Elsässer Steinzeug, (mittlerer Oberrhein, SMa/FNz): Unterschied zwischen den Versionen
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Drehscheibenware. Tonmasse ähnlich wie bei anderen Steingutarten. Meist hellgrau, manchmal ockerfarben oder beige. Oft salzglasiert mit hellgrauer Färbung, orangefarbenen oder braunen Nuancen und einigen grünlichen Flecken. |
Drehscheibenware. Tonmasse ähnlich wie bei anderen Steingutarten. Meist hellgrau, manchmal ockerfarben oder beige. Oft salzglasiert mit hellgrauer Färbung, orangefarbenen oder braunen Nuancen und einigen grünlichen Flecken. |
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| + | *Steinzeugwaren aus Betschdorf |
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| + | Sie wurden erstmals im 18. Jahrhundert hergestellt und sind an ihrer hellgrauen Farbe und ihrer Verzierung aus Ritzungen und kobaltblauen Mustern zu erkennen. In dieser Hinsicht sind sie mit den Steinzeugwaren aus dem Westerwald vergleichbar, aus dessen Region die ersten Steinzeugtöpfer stammten, die sich im Elsass niederließen. Sie weisen sehr vielfältige Formen auf, die sowohl dem Gebrauch (Krüge, Flaschen, Tassen, Bierkrüge) als auch der Aufbewahrung von Flüssigkeiten (Töpfe, Fässchen) dienen. |
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| + | Bei den meisten Fundstücken handelt es sich um Tassen, daneben auch um einige Flaschen oder Krüge. |
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==Wichtige Fundorte== |
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Aktuelle Version vom 14. August 2026, 14:00 Uhr
Der Norden des Elsass ist auch heute noch eine Region, in der Steinzeug hergestellt wird, insbesondere im Dorf Betschdorf, wo seit dem 18. Jahrhundert Keramik dieser Art produziert wird, die bis heute ein Symbol für das elsässische Handwerk ist. Archäologische Forschungen lassen jedoch vermuten, dass die Steinzeugproduktion im Elsass noch älter sein und bis ins 15. Jahrhundert zurückreichen könnte.
Forschungsgeschichte
Yves Henigfeld ist der Einzige, der sich für die Steinzeugproduktion im Elsass interessiert hat, genauer gesagt in Haguenau, das bislang das einzige Produktionszentrum ist, das dank der zahlreichen dort gefundenen Brennabfälle eindeutig identifiziert werden konnte. Er widmete diesem Thema 1998 einen Artikel, der derzeit die einzige verfügbare regionale Quelle darstellt. Er stützt sich auf die Sammlungen des Museums von Haguenau, die aus mehreren Funden in der Stadt stammen und mehr oder weniger (manchmal gar nicht) dokumentiert sind.
andere Beizeichnungen
- auf Französisch: "grès d'Alsace" oder "grès du nord de l'Alsace" oder "grès haguenoviens".
Charakteristika
Drehscheibenware. Tonmasse ähnlich wie bei anderen Steingutarten. Meist hellgrau, manchmal ockerfarben oder beige. Oft salzglasiert mit hellgrauer Färbung, orangefarbenen oder braunen Nuancen und einigen grünlichen Flecken.
Varianten
- Steinzeugwaren aus Betschdorf
Sie wurden erstmals im 18. Jahrhundert hergestellt und sind an ihrer hellgrauen Farbe und ihrer Verzierung aus Ritzungen und kobaltblauen Mustern zu erkennen. In dieser Hinsicht sind sie mit den Steinzeugwaren aus dem Westerwald vergleichbar, aus dessen Region die ersten Steinzeugtöpfer stammten, die sich im Elsass niederließen. Sie weisen sehr vielfältige Formen auf, die sowohl dem Gebrauch (Krüge, Flaschen, Tassen, Bierkrüge) als auch der Aufbewahrung von Flüssigkeiten (Töpfe, Fässchen) dienen.
Gefäßformen
Bei den meisten Fundstücken handelt es sich um Tassen, daneben auch um einige Flaschen oder Krüge.
Wichtige Fundorte
- Straßburg
- Rheinmünster-Schwarzach (Fundber. Bad.-Württ. 22/2, 1998, 272-275 [U. Gross])
- Wiesenbach
- Dielheim, Burg Horrenberg
- Villingen
Literaturhinweise
- Fundber. Bad.-Württ. 22/2, 1998, 272-275 [U. Gross]