningen, Raite]], [[Handgemachte Grobware (Süddeutschland, VWz/ FMa)]], Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur zur Fundstelle==&lt;br /&gt;
*Bollacher 2015 C. Bollacher, Abseits der &amp;quot;Fürstensitze&amp;quot; - ein eisenzeitliches Bauerndorf bei Renningen. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 2014, 2015, 137–141.&lt;br /&gt;
*Heise u. a. 2021: M. Heise/K. Papadopoulos/S. Schmidt, Neue Ergebnisse zur spätbronze- und eisenzeitlichen Besiedlung des Renninger Beckens. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 2020, 2021, 129–132.&lt;br /&gt;
*Schreg 1997: R. Schreg, Sondagen im Renninger Becken, Kreis Böblingen. Ein Siedlungsausschnitt frühalamannischer Zeit beim römischen Gutshof am 'Oberbrunnen'. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 1997, 139–141.&lt;br /&gt;
*Schreg 2006: R. Schreg, Dorfgenese in Südwestdeutschland. Das Renninger Becken im Mittelalter. Materialh. Arch. Bad.-Württ. 76 (Stuttgart 2006).&lt;br /&gt;
*Stork 1991: I. Stork, Eine neue Siedlung der Völkerwanderungs- und Merowingerzeit bei Renningen, Kreis Böblingen. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 1991, 183–187.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fundstellenregest]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Datei:Renningen_Raite_(RS_1994)_(6).jpg&amp;diff=11684</id>
		<title>Datei:Renningen Raite (RS 1994) (6).jpg</title>
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		<updated>2026-09-11T14:01:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: Renningen, Raite, Handgemachte Grobware (Süddeutschland, VWz/ FMa), Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Renningen, Raite]], [[Handgemachte Grobware (Süddeutschland, VWz/ FMa)]], Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Stempelverzierung&amp;diff=11683</id>
		<title>Stempelverzierung</title>
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		<updated>2026-09-10T19:12:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Rollstempel */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}&lt;br /&gt;
==Einzelstempel==&lt;br /&gt;
zum Beispiel auf &lt;br /&gt;
*[[Knickwandkeramik]]&lt;br /&gt;
*[[Stempelverzierte Beutelgefäße]]&lt;br /&gt;
==Rollstempel==&lt;br /&gt;
Rollstempel wurden an dem sich noch auf der Drehscheibe oder dem Drehteller drehenden Gefäß mittels [[Rollrädchen]] angebracht.&lt;br /&gt;
Einfache Rechteckrollstempel z.B. auf&lt;br /&gt;
*[[Rauwandige Drehscheibenware Donzdorfer Art (Neckarland/ Schwäb. Alb, FMa)]]: insbes. einzeilige Rechteckrollstempel&lt;br /&gt;
*[[Ältere gelbe Drehscheibenware (Südwestdeutschland, FMa/HMa)]], Typ Kirchhausen: insbes. Rollstempel mit Diagonalgitter und geschachtelten Dreiecken&lt;br /&gt;
*[[Sandige Drehscheibenware (Nordschweiz, FMa)]]: insbes. Rechteck- und Diagonalgitterrollstempel&lt;br /&gt;
*[[Orange Straßburger Drehscheibenware (Elsaß, HMa)]]: insbes. &amp;quot;laufender Hund&amp;quot;&lt;br /&gt;
*[[Jüngere graue Drehscheibenware (Ulm und Oberschwaben, SMa)]]: einfache Rechteckrollstempel, Rollstempel mit geschachtelten Dreiecken&lt;br /&gt;
[[Datei:Donzdorf Vorschwärz Grab 76 Knickwandtopf (RS 1994).jpg|denter|mini|[[Donzdorf, Vorschwärz]], Grab 76, Knickwandtopf mit einzeiligem Rollstempel, Landesmuseum Württemberg (Foto: R. Schreg)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Geislingen Glocke HM Gslg (RS 1993) 1 - Kopie.jpg|mini|center|[[Geislingen an der Steige]], Glocke: jüngere graue Drehscheibenware, Fund A. Kley (Mus. Geislingen, Foto: R. Schreg, 1999)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bedeutung==&lt;br /&gt;
Tatsächliche Stempelgleichheiten, die sich beispielsweise an Schnittfehlern erkennen lassen, ermöglichen die Bestimmung von Produkten einer Werkstatt. Beim Abgleich von Stempeleindrücken ist zu berücksichtigen, dass durch den Schwund bei Trocknen und Brand die Größen nicht vollständig übereinstimmend sein müssen, sondern mit einer geringen Varianz zu rechnen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbreitungsanalyse von Stempelabrücken hat sich mehrfach als gute Methode zur Bestimmung von Werkstattkreisen und Handelsbeziehungen erwiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dokumentationsmethoden==&lt;br /&gt;
*Abgüsse. Vergl dazu https://www.aasps.org.uk/Casting.html&lt;br /&gt;
*Scans&lt;br /&gt;
==Links==&lt;br /&gt;
*https://www.aasps.org.uk&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Koch 1973: R Koch, Absatzgebiete merowingerzeitlicher Töpfereien des nördlicheu Neckargebietes. Jahrb Hist. Ver. Heilbronn 27, 1973, 31-43.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Formenkunde]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
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		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Stempelverzierung&amp;diff=11682</id>
		<title>Stempelverzierung</title>
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		<updated>2026-09-10T19:02:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Rollstempel */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}&lt;br /&gt;
==Einzelstempel==&lt;br /&gt;
zum Beispiel auf &lt;br /&gt;
*[[Knickwandkeramik]]&lt;br /&gt;
*[[Stempelverzierte Beutelgefäße]]&lt;br /&gt;
==Rollstempel==&lt;br /&gt;
[[Datei:Geislingen Glocke HM Gslg (RS 1993) 1 - Kopie.jpg|mini|right|[[Geislingen an der Steige]], Glocke: jüngere graue Drehscheibenware, Fund A. Kley (Mus. Geislingen, Foto: R. Schreg, 1999)]]&lt;br /&gt;
z.B. auf&lt;br /&gt;
*[[Rauwandige Drehscheibenware Donzdorfer Art (Neckarland/ Schwäb. Alb, FMa)]]: insbes. einzeilige Rechteckrollstempel&lt;br /&gt;
*[[Ältere gelbe Drehscheibenware (Südwestdeutschland, FMa/HMa)]], Typ Kirchhausen: insbes. Rollstempel mit Diagonalgitter und geschachtelten Dreiecken&lt;br /&gt;
*[[Sandige Drehscheibenware (Nordschweiz, FMa)]]: insbes. Rechteck- und Diagonalgitterrollstempel&lt;br /&gt;
*[[Orange Straßburger Drehscheibenware (Elsaß, HMa)]]: insbes. &amp;quot;laufender Hund&amp;quot;&lt;br /&gt;
*[[Jüngere graue Drehscheibenware (Ulm und Oberschwaben, SMa)]]: einfache Rechteckrollstempel, Rollstempel mit geschachtelten Dreiecken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bedeutung==&lt;br /&gt;
Tatsächliche Stempelgleichheiten, die sich beispielsweise an Schnittfehlern erkennen lassen, ermöglichen die Bestimmung von Produkten einer Werkstatt. Beim Abgleich von Stempeleindrücken ist zu berücksichtigen, dass durch den Schwund bei Trocknen und Brand die Größen nicht vollständig übereinstimmend sein müssen, sondern mit einer geringen Varianz zu rechnen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbreitungsanalyse von Stempelabrücken hat sich mehrfach als gute Methode zur Bestimmung von Werkstattkreisen und Handelsbeziehungen erwiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dokumentationsmethoden==&lt;br /&gt;
*Abgüsse. Vergl dazu https://www.aasps.org.uk/Casting.html&lt;br /&gt;
*Scans&lt;br /&gt;
==Links==&lt;br /&gt;
*https://www.aasps.org.uk&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Koch 1973: R Koch, Absatzgebiete merowingerzeitlicher Töpfereien des nördlicheu Neckargebietes. Jahrb Hist. Ver. Heilbronn 27, 1973, 31-43.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Formenkunde]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
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	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Stempelverzierung&amp;diff=11681</id>
		<title>Stempelverzierung</title>
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		<updated>2026-09-10T19:02:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Rollstempel */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}&lt;br /&gt;
==Einzelstempel==&lt;br /&gt;
zum Beispiel auf &lt;br /&gt;
*[[Knickwandkeramik]]&lt;br /&gt;
*[[Stempelverzierte Beutelgefäße]]&lt;br /&gt;
==Rollstempel==&lt;br /&gt;
[[Geislingen Glocke HM Gslg (RS 1993) 1 - Kopie.jpg|mini|right|[[Geislingen an der Steige]], Glocke: jüngere graue Drehscheibenware, Fund A. Kley (Mus. Geislingen, Foto: R. Schreg, 1999)]]&lt;br /&gt;
z.B. auf&lt;br /&gt;
*[[Rauwandige Drehscheibenware Donzdorfer Art (Neckarland/ Schwäb. Alb, FMa)]]: insbes. einzeilige Rechteckrollstempel&lt;br /&gt;
*[[Ältere gelbe Drehscheibenware (Südwestdeutschland, FMa/HMa)]], Typ Kirchhausen: insbes. Rollstempel mit Diagonalgitter und geschachtelten Dreiecken&lt;br /&gt;
*[[Sandige Drehscheibenware (Nordschweiz, FMa)]]: insbes. Rechteck- und Diagonalgitterrollstempel&lt;br /&gt;
*[[Orange Straßburger Drehscheibenware (Elsaß, HMa)]]: insbes. &amp;quot;laufender Hund&amp;quot;&lt;br /&gt;
*[[Jüngere graue Drehscheibenware (Ulm und Oberschwaben, SMa)]]: einfache Rechteckrollstempel, Rollstempel mit geschachtelten Dreiecken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bedeutung==&lt;br /&gt;
Tatsächliche Stempelgleichheiten, die sich beispielsweise an Schnittfehlern erkennen lassen, ermöglichen die Bestimmung von Produkten einer Werkstatt. Beim Abgleich von Stempeleindrücken ist zu berücksichtigen, dass durch den Schwund bei Trocknen und Brand die Größen nicht vollständig übereinstimmend sein müssen, sondern mit einer geringen Varianz zu rechnen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbreitungsanalyse von Stempelabrücken hat sich mehrfach als gute Methode zur Bestimmung von Werkstattkreisen und Handelsbeziehungen erwiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dokumentationsmethoden==&lt;br /&gt;
*Abgüsse. Vergl dazu https://www.aasps.org.uk/Casting.html&lt;br /&gt;
*Scans&lt;br /&gt;
==Links==&lt;br /&gt;
*https://www.aasps.org.uk&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Koch 1973: R Koch, Absatzgebiete merowingerzeitlicher Töpfereien des nördlicheu Neckargebietes. Jahrb Hist. Ver. Heilbronn 27, 1973, 31-43.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Formenkunde]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Renningen,_Neuwiesen%C3%A4cker&amp;diff=11680</id>
		<title>Renningen, Neuwiesenäcker</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Renningen,_Neuwiesen%C3%A4cker&amp;diff=11680"/>
		<updated>2026-09-10T17:50:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Keramikfunde */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Lage==&lt;br /&gt;
Das ausgedehnte früh- bis hochmittelalterliche Siedlungsareal liegt westlich der Ortslage von Renningen (Lkr. Böblingen, Baden-Württemberg) und umfasst mehrere Flurteile bis über die Gemarkungsgrenze zu Malmsheim. Die Nähe zur Flur &amp;quot;Altheimer Tal&amp;quot; gibt Grund zur Annahme, dass die Siedlung mit dem Ort Altheim identifiziert werden darf, der im 12. bis 14. Jahrhundert in den Hirsauer Urkunden erwähnt wird.  Nur in den Neuwiesenäckern ca. 0,8 km WNW der Kirche konnte beim Straßenbau in den 1980er Jahren ein kleiner Ausschnitt archäologisch untersucht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Koordinaten: 48.767930, 8.9235626&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Forschungsgeschichte==&lt;br /&gt;
Kurt Maier konnte in den 1980er und 90er Jahren bei systematischen Feldbegehungen an zahlreichen Stellen im Renninger Becken mittelalterliche Siedlungsfundstellen lokalisieren. 1987/88 wurde im Vorfeld eines Straßenbaus ein kleiner Ausschnitt der Siedlung in den Neuwiesenäckern durch das LDA Stuttgart (Ingo Stork) ausgegraben. In den Folgejahren konnte das Landesdenkmalamt Baden-Württemberg in Renningen einen gewissen Schwerpunkt setzen, u.a. mit Grabungen in der frühalamannischen Siedlung [[Renningen, Raite]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Materialpräsentationen erfolgten im Rahmen von Vorberichten durch Uwe Gross (1991). &lt;br /&gt;
Eine Auswertung erfolgte durch Rainer Schreg unter dem Aspekt der mittelalterlichen Dorfgenese, doch wurde hier auch der Keramikfundbestand aus den verschiedenen Grabungen und Feldbegehungen bearbeitet und vorgelegt (Schreg 2006).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Befundsituation==&lt;br /&gt;
Bei den Grabungen 1987 wurden die Grundrisse ein- und zweischiffiger Pfostenbauten, einfache Grubenhäuser, Herdstellen bzw. Ofenreste, die Pfostenreste einiger Zäune sowie zwei Brunnen aufgedeckt.&lt;br /&gt;
Die Gebäude gehören, soweit sie anhand von Funden zu datieren sind, ins 10. bis 12. Jahrhundert. Nach Ausweis der Funde muss hier aber bereits im 9. und 10. Jahrhundert eine größere Siedlung gelegen haben. Die Anfänge der Siedlung reichen sogar noch weiter zurück: Einige wenige Funde der Völkerwanderungszeit zeigen, dass hier schon gleichzeitig mit der Siedlung in der Raite weitere Häuser existiert haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der Brunnen enthielt einen Holzbalken, der sich dendrochronologisch exakt in den Winter von 999 auf das Jahr 1000 datieren ließ. Leider blieb unklar, ob es sich um ein Holz aus der Verfüllung oder von einer Brunnenfassung unterhalb der runden, trocken ausgeführten Steinaufmauerung handelte. Die Verfüllung des Brunnens jedenfalls erfolgte. nach dem Keramikspektrum zu schließen, frühestens im fortgeschrittenen 11. Jahrhundert. Sie enthielt zahlreiche Samen von Ruderalpflanzen, die darauf hindeuten, dass seine Umgebung nicht gepflegt und kaum begangen wurde. Dies könnte ein Hinweis auf eine allmähliche Aufgabe der Siedlung sein. Wann dies genau geschah, ist aus quellenkritischen Gründen nicht sicher zu erfassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngste nachweisbare Siedlungsphase gehört in das spätere 11. und 12. Jahrhundert. doch bleibt unklar, inwiefern im 13. Jahrhundert vielleicht noch mit ebenerdiger Bebauung zu rechnen&lt;br /&gt;
ist, die sich im archäologischen Befund nicht mehr erfassen lässt. Nach den schriftlichen Quellen dürfte ein einzelner Hof noch bis ins 14. Jahrhundert bestanden haben. Sichere archäologische Anhaltspunkte, die Aufschluss über das Ende der Siedlung in den Neuwiesenäckern geben könnten, liegen nicht vor.&lt;br /&gt;
Zwar konnten in einzelnen Befunden Brandreste festgestellt werden, doch kann daraus nicht auf eine Brandzerstörung der Siedlung geschlossen werden.&lt;br /&gt;
Ähnlich wie in der Raite bestanden die Höfe aus mehreren Gebäuden.&lt;br /&gt;
Die Hauptgebäude wiesen ein einfacheres Bauschema auf. Anstelle dreischiffiger Häuser errichtete man nur zweischiffige Gebäude, die jedoch eine ähnliche Größe erreichten. Wie in der Völkerwanderungszeit dürften Wohnraum und Stall unter einem Dach vereint gewesen sein. Gestelzte Speicher sind in der Grabungsfläche nicht nachweisbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Keramikfunde==&lt;br /&gt;
Nach einer ersten Sichtung der Keramikfunde durch U. Gross, wurden diese durch Schreg 2006 bearbeitet und vorgelegt. Dabei wurden 12 Keramikgruppen unterschieden:&lt;br /&gt;
*1. Vorgeschichtliche Keramik&lt;br /&gt;
*2. Römische Keramik&lt;br /&gt;
**2.1. [[Terra Sigillata]]&lt;br /&gt;
**2.2. [[Firnisware]]n&lt;br /&gt;
**2.3. Römische Gebrauchskeramik&lt;br /&gt;
*3. Handgemachte Keramik&lt;br /&gt;
**3.1. [[Handgemachte Grobware (Süddeutschland, VWz/ FMa)|Handgemachte Grobware]]&lt;br /&gt;
**3.2. [[Schwarzgraue geglättete Ware (VwZ)|Handgemachte geglättete Ware]]&lt;br /&gt;
*4. [[Terra Nigra]]&lt;br /&gt;
*5. Geglättete Drehscheibenware ([[Knickwandkeramik]])&lt;br /&gt;
**5.1. [[Schwarz engobierte Drehscheibenware]]&lt;br /&gt;
*6. Terra-sigillata-Derivate/[[rotgestrichene Ware (Vwz)|Rot gestrichene Ware]]&lt;br /&gt;
*7. Rauwandige Drehscheibenkeramik&lt;br /&gt;
**7.1. [[Rauwandige Drehscheibenware römischer Tradition]]&lt;br /&gt;
**7.2. Graue rauwandige Drehscheibenware: u.a [[Donzdorfer Ware]]&lt;br /&gt;
**7.3. [[Braune, meist rillenverzierte rauwandige Drehscheibenware (Neckarland, FMa)|Braune, meist rillenverzierte rauwandige Drehscheibenware]]&lt;br /&gt;
*8. [[Ältere graue Drehscheibenware (Kraichgau/ Oberrhein, HMa)|Ältere graue Drehscheibenware]]&lt;br /&gt;
*9. Nachgedrehte Keramik&lt;br /&gt;
**9.1. Kalkgemagerte nachgedrehte Ware ([[Albware]])&lt;br /&gt;
**9.2. [[gröbere nachgedrehte Ware (Neckarland, HMa)|Gröbere nachgedrehte Ware]]&lt;br /&gt;
**9.3. [[feinsandig glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Neckarland, HMa)|Feinsandig nachgedrehte Ware]]&lt;br /&gt;
*10. Oxidierend gebrannte Drehscheibenkeramik&lt;br /&gt;
**10.1. [[Ältere gelbe Drehscheibenware (Südwestdeutschland, FMa/HMa)|Ältere gelbe Drehscheibenware]]. Innerhalb dieser im allgemeinen quarzgemagerten Gruppe konnten verschiedene Materialgruppen beobachtet werden. Dazu gehören Funde, die der sog. [[Gelbe quarzgemagerte Ware (Neckarland, HMa)|gelben quarzgemagerten Ware]], die tatsächlich durch rostbraune Magerung auffällt, zugeordnet werden können, sowie eine kalkgemagerte Variante.&lt;br /&gt;
**10.2. [[Rotbemalte Waren]]&lt;br /&gt;
*11. [[Jüngere graue Drehscheibenware (Südwestdeutschland, SMa)|Jüngere, graue Drehscheibenware]]&lt;br /&gt;
*12. Neuzeitliche Keramik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed-hover&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker (RS 1994) 07.jpg|[[Renningen, Neuwiesenäcker]]: [[Schwarzgraue geglättete Ware (VwZ)]], Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg) &lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker (RS 1994) 02.jpg|[[Renningen, Neuwiesenäcker]]: [[Rauwandige Drehscheibenware römischer Tradition]], [[Wölbwandtopf]], Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg)&lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker ägD 2.png|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere gelbe Drehscheibenware Typ Kirchhausen (Schreg 2006 Taf. 29,4)&lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker ägD 3.png|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere gelbe Drehscheibenware Typ Runder Berg (Schreg 2006 Taf. 29,12) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker ägD.png|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere gelbe Drehscheibenware Typ Jagstfeld (Schreg 2006 Taf 30,23) &lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker ägD 1.png|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere gelbe Drehscheibenware Typ Jagstfeld (Schreg 2006 Taf 30,23)&lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker (RS 1994) 25.jpg|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere gelbe Drehscheibenware Typ Jagstfeld, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg) &lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker ägrD.png|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere graue Drehscheibenware Typ Stetten (Schreg 2006 Taf 29,3)&lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker (RS 1994) 08.jpg|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere graue Drehscheibenware Typ Stetten, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg) &lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker (RS 1994) 11.jpg|Renningen, Neuwiesenäcker: Albware, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg) &lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuw rotbem Ware.jpg|Renningen, Neuwiesenäcker: rotbemalte Drehscheibenware, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg) &lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker (RS 1994) 21.jpg|[[Renningen, Neuwiesenäcker]]. [[Rotbemalte ältere gelbe Drehscheibenware (Südwestdeutschland, HMa)]], Grubenhaus 7, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
===tabellarische Übersicht der Warenarten===&lt;br /&gt;
nach Schreg 2006 Tab. 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Warenart ||Magerungsgröße ||Magerungsdichte ||Magerungsart ||Härte ||Farbe ||Oberfläche ||Brand ||Technik ||Randformen ||Bemerkungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 1: Vorgeschichtliche Keramik||||||organisch/Quarz || || ||  || überwiegend reduzierend||handgemacht sehr breites Spektrum|| ||bei Schreg 2006 nicht genauer bearbeitet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 2: Römische Keramik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2.1 Terra Sigillata||sehr fein||schwach|| ||hart||orange||poliert-glatt||oxid.||scheibengedr.||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2.2 Firniswaren|| fein  || mäßig  ||  Quarz  || hart  || grau  || glatt  || red.  || scheibengedr.|| || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2.3 römische Gebrauchskeramik||fein–grob || mäßig–stark || Quarz, Kalk, Schamotte, orangeschwarze Part.|| weich || grau-braun|| matt|| red./oxid. || scheibengedr.||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 3: Handgemachte Keramik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3.1 handgemachte Grobware  ||  mittelgrob–grob ||   stark  ||  Quarz, Kalk  ||  hart ||  braun–braunschwarz, meist fleckig ||  matt–rau  ||  red.  ||  handgemacht  ||  1–6 ||Abgrenzungsprobleme geg.  handgem. gegl. W. und vorgesch. Keramik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3.2 handgemachte geglättete Ware||| fein–mittelgrob || mäßig || Quarz, Kalk || hart || Braun-/ Grautöne || glatt–matt || red. || handgemacht || 7–12 ||Abgrenzungsprobleme geg. handgem. Grobw. und Terra nigra, inkl. Rippen- u. Beutelgefäße &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gruppe 4: Terra nigra&lt;br /&gt;
|| fein || schwach–mäßig || sehr unterschiedlich: Quarz, Kalk, Glimmer, rostbr. Part. || hart || grau || glatt–poliert, Horizontalriefen || red. || scheibengedr. || 13–15||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 5: Geglättete Drehscheibenware (Knickwandkeramik)|| fein–mittel,  grob || schwach–mäßig || Quarz || weich–hart ||grau–hellbraun || glatt– poliert, Wellenlinien, Rollstempel || red./oxid. || scheibengedr.|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5.1 schwarz engobierte Drehscheibenware || grob || mäßig–stark || Quarz||  hart || schwarz || matt, engobiert ||uneinheitl. || scheibengedr.|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 6: Terra-Sigillata-Derivate/Rotgestrichene Ware&lt;br /&gt;
| fein–mittelgrob ||schwach ||Quarz, Schamotte|| hart ||orange rot|| engobiert ||oxid. ||scheibengedr.|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 7: Rauwandige Drehscheibenkeramik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7.1 rauwandige Drehscheibenw. röm. Trad.|| grob, mittelgrob oder sehr grob||mäßig–stark ||Quarz, Schamotte, vereinzelt schwarze Part., Schamotte (rostbr. Part.)||hart ||rotbraun, grau, beige,orange, sämisch ||rau, horizontale Rillen ||uneinheitl. ||scheibengedr.|| 18–28|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7.2 graue rauwandige Drehscheibenw.||mittel/grob ||stark, seltener mäßig ||Quarz ||hart ||grau ||matt–rau ||red.|| scheibengedr. ||29–35|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7.2.1 Einglättverzierte Keramik ||mittelgrob–grob ||mäßig ||Quarz ||hart ||grau|| rau, Einglättverzierung ||red. ||scheibengedr. ||Einzelstück&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7.2.2 rauwandige Drehscheibenw. Donzdorfer Art||mittelgrob–grob ||mäßig–stark ||Quarz, rostbraune Part.||hart ||grau ||rau ||red. ||scheibengedr. ||34–35 || Craquelée&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7.3 Braune rauwandige, rillenverzierte Drehscheibenw. ||grob, seltener mittel oder mittelgrob||mäßig–stark ||Quarz, rostbr. Part., selten Kalk oder Schamotte||hart ||sämisch-braun, schwarz ||matt–rau, horizontale Rillen ||uneinheitl. ||scheibengedr. ||36–38|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 8: Ältere grautonige Drehscheibenware|| mittelgrob–grob|| ||Quarz ||matt/rau|||| ||red. ||scheibengedr. ||39–43|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 9: Nachgedrehte Keramik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 9.1 kalkgemagerte nachgedrehte Ware (Albware)||fein–mittelgrob ||stark|| Kalk ||weich|| braun ||matt|| Mischbrand ||nachgedreht ||44–49||Wellenlinien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 9.2 gröbere nachgedrehte Ware ||mitel–mittelgrob ||mäßig–stark ||Quarz ||hart|| grau-braun ||rau ||red. ||nachgedreht ||46–46; 49–51&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 9.3 feinsandig- glimmerhaltige Ware ||fein–mittel ||schwach–mäßig ||Glimmer, Quarz ||hart ||grau ||matt ||red. ||nachgedreht ||52–54 ||darunter sandgem. Var. der Albware&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 10: Oxidierend gebrannte Drehscheibenkeramik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10.1 [[Ältere gelbe Drehscheibenware (Südwestdeutschland, FMa/HMa)|Ältere gelbe Drehscheibenware]] ||mittel ||mäßig–stark ||Quarz ||hart ||strohgelb, sämisch-hellbeige, dunkelchrom ||matt, Roll-, Einzelstempel, Eindruck, Wellenlinien ||oxid. ||scheibengedr. ||55–95 ||Abgrenzungsprobleme zur neuzeitlichen Keramik||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Gelbe quarzgemagerte Ware (Neckarland, HMa)|Gelbe quarzgemagerte  Ware]]||mittel ||mäßig ||Quarz, rostbraune Part.||hart || ||matt/geglättet ||oxid. ||scheibengedr./ nachgedreht||80–81|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gelbe kalkgemagerte Drehscheibenware||mittelgrob–grob ||mäßig ||Quarz, Kalk ||hart|| || ||oxid.|| || ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10.2 Rotbemalte Waren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Gelbe, rotbemalte Elsässer Drehscheibenware (Elsaß, HMa)|Rotbemalte Elsässer Ware]] ||fein ||schwach–mäßig ||Quarz ||hart|| ||matt/geglättet, kurvige Bemalung ||oxid. ||scheibengedr.|| || ||&lt;br /&gt;
| [[[[Rotbemalte ältere gelbe Drehscheibenware (Südwestdeutschland, HMa)]]|Bemalte gelbe Drehscheibenw.]]||mittel ||mäßig ||Quarz, rostbraune Part.||hart ||sämisch-braunocker ||matt/glatt, kurvige Bemalung ||oxid. ||scheibengedr.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Pingsdorfer Ware|Pingsdorf-Ware]] bzw. [[Pingsdorf-Imitation|Imitationen]]||mittel–grob ||sämisch–dunkelchrom ||Quarz ||hart–sehr hart ||dunkelchrom, sämisch ||matt-rau, kleinteilige gitterförmige Bemalung ||oxid. ||scheibengedr. || || mehrere Varianten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Rotbemalte schwäbische Feinware (Württemberg, SMa)|Rotbemalte schwäbische Feinware Buocher Art]] || fein–mittel  || mäßig  || Quarz, rostbraune Part. || hart  || strohgelb  || geglättet,  flächige gitterförmige Bemalung|| oxid.  || scheibengedr.  || ||kreidig&lt;br /&gt;
|   &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 11: [[Jüngere graue Drehscheibenware (Südwestdeutschland, SMa)|Jüngere, graue Drehscheibenware]]&lt;br /&gt;
| Var. a: mittelgrob–grob, Var. b: fein–mittel || ||Quarz ||hart ||grau–grauschwarz ||geglättet–rau ||red. ||scheibengedr. ||96–98 ||vergl. oxid. gebr. jüngere Drehscheibenware||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 12: Neuzeitliche Keramik|| || || Quarz, Kalk, Schamotte ||  ||||glatt–rau, Glasur (häufig abgelöst)|| uneinheitlich  || scheibengedr.  || 99 ||breites Spektrum, hier nicht genauer bearbeitet&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbleib der Funde==&lt;br /&gt;
Landesmus. Württemberg, Stuttgart; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologisches Landesmuseum, Rastatt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologisches Museum Renningen https://www.renningen.de/archaeologisches-museum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tabellarische Übersicht zur Fundstelle==&lt;br /&gt;
{|class='wikitable' &lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!Beschreibung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Fundort               || &amp;lt;strong&amp;gt;Renningen, Neuwiesenäcker&amp;lt;/strong&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Fundart     || Siedlung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Lage     || 0,8 km WNW der Kirche&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Koordinaten     || 48.767930, 8.9235626&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Datierung || 6.-12.Jh.                     &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Warenarten                  || [[Rauwandige Drehscheibenware Donzdorfer Art (Neckarland/ Schwäb. Alb, FMa)]], [[Knickwandkeramik]], nachgedrehte Waren, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Formenspektrum        || v.a Gebrauchskeramik, Töpfe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Fundinventar || Siedlungsfunde, z.T. aus Gruben- bzw. Grubenhausverfüllungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Befundbeschreibung                || Die Siedlung wurde nur in kleinen Ausschnitten archäologisch untersucht. Die Funde stammen v.a aus den Verfüllungen der Grubenhäuser und zweier Brunnen..&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Verbleib                || Landesmus. Württemberg, Stuttgart; Archäologisches Landesmuseum, Rastatt; Archäologisches Museum Renningen https://www.renningen.de/archaeologisches-museum&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bemerkungen || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Literatur    || Schreg 2006&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur zur Fundstelle==&lt;br /&gt;
*Gross 1991: U. Gross, Die Funde. In: S. Arnold/U. Gross/I. Stork u. a. (Hrsg.), … mehr als 1 Jahrtausend … Leben im Renninger Becken vom 4. bis 12. Jahrhundert. Archäologische Informationen aus Baden-Württemberg 19 (Stuttgart 1991).&lt;br /&gt;
*Schreg 2006: R. Schreg, Dorfgenese in Südwestdeutschland. Das Renninger Becken im Mittelalter. Materialh. Arch. Bad.-Württ. 76 (Stuttgart 2006).&lt;br /&gt;
*Stork 1988: I. Stork, Ein frühmittelalterliches Dorf bei Renningen, Kreis Böblingen. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 1988, 224–228.&lt;br /&gt;
*Stork 1991: I. Stork, Vor- und Frühgeschichte im Renninger Becken. In: B. Maier (Hrsg.), Renningen und Malmsheim. Eine Stadt und ihre Geschichte (Stuttgart 1991) 10–31.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fundstellenregest]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Rotbemalte_%C3%A4ltere_gelbe_Drehscheibenware_(S%C3%BCdwestdeutschland,_HMa)&amp;diff=11679</id>
		<title>Rotbemalte ältere gelbe Drehscheibenware (Südwestdeutschland, HMa)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Rotbemalte_%C3%A4ltere_gelbe_Drehscheibenware_(S%C3%BCdwestdeutschland,_HMa)&amp;diff=11679"/>
		<updated>2026-09-10T17:47:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* wichtige Fundorte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ABB233.jpg|right|mini|Bemalte gelbe Drehscheibenware: 1 [[Herrenberg, Wüstung Reistingen]], 2 [[Sindelfingen, St. Martin]], 3 [[Forchtenberg, Wüstung Wülfingen]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten Jahren kristallisierte sich im mittleren Neckarland zunehmend eine bemalte gelbe Drehscheibenware heraus, die zunächst anhand von Funden aus der [[Forchtenberg, Wüstung Wülfingen|Wüstung Wülfingen]] näher beschrieben wurde (Schulze 1981). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich um eine buttergelbe Keramik mit einheitlich gelbem Bruch und einer Magerung mit rötlich-braunen Körnchen, die als Vorläufer der [[rotbemalte schwäbische Feinware (Württemberg, SMa)|rotbemalten schwäbischen Feinware]] gilt und Affinitäten zur [[gelbe, rotbemalte Elsässer Drehscheibenware (Elsaß, HMa)|rotbemalten Elsässer Ware]] aufweist. In ihr Umfeld gehört auch die [[gelbe quarzgemagerte Ware (Neckarland, HMa)]]. &lt;br /&gt;
Diskutiert wurden Einflüsse der [[Pingsdorfer Ware]], weshalb die südwestdeutsche Rotbemalte ältere gelbe Drehscheibenware auch als [[Pingsdorf-Imitation]] verstanden werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bemalung mit hellrotem oder dunkelbraunem Tonschlicker zeigt teilweise bereits Gittermuster, wie es für die klassische Phase der spätmittelalterlichen rotbemalten schwäbischen Feinware Buocher Art typisch ist. Der Befund in Wülfingen datiert die Keramik ins 11. und die erste Hälfte des 12. Jahrhunderts. Grubenkomplexe aus [[Gruibingen]] und Herrenberg scheinen diesen Ansatz zu bestätigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzuführen sind aus dem Renninger Becken eine ganze Reihe von Funden, die dieser hochmittelalterlichen rotbemalten Ware angehören dürften. Das Spektrum der Randformen ist, gemessen an der geringen Zahl von Randscherben, bemerkenswert groß. Beispielsweise tritt ein spitz auslaufender, ausgebogener Rand auf (Schreg 2006, Taf. 45,19), der an die Ränder des Typs Kirchhausen der [[ältere gelbe Drehscheibenware (Südwestdeutschland, FMa/HMa)|älteren gelben Drehscheibenware]] erinnert und als Mittler zwischen den Rändern des Typs Kirchhausen und des Typs Runder Berg ins 9. Jahrhundert gehören könnte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:Renningen Neuwiesenäcker (RS 1994) 21.jpg|thumb|center|400px[[Renningen, Neuwiesenäcker]]. [[Rotbemalte ältere gelbe Drehscheibenware (Südwestdeutschland, HMa)]], Grubenhaus 7, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg)]]&lt;br /&gt;
===wichtige Fundorte===&lt;br /&gt;
*[[Renningen, Neuwiesenäcker]]&lt;br /&gt;
*[[Sindelfingen, St. Martin]]&lt;br /&gt;
*[[Forchtenberg, Wüstung Wülfingen]]&lt;br /&gt;
*[[Herrenberg, Wüstung Reistingen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturhinweise==&lt;br /&gt;
*Schreg 2006: R. Schreg, Dorfgenese in Südwestdeutschland. Das Renninger Becken im Mittelalter. Materialh. Arch. Bad.-Württ. 76 (Stuttgart 2006).&lt;br /&gt;
*Schulze 1981: M. Schulze, Die mittelalterliche Keramik der Wüstung Wülfingen am Kocher, Stadt Forchtenberg, Hohenlohekreis. In: Forschungen und Berichte der Archäologie des Mittelalters in Baden-Württemberg 7 (Tübingen 1981) 4–148.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Warenart]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Datei:Renningen_Neuwiesen%C3%A4cker_(RS_1994)_21.jpg&amp;diff=11678</id>
		<title>Datei:Renningen Neuwiesenäcker (RS 1994) 21.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Datei:Renningen_Neuwiesen%C3%A4cker_(RS_1994)_21.jpg&amp;diff=11678"/>
		<updated>2026-09-10T17:45:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Beschreibung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Renningen, Neuwiesenäcker]]. [[Rotbemalte ältere gelbe Drehscheibenware (Südwestdeutschland, HMa)]], Grubenhaus 7, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Datei:Renningen_Neuwiesen%C3%A4cker_(RS_1994)_21.jpg&amp;diff=11677</id>
		<title>Datei:Renningen Neuwiesenäcker (RS 1994) 21.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Datei:Renningen_Neuwiesen%C3%A4cker_(RS_1994)_21.jpg&amp;diff=11677"/>
		<updated>2026-09-10T17:38:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: Renningen, Neuwiesenäcker. rotbemalte Drehscheibenware, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Renningen, Neuwiesenäcker. rotbemalte Drehscheibenware, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Knickwandbecher&amp;diff=11676</id>
		<title>Knickwandbecher</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Knickwandbecher&amp;diff=11676"/>
		<updated>2026-09-10T17:29:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: neu, erster Hinweis&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorkommen==&lt;br /&gt;
*Sindelsdorf (Gde. Sindelsdorf, Lkr. Weilheim-Schongau), Grab 37: https://www.bavarikon.de/object/bav:ASM-OBJ-0000000000000188?lang=de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gefäßform]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Knickwandbecher]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Eingl%C3%A4ttverzierte_th%C3%BCringische_Drehscheibenware_(Th%C3%BCringen,_VwZ)&amp;diff=11675</id>
		<title>Einglättverzierte thüringische Drehscheibenware (Thüringen, VwZ)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Eingl%C3%A4ttverzierte_th%C3%BCringische_Drehscheibenware_(Th%C3%BCringen,_VwZ)&amp;diff=11675"/>
		<updated>2026-09-10T17:27:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Wichtige Fundorte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}&lt;br /&gt;
Die thüringische Drehscheibenkeramik ist eine v.a. in Mitteldeutschland verbreitete Ware des 6./7. Jahrhunderts. Einzelne Exemplare sind auch aus Süddeutschland bekannt, wo beispielsweise aus dem Gräberfeld von Kirchheim bei Heidelberg auch eine handgeformte Imitation einer Schale vorliegt (Gross 2001). Insgesamt streut die Verbreitung bis nach Ungarn, wo auf einen Fund im Gräberfeld von Szolad hinzuweisen ist (Bajnok u.a. 2022).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Charakteristika==&lt;br /&gt;
===Gefäßformen===&lt;br /&gt;
*gedrungene Töpfe mit abgesetzter Schulter&lt;br /&gt;
*[[Knickwandgefäß]] mit konkavem Oberteil&lt;br /&gt;
*schalenförmige Gefäße (sog. Thüringer Schale). Im Unterschied zu den oft ebenfalls einglättverzierten [[Knickwandschale]]n ist der Knick weniger scharf und die Oberwand konkav.&lt;br /&gt;
[[Datei:Kriechau 01171032787.jpg|thumb|center|400px|Kriechau, Gräberfeld: Thüringische Schale mit abgesetzter Schulter und Einglättverzierung, Höhe: 12 cm, Museum Weißenfels - Schloss Neu-Augustusburg (Foto: Museum Weißenfels - Schloss Neu-Augustusburg [https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/ CC BY NC SA] via https://nat.museum-digital.de/object/19857)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Weimar 310774 2500x2500.jpg|thumb|center|400px|Weimar, Grab, Thüringer Schale Höhe 10,5cm, Museum für Vor- und Frühgeschichte Berlin (Museum für Vor- und Frühgeschichte, Staatliche Museen zu Berlin / Claudia Plamp [https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/ CC BY-NC-SA] via https://nat.museum-digital.de/singleimage?resourcenr=1195188 )]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Obermöllern Grab 9 (Schulz 1940) (2).JPG|thumb|center|400px|Obermöllern, Grab 9 (nach Schulz 1940)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verzierung===&lt;br /&gt;
*geglättete Oberfläche&lt;br /&gt;
*Einglättverzierung&lt;br /&gt;
**Wellenlinien&lt;br /&gt;
**Gitterdekor&lt;br /&gt;
==Verbreitung==&lt;br /&gt;
===Wichtige Fundorte===&lt;br /&gt;
*Hahnheim (Stadt Mainz)&lt;br /&gt;
*[[Klepsau]], Gräberfeld Berglein Grab 23 (Koch 1990)&lt;br /&gt;
*Bad Kreuznach&lt;br /&gt;
*Langenlonsheim bei Bad Kreuznach&lt;br /&gt;
*Leuna&lt;br /&gt;
*[[Obermöllern]]&lt;br /&gt;
*Staffelstein&lt;br /&gt;
*Tauberbischofsheim, Fronenwiesen (Siedlungsfund) (Gross 2021a)&lt;br /&gt;
*Weimar&lt;br /&gt;
*[[Worms]], Maria Münster (Koch 1990, 224)&lt;br /&gt;
*Zeuzleben (Gde. Werneck, Lkr. Schweinfurt=, Grab 63: https://www.bavarikon.de/object/bav:ASM-OBJ-0000000000000153?p=1&amp;amp;lang=de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Bajnok u.a. 2022: K. Bajnok/ Z. Kovács/ J. Gait1/ B. Maróti/ P. Csippán/ I. Harsányi/ D. Párkányi/ P. Skriba/ D. Winger/ U. von Freeden/ T. Vida/ G. Szakmány: Integrated petrographic and geochemical analysis of the Langobard age pottery of Szólád, Western Hungary. Archaeological and Anthropological Sciences 14, 2022, article nr. 13 -  https://doi.org/10.1007/s12520-021-01467-1&lt;br /&gt;
*Gross 1992: U. Gross, Zur einglättverzierten Keramik des 5. und frühen 6. Jahrhunderts in Süddeutschland. Bayer. Vorgeschbl. 57, 1992, 311-329. - https://doi.org/10.11588/artdok.00000927&lt;br /&gt;
*Gross 2001: U. Gross: Das Gefäß aus Grab 65 von Heidelberg-Kirchheim und die einglättverzierte thüringische Drehscheibenkeramik in Südwestdeutschland. Archäologische Nachrichten aus Baden 64, 2001, 32–39 - &amp;lt;http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/743/1/Gross_Gefaess_Grab_65_Heidelberg_Kirchheim_2001.pdf&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Gross 2021 a: U. Gross, Frühmittelalterliche Keramikfunde aus Tauberbischofsheim (Heidelberg 2021). -https://doi.org/10.11588/artdok.00007563&lt;br /&gt;
*Koch 1990: U. Koch, Das fränkische Gräberfeld von Klepsau im Hohenlohekreis. Forsch. u. Ber. Vor- u. Frühgesch. Bad.-Württ. 38 (Stuttgart 1990).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Warenart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keramik des 6. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keramik des 7. Jahrhunderts]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
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		<updated>2026-09-10T17:14:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Renningen, Neuwiesenäcker: ältere graue Drehscheibenware Typ Stetten (Schreg 2006 Taf 29,3)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ältere graue Drehscheibenware (Kraichgau/ Oberrhein, HMa)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Renningen, Neuwiesenäcker]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
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		<updated>2026-09-10T17:13:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Renningen, Neuwiesenäcker: ältere graue Drehscheibenware Typ Stetten, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg)&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ältere graue Drehscheibenware (Kraichgau/ Oberrhein, HMa)]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2026-09-10T17:12:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Renningen, Neuwiesenäcker: ältere graue Drehscheibenware Typ Stetten, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg)&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schwarzgraue geglättete Ware (VwZ)]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Renningen, Neuwiesenäcker]]: [[Schwarzgraue geglättete Ware (VwZ)]], Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg)&lt;br /&gt;
[[Category:enningen, Neuwiesenäcker]]&lt;br /&gt;
[[Category:Schwarzgraue geglättete Ware (VwZ)]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2026-09-10T17:10:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Beschreibung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Renningen, Neuwiesenäcker]]: [[Schwarzgraue geglättete Ware (VwZ)]], Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
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		<title>Wölbwandtopf</title>
