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Als Ergänzung zu [[Topf|Töpfen]] sind Tondeckel an Fundplätzen des 16.-20. Jahrhunderts oft in enormer Anzahl anzutreffen. Dabei handelt es sich in der Regel um konisch oder leicht gewölbte Hohldeckel mit zentralem Knaufgriff und meist wulstartig verdickten Rändern. Der Knauf kann massiv oder hohl gearbeitet sein. Da der Inhalt der Gefäße normalerweise nicht mit ihnen in Berührung kam, liegen Deckel kaum glasiert vor, auch wenn sie als Verschluss glasierter Ware genutzt wurden. Im Falle von glasierten Deckeln kann die [[Glasur]] sowohl innen, als auch außen vorhanden sein und zusätzliches Dekor, wie etwa Rillen und Wellenlinien aufweisen (Gross 1995, 58; Gross 1999, 675; Ade-Rademacher 1997, 34).
 
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Die Größe der Deckel variiert selbstverständlich genauso, wie die Mündungsöffnung der Gefäße unterschiedlich sein kann. Deckel mit Durchmessern von 12-18 cm, wie sie in Schwäbisch Gmünd, Brandstatt auftauchen, sind der Regelfall. Besonders große Deckel wurden wahrscheinlich als [[Feuerstülpe|Feuerstülpen]] beziehungsweise [[Gluthaube|Gluthauben]] genutzt. Manche Verschlüsse weisen eine Perforierung auf, wohl um den Dampf beim Kochen entweichen zu lassen.
 
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Mehrheitlich handelt es sich im süddeutschen Raum um konisch oder leicht gewölbte Hohldeckel mit zentralem Knaufgriff und meist wulstartig verdickten Rändern. Der Knauf kann massiv oder hohl gearbeitet sein. Da der Inhalt der Gefäße normalerweise nicht mit ihnen in Berührung kam, liegen Deckel kaum glasiert vor, auch wenn sie als Verschluss glasierter Ware genutzt wurden. Im Falle von glasierten Deckeln kann die [[Glasur]] sowohl innen, als auch außen vorhanden sein und zusätzliches Dekor, wie etwa Rillen und Wellenlinien aufweisen (Gross 1995, 58; Gross 1999, 675; Ade-Rademacher 1997, 34).
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Bisweilen sind die „Ränder“ von Deckeln als Zarge ausgestaltet.
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Daneben gibt es Flachdeckel, die mit einem Bügelhenkel versehen sein können. Sie sind beispielsweise in [[Basel]] sehr häufig.
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Die Größe der Deckel variiert selbstverständlich genauso, wie die Mündungsöffnung der Gefäße unterschiedlich sein kann. Deckel mit Durchmessern von 12-18 cm, wie sie in [[Schwäbisch Gmünd, Brandstatt]] auftauchen, sind der Regelfall. Besonders große Deckel wurden wahrscheinlich als [[Feuerstülpe|Feuerstülpen]] beziehungsweise [[Gluthaube|Gluthauben]] genutzt. Manche Verschlüsse weisen eine Perforierung auf, wohl um den Dampf beim Kochen entweichen zu lassen.
 
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*Gross 1999: U. Gross, Schwäbisch Gmünd-Brandstätt: Keramikfunde aus einer Kellerverfüllung der Zeit um 1800. Fundberichte aus Baden-Württemberg 23 (Stuttgart 1999).
   
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[[Kategorie:Deckel]]
 
 
[[Kategorie:Gefäßform]]
 
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[[Kategorie:Vorlagen]]

Aktuelle Version vom 12. August 2026, 10:03 Uhr

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Deckelformen entsprechend dem Leitfaden von Bauer.

Als Ergänzung zu Töpfen gewinnen Tondeckel etwa dem 13. Jahrhundert mit den jüngeren Drehscheibenwaren an Bedeutung und sind an Fundplätzen des 16.-20. Jahrhunderts oft in enormer Anzahl anzutreffen. Deckel gab es auch zuvor, wie Randformen mit ausgeprägtem Deckelfalz belegen. Dabei handelte es sich wohl um selten belegte Holzdeckel.

Formen

Mehrheitlich handelt es sich im süddeutschen Raum um konisch oder leicht gewölbte Hohldeckel mit zentralem Knaufgriff und meist wulstartig verdickten Rändern. Der Knauf kann massiv oder hohl gearbeitet sein. Da der Inhalt der Gefäße normalerweise nicht mit ihnen in Berührung kam, liegen Deckel kaum glasiert vor, auch wenn sie als Verschluss glasierter Ware genutzt wurden. Im Falle von glasierten Deckeln kann die Glasur sowohl innen, als auch außen vorhanden sein und zusätzliches Dekor, wie etwa Rillen und Wellenlinien aufweisen (Gross 1995, 58; Gross 1999, 675; Ade-Rademacher 1997, 34).

Bisweilen sind die „Ränder“ von Deckeln als Zarge ausgestaltet.

Daneben gibt es Flachdeckel, die mit einem Bügelhenkel versehen sein können. Sie sind beispielsweise in Basel sehr häufig.

Die Größe der Deckel variiert selbstverständlich genauso, wie die Mündungsöffnung der Gefäße unterschiedlich sein kann. Deckel mit Durchmessern von 12-18 cm, wie sie in Schwäbisch Gmünd, Brandstatt auftauchen, sind der Regelfall. Besonders große Deckel wurden wahrscheinlich als Feuerstülpen beziehungsweise Gluthauben genutzt. Manche Verschlüsse weisen eine Perforierung auf, wohl um den Dampf beim Kochen entweichen zu lassen. Die zweckmäßige Form der Deckel erschwert eine chronologische Differenzierung.



Literaturhinweise

  • Ade-Rademacher 1997: D. Ade-Rademacher, „...ein neuer, mit Deckel bedeckter Hafen...“ – Die Gefäße und das Problem der Datierung neuzeitlicher Keramik. In: „Wo weder Sonne noch Mond hinscheint“. Archäologische Nachweise von Nachgeburtsbestattungen in der frühen Neuzeit. Archäologische Informationen aus Baden-Württemberg 36 (Stuttgart 1997).
  • Gross 1995: U. Gross, „Allerhandt grimppel auch kuchingeschürr…“ In: A. Stangl et al., Mönche und Scholaren. Funde aus 900 Jahren Kloster Alpirsbach [1095 – 1995] (Karlsruhe 1995).
  • Gross 1999: U. Gross, Schwäbisch Gmünd-Brandstätt: Keramikfunde aus einer Kellerverfüllung der Zeit um 1800. Fundberichte aus Baden-Württemberg 23 (Stuttgart 1999).