Trichterrand

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Der Begriff des Trichterrands ist eine gängige Randform-Bezeichnung für leicht nach außen gestellte Ränder. Er wird insbesondere für Formen des Früh- und Hochmittelalters verwendet und ist für viele Ausprägungen der nachgedrehten Keramik charakteristisch.

Tatsächlich ist die große Mehrheit aller Ränder an Töpfen als Trichterrand gestaltet und so sind unter dem Begriff einfache, verdickte und teils sogar recht komplexe Ränder subsumiert. Während sich die meisten Bezeichnungen für Ränder auf die Ausgestaltung des Randabschlusses beziehen (z.B. abgestrichener Rand, Wulstrand oder Leistenrand bezieht sich der Trichterrand auf die gesamte Randpartie.

In der prähistorischen Archäologie wird der Begriff häufig für hohe, gestreckte ausgestellte Ränder verwendet, wie sie in Süddeutschland beispielsweise in der mittleren Bronzezeit vorkommen.

Empfehlung zur Terminologie

Der Begriff ist in einer sonst auf den Randabschluss fokussierenden Typologie oft nicht zielführend, da er in Konflikt mit anderen Begriffen geraten kann. Er ist ggf. eher als Oberbegriff zu verstehen und kann als Adjektiv verwendet werden, also z.B. „trichterförmiger Leistenrand“. Der Begriff sollte vorrangig für solche Gefäße verwendet werden, bei denen die Rand parti umgekehrt kegelförmig gestaltet ist, also eine gewisse Länge/Höhe aufweist beziehungsweise Randdurchmesser und Halsdurchmesser in einem bestimmten Verhältnis stehen.