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		<updated>2026-09-10T17:08:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}Der Wölbwandtopf ist neben dem [[Knickwandtopf]], dem [[Deckelfalztopf]], dem [[Kleeblattkrug]], der [[Röhrenausgußkanne]] und diversen [[Schale]]n eine klassische Form der merowingerzeitlichen Keramik. Er wurde vor allem im Rahmen der [[Rauwandige Drehscheibenware|rauwandigen Drehscheibenware]] gefertigt und tritt beispielsweise in der Töpferei [[Donzdorf, Hinterer Brühl]], dem eponymen Fundort der [[Donzdorfer Ware]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff 'Wölbwandtopf' ist etwas verwirrend, denn im Lauf des 6. Jahrhunderts nimmt auch der [[Deckelfalztopf]] Typ Alzei 27 eine bauchige gewölbte Form an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klarer definiert wurde die Gefäßform erstmals im Material des spätantiken Kastells von Alzey, wo Wilhelm Unverzagt die Typen Alzei 32 und 33 differenzierte. Typ 32 beschrieb er als Topf mit gewölbter Wandung, flachem Boden und nach außen gebogener einfacher Lippe (Unverzagt 1918, 35). Typ Alzei 33 beschrieb Unverzagt als Kochtöpfe mit doppelt gekehltem Rand und rundstabiger Lippe (Unverzagt 1918, 36), wobei in dem Fundbestand aus Alzey nur Randstücke vorkamen. Die spätere Forschung hat die beiden Typen unter der Bezeichnung Alzei 32/33 zusammengefasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ABB192.jpg|center|thumb|600px|Entwicklung des Typs Alzei 32/33. 1,2 Moers-Asberg, 3 Gellep, 4 Hemmingen, 5,6 Bargen, 7,8 Donzdorf.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed-hover&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Rheinsheim Grab 133 Wölbwandtopf BLM aib.jpg|center|thumb|400px|Rheinsheim, Grab 133 (Foto: Peter Gaul, Badisches Landesmuseum Karlsruhe, gemeinfrei (CC 0.10) via [https://katalog.landesmuseum.de/object/BF1DB3526A824998BADC028C8045F62F-woelbwandtopf Badisches Landesmuseum digitaler Katalog])&lt;br /&gt;
Datei:Klepsau Grab 4 BLM aib.jpg|thumb|center|Klepsau, Grab 4: Deckelfalztopf (© Badisches Landesmuseum Karlsruhe [bedingt freigegeben: https://www.landesmuseum.de/impressum ] via https://katalog.landesmuseum.de/object/S2xlIDQvNjA= )&lt;br /&gt;
Datei:HDNeuenheim BLM aib.jpg|thumb|center|Heidelberg-Neuenheim, Grabfund: Deckelfalztopf (© Badisches Landesmuseum Karlsruhe [bedingt freigegeben: https://www.landesmuseum.de/impressum ] via https://katalog.landesmuseum.de/object/S2xlIDQvNjA= )&lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker (RS 1994) 02.jpg|[[Renningen, Neuwiesenäcker]]: [[Rauwandige Drehscheibenware römischer Tradition]], [[Wölbwandtopf]], Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Randformen des Typs Alzei 32/33 umfassen einfache nach außen gebogene Lippen- und Wulstränder und weisen oft eine Halskehle auf. Der Typ tritt um 400 ohne frühere römische Vorläufer erstmals auf und löst in der Merowingerzeit den Deckelfalztopf ab. In der frühen Ausprägung des 5. Jahrhunderts sind Rand und Hals allgemein kräftig profiliert mit einer Rundstablippe und einer darunter liegenden Leiste. Die weitere Entwicklung ist gekennzeichnet vom Wegfall der Verkröpfung unter dem Rand und der Aufgabe der Rillen an der Schulter. Der Wulst unter dem Rand verliert im Lauf des späteren 5. Jahrhunderts an Massivität und tritt in der 1. Hälfte des 6. Jahrhunderts allenfalls noch als schmaler waagerechter Grat auf (Gross 1992, 429).&lt;br /&gt;
==Literaturhinweise==&lt;br /&gt;
*Gross 1992: U. Gross, Zur rauhwandigen Drehscheibenware der Völkerwanderungszeit und des frühen Mittelalters. Fundber. Bad.-Württ. 17/1, 1992, 423-440. - DOI: https://doi.org/10.11588/fbbw.1992.1.43215&lt;br /&gt;
*Unverzagt 1918: W. Unverzagt, Die Keramik des Kastells Alzei. Mat. röm.-german. Keramik 2 (Frankfurt a.M. 1918) - DOI: https://doi.org/10.11588/diglit.43352&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Formenkunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keramik des 6. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keramik des 5. Jahrhunderts]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Rauwandige_Drehscheibenware_r%C3%B6mischer_Tradition&amp;diff=11668</id>
		<title>Rauwandige Drehscheibenware römischer Tradition</title>
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		<updated>2026-09-10T17:06:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Renningen Neuwiesenäcker (RS 1994) 02.jpg|right|thumb|mini[[Renningen, Neuwiesenäcker]]: [[Rauwandige Drehscheibenware römischer Tradition]], [[Wölbwandtopf]], Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg)]]&lt;br /&gt;
Als rauwandige Drehscheibenware römischer Tradition lassen sich scheibengedrehte Gefäße zusammenfassen, die sich auf römische Vorläufer zurückführen lassen. Dazu gehören Formen wie der [[Deckelfalztopf]], der [[Wölbwandtopf]], Krüge und Kannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff ist damit ein Oberbegriff, dem sich verschiedene ausdifferenzierbare Warenarten wie die [[Mayener Ware]] oder die [[Urmitzer Ware]] unterordnen lassen.&lt;br /&gt;
In einem engeren Sinne - wie der Begriff auch hier in BaLISminK gebraucht werden soll - ist lediglich die ältere rauwandige Drehscheibenware der Spätantike/Völkerwanderungszeit gemeint, während die [[Rauwandige Drehscheibenwaren der Merowingerzeit]] davon - soweit möglich - abgesetzt ist. Letztere kann ebenfalls in verschiedene Warenarten differenziert werden, z.B. &lt;br /&gt;
*[[Rauwandige Drehscheibenware Donzdorfer Art (Neckarland/ Schwäb. Alb, FMa)|Donzdorfer Ware]]&lt;br /&gt;
*[[rauwandige Drehscheibenware Trierer Art (Trierer Land, FMa)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese jüngeren Ausprägungen der rauwandigen Drehscheibenware stellen die typologische Weiterentwicklung der Rauwandigen Drehscheibenware römischer Tradition dar, so dass eine klare Trennung am Fundmaterial nicht immer sicher möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturhinweise==&lt;br /&gt;
*Gross 1992: U. Gross, Zur rauhwandigen Drehscheibenware der Völkenwanderungszeit und des frühen Mittelalters. Fundber. Bad.-Württ. 17, 1992, 423-440.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Warenart]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Renningen,_Neuwiesen%C3%A4cker&amp;diff=11667</id>
		<title>Renningen, Neuwiesenäcker</title>
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		<updated>2026-09-10T17:05:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Keramikfunde */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Lage==&lt;br /&gt;
Das ausgedehnte früh- bis hochmittelalterliche Siedlungsareal liegt westlich der Ortslage von Renningen (Lkr. Böblingen, Baden-Württemberg) und umfasst mehrere Flurteile bis über die Gemarkungsgrenze zu Malmsheim. Die Nähe zur Flur &amp;quot;Altheimer Tal&amp;quot; gibt Grund zur Annahme, dass die Siedlung mit dem Ort Altheim identifiziert werden darf, der im 12. bis 14. Jahrhundert in den Hirsauer Urkunden erwähnt wird.  Nur in den Neuwiesenäckern ca. 0,8 km WNW der Kirche konnte beim Straßenbau in den 1980er Jahren ein kleiner Ausschnitt archäologisch untersucht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Koordinaten: 48.767930, 8.9235626&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Forschungsgeschichte==&lt;br /&gt;
Kurt Maier konnte in den 1980er und 90er Jahren bei systematischen Feldbegehungen an zahlreichen Stellen im Renninger Becken mittelalterliche Siedlungsfundstellen lokalisieren. 1987/88 wurde im Vorfeld eines Straßenbaus ein kleiner Ausschnitt der Siedlung in den Neuwiesenäckern durch das LDA Stuttgart (Ingo Stork) ausgegraben. In den Folgejahren konnte das Landesdenkmalamt Baden-Württemberg in Renningen einen gewissen Schwerpunkt setzen, u.a. mit Grabungen in der frühalamannischen Siedlung [[Renningen, Raite]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Materialpräsentationen erfolgten im Rahmen von Vorberichten durch Uwe Gross (1991). &lt;br /&gt;
Eine Auswertung erfolgte durch Rainer Schreg unter dem Aspekt der mittelalterlichen Dorfgenese, doch wurde hier auch der Keramikfundbestand aus den verschiedenen Grabungen und Feldbegehungen bearbeitet und vorgelegt (Schreg 2006).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Befundsituation==&lt;br /&gt;
Bei den Grabungen 1987 wurden die Grundrisse ein- und zweischiffiger Pfostenbauten, einfache Grubenhäuser, Herdstellen bzw. Ofenreste, die Pfostenreste einiger Zäune sowie zwei Brunnen aufgedeckt.&lt;br /&gt;
Die Gebäude gehören, soweit sie anhand von Funden zu datieren sind, ins 10. bis 12. Jahrhundert. Nach Ausweis der Funde muss hier aber bereits im 9. und 10. Jahrhundert eine größere Siedlung gelegen haben. Die Anfänge der Siedlung reichen sogar noch weiter zurück: Einige wenige Funde der Völkerwanderungszeit zeigen, dass hier schon gleichzeitig mit der Siedlung in der Raite weitere Häuser existiert haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der Brunnen enthielt einen Holzbalken, der sich dendrochronologisch exakt in den Winter von 999 auf das Jahr 1000 datieren ließ. Leider blieb unklar, ob es sich um ein Holz aus der Verfüllung oder von einer Brunnenfassung unterhalb der runden, trocken ausgeführten Steinaufmauerung handelte. Die Verfüllung des Brunnens jedenfalls erfolgte. nach dem Keramikspektrum zu schließen, frühestens im fortgeschrittenen 11. Jahrhundert. Sie enthielt zahlreiche Samen von Ruderalpflanzen, die darauf hindeuten, dass seine Umgebung nicht gepflegt und kaum begangen wurde. Dies könnte ein Hinweis auf eine allmähliche Aufgabe der Siedlung sein. Wann dies genau geschah, ist aus quellenkritischen Gründen nicht sicher zu erfassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngste nachweisbare Siedlungsphase gehört in das spätere 11. und 12. Jahrhundert. doch bleibt unklar, inwiefern im 13. Jahrhundert vielleicht noch mit ebenerdiger Bebauung zu rechnen&lt;br /&gt;
ist, die sich im archäologischen Befund nicht mehr erfassen lässt. Nach den schriftlichen Quellen dürfte ein einzelner Hof noch bis ins 14. Jahrhundert bestanden haben. Sichere archäologische Anhaltspunkte, die Aufschluss über das Ende der Siedlung in den Neuwiesenäckern geben könnten, liegen nicht vor.&lt;br /&gt;
Zwar konnten in einzelnen Befunden Brandreste festgestellt werden, doch kann daraus nicht auf eine Brandzerstörung der Siedlung geschlossen werden.&lt;br /&gt;
Ähnlich wie in der Raite bestanden die Höfe aus mehreren Gebäuden.&lt;br /&gt;
Die Hauptgebäude wiesen ein einfacheres Bauschema auf. Anstelle dreischiffiger Häuser errichtete man nur zweischiffige Gebäude, die jedoch eine ähnliche Größe erreichten. Wie in der Völkerwanderungszeit dürften Wohnraum und Stall unter einem Dach vereint gewesen sein. Gestelzte Speicher sind in der Grabungsfläche nicht nachweisbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Keramikfunde==&lt;br /&gt;
Nach einer ersten Sichtung der Keramikfunde durch U. Gross, wurden diese durch Schreg 2006 bearbeitet und vorgelegt. Dabei wurden 12 Keramikgruppen unterschieden:&lt;br /&gt;
*1. Vorgeschichtliche Keramik&lt;br /&gt;
*2. Römische Keramik&lt;br /&gt;
**2.1. [[Terra Sigillata]]&lt;br /&gt;
**2.2. [[Firnisware]]n&lt;br /&gt;
**2.3. Römische Gebrauchskeramik&lt;br /&gt;
*3. Handgemachte Keramik&lt;br /&gt;
**3.1. [[Handgemachte Grobware (Süddeutschland, VWz/ FMa)|Handgemachte Grobware]]&lt;br /&gt;
**3.2. [[Schwarzgraue geglättete Ware (VwZ)|Handgemachte geglättete Ware]]&lt;br /&gt;
*4. [[Terra Nigra]]&lt;br /&gt;
*5. Geglättete Drehscheibenware ([[Knickwandkeramik]])&lt;br /&gt;
**5.1. [[Schwarz engobierte Drehscheibenware]]&lt;br /&gt;
*6. Terra-sigillata-Derivate/[[rotgestrichene Ware (Vwz)|Rot gestrichene Ware]]&lt;br /&gt;
*7. Rauwandige Drehscheibenkeramik&lt;br /&gt;
**7.1. [[Rauwandige Drehscheibenware römischer Tradition]]&lt;br /&gt;
**7.2. Graue rauwandige Drehscheibenware: u.a [[Donzdorfer Ware]]&lt;br /&gt;
**7.3. [[Braune, meist rillenverzierte rauwandige Drehscheibenware (Neckarland, FMa)|Braune, meist rillenverzierte rauwandige Drehscheibenware]]&lt;br /&gt;
*8. [[Ältere graue Drehscheibenware (Kraichgau/ Oberrhein, HMa)|Ältere graue Drehscheibenware]]&lt;br /&gt;
*9. Nachgedrehte Keramik&lt;br /&gt;
**9.1. Kalkgemagerte nachgedrehte Ware ([[Albware]])&lt;br /&gt;
**9.2. [[gröbere nachgedrehte Ware (Neckarland, HMa)|Gröbere nachgedrehte Ware]]&lt;br /&gt;
**9.3. [[feinsandig glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Neckarland, HMa)|Feinsandig nachgedrehte Ware]]&lt;br /&gt;
*10. Oxidierend gebrannte Drehscheibenkeramik&lt;br /&gt;
**10.1. [[Ältere gelbe Drehscheibenware (Südwestdeutschland, FMa/HMa)|Ältere gelbe Drehscheibenware]]. Innerhalb dieser im allgemeinen quarzgemagerten Gruppe konnten verschiedene Materialgruppen beobachtet werden. Dazu gehören Funde, die der sog. [[Gelbe quarzgemagerte Ware (Neckarland, HMa)|gelben quarzgemagerten Ware]], die tatsächlich durch rostbraune Magerung auffällt, zugeordnet werden können, sowie eine kalkgemagerte Variante.&lt;br /&gt;
**10.2. [[Rotbemalte Waren]]&lt;br /&gt;
*11. [[Jüngere graue Drehscheibenware (Südwestdeutschland, SMa)|Jüngere, graue Drehscheibenware]]&lt;br /&gt;
*12. Neuzeitliche Keramik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed-hover&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker (RS 1994) 07.jpg|[[Renningen, Neuwiesenäcker]]: [[Schwarzgraue geglättete Ware (VwZ)]], Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg) &lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker (RS 1994) 02.jpg|[[Renningen, Neuwiesenäcker]]: [[Rauwandige Drehscheibenware römischer Tradition]], [[Wölbwandtopf]], Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg)&lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker ägD 2.png|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere gelbe Drehscheibenware Typ Kirchhausen (Schreg 2006 Taf. 29,4)&lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker ägD 3.png|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere gelbe Drehscheibenware Typ Runder Berg (Schreg 2006 Taf. 29,12) &lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuw rotbem Ware.jpg|Renningen, Neuwiesenäcker: rotbemalte Drehscheibenware, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg) &lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker ägD.png|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere gelbe Drehscheibenware Typ Jagstfeld (Schreg 2006 Taf 30,23) &lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker ägD 1.png|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere gelbe Drehscheibenware Typ Jagstfeld (Schreg 2006 Taf 30,23)&lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker (RS 1994) 25.jpg|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere gelbe Drehscheibenware Typ Jagstfeld, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg) &lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker ägrD.png|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere graue Drehscheibenware Typ Stetten (Schreg 2006 Taf 29,3)&lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker (RS 1994) 08.jpg|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere graue Drehscheibenware Typ Stetten, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg) &lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker (RS 1994) 11.jpg|Renningen, Neuwiesenäcker: Albware, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg) &lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
===tabellarische Übersicht der Warenarten===&lt;br /&gt;
nach Schreg 2006 Tab. 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Warenart ||Magerungsgröße ||Magerungsdichte ||Magerungsart ||Härte ||Farbe ||Oberfläche ||Brand ||Technik ||Randformen ||Bemerkungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 1: Vorgeschichtliche Keramik||||||organisch/Quarz || || ||  || überwiegend reduzierend||handgemacht sehr breites Spektrum|| ||bei Schreg 2006 nicht genauer bearbeitet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 2: Römische Keramik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2.1 Terra Sigillata||sehr fein||schwach|| ||hart||orange||poliert-glatt||oxid.||scheibengedr.||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2.2 Firniswaren|| fein  || mäßig  ||  Quarz  || hart  || grau  || glatt  || red.  || scheibengedr.|| || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2.3 römische Gebrauchskeramik||fein–grob || mäßig–stark || Quarz, Kalk, Schamotte, orangeschwarze Part.|| weich || grau-braun|| matt|| red./oxid. || scheibengedr.||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 3: Handgemachte Keramik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3.1 handgemachte Grobware  ||  mittelgrob–grob ||   stark  ||  Quarz, Kalk  ||  hart ||  braun–braunschwarz, meist fleckig ||  matt–rau  ||  red.  ||  handgemacht  ||  1–6 ||Abgrenzungsprobleme geg.  handgem. gegl. W. und vorgesch. Keramik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3.2 handgemachte geglättete Ware||| fein–mittelgrob || mäßig || Quarz, Kalk || hart || Braun-/ Grautöne || glatt–matt || red. || handgemacht || 7–12 ||Abgrenzungsprobleme geg. handgem. Grobw. und Terra nigra, inkl. Rippen- u. Beutelgefäße &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gruppe 4: Terra nigra&lt;br /&gt;
|| fein || schwach–mäßig || sehr unterschiedlich: Quarz, Kalk, Glimmer, rostbr. Part. || hart || grau || glatt–poliert, Horizontalriefen || red. || scheibengedr. || 13–15||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 5: Geglättete Drehscheibenware (Knickwandkeramik)|| fein–mittel,  grob || schwach–mäßig || Quarz || weich–hart ||grau–hellbraun || glatt– poliert, Wellenlinien, Rollstempel || red./oxid. || scheibengedr.|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5.1 schwarz engobierte Drehscheibenware || grob || mäßig–stark || Quarz||  hart || schwarz || matt, engobiert ||uneinheitl. || scheibengedr.|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 6: Terra-Sigillata-Derivate/Rotgestrichene Ware&lt;br /&gt;
| fein–mittelgrob ||schwach ||Quarz, Schamotte|| hart ||orange rot|| engobiert ||oxid. ||scheibengedr.|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 7: Rauwandige Drehscheibenkeramik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7.1 rauwandige Drehscheibenw. röm. Trad.|| grob, mittelgrob oder sehr grob||mäßig–stark ||Quarz, Schamotte, vereinzelt schwarze Part., Schamotte (rostbr. Part.)||hart ||rotbraun, grau, beige,orange, sämisch ||rau, horizontale Rillen ||uneinheitl. ||scheibengedr.|| 18–28|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7.2 graue rauwandige Drehscheibenw.||mittel/grob ||stark, seltener mäßig ||Quarz ||hart ||grau ||matt–rau ||red.|| scheibengedr. ||29–35|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7.2.1 Einglättverzierte Keramik ||mittelgrob–grob ||mäßig ||Quarz ||hart ||grau|| rau, Einglättverzierung ||red. ||scheibengedr. ||Einzelstück&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7.2.2 rauwandige Drehscheibenw. Donzdorfer Art||mittelgrob–grob ||mäßig–stark ||Quarz, rostbraune Part.||hart ||grau ||rau ||red. ||scheibengedr. ||34–35 || Craquelée&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7.3 Braune rauwandige, rillenverzierte Drehscheibenw. ||grob, seltener mittel oder mittelgrob||mäßig–stark ||Quarz, rostbr. Part., selten Kalk oder Schamotte||hart ||sämisch-braun, schwarz ||matt–rau, horizontale Rillen ||uneinheitl. ||scheibengedr. ||36–38|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 8: Ältere grautonige Drehscheibenware|| mittelgrob–grob|| ||Quarz ||matt/rau|||| ||red. ||scheibengedr. ||39–43|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 9: Nachgedrehte Keramik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 9.1 kalkgemagerte nachgedrehte Ware (Albware)||fein–mittelgrob ||stark|| Kalk ||weich|| braun ||matt|| Mischbrand ||nachgedreht ||44–49||Wellenlinien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 9.2 gröbere nachgedrehte Ware ||mitel–mittelgrob ||mäßig–stark ||Quarz ||hart|| grau-braun ||rau ||red. ||nachgedreht ||46–46; 49–51&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 9.3 feinsandig- glimmerhaltige Ware ||fein–mittel ||schwach–mäßig ||Glimmer, Quarz ||hart ||grau ||matt ||red. ||nachgedreht ||52–54 ||darunter sandgem. Var. der Albware&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 10: Oxidierend gebrannte Drehscheibenkeramik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10.1 [[Ältere gelbe Drehscheibenware (Südwestdeutschland, FMa/HMa)|Ältere gelbe Drehscheibenware]] ||mittel ||mäßig–stark ||Quarz ||hart ||strohgelb, sämisch-hellbeige, dunkelchrom ||matt, Roll-, Einzelstempel, Eindruck, Wellenlinien ||oxid. ||scheibengedr. ||55–95 ||Abgrenzungsprobleme zur neuzeitlichen Keramik||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Gelbe quarzgemagerte Ware (Neckarland, HMa)|Gelbe quarzgemagerte  Ware]]||mittel ||mäßig ||Quarz, rostbraune Part.||hart || ||matt/geglättet ||oxid. ||scheibengedr./ nachgedreht||80–81|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gelbe kalkgemagerte Drehscheibenware||mittelgrob–grob ||mäßig ||Quarz, Kalk ||hart|| || ||oxid.|| || ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10.2 Rotbemalte Waren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Gelbe, rotbemalte Elsässer Drehscheibenware (Elsaß, HMa)|Rotbemalte Elsässer Ware]] ||fein ||schwach–mäßig ||Quarz ||hart|| ||matt/geglättet, kurvige Bemalung ||oxid. ||scheibengedr.|| || ||&lt;br /&gt;
| [[[[Rotbemalte ältere gelbe Drehscheibenware (Südwestdeutschland, HMa)]]|Bemalte gelbe Drehscheibenw.]]||mittel ||mäßig ||Quarz, rostbraune Part.||hart ||sämisch-braunocker ||matt/glatt, kurvige Bemalung ||oxid. ||scheibengedr.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Pingsdorfer Ware|Pingsdorf-Ware]] bzw. [[Pingsdorf-Imitation|Imitationen]]||mittel–grob ||sämisch–dunkelchrom ||Quarz ||hart–sehr hart ||dunkelchrom, sämisch ||matt-rau, kleinteilige gitterförmige Bemalung ||oxid. ||scheibengedr. || || mehrere Varianten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Rotbemalte schwäbische Feinware (Württemberg, SMa)|Rotbemalte schwäbische Feinware Buocher Art]] || fein–mittel  || mäßig  || Quarz, rostbraune Part. || hart  || strohgelb  || geglättet,  flächige gitterförmige Bemalung|| oxid.  || scheibengedr.  || ||kreidig&lt;br /&gt;
|   &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 11: [[Jüngere graue Drehscheibenware (Südwestdeutschland, SMa)|Jüngere, graue Drehscheibenware]]&lt;br /&gt;
| Var. a: mittelgrob–grob, Var. b: fein–mittel || ||Quarz ||hart ||grau–grauschwarz ||geglättet–rau ||red. ||scheibengedr. ||96–98 ||vergl. oxid. gebr. jüngere Drehscheibenware||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 12: Neuzeitliche Keramik|| || || Quarz, Kalk, Schamotte ||  ||||glatt–rau, Glasur (häufig abgelöst)|| uneinheitlich  || scheibengedr.  || 99 ||breites Spektrum, hier nicht genauer bearbeitet&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbleib der Funde==&lt;br /&gt;
Landesmus. Württemberg, Stuttgart; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologisches Landesmuseum, Rastatt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologisches Museum Renningen https://www.renningen.de/archaeologisches-museum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tabellarische Übersicht zur Fundstelle==&lt;br /&gt;
{|class='wikitable' &lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!Beschreibung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Fundort               || &amp;lt;strong&amp;gt;Renningen, Neuwiesenäcker&amp;lt;/strong&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Fundart     || Siedlung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Lage     || 0,8 km WNW der Kirche&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Koordinaten     || 48.767930, 8.9235626&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Datierung || 6.-12.Jh.                     &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Warenarten                  || [[Rauwandige Drehscheibenware Donzdorfer Art (Neckarland/ Schwäb. Alb, FMa)]], [[Knickwandkeramik]], nachgedrehte Waren, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Formenspektrum        || v.a Gebrauchskeramik, Töpfe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Fundinventar || Siedlungsfunde, z.T. aus Gruben- bzw. Grubenhausverfüllungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Befundbeschreibung                || Die Siedlung wurde nur in kleinen Ausschnitten archäologisch untersucht. Die Funde stammen v.a aus den Verfüllungen der Grubenhäuser und zweier Brunnen..&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Verbleib                || Landesmus. Württemberg, Stuttgart; Archäologisches Landesmuseum, Rastatt; Archäologisches Museum Renningen https://www.renningen.de/archaeologisches-museum&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bemerkungen || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Literatur    || Schreg 2006&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur zur Fundstelle==&lt;br /&gt;
*Gross 1991: U. Gross, Die Funde. In: S. Arnold/U. Gross/I. Stork u. a. (Hrsg.), … mehr als 1 Jahrtausend … Leben im Renninger Becken vom 4. bis 12. Jahrhundert. Archäologische Informationen aus Baden-Württemberg 19 (Stuttgart 1991).&lt;br /&gt;
*Schreg 2006: R. Schreg, Dorfgenese in Südwestdeutschland. Das Renninger Becken im Mittelalter. Materialh. Arch. Bad.-Württ. 76 (Stuttgart 2006).&lt;br /&gt;
*Stork 1988: I. Stork, Ein frühmittelalterliches Dorf bei Renningen, Kreis Böblingen. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 1988, 224–228.&lt;br /&gt;
*Stork 1991: I. Stork, Vor- und Frühgeschichte im Renninger Becken. In: B. Maier (Hrsg.), Renningen und Malmsheim. Eine Stadt und ihre Geschichte (Stuttgart 1991) 10–31.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fundstellenregest]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Renningen,_Neuwiesen%C3%A4cker&amp;diff=11666</id>
		<title>Renningen, Neuwiesenäcker</title>
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		<updated>2026-09-10T17:02:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Keramikfunde */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Lage==&lt;br /&gt;
Das ausgedehnte früh- bis hochmittelalterliche Siedlungsareal liegt westlich der Ortslage von Renningen (Lkr. Böblingen, Baden-Württemberg) und umfasst mehrere Flurteile bis über die Gemarkungsgrenze zu Malmsheim. Die Nähe zur Flur &amp;quot;Altheimer Tal&amp;quot; gibt Grund zur Annahme, dass die Siedlung mit dem Ort Altheim identifiziert werden darf, der im 12. bis 14. Jahrhundert in den Hirsauer Urkunden erwähnt wird.  Nur in den Neuwiesenäckern ca. 0,8 km WNW der Kirche konnte beim Straßenbau in den 1980er Jahren ein kleiner Ausschnitt archäologisch untersucht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Koordinaten: 48.767930, 8.9235626&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Forschungsgeschichte==&lt;br /&gt;
Kurt Maier konnte in den 1980er und 90er Jahren bei systematischen Feldbegehungen an zahlreichen Stellen im Renninger Becken mittelalterliche Siedlungsfundstellen lokalisieren. 1987/88 wurde im Vorfeld eines Straßenbaus ein kleiner Ausschnitt der Siedlung in den Neuwiesenäckern durch das LDA Stuttgart (Ingo Stork) ausgegraben. In den Folgejahren konnte das Landesdenkmalamt Baden-Württemberg in Renningen einen gewissen Schwerpunkt setzen, u.a. mit Grabungen in der frühalamannischen Siedlung [[Renningen, Raite]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Materialpräsentationen erfolgten im Rahmen von Vorberichten durch Uwe Gross (1991). &lt;br /&gt;
Eine Auswertung erfolgte durch Rainer Schreg unter dem Aspekt der mittelalterlichen Dorfgenese, doch wurde hier auch der Keramikfundbestand aus den verschiedenen Grabungen und Feldbegehungen bearbeitet und vorgelegt (Schreg 2006).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Befundsituation==&lt;br /&gt;
Bei den Grabungen 1987 wurden die Grundrisse ein- und zweischiffiger Pfostenbauten, einfache Grubenhäuser, Herdstellen bzw. Ofenreste, die Pfostenreste einiger Zäune sowie zwei Brunnen aufgedeckt.&lt;br /&gt;
Die Gebäude gehören, soweit sie anhand von Funden zu datieren sind, ins 10. bis 12. Jahrhundert. Nach Ausweis der Funde muss hier aber bereits im 9. und 10. Jahrhundert eine größere Siedlung gelegen haben. Die Anfänge der Siedlung reichen sogar noch weiter zurück: Einige wenige Funde der Völkerwanderungszeit zeigen, dass hier schon gleichzeitig mit der Siedlung in der Raite weitere Häuser existiert haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der Brunnen enthielt einen Holzbalken, der sich dendrochronologisch exakt in den Winter von 999 auf das Jahr 1000 datieren ließ. Leider blieb unklar, ob es sich um ein Holz aus der Verfüllung oder von einer Brunnenfassung unterhalb der runden, trocken ausgeführten Steinaufmauerung handelte. Die Verfüllung des Brunnens jedenfalls erfolgte. nach dem Keramikspektrum zu schließen, frühestens im fortgeschrittenen 11. Jahrhundert. Sie enthielt zahlreiche Samen von Ruderalpflanzen, die darauf hindeuten, dass seine Umgebung nicht gepflegt und kaum begangen wurde. Dies könnte ein Hinweis auf eine allmähliche Aufgabe der Siedlung sein. Wann dies genau geschah, ist aus quellenkritischen Gründen nicht sicher zu erfassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngste nachweisbare Siedlungsphase gehört in das spätere 11. und 12. Jahrhundert. doch bleibt unklar, inwiefern im 13. Jahrhundert vielleicht noch mit ebenerdiger Bebauung zu rechnen&lt;br /&gt;
ist, die sich im archäologischen Befund nicht mehr erfassen lässt. Nach den schriftlichen Quellen dürfte ein einzelner Hof noch bis ins 14. Jahrhundert bestanden haben. Sichere archäologische Anhaltspunkte, die Aufschluss über das Ende der Siedlung in den Neuwiesenäckern geben könnten, liegen nicht vor.&lt;br /&gt;
Zwar konnten in einzelnen Befunden Brandreste festgestellt werden, doch kann daraus nicht auf eine Brandzerstörung der Siedlung geschlossen werden.&lt;br /&gt;
Ähnlich wie in der Raite bestanden die Höfe aus mehreren Gebäuden.&lt;br /&gt;
Die Hauptgebäude wiesen ein einfacheres Bauschema auf. Anstelle dreischiffiger Häuser errichtete man nur zweischiffige Gebäude, die jedoch eine ähnliche Größe erreichten. Wie in der Völkerwanderungszeit dürften Wohnraum und Stall unter einem Dach vereint gewesen sein. Gestelzte Speicher sind in der Grabungsfläche nicht nachweisbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Keramikfunde==&lt;br /&gt;
Nach einer ersten Sichtung der Keramikfunde durch U. Gross, wurden diese durch Schreg 2006 bearbeitet und vorgelegt. Dabei wurden 12 Keramikgruppen unterschieden:&lt;br /&gt;
*1. Vorgeschichtliche Keramik&lt;br /&gt;
*2. Römische Keramik&lt;br /&gt;
**2.1. [[Terra Sigillata]]&lt;br /&gt;
**2.2. [[Firnisware]]n&lt;br /&gt;
**2.3. Römische Gebrauchskeramik&lt;br /&gt;
*3. Handgemachte Keramik&lt;br /&gt;
**3.1. [[Handgemachte Grobware (Süddeutschland, VWz/ FMa)|Handgemachte Grobware]]&lt;br /&gt;
**3.2. [[Schwarzgraue geglättete Ware (VwZ)|Handgemachte geglättete Ware]]&lt;br /&gt;
*4. [[Terra Nigra]]&lt;br /&gt;
*5. Geglättete Drehscheibenware ([[Knickwandkeramik]])&lt;br /&gt;
**5.1. [[Schwarz engobierte Drehscheibenware]]&lt;br /&gt;
*6. Terra-sigillata-Derivate/[[rotgestrichene Ware (Vwz)|Rot gestrichene Ware]]&lt;br /&gt;
*7. Rauwandige Drehscheibenkeramik&lt;br /&gt;
**7.1. [[Rauwandige Drehscheibenware römischer Tradition]]&lt;br /&gt;
**7.2. Graue rauwandige Drehscheibenware: u.a [[Donzdorfer Ware]]&lt;br /&gt;
**7.3. [[Braune, meist rillenverzierte rauwandige Drehscheibenware (Neckarland, FMa)|Braune, meist rillenverzierte rauwandige Drehscheibenware]]&lt;br /&gt;
*8. [[Ältere graue Drehscheibenware (Kraichgau/ Oberrhein, HMa)|Ältere graue Drehscheibenware]]&lt;br /&gt;
*9. Nachgedrehte Keramik&lt;br /&gt;
**9.1. Kalkgemagerte nachgedrehte Ware ([[Albware]])&lt;br /&gt;
**9.2. [[gröbere nachgedrehte Ware (Neckarland, HMa)|Gröbere nachgedrehte Ware]]&lt;br /&gt;
**9.3. [[feinsandig glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Neckarland, HMa)|Feinsandig nachgedrehte Ware]]&lt;br /&gt;
*10. Oxidierend gebrannte Drehscheibenkeramik&lt;br /&gt;
**10.1. [[Ältere gelbe Drehscheibenware (Südwestdeutschland, FMa/HMa)|Ältere gelbe Drehscheibenware]]. Innerhalb dieser im allgemeinen quarzgemagerten Gruppe konnten verschiedene Materialgruppen beobachtet werden. Dazu gehören Funde, die der sog. [[Gelbe quarzgemagerte Ware (Neckarland, HMa)|gelben quarzgemagerten Ware]], die tatsächlich durch rostbraune Magerung auffällt, zugeordnet werden können, sowie eine kalkgemagerte Variante.&lt;br /&gt;
**10.2. [[Rotbemalte Waren]]&lt;br /&gt;
*11. [[Jüngere graue Drehscheibenware (Südwestdeutschland, SMa)|Jüngere, graue Drehscheibenware]]&lt;br /&gt;
*12. Neuzeitliche Keramik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed-hover&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker (RS 1994) 07.jpg|[[Renningen, Neuwiesenäcker]]: [[Schwarzgraue geglättete Ware (VwZ)]], Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg) &lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker (RS 1994) 02.jpg|[[Renningen, Neuwiesenäcker]]: [[Rauwandige Drehscheibenware römischer Tradition]], [[Wölbwandtopf]], Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker ägD 2.png|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere gelbe Drehscheibenware Typ Kirchhausen (Schreg 2006 Taf. 29,4)&lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker ägD 3.png|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere gelbe Drehscheibenware Typ Runder Berg (Schreg 2006 Taf. 29,12) &lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuw rotbem Ware.jpg|Renningen, Neuwiesenäcker: rotbemalte Drehscheibenware, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg) &lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker ägD.png|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere gelbe Drehscheibenware Typ Jagstfeld (Schreg 2006 Taf 30,23) &lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker ägD 1.png|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere gelbe Drehscheibenware Typ Jagstfeld (Schreg 2006 Taf 30,23)&lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker (RS 1994) 25.jpg|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere gelbe Drehscheibenware Typ Jagstfeld, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg) &lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker ägrD.png|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere graue Drehscheibenware Typ Stetten (Schreg 2006 Taf 29,3)&lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker (RS 1994) 08.jpg|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere graue Drehscheibenware Typ Stetten, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg) &lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker (RS 1994) 11.jpg|Renningen, Neuwiesenäcker: Albware, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg) &lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
===tabellarische Übersicht der Warenarten===&lt;br /&gt;
nach Schreg 2006 Tab. 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Warenart ||Magerungsgröße ||Magerungsdichte ||Magerungsart ||Härte ||Farbe ||Oberfläche ||Brand ||Technik ||Randformen ||Bemerkungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 1: Vorgeschichtliche Keramik||||||organisch/Quarz || || ||  || überwiegend reduzierend||handgemacht sehr breites Spektrum|| ||bei Schreg 2006 nicht genauer bearbeitet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 2: Römische Keramik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2.1 Terra Sigillata||sehr fein||schwach|| ||hart||orange||poliert-glatt||oxid.||scheibengedr.||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2.2 Firniswaren|| fein  || mäßig  ||  Quarz  || hart  || grau  || glatt  || red.  || scheibengedr.|| || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2.3 römische Gebrauchskeramik||fein–grob || mäßig–stark || Quarz, Kalk, Schamotte, orangeschwarze Part.|| weich || grau-braun|| matt|| red./oxid. || scheibengedr.||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 3: Handgemachte Keramik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3.1 handgemachte Grobware  ||  mittelgrob–grob ||   stark  ||  Quarz, Kalk  ||  hart ||  braun–braunschwarz, meist fleckig ||  matt–rau  ||  red.  ||  handgemacht  ||  1–6 ||Abgrenzungsprobleme geg.  handgem. gegl. W. und vorgesch. Keramik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3.2 handgemachte geglättete Ware||| fein–mittelgrob || mäßig || Quarz, Kalk || hart || Braun-/ Grautöne || glatt–matt || red. || handgemacht || 7–12 ||Abgrenzungsprobleme geg. handgem. Grobw. und Terra nigra, inkl. Rippen- u. Beutelgefäße &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gruppe 4: Terra nigra&lt;br /&gt;
|| fein || schwach–mäßig || sehr unterschiedlich: Quarz, Kalk, Glimmer, rostbr. Part. || hart || grau || glatt–poliert, Horizontalriefen || red. || scheibengedr. || 13–15||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 5: Geglättete Drehscheibenware (Knickwandkeramik)|| fein–mittel,  grob || schwach–mäßig || Quarz || weich–hart ||grau–hellbraun || glatt– poliert, Wellenlinien, Rollstempel || red./oxid. || scheibengedr.|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5.1 schwarz engobierte Drehscheibenware || grob || mäßig–stark || Quarz||  hart || schwarz || matt, engobiert ||uneinheitl. || scheibengedr.|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 6: Terra-Sigillata-Derivate/Rotgestrichene Ware&lt;br /&gt;
| fein–mittelgrob ||schwach ||Quarz, Schamotte|| hart ||orange rot|| engobiert ||oxid. ||scheibengedr.|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 7: Rauwandige Drehscheibenkeramik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7.1 rauwandige Drehscheibenw. röm. Trad.|| grob, mittelgrob oder sehr grob||mäßig–stark ||Quarz, Schamotte, vereinzelt schwarze Part., Schamotte (rostbr. Part.)||hart ||rotbraun, grau, beige,orange, sämisch ||rau, horizontale Rillen ||uneinheitl. ||scheibengedr.|| 18–28|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7.2 graue rauwandige Drehscheibenw.||mittel/grob ||stark, seltener mäßig ||Quarz ||hart ||grau ||matt–rau ||red.|| scheibengedr. ||29–35|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7.2.1 Einglättverzierte Keramik ||mittelgrob–grob ||mäßig ||Quarz ||hart ||grau|| rau, Einglättverzierung ||red. ||scheibengedr. ||Einzelstück&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7.2.2 rauwandige Drehscheibenw. Donzdorfer Art||mittelgrob–grob ||mäßig–stark ||Quarz, rostbraune Part.||hart ||grau ||rau ||red. ||scheibengedr. ||34–35 || Craquelée&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7.3 Braune rauwandige, rillenverzierte Drehscheibenw. ||grob, seltener mittel oder mittelgrob||mäßig–stark ||Quarz, rostbr. Part., selten Kalk oder Schamotte||hart ||sämisch-braun, schwarz ||matt–rau, horizontale Rillen ||uneinheitl. ||scheibengedr. ||36–38|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 8: Ältere grautonige Drehscheibenware|| mittelgrob–grob|| ||Quarz ||matt/rau|||| ||red. ||scheibengedr. ||39–43|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 9: Nachgedrehte Keramik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 9.1 kalkgemagerte nachgedrehte Ware (Albware)||fein–mittelgrob ||stark|| Kalk ||weich|| braun ||matt|| Mischbrand ||nachgedreht ||44–49||Wellenlinien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 9.2 gröbere nachgedrehte Ware ||mitel–mittelgrob ||mäßig–stark ||Quarz ||hart|| grau-braun ||rau ||red. ||nachgedreht ||46–46; 49–51&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 9.3 feinsandig- glimmerhaltige Ware ||fein–mittel ||schwach–mäßig ||Glimmer, Quarz ||hart ||grau ||matt ||red. ||nachgedreht ||52–54 ||darunter sandgem. Var. der Albware&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 10: Oxidierend gebrannte Drehscheibenkeramik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10.1 [[Ältere gelbe Drehscheibenware (Südwestdeutschland, FMa/HMa)|Ältere gelbe Drehscheibenware]] ||mittel ||mäßig–stark ||Quarz ||hart ||strohgelb, sämisch-hellbeige, dunkelchrom ||matt, Roll-, Einzelstempel, Eindruck, Wellenlinien ||oxid. ||scheibengedr. ||55–95 ||Abgrenzungsprobleme zur neuzeitlichen Keramik||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Gelbe quarzgemagerte Ware (Neckarland, HMa)|Gelbe quarzgemagerte  Ware]]||mittel ||mäßig ||Quarz, rostbraune Part.||hart || ||matt/geglättet ||oxid. ||scheibengedr./ nachgedreht||80–81|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gelbe kalkgemagerte Drehscheibenware||mittelgrob–grob ||mäßig ||Quarz, Kalk ||hart|| || ||oxid.|| || ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10.2 Rotbemalte Waren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Gelbe, rotbemalte Elsässer Drehscheibenware (Elsaß, HMa)|Rotbemalte Elsässer Ware]] ||fein ||schwach–mäßig ||Quarz ||hart|| ||matt/geglättet, kurvige Bemalung ||oxid. ||scheibengedr.|| || ||&lt;br /&gt;
| [[[[Rotbemalte ältere gelbe Drehscheibenware (Südwestdeutschland, HMa)]]|Bemalte gelbe Drehscheibenw.]]||mittel ||mäßig ||Quarz, rostbraune Part.||hart ||sämisch-braunocker ||matt/glatt, kurvige Bemalung ||oxid. ||scheibengedr.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Pingsdorfer Ware|Pingsdorf-Ware]] bzw. [[Pingsdorf-Imitation|Imitationen]]||mittel–grob ||sämisch–dunkelchrom ||Quarz ||hart–sehr hart ||dunkelchrom, sämisch ||matt-rau, kleinteilige gitterförmige Bemalung ||oxid. ||scheibengedr. || || mehrere Varianten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Rotbemalte schwäbische Feinware (Württemberg, SMa)|Rotbemalte schwäbische Feinware Buocher Art]] || fein–mittel  || mäßig  || Quarz, rostbraune Part. || hart  || strohgelb  || geglättet,  flächige gitterförmige Bemalung|| oxid.  || scheibengedr.  || ||kreidig&lt;br /&gt;
|   &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 11: [[Jüngere graue Drehscheibenware (Südwestdeutschland, SMa)|Jüngere, graue Drehscheibenware]]&lt;br /&gt;
| Var. a: mittelgrob–grob, Var. b: fein–mittel || ||Quarz ||hart ||grau–grauschwarz ||geglättet–rau ||red. ||scheibengedr. ||96–98 ||vergl. oxid. gebr. jüngere Drehscheibenware||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 12: Neuzeitliche Keramik|| || || Quarz, Kalk, Schamotte ||  ||||glatt–rau, Glasur (häufig abgelöst)|| uneinheitlich  || scheibengedr.  || 99 ||breites Spektrum, hier nicht genauer bearbeitet&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbleib der Funde==&lt;br /&gt;
Landesmus. Württemberg, Stuttgart; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologisches Landesmuseum, Rastatt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologisches Museum Renningen https://www.renningen.de/archaeologisches-museum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tabellarische Übersicht zur Fundstelle==&lt;br /&gt;
