Stetten am Heuchelberg: Unterschied zwischen den Versionen

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==Befund==
 
==Befund==
Bei den Bauarbeiten zu den Pfeilerfundamentenstieß man auf einen mit Brandschutt verfüllten Erdkeller, aus dem einige kugelige Webgewichte stammen. Eine zweitägige Notgrabung konnte in 1,8 m Tiefe, unter dem Gräberhorizont ein Planunm aufnehmen und zwei Profile dokumentieren. Aus dem Aushub und insbesondere aus einer Schicht nahe des Bodens der Grube stammen zahlreiche Keramikfunde.
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Bei den Bauarbeiten zu den Pfeilerfundamenten stieß man auf einen mit Brandschutt verfüllten Erdkeller, aus dem einige kugelige Webgewichte stammen. Eine zweitägige Notgrabung konnte in 1,8 m Tiefe, unter dem Gräberhorizont ein Planunm aufnehmen und zwei Profile dokumentieren. Aus dem Aushub und insbesondere aus einer Schicht nahe des Bodens der Grube stammen zahlreiche Keramikfunde.
   
 
==Keramikfunde==
 
==Keramikfunde==

Version vom 6. August 2026, 15:15 Uhr

Stetten am Heuchelberg (Stadt Schwaigern, Lkr. Heilbronn)

Friedhof

Siedlungsbefunde

Die Fundstelle ist namengebend für den Rand "Typ Stetten", wie er bei der älteren grauen Drehscheibenware auftritt.

Lage

Östlich des alten Ortskernes von Stetten am Heuchelberg wurde 1965 in dem seit 1627 hier befindlichen Friedhof eine neue Kapelle gebaut.

  • Koordinaten:

Befund

Bei den Bauarbeiten zu den Pfeilerfundamenten stieß man auf einen mit Brandschutt verfüllten Erdkeller, aus dem einige kugelige Webgewichte stammen. Eine zweitägige Notgrabung konnte in 1,8 m Tiefe, unter dem Gräberhorizont ein Planunm aufnehmen und zwei Profile dokumentieren. Aus dem Aushub und insbesondere aus einer Schicht nahe des Bodens der Grube stammen zahlreiche Keramikfunde.

Keramikfunde

Der Erstbearbeiter der Funde, Robert Koch als graue, sandige Drehscheibenware. Den Scherben ("Ton") beschrieb er als fein dicht und reich an Quarzsand. Die Farbangabe ist meist hellgrau, seltener dunkelgrau und nur in einem Fall hellbraungrau. An Verzierungen ist ein Rädchendekor belegt. Typisch sind Ränder vom hier definierten Typ Stetten: zylindrisch, gerippter (geriefter) Hals mit horizontal abgestrichenem Rand Die Funde gehören nach heutiger Kenntnis mit Masse zur älteren grauen Drehscheibenware. Einzelne Böden zeigen Spuren des Handaufbaus. Aus dem Friedhofsberech liegen weotere Funde derjüngeren Drehschebenware und eine rollstempelverzierte Wandscherbe der älteren gelben Drehscheibenware vor (Koch 1967, Abb.9).


Literaturhinweise

  • Koch 1967: R. Koch, Frühmittelalterliche Keramik aus Esslingen-Sirnau, Heilbronn-Böckingen und Stetten am Heuchelberg. Fundber. Schwaben N.F. 18/I, 1967, 264–279.