Craquelée: Unterschied zwischen den Versionen

Aus balismink
Zur Navigation springen Zur Suche springen
(Änderungen von Bot automatisch durchgeführt)
 
(Eine dazwischenliegende Version desselben Benutzers wird nicht angezeigt)
Zeile 3: Zeile 3:
   
 
In der Archäologie des Mittelalters wird der Begriff auch bei Irdenware genutzt, die ein Haarrissmuster aufweist, das in der Regel von den Magerungspartikeln ausgeht. Deren gegenüber der Tonmatrix andere Wärmeausdehnung führt zu Spannungen an der Oberfläche, die zu einem Rissmuster führen. Charakteristisch ist solche Craquelée bei den frühmittelalterlichen rauwandigen Drehscheibenware, insbesondere bei der [[Rauwandige Drehscheibenware Donzdorfer Art (Neckarland/ Schwäb. Alb, FMa)|rauwandigen Drehscheibenware Donzdorfer Art]].
 
In der Archäologie des Mittelalters wird der Begriff auch bei Irdenware genutzt, die ein Haarrissmuster aufweist, das in der Regel von den Magerungspartikeln ausgeht. Deren gegenüber der Tonmatrix andere Wärmeausdehnung führt zu Spannungen an der Oberfläche, die zu einem Rissmuster führen. Charakteristisch ist solche Craquelée bei den frühmittelalterlichen rauwandigen Drehscheibenware, insbesondere bei der [[Rauwandige Drehscheibenware Donzdorfer Art (Neckarland/ Schwäb. Alb, FMa)|rauwandigen Drehscheibenware Donzdorfer Art]].
 
   
 
[[Datei:Schalkstetten 14 DSC03175 - Kopie.JPG|center|thumb|300px|Schalkstetten (Gde. Amstetten, Alb-Donau-Kreis), Untere Wiesen: Grabung 2005, rauwandige Drehscheibenware Donzdorfer Art mit Craquelée (Foto: R. Schreg)]]
 
[[Datei:Schalkstetten 14 DSC03175 - Kopie.JPG|center|thumb|300px|Schalkstetten (Gde. Amstetten, Alb-Donau-Kreis), Untere Wiesen: Grabung 2005, rauwandige Drehscheibenware Donzdorfer Art mit Craquelée (Foto: R. Schreg)]]
Zeile 10: Zeile 9:
 
*Hamer/ Hamer 1990: J. Hamer/ B. Hamer, Lexikon der Keramik und Töpferei. Material Technik Geschichte (Augsburg 1990). ISBN 3804326684
 
*Hamer/ Hamer 1990: J. Hamer/ B. Hamer, Lexikon der Keramik und Töpferei. Material Technik Geschichte (Augsburg 1990). ISBN 3804326684
   
  +
[[Kategorie:Craquelée]]
  +
[[Kategorie:Vorlagen]]
 
[[Kategorie:Werkstoffkunde]]
 
[[Kategorie:Werkstoffkunde]]

Aktuelle Version vom 9. Juni 2026, 22:38 Uhr

Achtung Grabung.jpgDieser Artikel ist noch unvollständig und erfordert ggf. Korrekturen und Ergänzungen.

Als Craquelée (auch Krakelee) werden Haarriss an der Oberfläche bezeichnet. In der Neuzeit wurde ein Craquelée in einer Glasur aufgrund ihrer ästhetischen Wirkung bewusst erzeugt und ggf. durch einen färbenden Stoff auch hervorgehoben. Bei der Entstehung durch technische Fehler wird die neutrale Bezeichnung als Haarrisse bevorzugt.

In der Archäologie des Mittelalters wird der Begriff auch bei Irdenware genutzt, die ein Haarrissmuster aufweist, das in der Regel von den Magerungspartikeln ausgeht. Deren gegenüber der Tonmatrix andere Wärmeausdehnung führt zu Spannungen an der Oberfläche, die zu einem Rissmuster führen. Charakteristisch ist solche Craquelée bei den frühmittelalterlichen rauwandigen Drehscheibenware, insbesondere bei der rauwandigen Drehscheibenware Donzdorfer Art.

Schalkstetten (Gde. Amstetten, Alb-Donau-Kreis), Untere Wiesen: Grabung 2005, rauwandige Drehscheibenware Donzdorfer Art mit Craquelée (Foto: R. Schreg)

Literaturhinweis

  • Hamer/ Hamer 1990: J. Hamer/ B. Hamer, Lexikon der Keramik und Töpferei. Material Technik Geschichte (Augsburg 1990). ISBN 3804326684