{|class='wikitable' &lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!Beschreibung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Fundort               || &amp;lt;strong&amp;gt;Renningen, Neuwiesenäcker&amp;lt;/strong&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Fundart     || Siedlung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Lage     || 0,8 km WNW der Kirche&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Koordinaten     || 48.767930, 8.9235626&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Datierung || 6.-12.Jh.                     &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Warenarten                  || [[Rauwandige Drehscheibenware Donzdorfer Art (Neckarland/ Schwäb. Alb, FMa)]], [[Knickwandkeramik]], nachgedrehte Waren, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Formenspektrum        || v.a Gebrauchskeramik, Töpfe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Fundinventar || Siedlungsfunde, z.T. aus Gruben- bzw. Grubenhausverfüllungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Befundbeschreibung                || Die Siedlung wurde nur in kleinen Ausschnitten archäologisch untersucht. Die Funde stammen v.a aus den Verfüllungen der Grubenhäuser und zweier Brunnen..&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Verbleib                || Landesmus. Württemberg, Stuttgart; Archäologisches Landesmuseum, Rastatt; Archäologisches Museum Renningen https://www.renningen.de/archaeologisches-museum&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bemerkungen || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Literatur    || Schreg 2006&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur zur Fundstelle==&lt;br /&gt;
*Gross 1991: U. Gross, Die Funde. In: S. Arnold/U. Gross/I. Stork u. a. (Hrsg.), … mehr als 1 Jahrtausend … Leben im Renninger Becken vom 4. bis 12. Jahrhundert. Archäologische Informationen aus Baden-Württemberg 19 (Stuttgart 1991).&lt;br /&gt;
*Schreg 2006: R. Schreg, Dorfgenese in Südwestdeutschland. Das Renninger Becken im Mittelalter. Materialh. Arch. Bad.-Württ. 76 (Stuttgart 2006).&lt;br /&gt;
*Stork 1988: I. Stork, Ein frühmittelalterliches Dorf bei Renningen, Kreis Böblingen. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 1988, 224–228.&lt;br /&gt;
*Stork 1991: I. Stork, Vor- und Frühgeschichte im Renninger Becken. In: B. Maier (Hrsg.), Renningen und Malmsheim. Eine Stadt und ihre Geschichte (Stuttgart 1991) 10–31.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fundstellenregest]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Datei:Renningen_Neuwiesen%C3%A4cker_(RS_1994)_02.jpg&amp;diff=11665</id>
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		<updated>2026-09-10T17:01:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: Renningen, Neuwiesenäcker: Rauwandige Drehscheibenware römischer Tradition, Wölbwandtopf, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Renningen, Neuwiesenäcker]]: [[Rauwandige Drehscheibenware römischer Tradition]], [[Wölbwandtopf]], Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
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		<title>Renningen, Neuwiesenäcker</title>
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		<updated>2026-09-10T16:58:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Keramikfunde */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Lage==&lt;br /&gt;
Das ausgedehnte früh- bis hochmittelalterliche Siedlungsareal liegt westlich der Ortslage von Renningen (Lkr. Böblingen, Baden-Württemberg) und umfasst mehrere Flurteile bis über die Gemarkungsgrenze zu Malmsheim. Die Nähe zur Flur &amp;quot;Altheimer Tal&amp;quot; gibt Grund zur Annahme, dass die Siedlung mit dem Ort Altheim identifiziert werden darf, der im 12. bis 14. Jahrhundert in den Hirsauer Urkunden erwähnt wird.  Nur in den Neuwiesenäckern ca. 0,8 km WNW der Kirche konnte beim Straßenbau in den 1980er Jahren ein kleiner Ausschnitt archäologisch untersucht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Koordinaten: 48.767930, 8.9235626&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Forschungsgeschichte==&lt;br /&gt;
Kurt Maier konnte in den 1980er und 90er Jahren bei systematischen Feldbegehungen an zahlreichen Stellen im Renninger Becken mittelalterliche Siedlungsfundstellen lokalisieren. 1987/88 wurde im Vorfeld eines Straßenbaus ein kleiner Ausschnitt der Siedlung in den Neuwiesenäckern durch das LDA Stuttgart (Ingo Stork) ausgegraben. In den Folgejahren konnte das Landesdenkmalamt Baden-Württemberg in Renningen einen gewissen Schwerpunkt setzen, u.a. mit Grabungen in der frühalamannischen Siedlung [[Renningen, Raite]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Materialpräsentationen erfolgten im Rahmen von Vorberichten durch Uwe Gross (1991). &lt;br /&gt;
Eine Auswertung erfolgte durch Rainer Schreg unter dem Aspekt der mittelalterlichen Dorfgenese, doch wurde hier auch der Keramikfundbestand aus den verschiedenen Grabungen und Feldbegehungen bearbeitet und vorgelegt (Schreg 2006).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Befundsituation==&lt;br /&gt;
Bei den Grabungen 1987 wurden die Grundrisse ein- und zweischiffiger Pfostenbauten, einfache Grubenhäuser, Herdstellen bzw. Ofenreste, die Pfostenreste einiger Zäune sowie zwei Brunnen aufgedeckt.&lt;br /&gt;
Die Gebäude gehören, soweit sie anhand von Funden zu datieren sind, ins 10. bis 12. Jahrhundert. Nach Ausweis der Funde muss hier aber bereits im 9. und 10. Jahrhundert eine größere Siedlung gelegen haben. Die Anfänge der Siedlung reichen sogar noch weiter zurück: Einige wenige Funde der Völkerwanderungszeit zeigen, dass hier schon gleichzeitig mit der Siedlung in der Raite weitere Häuser existiert haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der Brunnen enthielt einen Holzbalken, der sich dendrochronologisch exakt in den Winter von 999 auf das Jahr 1000 datieren ließ. Leider blieb unklar, ob es sich um ein Holz aus der Verfüllung oder von einer Brunnenfassung unterhalb der runden, trocken ausgeführten Steinaufmauerung handelte. Die Verfüllung des Brunnens jedenfalls erfolgte. nach dem Keramikspektrum zu schließen, frühestens im fortgeschrittenen 11. Jahrhundert. Sie enthielt zahlreiche Samen von Ruderalpflanzen, die darauf hindeuten, dass seine Umgebung nicht gepflegt und kaum begangen wurde. Dies könnte ein Hinweis auf eine allmähliche Aufgabe der Siedlung sein. Wann dies genau geschah, ist aus quellenkritischen Gründen nicht sicher zu erfassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngste nachweisbare Siedlungsphase gehört in das spätere 11. und 12. Jahrhundert. doch bleibt unklar, inwiefern im 13. Jahrhundert vielleicht noch mit ebenerdiger Bebauung zu rechnen&lt;br /&gt;
ist, die sich im archäologischen Befund nicht mehr erfassen lässt. Nach den schriftlichen Quellen dürfte ein einzelner Hof noch bis ins 14. Jahrhundert bestanden haben. Sichere archäologische Anhaltspunkte, die Aufschluss über das Ende der Siedlung in den Neuwiesenäckern geben könnten, liegen nicht vor.&lt;br /&gt;
Zwar konnten in einzelnen Befunden Brandreste festgestellt werden, doch kann daraus nicht auf eine Brandzerstörung der Siedlung geschlossen werden.&lt;br /&gt;
Ähnlich wie in der Raite bestanden die Höfe aus mehreren Gebäuden.&lt;br /&gt;
Die Hauptgebäude wiesen ein einfacheres Bauschema auf. Anstelle dreischiffiger Häuser errichtete man nur zweischiffige Gebäude, die jedoch eine ähnliche Größe erreichten. Wie in der Völkerwanderungszeit dürften Wohnraum und Stall unter einem Dach vereint gewesen sein. Gestelzte Speicher sind in der Grabungsfläche nicht nachweisbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Keramikfunde==&lt;br /&gt;
Nach einer ersten Sichtung der Keramikfunde durch U. Gross, wurden diese durch Schreg 2006 bearbeitet und vorgelegt. Dabei wurden 12 Keramikgruppen unterschieden:&lt;br /&gt;
*1. Vorgeschichtliche Keramik&lt;br /&gt;
*2. Römische Keramik&lt;br /&gt;
**2.1. [[Terra Sigillata]]&lt;br /&gt;
**2.2. [[Firnisware]]n&lt;br /&gt;
**2.3. Römische Gebrauchskeramik&lt;br /&gt;
*3. Handgemachte Keramik&lt;br /&gt;
**3.1. [[Handgemachte Grobware (Süddeutschland, VWz/ FMa)|Handgemachte Grobware]]&lt;br /&gt;
**3.2. [[Schwarzgraue geglättete Ware (VwZ)|Handgemachte geglättete Ware]]&lt;br /&gt;
*4. [[Terra Nigra]]&lt;br /&gt;
*5. Geglättete Drehscheibenware ([[Knickwandkeramik]])&lt;br /&gt;
**5.1. [[Schwarz engobierte Drehscheibenware]]&lt;br /&gt;
*6. Terra-sigillata-Derivate/[[rotgestrichene Ware (Vwz)|Rot gestrichene Ware]]&lt;br /&gt;
*7. Rauwandige Drehscheibenkeramik&lt;br /&gt;
**7.1. [[Rauwandige Drehscheibenware römischer Tradition]]&lt;br /&gt;
**7.2. Graue rauwandige Drehscheibenware: u.a [[Donzdorfer Ware]]&lt;br /&gt;
**7.3. [[Braune, meist rillenverzierte rauwandige Drehscheibenware (Neckarland, FMa)|Braune, meist rillenverzierte rauwandige Drehscheibenware]]&lt;br /&gt;
*8. [[Ältere graue Drehscheibenware (Kraichgau/ Oberrhein, HMa)|Ältere graue Drehscheibenware]]&lt;br /&gt;
*9. Nachgedrehte Keramik&lt;br /&gt;
**9.1. Kalkgemagerte nachgedrehte Ware ([[Albware]])&lt;br /&gt;
**9.2. [[gröbere nachgedrehte Ware (Neckarland, HMa)|Gröbere nachgedrehte Ware]]&lt;br /&gt;
**9.3. [[feinsandig glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Neckarland, HMa)|Feinsandig nachgedrehte Ware]]&lt;br /&gt;
*10. Oxidierend gebrannte Drehscheibenkeramik&lt;br /&gt;
**10.1. [[Ältere gelbe Drehscheibenware (Südwestdeutschland, FMa/HMa)|Ältere gelbe Drehscheibenware]]. Innerhalb dieser im allgemeinen quarzgemagerten Gruppe konnten verschiedene Materialgruppen beobachtet werden. Dazu gehören Funde, die der sog. [[Gelbe quarzgemagerte Ware (Neckarland, HMa)|gelben quarzgemagerten Ware]], die tatsächlich durch rostbraune Magerung auffällt, zugeordnet werden können, sowie eine kalkgemagerte Variante.&lt;br /&gt;
**10.2. [[Rotbemalte Waren]]&lt;br /&gt;
*11. [[Jüngere graue Drehscheibenware (Südwestdeutschland, SMa)|Jüngere, graue Drehscheibenware]]&lt;br /&gt;
*12. Neuzeitliche Keramik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed-hover&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker (RS 1994) 07.jpg|[[Renningen, Neuwiesenäcker]]: [[Schwarzgraue geglättete Ware (VwZ)]], Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg) &lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker ägD 2.png|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere gelbe Drehscheibenware Typ Kirchhausen (Schreg 2006 Taf. 29,4)&lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker ägD 3.png|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere gelbe Drehscheibenware Typ Runder Berg (Schreg 2006 Taf. 29,12) &lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuw rotbem Ware.jpg|Renningen, Neuwiesenäcker: rotbemalte Drehscheibenware, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg) &lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker ägD.png|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere gelbe Drehscheibenware Typ Jagstfeld (Schreg 2006 Taf 30,23) &lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker ägD 1.png|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere gelbe Drehscheibenware Typ Jagstfeld (Schreg 2006 Taf 30,23)&lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker (RS 1994) 25.jpg|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere gelbe Drehscheibenware Typ Jagstfeld, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg) &lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker ägrD.png|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere graue Drehscheibenware Typ Stetten (Schreg 2006 Taf 29,3)&lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker (RS 1994) 08.jpg|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere graue Drehscheibenware Typ Stetten, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg) &lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker (RS 1994) 11.jpg|Renningen, Neuwiesenäcker: Albware, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg) &lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
===tabellarische Übersicht der Warenarten===&lt;br /&gt;
nach Schreg 2006 Tab. 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Warenart ||Magerungsgröße ||Magerungsdichte ||Magerungsart ||Härte ||Farbe ||Oberfläche ||Brand ||Technik ||Randformen ||Bemerkungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 1: Vorgeschichtliche Keramik||||||organisch/Quarz || || ||  || überwiegend reduzierend||handgemacht sehr breites Spektrum|| ||bei Schreg 2006 nicht genauer bearbeitet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 2: Römische Keramik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2.1 Terra Sigillata||sehr fein||schwach|| ||hart||orange||poliert-glatt||oxid.||scheibengedr.||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2.2 Firniswaren|| fein  || mäßig  ||  Quarz  || hart  || grau  || glatt  || red.  || scheibengedr.|| || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2.3 römische Gebrauchskeramik||fein–grob || mäßig–stark || Quarz, Kalk, Schamotte, orangeschwarze Part.|| weich || grau-braun|| matt|| red./oxid. || scheibengedr.||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 3: Handgemachte Keramik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3.1 handgemachte Grobware  ||  mittelgrob–grob ||   stark  ||  Quarz, Kalk  ||  hart ||  braun–braunschwarz, meist fleckig ||  matt–rau  ||  red.  ||  handgemacht  ||  1–6 ||Abgrenzungsprobleme geg.  handgem. gegl. W. und vorgesch. Keramik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3.2 handgemachte geglättete Ware||| fein–mittelgrob || mäßig || Quarz, Kalk || hart || Braun-/ Grautöne || glatt–matt || red. || handgemacht || 7–12 ||Abgrenzungsprobleme geg. handgem. Grobw. und Terra nigra, inkl. Rippen- u. Beutelgefäße &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gruppe 4: Terra nigra&lt;br /&gt;
|| fein || schwach–mäßig || sehr unterschiedlich: Quarz, Kalk, Glimmer, rostbr. Part. || hart || grau || glatt–poliert, Horizontalriefen || red. || scheibengedr. || 13–15||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 5: Geglättete Drehscheibenware (Knickwandkeramik)|| fein–mittel,  grob || schwach–mäßig || Quarz || weich–hart ||grau–hellbraun || glatt– poliert, Wellenlinien, Rollstempel || red./oxid. || scheibengedr.|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5.1 schwarz engobierte Drehscheibenware || grob || mäßig–stark || Quarz||  hart || schwarz || matt, engobiert ||uneinheitl. || scheibengedr.|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 6: Terra-Sigillata-Derivate/Rotgestrichene Ware&lt;br /&gt;
| fein–mittelgrob ||schwach ||Quarz, Schamotte|| hart ||orange rot|| engobiert ||oxid. ||scheibengedr.|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 7: Rauwandige Drehscheibenkeramik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7.1 rauwandige Drehscheibenw. röm. Trad.|| grob, mittelgrob oder sehr grob||mäßig–stark ||Quarz, Schamotte, vereinzelt schwarze Part., Schamotte (rostbr. Part.)||hart ||rotbraun, grau, beige,orange, sämisch ||rau, horizontale Rillen ||uneinheitl. ||scheibengedr.|| 18–28|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7.2 graue rauwandige Drehscheibenw.||mittel/grob ||stark, seltener mäßig ||Quarz ||hart ||grau ||matt–rau ||red.|| scheibengedr. ||29–35|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7.2.1 Einglättverzierte Keramik ||mittelgrob–grob ||mäßig ||Quarz ||hart ||grau|| rau, Einglättverzierung ||red. ||scheibengedr. ||Einzelstück&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7.2.2 rauwandige Drehscheibenw. Donzdorfer Art||mittelgrob–grob ||mäßig–stark ||Quarz, rostbraune Part.||hart ||grau ||rau ||red. ||scheibengedr. ||34–35 || Craquelée&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7.3 Braune rauwandige, rillenverzierte Drehscheibenw. ||grob, seltener mittel oder mittelgrob||mäßig–stark ||Quarz, rostbr. Part., selten Kalk oder Schamotte||hart ||sämisch-braun, schwarz ||matt–rau, horizontale Rillen ||uneinheitl. ||scheibengedr. ||36–38|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 8: Ältere grautonige Drehscheibenware|| mittelgrob–grob|| ||Quarz ||matt/rau|||| ||red. ||scheibengedr. ||39–43|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 9: Nachgedrehte Keramik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 9.1 kalkgemagerte nachgedrehte Ware (Albware)||fein–mittelgrob ||stark|| Kalk ||weich|| braun ||matt|| Mischbrand ||nachgedreht ||44–49||Wellenlinien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 9.2 gröbere nachgedrehte Ware ||mitel–mittelgrob ||mäßig–stark ||Quarz ||hart|| grau-braun ||rau ||red. ||nachgedreht ||46–46; 49–51&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 9.3 feinsandig- glimmerhaltige Ware ||fein–mittel ||schwach–mäßig ||Glimmer, Quarz ||hart ||grau ||matt ||red. ||nachgedreht ||52–54 ||darunter sandgem. Var. der Albware&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 10: Oxidierend gebrannte Drehscheibenkeramik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10.1 [[Ältere gelbe Drehscheibenware (Südwestdeutschland, FMa/HMa)|Ältere gelbe Drehscheibenware]] ||mittel ||mäßig–stark ||Quarz ||hart ||strohgelb, sämisch-hellbeige, dunkelchrom ||matt, Roll-, Einzelstempel, Eindruck, Wellenlinien ||oxid. ||scheibengedr. ||55–95 ||Abgrenzungsprobleme zur neuzeitlichen Keramik||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Gelbe quarzgemagerte Ware (Neckarland, HMa)|Gelbe quarzgemagerte  Ware]]||mittel ||mäßig ||Quarz, rostbraune Part.||hart || ||matt/geglättet ||oxid. ||scheibengedr./ nachgedreht||80–81|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gelbe kalkgemagerte Drehscheibenware||mittelgrob–grob ||mäßig ||Quarz, Kalk ||hart|| || ||oxid.|| || ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10.2 Rotbemalte Waren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Gelbe, rotbemalte Elsässer Drehscheibenware (Elsaß, HMa)|Rotbemalte Elsässer Ware]] ||fein ||schwach–mäßig ||Quarz ||hart|| ||matt/geglättet, kurvige Bemalung ||oxid. ||scheibengedr.|| || ||&lt;br /&gt;
| [[[[Rotbemalte ältere gelbe Drehscheibenware (Südwestdeutschland, HMa)]]|Bemalte gelbe Drehscheibenw.]]||mittel ||mäßig ||Quarz, rostbraune Part.||hart ||sämisch-braunocker ||matt/glatt, kurvige Bemalung ||oxid. ||scheibengedr.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Pingsdorfer Ware|Pingsdorf-Ware]] bzw. [[Pingsdorf-Imitation|Imitationen]]||mittel–grob ||sämisch–dunkelchrom ||Quarz ||hart–sehr hart ||dunkelchrom, sämisch ||matt-rau, kleinteilige gitterförmige Bemalung ||oxid. ||scheibengedr. || || mehrere Varianten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Rotbemalte schwäbische Feinware (Württemberg, SMa)|Rotbemalte schwäbische Feinware Buocher Art]] || fein–mittel  || mäßig  || Quarz, rostbraune Part. || hart  || strohgelb  || geglättet,  flächige gitterförmige Bemalung|| oxid.  || scheibengedr.  || ||kreidig&lt;br /&gt;
|   &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 11: [[Jüngere graue Drehscheibenware (Südwestdeutschland, SMa)|Jüngere, graue Drehscheibenware]]&lt;br /&gt;
| Var. a: mittelgrob–grob, Var. b: fein–mittel || ||Quarz ||hart ||grau–grauschwarz ||geglättet–rau ||red. ||scheibengedr. ||96–98 ||vergl. oxid. gebr. jüngere Drehscheibenware||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 12: Neuzeitliche Keramik|| || || Quarz, Kalk, Schamotte ||  ||||glatt–rau, Glasur (häufig abgelöst)|| uneinheitlich  || scheibengedr.  || 99 ||breites Spektrum, hier nicht genauer bearbeitet&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbleib der Funde==&lt;br /&gt;
Landesmus. Württemberg, Stuttgart; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologisches Landesmuseum, Rastatt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologisches Museum Renningen https://www.renningen.de/archaeologisches-museum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tabellarische Übersicht zur Fundstelle==&lt;br /&gt;
{|class='wikitable' &lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!Beschreibung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Fundort               || &amp;lt;strong&amp;gt;Renningen, Neuwiesenäcker&amp;lt;/strong&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Fundart     || Siedlung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Lage     || 0,8 km WNW der Kirche&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Koordinaten     || 48.767930, 8.9235626&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Datierung || 6.-12.Jh.                     &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Warenarten                  || [[Rauwandige Drehscheibenware Donzdorfer Art (Neckarland/ Schwäb. Alb, FMa)]], [[Knickwandkeramik]], nachgedrehte Waren, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Formenspektrum        || v.a Gebrauchskeramik, Töpfe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Fundinventar || Siedlungsfunde, z.T. aus Gruben- bzw. Grubenhausverfüllungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Befundbeschreibung                || Die Siedlung wurde nur in kleinen Ausschnitten archäologisch untersucht. Die Funde stammen v.a aus den Verfüllungen der Grubenhäuser und zweier Brunnen..&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Verbleib                || Landesmus. Württemberg, Stuttgart; Archäologisches Landesmuseum, Rastatt; Archäologisches Museum Renningen https://www.renningen.de/archaeologisches-museum&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bemerkungen || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Literatur    || Schreg 2006&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur zur Fundstelle==&lt;br /&gt;
*Gross 1991: U. Gross, Die Funde. In: S. Arnold/U. Gross/I. Stork u. a. (Hrsg.), … mehr als 1 Jahrtausend … Leben im Renninger Becken vom 4. bis 12. Jahrhundert. Archäologische Informationen aus Baden-Württemberg 19 (Stuttgart 1991).&lt;br /&gt;
*Schreg 2006: R. Schreg, Dorfgenese in Südwestdeutschland. Das Renninger Becken im Mittelalter. Materialh. Arch. Bad.-Württ. 76 (Stuttgart 2006).&lt;br /&gt;
*Stork 1988: I. Stork, Ein frühmittelalterliches Dorf bei Renningen, Kreis Böblingen. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 1988, 224–228.&lt;br /&gt;
*Stork 1991: I. Stork, Vor- und Frühgeschichte im Renninger Becken. In: B. Maier (Hrsg.), Renningen und Malmsheim. Eine Stadt und ihre Geschichte (Stuttgart 1991) 10–31.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fundstellenregest]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Schwarzgraue_gegl%C3%A4ttete_Ware_(VwZ)&amp;diff=11663</id>
		<title>Schwarzgraue geglättete Ware (VwZ)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Schwarzgraue_gegl%C3%A4ttete_Ware_(VwZ)&amp;diff=11663"/>
		<updated>2026-09-10T16:56:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Verzierungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schwarzgraue geglättete Ware ist eine völkerwanderungszeitliche Keramik, die überwiegend zur [[Handgemachte Feinware|handgemachten Feinware]] gerechnet werden kann. Sie gehört in das Umfeld der [[Terra Nigra]] bzw. der [[Terra-Nigra-Derivate]], gegen die sie nicht immer klar abgrenzbar ist. Ihre Verzierungen verweisen auf den &amp;quot;elbgermanischen&amp;quot; Raum, spezifischer meist in die Prignitz und den westmecklenburgischen-ostholsteinischen Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Forschungsgeschichte==&lt;br /&gt;
Funde, die man der schwarzgrauen geglätteten Ware zuschreiben könnte, haben zunächst eher im Kontext jüngerkaiserzeitlicher Gräber Aufmerksamkeit gefunden (z.B. Schach-Dörges 1970). Funde aus Südwestdeutschland hat man zunächst im Kontext der [[Terra Nigra]], wie sie beispielsweise aus dem [[Alzey, Kastell|Kastell Alzey]] bekannt wurde, der man dann [[Terra-Nigra-Derivate]] germanischen Ursprungs gegenüber gestellt hat. Hier ist ein neutralerer Begriff wie der der schwarzgrauen geglätteten Ware zu bevorzugen, weil er zunächst weniger interpretativ und formal weiter zu fassen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine genauere Auseinandersetzung mit der 'germanischen' handgemachten Ware der römischen Kaiserzeit und der Völkerwanderungszeit hat Sven Jäger im Kontext seiner Heidelberger Dissertation aufbauend auf Materialien des Kraichgau und des Neckarmündungsbietes vorgenommen. Er konnte eine technische Entwicklung herausstellen, innerhalb derer markante technologische Veränderungen an der Wende zur jüngeren Kaiserzeit eine grobe zeitliche Einordnung der Keramik in die ältere und jüngere Kaiserzeit erlauben, selbst wenn Formen und Verzierungen unverändert fortgeführt wurden (Jäger 2018, 39). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Andere Bezeichnungen===&lt;br /&gt;
*Terra Nigra, Ware III [nigraähnlich] bzw. handgemachte Keramik, Warengruppen I u. II (Bücker 1994).&lt;br /&gt;
*handgemachte, geglättete Ware (Schreg 1999; Schreg 2006)&lt;br /&gt;
*[[Terra-Nigra-Derivate]]&lt;br /&gt;
*germanische freigeformte Keramik (Jäger 2018)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Charakteristika==&lt;br /&gt;
Ähnlich wie bei der [[Handgemachte Grobware (Süddeutschland, VWz/ FMa)|handgemachten Grobware]] ist auch bei den eher der Feinware zuzurechnenden Keramik eine Entwicklung von einem eher weichen und schwach gemagerten Scherben zu harter, stark und &amp;quot;flächig gemagerter Ware&amp;quot; zu beobachten (Jäger 2018).&lt;br /&gt;
===Herstellungstechnik===&lt;br /&gt;
Die schwarzgraue geglättete Ware erscheint zumeist handgemacht, in wenigen Fällen liegt es jedoch nahe, eher an [[Drehscheibenware|Scheibenware]] zu denken. Die Wandung ist sehr gleichmäßig und dünnwandig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brand/ Farbe===&lt;br /&gt;
Im Kern wie an der Oberfläche erscheint der Scherben meist schwarzgrau, nur selten ist der Kern etwas heller. Oft handelt es sich um einen Mischbrand, der zu einem weiten Farbspektrum von hell und dunkel changierenden Erdfarben führen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Magerung===&lt;br /&gt;
Der Scherben ist dicht, in der Regel fein gemagert. Als [[Magerung]]szusätze wurden Quarz, Kalkspat, in Einzelfällen auch Kalk und etwas häufiger Glimmer verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verzierungen===&lt;br /&gt;
Typisch sind folgende [[Verzierungen]]: Knubben, Dellen- bzw. Punkteindrücke, Ritzlinien, Riefen und Rillen. Besonders zu nennen ist das Rosettenmotiv. Auf dem erst in der 2. Hälfte des 4. Jahrhunderts besiedelten [[Bad Urach, Runder Berg|Runden Berg]] treten diese Verzierungen hinter Stempelverzierungen zurück, wie sie auch noch in den frühen Reihengräberfeldern des späten 5. Jahrhunderts zu finden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besondere Form stellen die schräg gerieften Gefäße oder mit ovalen Facetten am Bauchknick verzierten Schalen dar, die in der Forschung als [[Typ Friedenhain-Prešt'ovice]] bekannt geworden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed-hover&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Geislingen Mühlwiesen DSC0376430.JPG|[[Geislingen, Mühlwiesen]] Mühlstraße 9 (GMa): schwarzgraue geglättete Ware, Slg. A. Kley, Mus. Geislingen (Foto: R. Schreg) &lt;br /&gt;
Datei:Geislingen Mühlwiesen DSC0376733.JPG|[[Geislingen, Mühlwiesen]] (Mühlstraße 9, GMa): eindruckverzierte schwarzgraue geglättete Ware, Slg. A. Kley, Mus. Geislingen (Foto: R. Schreg)&lt;br /&gt;
Datei:Treffelhausen 2.jpg|Treffelhausen (Gde. Böhmenkirch GP), Kirchhof, Schwarzgraue geglättete Ware (VwZ) (Mus. Geislingen, Zeichnung R. Schreg)&lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker (RS 1994) 07.jpg|[[Renningen, Neuwiesenäcker]]: [[Schwarzgraue geglättete Ware (VwZ)]], Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg) &lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gefäßformen==&lt;br /&gt;
In der Völkenwanderungszeit weit verbreitet, nicht nur bei der Feinware, war der Boden mit Standring. Angesichts eines Vorkommens auch in anderen vorgeschichtlichen Perioden besitzt diese Bodenform jedoch nur bedingt datierenden Wert. Ebenfalls häufig erscheinen Böden mit Standplatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An Formen sind zu nennen:&lt;br /&gt;
*Schüsseln mit S-förmigem Profil bzw. sogenannte Schalentöpfe bzw. Knickwandschalen. Sie besitzen häufig eine geschwungene, z.T. relativ hohe Randzone; der Rand ist oft leicht verdickt. &lt;br /&gt;
*Gewölbte Schalen. Der Oberteil dieser Schalen kann konisch oder gewölbt, z.T. sogar geradezu eingebogen sein.&lt;br /&gt;
*Bauchige Gefäße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*schrägkannelierte, facettierte oder -geriefte Keramik (Schreg 2006; Springer 1985; Jäger 2019)&lt;br /&gt;
Vergleiche Gefäße vom [[Typ Friedenhain-Prešt'ovice]] (5. u. frühes 6. Jahrhundert; Springer 1985).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wichtige Fundorte==&lt;br /&gt;
*[[Forchtenberg, Wüstung Wülfingen]]&lt;br /&gt;
*[[Geislingen, Mühlwiesen]]&lt;br /&gt;
*[[Heddesheim, Frechten]], Siedlung des 1.-4. Jh. (Jäger 2018)&lt;br /&gt;
*[[Heuchlingen (Gde. Gerstetten HDH), äußere Wiesen]]&lt;br /&gt;
*Oberstetten, Brunnenäcker&lt;br /&gt;
*[[Renningen, Neuwiesenäcker]]&lt;br /&gt;
*[[Scheßlitz]], Kohlstatt&lt;br /&gt;
*[[Sontheim im Stubental, Hochfeld]]&lt;br /&gt;
*Erlbach (Stadt Oettingen, Lkr. Donau-Ries), Spielberg: Frauengrab fr. 4. Jh. (Werner 1960)&lt;br /&gt;
*Stetten auf den Fildern (Stadt Leinfelden-Echterdingen, Lkr. Esslingen), Zeiläcker: Grabfund (Schach-Dörges 2007)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kulturgeschichtliche Einordnung und sozialer Kontext==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ABB181.jpg|center|thumb|400px|Verzierte Siedlungs- und Grabkeramik frühalamannischer Zeit im Vergleich mit elbgermanischen Fundplätzen (nach Schach-Dörges 1997): 1 Sanne, 2 Kahrstedt, 3 Merseburg, 4-6 Pritzier; 7 Ichstedt, 8 Voigtstedt, 10-11 Kirchheim u.T., 12 Mengen, 13 Sontheim i.St., 14 Großkuchen, 15 Heidelberg-Rohrbach, 16 Berching-Pollanten, 17 Dederstedt, 18 Wechmar, 19 Bad Dürrenberg, 20 Merseburg, 21 Besno n. Louny, 22 Haßleben, 23 Kannawurf, 24 Bietigheim, 25 Benningen a.N., 26-27 Rendel, 28 Großkuchen, 29 Groß-Gerau, 30 Günzburg. 1-19, 24-26 'Schalenurnen', 20,27 gewölbte Schalen, 21-23, 28-30 Flaschen (nach Schach-Dörges 1997).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Feinware findet Vergleiche in elbgermanischen Gräberfeldern weiter im Norden und spielt bei der Frage der Ethnogenese der Alamannen wie auch der Bajuwaren eine zentrale Rolle. Inzwischen konnte ansatzweise eine Differenzierung der Keramik des &amp;quot;elbgermanischen&amp;quot; Raumes erreicht werden, der sich keineswegs so homogen darstellt, wie die ältere Forschung angenommen hat. Es ist insbesondere die jüngerkaiserzeitlichen Westmecklenburgischen-Ostholsteinische Keramikgruppe (Hegewisch 2008), die Vergleichsmöglichkeiten auch für den alamannischen Bereich bietet. Sie breitet sich - was auch in der jüngeren Literatur als Wanderung interpretiert wird - nach Süden aus, wobei die Quantität in Süddeutschland vergleichsweise gering ist. Die einschlägigen Publikationen aus norddeutscher Perspektive übergehen die &amp;quot;alamannischen&amp;quot; Vergleiche weitgehend (z.B. Hegewisch 2008).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturhinweise==&lt;br /&gt;
*Bücker 1994: Ch. Bücker, Die Gefäßkeramik der frühalamannischen Zeit vom Zähringer Burgberg, Gemeinde Gundelfingen, Kr. Breisgau-Hochschwarzwald. Archäologie und Geschichte. Freiburger Forschungen zum 1. Jahrtausend in Südwestdeutschland 6 (Sigmaringen 1994) 125-232.&lt;br /&gt;
*Hegewisch 2008: M. Hegewisch, Zwischen Skandinavien und Mähren. Zum Verbreitungsbild der jüngerkaiserzeitlichen Westmecklenburgischen-Ostholsteinischen Keramikgruppe. In: J. Bemmann / M. Schmauder (Hrsg.), Kulturwandel in Mitteleuropa. Langobarden - Awaren - Slawen : Akten der Internationalen Tagung in Bonn vom 25. bis 28. Februar 2008. Kolloquien zur Vor- und Frühgeschichte 11 (Bonn 2008) 89-.&lt;br /&gt;
*Jäger 2018: S. Jäger, Datierte freigeformte Schüsseln der jüngeren Kaiserzeit aus Heddesheim und Beobachtungen zur Technikentwicklung germanischer Keramik. In: A. Wieczorek / K. Wirth (Hrsg.), Von Hammaburg nach Herimundesheim. Festschrift für Ursula Koch. Mannheimer Geschichtsblätter Sonderveröffentlichung 11 (Reiss-Engelhorn-Museen 2018) 31–41. - https://www.academia.edu/42767206&lt;br /&gt;
*Jäger 2019: S. Jäger, Germanische Siedlungsspuren des 3. bis 5. Jahrhunderts n. Chr. zwischen Rhein, Neckar und Enz. Forschungen und Berichte zur Archäologie in Baden-Württemberg 14 (Wiesbaden 2019). - DOI: https://doi.org/10.11588/propylaeum.1010&lt;br /&gt;
*Jäger 2019 (1): S. Jäger, Gekommen – Geblieben – Gewandelt: Beziehungen des spätkaiserzeitlich-germanischen Fundmaterials aus dem nordwestlichen Baden-Württemberg und deren Bewertung. In: M. Augstein / M. Hardt (Hrsg.), Sächsische Leute und Länder: Benennung und Lokalisierung von Gruppenidentitäten im ersten Jahrtausend. Neue Studien zur Sachsenforschung 10 (Wendeburg 2019) 249–270.&lt;br /&gt;
*Jäger / Gross 2019: S. Jäger / U. Gross, Handgemacht und scheibengedreht. Keramik des späten 3. bis 5. Jahrhunderts im östlichen Oberrheingebiet. In: G. Kuhnle / E. Wirbelauer / M. Keller (Hrsg.), Am anderen Flussufer. Die Spätantike beiderseits des südlichen Oberrheins. Archäologische Informationen aus Baden-Württemberg 81 (Esslingen 2019) 109–122.&lt;br /&gt;
*Schach-Dörges 1970: H. Schach-Dörges, Die Bodenfunde des 3. bis 6. Jahrhunderts n.Chr. zwischen unterer Elbe und Oder. Offa-Bücher 23 (Neumünster 1970).&lt;br /&gt;
*Schach-Dörges 1997: H. Schach-Dörges, &amp;quot;Zusammengespülte und vermengte Menschen&amp;quot;. Suebische Kriegerbünde werden seßhaft. In: Die Alamannen. Ausstellungskatalog Stuttgart 1997 (Stuttgart 1997) 79–102.&lt;br /&gt;
*Schach-Dörges 2007: H. Schach-Dörges, Zum frühmerowingerzeitlichen Begräbnisplatz bei Stetten auf den Fildern, Lkr. Esslingen. Fundber. Bad.-Württ. 29, 2007, 603-642. - DOI: https://doi.org/10.11588/FBBW.2007.1.85314&lt;br /&gt;
*Schreg 1999: R. Schreg, Die alamannische Besiedlung des Geislinger Talkessels (Markungen Altenstadt und Geislingen, Stadt Geislingen a.d. Steige, Lkr. Göppingen). Fundber. Bad.-Württ. 23, 1999, 385–617. - DOI: https://doi.org/10.11588/fbbw.1999.0.64722&lt;br /&gt;
*Springer 1985: T. Springer, Germanenfunde der Völkerwanderungszeit in Nordbayern. Bemerkungen zur Keramik vom Typ Friedenhain-Prešt'ovice. Arch. Korrbl. 15, 1985, 235-243.&lt;br /&gt;
*Spors-Gröger 2009: S. Spors-Gröger, Frühalamannisches Gehöft und hallstattzeitlicher Rechteckhof. Zu den Grabungsergebnissen von Sontheim/Stubental, Gde. Steinheim a.A. Fundber. Bad.-Württ. 30, 2009, 187–246. - DOI: https://doi.org/10.11588/fbbw.2009.0.26558&lt;br /&gt;
*Werner 1960: J. Werner, Die frühgeschichtlichen Grabfunde vom Spielberg bei Erlbach, Ldkr. Nördlingen und von Fürst, Ldkr. Laufen a.d. Salzach. Bayer. Vorgeschbl. 25, 1960, 164–179.&lt;br /&gt;
*Wieczorek 1989: A. Wieczorek, Mitteldeutsche Siedlerbbei der fränkischen Landnahme in Rheinhessen. Eine Untersuchung zur handgeformten Keramik Rheinhessens. In: Das Dorf am Mittelrhein. 5. Alzeyer Kolloquium. Gesch. Landeskunde 30 (Wiesbaden 1989), 11-101.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Warenart]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keramik des 5. Jahrhunderts]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Typ_Friedenhain-Pre%C5%A1t%27ovice&amp;diff=11662</id>
		<title>Typ Friedenhain-Prešt'ovice</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Typ_Friedenhain-Pre%C5%A1t%27ovice&amp;diff=11662"/>
		<updated>2026-09-10T16:56:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Wichtige Fundorte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}&lt;br /&gt;
Als Typ Friedenhain-Prešt'ovice werden Schalen handgemachter Feinware der Völkerwanderungszeit bezeichnet, die an ihrem Bauchumbruch mit Ovalfacetten bzw. Kanneluren versehen sind. Sie haben forschungsgeschichtlich Bedeutung gewonnen, weil sie 1980 durch Rainer Christlein - ausgehend von Funden in [[Regensburg, Niedermünster]] in einen engen Zusammenhang mit der Ethnogenese der Bajuwaren gestellt wurden und als Indikator für die Zuwanderung elbgermanischer Gruppen aus Böhmen galten (Christlein 1980; Fischer/Geisler 1988). Mit diesem Hintergrund wurde der Typ Friedenhain-Prešt'ovice bestimmend für einen Leithorizont (Fischer 1990).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Forschungsgeschichte==&lt;br /&gt;
Namengebend wurde das im Wesentlichen 1934 ausgegrabene Gräberfeld im südwestböhmischen Prešt'ovice sowie das Gräberfeld von Friedenhain, das bereits im 19. Jh. entdeckt vor allem in den 1950er und 60er Jahren ausgegraben wurde.&lt;br /&gt;
Früh wurden Gemeinsamkeiten zwischen Böhmen und Bayern, aber auch von Funden weiter westlich beobachtet. In den 1980er Jahren fokussierte die Diskussion auf den bayerischen Raum und stellte die Keramik in einen Kontext der baierischen Ethnogenese (Christlein 1980; Fischer/ Geisler 1988).&lt;br /&gt;
Mit der Entdeckung des Gräberfeldes von Forchheim (Stadt Freystadt, Lkr. Neumarkt in der Oberpfalz) kam ein weiterer wichtiger Fundort hinzu, der Anlass gab, sich kritisch mit dem Interpretationen rund um den Typ oder Horizont Friedenhain-Prešt'ovice auseinanderzusetzen (Masanz 2017). Es zeigt sich, dass unklare Typendefinitionen einerseits, eine selektive Bayern-zentrierte Perspektive andererseits, aber auch traditionelle Geschichtsbilder mit Ideen von Ethnizität und Ethnogenese nicht zu halten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Charakteristika==&lt;br /&gt;
Es ahndelt sich um eine mäßig hart gebrannte handgemachte Keramik, deren Oberfläche in der regel gut geglättet oder poliert ist. Sie lässt scih aus der [[Schwarzgraue geglättete Ware (VwZ)|schwarzgrau geglätteten handgemachten Ware der Völkerwandeurngszeit]]cvopr allem durch eine schräge Riefung oder (spitz)ovale Facetten am Bauchknick absetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ode 003-06 D 11725.jpg|thumb|600px|center|Odenheim Grab 3, Topf vom Typ Friedenhain-Prešt'ovice, Anf. 6. Jh., Höhe 7,7 cm, Badisches Landesmuseum Inv.  Ode 3/6 (Foto: Peter Gaul / Badisches Landesmuseum Karlsruhe [https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de CC 0 1.0] via [https://katalog.landesmuseum.de/object/DF8B4D0BD9D2413FAAB1350F3251C773/Topf Digitaler Katalog Badisches Landesmuseum])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wichtige Fundorte==&lt;br /&gt;
nach Weinlich 1986:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Niederbayern&lt;br /&gt;
*[[Passau]]-Niedernburg, Stadt Passau - Kastell Batavis&lt;br /&gt;
*Straubing, Bajuwarenstraße - Reihengräberfeld: Grab 73 u. Grab 84&lt;br /&gt;
*Straubing, Azlburg I - Spätrömischer Friedhof: Grab 60&lt;br /&gt;
*Straubing, Pfarrkirche St. Peter: Siedlung&lt;br /&gt;
*Friedenhain, Gde. Unterzeitldorn, Lkr. Straubing-Bogen - Brandgräberfeld&lt;br /&gt;
*Kößnach, Gde. Kirchroth, Lkr. Straubing-Bogen - Lesefunde&lt;br /&gt;
*Kirchroth, Lkr. Straubing-Bogen - Lesefunde&lt;br /&gt;
*Kelheim, Stadt Kelheim, Lkr. Kelheim - Siedlung&lt;br /&gt;
*Essing-Schellneck, Lkr. Kelheim - Siedlung&lt;br /&gt;
*Eining, Gde. Neustadt a.d. Donau, Lkr. Kelheim - Kastell der Spätantike&lt;br /&gt;
*Weltenburg, Stadt Kelheim, Lkr. Kelheim - Kastell der Spätantike&lt;br /&gt;
Oberpfalz&lt;br /&gt;
*[[Regensburg, Niedermünster]]&lt;br /&gt;
*[[Regensburg, Grasgasse]]&lt;br /&gt;
*[[Regensburg, Neupfarrplatz]] -Nachweise einer Siedlung im Bereich vom römischen Kastell &lt;br /&gt;
*Sandhof, Gde. Wenzenbach, Lkr. Regensburg - Lesefunde&lt;br /&gt;
*Laaber, Lkr. Regensburg - Lesefunde&lt;br /&gt;
*Weichseldorf, Gde. Duggendorf, Lkr. Regensburg - Lesefunde&lt;br /&gt;
*Kallmünz, Lkr. Regensburg - Lesefunde&lt;br /&gt;
*Altenmarkt, Stadt Cham, Lkr. Cham - Lesefunde&lt;br /&gt;
*Zangenstein, Gde. Schwarzhofen, Lkr. Schwandorf - Lesefunde&lt;br /&gt;
*Schwarzach, Gde. Nabburg, Lkr. Schwandorf - Lesefunde&lt;br /&gt;
*[[Burglengenfeld]], Lkr. Schwandorf - Lesefunde&lt;br /&gt;
*Breitenwinn, Gde. Velburg, Lkr. Neumarkt i.d. OPf. - Funde in Höhle&lt;br /&gt;
*Plankstetten, Stdt Berching, Lkr. Neumarkt i.d. OPf. - Siedlung&lt;br /&gt;
*Berching, Lkr. Neumarkt i.d. OPf. - Lesefund&lt;br /&gt;
*Grubmühle, Stadt Berching, Lkr. Neumarkt i.d. OPf. - Siedlung&lt;br /&gt;
*Sulzbürg, Gde. Mühlhausen, Lkr. Neumarkt i.d. OPf. - Lesefund von Höhensiedlung&lt;br /&gt;
*Forchheim (Stadt Freystadt, Lkr. Neumarkt in der Oberpfalz) - Urnengräberfeld: Masanz 2007&lt;br /&gt;
Mittelfranken &lt;br /&gt;
*Kauerlach, Stadt Hilpoltstein, Lkr. Roth - Lesefunde&lt;br /&gt;
*Offenbau, Gde. Thalmässing, Lkr. Roth - Siedlungsgruben&lt;br /&gt;
*[[Großhöbing]], Stadt Greding, Lkr. Roth - Lesefunde&lt;br /&gt;
*Hausen, Stadt Greding, Lkr. Roth - Lesefunde&lt;br /&gt;
*Mettendorf, Stadt Greding, Lkr. Roth - Lesefunde&lt;br /&gt;
*Bechthal, Gde. Raitenbuch, Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen - Lesefunde&lt;br /&gt;
*Burgsalach, Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen - Lesefunde aus römischem Kastellvicus&lt;br /&gt;
*Ellingen, Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen - Lesefunde aus römischem Kastell und Kastellvicus / Sablonetum&lt;br /&gt;
*Alesheim, Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen - Lesefunde&lt;br /&gt;
*Kleinlellenfeld, Gde. Arberg, Lkr. Ansbach - Siedlungsgruben&lt;br /&gt;
*[[Dittenheim, Gelbe Bürg]], Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen - Lesefunde von Höhensiedlung&lt;br /&gt;
*Wettelsheim, Stadt Treuchtlingen, Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen - Lesefunde und Siedlungsgruben&lt;br /&gt;
*Schambach, Stadt Treuchtlingen, Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen - zum Teil ergrabene Siedlung&lt;br /&gt;
*Flemmühle, Stadt Pappenheim, Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen - Lesefunde&lt;br /&gt;
Oberbayern&lt;br /&gt;
*Altendorf, Gde. Mörnsheim, Lkr. Eichstätt - Lesefunde&lt;br /&gt;
*[[Eichstätt]], Stadt Eichstätt - Siedlungsbereich&lt;br /&gt;
*Pfünz, Lkr. Eichstätt - Lesefunde&lt;br /&gt;
