Stetten am Heuchelberg: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 6. August 2026, 15:15 Uhr
Stetten am Heuchelberg (Stadt Schwaigern, Lkr. Heilbronn)
Friedhof
Siedlungsbefunde
Die Fundstelle ist namengebend für den Rand "Typ Stetten", wie er bei der älteren grauen Drehscheibenware auftritt.
Lage
Östlich des alten Ortskernes von Stetten am Heuchelberg wurde 1965 in dem seit 1627 hier befindlichen Friedhof eine neue Kapelle gebaut.
- Koordinaten:
Befund
Bei den Bauarbeiten zu den Pfeilerfundamenten stieß man auf einen mit Brandschutt verfüllten Erdkeller, aus dem einige kugelige Webgewichte stammen. Eine zweitägige Notgrabung konnte in 1,8 m Tiefe, unter dem Gräberhorizont ein Planunm aufnehmen und zwei Profile dokumentieren. Aus dem Aushub und insbesondere aus einer Schicht nahe des Bodens der Grube stammen zahlreiche Keramikfunde.
Keramikfunde
Der Erstbearbeiter der Funde, Robert Koch als graue, sandige Drehscheibenware. Den Scherben ("Ton") beschrieb er als fein dicht und reich an Quarzsand. Die Farbangabe ist meist hellgrau, seltener dunkelgrau und nur in einem Fall hellbraungrau. An Verzierungen ist ein Rädchendekor belegt. Typisch sind Ränder vom hier definierten Typ Stetten: zylindrisch, gerippter (geriefter) Hals mit horizontal abgestrichenem Rand Die Funde gehören nach heutiger Kenntnis mit Masse zur älteren grauen Drehscheibenware. Einzelne Böden zeigen Spuren des Handaufbaus. Aus dem Friedhofsberech liegen weotere Funde derjüngeren Drehschebenware und eine rollstempelverzierte Wandscherbe der älteren gelben Drehscheibenware vor (Koch 1967, Abb.9).
Literaturhinweise
- Koch 1967: R. Koch, Frühmittelalterliche Keramik aus Esslingen-Sirnau, Heilbronn-Böckingen und Stetten am Heuchelberg. Fundber. Schwaben N.F. 18/I, 1967, 264–279.