Glasierte jüngere Drehscheibenware (SMa)

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An vielen Fundstellen in Süddeutschland gibt es glasierte Keramik, die formal eine große Überlappung zur oxidierend gebrannten jüngere Drehscheibenware besitzt. Erfahrungsgemäß sind die Scherben etwas gröber gemagert als di etwas jüngere glasierte Hafnerware, Dieser frühe - spätmittelalterliche - Bestand an glasierter Keramik kann/ sollte als glasierte jüngere Drehscheibenware (SMa) von der glasierte Hafnerware (FNz) abgesetzt werden, um die Innovationsprozesse besser erfassen zu können. Hier ist die Funktion der Glasur häufig noch dekorativ oder beschränkt sich weitgehend auf die Innenseite. Das Formenspektrum verbleibt noch im Spektrum des Spätmittelalters, hier wären also Scherben mit Karniesrand zuzuweisen, während solche mit Wulstrand bereits zur glasierten Hafnerware zu rechnen sind.

Zu beachten ist, dass eindeutige Zuweisungen oft nicht möglich sind, da man v.a. auf Randscherben angewiesen ist.