*Böhming, Gde. Kipfenberg, Lkr. Eichstätt - Siedlung&lt;br /&gt;
*Kipfenberg, Michelsberg, Lkr. Eichstätt - Lesefunde von Höhensiedlung&lt;br /&gt;
*Kemathen, Gde. Kipfenberg, Lkr. Eichstätt, Körpergrab&lt;br /&gt;
*Kevenhüller Loch im Ottmaringer Tal, Gde. Beilngries, Lkr. Eichstätt - Siedlung&lt;br /&gt;
*Pförring, Lkr. Eichstätt - Lesefunde . - Großmehring, Lkr. Eichstätt - Lesefunde&lt;br /&gt;
*Irgertsheim, Stadt Ingolstadt - Lesefund&lt;br /&gt;
*Gaimersheim, Lkr. Eichstätt - Römische Villa rustica&lt;br /&gt;
*Wolkertshofen, Gde. Nassenfels, Lkr. Eichstätt - Lesefunde aus Umfeld römischer Villa rustica&lt;br /&gt;
*Neuburg a.d. Donau, Lkr. Neuburg-Schrobenhausen - Spätrömisches Kastell&lt;br /&gt;
Bayerisch-Schwaben&lt;br /&gt;
*[[Goldberg bei Türkheim]], Lkr. Unterallgäu - Spätrömische Befestigung / Spätantike &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachträge&lt;br /&gt;
*[[Aschaffenburg, Theaterplatz]] (Riedstetter 2013)&lt;br /&gt;
[[Datei:Renningen Neuwiesenäcker (RS 1994) 07.jpg|right|thumb|mini|[[Renningen, Neuwiesenäcker]]: [[Schwarzgraue geglättete Ware (VwZ)]], Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg) ]]&lt;br /&gt;
*[[Renningen, Neuwiesenäcker]] (Schreg 2006, 113)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kulturgeschichtliche Einordnung und sozialer Kontext==&lt;br /&gt;
Wie angesprochen wurde die Einordnung der Gefäße vom Typ Friedenhain-Prešt'ovice forschungsgeschichtlich von der ethnischen Deutung  geprägt. Die typischen Ovalfacetten nehmen chronologisch nur einen kurzen Zeitraum ein und sind kaum geeignet, längerfristige Traditionslinien herauszuarbeiten. Sie treten auch - wie auf einem glasierten Henkelgefäß von [[Regensburg, Grasgasse]] auf Keramik auf, die eher römische Herstellungstechnik zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Regensburg Grasgasse.jpg|Regensburg, Grasgasse: gelbgrün glasiertes, mit Einstichen und Rosettenstempeln verziertes, rötlich ox. gebranntes Henkelgefäß mit Standring (Graphik: BLfD, nach Fischer/Rieckhoff 1982, Abb. 29, verändert) &lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturhinweise==&lt;br /&gt;
*Christlein 1980: R. Christlein, Romanische und germanische Funde des fünften Jahrhunderts aus den Passauer Kastellen Batavis und Boiotro. Ostbairische Grenzmarken 22, 1980, 106-118. &lt;br /&gt;
*Damminger 2003: F. Damminger, Keramik vom Typ Friedenhain-Přešt'ovice im Kraichgau? Fundber. Bad.-Württ. 27, 2003, 703–773. - DOI: https://doi.org/10.11588/fbbw.2003.0.72888&lt;br /&gt;
*Fischer 1990: T. Fischer, Zur Archäologie des fünften Jahrhunderts in Ostbayern. In: H. Friesinger/F. Daim (Hrsg.), Typen der Ethnogenese unter besonderer Berücksichtigung der Bayern 2. Veröff. Komm. Frühmittelalterforsch./ Österr. Akad. Wiss., Phil.-Hist. Kl 13 (Wien 1990) 101–122. &lt;br /&gt;
*Fischer/ Geisler 1988: T. Fischer/H. Geisler, Herkunft und Stammesbildung der Baiern aus archäologischer Sicht. In: H. Dannheimer/H. Dopsch (Hrsg.), Die Bajuwaren. Von Severin bis Tassilo. 488 - 788. gemeinsame Landesausstellung des Freistaates Bayern und des Landes Salzburg Rosenheim Bayern Mattsee Salzburg ; 19. Mai bis 6. November 19882 (München 1988) 61–69.&lt;br /&gt;
*Geisler 1998: H. Geisler, Friedenhain und Přešt’ovice. Archäologische Arbeitsgemeinschaft Ostbayern/West- und Südböhmen 8, 1998, 115–125.&lt;br /&gt;
*Masanz 2017: R. Masanz, Völkerwanderungszeitliche Brandgräber aus Freystadt-Forchheim (Oberpfalz). Ein Beitrag zum Problem der &amp;quot;Gruppe Friedenhain-Přešťovice&amp;quot;. Materialhefte zur bayerischen Archäologie 104 (Kallmünz/Opf 2017).&lt;br /&gt;
*Ramstetter 2013: K. Ramstetter, Die völkerwanderungszeitliche Siedlung auf dem Aschaffenburger Stadtberg. Ergebnisse der Ausgrabungen 1996/97 auf dem Theaterplatz. Berichte der Bayerischen Bodendenkmalpflege 54, 2013, 201-319.&lt;br /&gt;
*Schreg 2006: R. Schreg, Dorfgenese in Südwestdeutschland. Das Renninger Becken im Mittelalter. Materialh. Arch. Bad.-Württ. 76 (Stuttgart 2006).&lt;br /&gt;
*Springer 1985: T. Springer, Germanenfunde der Völkerwanderungszeit in Nordbayern. Bemerkungen zur Keramik vom Typ Friedenhain-Prešt'ovice. Arch. Korrbl. 15, 1985, 235-243.&lt;br /&gt;
*Suhr 2007: G. Suhr, Die völkerwanderungszeitliche Siedlung &amp;quot;Kanal I&amp;quot; in Kelheim. Arch. Main-Donau-Kanal 19 (Rahden/Westf. 2007).&lt;br /&gt;
*Weinlich 1998: E. Weinlich, Das völkerwanderungszeitliche Urnengräberfeld von Forchheim in der Oberpfalz. Anmerkungen zum Keramikhorizont Friedenhain-Přešt’ovice. Archäologische Arbeitsgemeinschaft Ostbayern/West- und Südböhmen 8, 1998, 97–114.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Warenart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gefäßform]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keramik des 5. Jahrhunderts]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Typ_Friedenhain-Pre%C5%A1t%27ovice&amp;diff=11661</id>
		<title>Typ Friedenhain-Prešt'ovice</title>
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		<updated>2026-09-10T16:54:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Charakteristika */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}&lt;br /&gt;
Als Typ Friedenhain-Prešt'ovice werden Schalen handgemachter Feinware der Völkerwanderungszeit bezeichnet, die an ihrem Bauchumbruch mit Ovalfacetten bzw. Kanneluren versehen sind. Sie haben forschungsgeschichtlich Bedeutung gewonnen, weil sie 1980 durch Rainer Christlein - ausgehend von Funden in [[Regensburg, Niedermünster]] in einen engen Zusammenhang mit der Ethnogenese der Bajuwaren gestellt wurden und als Indikator für die Zuwanderung elbgermanischer Gruppen aus Böhmen galten (Christlein 1980; Fischer/Geisler 1988). Mit diesem Hintergrund wurde der Typ Friedenhain-Prešt'ovice bestimmend für einen Leithorizont (Fischer 1990).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Forschungsgeschichte==&lt;br /&gt;
Namengebend wurde das im Wesentlichen 1934 ausgegrabene Gräberfeld im südwestböhmischen Prešt'ovice sowie das Gräberfeld von Friedenhain, das bereits im 19. Jh. entdeckt vor allem in den 1950er und 60er Jahren ausgegraben wurde.&lt;br /&gt;
Früh wurden Gemeinsamkeiten zwischen Böhmen und Bayern, aber auch von Funden weiter westlich beobachtet. In den 1980er Jahren fokussierte die Diskussion auf den bayerischen Raum und stellte die Keramik in einen Kontext der baierischen Ethnogenese (Christlein 1980; Fischer/ Geisler 1988).&lt;br /&gt;
Mit der Entdeckung des Gräberfeldes von Forchheim (Stadt Freystadt, Lkr. Neumarkt in der Oberpfalz) kam ein weiterer wichtiger Fundort hinzu, der Anlass gab, sich kritisch mit dem Interpretationen rund um den Typ oder Horizont Friedenhain-Prešt'ovice auseinanderzusetzen (Masanz 2017). Es zeigt sich, dass unklare Typendefinitionen einerseits, eine selektive Bayern-zentrierte Perspektive andererseits, aber auch traditionelle Geschichtsbilder mit Ideen von Ethnizität und Ethnogenese nicht zu halten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Charakteristika==&lt;br /&gt;
Es ahndelt sich um eine mäßig hart gebrannte handgemachte Keramik, deren Oberfläche in der regel gut geglättet oder poliert ist. Sie lässt scih aus der [[Schwarzgraue geglättete Ware (VwZ)|schwarzgrau geglätteten handgemachten Ware der Völkerwandeurngszeit]]cvopr allem durch eine schräge Riefung oder (spitz)ovale Facetten am Bauchknick absetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ode 003-06 D 11725.jpg|thumb|600px|center|Odenheim Grab 3, Topf vom Typ Friedenhain-Prešt'ovice, Anf. 6. Jh., Höhe 7,7 cm, Badisches Landesmuseum Inv.  Ode 3/6 (Foto: Peter Gaul / Badisches Landesmuseum Karlsruhe [https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de CC 0 1.0] via [https://katalog.landesmuseum.de/object/DF8B4D0BD9D2413FAAB1350F3251C773/Topf Digitaler Katalog Badisches Landesmuseum])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wichtige Fundorte==&lt;br /&gt;
nach Weinlich 1986:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Niederbayern&lt;br /&gt;
*[[Passau]]-Niedernburg, Stadt Passau - Kastell Batavis&lt;br /&gt;
*Straubing, Bajuwarenstraße - Reihengräberfeld: Grab 73 u. Grab 84&lt;br /&gt;
*Straubing, Azlburg I - Spätrömischer Friedhof: Grab 60&lt;br /&gt;
*Straubing, Pfarrkirche St. Peter: Siedlung&lt;br /&gt;
*Friedenhain, Gde. Unterzeitldorn, Lkr. Straubing-Bogen - Brandgräberfeld&lt;br /&gt;
*Kößnach, Gde. Kirchroth, Lkr. Straubing-Bogen - Lesefunde&lt;br /&gt;
*Kirchroth, Lkr. Straubing-Bogen - Lesefunde&lt;br /&gt;
*Kelheim, Stadt Kelheim, Lkr. Kelheim - Siedlung&lt;br /&gt;
*Essing-Schellneck, Lkr. Kelheim - Siedlung&lt;br /&gt;
*Eining, Gde. Neustadt a.d. Donau, Lkr. Kelheim - Kastell der Spätantike&lt;br /&gt;
*Weltenburg, Stadt Kelheim, Lkr. Kelheim - Kastell der Spätantike&lt;br /&gt;
Oberpfalz&lt;br /&gt;
*[[Regensburg, Niedermünster]]&lt;br /&gt;
*[[Regensburg, Grasgasse]]&lt;br /&gt;
*[[Regensburg, Neupfarrplatz]] -Nachweise einer Siedlung im Bereich vom römischen Kastell &lt;br /&gt;
*Sandhof, Gde. Wenzenbach, Lkr. Regensburg - Lesefunde&lt;br /&gt;
*Laaber, Lkr. Regensburg - Lesefunde&lt;br /&gt;
*Weichseldorf, Gde. Duggendorf, Lkr. Regensburg - Lesefunde&lt;br /&gt;
*Kallmünz, Lkr. Regensburg - Lesefunde&lt;br /&gt;
*Altenmarkt, Stadt Cham, Lkr. Cham - Lesefunde&lt;br /&gt;
*Zangenstein, Gde. Schwarzhofen, Lkr. Schwandorf - Lesefunde&lt;br /&gt;
*Schwarzach, Gde. Nabburg, Lkr. Schwandorf - Lesefunde&lt;br /&gt;
*[[Burglengenfeld]], Lkr. Schwandorf - Lesefunde&lt;br /&gt;
*Breitenwinn, Gde. Velburg, Lkr. Neumarkt i.d. OPf. - Funde in Höhle&lt;br /&gt;
*Plankstetten, Stdt Berching, Lkr. Neumarkt i.d. OPf. - Siedlung&lt;br /&gt;
*Berching, Lkr. Neumarkt i.d. OPf. - Lesefund&lt;br /&gt;
*Grubmühle, Stadt Berching, Lkr. Neumarkt i.d. OPf. - Siedlung&lt;br /&gt;
*Sulzbürg, Gde. Mühlhausen, Lkr. Neumarkt i.d. OPf. - Lesefund von Höhensiedlung&lt;br /&gt;
*Forchheim (Stadt Freystadt, Lkr. Neumarkt in der Oberpfalz) - Urnengräberfeld: Masanz 2007&lt;br /&gt;
Mittelfranken &lt;br /&gt;
*Kauerlach, Stadt Hilpoltstein, Lkr. Roth - Lesefunde&lt;br /&gt;
*Offenbau, Gde. Thalmässing, Lkr. Roth - Siedlungsgruben&lt;br /&gt;
*[[Großhöbing]], Stadt Greding, Lkr. Roth - Lesefunde&lt;br /&gt;
*Hausen, Stadt Greding, Lkr. Roth - Lesefunde&lt;br /&gt;
*Mettendorf, Stadt Greding, Lkr. Roth - Lesefunde&lt;br /&gt;
*Bechthal, Gde. Raitenbuch, Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen - Lesefunde&lt;br /&gt;
*Burgsalach, Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen - Lesefunde aus römischem Kastellvicus&lt;br /&gt;
*Ellingen, Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen - Lesefunde aus römischem Kastell und Kastellvicus / Sablonetum&lt;br /&gt;
*Alesheim, Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen - Lesefunde&lt;br /&gt;
*Kleinlellenfeld, Gde. Arberg, Lkr. Ansbach - Siedlungsgruben&lt;br /&gt;
*[[Dittenheim, Gelbe Bürg]], Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen - Lesefunde von Höhensiedlung&lt;br /&gt;
*Wettelsheim, Stadt Treuchtlingen, Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen - Lesefunde und Siedlungsgruben&lt;br /&gt;
*Schambach, Stadt Treuchtlingen, Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen - zum Teil ergrabene Siedlung&lt;br /&gt;
*Flemmühle, Stadt Pappenheim, Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen - Lesefunde&lt;br /&gt;
Oberbayern&lt;br /&gt;
*Altendorf, Gde. Mörnsheim, Lkr. Eichstätt - Lesefunde&lt;br /&gt;
*[[Eichstätt]], Stadt Eichstätt - Siedlungsbereich&lt;br /&gt;
*Pfünz, Lkr. Eichstätt - Lesefunde&lt;br /&gt;
*Böhming, Gde. Kipfenberg, Lkr. Eichstätt - Siedlung&lt;br /&gt;
*Kipfenberg, Michelsberg, Lkr. Eichstätt - Lesefunde von Höhensiedlung&lt;br /&gt;
*Kemathen, Gde. Kipfenberg, Lkr. Eichstätt, Körpergrab&lt;br /&gt;
*Kevenhüller Loch im Ottmaringer Tal, Gde. Beilngries, Lkr. Eichstätt - Siedlung&lt;br /&gt;
*Pförring, Lkr. Eichstätt - Lesefunde . - Großmehring, Lkr. Eichstätt - Lesefunde&lt;br /&gt;
*Irgertsheim, Stadt Ingolstadt - Lesefund&lt;br /&gt;
*Gaimersheim, Lkr. Eichstätt - Römische Villa rustica&lt;br /&gt;
*Wolkertshofen, Gde. Nassenfels, Lkr. Eichstätt - Lesefunde aus Umfeld römischer Villa rustica&lt;br /&gt;
*Neuburg a.d. Donau, Lkr. Neuburg-Schrobenhausen - Spätrömisches Kastell&lt;br /&gt;
Bayerisch-Schwaben&lt;br /&gt;
*[[Goldberg bei Türkheim]], Lkr. Unterallgäu - Spätrömische Befestigung / Spätantike &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachträge&lt;br /&gt;
*[[Aschaffenburg, Theaterplatz]] (Riedstetter 2013)&lt;br /&gt;
*[[Renningen, Neuwiesenäcker]] (Schreg 2006, 113)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kulturgeschichtliche Einordnung und sozialer Kontext==&lt;br /&gt;
Wie angesprochen wurde die Einordnung der Gefäße vom Typ Friedenhain-Prešt'ovice forschungsgeschichtlich von der ethnischen Deutung  geprägt. Die typischen Ovalfacetten nehmen chronologisch nur einen kurzen Zeitraum ein und sind kaum geeignet, längerfristige Traditionslinien herauszuarbeiten. Sie treten auch - wie auf einem glasierten Henkelgefäß von [[Regensburg, Grasgasse]] auf Keramik auf, die eher römische Herstellungstechnik zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Regensburg Grasgasse.jpg|Regensburg, Grasgasse: gelbgrün glasiertes, mit Einstichen und Rosettenstempeln verziertes, rötlich ox. gebranntes Henkelgefäß mit Standring (Graphik: BLfD, nach Fischer/Rieckhoff 1982, Abb. 29, verändert) &lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturhinweise==&lt;br /&gt;
*Christlein 1980: R. Christlein, Romanische und germanische Funde des fünften Jahrhunderts aus den Passauer Kastellen Batavis und Boiotro. Ostbairische Grenzmarken 22, 1980, 106-118. &lt;br /&gt;
*Damminger 2003: F. Damminger, Keramik vom Typ Friedenhain-Přešt'ovice im Kraichgau? Fundber. Bad.-Württ. 27, 2003, 703–773. - DOI: https://doi.org/10.11588/fbbw.2003.0.72888&lt;br /&gt;
*Fischer 1990: T. Fischer, Zur Archäologie des fünften Jahrhunderts in Ostbayern. In: H. Friesinger/F. Daim (Hrsg.), Typen der Ethnogenese unter besonderer Berücksichtigung der Bayern 2. Veröff. Komm. Frühmittelalterforsch./ Österr. Akad. Wiss., Phil.-Hist. Kl 13 (Wien 1990) 101–122. &lt;br /&gt;
*Fischer/ Geisler 1988: T. Fischer/H. Geisler, Herkunft und Stammesbildung der Baiern aus archäologischer Sicht. In: H. Dannheimer/H. Dopsch (Hrsg.), Die Bajuwaren. Von Severin bis Tassilo. 488 - 788. gemeinsame Landesausstellung des Freistaates Bayern und des Landes Salzburg Rosenheim Bayern Mattsee Salzburg ; 19. Mai bis 6. November 19882 (München 1988) 61–69.&lt;br /&gt;
*Geisler 1998: H. Geisler, Friedenhain und Přešt’ovice. Archäologische Arbeitsgemeinschaft Ostbayern/West- und Südböhmen 8, 1998, 115–125.&lt;br /&gt;
*Masanz 2017: R. Masanz, Völkerwanderungszeitliche Brandgräber aus Freystadt-Forchheim (Oberpfalz). Ein Beitrag zum Problem der &amp;quot;Gruppe Friedenhain-Přešťovice&amp;quot;. Materialhefte zur bayerischen Archäologie 104 (Kallmünz/Opf 2017).&lt;br /&gt;
*Ramstetter 2013: K. Ramstetter, Die völkerwanderungszeitliche Siedlung auf dem Aschaffenburger Stadtberg. Ergebnisse der Ausgrabungen 1996/97 auf dem Theaterplatz. Berichte der Bayerischen Bodendenkmalpflege 54, 2013, 201-319.&lt;br /&gt;
*Schreg 2006: R. Schreg, Dorfgenese in Südwestdeutschland. Das Renninger Becken im Mittelalter. Materialh. Arch. Bad.-Württ. 76 (Stuttgart 2006).&lt;br /&gt;
*Springer 1985: T. Springer, Germanenfunde der Völkerwanderungszeit in Nordbayern. Bemerkungen zur Keramik vom Typ Friedenhain-Prešt'ovice. Arch. Korrbl. 15, 1985, 235-243.&lt;br /&gt;
*Suhr 2007: G. Suhr, Die völkerwanderungszeitliche Siedlung &amp;quot;Kanal I&amp;quot; in Kelheim. Arch. Main-Donau-Kanal 19 (Rahden/Westf. 2007).&lt;br /&gt;
*Weinlich 1998: E. Weinlich, Das völkerwanderungszeitliche Urnengräberfeld von Forchheim in der Oberpfalz. Anmerkungen zum Keramikhorizont Friedenhain-Přešt’ovice. Archäologische Arbeitsgemeinschaft Ostbayern/West- und Südböhmen 8, 1998, 97–114.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Warenart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gefäßform]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keramik des 5. Jahrhunderts]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Schwarzgraue_gegl%C3%A4ttete_Ware_(VwZ)&amp;diff=11660</id>
		<title>Schwarzgraue geglättete Ware (VwZ)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Schwarzgraue_gegl%C3%A4ttete_Ware_(VwZ)&amp;diff=11660"/>
		<updated>2026-09-10T16:50:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Verzierungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schwarzgraue geglättete Ware ist eine völkerwanderungszeitliche Keramik, die überwiegend zur [[Handgemachte Feinware|handgemachten Feinware]] gerechnet werden kann. Sie gehört in das Umfeld der [[Terra Nigra]] bzw. der [[Terra-Nigra-Derivate]], gegen die sie nicht immer klar abgrenzbar ist. Ihre Verzierungen verweisen auf den &amp;quot;elbgermanischen&amp;quot; Raum, spezifischer meist in die Prignitz und den westmecklenburgischen-ostholsteinischen Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Forschungsgeschichte==&lt;br /&gt;
Funde, die man der schwarzgrauen geglätteten Ware zuschreiben könnte, haben zunächst eher im Kontext jüngerkaiserzeitlicher Gräber Aufmerksamkeit gefunden (z.B. Schach-Dörges 1970). Funde aus Südwestdeutschland hat man zunächst im Kontext der [[Terra Nigra]], wie sie beispielsweise aus dem [[Alzey, Kastell|Kastell Alzey]] bekannt wurde, der man dann [[Terra-Nigra-Derivate]] germanischen Ursprungs gegenüber gestellt hat. Hier ist ein neutralerer Begriff wie der der schwarzgrauen geglätteten Ware zu bevorzugen, weil er zunächst weniger interpretativ und formal weiter zu fassen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine genauere Auseinandersetzung mit der 'germanischen' handgemachten Ware der römischen Kaiserzeit und der Völkerwanderungszeit hat Sven Jäger im Kontext seiner Heidelberger Dissertation aufbauend auf Materialien des Kraichgau und des Neckarmündungsbietes vorgenommen. Er konnte eine technische Entwicklung herausstellen, innerhalb derer markante technologische Veränderungen an der Wende zur jüngeren Kaiserzeit eine grobe zeitliche Einordnung der Keramik in die ältere und jüngere Kaiserzeit erlauben, selbst wenn Formen und Verzierungen unverändert fortgeführt wurden (Jäger 2018, 39). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Andere Bezeichnungen===&lt;br /&gt;
*Terra Nigra, Ware III [nigraähnlich] bzw. handgemachte Keramik, Warengruppen I u. II (Bücker 1994).&lt;br /&gt;
*handgemachte, geglättete Ware (Schreg 1999; Schreg 2006)&lt;br /&gt;
*[[Terra-Nigra-Derivate]]&lt;br /&gt;
*germanische freigeformte Keramik (Jäger 2018)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Charakteristika==&lt;br /&gt;
Ähnlich wie bei der [[Handgemachte Grobware (Süddeutschland, VWz/ FMa)|handgemachten Grobware]] ist auch bei den eher der Feinware zuzurechnenden Keramik eine Entwicklung von einem eher weichen und schwach gemagerten Scherben zu harter, stark und &amp;quot;flächig gemagerter Ware&amp;quot; zu beobachten (Jäger 2018).&lt;br /&gt;
===Herstellungstechnik===&lt;br /&gt;
Die schwarzgraue geglättete Ware erscheint zumeist handgemacht, in wenigen Fällen liegt es jedoch nahe, eher an [[Drehscheibenware|Scheibenware]] zu denken. Die Wandung ist sehr gleichmäßig und dünnwandig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brand/ Farbe===&lt;br /&gt;
Im Kern wie an der Oberfläche erscheint der Scherben meist schwarzgrau, nur selten ist der Kern etwas heller. Oft handelt es sich um einen Mischbrand, der zu einem weiten Farbspektrum von hell und dunkel changierenden Erdfarben führen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Magerung===&lt;br /&gt;
Der Scherben ist dicht, in der Regel fein gemagert. Als [[Magerung]]szusätze wurden Quarz, Kalkspat, in Einzelfällen auch Kalk und etwas häufiger Glimmer verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verzierungen===&lt;br /&gt;
Typisch sind folgende [[Verzierungen]]: Knubben, Dellen- bzw. Punkteindrücke, Ritzlinien, Riefen und Rillen. Besonders zu nennen ist das Rosettenmotiv. Auf dem erst in der 2. Hälfte des 4. Jahrhunderts besiedelten [[Bad Urach, Runder Berg|Runden Berg]] treten diese Verzierungen hinter Stempelverzierungen zurück, wie sie auch noch in den frühen Reihengräberfeldern des späten 5. Jahrhunderts zu finden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besondere Form stellen die schräg gerieften Gefäße oder mit ovalen Facetten am Bauchknick verzierten Schalen dar, die in der Forschung als [[Typ Friedenhain-Prešt'ovice]] bekannt geworden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed-hover&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Geislingen Mühlwiesen DSC0376430.JPG|[[Geislingen, Mühlwiesen]] Mühlstraße 9 (GMa): schwarzgraue geglättete Ware, Slg. A. Kley, Mus. Geislingen (Foto: R. Schreg) &lt;br /&gt;
Datei:Geislingen Mühlwiesen DSC0376733.JPG|[[Geislingen, Mühlwiesen]] (Mühlstraße 9, GMa): eindruckverzierte schwarzgraue geglättete Ware, Slg. A. Kley, Mus. Geislingen (Foto: R. Schreg)&lt;br /&gt;
Datei:Treffelhausen 2.jpg|Treffelhausen (Gde. Böhmenkirch GP), Kirchhof, Schwarzgraue geglättete Ware (VwZ) (Mus. Geislingen, Zeichnung R. Schreg)&lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker (RS 1994) 07.jpg|Renningen, Neuwiesenäcker: [[Schwarzgraue geglättete Ware (VwZ)]], Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg) &lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gefäßformen==&lt;br /&gt;
In der Völkenwanderungszeit weit verbreitet, nicht nur bei der Feinware, war der Boden mit Standring. Angesichts eines Vorkommens auch in anderen vorgeschichtlichen Perioden besitzt diese Bodenform jedoch nur bedingt datierenden Wert. Ebenfalls häufig erscheinen Böden mit Standplatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An Formen sind zu nennen:&lt;br /&gt;
*Schüsseln mit S-förmigem Profil bzw. sogenannte Schalentöpfe bzw. Knickwandschalen. Sie besitzen häufig eine geschwungene, z.T. relativ hohe Randzone; der Rand ist oft leicht verdickt. &lt;br /&gt;
*Gewölbte Schalen. Der Oberteil dieser Schalen kann konisch oder gewölbt, z.T. sogar geradezu eingebogen sein.&lt;br /&gt;
*Bauchige Gefäße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*schrägkannelierte, facettierte oder -geriefte Keramik (Schreg 2006; Springer 1985; Jäger 2019)&lt;br /&gt;
Vergleiche Gefäße vom [[Typ Friedenhain-Prešt'ovice]] (5. u. frühes 6. Jahrhundert; Springer 1985).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wichtige Fundorte==&lt;br /&gt;
*[[Forchtenberg, Wüstung Wülfingen]]&lt;br /&gt;
*[[Geislingen, Mühlwiesen]]&lt;br /&gt;
*[[Heddesheim, Frechten]], Siedlung des 1.-4. Jh. (Jäger 2018)&lt;br /&gt;
*[[Heuchlingen (Gde. Gerstetten HDH), äußere Wiesen]]&lt;br /&gt;
*Oberstetten, Brunnenäcker&lt;br /&gt;
*[[Renningen, Neuwiesenäcker]]&lt;br /&gt;
*[[Scheßlitz]], Kohlstatt&lt;br /&gt;
*[[Sontheim im Stubental, Hochfeld]]&lt;br /&gt;
*Erlbach (Stadt Oettingen, Lkr. Donau-Ries), Spielberg: Frauengrab fr. 4. Jh. (Werner 1960)&lt;br /&gt;
*Stetten auf den Fildern (Stadt Leinfelden-Echterdingen, Lkr. Esslingen), Zeiläcker: Grabfund (Schach-Dörges 2007)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kulturgeschichtliche Einordnung und sozialer Kontext==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ABB181.jpg|center|thumb|400px|Verzierte Siedlungs- und Grabkeramik frühalamannischer Zeit im Vergleich mit elbgermanischen Fundplätzen (nach Schach-Dörges 1997): 1 Sanne, 2 Kahrstedt, 3 Merseburg, 4-6 Pritzier; 7 Ichstedt, 8 Voigtstedt, 10-11 Kirchheim u.T., 12 Mengen, 13 Sontheim i.St., 14 Großkuchen, 15 Heidelberg-Rohrbach, 16 Berching-Pollanten, 17 Dederstedt, 18 Wechmar, 19 Bad Dürrenberg, 20 Merseburg, 21 Besno n. Louny, 22 Haßleben, 23 Kannawurf, 24 Bietigheim, 25 Benningen a.N., 26-27 Rendel, 28 Großkuchen, 29 Groß-Gerau, 30 Günzburg. 1-19, 24-26 'Schalenurnen', 20,27 gewölbte Schalen, 21-23, 28-30 Flaschen (nach Schach-Dörges 1997).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Feinware findet Vergleiche in elbgermanischen Gräberfeldern weiter im Norden und spielt bei der Frage der Ethnogenese der Alamannen wie auch der Bajuwaren eine zentrale Rolle. Inzwischen konnte ansatzweise eine Differenzierung der Keramik des &amp;quot;elbgermanischen&amp;quot; Raumes erreicht werden, der sich keineswegs so homogen darstellt, wie die ältere Forschung angenommen hat. Es ist insbesondere die jüngerkaiserzeitlichen Westmecklenburgischen-Ostholsteinische Keramikgruppe (Hegewisch 2008), die Vergleichsmöglichkeiten auch für den alamannischen Bereich bietet. Sie breitet sich - was auch in der jüngeren Literatur als Wanderung interpretiert wird - nach Süden aus, wobei die Quantität in Süddeutschland vergleichsweise gering ist. Die einschlägigen Publikationen aus norddeutscher Perspektive übergehen die &amp;quot;alamannischen&amp;quot; Vergleiche weitgehend (z.B. Hegewisch 2008).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturhinweise==&lt;br /&gt;
*Bücker 1994: Ch. Bücker, Die Gefäßkeramik der frühalamannischen Zeit vom Zähringer Burgberg, Gemeinde Gundelfingen, Kr. Breisgau-Hochschwarzwald. Archäologie und Geschichte. Freiburger Forschungen zum 1. Jahrtausend in Südwestdeutschland 6 (Sigmaringen 1994) 125-232.&lt;br /&gt;
*Hegewisch 2008: M. Hegewisch, Zwischen Skandinavien und Mähren. Zum Verbreitungsbild der jüngerkaiserzeitlichen Westmecklenburgischen-Ostholsteinischen Keramikgruppe. In: J. Bemmann / M. Schmauder (Hrsg.), Kulturwandel in Mitteleuropa. Langobarden - Awaren - Slawen : Akten der Internationalen Tagung in Bonn vom 25. bis 28. Februar 2008. Kolloquien zur Vor- und Frühgeschichte 11 (Bonn 2008) 89-.&lt;br /&gt;
*Jäger 2018: S. Jäger, Datierte freigeformte Schüsseln der jüngeren Kaiserzeit aus Heddesheim und Beobachtungen zur Technikentwicklung germanischer Keramik. In: A. Wieczorek / K. Wirth (Hrsg.), Von Hammaburg nach Herimundesheim. Festschrift für Ursula Koch. Mannheimer Geschichtsblätter Sonderveröffentlichung 11 (Reiss-Engelhorn-Museen 2018) 31–41. - https://www.academia.edu/42767206&lt;br /&gt;
*Jäger 2019: S. Jäger, Germanische Siedlungsspuren des 3. bis 5. Jahrhunderts n. Chr. zwischen Rhein, Neckar und Enz. Forschungen und Berichte zur Archäologie in Baden-Württemberg 14 (Wiesbaden 2019). - DOI: https://doi.org/10.11588/propylaeum.1010&lt;br /&gt;
*Jäger 2019 (1): S. Jäger, Gekommen – Geblieben – Gewandelt: Beziehungen des spätkaiserzeitlich-germanischen Fundmaterials aus dem nordwestlichen Baden-Württemberg und deren Bewertung. In: M. Augstein / M. Hardt (Hrsg.), Sächsische Leute und Länder: Benennung und Lokalisierung von Gruppenidentitäten im ersten Jahrtausend. Neue Studien zur Sachsenforschung 10 (Wendeburg 2019) 249–270.&lt;br /&gt;
*Jäger / Gross 2019: S. Jäger / U. Gross, Handgemacht und scheibengedreht. Keramik des späten 3. bis 5. Jahrhunderts im östlichen Oberrheingebiet. In: G. Kuhnle / E. Wirbelauer / M. Keller (Hrsg.), Am anderen Flussufer. Die Spätantike beiderseits des südlichen Oberrheins. Archäologische Informationen aus Baden-Württemberg 81 (Esslingen 2019) 109–122.&lt;br /&gt;
*Schach-Dörges 1970: H. Schach-Dörges, Die Bodenfunde des 3. bis 6. Jahrhunderts n.Chr. zwischen unterer Elbe und Oder. Offa-Bücher 23 (Neumünster 1970).&lt;br /&gt;
*Schach-Dörges 1997: H. Schach-Dörges, &amp;quot;Zusammengespülte und vermengte Menschen&amp;quot;. Suebische Kriegerbünde werden seßhaft. In: Die Alamannen. Ausstellungskatalog Stuttgart 1997 (Stuttgart 1997) 79–102.&lt;br /&gt;
*Schach-Dörges 2007: H. Schach-Dörges, Zum frühmerowingerzeitlichen Begräbnisplatz bei Stetten auf den Fildern, Lkr. Esslingen. Fundber. Bad.-Württ. 29, 2007, 603-642. - DOI: https://doi.org/10.11588/FBBW.2007.1.85314&lt;br /&gt;
*Schreg 1999: R. Schreg, Die alamannische Besiedlung des Geislinger Talkessels (Markungen Altenstadt und Geislingen, Stadt Geislingen a.d. Steige, Lkr. Göppingen). Fundber. Bad.-Württ. 23, 1999, 385–617. - DOI: https://doi.org/10.11588/fbbw.1999.0.64722&lt;br /&gt;
*Springer 1985: T. Springer, Germanenfunde der Völkerwanderungszeit in Nordbayern. Bemerkungen zur Keramik vom Typ Friedenhain-Prešt'ovice. Arch. Korrbl. 15, 1985, 235-243.&lt;br /&gt;
*Spors-Gröger 2009: S. Spors-Gröger, Frühalamannisches Gehöft und hallstattzeitlicher Rechteckhof. Zu den Grabungsergebnissen von Sontheim/Stubental, Gde. Steinheim a.A. Fundber. Bad.-Württ. 30, 2009, 187–246. - DOI: https://doi.org/10.11588/fbbw.2009.0.26558&lt;br /&gt;
*Werner 1960: J. Werner, Die frühgeschichtlichen Grabfunde vom Spielberg bei Erlbach, Ldkr. Nördlingen und von Fürst, Ldkr. Laufen a.d. Salzach. Bayer. Vorgeschbl. 25, 1960, 164–179.&lt;br /&gt;
*Wieczorek 1989: A. Wieczorek, Mitteldeutsche Siedlerbbei der fränkischen Landnahme in Rheinhessen. Eine Untersuchung zur handgeformten Keramik Rheinhessens. In: Das Dorf am Mittelrhein. 5. Alzeyer Kolloquium. Gesch. Landeskunde 30 (Wiesbaden 1989), 11-101.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Warenart]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keramik des 5. Jahrhunderts]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
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		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Schwarzgraue_gegl%C3%A4ttete_Ware_(VwZ)&amp;diff=11659</id>
		<title>Schwarzgraue geglättete Ware (VwZ)</title>
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		<updated>2026-09-10T16:49:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Verzierungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{stub}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schwarzgraue geglättete Ware ist eine völkerwanderungszeitliche Keramik, die überwiegend zur [[Handgemachte Feinware|handgemachten Feinware]] gerechnet werden kann. Sie gehört in das Umfeld der [[Terra Nigra]] bzw. der [[Terra-Nigra-Derivate]], gegen die sie nicht immer klar abgrenzbar ist. Ihre Verzierungen verweisen auf den &amp;quot;elbgermanischen&amp;quot; Raum, spezifischer meist in die Prignitz und den westmecklenburgischen-ostholsteinischen Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Forschungsgeschichte==&lt;br /&gt;
Funde, die man der schwarzgrauen geglätteten Ware zuschreiben könnte, haben zunächst eher im Kontext jüngerkaiserzeitlicher Gräber Aufmerksamkeit gefunden (z.B. Schach-Dörges 1970). Funde aus Südwestdeutschland hat man zunächst im Kontext der [[Terra Nigra]], wie sie beispielsweise aus dem [[Alzey, Kastell|Kastell Alzey]] bekannt wurde, der man dann [[Terra-Nigra-Derivate]] germanischen Ursprungs gegenüber gestellt hat. Hier ist ein neutralerer Begriff wie der der schwarzgrauen geglätteten Ware zu bevorzugen, weil er zunächst weniger interpretativ und formal weiter zu fassen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine genauere Auseinandersetzung mit der 'germanischen' handgemachten Ware der römischen Kaiserzeit und der Völkerwanderungszeit hat Sven Jäger im Kontext seiner Heidelberger Dissertation aufbauend auf Materialien des Kraichgau und des Neckarmündungsbietes vorgenommen. Er konnte eine technische Entwicklung herausstellen, innerhalb derer markante technologische Veränderungen an der Wende zur jüngeren Kaiserzeit eine grobe zeitliche Einordnung der Keramik in die ältere und jüngere Kaiserzeit erlauben, selbst wenn Formen und Verzierungen unverändert fortgeführt wurden (Jäger 2018, 39). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Andere Bezeichnungen===&lt;br /&gt;
*Terra Nigra, Ware III [nigraähnlich] bzw. handgemachte Keramik, Warengruppen I u. II (Bücker 1994).&lt;br /&gt;
*handgemachte, geglättete Ware (Schreg 1999; Schreg 2006)&lt;br /&gt;
*[[Terra-Nigra-Derivate]]&lt;br /&gt;
*germanische freigeformte Keramik (Jäger 2018)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Charakteristika==&lt;br /&gt;
Ähnlich wie bei der [[Handgemachte Grobware (Süddeutschland, VWz/ FMa)|handgemachten Grobware]] ist auch bei den eher der Feinware zuzurechnenden Keramik eine Entwicklung von einem eher weichen und schwach gemagerten Scherben zu harter, stark und &amp;quot;flächig gemagerter Ware&amp;quot; zu beobachten (Jäger 2018).&lt;br /&gt;
===Herstellungstechnik===&lt;br /&gt;
Die schwarzgraue geglättete Ware erscheint zumeist handgemacht, in wenigen Fällen liegt es jedoch nahe, eher an [[Drehscheibenware|Scheibenware]] zu denken. Die Wandung ist sehr gleichmäßig und dünnwandig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brand/ Farbe===&lt;br /&gt;
Im Kern wie an der Oberfläche erscheint der Scherben meist schwarzgrau, nur selten ist der Kern etwas heller. Oft handelt es sich um einen Mischbrand, der zu einem weiten Farbspektrum von hell und dunkel changierenden Erdfarben führen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Magerung===&lt;br /&gt;
Der Scherben ist dicht, in der Regel fein gemagert. Als [[Magerung]]szusätze wurden Quarz, Kalkspat, in Einzelfällen auch Kalk und etwas häufiger Glimmer verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verzierungen===&lt;br /&gt;
Typisch sind folgende [[Verzierungen]]: Knubben, Dellen- bzw. Punkteindrücke, Ritzlinien, Riefen und Rillen. Besonders zu nennen ist das Rosettenmotiv. Auf dem erst in der 2. Hälfte des 4. Jahrhunderts besiedelten [[Bad Urach, Runder Berg|Runden Berg]] treten diese Verzierungen hinter Stempelverzierungen zurück, wie sie auch noch in den frühen Reihengräberfeldern des späten 5. Jahrhunderts zu finden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besondere Form stellen die schräg gerieften Gefäße oder mit ovalen Facetten am Bauchknick verzierten Schalen dar, die in der Forschung als [[Typ Friedenhain-Prešt'ovice]] bekannt geworden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed-hover&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Geislingen Mühlwiesen DSC0376430.JPG|[[Geislingen, Mühlwiesen]] Mühlstraße 9 (GMa): schwarzgraue geglättete Ware, Slg. A. Kley, Mus. Geislingen (Foto: R. Schreg) &lt;br /&gt;
Datei:Geislingen Mühlwiesen DSC0376733.JPG|[[Geislingen, Mühlwiesen]] (Mühlstraße 9, GMa): eindruckverzierte schwarzgraue geglättete Ware, Slg. A. Kley, Mus. Geislingen (Foto: R. Schreg)&lt;br /&gt;
Datei:Treffelhausen 2.jpg|Treffelhausen (Gde. Böhmenkirch GP), Kirchhof, Schwarzgraue geglättete Ware (VwZ) (Mus. Geislingen, Zeichnung R. Schreg)&lt;br /&gt;
Datei:Renningen, Neuwiesenäcker: [[Schwarzgraue geglättete Ware (VwZ)]], Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg) &lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gefäßformen==&lt;br /&gt;
In der Völkenwanderungszeit weit verbreitet, nicht nur bei der Feinware, war der Boden mit Standring. Angesichts eines Vorkommens auch in anderen vorgeschichtlichen Perioden besitzt diese Bodenform jedoch nur bedingt datierenden Wert. Ebenfalls häufig erscheinen Böden mit Standplatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An Formen sind zu nennen:&lt;br /&gt;
*Schüsseln mit S-förmigem Profil bzw. sogenannte Schalentöpfe bzw. Knickwandschalen. Sie besitzen häufig eine geschwungene, z.T. relativ hohe Randzone; der Rand ist oft leicht verdickt. &lt;br /&gt;
*Gewölbte Schalen. Der Oberteil dieser Schalen kann konisch oder gewölbt, z.T. sogar geradezu eingebogen sein.&lt;br /&gt;
*Bauchige Gefäße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*schrägkannelierte, facettierte oder -geriefte Keramik (Schreg 2006; Springer 1985; Jäger 2019)&lt;br /&gt;
Vergleiche Gefäße vom [[Typ Friedenhain-Prešt'ovice]] (5. u. frühes 6. Jahrhundert; Springer 1985).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wichtige Fundorte==&lt;br /&gt;
*[[Forchtenberg, Wüstung Wülfingen]]&lt;br /&gt;
*[[Geislingen, Mühlwiesen]]&lt;br /&gt;
*[[Heddesheim, Frechten]], Siedlung des 1.-4. Jh. (Jäger 2018)&lt;br /&gt;
*[[Heuchlingen (Gde. Gerstetten HDH), äußere Wiesen]]&lt;br /&gt;
*Oberstetten, Brunnenäcker&lt;br /&gt;
*[[Renningen, Neuwiesenäcker]]&lt;br /&gt;
*[[Scheßlitz]], Kohlstatt&lt;br /&gt;
*[[Sontheim im Stubental, Hochfeld]]&lt;br /&gt;
*Erlbach (Stadt Oettingen, Lkr. Donau-Ries), Spielberg: Frauengrab fr. 4. Jh. (Werner 1960)&lt;br /&gt;
*Stetten auf den Fildern (Stadt Leinfelden-Echterdingen, Lkr. Esslingen), Zeiläcker: Grabfund (Schach-Dörges 2007)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kulturgeschichtliche Einordnung und sozialer Kontext==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ABB181.jpg|center|thumb|400px|Verzierte Siedlungs- und Grabkeramik frühalamannischer Zeit im Vergleich mit elbgermanischen Fundplätzen (nach Schach-Dörges 1997): 1 Sanne, 2 Kahrstedt, 3 Merseburg, 4-6 Pritzier; 7 Ichstedt, 8 Voigtstedt, 10-11 Kirchheim u.T., 12 Mengen, 13 Sontheim i.St., 14 Großkuchen, 15 Heidelberg-Rohrbach, 16 Berching-Pollanten, 17 Dederstedt, 18 Wechmar, 19 Bad Dürrenberg, 20 Merseburg, 21 Besno n. Louny, 22 Haßleben, 23 Kannawurf, 24 Bietigheim, 25 Benningen a.N., 26-27 Rendel, 28 Großkuchen, 29 Groß-Gerau, 30 Günzburg. 1-19, 24-26 'Schalenurnen', 20,27 gewölbte Schalen, 21-23, 28-30 Flaschen (nach Schach-Dörges 1997).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Feinware findet Vergleiche in elbgermanischen Gräberfeldern weiter im Norden und spielt bei der Frage der Ethnogenese der Alamannen wie auch der Bajuwaren eine zentrale Rolle. Inzwischen konnte ansatzweise eine Differenzierung der Keramik des &amp;quot;elbgermanischen&amp;quot; Raumes erreicht werden, der sich keineswegs so homogen darstellt, wie die ältere Forschung angenommen hat. Es ist insbesondere die jüngerkaiserzeitlichen Westmecklenburgischen-Ostholsteinische Keramikgruppe (Hegewisch 2008), die Vergleichsmöglichkeiten auch für den alamannischen Bereich bietet. Sie breitet sich - was auch in der jüngeren Literatur als Wanderung interpretiert wird - nach Süden aus, wobei die Quantität in Süddeutschland vergleichsweise gering ist. Die einschlägigen Publikationen aus norddeutscher Perspektive übergehen die &amp;quot;alamannischen&amp;quot; Vergleiche weitgehend (z.B. Hegewisch 2008).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturhinweise==&lt;br /&gt;
*Bücker 1994: Ch. Bücker, Die Gefäßkeramik der frühalamannischen Zeit vom Zähringer Burgberg, Gemeinde Gundelfingen, Kr. Breisgau-Hochschwarzwald. Archäologie und Geschichte. Freiburger Forschungen zum 1. Jahrtausend in Südwestdeutschland 6 (Sigmaringen 1994) 125-232.&lt;br /&gt;
*Hegewisch 2008: M. Hegewisch, Zwischen Skandinavien und Mähren. Zum Verbreitungsbild der jüngerkaiserzeitlichen Westmecklenburgischen-Ostholsteinischen Keramikgruppe. In: J. Bemmann / M. Schmauder (Hrsg.), Kulturwandel in Mitteleuropa. Langobarden - Awaren - Slawen : Akten der Internationalen Tagung in Bonn vom 25. bis 28. Februar 2008. Kolloquien zur Vor- und Frühgeschichte 11 (Bonn 2008) 89-.&lt;br /&gt;
*Jäger 2018: S. Jäger, Datierte freigeformte Schüsseln der jüngeren Kaiserzeit aus Heddesheim und Beobachtungen zur Technikentwicklung germanischer Keramik. In: A. Wieczorek / K. Wirth (Hrsg.), Von Hammaburg nach Herimundesheim. Festschrift für Ursula Koch. Mannheimer Geschichtsblätter Sonderveröffentlichung 11 (Reiss-Engelhorn-Museen 2018) 31–41. - https://www.academia.edu/42767206&lt;br /&gt;
*Jäger 2019: S. Jäger, Germanische Siedlungsspuren des 3. bis 5. Jahrhunderts n. Chr. zwischen Rhein, Neckar und Enz. Forschungen und Berichte zur Archäologie in Baden-Württemberg 14 (Wiesbaden 2019). - DOI: https://doi.org/10.11588/propylaeum.1010&lt;br /&gt;
*Jäger 2019 (1): S. Jäger, Gekommen – Geblieben – Gewandelt: Beziehungen des spätkaiserzeitlich-germanischen Fundmaterials aus dem nordwestlichen Baden-Württemberg und deren Bewertung. In: M. Augstein / M. Hardt (Hrsg.), Sächsische Leute und Länder: Benennung und Lokalisierung von Gruppenidentitäten im ersten Jahrtausend. Neue Studien zur Sachsenforschung 10 (Wendeburg 2019) 249–270.&lt;br /&gt;
*Jäger / Gross 2019: S. Jäger / U. Gross, Handgemacht und scheibengedreht. Keramik des späten 3. bis 5. Jahrhunderts im östlichen Oberrheingebiet. In: G. Kuhnle / E. Wirbelauer / M. Keller (Hrsg.), Am anderen Flussufer. Die Spätantike beiderseits des südlichen Oberrheins. Archäologische Informationen aus Baden-Württemberg 81 (Esslingen 2019) 109–122.&lt;br /&gt;
*Schach-Dörges 1970: H. Schach-Dörges, Die Bodenfunde des 3. bis 6. Jahrhunderts n.Chr. zwischen unterer Elbe und Oder. Offa-Bücher 23 (Neumünster 1970).&lt;br /&gt;
*Schach-Dörges 1997: H. Schach-Dörges, &amp;quot;Zusammengespülte und vermengte Menschen&amp;quot;. Suebische Kriegerbünde werden seßhaft. In: Die Alamannen. Ausstellungskatalog Stuttgart 1997 (Stuttgart 1997) 79–102.&lt;br /&gt;
*Schach-Dörges 2007: H. Schach-Dörges, Zum frühmerowingerzeitlichen Begräbnisplatz bei Stetten auf den Fildern, Lkr. Esslingen. Fundber. Bad.-Württ. 29, 2007, 603-642. - DOI: https://doi.org/10.11588/FBBW.2007.1.85314&lt;br /&gt;
*Schreg 1999: R. Schreg, Die alamannische Besiedlung des Geislinger Talkessels (Markungen Altenstadt und Geislingen, Stadt Geislingen a.d. Steige, Lkr. Göppingen). Fundber. Bad.-Württ. 23, 1999, 385–617. - DOI: https://doi.org/10.11588/fbbw.1999.0.64722&lt;br /&gt;
*Springer 1985: T. Springer, Germanenfunde der Völkerwanderungszeit in Nordbayern. Bemerkungen zur Keramik vom Typ Friedenhain-Prešt'ovice. Arch. Korrbl. 15, 1985, 235-243.&lt;br /&gt;
*Spors-Gröger 2009: S. Spors-Gröger, Frühalamannisches Gehöft und hallstattzeitlicher Rechteckhof. Zu den Grabungsergebnissen von Sontheim/Stubental, Gde. Steinheim a.A. Fundber. Bad.-Württ. 30, 2009, 187–246. - DOI: https://doi.org/10.11588/fbbw.2009.0.26558&lt;br /&gt;
*Werner 1960: J. Werner, Die frühgeschichtlichen Grabfunde vom Spielberg bei Erlbach, Ldkr. Nördlingen und von Fürst, Ldkr. Laufen a.d. Salzach. Bayer. Vorgeschbl. 25, 1960, 164–179.&lt;br /&gt;
*Wieczorek 1989: A. Wieczorek, Mitteldeutsche Siedlerbbei der fränkischen Landnahme in Rheinhessen. Eine Untersuchung zur handgeformten Keramik Rheinhessens. In: Das Dorf am Mittelrhein. 5. Alzeyer Kolloquium. Gesch. Landeskunde 30 (Wiesbaden 1989), 11-101.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Warenart]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keramik des 5. Jahrhunderts]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Albware_(Schw%C3%A4bische_Alb/_mittleres_Neckarland,_HMa)&amp;diff=11658</id>
		<title>Albware (Schwäbische Alb/ mittleres Neckarland, HMa)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Albware_(Schw%C3%A4bische_Alb/_mittleres_Neckarland,_HMa)&amp;diff=11658"/>
