Wülsttechnik: Unterschied zwischen den Versionen

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Datei:HgmtK2 Herstellung des Bodens 1.jpg|Wülsttechnik - Schritt 2: Herstellung des Bodens. Martin Rogier, Archäologischer Töpferkurs Juli 2026 ArchaeoCentrum Bayern-Böhmen (Foto:E.Bardet, AMANZ Bamberg)
 
Datei:HgmtK2 Herstellung des Bodens 1.jpg|Wülsttechnik - Schritt 2: Herstellung des Bodens. Martin Rogier, Archäologischer Töpferkurs Juli 2026 ArchaeoCentrum Bayern-Böhmen (Foto:E.Bardet, AMANZ Bamberg)
 
Datei:HgmtK2 Herstellung des Bodens 3.jpg|Wülsttechnik - Schritt 3: Einbau der ersten Wulst am Boden. Martin Rogier, Archäologischer Töpferkurs Juli 2026 ArchaeoCentrum Bayern-Böhmen (Foto:E.Bardet, AMANZ Bamberg)
 
Datei:HgmtK2 Herstellung des Bodens 3.jpg|Wülsttechnik - Schritt 3: Einbau der ersten Wulst am Boden. Martin Rogier, Archäologischer Töpferkurs Juli 2026 ArchaeoCentrum Bayern-Böhmen (Foto:E.Bardet, AMANZ Bamberg)
Datei:HgmtK3 Herstellung der Wände 1.jpg|Wülsttechnik - Schritt 4: Herstellung der Wände. Martin Rogier, Archäologischer Töpferkurs Juli 2026 ArchaeoCentrum Bayern-Böhmen (Foto:E.Bardet, AMANZ Bamberg)
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Datei:HgmtK3 Herstellung der Wände 2.jpg|Wülsttechnik - Schritt 4: Herstellung der Wände. Martin Rogier, Archäologischer Töpferkurs Juli 2026 ArchaeoCentrum Bayern-Böhmen (Foto:E.Bardet, AMANZ Bamberg)
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Datei:HgmtK4 Glättung der Wände mit einem Holzwerkzeug.jpg|Wülsttechnik - Schritt 5: Glättung der Wände mit einem Holzwerkzeug. Martin Rogier, Archäologischer Töpferkurs Juli 2026 ArchaeoCentrum Bayern-Böhmen (Foto:E.Bardet, AMANZ Bamberg)
 
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Datei:HgmtK4 Glättung der Wände mit einem Kieselstein.jpg|Wülsttechnik - Schritt 5: Glättung der Wände mit einem Kieselstein. Martin Rogier, Archäologischer Töpferkurs Juli 2026 ArchaeoCentrum Bayern-Böhmen (Foto:E.Bardet, AMANZ Bamberg)
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Datei:HgmtK5 Bildung der Rand 1.jpg|Wülsttechnik - Schritt 6: Bildung der Rand. Martin Rogier, Archäologischer Töpferkurs Juli 2026 ArchaeoCentrum Bayern-Böhmen (Foto:E.Bardet, AMANZ Bamberg)
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Datei:HgmtK6 Glättung der Rand mit einem feuchtem Tuch.jpg|Wülsttechnik - Schritt 7: Glättung der Rand mit einem feuchtem Tuch. Martin Rogier, Archäologischer Töpferkurs Juli 2026 ArchaeoCentrum Bayern-Böhmen (Foto:E.Bardet, AMANZ Bamberg)
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Datei:HgmtK6 Glättung der Rand mit einem Holzwerkzeug.jpg|Wülsttechnik - Schritt 7: Glättung der Rand mit einem Holzwerkzeug. Martin Rogier, Archäologischer Töpferkurs Juli 2026 ArchaeoCentrum Bayern-Böhmen (Foto:E.Bardet, AMANZ Bamberg)
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Datei:HgmtK7 Ergebnis.jpg|Wülsttechnik - Endergebnis vor dem Backen
 
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Version vom 13. August 2026, 10:12 Uhr

Achtung Grabung.jpgDieser Artikel ist noch unvollständig und erfordert ggf. Korrekturen und Ergänzungen.
Aufbau eines Gefäßes aus Tonwürsten

Die Wülsttechnik, auch Wulsttechnik, ist eine Handwerkstechnik zum Formen keramischer Gefäße. Sie ist zunächst charakteristisch für die handgemachte Keramik. Die einzelnenübereinander gelegten Wülste müssen gut miteinander verbunden werden. Im Idealfall sind sie an der Oberfläche nicht mehr zu erkennen.


Eur Ausformung der Wandung kann eine drehbare Unterlage zur Hilfe genommen werden. Ist diese als Drehteller mit einer Achse gestaltet kann der Aufbau und das Zusammenfügen der Wülste einfacher und gleichmäßiger erfolgen. Man spricht dann von nachgedrehter Keramik.

Hans Losert (1993) hat folgende Techniken unterscheiden:

  1. Freier Aufbau in Wülsttechnik und nachträgliche Ausformung der Wandung.
  2. Freier Aufbau in Wülsttechnik und nachträgliche Ausformung der Wandung sowie Nachdrehen des Rand- und Schulterbereiches auf einer drehbaren Unterlage.
  3. Freier Aufbau in Wülsttechnik und vollständiges Nachdrehen des Gefäßes vom Boden aus.

Tatsächlich handelte es sich bei nachgedrehter Keramik wahrscheinlich nicht um eine nachträgliche Überarbeitung des bereits ausgeformten Gefäßes,sondern diente gleich als Hilfsmittel beim Gefäßaufbau. Im Unterschied zur Drehscheibenkeramik spielt die Rotationsenergie dabei jedoch keine Rolle.

Letztlich kann das Gefäß entweder im feuchten Zustand durch Schaben und Kratzen oder aber mit einem schneidenden Werkzeug im lederharten Zustand verdünnt ("gedrechselt") und anschließend unter Rotation geglättet und/oder poliert werden (Rogier 2015, 22).

Eine detaillierte Beschreibung der Wulsttechnik auf der Töpferscheibe ist aus bisheriger ethnologischer und ethnoarchäologischer Sicht kaum möglich, da selten einzelne Handgriffe oder gar ganze Arbeitsschritte beschrieben werden. Am ehesten scheint der Begriff "Wulst-Dreh-Technik" die verschiedene Arbeitsweisen zusammenzufassen. Dazu gehören beispielsweise die grobe Ausformung und Zentrierung des Gefäßkörpers, die Einebnung der Wandung beziehungsweise die Verbindung einzelner Wülste sowie auch das Verdünnen der Wandung unter Rotationsbewegung.




Literaturhinweise

  • Losert 1993: Hans Losert, Die früh-hochmittelalterliche Keramik in Oberfranken. Zeitschrift für Archäologie des Mittelalters. Beiheft 8 (Köln 1993). - ISBN: 9783792713235
  • Rogier 2015: M. Rogier, Mittelalterliche nachgedrehte Keramik. Überlegungen zur Definition, Bestimmung und Interpretation am Beispiel Baden-Württemberg (Tübingen 2015).