		<updated>2026-09-10T16:45:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Referenzabbildungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:ABB220.jpg|right|mini|Gruppen der Albware nach Bizer: 1 Ältere. - 2 Mittlere. - 3 Jüngere Albware.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Albware ist eine meist mit Kalk gemagerte [[nachgedrehte Ware]] v.a. des 11./12. Jahrhunderts, die auf der mittleren und westlichen Schwäbischen Alb und - dort überwiegend mit Sand gemagert - im nördlichen Albvorland bis zum Schwarzwald verbreitet ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Forschungsgeschichte==&lt;br /&gt;
Die Warenart wurde erstmalig von B. Scholkmann (1973, 66) in [[Sindelfingen, Obere Vorstadt]] als &amp;quot;reduzierend gebrannte, grob oder mit Kalkspat gemagerte Ware&amp;quot; ausgesondert, wobei sie anhand der Scherbenbeschaffenheit zwei Varianten unterscheiden konnte. Entsprechende Funde aus der [[Esslingen, St. Dionysius|Esslinger Dionysius-Kirche]] waren von Lobbedey 1968 (s.a. Lobbedey 1995) noch nicht als eigenständige Warenart erkannt worden. Die etwas unglückliche Bezeichnung als Albware (Begriff von Hübener 1969 bereits für die [[Rauwandige Drehscheibenware Donzdorfer Art (Neckarland/ Schwäb. Alb, FMa)]] verwendet; Alb nur Teil des Verbreitungsgebiets) geht auf Ch. Bizer zurück, der in mehreren Arbeiten eine chronologische Gliederung in zuletzt vier Phasen entwickelte, die Frühe, Ältere, Mittlere und Jüngere Albware (Bizer 1985; Bizer 1987; Bizer/Götz 2004, 28ff.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen sind verwandte Funde aus dem nordwestlichen Albvorland bekannt geworden, die ebenfalls als Albware gewertet werden, aber durch eine Sand- anstelle der Kalkmagerung auffallen (sog. sandgemagerte Variante der Albware). Mit der zunehmenden Auseinandersetzung mit hochmittelalterlicher Keramik im Bodenseeraum zwischen Schaffhausen und Konstanz wird auch dort eine [[nachgedrehte Ware (Bodenseeraum/ Hegau, HMa)]] fassbar, die hinsichtlich Verzierung und Randformen einige Ähnlichkeiten aufweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===andere Bezeichnungen===&lt;br /&gt;
*&amp;quot;reduzierend gebrannte, grob oder mit Kalkspat gemagerte Ware&amp;quot; (Scholkmann 1978, 66)&lt;br /&gt;
*nachgedrehte kalkspatgemagerte Irdenware (Ade 2018, 275)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Charakteristika==&lt;br /&gt;
Sie ist hart gebrannt, meist hellgrau oder braun und mit deutlichen Kalkpartikeln gemagert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed-hover&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Geislingen Lindenhof Albware DSC06120 - Kopie.JPG|thumb|Geislingen, Lindenhof, Albware, außen (Mus. Geislingen) (Foto: R. Schreg)&lt;br /&gt;
Datei:Geislingen Lindenhof Albware DSC06121 - Kopie.JPG|thumb|Geislingen, Lindenhof, Albware, innen (Mus. Geislingen) (Foto: R. Schreg)&lt;br /&gt;
Datei:Geislingen Lindenhof Albware Zeichn.jpg|thumb|Geislingen, Lindenhof, Albware mäßig-mittelgrob stark mit Kalk gemagert, Oberfl. matt, hart gebrannt (Mus. Geislingen) (Zeichnung: R. Schreg)&lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker (RS 1994) 11.jpg|Renningen, Neuwiesenäcker: sandige Variante der Albware, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg) &lt;br /&gt;
Datei:Riedlingen (RS 1995) 2 - Kopie.jpg|thumb|Riedlingen, Zollhausen Grabung 1995 Bef 1119 Albware (Foto: R. Schreg)&lt;br /&gt;
Datei:Zollhausen Albware.jpg|thumb|Riedlingen, Zollhausen, Albware (Zeichnungen: R. Schreg/ LDA Bad.-Württ.)&lt;br /&gt;
Datei:Durlach Turmberg Lutz 1977 1.jpg|Durlach, Turmberg: Randscherbe der Albware (Lutz 1977, Nr. 1) (Zeichn. T. Schwarz, LDA Bad.-Württ., verändert)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Magerung===&lt;br /&gt;
Aufgrund der dominierenden Magerungspartikel kann eine sand- von einer kalkspatgemagerten Variante unterschieden werden. &lt;br /&gt;
Insbesondere im Bereich der Schwäbischen Alb sticht die oft starke und mittelgrobe Magerung mit Kalkpartikeln ins Auge. Im Albvorland ist hingegen die sandgemagerte Variante häufiger. Funde von der Burg Waldenburg bei Neuenbürg am Rand des Schwarzwaldes weisen auch einen Glimmeranteil auf (Kutz/ Gross 1994, 259).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von anderen nachgedrehten Waren ist die Albware v.a. durch ihre relativ dicke Wandung unterscheidbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verzierungen===&lt;br /&gt;
Gängige Verzierung sind einfache Wellenlinien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steile Ränder und eine enge, hohe Wellenlinienverzierung sind charakteristisch für die frühen Formen der älteren Albware (Gross 1991, 144 f.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sind wie bei anderen nachgedrehten Waren [[Bodenzeichen]] vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganz selten ist eine rote Bemalung nachgewiesen (Bizer 2006, 32f.), so im Fundbestand der Burgen Achalm ([[Reutlingen]]), Häringstein (Albstadt-Ebingen) und Hintere Falkenburg (Burladingen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Randformen==&lt;br /&gt;
Formal ist ein kurzer Schrägrand kennzeichnend, der ohne Hals auf einem weitausladenden Gefäß sitzt. Bisweilen findet sich dafür die Bezeichnung [[Kragleistenrand]]. Häufig lässt sich erkennen, dass er angesetzt und mit den Fingern innen angedrückt ist. Die Randzone ist daher innen häufig etwas verdickt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die horizontal abgestrichene Variante wurde als &amp;quot;Typ Hirsau&amp;quot; bezeichnet (Schmid/ Kulessa 2019).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben treten seltener einfache ausgebogene [[Lippenrand|Lippenränder]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gefäßformen==&lt;br /&gt;
Neben bauchigen Töpfe treten vereinzelt Tüllenkannen mit schulterständigen Ösenhenkeln (vgl. Gross 1991, 60), Schalen und Schüsseln sowie Deckel auf. &lt;br /&gt;
Hinzuweisen ist auf Bodenzeichen und recht häufige Flickungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Chronologie==&lt;br /&gt;
[[Datei:Chronologie.jpg|thumb|right|Chronologie wichtiger Warenarten in Südwestdeutschland mit Gliederung in Horizonten (Entwurf R. Schreg)]]&lt;br /&gt;
Chronologisch läuft sie in ihrer typischen (älteren) Ausprägung etwa parallel zur älteren gelben Drehscheibenware des Typs Jagstfeld und datiert nach bisherigen Vorstellungen etwa in das 11./12. Jahrhundert. Das um 1160-80 im nördlichen Seitenschiff von [[Sindelfingen, St. Martin]] vergrabene [[Münzschatzgefäß]] (Scholkmann 1977) vertritt eine typische Topfform der Albware, wenngleich das Exemplar möglicherweise etwas gedrungener ist, als normal. Eine Zisternenverfüllung vom [[Rottweil, Königshof|Rottweiler Königshof]], die erst nach 1198 (Dendrodatum der Einfassung) entstanden sein kann, zeigt, dass die ältere Albware auch noch im frühen 13. Jahrhundert eine wichtige Rolle spielt (Gildhoff 1992, 317). Am Fundmaterial von [[Rottweil, Königshof]] nahm L. Klappauf eine Differenzierung zweier Gruppen nachgedrehter Waren vor, die als langsam nachgedreht bzw. als schnellaufend begriffen werden (Klappauf 1979). Während erstere von Gildhoff 1992 als ältere Albware bezeichnet wurde, scheint die zweite, die von Klappauf als grautonig bezeichnete Gruppe mit den Funden übereinzustimmen, die auch im Bereich der Kernstadt im Dominikanerkloster gefunden wurden. Hier zeichnet sich eine Entwicklungslinie der Albware ab. Altfunde von Fehlbränden legen nahe, dass Albware in Rottweil produziert wurde (Gildhoff 1992, 317). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anhand der Funde von den Burgen der Mittleren Schwäbischen Alb hat Christoph Bizer eine chronologische Differenzierung versucht, wobei er zunächst eine ältere und jüngere Albware unterschied (Bizer 1981). Später ergänzte er eine Mittlere Albware mit Formen, die er zuvor zur Jüngeren Albware rechnete (Bizer 2006). Die Bezeichnung Ältere bzw. Jüngere Albware setzte sich in der Literatur durch und wurde u.a. von Gross, Brenner, Jenisch und Schmid benutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den von Bizer zuletzt als Jüngere Albware bezeichneten Formen handelt es sich um [[kalkgemagerte jüngere graue Drehscheibenware (mittlere Schwäbische Alb, SMa)]], streng genommen also nicht mehr um Albware im engeren Sinne. In Kirchheim/Teck konnte eine lokale Spätform ausgesondert werden (Baur 1997, 28 f.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sindelfingen St Martin Münzschatzgefäß (Scholkmann 1977) - Kopie.jpg|center|thumb|300px|Sindelfingen St. Martin, Münzschatzgefäß der sandigen [[Albware]], um 1160-80 (nach Scholkmann 1977)]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rottweil Königshofweg Brunnenfüllung 119 (Gildhoff 1992) (3).jpg|center|thumb|400px|Rottweil, Königshofweg: Albware aus der Verfüllung einer Zisterne mit dendrochronologischem terminus post quem von 1198 (nach Gildhoff 1992)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verschiedentlich konnte Keramik beobachtet werden, die als Vor- oder Frühform der Albware aufzufassen ist (Bizer/Götz 2004, 28f.; Gross 1991, 145).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbreitung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ABB222.jpg|right|mini|Nachgedrehte Ware aus Hilzingen-Weiterdingen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verbreitungsgebiet umfasst die Schwäbische Alb sowie deren nördliches Vorland bis hin zu Neckar und Enz (Schäfer/Gross 1983). Schwerpunkte scheint es entlang der Donau im Bereich von Mühlheim bis Sigmaringen zu geben. Die typische Albware mit ihrer Kalksprenkelung und ihren kantigen, abgestrichenen Rändern ist in Ulm nur mit wenigen Exemplaren vertreten. Es dürfte sich um Importe aus den Regionen westlich, möglicherweise auch südwestlich handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Randgebieten der Verbreitung, wie zum Beispiel an der Enz (Lutz/ Gross 1993) oder in Ulm, aber auch im Oberschwaben und am Bodensee sind Funde bekannt, die hinsichtlich des Formenbestandes, nicht jedoch bezüglich der Scherbenbeschaffenheit der klassischen Albware nahestehen. Sie gehören überwiegend zu der im Randbereich der Albware auftretenden sandgemagerten Variante. Inwiefern die Funde aus Oberschwaben, dem Bodenseeraum und dem Hegau mit den Fundorten Schaffhausen (Homberger/ Zubler 2010), Konstanz (Ade 2018), Hilzingen-Weiterdingen (Aufdermauer 1992), [[Wüstung Berslingen bei Schaffhausen‏‎]] (Schnyder 1991) sowie Ravensburg (Ade-Rademacher 1993; Schmid 2009, 78ff.) als eigenständige [[nachgedrehte Ware (Bodenseeraum/ Hegau, HMa)]] zu differenzieren sind, wird eine künftige genauere Übersicht über Materialbeschaffenheit und Formenspektrum zeigen müssen. Auf der [[Ravensburg, Veitsburg|Veitsburg in Ravensburg]] zeigt die Stratigraphie eine chronologische Differenzierung zwischen echter kalkgemagerter Albware und den Vertretern ohne Kalkmagerung (Ade-Rademcher 1993, 97ff.). Hier stammen die kalkgemagerten Funde überwiegend aus Befunden der Periode III (Mitte 12.- bis frühes 13. Jh.), während die als lokale Variante verstandenen Funde ohne Kalkmagerung überwiegend der älteren Periode II (Mitte 11. bis Mitte 12. Jh.) zuzuweisen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.google.com/maps/d/edit?mid=1Q9-Kl3yTsvJg1S7q-RJUJmeeutM&amp;amp;usp=sharing&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Albware schließt sich mit der nördlich anschließenden [[Ältere graue Drehscheibenware (Kraichgau/ Oberrhein, HMa)|älteren grauen Drehscheibenware]] weitgehend aus. #221). Zu einer Überlappung kommt es nur in einer kleinen Zone, zu der etwa [[Renningen, Neuwiesenäcker]] und [[Durlach, Turmberg]] zählen.&lt;br /&gt;
Der nördlichste Fundpunkt dürfte [[Kirchhausen, Leier]] sein (Koch 1969, Abb. 17,14).&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kirchhausen 5 (Koch 1969) - Kopie - Kopie.jpg|[[Kirchhausen, Leier]]: RS der Albware (?) (Koch 1969, Abb. 17,14)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorkommen===&lt;br /&gt;
nach Gross 1991, Liste 13&lt;br /&gt;
*Achalm bei Reutlingen: Schäfer/Gross 1983, 42f. Nr. 25. &lt;br /&gt;
*Aldingen: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 1. &lt;br /&gt;
*Alpirsbach: Schäfer/Gross 1983, 42f. Nr. 55. &lt;br /&gt;
*Alte Burg bei Trochtelfingen: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 23. &lt;br /&gt;
*Baldenstein bei Gammertingen: Schäfer/Gross 1983, 42f. Nr. 22. &lt;br /&gt;
*Benzenburg bei Rohrdorf: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 16. &lt;br /&gt;
*Bittelschieß (Burg) bei Bingen: Bizer, Veringen 222 Abb. 4. &lt;br /&gt;
*Blankenstein bei Wasserstetten: Schäfer/Gross 1983, 42f. Nr. 30. &lt;br /&gt;
*Brillerhöhle bei Vilsingen-Thiergarten: Schäfer/Gross 1983, 42f. Nr. 56. &lt;br /&gt;
*Burghöhle Dietfurt bei Inzigkofen: Schäfer/Gross 1983, 42f. Nr. 17. &lt;br /&gt;
*Ehingen: Schäfer/Gross 1983, 42f. Nr. 53. &lt;br /&gt;
*Ehingerburg bei Bad Niedernau: Schäfer/Gross 1983, 42f. Nr. 15. &lt;br /&gt;
*Eineck bei Hechingen: Lauer, Jungingen. &lt;br /&gt;
*Entringen, St. Michael: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 51; Schreg 2002, S. 126. &lt;br /&gt;
*Erpfingen: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 41. &lt;br /&gt;
*[[Esslingen]]: Lobbedey, Esslingen Nr. 121-125. &lt;br /&gt;
*[[Esslingen, Wüstung Sirnau]]: Koch, Sirnau Abb. 2, 14. &lt;br /&gt;
*Eutingen: Unpubl.; LDA Bad.-Württ., Abt. Arch. Denkmalpfl., Außenstelle Karlsruhe. &lt;br /&gt;
*Fischburg bei Münsingen: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 28. &lt;br /&gt;
*Flacht, Friedhofstraße 11: Gross 1991, Taf. 95, 13. &lt;br /&gt;
*Großer Falken (Burg) bei Burladingen: Schäfer/Gross 1983, 42f. Nr. 13. &lt;br /&gt;
*Hertenstein bei Sigmaringen: Schäfer/Gross 1983, 42 f.  Nr. 19. &lt;br /&gt;
*Heuneburg bei Hundersingen: Schäfer/Gross 1983, 42f. Nr. 54&lt;br /&gt;
*[[Hirsau]]: Hinweis 0. Teschauer, Karlsruhe.&lt;br /&gt;
*Hohengerhausen (Burg) bei Blaubeuren: Schäfer/Gross 1983, 42f. Nr. 35.&lt;br /&gt;
*Hohenjungingen (Burg „Affenschmalz&amp;quot;): Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 48.&lt;br /&gt;
*Hohenneuffen bei Neuffen: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 36.&lt;br /&gt;
*Hohenstein bei Oberstetten: Schäfer/Gross 1983, 42f. Nr. 31.&lt;br /&gt;
*Hohenurach bei Urach: Schäfer/Gross 1983, 42f. Nr. 26.&lt;br /&gt;
*Hohenwittlingen bei Wittlingen: Schäfer/Gross 1983, 42f. Nr. 27.&lt;br /&gt;
*Horb-Dettensee: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 49. &lt;br /&gt;
*Isikofen (Burg) bei Jungnau: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 20.&lt;br /&gt;
*Kapf (Burg) bei Burladingen: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 10.&lt;br /&gt;
*Karlsruhe-[[Durlach, Turmberg]]: Lutz 1977, Abb. 8, 1.&lt;br /&gt;
*Kleiner Falken (Burg) bei Burladingen: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 12.&lt;br /&gt;
*Leckstein (Burg) bei Gauselfingen: Schäfer/Gross 1983, 42f. Nr. 14.&lt;br /&gt;
*Leimberg (Burg) bei Bad Ditzenbach: Schäfer/Gross 1983, 42f. Nr. 40.&lt;br /&gt;
*Seelbach, [[Burg Lützelhardt]]: Hammel, Lützelhardt Taf. 8, 34.&lt;br /&gt;
*Meidelstetten (Burg) bei Oberstetten: Bizer, Hohenstein Taf. 9.&lt;br /&gt;
*Michelstein bei Egesheim: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 2.&lt;br /&gt;
*Nagold: Roeser u. Rathke, Nagold Abb. 136, 10-13.&lt;br /&gt;
*Oberhohenberg bei Schörzingen: Schäfer/Gross 1983, 42f.Nr. 4.&lt;br /&gt;
*Oberndorf: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 45.&lt;br /&gt;
*Oberstetten (Steinhaus): Bizer, Hohenstein Abb. S. 169.&lt;br /&gt;
*Ödenburg bei Hohenstein: Schäfer/Gross 1983, 42f. Nr. 32.&lt;br /&gt;
*Reichenau bei Trailfingen:Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 29.&lt;br /&gt;
*Ringelstein bei Ringingen: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 11.&lt;br /&gt;
*[[Rottweil, Königshof]]: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 46.&lt;br /&gt;
*Schalksburg bei Laufen: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 6.&lt;br /&gt;
*Schalksburg bei Straßberg: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 8.&lt;br /&gt;
*[[Sindelfingen, Obere Vorstadt]] und [[Sindelfingen, St. Martin]]: Schäfer/Gross 1983 42f. Nr. 43.&lt;br /&gt;
*Sperberseck bei Lenningen: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 39.&lt;br /&gt;
*St. Ruprecht (Burg) bei Erbstetten: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 34.&lt;br /&gt;
*Steinheim/Murr: Unpubl.; LDA Bad.-Württ., Abt. Arch. Denkmalpfl., Stuttgart.&lt;br /&gt;
*Stöffe in (Burg) bei Gönningen: Schäfer/Gross 1983,  42f. Nr. 24.&lt;br /&gt;
*Straßberg (Burg) bei Straßberg: Schäfer/Gross 1983,  42f. Nr. 9.&lt;br /&gt;
*[[Wüstung Sülchen bei Rottenburg]]: Unpubl.; LDA Bad.-Württ., Abt. Arch. Denkmalpfl., Außenstelle Tübingen.&lt;br /&gt;
*Tannenfels bei Baiersbronn: Schäfer/Gross 1983,  42 f. Nr. 50.&lt;br /&gt;
*Teck (Burg) bei Owen: Schäfer/Gross 1983,  42f. Nr. 37.&lt;br /&gt;
*Trossingen (Burg): Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 4 7.&lt;br /&gt;
*Tübingen: Forsch. u. Ber. Arch. MA 8 (1983) 278 (B. Scholkmann).&lt;br /&gt;
*Tübingen-Derendingen: Forsch. u. Ber. Arch. MA 8 (1983) 278 (B. Scholkmann).&lt;br /&gt;
*Tübingen-Lustnau: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 42.&lt;br /&gt;
*Bad Urach: Koch, Tischgeschirr 165 Abb. 3. - Gross 1991, Abb. 33, 2.&lt;br /&gt;
*[[Urspring, Breiter Weg]]: Hinweis H. Reim, Tübingen, wahrscheinlich zu streichen.&lt;br /&gt;
*[[Vaihingen/Enz, St. Peter]]: Schäfer/Gross 1983, Abb. 23, 11 ;24,17-19.&lt;br /&gt;
*Veringen bei Veringenstadt: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr.21.&lt;br /&gt;
*Villingen: Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 1986 (1987) 235 Abb. 175, 1 (B. Jenisch u. P. Schmidt-Thome).&lt;br /&gt;
*[[Wüstung Vöhingen bei Schwieberdingen]]: Gross, Vöhingen Abb. 173, 11 . 13.&lt;br /&gt;
*Weckenstein bei Storzingen: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 18.&lt;br /&gt;
*Weiler (Burg) bei Weiler: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 33.&lt;br /&gt;
*Weilersburg bei Neuweiler: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 7.&lt;br /&gt;
*Wenzelstein bei Hausen a. T.: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 5.&lt;br /&gt;
*Wielandstein bei Lenningen: Schäfer/Gross 1983, 42f. Nr. 38.&lt;br /&gt;
*Willenburg bei Schiltach: Unpubl.; Dokumentation LDA Bad.-Württ., Abt. Arch. Denkmalpfl., Stuttgart.&lt;br /&gt;
*Winterbach: Fundber. Bad.-Württ. 2, 1975, Taf. 326, B.&lt;br /&gt;
*Zimmern (Burg) bei Zimmern: Schäfer/Gross 1983, 42f. Nr. 3.&lt;br /&gt;
*Schwieberdingen (ehem. Wasserburg): Hinweis H. Masula,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liste nach Bizer 2006 (inkl. Überschneidungen zur Liste nach Gross 1991)&lt;br /&gt;
*Bad Urach, Venedigerloch&lt;br /&gt;
*Wasserstetten Blankenstein&lt;br /&gt;
*Oberstetten Hohenstein&lt;br /&gt;
*Meidelstetter Berg&lt;br /&gt;
*Lichtenstein&lt;br /&gt;
*Alter Lichtenstein&lt;br /&gt;
*Greifenstein&lt;br /&gt;
*Untergreifenstein&lt;br /&gt;
*Hochbideck&lt;br /&gt;
*Achalm&lt;br /&gt;
*Stöffeln&lt;br /&gt;
*Hohengenkingen&lt;br /&gt;
*Trochtelfingen Haideck&lt;br /&gt;
*Trochtelfingen Burgberg&lt;br /&gt;
*Oberstetten Steinhaus&lt;br /&gt;
*Ödenburg&lt;br /&gt;
*Engstingen Erdaushub&lt;br /&gt;
*Böhringen Erddeponie&lt;br /&gt;
*Schlossberg Niedernau&lt;br /&gt;
*Ebingen Häringstein&lt;br /&gt;
*Tailfinger Schloß&lt;br /&gt;
*Weilerburg&lt;br /&gt;
*Schalksburg&lt;br /&gt;
*Vogelfels&lt;br /&gt;
*Altentierberg&lt;br /&gt;
*Margethausen Heubelstein&lt;br /&gt;
*Hirschberg&lt;br /&gt;
*Hohenzollern&lt;br /&gt;
*Hausen Azilun&lt;br /&gt;
*Burladingen Hintere Falkenburg&lt;br /&gt;
*Vordere Falkenburg&lt;br /&gt;
*Hochwacht&lt;br /&gt;
*Ringingen Ringelstein&lt;br /&gt;
*Gauselfingen Lechstein&lt;br /&gt;
*Frazenhaas&lt;br /&gt;
*Stetten-Hölnstein&lt;br /&gt;
*Melchingen&lt;br /&gt;
*Hausen, Wenzelstein&lt;br /&gt;
*Hohenjungingen&lt;br /&gt;
*Hohenberg&lt;br /&gt;
*Straßberg&lt;br /&gt;
*Schalksburg&lt;br /&gt;
*Zimmern&lt;br /&gt;
*Neckarhausen&lt;br /&gt;
*Aistang&lt;br /&gt;
*Albeck&lt;br /&gt;
*Bärenthal&lt;br /&gt;
*Kallenberg&lt;br /&gt;
*Dürbheim Wallenburg&lt;br /&gt;
*Egesheim Michelstein&lt;br /&gt;
*Fridingen Burgstall&lt;br /&gt;
*Burgstallhöhle&lt;br /&gt;
*Stiegelesfels&lt;br /&gt;
*Ziegelhöhlenburg&lt;br /&gt;
*Bronnen&lt;br /&gt;
*Burg Wehringen&lt;br /&gt;
*Beuron, Petershöhle&lt;br /&gt;
*Werenwag&lt;br /&gt;
*Hausen&lt;br /&gt;
*Lägelen&lt;br /&gt;
*Heidenschloss&lt;br /&gt;
*Unterfalkenstein&lt;br /&gt;
*Höhlenburg Weiler&lt;br /&gt;
*Bittelschieß&lt;br /&gt;
*Wallanlage Bittelschieß&lt;br /&gt;
*Baldenstein&lt;br /&gt;
*Hettingen&lt;br /&gt;
*Nickhof&lt;br /&gt;
*Leibertingen Wildenstein&lt;br /&gt;
*Altwildenstein&lt;br /&gt;
*Unterwildenstein&lt;br /&gt;
*Leibertingen, Hexenturm&lt;br /&gt;
*Hahnenkamm&lt;br /&gt;
*Gebrochen Gutenstein&lt;br /&gt;
*Höhlenburg Schmeien&lt;br /&gt;
*Isikofen&lt;br /&gt;
*Hertenstein&lt;br /&gt;
*Wechenstein&lt;br /&gt;
*Veringen&lt;br /&gt;
*Langenenslingen&lt;br /&gt;
*Ehingen St. Ruprecht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachträge&lt;br /&gt;
*[[Biberach, Viehmarkt]] (Schmid/ Kulessa 2019)&lt;br /&gt;
*Ebingen (Stadt Albstadt, Zollernalbkreis), Kienlenstraße (Forsch. u. Ber. Arch. Mittelalter Bad.-Württ. 6, 1979, 235)&lt;br /&gt;
*[[Flacht, Friedhofstraße 17]]&lt;br /&gt;
*Geislingen, Lindenhof (siehe hier [[Geislingen, Mühlwiesen]])&lt;br /&gt;
*[[Hirsau, Kloster St. Peter und Paul]]&lt;br /&gt;
*Jettenburg, Burgareal (Heuer u.a. 2025)&lt;br /&gt;
*[[Kirchhausen, Leier]]&lt;br /&gt;
*[[Konstanz, Marktstätte]] als Import&lt;br /&gt;
*Neuenbürg (Enzkreis), Waldenburg (Lutz/ GRoss 1994; Fundber. Bad.-Württ. 22/2, 1998, 264)&lt;br /&gt;
*[[Ravensburg, Veitsburg]]&lt;br /&gt;
*[[Renningen, Neuwiesenäcker]]&lt;br /&gt;
*[[Riedlingen, Zollhausen]]&lt;br /&gt;
*[[Rottweil]], Nikolausfeld&lt;br /&gt;
*[[Sindelfingen, Obere Vorstadt]] (Scholkmann 1973)&lt;br /&gt;
*[[Sindelfingen, St. Martin]] (Scholkmann 1977)&lt;br /&gt;
*[[Tübingen]], Metzgergasse (Schmidt 1994)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Herstellungsbelege==&lt;br /&gt;
Bislang wurden keine [[Töpfereien bzw. Töpferofenstandorte]] identifiziert, doch legen Fehlbrände im Altfundmaterial von [[Rottweil]] dort eine Herstellung nahe (Gildhoff 1992, 317).&lt;br /&gt;
[[Datei:Rottweil Nikolausfeld (Planck 1975).jpeg|thumb|center|300px|Rottweil, Nikolausfeld, Kastell II: Fehlbrand Albware, graubraun, m. feinen weißen Partikeln gemagert, Mus. Rottweil Inv. Nr. ZV 763 (Planck 1975, Taf. 3, 15)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturhinweise==&lt;br /&gt;
*Ade 2018: D. Ade, Die hoch- und spätmittelalterlichen Funde von der Konstanzer Marktstätte. In: M. Dumitrache (Hrsg.), Die Konstanzer Marktstätte im Mittelalter und in der Neuzeit. Forschungen und Berichte zur Archäologie in Baden-Württemberg 5 (Wiesbaden 2018) 269–384.&lt;br /&gt;
*Ade-Rademacher 1993: D. Ade-Rademacher, Die mittelalterlichen und neuzeitlichen Befunde und Funde der Veitsburg. In: D. Ade-Rademacher/R. Rademacher (Hrsg.), Der Veitsberg bei Ravensburg. Forsch. u. Ber. Arch. Mittelalter Baden-Württemberg 16 (Stuttgart 1993) 58-136.&lt;br /&gt;
*Aufdermauer 1992: J. Aufdermauer, Ein mittelalterlicher Keller mit Spuren eines Webstuhls aus Hilzingen-Weiterdingen, Kreis Konstanz. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 1992, 267–271. &lt;br /&gt;
*Baur 1997: M. Baur, Grabung Krautmarkt 1986/87 Kirchheim unter Teck. Vorbericht zu den früh- und hochmittelalterlichen Siedlungsperioden. Schriftenreihe Stadtarchiv Kirchheim unter Teck 21, 1997, 9-60.&lt;br /&gt;
*Bizer 1981: Ch. Bizer, Burgruine Wielandstein. Auswertung und Dokumentation der Kleinfunde. Burgen und Schlösser 22, 1981, 11-63.&lt;br /&gt;
*Bizer 1985: Ch. Bizer, Burg Veringen. Auswertung und Dokumentation der Kleinfunde. In: E. Zillenbiller (Hrsg.), Stadtwerdung im Landkreis Sigmaringen. Burg und Stadt Veringen (Sigmaringen 1985) 192-250.&lt;br /&gt;
*Bizer 1987: C. Bizer, Burg Schnatren bei Erpfingen. In: C. Bizer/R. Brändle/R. Götz u. a. (Hrsg.), Erpfinger Burgen und ihre Geschichte (Reutlingen 1987) 47ff. &lt;br /&gt;
*Bizer 2006: C. Bizer, Oberflächenfunde von Burgen der Schwäbischen Alb ein Beitrag zur Keramik- und Burgenforschung. Forsch. u. Ber. Arch. Mittelalter Bad.-Württ. 26 (Stuttgart 2006).&lt;br /&gt;
*Bizer/Götz 2004: C. Bizer/R. Götz, Die Thietpoldispurch und die Burgen der Kirchheimer Alb. Neue Methoden und Ergebnisse der Burgenforschung. Schriftenreihe des Stadtarchivs Kirchheim unter Teck 31 (Kirchheim unter Teck 2004). &lt;br /&gt;
*Gildhoff 1992: C. Gildhoff, Archäologische Untersuchungen zur Frühgeschichte der Stadt Rottweil. Arch. Ausgr. Baden-­Württemberg 1992, 314–­320.&lt;br /&gt;
*Gross 1991: U. Gross, Mittelalterliche Keramik zwischen Neckarmündung und Schwäbischer Alb. Bemerkungen zur räumlichen Entwicklung und zeitlichen Gliederung. Forsch. u. Ber. Arch. Mittelalter Bad.-Württ. 12 (Stuttgart 1991). - DOI: https://doi.org/10.11588/artdok.00005858&lt;br /&gt;
*Heuer u.a. 2025: I. Heuer/K. Conrad/G. Stegmaier/D. Brenner, Stein auf Stein. Zur Wiederentdeckung der mittelalterlichen Burganlage von Jettenburg. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 2024, 2025, 286-290 &lt;br /&gt;
*Homberger / Zubler 2010: V. Homberger / K. Zubler (Hrsg.), Mittelalterliche und neuzeitliche Keramik der Region Schaffhausen. Typologie Seriation und Materialvorlage. Beiträge zur Schaffhauser Archäologie 3 (Schaffhausen 2010).&lt;br /&gt;
*Hübener 1969: W. Hübener, Absatzgebiete frühgeschichtlicher Töpfereien in der Zone nördlich der Alpen. Beiträge zur Keramik der Merowingerzeit. Antiquitas R. 3,6 (Bonn 1969).&lt;br /&gt;
*Lobbedey 1968: U. Lobbedey, Untersuchungen mittelalterlicher Keramik vornehmlich aus Südwestdeutschland. Arb. Frühmittelalterforsch. 3 (Berlin 1968).- DOI: https://doi.org/10.1515/9783110835083&lt;br /&gt;
*Lobbedey 1995: U. Lobbedey, Die Funde mittelalterlicher Keramik. In: G.P. Fehring/B. Scholkmann (Hrsg.), Die  Stadtkirche St. Dionysius in Esslingen I. Forsch. u. Ber. Arch. Baden-Württemberg 13/1 (Stuttgart 1995) 245-268.&lt;br /&gt;
*Lutz/Gross 1994: D. Lutz/U. Gross, Nachuntersuchungen in der Ruine Waldenburg, Stadt Neuenbürg, Enzkreis. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 1993, 1994, 255–261.&lt;br /&gt;
*Schäfer/Gross 1983: H. Schäfer/U. Gross, Die ehemalige Peterskirche in Vaihingen/ Enz. In: Forschungen und Berichte der Archäologie des Mittelalters in Baden-Württemberg 8 (Tübingen 1983) 5–56.&lt;br /&gt;
*Schmid 2009: B. Schmid, BauArchäologie im Ravensburger Humpisquartier: Forschungsergebnisse zur Entwicklung eines städtischen Kleinquartiers. Materialhefte zur Archäologie in Baden-Württemberg 87 (Stuttgart 2009).&lt;br /&gt;
*Schmid / Kulessa 2019: B. Schmid / B. Kulessa, Von Stadtmauern und Salbtöpfen: Archäologie zur Siedlungs- und Apothekengeschichte in Biberach. Forschungen und Berichte zur Archäologie in Baden-Württemberg 13 (Wiesbaden 2019). - DOI: https://doi.org/10.11588/propylaeum.958&lt;br /&gt;
*Schnyder 1991: R. Schnyder, Zum Fundgut aus Berslingen. Zeitschr. Schweizer Arch. u. Kunstgesch. 48, 1991, 281–291. - DOI: https://doi.org/10.5169/seals-169155&lt;br /&gt;
*Schmidt 1994: E. Schmidt, Hochmittelalterliche Siedlungsreste im Bereich der Metzgergasse in Tübingen. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 1993, 1994, 277–281.&lt;br /&gt;
*Scholkmann 1973: B. Scholkmann, Sindelfingen/Obere Vorstadt. Eine Siedlung des hohen und späten Mittelalters. Forsch. u. Ber. Arch. Mittelalter Baden-Württemberg 3 (Stuttgart 1973).&lt;br /&gt;
*Scholkmann 1977: B. Scholkmann, Archäologische Untersuchungen in der ehemaligen Stiftskirche St. Martin in Sindelfingen. In: Forschungen und Berichte zur Archäologie des Mittelalters in Baden-Württemberg 4 (Stuttgart 1977) 7–66). &lt;br /&gt;
*Zubler 2000: K. Zubler, Wiedererstandenes Leben im Mittelalterdorf Berslingen - Das Fundmaterial. In: K. Bänteli/M. Höneisen/K. Zubler (Hrsg.), Berslingen - ein verschwundenes Dorf bei Schaffhausen. Mittelalterliche Besiedlung und Eisenverhüttung im Durachtal. Schaffhauser Archäologie 3 (Schaffhausen 2000) 83–159.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Albware (Schwäbische Alb/ mittleres Neckarland, HMa)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keramik des 11. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keramik des 12. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keramik des 13. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Warenart]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Datei:Renningen_Neuwiesen%C3%A4cker_(RS_1994)_07.jpg&amp;diff=11657</id>
		<title>Datei:Renningen Neuwiesenäcker (RS 1994) 07.jpg</title>
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		<updated>2026-09-10T16:44:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: Renningen, Neuwiesenäcker: Schwarzgraue geglättete Ware (VwZ), Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Renningen, Neuwiesenäcker: [[Schwarzgraue geglättete Ware (VwZ)]], Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
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		<title>Datei:Schifferstadt 1 10091118544.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Datei:Schifferstadt_1_10091118544.jpg&amp;diff=11656"/>
		<updated>2026-09-10T16:43:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Schifferstadt, Randscherbe, Ältere gelbe Drehscheibenware (Südwestdeutschland, FMa/HMa), Typ Kirchhausen (Foto: Kulturelles Erbe Schifferstadt e. V. / Andreas Best ([https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/ CC BY-NC-SA]) via [https://nat.museum-digital.de/object/201767 museum-digital]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:ältere gelbe Drehscheibenware]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Albware_(Schw%C3%A4bische_Alb/_mittleres_Neckarland,_HMa)&amp;diff=11655</id>
		<title>Albware (Schwäbische Alb/ mittleres Neckarland, HMa)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Albware_(Schw%C3%A4bische_Alb/_mittleres_Neckarland,_HMa)&amp;diff=11655"/>
		<updated>2026-09-10T16:36:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Charakteristika */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:ABB220.jpg|right|mini|Gruppen der Albware nach Bizer: 1 Ältere. - 2 Mittlere. - 3 Jüngere Albware.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Albware ist eine meist mit Kalk gemagerte [[nachgedrehte Ware]] v.a. des 11./12. Jahrhunderts, die auf der mittleren und westlichen Schwäbischen Alb und - dort überwiegend mit Sand gemagert - im nördlichen Albvorland bis zum Schwarzwald verbreitet ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Forschungsgeschichte==&lt;br /&gt;
Die Warenart wurde erstmalig von B. Scholkmann (1973, 66) in [[Sindelfingen, Obere Vorstadt]] als &amp;quot;reduzierend gebrannte, grob oder mit Kalkspat gemagerte Ware&amp;quot; ausgesondert, wobei sie anhand der Scherbenbeschaffenheit zwei Varianten unterscheiden konnte. Entsprechende Funde aus der [[Esslingen, St. Dionysius|Esslinger Dionysius-Kirche]] waren von Lobbedey 1968 (s.a. Lobbedey 1995) noch nicht als eigenständige Warenart erkannt worden. Die etwas unglückliche Bezeichnung als Albware (Begriff von Hübener 1969 bereits für die [[Rauwandige Drehscheibenware Donzdorfer Art (Neckarland/ Schwäb. Alb, FMa)]] verwendet; Alb nur Teil des Verbreitungsgebiets) geht auf Ch. Bizer zurück, der in mehreren Arbeiten eine chronologische Gliederung in zuletzt vier Phasen entwickelte, die Frühe, Ältere, Mittlere und Jüngere Albware (Bizer 1985; Bizer 1987; Bizer/Götz 2004, 28ff.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen sind verwandte Funde aus dem nordwestlichen Albvorland bekannt geworden, die ebenfalls als Albware gewertet werden, aber durch eine Sand- anstelle der Kalkmagerung auffallen (sog. sandgemagerte Variante der Albware). Mit der zunehmenden Auseinandersetzung mit hochmittelalterlicher Keramik im Bodenseeraum zwischen Schaffhausen und Konstanz wird auch dort eine [[nachgedrehte Ware (Bodenseeraum/ Hegau, HMa)]] fassbar, die hinsichtlich Verzierung und Randformen einige Ähnlichkeiten aufweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===andere Bezeichnungen===&lt;br /&gt;
*&amp;quot;reduzierend gebrannte, grob oder mit Kalkspat gemagerte Ware&amp;quot; (Scholkmann 1978, 66)&lt;br /&gt;
*nachgedrehte kalkspatgemagerte Irdenware (Ade 2018, 275)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Charakteristika==&lt;br /&gt;
Sie ist hart gebrannt, meist hellgrau oder braun und mit deutlichen Kalkpartikeln gemagert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzabbildungen== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed-hover&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Geislingen Lindenhof Albware DSC06120 - Kopie.JPG|thumb|Geislingen, Lindenhof, Albware, außen (Mus. Geislingen) (Foto: R. Schreg)&lt;br /&gt;
Datei:Geislingen Lindenhof Albware DSC06121 - Kopie.JPG|thumb|Geislingen, Lindenhof, Albware, innen (Mus. Geislingen) (Foto: R. Schreg)&lt;br /&gt;
Datei:Geislingen Lindenhof Albware Zeichn.jpg|thumb|Geislingen, Lindenhof, Albware mäßig-mittelgrob stark mit Kalk gemagert, Oberfl. matt, hart gebrannt (Mus. Geislingen) (Zeichnung: R. Schreg)&lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker (RS 1994) 11.jpg|Renningen, Neuwiesenäcker: sandige Variante der Albware, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg) &lt;br /&gt;
Datei:Riedlingen (RS 1995) 2 - Kopie.jpg|thumb|Riedlingen, Zollhausen Grabung 1995 Bef 1119 Albware (Foto: R. Schreg)&lt;br /&gt;
Datei:Zollhausen Albware.jpg|thumb|Riedlingen, Zollhausen, Albware (Zeichnungen: R. Schreg/ LDA Bad.-Württ.)&lt;br /&gt;
Datei:Durlach Turmberg Lutz 1977 1.jpg|Durlach, Turmberg: Randscherbe der Albware (Lutz 1977, Nr. 1) (Zeichn. T. Schwarz, LDA Bad.-Württ., verändert)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Magerung===&lt;br /&gt;
Aufgrund der dominierenden Magerungspartikel kann eine sand- von einer kalkspatgemagerten Variante unterschieden werden. &lt;br /&gt;
Insbesondere im Bereich der Schwäbischen Alb sticht die oft starke und mittelgrobe Magerung mit Kalkpartikeln ins Auge. Im Albvorland ist hingegen die sandgemagerte Variante häufiger. Funde von der Burg Waldenburg bei Neuenbürg am Rand des Schwarzwaldes weisen auch einen Glimmeranteil auf (Kutz/ Gross 1994, 259).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von anderen nachgedrehten Waren ist die Albware v.a. durch ihre relativ dicke Wandung unterscheidbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verzierungen===&lt;br /&gt;
Gängige Verzierung sind einfache Wellenlinien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steile Ränder und eine enge, hohe Wellenlinienverzierung sind charakteristisch für die frühen Formen der älteren Albware (Gross 1991, 144 f.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sind wie bei anderen nachgedrehten Waren [[Bodenzeichen]] vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganz selten ist eine rote Bemalung nachgewiesen (Bizer 2006, 32f.), so im Fundbestand der Burgen Achalm ([[Reutlingen]]), Häringstein (Albstadt-Ebingen) und Hintere Falkenburg (Burladingen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Randformen==&lt;br /&gt;
Formal ist ein kurzer Schrägrand kennzeichnend, der ohne Hals auf einem weitausladenden Gefäß sitzt. Bisweilen findet sich dafür die Bezeichnung [[Kragleistenrand]]. Häufig lässt sich erkennen, dass er angesetzt und mit den Fingern innen angedrückt ist. Die Randzone ist daher innen häufig etwas verdickt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die horizontal abgestrichene Variante wurde als &amp;quot;Typ Hirsau&amp;quot; bezeichnet (Schmid/ Kulessa 2019).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben treten seltener einfache ausgebogene [[Lippenrand|Lippenränder]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gefäßformen==&lt;br /&gt;
Neben bauchigen Töpfe treten vereinzelt Tüllenkannen mit schulterständigen Ösenhenkeln (vgl. Gross 1991, 60), Schalen und Schüsseln sowie Deckel auf. &lt;br /&gt;
Hinzuweisen ist auf Bodenzeichen und recht häufige Flickungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Chronologie==&lt;br /&gt;
[[Datei:Chronologie.jpg|thumb|right|Chronologie wichtiger Warenarten in Südwestdeutschland mit Gliederung in Horizonten (Entwurf R. Schreg)]]&lt;br /&gt;
Chronologisch läuft sie in ihrer typischen (älteren) Ausprägung etwa parallel zur älteren gelben Drehscheibenware des Typs Jagstfeld und datiert nach bisherigen Vorstellungen etwa in das 11./12. Jahrhundert. Das um 1160-80 im nördlichen Seitenschiff von [[Sindelfingen, St. Martin]] vergrabene [[Münzschatzgefäß]] (Scholkmann 1977) vertritt eine typische Topfform der Albware, wenngleich das Exemplar möglicherweise etwas gedrungener ist, als normal. Eine Zisternenverfüllung vom [[Rottweil, Königshof|Rottweiler Königshof]], die erst nach 1198 (Dendrodatum der Einfassung) entstanden sein kann, zeigt, dass die ältere Albware auch noch im frühen 13. Jahrhundert eine wichtige Rolle spielt (Gildhoff 1992, 317). Am Fundmaterial von [[Rottweil, Königshof]] nahm L. Klappauf eine Differenzierung zweier Gruppen nachgedrehter Waren vor, die als langsam nachgedreht bzw. als schnellaufend begriffen werden (Klappauf 1979). Während erstere von Gildhoff 1992 als ältere Albware bezeichnet wurde, scheint die zweite, die von Klappauf als grautonig bezeichnete Gruppe mit den Funden übereinzustimmen, die auch im Bereich der Kernstadt im Dominikanerkloster gefunden wurden. Hier zeichnet sich eine Entwicklungslinie der Albware ab. Altfunde von Fehlbränden legen nahe, dass Albware in Rottweil produziert wurde (Gildhoff 1992, 317). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anhand der Funde von den Burgen der Mittleren Schwäbischen Alb hat Christoph Bizer eine chronologische Differenzierung versucht, wobei er zunächst eine ältere und jüngere Albware unterschied (Bizer 1981). Später ergänzte er eine Mittlere Albware mit Formen, die er zuvor zur Jüngeren Albware rechnete (Bizer 2006). Die Bezeichnung Ältere bzw. Jüngere Albware setzte sich in der Literatur durch und wurde u.a. von Gross, Brenner, Jenisch und Schmid benutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den von Bizer zuletzt als Jüngere Albware bezeichneten Formen handelt es sich um [[kalkgemagerte jüngere graue Drehscheibenware (mittlere Schwäbische Alb, SMa)]], streng genommen also nicht mehr um Albware im engeren Sinne. In Kirchheim/Teck konnte eine lokale Spätform ausgesondert werden (Baur 1997, 28 f.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sindelfingen St Martin Münzschatzgefäß (Scholkmann 1977) - Kopie.jpg|center|thumb|300px|Sindelfingen St. Martin, Münzschatzgefäß der sandigen [[Albware]], um 1160-80 (nach Scholkmann 1977)]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rottweil Königshofweg Brunnenfüllung 119 (Gildhoff 1992) (3).jpg|center|thumb|400px|Rottweil, Königshofweg: Albware aus der Verfüllung einer Zisterne mit dendrochronologischem terminus post quem von 1198 (nach Gildhoff 1992)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verschiedentlich konnte Keramik beobachtet werden, die als Vor- oder Frühform der Albware aufzufassen ist (Bizer/Götz 2004, 28f.; Gross 1991, 145).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbreitung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ABB222.jpg|right|mini|Nachgedrehte Ware aus Hilzingen-Weiterdingen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verbreitungsgebiet umfasst die Schwäbische Alb sowie deren nördliches Vorland bis hin zu Neckar und Enz (Schäfer/Gross 1983). Schwerpunkte scheint es entlang der Donau im Bereich von Mühlheim bis Sigmaringen zu geben. Die typische Albware mit ihrer Kalksprenkelung und ihren kantigen, abgestrichenen Rändern ist in Ulm nur mit wenigen Exemplaren vertreten. Es dürfte sich um Importe aus den Regionen westlich, möglicherweise auch südwestlich handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Randgebieten der Verbreitung, wie zum Beispiel an der Enz (Lutz/ Gross 1993) oder in Ulm, aber auch im Oberschwaben und am Bodensee sind Funde bekannt, die hinsichtlich des Formenbestandes, nicht jedoch bezüglich der Scherbenbeschaffenheit der klassischen Albware nahestehen. Sie gehören überwiegend zu der im Randbereich der Albware auftretenden sandgemagerten Variante. Inwiefern die Funde aus Oberschwaben, dem Bodenseeraum und dem Hegau mit den Fundorten Schaffhausen (Homberger/ Zubler 2010), Konstanz (Ade 2018), Hilzingen-Weiterdingen (Aufdermauer 1992), [[Wüstung Berslingen bei Schaffhausen‏‎]] (Schnyder 1991) sowie Ravensburg (Ade-Rademacher 1993; Schmid 2009, 78ff.) als eigenständige [[nachgedrehte Ware (Bodenseeraum/ Hegau, HMa)]] zu differenzieren sind, wird eine künftige genauere Übersicht über Materialbeschaffenheit und Formenspektrum zeigen müssen. Auf der [[Ravensburg, Veitsburg|Veitsburg in Ravensburg]] zeigt die Stratigraphie eine chronologische Differenzierung zwischen echter kalkgemagerter Albware und den Vertretern ohne Kalkmagerung (Ade-Rademcher 1993, 97ff.). Hier stammen die kalkgemagerten Funde überwiegend aus Befunden der Periode III (Mitte 12.- bis frühes 13. Jh.), während die als lokale Variante verstandenen Funde ohne Kalkmagerung überwiegend der älteren Periode II (Mitte 11. bis Mitte 12. Jh.) zuzuweisen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.google.com/maps/d/edit?mid=1Q9-Kl3yTsvJg1S7q-RJUJmeeutM&amp;amp;usp=sharing&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Albware schließt sich mit der nördlich anschließenden [[Ältere graue Drehscheibenware (Kraichgau/ Oberrhein, HMa)|älteren grauen Drehscheibenware]] weitgehend aus. #221). Zu einer Überlappung kommt es nur in einer kleinen Zone, zu der etwa [[Renningen, Neuwiesenäcker]] und [[Durlach, Turmberg]] zählen.&lt;br /&gt;
Der nördlichste Fundpunkt dürfte [[Kirchhausen, Leier]] sein (Koch 1969, Abb. 17,14).&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kirchhausen 5 (Koch 1969) - Kopie - Kopie.jpg|[[Kirchhausen, Leier]]: RS der Albware (?) (Koch 1969, Abb. 17,14)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorkommen===&lt;br /&gt;
nach Gross 1991, Liste 13&lt;br /&gt;
*Achalm bei Reutlingen: Schäfer/Gross 1983, 42f. Nr. 25. &lt;br /&gt;
*Aldingen: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 1. &lt;br /&gt;
*Alpirsbach: Schäfer/Gross 1983, 42f. Nr. 55. &lt;br /&gt;
*Alte Burg bei Trochtelfingen: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 23. &lt;br /&gt;
*Baldenstein bei Gammertingen: Schäfer/Gross 1983, 42f. Nr. 22. &lt;br /&gt;
*Benzenburg bei Rohrdorf: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 16. &lt;br /&gt;
*Bittelschieß (Burg) bei Bingen: Bizer, Veringen 222 Abb. 4. &lt;br /&gt;
*Blankenstein bei Wasserstetten: Schäfer/Gross 1983, 42f. Nr. 30. &lt;br /&gt;
*Brillerhöhle bei Vilsingen-Thiergarten: Schäfer/Gross 1983, 42f. Nr. 56. &lt;br /&gt;
*Burghöhle Dietfurt bei Inzigkofen: Schäfer/Gross 1983, 42f. Nr. 17. &lt;br /&gt;
*Ehingen: Schäfer/Gross 1983, 42f. Nr. 53. &lt;br /&gt;
*Ehingerburg bei Bad Niedernau: Schäfer/Gross 1983, 42f. Nr. 15. &lt;br /&gt;
*Eineck bei Hechingen: Lauer, Jungingen. &lt;br /&gt;
*Entringen, St. Michael: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 51; Schreg 2002, S. 126. &lt;br /&gt;
*Erpfingen: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 41. &lt;br /&gt;
*[[Esslingen]]: Lobbedey, Esslingen Nr. 121-125. &lt;br /&gt;
*[[Esslingen, Wüstung Sirnau]]: Koch, Sirnau Abb. 2, 14. &lt;br /&gt;
*Eutingen: Unpubl.; LDA Bad.-Württ., Abt. Arch. Denkmalpfl., Außenstelle Karlsruhe. &lt;br /&gt;
*Fischburg bei Münsingen: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 28. &lt;br /&gt;
*Flacht, Friedhofstraße 11: Gross 1991, Taf. 95, 13. &lt;br /&gt;
*Großer Falken (Burg) bei Burladingen: Schäfer/Gross 1983, 42f. Nr. 13. &lt;br /&gt;
*Hertenstein bei Sigmaringen: Schäfer/Gross 1983, 42 f.  Nr. 19. &lt;br /&gt;
*Heuneburg bei Hundersingen: Schäfer/Gross 1983, 42f. Nr. 54&lt;br /&gt;
*[[Hirsau]]: Hinweis 0. Teschauer, Karlsruhe.&lt;br /&gt;
*Hohengerhausen (Burg) bei Blaubeuren: Schäfer/Gross 1983, 42f. Nr. 35.&lt;br /&gt;
*Hohenjungingen (Burg „Affenschmalz&amp;quot;): Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 48.&lt;br /&gt;
*Hohenneuffen bei Neuffen: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 36.&lt;br /&gt;
*Hohenstein bei Oberstetten: Schäfer/Gross 1983, 42f. Nr. 31.&lt;br /&gt;
*Hohenurach bei Urach: Schäfer/Gross 1983, 42f. Nr. 26.&lt;br /&gt;
*Hohenwittlingen bei Wittlingen: Schäfer/Gross 1983, 42f. Nr. 27.&lt;br /&gt;
*Horb-Dettensee: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 49. &lt;br /&gt;
*Isikofen (Burg) bei Jungnau: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 20.&lt;br /&gt;
*Kapf (Burg) bei Burladingen: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 10.&lt;br /&gt;
*Karlsruhe-[[Durlach, Turmberg]]: Lutz 1977, Abb. 8, 1.&lt;br /&gt;
*Kleiner Falken (Burg) bei Burladingen: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 12.&lt;br /&gt;
*Leckstein (Burg) bei Gauselfingen: Schäfer/Gross 1983, 42f. Nr. 14.&lt;br /&gt;
*Leimberg (Burg) bei Bad Ditzenbach: Schäfer/Gross 1983, 42f. Nr. 40.&lt;br /&gt;
*Seelbach, [[Burg Lützelhardt]]: Hammel, Lützelhardt Taf. 8, 34.&lt;br /&gt;
*Meidelstetten (Burg) bei Oberstetten: Bizer, Hohenstein Taf. 9.&lt;br /&gt;
*Michelstein bei Egesheim: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 2.&lt;br /&gt;
*Nagold: Roeser u. Rathke, Nagold Abb. 136, 10-13.&lt;br /&gt;
*Oberhohenberg bei Schörzingen: Schäfer/Gross 1983, 42f.Nr. 4.&lt;br /&gt;
*Oberndorf: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 45.&lt;br /&gt;
*Oberstetten (Steinhaus): Bizer, Hohenstein Abb. S. 169.&lt;br /&gt;
*Ödenburg bei Hohenstein: Schäfer/Gross 1983, 42f. Nr. 32.&lt;br /&gt;
*Reichenau bei Trailfingen:Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 29.&lt;br /&gt;
*Ringelstein bei Ringingen: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 11.&lt;br /&gt;
*[[Rottweil, Königshof]]: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 46.&lt;br /&gt;
*Schalksburg bei Laufen: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 6.&lt;br /&gt;
*Schalksburg bei Straßberg: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 8.&lt;br /&gt;
*[[Sindelfingen, Obere Vorstadt]] und [[Sindelfingen, St. Martin]]: Schäfer/Gross 1983 42f. Nr. 43.&lt;br /&gt;
*Sperberseck bei Lenningen: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 39.&lt;br /&gt;
*St. Ruprecht (Burg) bei Erbstetten: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 34.&lt;br /&gt;
*Steinheim/Murr: Unpubl.; LDA Bad.-Württ., Abt. Arch. Denkmalpfl., Stuttgart.&lt;br /&gt;
*Stöffe in (Burg) bei Gönningen: Schäfer/Gross 1983,  42f. Nr. 24.&lt;br /&gt;
*Straßberg (Burg) bei Straßberg: Schäfer/Gross 1983,  42f. Nr. 9.&lt;br /&gt;
*[[Wüstung Sülchen bei Rottenburg]]: Unpubl.; LDA Bad.-Württ., Abt. Arch. Denkmalpfl., Außenstelle Tübingen.&lt;br /&gt;
*Tannenfels bei Baiersbronn: Schäfer/Gross 1983,  42 f. Nr. 50.&lt;br /&gt;
*Teck (Burg) bei Owen: Schäfer/Gross 1983,  42f. Nr. 37.&lt;br /&gt;
*Trossingen (Burg): Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 4 7.&lt;br /&gt;
*Tübingen: Forsch. u. Ber. Arch. MA 8 (1983) 278 (B. Scholkmann).&lt;br /&gt;
*Tübingen-Derendingen: Forsch. u. Ber. Arch. MA 8 (1983) 278 (B. Scholkmann).&lt;br /&gt;
*Tübingen-Lustnau: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 42.&lt;br /&gt;
*Bad Urach: Koch, Tischgeschirr 165 Abb. 3. - Gross 1991, Abb. 33, 2.&lt;br /&gt;
*[[Urspring, Breiter Weg]]: Hinweis H. Reim, Tübingen, wahrscheinlich zu streichen.&lt;br /&gt;
*[[Vaihingen/Enz, St. Peter]]: Schäfer/Gross 1983, Abb. 23, 11 ;24,17-19.&lt;br /&gt;
*Veringen bei Veringenstadt: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr.21.&lt;br /&gt;
*Villingen: Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 1986 (1987) 235 Abb. 175, 1 (B. Jenisch u. P. Schmidt-Thome).&lt;br /&gt;
*[[Wüstung Vöhingen bei Schwieberdingen]]: Gross, Vöhingen Abb. 173, 11 . 13.&lt;br /&gt;
*Weckenstein bei Storzingen: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 18.&lt;br /&gt;
*Weiler (Burg) bei Weiler: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 33.&lt;br /&gt;
*Weilersburg bei Neuweiler: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 7.&lt;br /&gt;
*Wenzelstein bei Hausen a. T.: Schäfer/Gross 1983, 42 f. Nr. 5.&lt;br /&gt;
*Wielandstein bei Lenningen: Schäfer/Gross 1983, 42f. Nr. 38.&lt;br /&gt;
*Willenburg bei Schiltach: Unpubl.; Dokumentation LDA Bad.-Württ., Abt. Arch. Denkmalpfl., Stuttgart.&lt;br /&gt;
*Winterbach: Fundber. Bad.-Württ. 2, 1975, Taf. 326, B.&lt;br /&gt;
*Zimmern (Burg) bei Zimmern: Schäfer/Gross 1983, 42f. Nr. 3.&lt;br /&gt;
*Schwieberdingen (ehem. Wasserburg): Hinweis H. Masula,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liste nach Bizer 2006 (inkl. Überschneidungen zur Liste nach Gross 1991)&lt;br /&gt;
*Bad Urach, Venedigerloch&lt;br /&gt;
*Wasserstetten Blankenstein&lt;br /&gt;
*Oberstetten Hohenstein&lt;br /&gt;
*Meidelstetter Berg&lt;br /&gt;
*Lichtenstein&lt;br /&gt;
*Alter Lichtenstein&lt;br /&gt;
*Greifenstein&lt;br /&gt;
*Untergreifenstein&lt;br /&gt;
*Hochbideck&lt;br /&gt;
*Achalm&lt;br /&gt;
*Stöffeln&lt;br /&gt;
*Hohengenkingen&lt;br /&gt;
*Trochtelfingen Haideck&lt;br /&gt;
*Trochtelfingen Burgberg&lt;br /&gt;
*Oberstetten Steinhaus&lt;br /&gt;
*Ödenburg&lt;br /&gt;
*Engstingen Erdaushub&lt;br /&gt;
*Böhringen Erddeponie&lt;br /&gt;
*Schlossberg Niedernau&lt;br /&gt;
*Ebingen Häringstein&lt;br /&gt;
*Tailfinger Schloß&lt;br /&gt;
*Weilerburg&lt;br /&gt;
*Schalksburg&lt;br /&gt;
*Vogelfels&lt;br /&gt;
*Altentierberg&lt;br /&gt;
*Margethausen Heubelstein&lt;br /&gt;
*Hirschberg&lt;br /&gt;
*Hohenzollern&lt;br /&gt;
*Hausen Azilun&lt;br /&gt;
*Burladingen Hintere Falkenburg&lt;br /&gt;
*Vordere Falkenburg&lt;br /&gt;
*Hochwacht&lt;br /&gt;
*Ringingen Ringelstein&lt;br /&gt;
*Gauselfingen Lechstein&lt;br /&gt;
*Frazenhaas&lt;br /&gt;
*Stetten-Hölnstein&lt;br /&gt;
*Melchingen&lt;br /&gt;
*Hausen, Wenzelstein&lt;br /&gt;
*Hohenjungingen&lt;br /&gt;
*Hohenberg&lt;br /&gt;
*Straßberg&lt;br /&gt;
*Schalksburg&lt;br /&gt;
*Zimmern&lt;br /&gt;
*Neckarhausen&lt;br /&gt;
*Aistang&lt;br /&gt;
*Albeck&lt;br /&gt;
*Bärenthal&lt;br /&gt;
*Kallenberg&lt;br /&gt;
*Dürbheim Wallenburg&lt;br /&gt;
*Egesheim Michelstein&lt;br /&gt;
*Fridingen Burgstall&lt;br /&gt;
*Burgstallhöhle&lt;br /&gt;
*Stiegelesfels&lt;br /&gt;
*Ziegelhöhlenburg&lt;br /&gt;
*Bronnen&lt;br /&gt;
*Burg Wehringen&lt;br /&gt;
*Beuron, Petershöhle&lt;br /&gt;
*Werenwag&lt;br /&gt;
*Hausen&lt;br /&gt;
*Lägelen&lt;br /&gt;
*Heidenschloss&lt;br /&gt;
*Unterfalkenstein&lt;br /&gt;
*Höhlenburg Weiler&lt;br /&gt;
*Bittelschieß&lt;br /&gt;
*Wallanlage Bittelschieß&lt;br /&gt;
*Baldenstein&lt;br /&gt;
*Hettingen&lt;br /&gt;
*Nickhof&lt;br /&gt;
*Leibertingen Wildenstein&lt;br /&gt;
*Altwildenstein&lt;br /&gt;
*Unterwildenstein&lt;br /&gt;
*Leibertingen, Hexenturm&lt;br /&gt;
*Hahnenkamm&lt;br /&gt;
*Gebrochen Gutenstein&lt;br /&gt;
*Höhlenburg Schmeien&lt;br /&gt;
*Isikofen&lt;br /&gt;
*Hertenstein&lt;br /&gt;
*Wechenstein&lt;br /&gt;
*Veringen&lt;br /&gt;
*Langenenslingen&lt;br /&gt;
*Ehingen St. Ruprecht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachträge&lt;br /&gt;
*[[Biberach, Viehmarkt]] (Schmid/ Kulessa 2019)&lt;br /&gt;
*Ebingen (Stadt Albstadt, Zollernalbkreis), Kienlenstraße (Forsch. u. Ber. Arch. Mittelalter Bad.-Württ. 6, 1979, 235)&lt;br /&gt;
*[[Flacht, Friedhofstraße 17]]&lt;br /&gt;
*Geislingen, Lindenhof (siehe hier [[Geislingen, Mühlwiesen]])&lt;br /&gt;
*[[Hirsau, Kloster St. Peter und Paul]]&lt;br /&gt;
*Jettenburg, Burgareal (Heuer u.a. 2025)&lt;br /&gt;
*[[Kirchhausen, Leier]]&lt;br /&gt;
*[[Konstanz, Marktstätte]] als Import&lt;br /&gt;
*Neuenbürg (Enzkreis), Waldenburg (Lutz/ GRoss 1994; Fundber. Bad.-Württ. 22/2, 1998, 264)&lt;br /&gt;
*[[Ravensburg, Veitsburg]]&lt;br /&gt;
*[[Renningen, Neuwiesenäcker]]&lt;br /&gt;
*[[Riedlingen, Zollhausen]]&lt;br /&gt;
*[[Rottweil]], Nikolausfeld&lt;br /&gt;
*[[Sindelfingen, Obere Vorstadt]] (Scholkmann 1973)&lt;br /&gt;
*[[Sindelfingen, St. Martin]] (Scholkmann 1977)&lt;br /&gt;
*[[Tübingen]], Metzgergasse (Schmidt 1994)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Herstellungsbelege==&lt;br /&gt;
Bislang wurden keine [[Töpfereien bzw. Töpferofenstandorte]] identifiziert, doch legen Fehlbrände im Altfundmaterial von [[Rottweil]] dort eine Herstellung nahe (Gildhoff 1992, 317).&lt;br /&gt;
[[Datei:Rottweil Nikolausfeld (Planck 1975).jpeg|thumb|center|300px|Rottweil, Nikolausfeld, Kastell II: Fehlbrand Albware, graubraun, m. feinen weißen Partikeln gemagert, Mus. Rottweil Inv. Nr. ZV 763 (Planck 1975, Taf. 3, 15)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturhinweise==&lt;br /&gt;
*Ade 2018: D. Ade, Die hoch- und spätmittelalterlichen Funde von der Konstanzer Marktstätte. In: M. Dumitrache (Hrsg.), Die Konstanzer Marktstätte im Mittelalter und in der Neuzeit. Forschungen und Berichte zur Archäologie in Baden-Württemberg 5 (Wiesbaden 2018) 269–384.&lt;br /&gt;
*Ade-Rademacher 1993: D. Ade-Rademacher, Die mittelalterlichen und neuzeitlichen Befunde und Funde der Veitsburg. In: D. Ade-Rademacher/R. Rademacher (Hrsg.), Der Veitsberg bei Ravensburg. Forsch. u. Ber. Arch. Mittelalter Baden-Württemberg 16 (Stuttgart 1993) 58-136.&lt;br /&gt;
*Aufdermauer 1992: J. Aufdermauer, Ein mittelalterlicher Keller mit Spuren eines Webstuhls aus Hilzingen-Weiterdingen, Kreis Konstanz. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 1992, 267–271. &lt;br /&gt;
*Baur 1997: M. Baur, Grabung Krautmarkt 1986/87 Kirchheim unter Teck. Vorbericht zu den früh- und hochmittelalterlichen Siedlungsperioden. Schriftenreihe Stadtarchiv Kirchheim unter Teck 21, 1997, 9-60.&lt;br /&gt;
*Bizer 1981: Ch. Bizer, Burgruine Wielandstein. Auswertung und Dokumentation der Kleinfunde. Burgen und Schlösser 22, 1981, 11-63.&lt;br /&gt;
*Bizer 1985: Ch. Bizer, Burg Veringen. Auswertung und Dokumentation der Kleinfunde. In: E. Zillenbiller (Hrsg.), Stadtwerdung im Landkreis Sigmaringen. Burg und Stadt Veringen (Sigmaringen 1985) 192-250.&lt;br /&gt;
*Bizer 1987: C. Bizer, Burg Schnatren bei Erpfingen. In: C. Bizer/R. Brändle/R. Götz u. a. (Hrsg.), Erpfinger Burgen und ihre Geschichte (Reutlingen 1987) 47ff. &lt;br /&gt;
*Bizer 2006: C. Bizer, Oberflächenfunde von Burgen der Schwäbischen Alb ein Beitrag zur Keramik- und Burgenforschung. Forsch. u. Ber. Arch. Mittelalter Bad.-Württ. 26 (Stuttgart 2006).&lt;br /&gt;
*Bizer/Götz 2004: C. Bizer/R. Götz, Die Thietpoldispurch und die Burgen der Kirchheimer Alb. Neue Methoden und Ergebnisse der Burgenforschung. Schriftenreihe des Stadtarchivs Kirchheim unter Teck 31 (Kirchheim unter Teck 2004). &lt;br /&gt;
*Gildhoff 1992: C. Gildhoff, Archäologische Untersuchungen zur Frühgeschichte der Stadt Rottweil. Arch. Ausgr. Baden-­Württemberg 1992, 314–­320.&lt;br /&gt;
*Gross 1991: U. Gross, Mittelalterliche Keramik zwischen Neckarmündung und Schwäbischer Alb. Bemerkungen zur räumlichen Entwicklung und zeitlichen Gliederung. Forsch. u. Ber. Arch. Mittelalter Bad.-Württ. 12 (Stuttgart 1991). - DOI: https://doi.org/10.11588/artdok.00005858&lt;br /&gt;
*Heuer u.a. 2025: I. Heuer/K. Conrad/G. Stegmaier/D. Brenner, Stein auf Stein. Zur Wiederentdeckung der mittelalterlichen Burganlage von Jettenburg. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 2024, 2025, 286-290 &lt;br /&gt;
*Homberger / Zubler 2010: V. Homberger / K. Zubler (Hrsg.), Mittelalterliche und neuzeitliche Keramik der Region Schaffhausen. Typologie Seriation und Materialvorlage. Beiträge zur Schaffhauser Archäologie 3 (Schaffhausen 2010).&lt;br /&gt;
*Hübener 1969: W. Hübener, Absatzgebiete frühgeschichtlicher Töpfereien in der Zone nördlich der Alpen. Beiträge zur Keramik der Merowingerzeit. Antiquitas R. 3,6 (Bonn 1969).&lt;br /&gt;
*Lobbedey 1968: U. Lobbedey, Untersuchungen mittelalterlicher Keramik vornehmlich aus Südwestdeutschland. Arb. Frühmittelalterforsch. 3 (Berlin 1968).- DOI: https://doi.org/10.1515/9783110835083&lt;br /&gt;
*Lobbedey 1995: U. Lobbedey, Die Funde mittelalterlicher Keramik. In: G.P. Fehring/B. Scholkmann (Hrsg.), Die  Stadtkirche St. Dionysius in Esslingen I. Forsch. u. Ber. Arch. Baden-Württemberg 13/1 (Stuttgart 1995) 245-268.&lt;br /&gt;
*Lutz/Gross 1994: D. Lutz/U. Gross, Nachuntersuchungen in der Ruine Waldenburg, Stadt Neuenbürg, Enzkreis. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 1993, 1994, 255–261.&lt;br /&gt;
*Schäfer/Gross 1983: H. Schäfer/U. Gross, Die ehemalige Peterskirche in Vaihingen/ Enz. In: Forschungen und Berichte der Archäologie des Mittelalters in Baden-Württemberg 8 (Tübingen 1983) 5–56.&lt;br /&gt;
*Schmid 2009: B. Schmid, BauArchäologie im Ravensburger Humpisquartier: Forschungsergebnisse zur Entwicklung eines städtischen Kleinquartiers. Materialhefte zur Archäologie in Baden-Württemberg 87 (Stuttgart 2009).&lt;br /&gt;
*Schmid / Kulessa 2019: B. Schmid / B. Kulessa, Von Stadtmauern und Salbtöpfen: Archäologie zur Siedlungs- und Apothekengeschichte in Biberach. Forschungen und Berichte zur Archäologie in Baden-Württemberg 13 (Wiesbaden 2019). - DOI: https://doi.org/10.11588/propylaeum.958&lt;br /&gt;
*Schnyder 1991: R. Schnyder, Zum Fundgut aus Berslingen. Zeitschr. Schweizer Arch. u. Kunstgesch. 48, 1991, 281–291. - DOI: https://doi.org/10.5169/seals-169155&lt;br /&gt;
*Schmidt 1994: E. Schmidt, Hochmittelalterliche Siedlungsreste im Bereich der Metzgergasse in Tübingen. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 1993, 1994, 277–281.&lt;br /&gt;
*Scholkmann 1973: B. Scholkmann, Sindelfingen/Obere Vorstadt. Eine Siedlung des hohen und späten Mittelalters. Forsch. u. Ber. Arch. Mittelalter Baden-Württemberg 3 (Stuttgart 1973).&lt;br /&gt;
*Scholkmann 1977: B. Scholkmann, Archäologische Untersuchungen in der ehemaligen Stiftskirche St. Martin in Sindelfingen. In: Forschungen und Berichte zur Archäologie des Mittelalters in Baden-Württemberg 4 (Stuttgart 1977) 7–66). &lt;br /&gt;
*Zubler 2000: K. Zubler, Wiedererstandenes Leben im Mittelalterdorf Berslingen - Das Fundmaterial. In: K. Bänteli/M. Höneisen/K. Zubler (Hrsg.), Berslingen - ein verschwundenes Dorf bei Schaffhausen. Mittelalterliche Besiedlung und Eisenverhüttung im Durachtal. Schaffhauser Archäologie 3 (Schaffhausen 2000) 83–159.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Albware (Schwäbische Alb/ mittleres Neckarland, HMa)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keramik des 11. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keramik des 12. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keramik des 13. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Warenart]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
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		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=%C3%84ltere_gelbe_Drehscheibenware_(S%C3%BCdwestdeutschland,_FMa/HMa)&amp;diff=11654</id>
		<title>Ältere gelbe Drehscheibenware (Südwestdeutschland, FMa/HMa)</title>
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		<updated>2026-09-10T16:29:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Herstellungstechnik */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
Bei der älteren gelben Drehscheibenware handelt es sich um eine bedeutende Warenart des Früh- und Hochmittelalters aus Südwestdeutschland. Sie lässt sich in verschiedene Varianten und Typen untergliedern, die eine Entwicklung von der Merowingerzeit bis ins 12. Jahrhundert erkennen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Forschungsgeschichte==&lt;br /&gt;
Die Verbreitung dieser Ware umfaßt fast ganz Südwestdeutschland, weshalb der ursprünglich von Uwe Lobbedey (1968) geprägte Begriff der 'gelben oberrheinischen Drehscheibenware' zugunsten der auf Barbara Scholkmann (1978) zurückgehenden Bezeichnung als 'ältere, gelbtonige Drehscheibenware' aufgegeben wurde. Die Bezeichnung &amp;quot;gelbtonig&amp;quot; ist korrekterweise zu &amp;quot;gelb&amp;quot; zu ändern.&lt;br /&gt;
Hatte U. Lobbedey in seiner Pionierarbeit vor allem die ältere Ausprägung im Auge, die später von Robert Koch mit dem Fundort [[Kirchhausen, Leier]] näher definiert wurde, so wurde das Chronologieschema allmählich erweitert, wobei vor allem den als &amp;quot;Typen&amp;quot; definierten verschiedenen Randformen eine besondere Rolle zukommt. Die erste Erweiterung geht auf die Arbeit von R. Koch zurück, der Typ Kirchhausen und Typ Jagstfeld definierte, während die Bezeichnung des dazwischenliegenden Typs Runder Berg erst durch Uwe Gross 1991 erfolgte. Weitere Modifikationen gehen auf Madelaine Châtelet (Typ Roschwoog) und Rainer Schreg (Typ Eningen, Typ Sindelfingen) zurück. Die Entwicklung des Hochmittelalters hatte B. Scholkmann schon 1978 anhand der Funde aus [[Sindelfingen, Obere Vorstadt]] aufgezeigt (&amp;quot;Gruppe a: Oxydierend gebrannte, gelbtonige Ware&amp;quot;), doch konnte sie die überörtliche Bedeutung der Ware damals nur andeuten (Scholkmann 1978, 64). &lt;br /&gt;
In den letzten Jahren konnten innerhalb der großen Gruppe der älteren gelben Drehscheibenware zunehmend regionale Ausprägungen erkannt werden, die zum Teil als eigene Waren / Varianten abgegrenzt wurden oder werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die absolutchronologische Einordnung der älteren gelben Drehscheibenware, insbesondere der Phase des Typs Jagstfeld ist ein 2007 ergrabener Befund in [[Ulm, Neue Straße]] von Bedeutung. Funde aus den ersten Pflasterungen der ehemaligen Langen Straße lassen sich vor 993 datieren. Bislang sind die Funde nur kursorisch vorgelegt (Schmid 2007, Abb. 34), da sie in der Befundvorlage (Dumitrache u. a. 2009) nicht besprochen werden, aber umgekehrt auch die jüngste Übersicht über die Funde der älteren Drehscheibenware in Ulm durch Uwe Gross keinen Bezug zur Befundsituation herstellt (Gross 2021).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Andere Bezeichnungen===&lt;br /&gt;
*gelbe oberrheinische Drehscheibenware&lt;br /&gt;
*ältere gelbtonige Drehscheibenware&lt;br /&gt;
*rauhwandige gelb-graue Ware als Gruppe 13 der Funde vom [[Bad Urach, Runder Berg|Runden Berg bei Urach]] (Kaschau 1976)&lt;br /&gt;
*Gruppe a: Oxydierend gebrannte, gelbtonige Ware der Funde aus [[Sindelfingen, Obere Vorstadt]] (Scholkmann 1978)&lt;br /&gt;
*Céramique à pâte claire&lt;br /&gt;
*gelbe Drehscheibenware (Marti 2012, Haasis-Berner/ Schoenenberg 2012)&lt;br /&gt;
*„karolingische,  schwach  gemagerte gelbe  bis  orangefarbene  („Badorfer“)  Ware  (Stamm 1962&lt;br /&gt;
*ältere gelbe Irdenware für Funde aus [[Würzburg]] (Hembach 2003)&lt;br /&gt;
*„stempelverzierte helltonige Ware“ (Losert 1993)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Charakteristika==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herstellungstechnik=== &lt;br /&gt;
Die ältere gelbe Drehscheibenware wurde auf der schnelldrehenden Scheibe hergestellt (Haasis-Berner/Schoenenberg 2011).&lt;br /&gt;
[[Datei:Renningen Neuwiesenäcker (RS 1994) 25.jpg|right|thumb|300px|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere gelbe Drehscheibenware Typ Jagstfeld, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brand/ Farbe===&lt;br /&gt;
Die Scherben der älteren gelben Drehscheibenware sind im allgemeinen hell oxydierend gebrannt und weisen gelblich bis orange, gelegentlich aber auch hellgraue Farbtöne auf, der Kern des Scherbens ist oft grau. Die ältere gelbe Drehscheibenware weist in der Regel einen hart gebrannten Scherben auf.&lt;br /&gt;
Charakteristisch ist der gelblich-weiße bis beigerosa Ton der frühen älteren gelben Drehscheibenware. Im südöstlichen Oberrheingraben ist eine gelblich oder gar rötliche Oberfläche kennzeichnend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ältere gelbe Drehscheibenware ist hart bis sehr hart gebrannt (Haasis-Berner/Schoenenberg 2012). Während man es nördlich von Straßburg mit einer eher kreidigen Ware zu tun hat, ist im nördlichen Baden eine eher rauwandigen Erscheinung vertreten (Marti 2000; Marti 2012, 270).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An einzelnen Fundstellen, wie z.B. auf der Burg Schlössel bei Klingenmünster fällt eine große Bandbreite der älteren gelben Drehscheibenware sowohl in der Wandstärke wie in der Härte auf (Barz 2012).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Magerung===&lt;br /&gt;
Die Magerung besteht vorrangig aus Quarzsand, der teils grob, teils aber auch von mittlerer Größe sein kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Oberflächenbeschaffenheit===&lt;br /&gt;
Die Oberfläche ist rau bis sandig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verzierungen===&lt;br /&gt;
In der Frühphase treten eine horizontale Riefung der Wandung sowie eine Rollstempelverzierung auf (Typ Kirchhausen). Elsässische ältere gelbe Drehscheibenware ist gekennzeichnet durch ein sehr vielfältiges Rollrädchendekor. Aus der [[Wüstung Muffenheim bei Rastatt]] ist ein schlichter Rechteckrollstempel geläufig (Gross 2012). &lt;br /&gt;
Typisch ist für die frühe ältere gelbe Drehscheibenware des Typs Kirchhausen zudem eine kräftig geriefte und profilierte Oberfläche. Farb- und Rollrädchenverzierung wurden nicht kombiniert (Gross 2011).&lt;br /&gt;
Im südöstlichen Oberrheingraben tritt besonders zwischen dem 8. und 9. Jh. ein Rollstempeldekor auf Gefäßschulter auf. Die Oberfläche ist selten geglättet und bemalt. Auf der Gefäßschulter lassen oft mehrere parallele Riefen ausmachen (Haasis-Berner/Schoenenberg 2012)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Phase des 'Typs 'Runder Berg&amp;quot; sind die Gefäße i.R. unverziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Gefäßen des 'Typs Jagstfeld' treten Wellenlinienverzierungen auf. Der 2013 entdeckte Fundkomplex aus dem Ofen von Holzgerlingen (Münster/Gross 2013) weist neben den Wellenlinien horizontale Reihen kleiner Kerben auf. Solche Kerbreihen kannt man gelegentlich vom Randabschluß von Rändern des Typs Jagstfeld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vereinzelt ist die jüngste ältere gelbe Drehscheibenware durch ein pingsdorfähnliches Dekor und andere Musterungen in roter, orangener und brauner Farbe gekennzeichnet (Barz 2011): ([[rotbemalte ältere gelbe Drehscheibenware (Südwestdeutschland, HMa)]]). &lt;br /&gt;
Relativ fein ist demgegenüber die [[gelbe, rotbemalte Elsässer Drehscheibenware (Elsaß, HMa)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gefäßformen==&lt;br /&gt;
*[[Topf|Töpfe]]&lt;br /&gt;
*Henkeltöpfe und Kannen (Gross 2017)&lt;br /&gt;
*selten: [[Schale]]n&lt;br /&gt;
*selten: [[Flasche]]n&lt;br /&gt;
*selten: [[Becher]] - Hier ergibt sich immer wieder die Diskussion, ob es sich um [[Ofenkeramik#Becherkachel|Becherkacheln]] früher Kachelöfen handelt.&lt;br /&gt;
Offene Formen wie Schalen und Becher treten gegenüber Töpfen deutlich zurück, sind aber stets präsent (Gross 2026).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Randformen==&lt;br /&gt;
Im folgenden sei eine Synthese der Randformen präsentiert, die versucht die bisherigen Bezeichnungen aufzugreifen, aber auch in einen größeren Kontext zu stellen. Dazu wurden hier einige Bezeichnungen aufgegriffen, die in der Regel in der Literatur bereits vorhanden sind, aber kaum nebeneinender gestellt wurden.&lt;br /&gt;
[[Datei:Aeltere_gelbe_Dsch_(Schreg_1998_verändert).jpg|thumb|center|600px|Ältere gelbe Drehscheibenware: A verzierte ältere gelbe Drehscheibenware (Typ Kirchhausen): 1,2 Berghausen, 3 Hailfingen, 4 Sessenheim, 5 [[Kirchhausen, Leier]], 6 Mannheim-Neckarau, 7-9 Weissach-Flacht, 10-12 Osterburken. B Typ Runder Berg: 1-10 [[Bad Urach, Runder Berg]], 11 Kirchheim u.T., 12 Untertürkheim. C Typ Jagstfeld: 1 Jagstfeld, 2 Renningen, 3 Schwieberdingen. nach Schreg 1997]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Randformen der Elsässer Variante===&lt;br /&gt;
In der deutschen Literatur findet sich der Begriff des „Typ Roeschwoog“, der indes auf verschiedene Formen der [[Elsässer ältere gelbe Drehscheibenware (Elsass,FMa/HMa)|Elsässer Variante]] der älteren gelben Drehscheibenware verweist, die bereits ab dem 2. Drittel des 7. Jhs. existierte (Châtelet 1998; Châtelet 2002). Der Bezug auf Roeschwoog ergibt sich daraus, dass dieser Fundplatz in den 1990er Jahren bezugnehmend auf Châtelet 1998 als Ausgangspunkt neuer Forschungen wahrgenommen wurde. Inzwischen hat sich die Bedeutung des Platzes durch neuere Forschungen relativiert und die Bezeichnung ist nicht mehr zielführend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.google.com/maps/d/edit?mid=1iBQIyKG83wiHRjJfDD0UkG5TXhw&amp;amp;usp=sharing&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Typ Kirchhausen===&lt;br /&gt;
Kennzeichnend ist ein spitz ausgezogener Rand, als Verzierung treten neben einer gerieften Wandung Rollstempelverzierungen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Variante tritt in Südwestdeutschland schon vor der Mitte des 7. Jhs. auf. Ihr Niedergang erfolgte Ende des 9. Jhs. &lt;br /&gt;
Regional ist mit einer längeren Laufzeit zu rechnen. Im südöstlichen Oberrheingraben ist eine Produktion im Raum Soufflenheim zu vermuten, für die eine Laufzeit ab 700 n. Chr. bis ins 10. Jh anzunehmen ist (Haasis-Berner/Schoenenberg 2012). Ähnliche Randformen und Verzierungen treten auch im nördlichen Hessen auf, wo am Material der Wüstung Holzheim Datierungen bis in die jüngere Salier- und frühe Stauferzeit vorgeschlagen wurden (Mathias/Schotten 2002).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Namengebend sind die Siedlungsfunde von [[Kirchhausen, Leier]] (Koch 1969).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Renningen Neuwiesenäcker ägD 2.png|thumb|center|300px|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere gelbe Drehscheibenware Typ Kirchhausen (Schreg 2006 Taf. 29,4)]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kirchhausen 6 (Koch 1969) - Kopie - Kopie.jpg|Kirchhausen, Leier: Ältere gelbe Drehscheibenware (Südwestdeutschland, FMa/HMa), Typ Kirchhausen (nach Koch 1969, Abb. 18)&lt;br /&gt;
Datei:Kirchhausen 2 (Koch 1969) - Kopie - Kopie.jpg|Kirchhausen, Leier, Grube 1/1966: Ältere gelbe Drehscheibenware (Südwestdeutschland, FMa/HMa), Typ Kirchhausen (nach Koch 1969, Abb. 14)&lt;br /&gt;
Datei:Schifferstadt 1 10091118544.jpg|Schifferstadt, Randscherbe, Ältere gelbe Drehscheibenware (Südwestdeutschland, FMa/HMa), Typ Kirchhausen (Foto: Kulturelles Erbe Schifferstadt e. V. / Andreas Best ([https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/ CC BY-NC-SA]) via [https://nat.museum-digital.de/object/201767 museum-digital]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Typ Runder Berg===&lt;br /&gt;
Keulenartig ausgebogener Rand, Randabschluss nach außen geneigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Typ Runder Berg tritt zwischen dem 9. und frühen oder mittleren 11. Jh. im Neckarmündungsgebiet und auf der Schwäbischen Alb auf (Gross 1991).&lt;br /&gt;
Namengebend ist die Fundstelle [[Bad Urach, Runder Berg]], an der die Randform in großer Zahl auftritt. Die Laufzeit der Siedlung bis zur Mitte des 11. Jahrhunderts und das Fehlen des Typs Jagstfeld wurde als chronologischer Anhaltspunkt gewertet.&lt;br /&gt;
[[Datei:Renningen Neuwiesenäcker ägD 3.png|thumb|300px|center|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere gelbe Drehscheibenware Typ Runder Berg (Schreg 2006 Taf. 29,12)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Nagold (Roeser Rathke 1986).jpg|Nagold, St. Remigius: im Chor der Kirche III deponierte Gefäße der älteren gelben Drehscheibenware (Fotos: B. Hausner, LDA Karlsruhe, nach Roeser/Rathke 1986. Abb. 137. 138. 146)&lt;br /&gt;
Datei:Geislingen Kirchstr3 ägD 2.jpg|[[Geislingen an der Steige]], Kirchstraße 3: Randscherbe der älteren gelben Drehscheibenware, Typ Runder Berg, Museum Geislingen (Zeichnung R. Schreg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Typ Eningen===&lt;br /&gt;
Keulenartig ausgebogener Rand, Randabschluss horizontal - eine Übergangsform zwischen den Typen Runder Berg und Jagstfeld. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Übergangsform wurde bei Bearbeitung der Funde des Renninger Beckens nach rein formalen Aspekten als eigener Typ ausgesondert (Schreg 2006) und nach einem Fundkomplex in Eningen unter Achalm (Schmidt 1991) bezeichnet, der durch diese Form charakterisiert wird. Typ Eningen markiert anders als die Typen Runder Berg und Jagstfeld keine eigenständige chronologische Phase. Von Uwe Gross wurde diese Form indes auch als jüngere Form des Typs Runder Berg bezeichnet (Gross 2008, 142-147).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Typ Jagstfeld===&lt;br /&gt;
Dreieckiger Rand mit konkavem, leicht nach innen geneigtem Randabschluss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Variante Typ Jagstfeld tritt im späten 10. bis ins mittlere 12. Jh. im Nordwesten des Kraichgaus auf der Schwäbischen Alb und im südlichen Oberschwaben auf. Mögliche Produktionsorte sind [[Altdorf (Lkr. Böblingen)]] und Eningen im Kreis Reutlingen (Gross 2012).&lt;br /&gt;
Ende des 10. bis Mitte des 12. Jhs. findet die Variante in seltenen Fällen südlich der Donau und in Konstanz Verbreitung (Ade/Dumitrache 2012).&lt;br /&gt;
Natürlich sind vereinzelte Funde außerhalb dieses Verbreitungsgebietes wie der eines Randfragments vom Typ Jagstfeld in Nürnberg-Ziegelstein möglich (Gross 1999/2000, 87).&lt;br /&gt;
Das Randformenspektrum des des Typs Jagstfeld umfasst im Unterschied zu den anderen Varianten waagrechte oder leicht nach innen abgeschrägte Randoberseiten. Ebenso sind Einstichdekore auf der Randoberseite charakteristisch. Seltener sind diese auf der Gefäßwand zu finden. Zusätzliche oder allein auftretende einzeilige Wellenverzierungen sind ebenfalls kennzeichnend (Gross 2012).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Namengebend ist eine Fundstelle im Ortskern von [[Jagstfeld]] nördlich von Heilbronn (Koch 1969).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Renningen Neuwiesenäcker ägD.png|thumb|center|300px|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere gelbe Drehscheibenware Typ Jagstfeld (Schreg 2006 Taf 30,23)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Renningen Neuwiesenäcker ägD 1.png|thumb|center|300px|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere gelbe Drehscheibenware Typ Jagstfeld (Schreg 2006 Taf 30,23)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Jagstfeld 2 (Koch 1969) - Kopie - Kopie.jpg|thumb|center|[[Jagstfeld]], Kelterstraße 5: Ältere gelbe Drehscheibenware (Südwestdeutschland, FMa/HMa), Typ Jagstfeld (nach Koch 1969, Abb. 28,7)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Typ Wiesloch===&lt;br /&gt;
Die Variante Typ Wiesloch ist unverziert (Gross 2012). Keramikfunde der spätkarolingisch-ottonischen Epoche am Ende des 1. Jahrtausends n. Chr. sind in der Region Kraichgau späte Vertreter der älteren gelben Drehscheibenware, die als [[ältere gelbe Drehscheibenware Wieslocher Art (Kraichgau, HMa)|Wieslocher Ware]] bezeichnet wird. Es ist anzunehmen, dass diese Funde oftmals aus der der namengebenden Produktionsstätte bei Wiesloch stammen (Gross 1999 – Mittelalterliche Funde bei der Martinskapelle 251).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Typ Wiligartaburg===&lt;br /&gt;
Der Typ Wiligartaburg (bisweilen auch [[Wiligartaburg]]) ist als &amp;quot;nachkarolingisch&amp;quot; anzusprechen und tritt in der Südpfalz zu Tage. Der Ursprung bzw. die Produktionsstätte dieser Variante konnte bisher nicht lokalisiert werden (Gross 2012). Namengebend sind Funde von der [[Wiligartaburg]] (Gde. Wilgartswiesen, Lkr. Südwestpfalz]) (Ehescheid 1974).&lt;br /&gt;
[[Datei:Sindelfingen St Martin Typ Wiligartaburg (Scholkmann 1977).jpg|center|thumb|300px|Sindelfingen, St. Martin: ältere gelbe Drehscheibenware, Typ Wiligartaburg (verändert nach Scholkmann 1997, Abb. 28,18)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.google.com/maps/d/edit?mid=1-A_YdAd6qFpIIosmR6fSBwywyy8&amp;amp;usp=sharing&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Typ Sindelfingen===&lt;br /&gt;
Verschliffene Formen des Typs Jagsfeld, bei denen die konkave Ausprägung des nach innen geneigten Randabschlusses fehlt, gehölren zu den jüngsten Ausprägungen der älteren gelben Drehscheibenware. Vielfach rechnen sie zur sogenannten [[gelbe quarzgemagerte Ware (Neckarland, HMa)| gelben quarzgemagerten Ware]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Funde liegen unter anderem aus [[Sindelfingen, Obere Vorstadt]] vor, woher die Typbezeichnung abgeleitet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.google.com/maps/d/edit?mid=1YEBmnL2YO9H-pCgS5tOPkHgkKvA&amp;amp;usp=sharing&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Typ Stetten===&lt;br /&gt;
Die Ränder des Typs Stetten besitzen über einer senkrechten, oft gerieften Randzone eine nach außen verdickte, oft horizontal abgestrichene Randlippe. Es handelt sich um eine Randform, die prinzipiell für die [[Ältere graue Drehscheibenware (Kraichgau/ Oberrhein, HMa)]] typisch ist, aber auf Burg Schlössel bei Klingenmünster und weiteren Fundstellen im Raum Mannheim auch bei der älteren gelben Drehscheibenware auftritt (Gross 2022). Typ Stetten datiert bei beiden Waren ins 11./12. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Chronologie==&lt;br /&gt;
[[Datei:Chronologie.jpg|thumb|right|mini|Chronologie wichtiger Warenarten in Südwestdeutschland mit Gliederung in Horizonten (Entwurf R. Schreg)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:ABB208.jpg|right|mini|Stratigraphie der Kirche St. Martin in Sindelfingen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:ABB212.jpg|right|mini|Vaihingen/Enz, St. Peter: Entwicklung der Gefäßformen nach dem stratigraphischen Befund.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Nordwürttemberg gibt sich heute auf einer formal-typologischen Grundlage eine chronologische Dreiteilung der älteren, gelben Drehscheibenware im engeren Sinne zu erkennen. Dies läßt sich etwa an der Stratigraphie der [[Sindelfingen, St. Martin|Sindelfinger Martinskirche]] (Scholkmann 1977), der [[Vaihingen/Enz, St. Peter|Kirche St. Peter in Vaihingen/Enz]] (Schäfer/Gross 1983), wie auch der [[Esslingen, St. Dionysius|Esslinger Dionysius-Kirche]] (Lobbedey 1968) nachvollziehen, wobei teilweise jedoch die geringen Fundzahlen zu bedenken sind. Darüber hinaus kann für die beiden frühen Phasen eine Abfolge auch in der Wüstung Wülfingen vertikal-, wie horizontal- stratigraphisch belegt werden. In einem Siedlungsausschnitt bei [[Lauffen am Neckar]] liegen die drei Phasen der älteren gelben Drehscheibenware schließlich in horizontalstratigraphischer Abfolge (Koch 1974).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als älteste ältere gelbe Drehscheibenware wurde von R. Koch 1969 anhand von Funden aus [[Kirchhausen, Leier]] eine Phase skizziert, die durch ihre Verzierung - Stempelverzierung bzw. Riefung der Wandung - gekennzeichnet wird. An charakteristischen Randformen sind waagerecht ausgebogene, oft spitz ausgezogene Ränder zu nennen. Diese Ausprägung der älteren, gelben Drehscheibenware tritt noch in spätmerowingerzeitlichen Bestattungen auf und datiert somit noch ins späte 7. Jahrhundert; hier sind auch typologisch ihre Wurzeln zu sehen (Gross 1989, 343). Bereits im 8. Jahrhundert kam diese Form wieder außer Gebrauch. Ihren Verbreitungsschwerpunkt hat diese älteste Ausprägung der älteren gelben Drehscheibenware im mittleren Neckarraum nördlich der alamannisch-fränkischen Stammesgrenze sowie an Oberrhein und im Elsaß. Dieses Verbreitungsbild wird mit der Konkurrenz durch die auch noch im 8. Jahrhundert in [[Donzdorf, Hinterer Brühl|Donzdorf]] produzierte [[Rauwandige Drehscheibenware Donzdorfer Art (Neckarland/ Schwäb. Alb, FMa)|rauwandige Drehscheibenware]] sowie durch eine Bindung an das fränkische Stammesgebiet erklärt. Dreieckige horizontale Wulste bzw. Halskrausen kennzeichnen nebst der Rollstempelzier und immer wieder auftretender Rotbemalung ältere gelbe Drehscheibenware Elsäßer Provenienz.&lt;br /&gt;
Inzwischen hat sich herausgestellt, dass im Elsaß eine noch frühere Phase vorhanden ist (Typ Roeschwoog) (Châtelet 1991; Koziol 2012).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die darauf folgende zweite Phase wird durch verdickte, häufig kantige und innen leicht gekehlte Schrägränder (Typ Runder Berg) und durch das Fehlen jeder Verzierung gekennzeichnet. Das Spektrum dieser Randform hat eine gewisse Breite, die - wie der Fundbestand des Runden Berges erkennen läßt - die von Scholkmann unterschiedenen gratig verdickten und die gestauchten Ränder umfaßt. Sie sind charakteristisch für die jüngste Besiedlungsphase des 9. bis 10. Jahrh. auf dem [[Bad Urach, Runder Berg|Runden Berg bei Urach]] (Kaschau 1976). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngste Phase der älteren, gelben Drehscheibenware, die bereits in die Zeit nach der Jahrtausendwende zu setzen ist, stellen Ränder vom Typ Jagstfeld dar. Sie besitzen eine kantige, nach innen abgeschrägte und meist leicht gekehlte Randlippe. Der zeitliche Ansatz der Jagstfelder Ränder nach 1050 ergab sich vor allem aus ihrem Fehlen im Material des Runden Berges, wie auch aus den Datierungen der [[Esslingen, St. Dionysius|Esslinger]] und [[Sindelfingen, Obere Vorstadt|Sindelfinger]] Stratigraphien. Ein Befund der Grabung [[Ulm, Neue Straße]] zeigt das Auftreten des Typs Jagstfeld schon vor 993d (Gross 2008, 142). Allerdings muß mit einer gewissen zeitlichen Überschneidung der Typen Runder Berg und Jagstfeld gerechnet werden, da typologische Beziehungen und Ubergangsformen bekannt sind (Typ Eningen nach Schreg 2006). In den Töpfereiabfällen von [[Altdorf (Lkr. Böblingen)]] treten Typ Runder Berg, Typ Eningen und Typ Jagstfeld gemeinsam auf (Schreg/Meyerdirks 2002). 2002 war Typ Eningen noch nicht gesondert ausgewiesen. Nach meinen Aufzeichnungen (R. Schreg) dürften auch Mischformen des Typs Ehningen vertreten sein. Eine nochmalige Prüfung am Fundmaterial steht aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Oberrhein und im Kraichgau wurde die ältere gelbe Drehscheibenware von anderen Waren, so der [[orange Straßburger Drehscheibenware (Elsaß, HMa)| orangen Straßburger Ware]], der [[Ältere graue Drehscheibenware (Kraichgau/ Oberrhein, HMa)|älteren grauen Drehscheibenware]] und der [[gelbe, rotbemalte Elsässer Drehscheibenware (Elsaß, HMa)|rotbemalten Elsässer Ware]] schon im 10./11. Jahrhundert zurück gedrängt. Dennoch zeigen sich auch hier fortlaufende Traditionen der älteren gelben Drehscheibenware, die nun aber regionale Randformen aufzeigt, wie etwa den von der älteren grauen Drehscheibenware bekannten Typ Stetten oder den Typ Wiligarteburg.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Mitte des 12. Jahrhunderts kommt die ältere gelbe Drehscheibenware außer Gebrauch. Diese jüngste Phase wurde 1969 von R. Koch anhand von Funden aus einem Grubenhaus in [[Jagstfeld]] in Gegenüberstellung mit Funden der ältesten Phase aus Kirchhausen erstmals umschrieben; sie bleibt auf den Neckarraum beschränkt und greift kaum darüber hinaus, fehlt also etwa im Oberrheingebiet. In eine Schlußphase gehört im Neckarland die sogenannte [[gelbe quarzgemagerte Ware (Neckarland, HMa)]]. Am Ende der Entwicklung steht  auch die [[Rotbemalte ältere gelbe Drehscheibenware (Südwestdeutschland, HMa)]], an die sich die [[rotbemalte schwäbische Feinware (Württemberg, SMa)]] anschließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbreitung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ABB211.jpg|right|mini|Verbreitung der älteren gelben Drehscheibenware in ihren Haupttypen/-phasen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Lauf der Entwicklung der älteren gelben Drehscheibenware ist eine Verschiebung des Verbreitungsgebietes zu beobachten. Während sie in der Frühphase (Phase Typ Kirchhausen) v.a. am Oberrhein verbreitet war, beschränkt sich die Spätphase des Typs Jagstfeld v.a. auf das mittlere Neckarland. Nur in Einzelstücken gelangt sie weiter nach Osten. Uwe Gross hat dabei auf eine Ähnlichkeit der Verbreitung mit der Besitzstreuung des Klosters Weißenburg im Elsaß hingewiesen.&lt;br /&gt;
Die Vogesen und der Pfälzerwald begrenzten bislang die Fundkarten der Älteren gelben Drehscheibenware nach Westen hin. Zwar waren mit Hauenstein (Rohner/Ehescheid 1974) und dem Armbrunnen bei Taubensuhl (Ehescheid/Braselmann 2003) auch Funde im inneren des Pfälzerwaldes bekannt geworden, doch es fehlten bislang Fundorte westlich der Gebirgskette.&lt;br /&gt;
Bei den Grabungen im Kloster Hornbach konnten auch frühe Vertreter der Ware vom Typ Kirchhausen westlich des Pfälzerwaldes nachgewiesen werden (Heberer 2012). Mit den in Lothringen liegenden Fundstellen in Vic-sur-Seille und Moyenvic liegen nunmehr auch erste Fundstätten westlich der Nordvogesen vor (Gazenbeek et al. 2023, S. 265-266). Interessant erscheinen auch in diesem Zusammenhang Besitzungen des Klosters Weißenburg in den beiden zuvor genannten lothringischen Orten. Das aus merowingischer Zeit stammende Kloster Weißenburg hatte auch über Abt Wieland, aus der widonischen Stifterfamilie von Hornbach, Beziehungen zu diesem Eigenkloster.&lt;br /&gt;
Eine weitere Fundstelle befindet sich im Saarland. Aus Hüttersdorf konnte eine Randscherbe dieser Ware vorgelegt werden. Es ist fraglich, ob sie noch aus spätmerowingischer Zeit oder doch eher der Karolingerzeit stammt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.google.com/maps/d/edit?mid=1ZFLz3Jr2sKl06Yq_M6iZ0FSGyV0&amp;amp;usp=sharing&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nordschweiz begann man um 850 n. Chr. &amp;quot;Ältere gelbe Drehscheibenware&amp;quot; aus dem Nord-Elsass und aus Nord-Baden zu importieren (Marti 2012). Jüngere Belege datieren dort ins 10. und eventuell ins frühe 11. Jh. (Marti 2011, 270). Dort entwickelt sich indes die [[Sandige Drehscheibenware (Nordschweiz, FMa)]], die in der Literatur bis in die 1990er Jahre nicht differenziert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das Jahr 1000 n. Chr. verlagert sich mit dem Typ Runder Berg der Verbreitungsschwerpunkt der älteren gelben Drehscheibenware: In ihrem oberrheinischen Herkunftsgebiet, in welchem die Machart erstmals auftrat, wird sie durch reduzierend gebrannte Keramik wie der [[Ältere graue Drehscheibenware (Kraichgau/ Oberrhein, HMa)|älteren grauen Drehscheibenware]] abgelöst (Gross 1999/2000, 87). &lt;br /&gt;
Dass Bayrisch-Schwaben außerhalb des Kern-Verbreitungsgebietes lag, belegen Vorlagen des 11. und 12. Jhs. aus den Grabungen auf der [[Oberwittelsbach, Burg Wittelsbach|Stammburg der Wittelsbacher in Oberwittelsbach]] (Koch 1980), sowie Material aus dem [[Burgstall Romatsried]] (Dannheimer 1973). Vereinzelt kamen Exporte bis nach [[Regensburg]] (Gross 1999/2000, 87). Versprengte Fundorte wie Regensburg lassen sich vermutlich durch den Transport über den Wasserweg Donau erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.google.com/maps/d/edit?mid=1ql9Ms4e807pqAT4ZqFe9tolmCJw&amp;amp;usp=sharing&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Oberrhein, in der Südpfalz, im nördlichen Elsass und in Baden im Gebiet südlich von Karlsruhe und nördlich von Offenburg läuft die ältere gelbe Drehscheibenware ab dem 10. Jh. aus (Gross 2012). Zumindest teilweise tritt die [[Ältere graue Drehscheibenware (Kraichgau/ Oberrhein, HMa)]] an ihre Stelle. Mit dem Typ Wiligartaburg ist indes eine regionale, v.a. von den Burgen des südlichen Pfälzer Wald bekannte Gruppe greifbar, die nicht wie früher vermutet karolingisch datiert, sondern deutlich länger laufen dürfte (Pantermehl 2012; Gross 2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter östlich dominiert die ältere gelbe Drehscheibenware des Typs Jagstfeld, verbreitet v.a. im mittleren Neckarland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.google.com/maps/d/edit?mid=1OR96R52HL_do0fsTrBzrkr37FXA&amp;amp;usp=sharing&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Varianten===&lt;br /&gt;
Beim heutigen Forschungsstand lassen sich einige regionale und chronologische Gruppen der 'älteren, gelben Drehscheibenware' unterscheiden, die zum Teil Verbindungen zur [[Oxidierend gebrannte rheinische Drehscheibenware|oxidierend gebrannten rheinischen Drehscheibenware]] und fließende Ubergänge zu den hoch- und spätmittelalterlichen rotbemalten Waren erkennen lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verschiedentlich konnten aufgrund der Scherbenbeschaffenheit weitere Varianten unterschieden werden. Teilweise werden sie als 'Nachahmungen' aufgefaßt. Im Raum Ulm etwa können mindestens zwei 'Nachahmungen' unterschieden werden, eine zeichnet sich durch einen hohen Glimmeranteil aus (Bräuning/Schreg 1998). Besonders hinzuweisen ist auf eine rauwandige Variante, die an verschiedenen Fundorten vorhanden ist und chronologisch als 'Übergangsware' bzw. als 'Mittler' zwischen der rauwandigen und der älteren gelben Drehscheibenware gilt (Nack 1989; Maier 1994, 48 ff.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genauer fassbar sind bisher:&lt;br /&gt;
*[[ältere gelbe Drehscheibenware Wieslocher Art (Kraichgau, HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[Elsässer ältere gelbe Drehscheibenware (Elsass,FMa/HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[ältere gelbe Drehscheibenware Holzgerlinger Art (Schönbuch, HMa)]]&lt;br /&gt;
*[[Ulmer Drehscheibenware (Ulm, HMa)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möglicherweise lässt sich auch im südöstlichen Oberrheingraben eine Regionalvariante abgrenzen, die sich im Farbton aber auch durch das Auftreten horizontaler Rillenverzierung absetzen lässt (Haasis-Berner/Schoenenberg 2011).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Kirche [[Nagold, St. Remigius]] wurden im Chor mehrere Gefäße gefunden, die als &amp;quot;rötliche, grob feldspat- und quarzgemagerte, der älteren gelbtonigen nahestehende Drehscheibenware&amp;quot; bezeichnet wurden (Roeser/ Rathke 1986, 161).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ins Umfeld der älteren gelben Drehscheibenware gehören auch die [[gelbe, rotbemalte Elsässer Drehscheibenware (Elsaß, HMa)]], die [[rotbemalte ältere gelbe Drehscheibenware (Südwestdeutschland, HMa)]] sowie die sogenannte [[gelbe quarzgemagerte Ware (Neckarland, HMa)]], die sich durch rostbraune Magerungspartikel und Ränder des Typs Sindelfingen auszeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der älteren gelben Drehscheibenware steht auch die [[sandige Drehscheibenware (Nordschweiz, FMa)]] nahe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine helltonige Drehscheibenware aus Nordhessen (Holzheim bei Fritzlar, Geismar, Büraberg) dürfte als [[ältere gelbe Drehscheibenware (Nordhessen, FMa/HMa)]] in das weitere Umfeld der südwestdeutschen älteren gelben Drehscheibenware zu stellen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Herstellungsbelege==&lt;br /&gt;
Bekannte Töpferzentren lagen in Soufflenheim (nördliches Elsass), in der Wüstung Muffenheim (Gemarkung Rastatt) und in Hoh-Frankenheim (bei Brumath). &lt;br /&gt;
Der einzige Töpferofen dieser Ware war lange Zeit aus [[Wiesloch]] nahe Heidelberg bekannt. Hier wurde jedoch nicht die im Neckarraum gängige ältere, gelbe Drehscheibenware produziert, sondern eine bislang kaum von anderen Fundstellen bekannte Variante, die mit dem Begriff '[[ältere gelbe Drehscheibenware Wieslocher Art (Kraichgau, HMa)|Wieslocher Ware]]' bezeichnet wird (Heukemes/Gross 1983; Hildebrandt/Gross 1995). Das Formen- und Verzierungsspektrum verweist mit Wackelböden und dem Fehlen von Verzierungen außer einigen Leistenapplikationen auf Einflüsse aus den nördlich angrenzenden Gebieten und ist wohl ins späte 8. und 9. Jahrh. zu datieren. Weitere Produktionsorte konnten seit den 1970er Jahren anhand mineralogischer Untersuchungen am Schönbuch nördlich Tübingen und im Raum Sindelfingen vermutet werden (Scholkmann 1978, 64). Inzwischen liegen hier Töpfereibelege aus [[Altdorf (Lkr. Böblingen)]] (Schreg/Meyerdirks 2002) sowie [[Holzgerlingen (Lkr. Böblingen)]] vor. Letztere Fundstelle erbrachte den Beleg eines Ofens, das Fundmaterial ist mit seinen Verzierungen bislang kaum einzuordnen und von umliegenden Fundstellen nicht bekannt (Münster/Gross 2013).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:ABB214.jpg|Funde aus dem Töpferofen von Wiesloch&lt;br /&gt;
Datei:Altdorf_Topf.jpg|Altdorf: Topf der älteren gelben Drehscheibenware&lt;br /&gt;
File:DSC03540.JPG|Altdorf: Henkeltopf der älteren gelben Drehscheibenware, Typ Jagstfeld&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kulturgeschichtliche Einordnung und sozialer Kontext==&lt;br /&gt;
Die ältere gelbe Drehscheibenware löst zumeist [[rauwandige Drehscheibenware]] ab. Ihre Verbreitung erscheint an die weitausgreifenden Grundherrschaften der oberrheinischen Klöster (besonders Lorsch und Weißenburg) geknüpft (Gross 2012). Inwiefern gelegentlich postulierte Zusammenhänge mit der [[Oxidierend gebrannte rheinische Drehscheibenware|Oxidierend gebrannten rheinischen Drehscheibenware]] vorliegen, muss daher Gegenstand weiterer Untersuchungen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tabellarische Übersicht==&lt;br /&gt;
{|class='wikitable' &lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!Beschreibung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| [[Warenart]]               || &amp;lt;strong&amp;gt;Ältere gelbe Drehscheibenware (Südwestdeutschland, FMa/HMa)&amp;lt;/strong&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Verbreitungsgebiet     || Südwestdeutschland - allmähliche Verlagerung vom Oberrheingebiet ins mittlere Neckarland, einzelne Exporte in Franken und Bayern&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Datierung || 7.-12. Jh.                     &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Chronologie                  || mehrere Phasen: Typ Roeschwoog - Typ Kirchhausen - Typ Runder Berg - Typ Jagstfeld - Typ Sindelfingen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| [[Herstellungstechnik]]        || [[Drehscheibenware]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| [[Brand]] || oxidierend&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| [[Farbe]]               || gelblich, bisweilen hellgrau&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| [[Härte]]   || hart&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| [[Oberfläche]]               || matt - rau&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Verzierung || Typ Kirchhausen: Riefung, Rollstempel - Typ Jagstfeld: Wellenlinien                     &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| [[Magerung]]                || Quarz, fein bis grob, vereinzelt rostbraune Magerungspartikel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| [[Gefäßform]]en || v.a. [[Topf|Töpfe]], Henkeltöpfe, seltener [[Flasche]]n, [[Schale]]n&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| [[Randform]]en || spitz ausgezogene Ränder (Typ Kirchhausen), schräg ausgestellte, abgestrichene Ränder (Typ Runder Berg), dreieckige, nach innen abgeschrägte Ränder (Typ Jagstfeld) u.a.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| nachgewiesene Produktionsorte    || [[Altdorf (Lkr. Böblingen)]], [[Holzgerlingen (Lkr. Böblingen)]], [[Wiesloch]], Soufflenheim, Wüstung Muffenheim (Gemarkung Rastatt), Hoh-Frankenheim (bei Brumath)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Anhang==&lt;br /&gt;
===Wichtige Fundorte===&lt;br /&gt;
*[[Bad Urach, Runder Berg]]&lt;br /&gt;
*[[Esslingen, St. Dionysius]]&lt;br /&gt;
*[[Jagstfeld]]&lt;br /&gt;
*[[Kirchhausen, Leier]]&lt;br /&gt;
*[[Ladenburg, St. Martin]]&lt;br /&gt;
*[[Regensburg]]: Donaumarkt, Engelburgergasse 18, Scheugässchen 1&lt;br /&gt;
*[[Renningen, Neuwiesenäcker]]&lt;br /&gt;
*[[Sindelfingen, Obere Vorstadt]]&lt;br /&gt;
*[[Ulm, Neue Straße]] mit Dendrodaten (Schmid 2007; Gross 2008; Gross 2021)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorkommen===&lt;br /&gt;
Listen bei Gross 1992&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ergänzungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typ Kirchhausen&lt;br /&gt;
*Entringen, St. Michael (Schreg 2002, S. 125).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typ Runder Berg&lt;br /&gt;
*Entringen, St. Michael (Schreg 2002, S. 125).&lt;br /&gt;
*Jettenburg, Burg (Heuer u.a. 2025, S. 288)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typ Jagstfeld&lt;br /&gt;
*Böblingen Schloßberg (AABW 2024, 2025, 283)&lt;br /&gt;
*Entringen, St. Michael (Schreg 2002, S. 125).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ältere gelbe Drehscheibenware aus beigabenführenden Bestattungen===&lt;br /&gt;
vergl. Gross 1989, S. 343&lt;br /&gt;
*Altlußheim, Grab 1934: gerieftes doppelkon. Gefäß, Beigaben: Eisenmesser (Lobbedey 1968, 171f. Abb. 12,2; Gross, 1991, Abb. 8,1)&lt;br /&gt;
*Berghausen, Grab 21b: einzige Beigabe (Koch, Bargen/ Berghausen 124. Taf. 29D)&lt;br /&gt;
*Berghausen, Grab 76: Röhrenausgusskanne, Beigaben: ovaler, eiserner Schnallenrahmen, zweireihiger beinerner Kamm (Koch, Bargen/ Berghausen 136f. Taf. 39C)&lt;br /&gt;
*Hailfingen, Grab 169: Grab stark gestört, keine weiteren Beigaben (Stoll, Hailfingen Taf. 35,7; Hübener 1969, Taf. 48,2)&lt;br /&gt;
*Heidelberg-Handschuhsheim: doppelkon. Gefäß (Gross 1989, 343)&lt;br /&gt;
*Kobern, Mädchengrab 4/1926: rollrädchenverz. Kleeblattkanne, Beifunde: durchlochte Perlmuttscheibchen, sp. 7. Jh. (Schulze, Wülfingen 53)&lt;br /&gt;
*Weingarten/ Pfalz: doppelkon. Gefäß (Gross 1989, 343).&lt;br /&gt;
Nicht in diese Reihe gehören folgende verschiedentlich angeführten Funde:&lt;br /&gt;
*Brumath, 'Kiesgrube über der HerrenstraBe': Gräber m. Sarkophagen, sonst keine Beigaben (C. Sauer, Tombes carolingiennes à Brurnath. Cahiers Alsacien 133, 1953, 120; Schulze, Wülfingen 53)&lt;br /&gt;
*Bad Dürkheim-Leistadt: nicht zum Grabinventar gehörend (Mitt. Hist. Ver. Pfalz 80, 1982, 402, Abb. 66,1)&lt;br /&gt;
*Bad Friedrichshall-Duttenberg: Bestattungsplatz ohne Beigaben (Fundber. Bad. Württ. 5, 1980, Taf. 208C)&lt;br /&gt;
*Sesenheim, Goethehügel: hoher geriefter Topf, undat. Nachbestattung in hallstattzeitl. Grabhügel (Hübener 1969, Taf. 49,3, Lobbedey 1968, Taf. 13,6 [Zeschenheim])&lt;br /&gt;
*Tübingen, Grab: Bestattungsplatz, genaue Fundumstande unbekannt (Fundber. Schwaben 22-24, 1914-16, 42; Lobbedey 1968,  Taf. 16,18; Gross 1989, 343)&lt;br /&gt;
*Griesheim, Kr. Müllheim, Grab: wohl falsche Angabe, merowingerzeitl. rauw. Dschw. (Bad. Fundber. 19, 1951, 215ff.; Hübener 1969, 195; Lobbedey 1968, 172 - nach Lobbedey gewülstete Ware, einf. nachgedr.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturhinweise==&lt;br /&gt;
*Ade/Dumitrache 2012: D. Ade/M. Dumitrache, Neue Erkenntnisse zur Konstanzer Keramik des 12. Jahrhunderts. In: H. Pantermehl/L. Grunwald/R. Schreg (Hrsg.), Hochmittelalterliche Keramik am Rhein. Eine Quelle für Produktion und Alltag des 9. bis 12. Jahrhunderts. RGZM-Tagungen 13 (Mainz 2012) 41–48.&lt;br /&gt;
*Barz 2012: D. Barz, Burgruine „Schlössel“ bei Klingenmünster, Südliche Weinstraße. SÜW – Ein Vorbericht zur Keramik. In: H. Pantermehl/L. Grunwald/R. Schreg (Hrsg.), Hochmittelalterliche Keramik am Rhein. Eine Quelle für Produktion und Alltag des 9. bis 12. Jahrhunderts. RGZM-Tagungen 13 (Mainz 2012) 81–96.&lt;br /&gt;
*Bräuning/Schreg 1998: A. Bräuning/R. Schreg, Die Keramikfunde - ein Exkurs. In: A. Bräuning (Hrsg.), Um Ulm herum. Untersuchungen zu mittelalterlichen Befestigungsanlagen in Ulm. Forschungen und Berichte der Archäologie des Mittelalters in Baden-Württemberg 23 (Stuttgart 1998) 67–79.&lt;br /&gt;
*Châtelet 1998: M. Châtelet, L'habitat du haut moyen âge de Roeschwoog „Schwartzacker“ (Bas-Rhin). découverte d'un four à chaux et d'un nouveau site de référence pour la céramique. Rev. Arch. Est 49, 1998, 249–293.&lt;br /&gt;
*Châtelet 2002: M. Châtelet, La céramique du haut Moyen Age dans le sud de la vallée du Rhin supérieur (Alsace et Pays de Bade). Typologie, chronologie, technologie, économie et culture. Coll. Europe Médiévale 5 (Montagnac 2002).&lt;br /&gt;
*Dumitrache u. a. 2009: M. Dumitrache/G. Kurz/G. Legant u. a., Die Grabung »Neue Straße« 2001-2004 in Ulm. Katalog der Grabungsbefunde. Zur Besiedlung, Bebauung und Infrastruktur. Forsch. u. Ber. Arch. Mittelalter Bad.-Württ. 29 (Stuttgart 2009).&lt;br /&gt;
*Ehescheid 1974: W. Ehescheid, Die „Wiligartaburg“ – ein karolingischer Herrensitz. In: Pfälzer Heimat, Nr. 4 1974, S. 121-122.&lt;br /&gt;
*Gross 1989: U. Gross, Das Fundmaterial. In: C.-J. Kind (Hrsg.), Ulm-Eggingen. Die Ausgrabungen 1982 bis 1985 in der bandkeramischen Siedlung und der mittelalterlichen Wüstung. Forschungen und Berichte zur Vor- und Frühgeschichte in Baden-Württemberg 34 (Stuttgart 1989) 332–361.&lt;br /&gt;
*Gross 1991: U. Gross, Mittelalterliche Keramik zwischen Neckarmündung und Schwäbischer Alb. Bemerkungen zur räumlichen Entwicklung und zeitlichen Gliederung. Forsch. u. Ber. Arch. Mittelalter Bad.-Württ. 12 (Stuttgart 1991). - https://doi.org/10.11588/artdok.00005858&lt;br /&gt;
*Gross 2008: U. Gross, Transitionen - Übergangsphänomene bei südwestdeutschen Keramikgruppen des frühen und hohen Mittelalters. In: Stratigraphie und Gefüge. Beiträge zur Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit und zur historischen Bauforschung; Festschrift für Hartmut Schäfer zum 65. Geburtstag. Forschungen und Berichte der Archäologie des Mittelalters in Baden-Württemberg 28 (Stuttgart 2008) 139–150.&lt;br /&gt;
*Gross 1999/2000: U. Gross, Schwäbische Importe im hochmittelalterlichen Regensburg. Funde der Älteren, gelbtonigen Drehscheibenware aus der Engelburgergasse und dem Scheugässchen. Denkmalpflege in Regensburg 1999/2000, 87–90.&lt;br /&gt;
*Gross 2020: U. Gross, Hohensachsen. Braungraue Drehscheibenware und späte Ältere gelbe Drehscheibenware aus den Untersuchungen 2020 (Heidelberg 2022). - https://doi.org/10.11588/ARTDOK.00008017&lt;br /&gt;
*Gross 2008: U. Gross, Transitionen - Übergangsphänomene bei südwestdeutschen Keramikgruppen des frühen und hohen Mittelalters. In: Stratigraphie und Gefüge. Beiträge zur Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit und zur historischen Bauforschung; Festschrift für Hartmut Schäfer zum 65. Geburtstag. Forsch. u. Ber. Arch. Mittelalter Bad.-Württ. 28 (Stuttgart 2008) 139–150.&lt;br /&gt;
*Gross 2012: U. Gross, Keramikgruppen des 8. bis 12. Jahrhunderts am Nördlichen Oberrhein. Zur Frage von Verbreitungsgebieten und Produktionsstätten. In: H. Pantermehl/L. Grunwald/R. Schreg (Hrsg.), Hochmittelalterliche Keramik am Rhein. Eine Quelle für Produktion und Alltag des 9. bis 12. Jahrhunderts. RGZM-Tagungen 13 (Mainz 2012) 63–76.&lt;br /&gt;
*Gross 2017: U. Gross, Kannen der Älteren Gelben Drehscheibenware. Beiträge zur mittelalterlichen Keramik in Südwestdeutschland (Heidelberg 2017). - https://doi.org/10.11588/artdok.00005385&lt;br /&gt;
*Gross 2021: U. Gross, Ältere gelbe Drehscheibenware in Ulm. Ein Überblick (Heidelberg 2021). - DOI: 10.11588/artdok.00007315&lt;br /&gt;
*Gross 2022: U. Gross, Hohensachsen. Braungraue Drehscheibenware und späte Ältere gelbe Drehscheibenware aus den Untersuchungen 2020 (Heidelberg 2022). - https://doi.org/10.11588/artdok.00008017&lt;br /&gt;
*Gross 2026: U. Gross, Schalen und Schüsseln, Flaschen und Becher der Älteren gelben Drehscheibenware aus Holzgerlingen und weiteren Fundorten in Südwestdeutschland (Heidelberg 2026). - https://doi.org/10.11588/artdok.00010162&lt;br /&gt;
*Haasis-Berner/Schoenenberg 2012: A. Haasis-Berner/V. Schoenenberg, Die Keramik am Übergang zum Hochmittelalter am südöstlichen Oberrhein. In: H. Pantermehl/L. Grunwald/R. Schreg (Hrsg.), Hochmittelalterliche Keramik am Rhein. Eine Quelle für Produktion und Alltag des 9. bis 12. Jahrhunderts. RGZM-Tagungen 13 (Mainz 2012) 49–54. &lt;br /&gt;
*Hembach 2003: T. Hembach, Die Ausgrabung in der Domerschulstraße in Würzburg - 1300 Jahre Stadtgeschichte (Diss. Bamberg 2003) - urn:nbn:de:bvb:473-opus-445&lt;br /&gt;
*Heuer u.a. 2025: I. Heuer/K. Conrad/G. Stegmaier/D. Brenner, Stein auf Stein. Zur Wiederentdeckung der mittelalterlichen Burganlage von Jettenburg. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 2024, 2025, 286-290 &lt;br /&gt;
*Heukemes/Gross 1983: B. Heukemes/U. Gross, Ein Töpferofen der 'älteren gelbtonigen Drehscheibenware aus Wiesloch, Rhein-Neckar-Kreis. In: Forschungen und Berichte der Archäologie des Mittelalters in Baden-Württemberg 8 (Tübingen 1983) 301–318.&lt;br /&gt;
*Hildebrandt/Gross 1995: L. H. Hildebrandt/U. Gross, Ein frühmittelalterlicher Töpferofen aus Wiesloch, Rhein-Neckar-Kreis. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 1995, 312–315.&lt;br /&gt;
*Hübener 1969: W. Hübener, Absatzgebiete frühgeschichtlicher Töpfereien in der Zone nördlich der Alpen. Beiträge zur Keramik der Merowingerzeit. Antiquitas R. 3,6 (Bonn 1969)&lt;br /&gt;
*Kaschau 1976: B. Kaschau, Die Drehscheibenkeramik aus den Plangrabungen 1967-1972. Der Runde Berg bei Urach II (Sigmaringen 1976).&lt;br /&gt;
*Koch 1969: R. Koch, Frühmittelalterliche Siedlungsfunde aus Kirchhausen und Jagstfeld. Jahrb. Hist. Ver. Heilbronn 26, 1969, 25–38.&lt;br /&gt;
*Koch 1974: R. Koch, Siedlungsspuren des frühen Mittelalters aus Lauffen am Neckar. Zeitschr. Zabergäuverein 3/4, 1974, 33–43.&lt;br /&gt;
*Koziol 2012: A. Koziol, La céramique de l’habitat de Roeschwoog (Bas-Rhin, Alsace). In: H. Pantermehl/L. Grunwald/R. Schreg (Hrsg.), Hochmittelalterliche Keramik am Rhein. Eine Quelle für Produktion und Alltag des 9. bis 12. Jahrhunderts. RGZM-Tagungen 13 (Mainz 2012) 55–62.&lt;br /&gt;
*Lobbedey 1968: U. Lobbedey, Untersuchungen mittelalterlicher Keramik vornehmlich in Südwestdeutschland. Arb. Frühmittelalterforsch. 3 (Berlin 1968). - https://doi.org/10.1515/9783110835083&lt;br /&gt;
*Losert 1993: Hans Losert, Die früh-bis hochmittelalterliche Keramik in Oberfranken. Zeitschrift für Archäologie des Mittelalters. Beiheft 8 (Köln 1993). - ISBN: 9783792713235&lt;br /&gt;
*Maier 1994: K. H. Maier, Eine mittelalterliche Siedlung auf Markung Urspring (Gemeinde Lonsee, Alb-Donau-Kreis). Materialh. Arch. Bad.-Württ. 23 (Stuttgart 1994).&lt;br /&gt;
*Marti 2000: R. Marti, Zwischen Römerzeit und Mittelalter. Forschungen zur frühmittelalterlichen Siedlungsgeschichte der Nordwestschweiz (4.–10.Jahrhundert). Archäologie und Museum 41 (Liestal 2000). -ISBN  9783905069365 - &lt;br /&gt;
*Marti 2011: R.Marti, Keramik der Nordwestschweiz — Typologie und Chronologie. In: Siedlungsbefunde und Fundkomplexe der Zeit zwischen 800 und 1350. Akten des Kolloquiums zur Mittelalterarchäologie in der Schweiz, Frauenfeld, 28. - 29.10.2010 (Basel 2011). &lt;br /&gt;
*Marti 2012: R. Marti, ImportIerte KeramIk des 9./10. Jahrhunderts in der NordschweIz. In: H. Pantermehl/L. Grunwald/R. Schreg (Hrsg.), Hochmittelalterliche Keramik am Rhein. Eine Quelle für Produktion und Alltag des 9. bis 12. Jahrhunderts. RGZM-Tagungen 13 (Mainz 2012) 21–26.&lt;br /&gt;
*Mathias/Schotten 2002: M. Mathias/J.-H. Schotten, Die mittelalterliche Keramik aus Holzheim. In: N. Wand (Hrsg.), Holzheim bei Fritzlar. Archäologie eines mittelalterlichen Dorfes. Kasseler Beiträge zur Vor- und Frühgeschichte 6 (Rahden/Westf. 2002) 157–244.&lt;br /&gt;
*Münster/Gross 2013: K.-H. Münster/U. Gross, Reste einer hochmittelalterlichen Töpferei in Holzgerlingen. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 2013, 313–316.&lt;br /&gt;
*Nack 1989: G. Nack, Versuch der Datierung einer früh- bis hochmittelalterlichen Siedlung anhand der Irdenware aus der Wüstung Sülchen bei Rottenburg am Neckar, Kreis Tübingen. unveröff. Magister-Arbeit (Freiburg 1989).&lt;br /&gt;
*Pantermehl 2012: H. Pantermehl, Mittelalterliche Keramik aus der Südpfalz. Der Stand der Erforschung regionaler Warenarten des 9. bis 12. Jahrhunderts. In: H. Pantermehl/L. Grunwald/R. Schreg (Hrsg.), Hochmittelalterliche Keramik am Rhein. Eine Quelle für Produktion und Alltag des 9. bis 12. Jahrhunderts. RGZM-Tagungen 13 (Mainz 2012) 77–90.&lt;br /&gt;
*Roeser / Rathke 1986: V. Roeser / H. G. Rathke, St. Remigius in Nagold. Forsch. u. Ber. Arch. Mittelalter Bad.-Württ. 9 (Tübingen 1986). - ISBN 3803015561&lt;br /&gt;
*Rohner/ Ehescheid 1974: A. Rohner/W. Ehescheid, Karolingische Siedlungsfunde bei Hauenstein/Pfalz. Mitt. Hist. Ver. Pfalz 72, 1974, 63–73.&lt;br /&gt;
*Schäfer/Gross 1983: H. Schäfer/U. Gross, Die ehemalige Peterskirche in Vaihingen/ Enz. In: Forschungen und Berichte der Archäologie des Mittelalters in Baden-Württemberg 8 (Tübingen 1983) 5–56.&lt;br /&gt;
*Schenk 1998: H. Schenk, Die Keramik der früh- bis hochmittelalterlichen Siedlung Speyer &amp;quot;Im Vogelgesang&amp;quot;. Stiftung zur Förderung der Pfälzischen Geschichtsforschung. Reihe C, Archäologische Forschungen in der Pfalz 1 (Neustadt an der Weinstraße 1998).&lt;br /&gt;
*Schmid 2007: D. Schmid, Stadtarchäologie in Ulm. Arch. Inf. Bad.-Württ. 54 (Stuttgart 2007).&lt;br /&gt;
*Schmidt 1991: E. Schmidt, Hochmittelalterliche Siedlungsstrukturen aus Eningen unter Achalm, Kreis Reutlingen. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 1991, 302–305.&lt;br /&gt;
*Scholkmann 1977: B. Scholkmann, Archäologische Untersuchungen in der ehemaligen Stiftskirche St. Martin in Sindelfingen. In: Forschungen und Berichte zur Archäologie des Mittelalters in Baden-Württemberg 4 (Stuttgart 1977) 7–66.&lt;br /&gt;
*Scholkmann 1978: B. Scholkmann, Sindelfingen, obere Vorstadt. Eine Siedlung des hohen und späten Mittelalters. Forsch. u. Ber. Arch. Mittelalter Bad.-Württ. 3 (Stuttgart 1978).&lt;br /&gt;
*Schreg/Meyerdirks 2002: R. Schreg/U. Meyerdirks, Töpfereiabfälle der älteren gelben Drehscheibenware aus Altdorf, Kreis Böblingen. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 2002, 243–244.&lt;br /&gt;
*Schreg 1997: R. Schreg, Keramik aus Südwestdeutschland. Eine Hilfe zur Beschreibung, Bestimmung und Datierung archäologischer Funde vom Neolithikum bis zur Neuzeit. Lehr- und Arbeitsmaterialien zur Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit (Tübingen 1997). bes. 205-208&lt;br /&gt;
*Schreg 2006: R. Schreg, Dorfgenese in Südwestdeutschland. Das Renninger Becken im Mittelalter. Materialh. Arch. Bad.-Württ. 76 (Stuttgart 2006).&lt;br /&gt;
*Stamm 1962: O. Stamm, Spätrömische und frühmittelalterliche Keramik der Altstadt Frankfurt am Main. Schriften des Frankfurter Museums für Vor- und Frühgeschichte 1 (Frankfurt 1962). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Warenart]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keramik des 7. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keramik des 8. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keramik des 9. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keramik des 10. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keramik des 11. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keramik des 12. Jahrhunderts]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
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	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Renningen,_Neuwiesen%C3%A4cker&amp;diff=11653</id>
		<title>Renningen, Neuwiesenäcker</title>
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		<updated>2026-09-10T16:27:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Keramikfunde */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Lage==&lt;br /&gt;
Das ausgedehnte früh- bis hochmittelalterliche Siedlungsareal liegt westlich der Ortslage von Renningen (Lkr. Böblingen, Baden-Württemberg) und umfasst mehrere Flurteile bis über die Gemarkungsgrenze zu Malmsheim. Die Nähe zur Flur &amp;quot;Altheimer Tal&amp;quot; gibt Grund zur Annahme, dass die Siedlung mit dem Ort Altheim identifiziert werden darf, der im 12. bis 14. Jahrhundert in den Hirsauer Urkunden erwähnt wird.  Nur in den Neuwiesenäckern ca. 0,8 km WNW der Kirche konnte beim Straßenbau in den 1980er Jahren ein kleiner Ausschnitt archäologisch untersucht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Koordinaten: 48.767930, 8.9235626&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Forschungsgeschichte==&lt;br /&gt;
Kurt Maier konnte in den 1980er und 90er Jahren bei systematischen Feldbegehungen an zahlreichen Stellen im Renninger Becken mittelalterliche Siedlungsfundstellen lokalisieren. 1987/88 wurde im Vorfeld eines Straßenbaus ein kleiner Ausschnitt der Siedlung in den Neuwiesenäckern durch das LDA Stuttgart (Ingo Stork) ausgegraben. In den Folgejahren konnte das Landesdenkmalamt Baden-Württemberg in Renningen einen gewissen Schwerpunkt setzen, u.a. mit Grabungen in der frühalamannischen Siedlung [[Renningen, Raite]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Materialpräsentationen erfolgten im Rahmen von Vorberichten durch Uwe Gross (1991). &lt;br /&gt;
Eine Auswertung erfolgte durch Rainer Schreg unter dem Aspekt der mittelalterlichen Dorfgenese, doch wurde hier auch der Keramikfundbestand aus den verschiedenen Grabungen und Feldbegehungen bearbeitet und vorgelegt (Schreg 2006).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Befundsituation==&lt;br /&gt;
Bei den Grabungen 1987 wurden die Grundrisse ein- und zweischiffiger Pfostenbauten, einfache Grubenhäuser, Herdstellen bzw. Ofenreste, die Pfostenreste einiger Zäune sowie zwei Brunnen aufgedeckt.&lt;br /&gt;
Die Gebäude gehören, soweit sie anhand von Funden zu datieren sind, ins 10. bis 12. Jahrhundert. Nach Ausweis der Funde muss hier aber bereits im 9. und 10. Jahrhundert eine größere Siedlung gelegen haben. Die Anfänge der Siedlung reichen sogar noch weiter zurück: Einige wenige Funde der Völkerwanderungszeit zeigen, dass hier schon gleichzeitig mit der Siedlung in der Raite weitere Häuser existiert haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der Brunnen enthielt einen Holzbalken, der sich dendrochronologisch exakt in den Winter von 999 auf das Jahr 1000 datieren ließ. Leider blieb unklar, ob es sich um ein Holz aus der Verfüllung oder von einer Brunnenfassung unterhalb der runden, trocken ausgeführten Steinaufmauerung handelte. Die Verfüllung des Brunnens jedenfalls erfolgte. nach dem Keramikspektrum zu schließen, frühestens im fortgeschrittenen 11. Jahrhundert. Sie enthielt zahlreiche Samen von Ruderalpflanzen, die darauf hindeuten, dass seine Umgebung nicht gepflegt und kaum begangen wurde. Dies könnte ein Hinweis auf eine allmähliche Aufgabe der Siedlung sein. Wann dies genau geschah, ist aus quellenkritischen Gründen nicht sicher zu erfassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngste nachweisbare Siedlungsphase gehört in das spätere 11. und 12. Jahrhundert. doch bleibt unklar, inwiefern im 13. Jahrhundert vielleicht noch mit ebenerdiger Bebauung zu rechnen&lt;br /&gt;
ist, die sich im archäologischen Befund nicht mehr erfassen lässt. Nach den schriftlichen Quellen dürfte ein einzelner Hof noch bis ins 14. Jahrhundert bestanden haben. Sichere archäologische Anhaltspunkte, die Aufschluss über das Ende der Siedlung in den Neuwiesenäckern geben könnten, liegen nicht vor.&lt;br /&gt;
Zwar konnten in einzelnen Befunden Brandreste festgestellt werden, doch kann daraus nicht auf eine Brandzerstörung der Siedlung geschlossen werden.&lt;br /&gt;
Ähnlich wie in der Raite bestanden die Höfe aus mehreren Gebäuden.&lt;br /&gt;
Die Hauptgebäude wiesen ein einfacheres Bauschema auf. Anstelle dreischiffiger Häuser errichtete man nur zweischiffige Gebäude, die jedoch eine ähnliche Größe erreichten. Wie in der Völkerwanderungszeit dürften Wohnraum und Stall unter einem Dach vereint gewesen sein. Gestelzte Speicher sind in der Grabungsfläche nicht nachweisbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Keramikfunde==&lt;br /&gt;
Nach einer ersten Sichtung der Keramikfunde durch U. Gross, wurden diese durch Schreg 2006 bearbeitet und vorgelegt. Dabei wurden 12 Keramikgruppen unterschieden:&lt;br /&gt;
*1. Vorgeschichtliche Keramik&lt;br /&gt;
*2. Römische Keramik&lt;br /&gt;
**2.1. [[Terra Sigillata]]&lt;br /&gt;
**2.2. [[Firnisware]]n&lt;br /&gt;
**2.3. Römische Gebrauchskeramik&lt;br /&gt;
*3. Handgemachte Keramik&lt;br /&gt;
**3.1. [[Handgemachte Grobware (Süddeutschland, VWz/ FMa)|Handgemachte Grobware]]&lt;br /&gt;
**3.2. [[Schwarzgraue geglättete Ware (VwZ)|Handgemachte geglättete Ware]]&lt;br /&gt;
*4. [[Terra Nigra]]&lt;br /&gt;
*5. Geglättete Drehscheibenware ([[Knickwandkeramik]])&lt;br /&gt;
**5.1. [[Schwarz engobierte Drehscheibenware]]&lt;br /&gt;
*6. Terra-sigillata-Derivate/[[rotgestrichene Ware (Vwz)|Rot gestrichene Ware]]&lt;br /&gt;
*7. Rauwandige Drehscheibenkeramik&lt;br /&gt;
**7.1. [[Rauwandige Drehscheibenware römischer Tradition]]&lt;br /&gt;
**7.2. Graue rauwandige Drehscheibenware: u.a [[Donzdorfer Ware]]&lt;br /&gt;
**7.3. [[Braune, meist rillenverzierte rauwandige Drehscheibenware (Neckarland, FMa)|Braune, meist rillenverzierte rauwandige Drehscheibenware]]&lt;br /&gt;
*8. [[Ältere graue Drehscheibenware (Kraichgau/ Oberrhein, HMa)|Ältere graue Drehscheibenware]]&lt;br /&gt;
*9. Nachgedrehte Keramik&lt;br /&gt;
**9.1. Kalkgemagerte nachgedrehte Ware ([[Albware]])&lt;br /&gt;
**9.2. [[gröbere nachgedrehte Ware (Neckarland, HMa)|Gröbere nachgedrehte Ware]]&lt;br /&gt;
**9.3. [[feinsandig glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Neckarland, HMa)|Feinsandig nachgedrehte Ware]]&lt;br /&gt;
*10. Oxidierend gebrannte Drehscheibenkeramik&lt;br /&gt;
**10.1. [[Ältere gelbe Drehscheibenware (Südwestdeutschland, FMa/HMa)|Ältere gelbe Drehscheibenware]]. Innerhalb dieser im allgemeinen quarzgemagerten Gruppe konnten verschiedene Materialgruppen beobachtet werden. Dazu gehören Funde, die der sog. [[Gelbe quarzgemagerte Ware (Neckarland, HMa)|gelben quarzgemagerten Ware]], die tatsächlich durch rostbraune Magerung auffällt, zugeordnet werden können, sowie eine kalkgemagerte Variante.&lt;br /&gt;
**10.2. [[Rotbemalte Waren]]&lt;br /&gt;
*11. [[Jüngere graue Drehscheibenware (Südwestdeutschland, SMa)|Jüngere, graue Drehscheibenware]]&lt;br /&gt;
*12. Neuzeitliche Keramik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed-hover&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker ägD 2.png|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere gelbe Drehscheibenware Typ Kirchhausen (Schreg 2006 Taf. 29,4)&lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker ägD 3.png|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere gelbe Drehscheibenware Typ Runder Berg (Schreg 2006 Taf. 29,12) &lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuw rotbem Ware.jpg|Renningen, Neuwiesenäcker: rotbemalte Drehscheibenware, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg) &lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker ägD.png|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere gelbe Drehscheibenware Typ Jagstfeld (Schreg 2006 Taf 30,23) &lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker ägD 1.png|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere gelbe Drehscheibenware Typ Jagstfeld (Schreg 2006 Taf 30,23)&lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker (RS 1994) 25.jpg|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere gelbe Drehscheibenware Typ Jagstfeld, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg) &lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker ägrD.png|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere graue Drehscheibenware Typ Stetten (Schreg 2006 Taf 29,3)&lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker (RS 1994) 08.jpg|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere graue Drehscheibenware Typ Stetten, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg) &lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker (RS 1994) 11.jpg|Renningen, Neuwiesenäcker: Albware, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg) &lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
===tabellarische Übersicht der Warenarten===&lt;br /&gt;
nach Schreg 2006 Tab. 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Warenart ||Magerungsgröße ||Magerungsdichte ||Magerungsart ||Härte ||Farbe ||Oberfläche ||Brand ||Technik ||Randformen ||Bemerkungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 1: Vorgeschichtliche Keramik||||||organisch/Quarz || || ||  || überwiegend reduzierend||handgemacht sehr breites Spektrum|| ||bei Schreg 2006 nicht genauer bearbeitet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 2: Römische Keramik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2.1 Terra Sigillata||sehr fein||schwach|| ||hart||orange||poliert-glatt||oxid.||scheibengedr.||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2.2 Firniswaren|| fein  || mäßig  ||  Quarz  || hart  || grau  || glatt  || red.  || scheibengedr.|| || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2.3 römische Gebrauchskeramik||fein–grob || mäßig–stark || Quarz, Kalk, Schamotte, orangeschwarze Part.|| weich || grau-braun|| matt|| red./oxid. || scheibengedr.||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 3: Handgemachte Keramik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3.1 handgemachte Grobware  ||  mittelgrob–grob ||   stark  ||  Quarz, Kalk  ||  hart ||  braun–braunschwarz, meist fleckig ||  matt–rau  ||  red.  ||  handgemacht  ||  1–6 ||Abgrenzungsprobleme geg.  handgem. gegl. W. und vorgesch. Keramik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3.2 handgemachte geglättete Ware||| fein–mittelgrob || mäßig || Quarz, Kalk || hart || Braun-/ Grautöne || glatt–matt || red. || handgemacht || 7–12 ||Abgrenzungsprobleme geg. handgem. Grobw. und Terra nigra, inkl. Rippen- u. Beutelgefäße &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gruppe 4: Terra nigra&lt;br /&gt;
|| fein || schwach–mäßig || sehr unterschiedlich: Quarz, Kalk, Glimmer, rostbr. Part. || hart || grau || glatt–poliert, Horizontalriefen || red. || scheibengedr. || 13–15||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 5: Geglättete Drehscheibenware (Knickwandkeramik)|| fein–mittel,  grob || schwach–mäßig || Quarz || weich–hart ||grau–hellbraun || glatt– poliert, Wellenlinien, Rollstempel || red./oxid. || scheibengedr.|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5.1 schwarz engobierte Drehscheibenware || grob || mäßig–stark || Quarz||  hart || schwarz || matt, engobiert ||uneinheitl. || scheibengedr.|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 6: Terra-Sigillata-Derivate/Rotgestrichene Ware&lt;br /&gt;
| fein–mittelgrob ||schwach ||Quarz, Schamotte|| hart ||orange rot|| engobiert ||oxid. ||scheibengedr.|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 7: Rauwandige Drehscheibenkeramik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7.1 rauwandige Drehscheibenw. röm. Trad.|| grob, mittelgrob oder sehr grob||mäßig–stark ||Quarz, Schamotte, vereinzelt schwarze Part., Schamotte (rostbr. Part.)||hart ||rotbraun, grau, beige,orange, sämisch ||rau, horizontale Rillen ||uneinheitl. ||scheibengedr.|| 18–28|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7.2 graue rauwandige Drehscheibenw.||mittel/grob ||stark, seltener mäßig ||Quarz ||hart ||grau ||matt–rau ||red.|| scheibengedr. ||29–35|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7.2.1 Einglättverzierte Keramik ||mittelgrob–grob ||mäßig ||Quarz ||hart ||grau|| rau, Einglättverzierung ||red. ||scheibengedr. ||Einzelstück&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7.2.2 rauwandige Drehscheibenw. Donzdorfer Art||mittelgrob–grob ||mäßig–stark ||Quarz, rostbraune Part.||hart ||grau ||rau ||red. ||scheibengedr. ||34–35 || Craquelée&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7.3 Braune rauwandige, rillenverzierte Drehscheibenw. ||grob, seltener mittel oder mittelgrob||mäßig–stark ||Quarz, rostbr. Part., selten Kalk oder Schamotte||hart ||sämisch-braun, schwarz ||matt–rau, horizontale Rillen ||uneinheitl. ||scheibengedr. ||36–38|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 8: Ältere grautonige Drehscheibenware|| mittelgrob–grob|| ||Quarz ||matt/rau|||| ||red. ||scheibengedr. ||39–43|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 9: Nachgedrehte Keramik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 9.1 kalkgemagerte nachgedrehte Ware (Albware)||fein–mittelgrob ||stark|| Kalk ||weich|| braun ||matt|| Mischbrand ||nachgedreht ||44–49||Wellenlinien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 9.2 gröbere nachgedrehte Ware ||mitel–mittelgrob ||mäßig–stark ||Quarz ||hart|| grau-braun ||rau ||red. ||nachgedreht ||46–46; 49–51&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 9.3 feinsandig- glimmerhaltige Ware ||fein–mittel ||schwach–mäßig ||Glimmer, Quarz ||hart ||grau ||matt ||red. ||nachgedreht ||52–54 ||darunter sandgem. Var. der Albware&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 10: Oxidierend gebrannte Drehscheibenkeramik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10.1 [[Ältere gelbe Drehscheibenware (Südwestdeutschland, FMa/HMa)|Ältere gelbe Drehscheibenware]] ||mittel ||mäßig–stark ||Quarz ||hart ||strohgelb, sämisch-hellbeige, dunkelchrom ||matt, Roll-, Einzelstempel, Eindruck, Wellenlinien ||oxid. ||scheibengedr. ||55–95 ||Abgrenzungsprobleme zur neuzeitlichen Keramik||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Gelbe quarzgemagerte Ware (Neckarland, HMa)|Gelbe quarzgemagerte  Ware]]||mittel ||mäßig ||Quarz, rostbraune Part.||hart || ||matt/geglättet ||oxid. ||scheibengedr./ nachgedreht||80–81|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gelbe kalkgemagerte Drehscheibenware||mittelgrob–grob ||mäßig ||Quarz, Kalk ||hart|| || ||oxid.|| || ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10.2 Rotbemalte Waren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Gelbe, rotbemalte Elsässer Drehscheibenware (Elsaß, HMa)|Rotbemalte Elsässer Ware]] ||fein ||schwach–mäßig ||Quarz ||hart|| ||matt/geglättet, kurvige Bemalung ||oxid. ||scheibengedr.|| || ||&lt;br /&gt;
| [[[[Rotbemalte ältere gelbe Drehscheibenware (Südwestdeutschland, HMa)]]|Bemalte gelbe Drehscheibenw.]]||mittel ||mäßig ||Quarz, rostbraune Part.||hart ||sämisch-braunocker ||matt/glatt, kurvige Bemalung ||oxid. ||scheibengedr.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Pingsdorfer Ware|Pingsdorf-Ware]] bzw. [[Pingsdorf-Imitation|Imitationen]]||mittel–grob ||sämisch–dunkelchrom ||Quarz ||hart–sehr hart ||dunkelchrom, sämisch ||matt-rau, kleinteilige gitterförmige Bemalung ||oxid. ||scheibengedr. || || mehrere Varianten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Rotbemalte schwäbische Feinware (Württemberg, SMa)|Rotbemalte schwäbische Feinware Buocher Art]] || fein–mittel  || mäßig  || Quarz, rostbraune Part. || hart  || strohgelb  || geglättet,  flächige gitterförmige Bemalung|| oxid.  || scheibengedr.  || ||kreidig&lt;br /&gt;
|   &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 11: [[Jüngere graue Drehscheibenware (Südwestdeutschland, SMa)|Jüngere, graue Drehscheibenware]]&lt;br /&gt;
| Var. a: mittelgrob–grob, Var. b: fein–mittel || ||Quarz ||hart ||grau–grauschwarz ||geglättet–rau ||red. ||scheibengedr. ||96–98 ||vergl. oxid. gebr. jüngere Drehscheibenware||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 12: Neuzeitliche Keramik|| || || Quarz, Kalk, Schamotte ||  ||||glatt–rau, Glasur (häufig abgelöst)|| uneinheitlich  || scheibengedr.  || 99 ||breites Spektrum, hier nicht genauer bearbeitet&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbleib der Funde==&lt;br /&gt;
Landesmus. Württemberg, Stuttgart; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologisches Landesmuseum, Rastatt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologisches Museum Renningen https://www.renningen.de/archaeologisches-museum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tabellarische Übersicht zur Fundstelle==&lt;br /&gt;
{|class='wikitable' &lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!Beschreibung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Fundort               || &amp;lt;strong&amp;gt;Renningen, Neuwiesenäcker&amp;lt;/strong&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Fundart     || Siedlung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Lage     || 0,8 km WNW der Kirche&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Koordinaten     || 48.767930, 8.9235626&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Datierung || 6.-12.Jh.                     &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Warenarten                  || [[Rauwandige Drehscheibenware Donzdorfer Art (Neckarland/ Schwäb. Alb, FMa)]], [[Knickwandkeramik]], nachgedrehte Waren, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Formenspektrum        || v.a Gebrauchskeramik, Töpfe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Fundinventar || Siedlungsfunde, z.T. aus Gruben- bzw. Grubenhausverfüllungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Befundbeschreibung                || Die Siedlung wurde nur in kleinen Ausschnitten archäologisch untersucht. Die Funde stammen v.a aus den Verfüllungen der Grubenhäuser und zweier Brunnen..&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Verbleib                || Landesmus. Württemberg, Stuttgart; Archäologisches Landesmuseum, Rastatt; Archäologisches Museum Renningen https://www.renningen.de/archaeologisches-museum&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bemerkungen || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Literatur    || Schreg 2006&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur zur Fundstelle==&lt;br /&gt;
*Gross 1991: U. Gross, Die Funde. In: S. Arnold/U. Gross/I. Stork u. a. (Hrsg.), … mehr als 1 Jahrtausend … Leben im Renninger Becken vom 4. bis 12. Jahrhundert. Archäologische Informationen aus Baden-Württemberg 19 (Stuttgart 1991).&lt;br /&gt;
*Schreg 2006: R. Schreg, Dorfgenese in Südwestdeutschland. Das Renninger Becken im Mittelalter. Materialh. Arch. Bad.-Württ. 76 (Stuttgart 2006).&lt;br /&gt;
*Stork 1988: I. Stork, Ein frühmittelalterliches Dorf bei Renningen, Kreis Böblingen. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 1988, 224–228.&lt;br /&gt;
*Stork 1991: I. Stork, Vor- und Frühgeschichte im Renninger Becken. In: B. Maier (Hrsg.), Renningen und Malmsheim. Eine Stadt und ihre Geschichte (Stuttgart 1991) 10–31.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fundstellenregest]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Datei:Renningen_Neuwiesen%C3%A4cker_(RS_1994)_25.jpg&amp;diff=11652</id>
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		<updated>2026-09-10T16:26:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: Renningen, Neuwiesenäcker: ältere gelbe Drehscheibenware Typ Jagstfeld, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Renningen, Neuwiesenäcker: ältere gelbe Drehscheibenware Typ Jagstfeld, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
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		<title>Renningen, Neuwiesenäcker</title>
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		<updated>2026-09-10T16:24:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Keramikfunde */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Lage==&lt;br /&gt;
Das ausgedehnte früh- bis hochmittelalterliche Siedlungsareal liegt westlich der Ortslage von Renningen (Lkr. Böblingen, Baden-Württemberg) und umfasst mehrere Flurteile bis über die Gemarkungsgrenze zu Malmsheim. Die Nähe zur Flur &amp;quot;Altheimer Tal&amp;quot; gibt Grund zur Annahme, dass die Siedlung mit dem Ort Altheim identifiziert werden darf, der im 12. bis 14. Jahrhundert in den Hirsauer Urkunden erwähnt wird.  Nur in den Neuwiesenäckern ca. 0,8 km WNW der Kirche konnte beim Straßenbau in den 1980er Jahren ein kleiner Ausschnitt archäologisch untersucht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Koordinaten: 48.767930, 8.9235626&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Forschungsgeschichte==&lt;br /&gt;
Kurt Maier konnte in den 1980er und 90er Jahren bei systematischen Feldbegehungen an zahlreichen Stellen im Renninger Becken mittelalterliche Siedlungsfundstellen lokalisieren. 1987/88 wurde im Vorfeld eines Straßenbaus ein kleiner Ausschnitt der Siedlung in den Neuwiesenäckern durch das LDA Stuttgart (Ingo Stork) ausgegraben. In den Folgejahren konnte das Landesdenkmalamt Baden-Württemberg in Renningen einen gewissen Schwerpunkt setzen, u.a. mit Grabungen in der frühalamannischen Siedlung [[Renningen, Raite]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Materialpräsentationen erfolgten im Rahmen von Vorberichten durch Uwe Gross (1991). &lt;br /&gt;
Eine Auswertung erfolgte durch Rainer Schreg unter dem Aspekt der mittelalterlichen Dorfgenese, doch wurde hier auch der Keramikfundbestand aus den verschiedenen Grabungen und Feldbegehungen bearbeitet und vorgelegt (Schreg 2006).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Befundsituation==&lt;br /&gt;
Bei den Grabungen 1987 wurden die Grundrisse ein- und zweischiffiger Pfostenbauten, einfache Grubenhäuser, Herdstellen bzw. Ofenreste, die Pfostenreste einiger Zäune sowie zwei Brunnen aufgedeckt.&lt;br /&gt;
Die Gebäude gehören, soweit sie anhand von Funden zu datieren sind, ins 10. bis 12. Jahrhundert. Nach Ausweis der Funde muss hier aber bereits im 9. und 10. Jahrhundert eine größere Siedlung gelegen haben. Die Anfänge der Siedlung reichen sogar noch weiter zurück: Einige wenige Funde der Völkerwanderungszeit zeigen, dass hier schon gleichzeitig mit der Siedlung in der Raite weitere Häuser existiert haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der Brunnen enthielt einen Holzbalken, der sich dendrochronologisch exakt in den Winter von 999 auf das Jahr 1000 datieren ließ. Leider blieb unklar, ob es sich um ein Holz aus der Verfüllung oder von einer Brunnenfassung unterhalb der runden, trocken ausgeführten Steinaufmauerung handelte. Die Verfüllung des Brunnens jedenfalls erfolgte. nach dem Keramikspektrum zu schließen, frühestens im fortgeschrittenen 11. Jahrhundert. Sie enthielt zahlreiche Samen von Ruderalpflanzen, die darauf hindeuten, dass seine Umgebung nicht gepflegt und kaum begangen wurde. Dies könnte ein Hinweis auf eine allmähliche Aufgabe der Siedlung sein. Wann dies genau geschah, ist aus quellenkritischen Gründen nicht sicher zu erfassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngste nachweisbare Siedlungsphase gehört in das spätere 11. und 12. Jahrhundert. doch bleibt unklar, inwiefern im 13. Jahrhundert vielleicht noch mit ebenerdiger Bebauung zu rechnen&lt;br /&gt;
ist, die sich im archäologischen Befund nicht mehr erfassen lässt. Nach den schriftlichen Quellen dürfte ein einzelner Hof noch bis ins 14. Jahrhundert bestanden haben. Sichere archäologische Anhaltspunkte, die Aufschluss über das Ende der Siedlung in den Neuwiesenäckern geben könnten, liegen nicht vor.&lt;br /&gt;
Zwar konnten in einzelnen Befunden Brandreste festgestellt werden, doch kann daraus nicht auf eine Brandzerstörung der Siedlung geschlossen werden.&lt;br /&gt;
Ähnlich wie in der Raite bestanden die Höfe aus mehreren Gebäuden.&lt;br /&gt;
Die Hauptgebäude wiesen ein einfacheres Bauschema auf. Anstelle dreischiffiger Häuser errichtete man nur zweischiffige Gebäude, die jedoch eine ähnliche Größe erreichten. Wie in der Völkerwanderungszeit dürften Wohnraum und Stall unter einem Dach vereint gewesen sein. Gestelzte Speicher sind in der Grabungsfläche nicht nachweisbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Keramikfunde==&lt;br /&gt;
Nach einer ersten Sichtung der Keramikfunde durch U. Gross, wurden diese durch Schreg 2006 bearbeitet und vorgelegt. Dabei wurden 12 Keramikgruppen unterschieden:&lt;br /&gt;
*1. Vorgeschichtliche Keramik&lt;br /&gt;
*2. Römische Keramik&lt;br /&gt;
**2.1. [[Terra Sigillata]]&lt;br /&gt;
**2.2. [[Firnisware]]n&lt;br /&gt;
**2.3. Römische Gebrauchskeramik&lt;br /&gt;
*3. Handgemachte Keramik&lt;br /&gt;
**3.1. [[Handgemachte Grobware (Süddeutschland, VWz/ FMa)|Handgemachte Grobware]]&lt;br /&gt;
**3.2. [[Schwarzgraue geglättete Ware (VwZ)|Handgemachte geglättete Ware]]&lt;br /&gt;
*4. [[Terra Nigra]]&lt;br /&gt;
*5. Geglättete Drehscheibenware ([[Knickwandkeramik]])&lt;br /&gt;
**5.1. [[Schwarz engobierte Drehscheibenware]]&lt;br /&gt;
*6. Terra-sigillata-Derivate/[[rotgestrichene Ware (Vwz)|Rot gestrichene Ware]]&lt;br /&gt;
*7. Rauwandige Drehscheibenkeramik&lt;br /&gt;
**7.1. [[Rauwandige Drehscheibenware römischer Tradition]]&lt;br /&gt;
**7.2. Graue rauwandige Drehscheibenware: u.a [[Donzdorfer Ware]]&lt;br /&gt;
**7.3. [[Braune, meist rillenverzierte rauwandige Drehscheibenware (Neckarland, FMa)|Braune, meist rillenverzierte rauwandige Drehscheibenware]]&lt;br /&gt;
*8. [[Ältere graue Drehscheibenware (Kraichgau/ Oberrhein, HMa)|Ältere graue Drehscheibenware]]&lt;br /&gt;
*9. Nachgedrehte Keramik&lt;br /&gt;
**9.1. Kalkgemagerte nachgedrehte Ware ([[Albware]])&lt;br /&gt;
**9.2. [[gröbere nachgedrehte Ware (Neckarland, HMa)|Gröbere nachgedrehte Ware]]&lt;br /&gt;
**9.3. [[feinsandig glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Neckarland, HMa)|Feinsandig nachgedrehte Ware]]&lt;br /&gt;
*10. Oxidierend gebrannte Drehscheibenkeramik&lt;br /&gt;
**10.1. [[Ältere gelbe Drehscheibenware (Südwestdeutschland, FMa/HMa)|Ältere gelbe Drehscheibenware]]. Innerhalb dieser im allgemeinen quarzgemagerten Gruppe konnten verschiedene Materialgruppen beobachtet werden. Dazu gehören Funde, die der sog. [[Gelbe quarzgemagerte Ware (Neckarland, HMa)|gelben quarzgemagerten Ware]], die tatsächlich durch rostbraune Magerung auffällt, zugeordnet werden können, sowie eine kalkgemagerte Variante.&lt;br /&gt;
**10.2. [[Rotbemalte Waren]]&lt;br /&gt;
*11. [[Jüngere graue Drehscheibenware (Südwestdeutschland, SMa)|Jüngere, graue Drehscheibenware]]&lt;br /&gt;
*12. Neuzeitliche Keramik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed-hover&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker ägD 2.png|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere gelbe Drehscheibenware Typ Kirchhausen (Schreg 2006 Taf. 29,4)&lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker ägD 3.png|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere gelbe Drehscheibenware Typ Runder Berg (Schreg 2006 Taf. 29,12) &lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuw rotbem Ware.jpg|Renningen, Neuwiesenäcker: rotbemalte Drehscheibenware, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg) &lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker ägD.png|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere gelbe Drehscheibenware Typ Jagstfeld (Schreg 2006 Taf 30,23) &lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker ägD 1.png|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere gelbe Drehscheibenware Typ Jagstfeld (Schreg 2006 Taf 30,23)&lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker ägrD.png|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere graue Drehscheibenware Typ Stetten (Schreg 2006 Taf 29,3)&lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker (RS 1994) 08.jpg|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere graue Drehscheibenware Typ Stetten, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg) &lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker (RS 1994) 11.jpg|Renningen, Neuwiesenäcker: Albware, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg) &lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
===tabellarische Übersicht der Warenarten===&lt;br /&gt;
nach Schreg 2006 Tab. 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Warenart ||Magerungsgröße ||Magerungsdichte ||Magerungsart ||Härte ||Farbe ||Oberfläche ||Brand ||Technik ||Randformen ||Bemerkungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 1: Vorgeschichtliche Keramik||||||organisch/Quarz || || ||  || überwiegend reduzierend||handgemacht sehr breites Spektrum|| ||bei Schreg 2006 nicht genauer bearbeitet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 2: Römische Keramik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2.1 Terra Sigillata||sehr fein||schwach|| ||hart||orange||poliert-glatt||oxid.||scheibengedr.||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2.2 Firniswaren|| fein  || mäßig  ||  Quarz  || hart  || grau  || glatt  || red.  || scheibengedr.|| || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2.3 römische Gebrauchskeramik||fein–grob || mäßig–stark || Quarz, Kalk, Schamotte, orangeschwarze Part.|| weich || grau-braun|| matt|| red./oxid. || scheibengedr.||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 3: Handgemachte Keramik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3.1 handgemachte Grobware  ||  mittelgrob–grob ||   stark  ||  Quarz, Kalk  ||  hart ||  braun–braunschwarz, meist fleckig ||  matt–rau  ||  red.  ||  handgemacht  ||  1–6 ||Abgrenzungsprobleme geg.  handgem. gegl. W. und vorgesch. Keramik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3.2 handgemachte geglättete Ware||| fein–mittelgrob || mäßig || Quarz, Kalk || hart || Braun-/ Grautöne || glatt–matt || red. || handgemacht || 7–12 ||Abgrenzungsprobleme geg. handgem. Grobw. und Terra nigra, inkl. Rippen- u. Beutelgefäße &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gruppe 4: Terra nigra&lt;br /&gt;
|| fein || schwach–mäßig || sehr unterschiedlich: Quarz, Kalk, Glimmer, rostbr. Part. || hart || grau || glatt–poliert, Horizontalriefen || red. || scheibengedr. || 13–15||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 5: Geglättete Drehscheibenware (Knickwandkeramik)|| fein–mittel,  grob || schwach–mäßig || Quarz || weich–hart ||grau–hellbraun || glatt– poliert, Wellenlinien, Rollstempel || red./oxid. || scheibengedr.|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5.1 schwarz engobierte Drehscheibenware || grob || mäßig–stark || Quarz||  hart || schwarz || matt, engobiert ||uneinheitl. || scheibengedr.|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 6: Terra-Sigillata-Derivate/Rotgestrichene Ware&lt;br /&gt;
| fein–mittelgrob ||schwach ||Quarz, Schamotte|| hart ||orange rot|| engobiert ||oxid. ||scheibengedr.|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 7: Rauwandige Drehscheibenkeramik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7.1 rauwandige Drehscheibenw. röm. Trad.|| grob, mittelgrob oder sehr grob||mäßig–stark ||Quarz, Schamotte, vereinzelt schwarze Part., Schamotte (rostbr. Part.)||hart ||rotbraun, grau, beige,orange, sämisch ||rau, horizontale Rillen ||uneinheitl. ||scheibengedr.|| 18–28|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7.2 graue rauwandige Drehscheibenw.||mittel/grob ||stark, seltener mäßig ||Quarz ||hart ||grau ||matt–rau ||red.|| scheibengedr. ||29–35|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7.2.1 Einglättverzierte Keramik ||mittelgrob–grob ||mäßig ||Quarz ||hart ||grau|| rau, Einglättverzierung ||red. ||scheibengedr. ||Einzelstück&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7.2.2 rauwandige Drehscheibenw. Donzdorfer Art||mittelgrob–grob ||mäßig–stark ||Quarz, rostbraune Part.||hart ||grau ||rau ||red. ||scheibengedr. ||34–35 || Craquelée&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7.3 Braune rauwandige, rillenverzierte Drehscheibenw. ||grob, seltener mittel oder mittelgrob||mäßig–stark ||Quarz, rostbr. Part., selten Kalk oder Schamotte||hart ||sämisch-braun, schwarz ||matt–rau, horizontale Rillen ||uneinheitl. ||scheibengedr. ||36–38|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 8: Ältere grautonige Drehscheibenware|| mittelgrob–grob|| ||Quarz ||matt/rau|||| ||red. ||scheibengedr. ||39–43|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 9: Nachgedrehte Keramik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 9.1 kalkgemagerte nachgedrehte Ware (Albware)||fein–mittelgrob ||stark|| Kalk ||weich|| braun ||matt|| Mischbrand ||nachgedreht ||44–49||Wellenlinien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 9.2 gröbere nachgedrehte Ware ||mitel–mittelgrob ||mäßig–stark ||Quarz ||hart|| grau-braun ||rau ||red. ||nachgedreht ||46–46; 49–51&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 9.3 feinsandig- glimmerhaltige Ware ||fein–mittel ||schwach–mäßig ||Glimmer, Quarz ||hart ||grau ||matt ||red. ||nachgedreht ||52–54 ||darunter sandgem. Var. der Albware&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 10: Oxidierend gebrannte Drehscheibenkeramik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10.1 [[Ältere gelbe Drehscheibenware (Südwestdeutschland, FMa/HMa)|Ältere gelbe Drehscheibenware]] ||mittel ||mäßig–stark ||Quarz ||hart ||strohgelb, sämisch-hellbeige, dunkelchrom ||matt, Roll-, Einzelstempel, Eindruck, Wellenlinien ||oxid. ||scheibengedr. ||55–95 ||Abgrenzungsprobleme zur neuzeitlichen Keramik||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Gelbe quarzgemagerte Ware (Neckarland, HMa)|Gelbe quarzgemagerte  Ware]]||mittel ||mäßig ||Quarz, rostbraune Part.||hart || ||matt/geglättet ||oxid. ||scheibengedr./ nachgedreht||80–81|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gelbe kalkgemagerte Drehscheibenware||mittelgrob–grob ||mäßig ||Quarz, Kalk ||hart|| || ||oxid.|| || ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10.2 Rotbemalte Waren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Gelbe, rotbemalte Elsässer Drehscheibenware (Elsaß, HMa)|Rotbemalte Elsässer Ware]] ||fein ||schwach–mäßig ||Quarz ||hart|| ||matt/geglättet, kurvige Bemalung ||oxid. ||scheibengedr.|| || ||&lt;br /&gt;
| [[[[Rotbemalte ältere gelbe Drehscheibenware (Südwestdeutschland, HMa)]]|Bemalte gelbe Drehscheibenw.]]||mittel ||mäßig ||Quarz, rostbraune Part.||hart ||sämisch-braunocker ||matt/glatt, kurvige Bemalung ||oxid. ||scheibengedr.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Pingsdorfer Ware|Pingsdorf-Ware]] bzw. [[Pingsdorf-Imitation|Imitationen]]||mittel–grob ||sämisch–dunkelchrom ||Quarz ||hart–sehr hart ||dunkelchrom, sämisch ||matt-rau, kleinteilige gitterförmige Bemalung ||oxid. ||scheibengedr. || || mehrere Varianten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Rotbemalte schwäbische Feinware (Württemberg, SMa)|Rotbemalte schwäbische Feinware Buocher Art]] || fein–mittel  || mäßig  || Quarz, rostbraune Part. || hart  || strohgelb  || geglättet,  flächige gitterförmige Bemalung|| oxid.  || scheibengedr.  || ||kreidig&lt;br /&gt;
|   &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 11: [[Jüngere graue Drehscheibenware (Südwestdeutschland, SMa)|Jüngere, graue Drehscheibenware]]&lt;br /&gt;
| Var. a: mittelgrob–grob, Var. b: fein–mittel || ||Quarz ||hart ||grau–grauschwarz ||geglättet–rau ||red. ||scheibengedr. ||96–98 ||vergl. oxid. gebr. jüngere Drehscheibenware||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 12: Neuzeitliche Keramik|| || || Quarz, Kalk, Schamotte ||  ||||glatt–rau, Glasur (häufig abgelöst)|| uneinheitlich  || scheibengedr.  || 99 ||breites Spektrum, hier nicht genauer bearbeitet&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbleib der Funde==&lt;br /&gt;
Landesmus. Württemberg, Stuttgart; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologisches Landesmuseum, Rastatt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologisches Museum Renningen https://www.renningen.de/archaeologisches-museum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tabellarische Übersicht zur Fundstelle==&lt;br /&gt;
{|class='wikitable' &lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!Beschreibung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Fundort               || &amp;lt;strong&amp;gt;Renningen, Neuwiesenäcker&amp;lt;/strong&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Fundart     || Siedlung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Lage     || 0,8 km WNW der Kirche&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Koordinaten     || 48.767930, 8.9235626&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Datierung || 6.-12.Jh.                     &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Warenarten                  || [[Rauwandige Drehscheibenware Donzdorfer Art (Neckarland/ Schwäb. Alb, FMa)]], [[Knickwandkeramik]], nachgedrehte Waren, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Formenspektrum        || v.a Gebrauchskeramik, Töpfe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Fundinventar || Siedlungsfunde, z.T. aus Gruben- bzw. Grubenhausverfüllungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Befundbeschreibung                || Die Siedlung wurde nur in kleinen Ausschnitten archäologisch untersucht. Die Funde stammen v.a aus den Verfüllungen der Grubenhäuser und zweier Brunnen..&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Verbleib                || Landesmus. Württemberg, Stuttgart; Archäologisches Landesmuseum, Rastatt; Archäologisches Museum Renningen https://www.renningen.de/archaeologisches-museum&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bemerkungen || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Literatur    || Schreg 2006&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur zur Fundstelle==&lt;br /&gt;
*Gross 1991: U. Gross, Die Funde. In: S. Arnold/U. Gross/I. Stork u. a. (Hrsg.), … mehr als 1 Jahrtausend … Leben im Renninger Becken vom 4. bis 12. Jahrhundert. Archäologische Informationen aus Baden-Württemberg 19 (Stuttgart 1991).&lt;br /&gt;
*Schreg 2006: R. Schreg, Dorfgenese in Südwestdeutschland. Das Renninger Becken im Mittelalter. Materialh. Arch. Bad.-Württ. 76 (Stuttgart 2006).&lt;br /&gt;
*Stork 1988: I. Stork, Ein frühmittelalterliches Dorf bei Renningen, Kreis Böblingen. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 1988, 224–228.&lt;br /&gt;
*Stork 1991: I. Stork, Vor- und Frühgeschichte im Renninger Becken. In: B. Maier (Hrsg.), Renningen und Malmsheim. Eine Stadt und ihre Geschichte (Stuttgart 1991) 10–31.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fundstellenregest]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://amanz-balismink.rproxy.rz.uni-bamberg.de/balismink/index.php?title=Renningen,_Neuwiesen%C3%A4cker&amp;diff=11650</id>
		<title>Renningen, Neuwiesenäcker</title>
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		<updated>2026-09-10T16:19:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: /* Keramikfunde */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Lage==&lt;br /&gt;
Das ausgedehnte früh- bis hochmittelalterliche Siedlungsareal liegt westlich der Ortslage von Renningen (Lkr. Böblingen, Baden-Württemberg) und umfasst mehrere Flurteile bis über die Gemarkungsgrenze zu Malmsheim. Die Nähe zur Flur &amp;quot;Altheimer Tal&amp;quot; gibt Grund zur Annahme, dass die Siedlung mit dem Ort Altheim identifiziert werden darf, der im 12. bis 14. Jahrhundert in den Hirsauer Urkunden erwähnt wird.  Nur in den Neuwiesenäckern ca. 0,8 km WNW der Kirche konnte beim Straßenbau in den 1980er Jahren ein kleiner Ausschnitt archäologisch untersucht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Koordinaten: 48.767930, 8.9235626&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Forschungsgeschichte==&lt;br /&gt;
Kurt Maier konnte in den 1980er und 90er Jahren bei systematischen Feldbegehungen an zahlreichen Stellen im Renninger Becken mittelalterliche Siedlungsfundstellen lokalisieren. 1987/88 wurde im Vorfeld eines Straßenbaus ein kleiner Ausschnitt der Siedlung in den Neuwiesenäckern durch das LDA Stuttgart (Ingo Stork) ausgegraben. In den Folgejahren konnte das Landesdenkmalamt Baden-Württemberg in Renningen einen gewissen Schwerpunkt setzen, u.a. mit Grabungen in der frühalamannischen Siedlung [[Renningen, Raite]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Materialpräsentationen erfolgten im Rahmen von Vorberichten durch Uwe Gross (1991). &lt;br /&gt;
Eine Auswertung erfolgte durch Rainer Schreg unter dem Aspekt der mittelalterlichen Dorfgenese, doch wurde hier auch der Keramikfundbestand aus den verschiedenen Grabungen und Feldbegehungen bearbeitet und vorgelegt (Schreg 2006).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Befundsituation==&lt;br /&gt;
Bei den Grabungen 1987 wurden die Grundrisse ein- und zweischiffiger Pfostenbauten, einfache Grubenhäuser, Herdstellen bzw. Ofenreste, die Pfostenreste einiger Zäune sowie zwei Brunnen aufgedeckt.&lt;br /&gt;
Die Gebäude gehören, soweit sie anhand von Funden zu datieren sind, ins 10. bis 12. Jahrhundert. Nach Ausweis der Funde muss hier aber bereits im 9. und 10. Jahrhundert eine größere Siedlung gelegen haben. Die Anfänge der Siedlung reichen sogar noch weiter zurück: Einige wenige Funde der Völkerwanderungszeit zeigen, dass hier schon gleichzeitig mit der Siedlung in der Raite weitere Häuser existiert haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der Brunnen enthielt einen Holzbalken, der sich dendrochronologisch exakt in den Winter von 999 auf das Jahr 1000 datieren ließ. Leider blieb unklar, ob es sich um ein Holz aus der Verfüllung oder von einer Brunnenfassung unterhalb der runden, trocken ausgeführten Steinaufmauerung handelte. Die Verfüllung des Brunnens jedenfalls erfolgte. nach dem Keramikspektrum zu schließen, frühestens im fortgeschrittenen 11. Jahrhundert. Sie enthielt zahlreiche Samen von Ruderalpflanzen, die darauf hindeuten, dass seine Umgebung nicht gepflegt und kaum begangen wurde. Dies könnte ein Hinweis auf eine allmähliche Aufgabe der Siedlung sein. Wann dies genau geschah, ist aus quellenkritischen Gründen nicht sicher zu erfassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngste nachweisbare Siedlungsphase gehört in das spätere 11. und 12. Jahrhundert. doch bleibt unklar, inwiefern im 13. Jahrhundert vielleicht noch mit ebenerdiger Bebauung zu rechnen&lt;br /&gt;
ist, die sich im archäologischen Befund nicht mehr erfassen lässt. Nach den schriftlichen Quellen dürfte ein einzelner Hof noch bis ins 14. Jahrhundert bestanden haben. Sichere archäologische Anhaltspunkte, die Aufschluss über das Ende der Siedlung in den Neuwiesenäckern geben könnten, liegen nicht vor.&lt;br /&gt;
Zwar konnten in einzelnen Befunden Brandreste festgestellt werden, doch kann daraus nicht auf eine Brandzerstörung der Siedlung geschlossen werden.&lt;br /&gt;
Ähnlich wie in der Raite bestanden die Höfe aus mehreren Gebäuden.&lt;br /&gt;
Die Hauptgebäude wiesen ein einfacheres Bauschema auf. Anstelle dreischiffiger Häuser errichtete man nur zweischiffige Gebäude, die jedoch eine ähnliche Größe erreichten. Wie in der Völkerwanderungszeit dürften Wohnraum und Stall unter einem Dach vereint gewesen sein. Gestelzte Speicher sind in der Grabungsfläche nicht nachweisbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Keramikfunde==&lt;br /&gt;
Nach einer ersten Sichtung der Keramikfunde durch U. Gross, wurden diese durch Schreg 2006 bearbeitet und vorgelegt. Dabei wurden 12 Keramikgruppen unterschieden:&lt;br /&gt;
*1. Vorgeschichtliche Keramik&lt;br /&gt;
*2. Römische Keramik&lt;br /&gt;
**2.1. [[Terra Sigillata]]&lt;br /&gt;
**2.2. [[Firnisware]]n&lt;br /&gt;
**2.3. Römische Gebrauchskeramik&lt;br /&gt;
*3. Handgemachte Keramik&lt;br /&gt;
**3.1. [[Handgemachte Grobware (Süddeutschland, VWz/ FMa)|Handgemachte Grobware]]&lt;br /&gt;
**3.2. [[Schwarzgraue geglättete Ware (VwZ)|Handgemachte geglättete Ware]]&lt;br /&gt;
*4. [[Terra Nigra]]&lt;br /&gt;
*5. Geglättete Drehscheibenware ([[Knickwandkeramik]])&lt;br /&gt;
**5.1. [[Schwarz engobierte Drehscheibenware]]&lt;br /&gt;
*6. Terra-sigillata-Derivate/[[rotgestrichene Ware (Vwz)|Rot gestrichene Ware]]&lt;br /&gt;
*7. Rauwandige Drehscheibenkeramik&lt;br /&gt;
**7.1. [[Rauwandige Drehscheibenware römischer Tradition]]&lt;br /&gt;
**7.2. Graue rauwandige Drehscheibenware: u.a [[Donzdorfer Ware]]&lt;br /&gt;
**7.3. [[Braune, meist rillenverzierte rauwandige Drehscheibenware (Neckarland, FMa)|Braune, meist rillenverzierte rauwandige Drehscheibenware]]&lt;br /&gt;
*8. [[Ältere graue Drehscheibenware (Kraichgau/ Oberrhein, HMa)|Ältere graue Drehscheibenware]]&lt;br /&gt;
*9. Nachgedrehte Keramik&lt;br /&gt;
**9.1. Kalkgemagerte nachgedrehte Ware ([[Albware]])&lt;br /&gt;
**9.2. [[gröbere nachgedrehte Ware (Neckarland, HMa)|Gröbere nachgedrehte Ware]]&lt;br /&gt;
**9.3. [[feinsandig glimmerhaltige nachgedrehte Ware (Neckarland, HMa)|Feinsandig nachgedrehte Ware]]&lt;br /&gt;
*10. Oxidierend gebrannte Drehscheibenkeramik&lt;br /&gt;
**10.1. [[Ältere gelbe Drehscheibenware (Südwestdeutschland, FMa/HMa)|Ältere gelbe Drehscheibenware]]. Innerhalb dieser im allgemeinen quarzgemagerten Gruppe konnten verschiedene Materialgruppen beobachtet werden. Dazu gehören Funde, die der sog. [[Gelbe quarzgemagerte Ware (Neckarland, HMa)|gelben quarzgemagerten Ware]], die tatsächlich durch rostbraune Magerung auffällt, zugeordnet werden können, sowie eine kalkgemagerte Variante.&lt;br /&gt;
**10.2. [[Rotbemalte Waren]]&lt;br /&gt;
*11. [[Jüngere graue Drehscheibenware (Südwestdeutschland, SMa)|Jüngere, graue Drehscheibenware]]&lt;br /&gt;
*12. Neuzeitliche Keramik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker ägD 2.png|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere gelbe Drehscheibenware Typ Kirchhausen (Schreg 2006 Taf. 29,4)&lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker ägD 3.png|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere gelbe Drehscheibenware Typ Runder Berg (Schreg 2006 Taf. 29,12) &lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuw rotbem Ware.jpg|Renningen, Neuwiesenäcker: rotbemalte Drehscheibenware, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg) &lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker ägD.png|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere gelbe Drehscheibenware Typ Jagstfeld (Schreg 2006 Taf 30,23) &lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker ägD 1.png|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere gelbe Drehscheibenware Typ Jagstfeld (Schreg 2006 Taf 30,23)&lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker ägrD.png|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere graue Drehscheibenware Typ Stetten (Schreg 2006 Taf 29,3)&lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker (RS 1994) 08.jpg|Renningen, Neuwiesenäcker: ältere graue Drehscheibenware Typ Stetten, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg) &lt;br /&gt;
Datei:Renningen Neuwiesenäcker (RS 1994) 11.jpg|Renningen, Neuwiesenäcker: Albware, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg) &lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
===tabellarische Übersicht der Warenarten===&lt;br /&gt;
nach Schreg 2006 Tab. 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Warenart ||Magerungsgröße ||Magerungsdichte ||Magerungsart ||Härte ||Farbe ||Oberfläche ||Brand ||Technik ||Randformen ||Bemerkungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 1: Vorgeschichtliche Keramik||||||organisch/Quarz || || ||  || überwiegend reduzierend||handgemacht sehr breites Spektrum|| ||bei Schreg 2006 nicht genauer bearbeitet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 2: Römische Keramik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2.1 Terra Sigillata||sehr fein||schwach|| ||hart||orange||poliert-glatt||oxid.||scheibengedr.||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2.2 Firniswaren|| fein  || mäßig  ||  Quarz  || hart  || grau  || glatt  || red.  || scheibengedr.|| || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2.3 römische Gebrauchskeramik||fein–grob || mäßig–stark || Quarz, Kalk, Schamotte, orangeschwarze Part.|| weich || grau-braun|| matt|| red./oxid. || scheibengedr.||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 3: Handgemachte Keramik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3.1 handgemachte Grobware  ||  mittelgrob–grob ||   stark  ||  Quarz, Kalk  ||  hart ||  braun–braunschwarz, meist fleckig ||  matt–rau  ||  red.  ||  handgemacht  ||  1–6 ||Abgrenzungsprobleme geg.  handgem. gegl. W. und vorgesch. Keramik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3.2 handgemachte geglättete Ware||| fein–mittelgrob || mäßig || Quarz, Kalk || hart || Braun-/ Grautöne || glatt–matt || red. || handgemacht || 7–12 ||Abgrenzungsprobleme geg. handgem. Grobw. und Terra nigra, inkl. Rippen- u. Beutelgefäße &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gruppe 4: Terra nigra&lt;br /&gt;
|| fein || schwach–mäßig || sehr unterschiedlich: Quarz, Kalk, Glimmer, rostbr. Part. || hart || grau || glatt–poliert, Horizontalriefen || red. || scheibengedr. || 13–15||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 5: Geglättete Drehscheibenware (Knickwandkeramik)|| fein–mittel,  grob || schwach–mäßig || Quarz || weich–hart ||grau–hellbraun || glatt– poliert, Wellenlinien, Rollstempel || red./oxid. || scheibengedr.|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5.1 schwarz engobierte Drehscheibenware || grob || mäßig–stark || Quarz||  hart || schwarz || matt, engobiert ||uneinheitl. || scheibengedr.|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 6: Terra-Sigillata-Derivate/Rotgestrichene Ware&lt;br /&gt;
| fein–mittelgrob ||schwach ||Quarz, Schamotte|| hart ||orange rot|| engobiert ||oxid. ||scheibengedr.|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 7: Rauwandige Drehscheibenkeramik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7.1 rauwandige Drehscheibenw. röm. Trad.|| grob, mittelgrob oder sehr grob||mäßig–stark ||Quarz, Schamotte, vereinzelt schwarze Part., Schamotte (rostbr. Part.)||hart ||rotbraun, grau, beige,orange, sämisch ||rau, horizontale Rillen ||uneinheitl. ||scheibengedr.|| 18–28|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7.2 graue rauwandige Drehscheibenw.||mittel/grob ||stark, seltener mäßig ||Quarz ||hart ||grau ||matt–rau ||red.|| scheibengedr. ||29–35|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7.2.1 Einglättverzierte Keramik ||mittelgrob–grob ||mäßig ||Quarz ||hart ||grau|| rau, Einglättverzierung ||red. ||scheibengedr. ||Einzelstück&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7.2.2 rauwandige Drehscheibenw. Donzdorfer Art||mittelgrob–grob ||mäßig–stark ||Quarz, rostbraune Part.||hart ||grau ||rau ||red. ||scheibengedr. ||34–35 || Craquelée&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7.3 Braune rauwandige, rillenverzierte Drehscheibenw. ||grob, seltener mittel oder mittelgrob||mäßig–stark ||Quarz, rostbr. Part., selten Kalk oder Schamotte||hart ||sämisch-braun, schwarz ||matt–rau, horizontale Rillen ||uneinheitl. ||scheibengedr. ||36–38|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 8: Ältere grautonige Drehscheibenware|| mittelgrob–grob|| ||Quarz ||matt/rau|||| ||red. ||scheibengedr. ||39–43|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 9: Nachgedrehte Keramik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 9.1 kalkgemagerte nachgedrehte Ware (Albware)||fein–mittelgrob ||stark|| Kalk ||weich|| braun ||matt|| Mischbrand ||nachgedreht ||44–49||Wellenlinien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 9.2 gröbere nachgedrehte Ware ||mitel–mittelgrob ||mäßig–stark ||Quarz ||hart|| grau-braun ||rau ||red. ||nachgedreht ||46–46; 49–51&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 9.3 feinsandig- glimmerhaltige Ware ||fein–mittel ||schwach–mäßig ||Glimmer, Quarz ||hart ||grau ||matt ||red. ||nachgedreht ||52–54 ||darunter sandgem. Var. der Albware&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 10: Oxidierend gebrannte Drehscheibenkeramik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10.1 [[Ältere gelbe Drehscheibenware (Südwestdeutschland, FMa/HMa)|Ältere gelbe Drehscheibenware]] ||mittel ||mäßig–stark ||Quarz ||hart ||strohgelb, sämisch-hellbeige, dunkelchrom ||matt, Roll-, Einzelstempel, Eindruck, Wellenlinien ||oxid. ||scheibengedr. ||55–95 ||Abgrenzungsprobleme zur neuzeitlichen Keramik||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Gelbe quarzgemagerte Ware (Neckarland, HMa)|Gelbe quarzgemagerte  Ware]]||mittel ||mäßig ||Quarz, rostbraune Part.||hart || ||matt/geglättet ||oxid. ||scheibengedr./ nachgedreht||80–81|| ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gelbe kalkgemagerte Drehscheibenware||mittelgrob–grob ||mäßig ||Quarz, Kalk ||hart|| || ||oxid.|| || ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10.2 Rotbemalte Waren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Gelbe, rotbemalte Elsässer Drehscheibenware (Elsaß, HMa)|Rotbemalte Elsässer Ware]] ||fein ||schwach–mäßig ||Quarz ||hart|| ||matt/geglättet, kurvige Bemalung ||oxid. ||scheibengedr.|| || ||&lt;br /&gt;
| [[[[Rotbemalte ältere gelbe Drehscheibenware (Südwestdeutschland, HMa)]]|Bemalte gelbe Drehscheibenw.]]||mittel ||mäßig ||Quarz, rostbraune Part.||hart ||sämisch-braunocker ||matt/glatt, kurvige Bemalung ||oxid. ||scheibengedr.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Pingsdorfer Ware|Pingsdorf-Ware]] bzw. [[Pingsdorf-Imitation|Imitationen]]||mittel–grob ||sämisch–dunkelchrom ||Quarz ||hart–sehr hart ||dunkelchrom, sämisch ||matt-rau, kleinteilige gitterförmige Bemalung ||oxid. ||scheibengedr. || || mehrere Varianten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Rotbemalte schwäbische Feinware (Württemberg, SMa)|Rotbemalte schwäbische Feinware Buocher Art]] || fein–mittel  || mäßig  || Quarz, rostbraune Part. || hart  || strohgelb  || geglättet,  flächige gitterförmige Bemalung|| oxid.  || scheibengedr.  || ||kreidig&lt;br /&gt;
|   &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 11: [[Jüngere graue Drehscheibenware (Südwestdeutschland, SMa)|Jüngere, graue Drehscheibenware]]&lt;br /&gt;
| Var. a: mittelgrob–grob, Var. b: fein–mittel || ||Quarz ||hart ||grau–grauschwarz ||geglättet–rau ||red. ||scheibengedr. ||96–98 ||vergl. oxid. gebr. jüngere Drehscheibenware||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gruppe 12: Neuzeitliche Keramik|| || || Quarz, Kalk, Schamotte ||  ||||glatt–rau, Glasur (häufig abgelöst)|| uneinheitlich  || scheibengedr.  || 99 ||breites Spektrum, hier nicht genauer bearbeitet&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbleib der Funde==&lt;br /&gt;
Landesmus. Württemberg, Stuttgart; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologisches Landesmuseum, Rastatt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologisches Museum Renningen https://www.renningen.de/archaeologisches-museum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tabellarische Übersicht zur Fundstelle==&lt;br /&gt;
{|class='wikitable' &lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!Beschreibung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Fundort               || &amp;lt;strong&amp;gt;Renningen, Neuwiesenäcker&amp;lt;/strong&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Fundart     || Siedlung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Lage     || 0,8 km WNW der Kirche&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Koordinaten     || 48.767930, 8.9235626&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Datierung || 6.-12.Jh.                     &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Warenarten                  || [[Rauwandige Drehscheibenware Donzdorfer Art (Neckarland/ Schwäb. Alb, FMa)]], [[Knickwandkeramik]], nachgedrehte Waren, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Formenspektrum        || v.a Gebrauchskeramik, Töpfe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Fundinventar || Siedlungsfunde, z.T. aus Gruben- bzw. Grubenhausverfüllungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Befundbeschreibung                || Die Siedlung wurde nur in kleinen Ausschnitten archäologisch untersucht. Die Funde stammen v.a aus den Verfüllungen der Grubenhäuser und zweier Brunnen..&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Verbleib                || Landesmus. Württemberg, Stuttgart; Archäologisches Landesmuseum, Rastatt; Archäologisches Museum Renningen https://www.renningen.de/archaeologisches-museum&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bemerkungen || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Literatur    || Schreg 2006&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur zur Fundstelle==&lt;br /&gt;
*Gross 1991: U. Gross, Die Funde. In: S. Arnold/U. Gross/I. Stork u. a. (Hrsg.), … mehr als 1 Jahrtausend … Leben im Renninger Becken vom 4. bis 12. Jahrhundert. Archäologische Informationen aus Baden-Württemberg 19 (Stuttgart 1991).&lt;br /&gt;
*Schreg 2006: R. Schreg, Dorfgenese in Südwestdeutschland. Das Renninger Becken im Mittelalter. Materialh. Arch. Bad.-Württ. 76 (Stuttgart 2006).&lt;br /&gt;
*Stork 1988: I. Stork, Ein frühmittelalterliches Dorf bei Renningen, Kreis Böblingen. Arch. Ausgr. Bad.-Württ. 1988, 224–228.&lt;br /&gt;
*Stork 1991: I. Stork, Vor- und Frühgeschichte im Renninger Becken. In: B. Maier (Hrsg.), Renningen und Malmsheim. Eine Stadt und ihre Geschichte (Stuttgart 1991) 10–31.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<updated>2026-09-10T15:25:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;R. Schreg: Renningen, Neuwiesenäcker: Albware, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg)&lt;/p&gt;
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Renningen, Neuwiesenäcker: Albware, Grabungen LDA Bad.-Württ, ALM Rastatt/ Mus. Renningen (Foto: R. Schreg)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>R. Schreg</name></author>
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